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Erkenntnis


Antje

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Okay, ich war noch nie ein Fan von Plastik. Es fasst sich nicht gut an, es riecht unangenehm, es versaut die Umwelt. Ich hab es bisher vermieden, überflüssige Plastik zu kaufen. Meistens zumindest. Irgendwann letzte Woche streifte mich die Erkenntnis, dass (mir) das nicht reicht. Zu oft greife ich zu, ohne nachzudenken. Unser Plastikmüll zu Hause muss alle 2-3 Tage geleert werden. Das kann einfach so nicht weitergehen!

Ich habe also beschlossen, mein Leben soweit wie möglich plastikfrei zu gestalten. Zufällig musste ich am Tag der Erkenntnis/Entscheidung in den Supermarkt und wurde gleich vor eins der Hauptprobleme gestellt: Was kann ich eigentlich noch essen? Die üblichen Griffe und Gänge fielen weg. Am Ende ging ich mit einer Flasche Milch, einem Glas Joghurt und zwei Bananen nach Hause (bevor jetzt Kommentare kommen: Bis auf wenige Ausnahmen kaufe ich nur regionales Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt). Milch und Joghurt waren zwar doppelt so teuer, aber dafür auch extrem lecker. Nur Bio im Glas scheint man im normalen Supermarkt nicht zu bekommen. Wie auch immer, ich gehe nun also mit einem etwas aufmerksameren Blick durch die Regale und staune, wie viel Plastik es tatsächlich gibt, aber auch, wie viele Alternativen. Oft sind die zwar etwas teurer, aber dafür qualitativ auch um Längen besser. Geld spart man dann wiederum an dem, was man nun freiwillig im Regal liegen lässt. So kann man die Balance im Haushaltsbudget halten. Für Käse etc. muss man sich Behälter mitnehmen, um die Plastiktüten zu vermeiden. Tragetaschen aus Plastik hab ich noch nie gekauft, allerdings hab ich die kleinen Plastiktüten für Obst und Gemüse eher unbedenklich verwendet. Jetzt nehme ich sie nur noch, wenn es sich nicht vermeiden lässt (warum gibt es eigentlich keine Papiertüten im Gemüsebereich in normalen Supermärkten?) und benutze sie so oft wieder, bis sie auseinanderfallen. Plötzlich haben sie einen totalen Wert für mich erhalten. Über kurz oder lang werde ich sie komplett ersetzen. Muss nur noch überlegen wie …

Essen ist die eine Geschichte, Drogerieartikel eine ganz andere. Meine Güte, jeder Spülitab, alle Taschentücher, selbst mein Froschwaschmittel stecken in der Plastiktüte. Das erfordert noch etwas Recherche und Ausprobieren.

Fakt ist, die ganze Sache ist wirklich spannend und macht mir großen Spaß. Die reinste Entdeckungs- und Erinnerungstour. Man fragt sich ständig, wie das früher eigentlich gemacht wurde und macht es jetzt wieder so. Z.B. keine Mülleimerbeutel, sondern Zeitung in den Eimer und nach dem Leeren auswaschen, usw. Ich denke, im Herzen bin ich Minimalistin/Puristin. Ich mag es, wenig zu haben, aber das Wenige von guter und nachhaltiger Qualität. Von daher gefällt es mir, alles auf das Notwendigste/ Wesentliche zu beschränken. Auch beim Essen ist es so. Fertiggerichte haben mich von jeher abgeschreckt, weil die Zutatenliste völlig unübersichtlich ist (vom Geschmack mal ganz abgesehen). Zumindest muss ich mir da keine zusätzlichen Gedanken über den Müll machen.

Wer Ideen zur Plastikvermeidung hat, immer her damit. :)

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Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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...schon lustig, als ich deinen Beitrag las, musste ich sofort an die Einkäufe als Kind im Gemüseladen denken... Sauerkraut in der Papiertüte, die Daheim durchgeweicht war, Eier ebenfalls in Papiertüte... aber es ging ohne Frage!

