Dieses Webinar anlässlich des Welt-Vitiligo-Tages richtet sich an alle, die mehr über die Erkrankung erfahren möchten – sei es aus eigener Betroffenheit, als Angehörige oder aus Interesse.
Das IVDP am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Hautnetz Hamburg e.V. lädt ein, gemeinsam mit erfahrenen Expertinnen und Experten den Ursachen von Vitiligo auf den Grund zu gehen, aktuelle therapeutische Möglichkeiten kennenzulernen und Impulse für den selbstbestimmten Umgang mit der Erkrankung zu erhalten.
Programm
18:00 Uhr: Begrüßung und Einleitung
18:05 Uhr: Was ist Vitiligo? Ursachen, Verlauf und häufige Fragen verständlich erklärt
18:30 Uhr: Neue Hoffnung durch moderne Therapien? Was heute möglich ist
18:50 Uhr: Wenn die Haut auffällt: Sicherer Umgang mit Blicken und Kommentaren
19:05 Uhr: Praktische Tipps für den Alltag: Hautpflege, Sonne und kosmetische Möglichkeiten
19:20 Uhr: Gemeinsam statt allein: Unterstützung und Austausch im Deutschen Vitiligo-Bund
19:30 Uhr: Fragen
Die Teilnahme ist kostenlos. Aber: Man muss sich anmelden, und zwar auf dieser Internetseite.
Das Webinar wird von zwei Pharmafirmen finanziell ermöglicht.
25.06.2026 16:00
bis
17:54
Hallo miteinander
Wann ist die Händedesinfektion erforderlich ?
Die hygienische Händedesinfektion ist erforderlich vor
· · Arbeitsbeginn auf Station (nach dem Umziehen).
· · Kontakt mit infektionsgefährdeten Patienten.
· · dem Essen, dem Arbeiten in der Küche, dem Essenausteilen.
· · invasiven Eingriffen, auch wenn sterile Handschuhe benutzt werden.
· · vor dem Verbandswechsel.
Die hygienische Händedesinfektion ist erforderlich nach
· · jedem direkten Patientenkontakt, wenn vom Patienten eine Infektionsgefährdung für andere (auch für Mitarbeiter) ausgehen kann.
· · dem Verbandswechsel.
· · Kontakt mit kontaminierten Flächen oder Gegenständen (15,16) (Beatmungsschläuche, Wasserfallen, Inhalationsgeräte, Trachealtubus etc.).
· · Dem Naseputzen und der Toilettenbenutzung.
Bei sichtbarer Verschmutzung empfehlen wir, erst die Hände mit Seife zu waschen, gründlich abtrocknen und dann zu desinfizieren (5). Realistischerweise wird niemand offensichtlich beschmutzte Hände erst desinfizieren und dann waschen. Vor Verlassen des Zimmers das Waschbecken mit der Wischdesinfektions-Lösung ( bei uns Incidin extra N 0,5% aus dem Automaten) abwischen.
Häufige Anwendungsfehler bei der Händedesinfektion:
· · Einwirkzeit (30 sec.) wird nicht eingehalten.
· · Desinfektionsmittel wird zu "sparsam" verwendet.
· · Fingerkuppen, Daumen, Handinnenfläche werden unbewußt ausgespart.
· · die Hände werden erst mit Seife gewaschen, dann vor dem Abtrocknen "desinfiziert" (Inaktivierung durch Verdünnung und Seifenzusatz).
· · häufig benutzte Instrumente (Stethoskope!) werden nicht desinfiziert.
Probleme der Händehygiene, die aus dem Arbeitsumfeld stammen
· Zu wenig Desinfektionsmittelspender (in jedem Zimmer, auf Intensivstationen an jedem Bett), zu weit vom Patienten entfernt.
· Desinfektionsmittelspender leer (Hygieneplan ?) oder bakteriell besiedelt (Einwegflaschen, regelmäßige Reinigung der Pumpgriffe).
· Wasserhähne müssen mit den Händen auf und zu gedreht werden.
· Pseudomonas u.a. Keime im Leitungswasser.
· der Wasserstrahl des Waschbeckens ist direkt in den Siphon gerichtet und wirbelt Feuchtkeime auf (10).
· keine Einmalhandtücher. Handtuchspender leer (Hygieneplan ?).
· Personalmangel, Überforderung, Arbeit unter starkem Zeitdruck..
· fehlendes Problembewußtsein durch unzureichende Aus- und Weiterbildung.
· fehlende Hautpflegemittel oder große, bakteriell kontaminierte Vorratsgebinde.
Unverträglichkeiten gegen Händedesinfektionsmittel werden meist nicht durch das Desinfektionsmittel selbst, sondern durch Zusatzstoffe ausgelöst. Zwischendurch sollten die Hände mit Pflegecreme oder Hautschutzlotion eingerieben werden, damit die Haut nicht zu stark angegriffen wird. Leicht verletzliche, trockene oder insgesamt schlecht gepflegte Haut begünstigt die Besiedlung mit pathogenen Bakterien. Außerdem sinkt die Motivation zur Händedesinfektion, wenn diese Schmerzen verursacht.
Zur Hautdesinfektion kommen Präparate auf Alkoholbasis, Chlorhexidin 2% in wässriger Lösung und bei älteren Kindern ohne Kontraindikationen (Jodresorption!) PVP-Jod 10% zur Anwendung. Das Besprühen der Haut mit Desinfektionsmittel ist aus verschiedenen Gründen unzureichend bzw. ungünstig, es begünstigt die Entstehung von Allergien beim Pflegepersonal und bei Patienten, die häufig solche Maßnahmen benötigen (13). Besser ist, den zu desinfizierenden Bereich mehrmals mit sanftem Druck mit desinfektionsmittelgetränkten Tupfern abzuwischen (23).
Hautdesinfektionsmittel sind nach Möglichkeit in verschließbaren Einmalflaschen aufzubewahren, die nicht mehr als 250ml enthalten. Aus den Erfahrungen mit zentralen Desinfektionsmittelspeichern ist bekannt, daß bestimmte Bakterien in Desinfektionsmitteln persistieren und sich sogar vermehren können (13). Für die Hautdesinfektion bei sehr unreifen Frühgeborenen (vor der vollendeten 26. Schwangerschaftswoche) gelten spezielle Regeln (siehe Rundbriefe: ELBW-Standard).
Was mir ganz besonders auffiel ist die unhygienische Wirtschaft in den Hautkliniken. Die Teersalbenverbände müssen aus Sparmaßnahmen 3 Tage getragen werden. Die Wannen werden nicht geputzt und gereinigt für den nächsten Patienten, nicht zu vergessen die Kakerlaken. Abgelaufenes verpacktes Essen, z.B. Käse usw.
Grüßle Siggi <img src="http://img.homepagemodules.de/oh2.gif"><img src="http://img.homepagemodules.de/oh2.gif"><img src="http://img.homepagemodules.de/oh2.gif">