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Der Michl
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Hallo zusammen,

als langjähriger "Leser" dieses Forums möchte ich mich auch gerne einmal mit euch über die gemachten Erfahrungen der traditionellen chinesischen Medizin austauschen, da zu diesem Thema recht wenig aktualisiert wird.

Ich habe mich (in 7 Jahren PSO) schon mit 5 Ärzten (Fumaderm, Psorcutan (beta), PUVA, UV, Neotigason) rumgeschlagen. Nur die Neos haben nach 3 Wochen (bei 25mg pro Tag) bislang einen erstaunlichen Erfolg erzielt. Mit Nebenwirkungen (Klebehaut, 1 Labello pro Tag) zwar, aber erträglich. Nur hatte ich dann keine Lust mehr, mir Chemiebomben mein Leben lang einzuwerfen und damit meine Organe zu verletzen. Vor 3 Monaten bin ich dann auf die TCM gestoßen und habe mich näher über die Methoden informiert.

Ganz ehrlich, die TCM liefert mir bislang die besten Erklärungsansätze für meine Symptome. Seit 3 Monaten bin ich auch bei einer Medizinerin in Behandlung (Akupunktur, Kräuter und Ernährung mal anders). Was sich bislang deutlich verbessert hat, ist meine Migräne, die PSO verschlechtert sich jedoch sehr langsam.

Daher interessieren mich auch eure Erfahrungen mit dieser Art der Behandlung (auch die Dauer, da ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin ;) )

Hoffentlich auf ein konstruktives Thema und einige Antworten (die vielleicht mehreren helfen) ...

Michl

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Hallo Michl, war 2004 4 Wochen in der TCM Klinik in Bad Közting, galt damals als austherapiert, deshalb hatte Kasse bezahlt. Die Behandlung bestand aus Chinesischer Arzneimitteltherapie ( Kräutersud), Akupunktur, Qigong- Übungen. Andere Patienten bekamen noch die Tiunamassagen. Zu Hause Fortführung 8 Wochen lang Sudkochen, sehr aufwendig und teuer. Die Zutaten zum Sud bekam ich aus der Apotheke in Bad Közting. Gebracht hatte es nicht den erhofften Erfolg, kaum Zurückbildung der Pso, aber Stabilisierung und erstmal Stillstand. Heute wird in der Klinik im Vorfeld abgeklärt, ob es Sinn macht oder nicht, Migränepatienten hatte es super geholfen.

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Hallo Waldfee,

danke für den ersten Eintrag :) . Hast du nach den 8 Wochen dann wieder aufgehört, oder weiter gemacht mit einem Mediziner, der sich in der TCM auskennt oder hast du "Anleitungen" bekommen ?

Migräne habe ich nach 3 Monaten TCM ja schon wech und der Rest (Allergie und PSO) soll eben auch noch weg, aber wie schon erwähnt ist bei der PSO gerade Rückschrittchen...

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Habe damit aufgehört, weils, wie gesagt, keinen richtigen Erfolg gebracht hatte. Die "Zutaten" sind für unsere Augen rund Nase gewöhnungsbedürftig, sind in einer normalen Apotheke nicht erhältlich. Die Liste und die Kochanleitung dazu bekam ich von der Klinik.

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Eure Beiträge habe ich mit Interesse gelesen. Immerhin gibt es ja auch einige Untersuchungen, die es whrscheinlich machen, dass TCM, insbesondere Akupinktur bei Migräne helfen kann. Bei Psoriasis ist mir da nichts bekannt, was über Einzelbeobachtungen hinaus geht. Eure Schilderungen würden ja dann auch dazu passen. Mit der Denkweise und den Erklärungen der TCM habe ich so meine Probleme. Ich habe es aber schon am eigenen Körper und bei anderen erlebt, dass Akupunktur und Akupressur unangenehme Kopfschmerzen beseitigt haben.

Grüße von Kuno

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ostallgäuer

hallo,

bin seit ca. zwei Jahren bei einem Heilpraktiker in München der TCM anwendet. Im Prinzip ist es ein ewiges auf und ab. Nach anfänglichen Erfolgen kam dann Stagnation, dann wieder ein Schub. Die Tinktur die ich mit Wasser verdünnen muß, bekomme ich direkt von einer Apotheke aus Karlsruhe, muß also nicht kochen etc., Schmecken tut es nicht gut, aber was soll`s. Stärke Dosierung hat bisher mein Darm verhindert, da ich dann mit extremen Durchfällen zu tun hatte. Versuchen jetzt Ende des Monats eine neue Behandlungsform (weiß aber noch nicht was genau). Da ich unter extremer Pso pustolosa leide, ergreife ich jede Möglichkeit. Die Chemie hat bei mir auch versagt; wie heißt es so schön, ich bin austherapiert.

Grüße aus dem Ostallgäu

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Dann danke schonmal an alle, die hier die Erfahrungen auch geteilt haben.

Persönlich glaube ich auch weiterhin an die "Selbstheilungskraft", bzw. die alternative TCM. Wie schon erwähnt, ist die Migräne weg :daumenhoch: . Steht sogar in der Fachliteratur...nur da fehlt eben ein Eintrag für PSO (blöd). Vieles bekommt man wohl ohne Medis weg, aber eben nicht alles <_<

Dann muss ich wohl oder übel wieder zu Neotigason greifen, da dies das einzige war, was bislang gewirkt hat...bis die Ärzte (welche auch immer) oder die PSO-Community etwas besseres finden.

Der Michl

Edited by Der Michl
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  • 3 weeks later...
Katrin Schumacher

Hallo allerseits,

ich bin gerade auf eure Diskussion hier gestoßen. - Eigentlich weil ich über den Artikel "Homöopathie bei Psoriasis" kam.

Ich behandele auch schwerpunktmäßig Hautpatienten mit chinesischer Medizin. Gerade bei jüngeren Patienten, v.a. bei einer Psoriasis guttata, sieht man - nach meiner Erfahrung ein zügiges Ansprechen, z.t. auch nur auf Salben.

P. pustulosa - schwierig. Finde ich. Häufig ist hier meiner Meinung nach eine "feuchte Hitze" beteiligt. Deshalb dürfen nicht so viele (oder hochdosierte) Kräuter eingesetzt werden, die über eine "Befeuchtung des Blutes kühlen" wie bei anderen Formen. Z.B. sheng di huang oder xuan shen sollten bei bestehender Feuchtigkeit im Körper vorsichtig dosiert werden. Muss man natürlich im Einzelfall sehen.

Chinesisch ist es natürlich immer entscheidend die zugrundeliegende Diagnose nach TCM zu stellen. Davon hängt es ab, wie erfolgreich man mit den Kräutern ist. Natürlich - wenn jemand eine Verdauungsschwäche hat, kann man verschiedene wichtige Kräuter nicht in der gewünschten Dosierung einsetzen. Zumindest so lange die Verdauung noch nicht angemessen behandelt ist.

Da auch mit den Kräutern in gewünschter Dosierung einige Kosten verbunden sind, ist es z.T. einem Selbstzahler auch schwierig zu vermitteln, dass man erst einige "Therapiewochen" und Kräuterrezepte auf andere Symptome verwenden muss.

Davon abgesehen braucht einfach eine Plaque Psoriasis viel länger als eine P. guttata.

Ich weiß nicht, ob dies für euch hier ein paar interessante Infos gebracht hat. Ich hoffe zumindest.

Viele Grüße

Katrin

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