Guter Vorsatz! :daumenhoch: Bin auf alle neuen Erkenntnisse und Ideen gespannt. :)

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Super Sache, Antje,

da hast Du Dir ja eine Herausforderung gesucht.

Viele Grundsätzlichkeiten, die Du aufzählst, sehe ich genau so. Alles darüberhinausgehende ist sehr schwer zu handeln.

Spontan fällt mir nur ein, größere Mengen zu kaufen.

Viel Erfolg und alle Achtung vor Deinem Mut,

Gina

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Eier ebenfalls in Papiertüte...

Ach herrje. Also Eierpappen gab es damals bei uns schon. :)

Ich werde in 2 Wochen mal eine Liste reinsetzen, was ich womit ersetzt habe. Vielleicht inspiriert das ja jemanden.

da hast Du Dir ja eine Herausforderung gesucht.

Naja, es kann nicht schlimmer sein, als Mitte der 90er in Deutschland Vegetarierin gewesen zu sein. Da wurde ich auch immer blöd angeguckt und musste mich beim Auswärtsessen immer mit Eiern und Salat begnügen. Sehr abenteuerlich war es außerdem, da ich damals noch nicht wirklich kochen konnte. Noch abenteuerlicher war mein Veganerdasein, was ich leider nur 1 Monat durchgehalten habe. Bei meinem Protest gegen Plastik bin ich bestimmt erfolgreicher. Bisher habe ich zu fast allem eine Alternative gefunden. Man muss halt viel rumgucken und viele Läden abklappern bis man raus hat, wo man was bekommt. Aber wie gesagt, es macht wirklich Spaß und es gibt etliche Erfolgserlebnisse. Vor allem ist es ein tolles Gefühl, da einfach nicht mehr mitzumachen und die Produkte wieder bewusst auszuwählen.

Viele Grundsätzlichkeiten, die Du aufzählst, sehe ich genau so. Alles darüberhinausgehende ist sehr schwer zu handeln.

Das glaube ich noch nicht mal. Zumindest nicht, was das Alltägliche betrifft. Und bei allem Anderen muss man sich halt fragen, ob man das wirklich braucht. Und wenn ja, kann man ja mal eine Ausnahme machen. Im Grunde genommen ist es wirklich ein bisschen wie mit dem Fleisch - jeder sollte überlegen, was er da kauft und dann nur so viel nehmen, wie er für absolut nötig hält. Kleinvieh macht auch Mist. Wenn jeder einen Beitrag leistet, ist schon viel gewonnen.

Liebe Grüße

Antje

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Pusteblümchen

Okay, ich war noch nie ein Fan von Plastik. Es fasst sich nicht gut an, es riecht unangenehm, es versaut die Umwelt. Ich hab es bisher vermieden, überflüssige Plastik zu kaufen. Meistens zumindest. Irgendwann letzte Woche streifte mich die Erkenntnis, dass (mir) das nicht reicht. Zu oft greife ich zu, ohne nachzudenken. Unser Plastikmüll zu Hause muss alle 2-3 Tage geleert werden. Das kann einfach so nicht weitergehen!

Ich habe also beschlossen, mein Leben soweit wie möglich plastikfrei zu gestalten. Zufällig musste ich am Tag der Erkenntnis/Entscheidung in den Supermarkt und wurde gleich vor eins der Hauptprobleme gestellt: Was kann ich eigentlich noch essen? Die üblichen Griffe und Gänge fielen weg. Am Ende ging ich mit einer Flasche Milch, einem Glas Joghurt und zwei Bananen nach Hause (bevor jetzt Kommentare kommen: Bis auf wenige Ausnahmen kaufe ich nur regionales Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt). Milch und Joghurt waren zwar doppelt so teuer, aber dafür auch extrem lecker. Nur Bio im Glas scheint man im normalen Supermarkt nicht zu bekommen. Wie auch immer, ich gehe nun also mit einem etwas aufmerksameren Blick durch die Regale und staune, wie viel Plastik es tatsächlich gibt, aber auch, wie viele Alternativen. Oft sind die zwar etwas teurer, aber dafür qualitativ auch um Längen besser. Geld spart man dann wiederum an dem, was man nun freiwillig im Regal liegen lässt. So kann man die Balance im Haushaltsbudget halten. Für Käse etc. muss man sich Behälter mitnehmen, um die Plastiktüten zu vermeiden. Tragetaschen aus Plastik hab ich noch nie gekauft, allerdings hab ich die kleinen Plastiktüten für Obst und Gemüse eher unbedenklich verwendet. Jetzt nehme ich sie nur noch, wenn es sich nicht vermeiden lässt (warum gibt es eigentlich keine Papiertüten im Gemüsebereich in normalen Supermärkten?) und benutze sie so oft wieder, bis sie auseinanderfallen. Plötzlich haben sie einen totalen Wert für mich erhalten. Über kurz oder lang werde ich sie komplett ersetzen. Muss nur noch überlegen wie …

