Die Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz lädt zu einer Online-Veranstaltung über "Rheuma bei Kindern" ein. Die Veranstaltungen finden online über Microsoft Teams statt, so dass Betroffene aus ganz Deutschland teilnehmen können.
Referen ist Dr. Boris Hügle, Chefarzt der Kinder- und Jugendrheumatologie im Rheumazentrum Rheinland-Pfalz.
Anmeldungen gehen an: info@rheuma-liga-rlp.de
Die Veranstaltung ist kostenlos.
06.05.2026 14:00
Hallo miteinander
Wann ist die Händedesinfektion erforderlich ?
Die hygienische Händedesinfektion ist erforderlich vor
· · Arbeitsbeginn auf Station (nach dem Umziehen).
· · Kontakt mit infektionsgefährdeten Patienten.
· · dem Essen, dem Arbeiten in der Küche, dem Essenausteilen.
· · invasiven Eingriffen, auch wenn sterile Handschuhe benutzt werden.
· · vor dem Verbandswechsel.
Die hygienische Händedesinfektion ist erforderlich nach
· · jedem direkten Patientenkontakt, wenn vom Patienten eine Infektionsgefährdung für andere (auch für Mitarbeiter) ausgehen kann.
· · dem Verbandswechsel.
· · Kontakt mit kontaminierten Flächen oder Gegenständen (15,16) (Beatmungsschläuche, Wasserfallen, Inhalationsgeräte, Trachealtubus etc.).
· · Dem Naseputzen und der Toilettenbenutzung.
Bei sichtbarer Verschmutzung empfehlen wir, erst die Hände mit Seife zu waschen, gründlich abtrocknen und dann zu desinfizieren (5). Realistischerweise wird niemand offensichtlich beschmutzte Hände erst desinfizieren und dann waschen. Vor Verlassen des Zimmers das Waschbecken mit der Wischdesinfektions-Lösung ( bei uns Incidin extra N 0,5% aus dem Automaten) abwischen.
Häufige Anwendungsfehler bei der Händedesinfektion:
· · Einwirkzeit (30 sec.) wird nicht eingehalten.
· · Desinfektionsmittel wird zu "sparsam" verwendet.
· · Fingerkuppen, Daumen, Handinnenfläche werden unbewußt ausgespart.
· · die Hände werden erst mit Seife gewaschen, dann vor dem Abtrocknen "desinfiziert" (Inaktivierung durch Verdünnung und Seifenzusatz).
· · häufig benutzte Instrumente (Stethoskope!) werden nicht desinfiziert.
Probleme der Händehygiene, die aus dem Arbeitsumfeld stammen
· Zu wenig Desinfektionsmittelspender (in jedem Zimmer, auf Intensivstationen an jedem Bett), zu weit vom Patienten entfernt.
· Desinfektionsmittelspender leer (Hygieneplan ?) oder bakteriell besiedelt (Einwegflaschen, regelmäßige Reinigung der Pumpgriffe).
· Wasserhähne müssen mit den Händen auf und zu gedreht werden.
· Pseudomonas u.a. Keime im Leitungswasser.
· der Wasserstrahl des Waschbeckens ist direkt in den Siphon gerichtet und wirbelt Feuchtkeime auf (10).
· keine Einmalhandtücher. Handtuchspender leer (Hygieneplan ?).
· Personalmangel, Überforderung, Arbeit unter starkem Zeitdruck..
· fehlendes Problembewußtsein durch unzureichende Aus- und Weiterbildung.
· fehlende Hautpflegemittel oder große, bakteriell kontaminierte Vorratsgebinde.
Unverträglichkeiten gegen Händedesinfektionsmittel werden meist nicht durch das Desinfektionsmittel selbst, sondern durch Zusatzstoffe ausgelöst. Zwischendurch sollten die Hände mit Pflegecreme oder Hautschutzlotion eingerieben werden, damit die Haut nicht zu stark angegriffen wird. Leicht verletzliche, trockene oder insgesamt schlecht gepflegte Haut begünstigt die Besiedlung mit pathogenen Bakterien. Außerdem sinkt die Motivation zur Händedesinfektion, wenn diese Schmerzen verursacht.
Zur Hautdesinfektion kommen Präparate auf Alkoholbasis, Chlorhexidin 2% in wässriger Lösung und bei älteren Kindern ohne Kontraindikationen (Jodresorption!) PVP-Jod 10% zur Anwendung. Das Besprühen der Haut mit Desinfektionsmittel ist aus verschiedenen Gründen unzureichend bzw. ungünstig, es begünstigt die Entstehung von Allergien beim Pflegepersonal und bei Patienten, die häufig solche Maßnahmen benötigen (13). Besser ist, den zu desinfizierenden Bereich mehrmals mit sanftem Druck mit desinfektionsmittelgetränkten Tupfern abzuwischen (23).
Hautdesinfektionsmittel sind nach Möglichkeit in verschließbaren Einmalflaschen aufzubewahren, die nicht mehr als 250ml enthalten. Aus den Erfahrungen mit zentralen Desinfektionsmittelspeichern ist bekannt, daß bestimmte Bakterien in Desinfektionsmitteln persistieren und sich sogar vermehren können (13). Für die Hautdesinfektion bei sehr unreifen Frühgeborenen (vor der vollendeten 26. Schwangerschaftswoche) gelten spezielle Regeln (siehe Rundbriefe: ELBW-Standard).
Was mir ganz besonders auffiel ist die unhygienische Wirtschaft in den Hautkliniken. Die Teersalbenverbände müssen aus Sparmaßnahmen 3 Tage getragen werden. Die Wannen werden nicht geputzt und gereinigt für den nächsten Patienten, nicht zu vergessen die Kakerlaken. Abgelaufenes verpacktes Essen, z.B. Käse usw.
Grüßle Siggi <img src="http://img.homepagemodules.de/oh2.gif"><img src="http://img.homepagemodules.de/oh2.gif"><img src="http://img.homepagemodules.de/oh2.gif">