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Irospi

Provoziert Behandlung neue Herde?

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Irospi

Nun bei mir war 6 Jahre ausschließlich die Analfuge betroffen. So lange dauerte die Diagnosefindung und ich bin mir immer noch nicht sicher ob die Diagnose jetzt stimmt, denn niemand in meiner Verwandtschaft litt oder leidet darunter.

Die vergangenen Medikationen scheiterten alle, Kortison gerade in dem Bereich hatte ich immer abgelehnt und das erste was anschlug war Calcipotriol. Meine Geduld hat mich bisher noch nicht verlassen und so gelang es über ein halbes Jahr damit die Ausdehnung beiderseits von 10cm auf 1cm zu verringern.

Soweit sogut aber in der gleichen Zeit bemerkte ich, dass meine Kopfhaut und auch die Gehörgänge immer trockener wurden bis sich erste Entzündungszeichen zeigten und dann auch erstmals Schuppenauflagerungen zum Unterschied in der Analfuge wo sie sich ja nicht zeigten. Insgesamt waren dann wieder zumindest gleich viel wenn nicht mehr Körperoberfläche befallen.

Seitdem habe ich zwar einen Hinweis mehr, dass die Diagnose stimmt( oder fallen ihnen noch andere Differenzialdiagnosen ein wenn sie jetzt die Lokalisationen wissen und ich ihnen gleichzeitig sage, dass Breitbandantimykotika nicht anschlugen; es würden mir schon ganz kurz die lateinischen Bezeichnungen genügen) aber gleichzeitig frage ich mich ob die Behandlung sinnvoll war. Wenn die Erkrankung nicht heilbar ist und die Medikamente doch nur die Entzündung hemmen, das Immunsystem unterdrücken ist es dann nicht gleichsam logisch, dass der Körper sich einfach andere Körperstellen sucht die nicht behandelt werden?

Ich habe dann alle befallenen Stellen behandelt. Seitdem ist es ein Wechselspiel aus Besserung, Stagnation und Verschlechterung. Hellhörig wurde ich wieder als ich zeitweise mein linkes Knie zu spüren begann was ich sonst noch nie gehabt habe. Es ist nicht angeschwollen, auch keine Bewegungseinschränkung auch noch keine Schmerzen aber ich spüre irgendwas ist im Knie. Da ich MBT Schuhe trage ist es für mich noch schwerer das Symptom richtig zuzuordnen. Könnte eine Überanstrengung, Fehlberlastung von den Schuhen sein, aber auch ein Fortschreiten der Psoriasis. Die Schuhe trug ich sicher schon an die 3 Jahre ohne Beschwerden im Gegenteil und auch aus dem nicht mehr tragen der Schuhe gelangen keine Schlüsse, denn zeitweise spüre ich trotzdem das Knie.

Daraus ergibt sich für mich die generelle Frage wie sinnvoll es eigentich ist alle am ganzen Körper befallenen Stellen gleichzeitig mit der gleichen Intensität zu behandeln? Verschiebt sich das Krankheitsgeschehen dann nicht erst recht? Bei mir dann möglicherweise nach Innen aufs Knie?

Gut bei dem Knie bin ich mir unsicher. Derzeit habe ich wieder keine Beschwerden. Was wenn ich nur die Analfuge weiterbehandle, weil dort auf der sensiblen Haut die Erkrankung schon sehr belastet und ebenso die Gehörgänge weil ich verhindern möchte, dass das Sinnesorgan etwa durch einen Pfropfen schaden nimmt, aber die Kopfhaut außer der Schuppenablösung, da mir ohnehin schon zu viele Haare ausfallen, unbehandelt lasse? Kann ich dann vielleicht eher die vollständige Abheilung in der Analfuge und den Gehörgängen erreichen während sich die Erkrankung einstweilen auf der Kopfhaut ausdrücken kann wie sie will?

Entschuldigen Sie die längere Ausführung aber ich habe das Gefühl noch mit keinem Dermatologen gesprochen zu haben, der sich spezieller mit dieser Erkrankung befaßt hat. Es ist für mich unheimlich schwer Antworten auf meine Fragen von Ärzten zu bekommen. Ich bin daher auf Fachliteratur angewiesen, aber es ist ein erheblicher Zeitaufwand Antworten zu finden und ein Mensch der eine Draufsicht auf ein Thema gewonnen hat kann das sicher besser.

Ich rechne Ihnen hoch an, dass Sie sich für dieses Forum Zeit nehmen! Danke für die Antworten im Voraus!

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Dr.Simon

Der Befund in der Analfalte ist klassischerweise bei bestimmtem Aussehen, der Psoriasis zuzuschreiben. Das ist eine Blickdiagnose! Dass es dort nicht zur Schuppenbildung kommt, liegt daran, dass sich Epithelzellen, Schleimhautzellen anders verhalten als Hautzellen, Keratinozyten am Restkörper.

Der Kopfbefall, da haben Sie Recht, gehört zur Psoriasis. Wir wissen mittlerweile sogar, dass die Wahrscheinlichkeit eine Psoriasis-Arthritis zu bekommen, bei diesen Patienten sehr viel größer ist, als ohne Kopfhautbefall.

Die Vorstellung, dass wir durch Therapien eine Entündung unterdrücken, die sich dann gewaltsam Bahn brechen muss an anderen Stellen, ist irrig.

Die Entzündung bei Psoriasis ist eine Fehlleitung des Körpers, T-Zellen spielen verrückt und das sollten diese nicht tun. Die Entzündung muss "abgeschaltet " werden, da sie im gesamten Köreper schaden anrichten kann. Lymphome, Komorbiditäten zB.

Die Psoriasis verläuft in Schüben, das wissen wir, was wir allerdings nicht wissen ist, wann ein solcher Schub ausgelöst wird , wie lange er verläuft und wie schwer er sein wird.

Sie sollten sich unbedingt in kompetente Behandlung begeben; am besten Hautrazt und Rheumatologe.

Herzliche Grüße

Edited by Dr.Simon

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