Essen ist die eine Geschichte, Drogerieartikel eine ganz andere. Meine Güte, jeder Spülitab, alle Taschentücher, selbst mein Froschwaschmittel stecken in der Plastiktüte. Das erfordert noch etwas Recherche und Ausprobieren.

Fakt ist, die ganze Sache ist wirklich spannend und macht mir großen Spaß. Die reinste Entdeckungs- und Erinnerungstour. Man fragt sich ständig, wie das früher eigentlich gemacht wurde und macht es jetzt wieder so. Z.B. keine Mülleimerbeutel, sondern Zeitung in den Eimer und nach dem Leeren auswaschen, usw. Ich denke, im Herzen bin ich Minimalistin/Puristin. Ich mag es, wenig zu haben, aber das Wenige von guter und nachhaltiger Qualität. Von daher gefällt es mir, alles auf das Notwendigste/ Wesentliche zu beschränken. Auch beim Essen ist es so. Fertiggerichte haben mich von jeher abgeschreckt, weil die Zutatenliste völlig unübersichtlich ist (vom Geschmack mal ganz abgesehen). Zumindest muss ich mir da keine zusätzlichen Gedanken über den Müll machen.

Wer Ideen zur Plastikvermeidung hat, immer her damit. :)

Hab mir letzte Woche diese Wiederholung im WDR angesehen.

http://www.daserste....lastik-100.html

Da sind bestimmt einige Tipps für Dich bei ;)

Edited by Pusteblümchen
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Interessanter Versuch. Unter der Dusche fiel mir heute früh zum Beispiel ein, dass mir schon allein sowas wie Shampoo in der Glasflasche noch nicht so richtig untergekommen ist.

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Da gibt es die Aleppo-Haarseife, die ich mal ausprobieren werde (http://www.frag-mutt...rpflege-a32085/). Für Psoriatiker vielleicht ohnehin ganz interessant. Lush kenne ich auch, aber deren Produkte vertrage ich nicht so gut (trocknen meine Haut zu sehr aus).

Ich hab übrigens eine Liste mit Ersatzprodukten zusammengestellt. Da gibt es jedoch zahlreiche Hinweise auf Internetshops etc. Darf ich die trotzdem hier einstellen? Ich schwöre, ich bin nicht mit denen verwandt oder verschwägert und bekomme auch (leider) kein Geld.

Liebe Grüße

Antje

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hallo, Antje -

Claudia hat ja ihr o.k. gegeben - ich bin schon gespannt auf deine Liste -

wenn sich jemand so engagiert, finde ich das prima - vielleicht gibt es ja einige Dinge, die mich auch zum Umdenken anregen -

nette Grüsse sendet - Bibi -

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Leben ohne Plastik – Alternativliste

Lebensmittel

Milchprodukte: Alle Milchprodukte gibt es auch im Mehrwegglas, man muss nur danach suchen. Und zwar leider ziemlich lange. Joghurt und vor allem Milch gibt es z.B. im Glas von Landliebe im Supermarkt. Nicht in jedem, auch da muss man gucken und vielleicht auch mal meckern. Der Geschmack hat mich überrascht. Ist wirklich sein Geld wert. Allerdings mag ich es ja lieber bio oder zumindest regional, d.h. wir fahren aufs Dorf nebenan, wo es einen Milchhof gibt, der Gott sei Dank alles (auch Quark, Creme fraiche und Sahne) im Glas verkauft. Auch im Naturkostladen kann man fündig werden. Aber erstens zahlt man da viel mehr und zweitens ist der Mehrwegglas-Einsatz zumindest in den kleinen NKL auch beschränkt.

Kefir stelle ich wieder selbst her (wer einen Pilz braucht/möchte, kann einen von mir haben).

Käse ist noch ein rotes Tuch für mich. Selbst am Regionalstand wurde er mir in Folie und dann noch mal in den Plastikbeutel eingepackt, nur weil ich mal eine Minute nicht aufgepasst hab. *Grrrrrr* Aber demnächst nehme ich einen Behälter mit. => umständlich!

Ich empfehle die Fahrt aufs Land – (Bio-)Höfe gibt es überall. Wer in Berlin und Umgebung wohnt, kann sich z.B. auch von Brodowin beliefern lassen. Hab ich ein paar Jahre lang gemacht und hat super geklappt (und geschmeckt).

Das gleiche gilt für Obst und Gemüse. Allerdings hole ich mir das immer auf dem Wochenmarkt. Auch da merkt man den (Umwelt-)Gedankenunterschied – die Demeterstände verpacken in Papier, die Regionalstände in Plastik. Selbst die Beeren gibt es dort in diesen doofen Plastikschälchen, obwohl die Pappschälchen genauso gut gehen. Verstehe ich nicht.Eingefrorenes Gemüse und Obst kaufe ich nur in Pappverpackungen. Kann sein, dass es etwas teurer ist, aber die Qualität ist auch tausendmal besser.

Nudeln gibt es von Barilla in Pappverpackungen. Hab ich vorher schon genommen, weil sie mir am besten schmecken. Gnocchi mach ich selbst und Reis esse ich nicht bzw. nur sehr sehr selten.

Fertigprodukte gibt es bei mir so gut wie nie, deshalb hab ich da eh kein Problem.

Reinigungszeug etc.

Badreiniger u.Ä. – eigentlich hat man mehr Zeug rumstehen, als man braucht. Vieles kann man sich selbst herstellen (Zutaten sind mehr als preiswert). Mal hier schauen: http://www.fragilse....elbermachen.php

Oder man nimmt Orangenreiniger, der so ziemlich für alles geht: http://www.spinnrad....-002212152.html (einfach mal gucken, ob man eine Apotheke in der Nähe hat, die den bestellen oder vorrätig haben, um sich Versandkosten etc. zu sparen)

Spülitabs – leider können wir noch nicht auf Ökopulver im Karton umsteigen, weil die Klappe an unserer Spülmaschine kaputt ist. Ergo, wir werfen immer einen Tab in den Besteckkorb. Allerdings habe ich im Internet gelesen, dass auch ein halber Tab ausreicht. Und es stimmt. D.h. es werden sowohl auf Arbeit als auch zu Hause jetzt nur noch halbe Tabs verwendet. Bisher ist alles sauber geworden. So sparen wir immerhin etwas Plastikmüll und auch noch Geld (und belasten das Abwasser nicht so sehr).

Waschpulver – von meinem Froschwaschmittel werde ich jetzt auf Ecover, Sodasan oder ein anderes Ökowaschmittel im Karton umsteigen.

Kosmetikartikel usw.

Duschbad und Shampoo kann man gut durch Seifen ersetzen. Nehme ich persönlich sowieso lieber. Die oben erwähnte Alepposeife für die Haare muss ich allerdings erst mal ausprobieren. Ansonsten gibt es die tollsten Seifen wie Sand am Meer und zumindest meine Haut trocknen sie gar nicht aus. Auf Qualität sollte man allerdings achten ...

Körperlotionen, Cremes etc. – gibt es zumindest von Dr. Hauschka im Glas. Allerdings ist das ohne Mehrwegsystem auch nicht besser als Plastikverpackungen, habe ich mir von einer Freundin sagen lassen, die es wissen muss (100%ige Ökotante). Habe aber im Netz Ringana (http://www.ringana.c...haltigkeit/csr/) entdeckt. Ökologischer geht es fast nicht mehr. Und ich „fürchte“, einiges von meinem Weihnachtsgeld wird dafür draufgehen. :P

Wem das alles zu teuer ist, kann auch ganz normale Öle für den Körper verwenden, z.B. Kokosöl: http://www.amazon.de...eywords=Kokosöl oder simples Olivenöl.

Für eine Handcreme, die sich auch für Füße und so eignet, habe ich das folgende einfache Rezept entdeckt: http://www.nicestthi...hand-cream.html (unglaublich wie viele „Beauty“Blogs es im Netz gibt). Allerdings gibt es Handcremes auch in Tuben oder Blechdosen.

Wer gern rührt und kocht und wissen möchte, was in seinen Cremes, Packungen, Masken und Lotionen drin ist, kann ca. eine (gefühlte) Million Rezepte im Internet finden. Nur die Zeit müsste man haben ...

Wattestäbchen – müssen nicht mit einem Plastikstab daherkommen. In jeder Drogerie gibt es sie jetzt auch mit Pappstab. Warum nicht gleich so, frag ich mich.

Zahnseide gibt es auch im Glasflacon http://www.blumenkin...cf910ebd4d857e5. Und ehrlich mal, sieht das nicht viel schöner im Badezimmerschrank aus, als so ein Plastikteil von Oral B?

Dort gibt es ebenso waschbare Abschminkpads (http://www.blumenkin...10er::1469.html) und allerlei anderes für die Frau ... ;-)

Taschentücher – der Umwelt zuliebe steige ich wieder auf Stofftaschentücher um (http://www.kulmine.d...h_und_Plegetuch). Was tut man nicht alles.

Makeup usw. kann man von Zao bestellen – die Verpackung ist aus Bambus und wiederbefüllbar (Inlays für Puder, Rouge etc. können nachbestellt werden): http://www.shop-014....suche=1&manuf=1

Wer noch nach weiteren Haushaltswaren oder Kosmetika schauen möchte, kann auch mal hier stöbern: http://www.biber.de/...0-0-3300-2.html Allerdings ist mir aufgefallen, dass es vieles woanders auch billiger gibt. Aber um sich einen Überblick oder Anregungen zu holen, ist die Seite ganz gut.

So, mehr ist mir in meinem Alltag bisher nicht aufgefallen. Aber ich hab ja auch gerade erst angefangen ...

Liebe Grüße

Antje

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Taschentücher – der Umwelt zuliebe steige ich wieder auf Stofftaschentücher um (http://www.kulmine.d...h_und_Plegetuch). Was tut man nicht alles.

Ich halte Papiertaschentücher für einen zivilisatorischen Fortschritt. Ansonsten: viel Bedenkenswertes. Möglicherweise stimmt es ja nicht - ich meine aber gelesen zu haben, dass die Ökobilanz von Papierverpackungen schlechter als die von Plastik sei(n kann). Werden bei "Plastik" nicht mittlerweile zunehmend auch pflanzliche Materialien, wie z.B. Maisstärke, verwendet?

Edited by Eisstausee
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Sorry, aber jetzt muss ich auch mal dazu bemerken.

Wenn es die Plastik oder richtig ausgedrückt diesen Kunststoff nicht gäbe, dann würde es auf der Welt sehr dunkel aussehen..

Lebensmittel in Kunststoffhüllen zu verpacken finde ich persönlich auch nicht so gut, aber das Papier ist ein Naturprodukt, wobei auch viele Bäume sterben müssten.

Aber bedenkt auch dabei, das viele unser vierrädrigen Gefährten ohne diese nicht auskommen würden, denn viele dieser Teile werden durch hochwertigen Kunststoff ersetzt, sonst könnte sich keiner mehr ein Auto leisten und LKWs würden die Ware auch nicht mehr von A nach B bringen können, da die Bremssysteme und vieles mehr auch daraus gefertigt werden.

Wer denne sagt, ich fahre mit dem Fahrrad...auch weit gefehlt...hier ist ebenso Kunststoff im Spiel.

Oder hat jemand Holzgriffe am Lenkrad ? :D

könnte da tausend Beispiele nennen... Medizin(Spitze, Tuben..Pillenverpackungen , Brillengläser und deren Gestelle .. und . und . und...)

Oder wer von Euch hat einen Holzkamm , Zahnbürste aus Stahl und lässt die Haare vom Winde trocknen?????

Naja muss jeder für sich aus entscheiden...

Also dann viel Spaß mit der Auswahl Eurer Produkte , oder auf den Verzicht...

LG cherrymaus

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Hallo Antje,

dein Vorsatz ist löblich.

Ich sehe ihn allerdings als kaum umsetzbar um. Du kannst nur reduzieren und nicht verzichten.

Das was in meiner Kindheit war, den Hering aus dem Holzfaß zu kaufen und in Papier gewickelt heim zu tragen wird es nicht mehr geben.

Quark vom Klumpen abgestochen und auch in Papier ist genauso vorbei wie die Milch in der Kanne vom Erzeuger zu holen.

Ich kaufe gerne beim Bioladen in der Nähe, weil ich da Kleinstmenge für meinen Einpersonenhaushalt bekomme.

Transportbehältnisse nehme ich zum Einkauf mit.

Machbaren Totalverzicht auf Kunststoffe sehe ich trotzdem nicht als realisierbar.

Das Toilettenpapier ist verpackt in Plastikhülle. Trotzdem möchte nicht mehr zurück zum Haus mit Herz auf dem Hof, wo Zeitungsstücke zur Abwischfunktion an Kordel aufgefädelt waren.

Meine Pillen sind Kunststoffverpackung.

Meine Sehhilfe nebst "Gläsern" ist aus dem Werkstoff und ermöglicht mir zu gucken was ich sonst nicht richtig sehen würde.

..... und hier noch was und da noch was.

Versteh es nicht so, dass ich dir Spinnerei vorwerfen möchte. Das ist definitiv nicht der Fall.

Auf Plastik verzichten geht aber rein technisch in heutiger Zeit nicht.

Ich finde, dass wir in Deutschland noch gut sind im Plastikverbrauch.

Sehe ich mal mein Lieblingsland Frankreich und denke an dortige Einkäufe, so herrscht hier bei uns ein echtes Plastikdefizit ;)

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Sehe ich mal mein Lieblingsland Frankreich und denke an dortige Einkäufe, so herrscht hier bei uns ein echtes Plastikdefizit ;)

Das war vor einigen Jahren dort aber noch schlimmer.

Ich finde Antjes Anregungen für viele Bereiche sehr sinnvoll und umsetzbar. Dass es keinen kompletten Weg zurück gibt ist eh klar ;-)

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Ich halte Papiertaschentücher für einen zivilisatorischen Fortschritt.

Ja, allerdings. Da meine nun zur Neige gingen und ich die Stoffdinger noch nicht bestellt habe, habe ich gerade noch mal bei Rewe geschaut. Dort habe ich eine Taschentuchbox gefunden, die auch nicht übel ist: 80 Taschentücher in Papierbox (mit einem Hauch Folieneinsatz), FSC zertifiziert, 99 Cent. Das ist schon ein Unterschied zu meinen Taschentüchern vorher, wo zehn in einer Plastikpackung steckten und dann noch mal in einer großen Plastikverpackung.

Ansonsten: viel Bedenkenswertes. Möglicherweise stimmt es ja nicht - ich meine aber gelesen zu haben, dass die Ökobilanz von Papierverpackungen schlechter als die von Plastik sei(n kann).

Das weiß ich nicht so genau. Kommt glaube ich drauf an, was für Papier. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man von beidem so wenig wie möglich verwendet bzw. beides so oft wiederverwendet, wie es geht.

Werden bei "Plastik" nicht mittlerweile zunehmend auch pflanzliche Materialien, wie z.B. Maisstärke, verwendet?

Das stimmt, aber das ist, soweit ich das bisher recherchiert habe, auch nicht so das Wahre, weil es immer noch zu lange zum verrotten braucht. Auch die für die Biotonne übrigens.

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Ja, allerdings. Da meine nun zur Neige gingen und ich die Stoffdinger noch nicht bestellt habe, habe ich gerade noch mal bei Rewe geschaut. Dort habe ich eine Taschentuchbox gefunden, die auch nicht übel ist: 80 Taschentücher in Papierbox (mit einem Hauch Folieneinsatz), FSC zertifiziert, 99 Cent. Das ist schon ein Unterschied zu meinen Taschentüchern vorher, wo zehn in einer Plastikpackung steckten und dann noch mal in einer großen Plastikverpackung.

Du bist immer so vernünftig und kompromissbereit...

Ich hatte kürzlich eine Megaerkältung - na ja die Ausläufer habe ich immer noch - und wenn ich mir vorstelle, den ganzen Rotz und Schleim... in Stofftaschentücher. Nicht wirklich appetitlich ;-)

Das stimmt, aber das ist, soweit ich das bisher recherchiert habe, auch nicht so das Wahre, weil es immer noch zu lange zum verrotten braucht. Auch die für die Biotonne übrigens.

Muss ich auch mal schauen, ist nur so "peripheres Wissen".

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Machbaren Totalverzicht auf Kunststoffe sehe ich trotzdem nicht als realisierbar.

Ich auch nicht und das ist auch nicht mein Anliegen. Mir geht es darum, bewusster einzukaufen und Müll zu reduzieren. Vor allem Plastikmüll. Es ist auch eine Art Protest, denn ich denke, dass wir technologisch mehr drauf haben, als Kunststoffe zu produzieren, die unseren Lebensraum vernichten (so wie das Meer). Doch warum sollte das die Industrie interessieren, wenn der Kunde sich nicht wehrt und nach anderem verlangt?

Meine ganze Aktion ist auch gut für mich. Ich hab vorher schon ziemlich aufs Geld geschaut beim Einkaufen und dafür qualitativ Minderwertigeres in Kauf genommen. Jetzt gebe ich im Schnitt 10 bis 20 Euro mehr aus in der Woche und bekomme dafür echte Qualität und kann das genießen. Die 20 Euro mehr spare ich an anderen Dingen.

Übrigens, der Quark, den ich vom Milchhof hole, ist eine Wucht. Heimatbedingt bin ich ja leicht süchtig nach Quark, aber den "normalen" aus dem Supermarkt und auch aus dem Bioladen kannst du dagegen vergessen.

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Ich auch nicht und das ist auch nicht mein Anliegen. Mir geht es darum, bewusster einzukaufen und Müll zu reduzieren. Vor allem Plastikmüll. Es ist auch eine Art Protest, denn ich denke, dass wir technologisch mehr drauf haben, als Kunststoffe zu produzieren, die unseren Lebensraum vernichten (so wie das Meer). Doch warum sollte das die Industrie interessieren, wenn der Kunde sich nicht wehrt und nach anderem verlangt?

Meine ganze Aktion ist auch gut für mich. Ich hab vorher schon ziemlich aufs Geld geschaut beim Einkaufen und dafür qualitativ Minderwertigeres in Kauf genommen. Jetzt gebe ich im Schnitt 10 bis 20 Euro mehr aus in der Woche und bekomme dafür echte Qualität und kann das genießen. Die 20 Euro mehr spare ich an anderen Dingen.

Übrigens, der Quark, den ich vom Milchhof hole, ist eine Wucht. Heimatbedingt bin ich ja leicht süchtig nach Quark, aber den "normalen" aus dem Supermarkt und auch aus dem Bioladen kannst du dagegen vergessen.

Es kann einem schlecht werden, wenn man sowas: http://de.wikipedia.org/wiki/Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen liest.

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Du bist immer so vernünftig und kompromissbereit...

Ich hatte kürzlich eine Megaerkältung - na ja die Ausläufer habe ich immer noch - und wenn ich mir vorstelle, den ganzen Rotz und Schleim... in Stofftaschentücher. Nicht wirklich appetitlich ;-)

Ja nun, das sind klare Ausnahmesituationen. :D

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