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Chris5

PsA - kurz vor der Diagnose?

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Chris5

Hallo!

Seit wenigen Minuten bin ich neues Mitglied hier im Forum und ich habe Angst, dass ich kurz vor der PsA-Diagnose stehe.

So hat sich das ganze entwickelt:

Irgendwann im Frühjahr 2010 muss es gewesen sein, den genauen Zeitpunkt kann ich aber gar nicht benennen, dass mein linker Zeigefinger ohne erkennbaren Anlass zum typischen „Wurstfinger“ wurde. Schmerzen traten nur ab und zu bzw. bei kraftfordernden Tätigkeiten wie dem Öffnen einer Flasche auf. Anfangs war der Finger auch nur leicht geschwollen, wurde aber beim Joggen oder Wandern dicker. Nach einigen Monaten schließlich war der Finger dann dauerhaft sehr dick und sah aus, als ob er gleich platzen würde. Auch die Beweglichkeit war nun sehr stark eingeschränkt.

Weder Orthopäde noch Hausarzt konnten eine Diagnose stellen („vielleicht die Kapsel“, „interessanter Fall“, „beobachten“), so dass ich mich schließlich an einen Rheumatologen gewandt habe. Dieser stellte die Verdachtsdiagnose PsA (ohne Psoriasis). Ein Blutbild sowie ein HLA-B27-Test waren unauffällig bzw. negativ und im MRT wurde lediglich eine Sehnenscheidenentzündung erkannt. Weitere Anhaltspunkte gab es nicht und so wurde schließlich eine isolierte Sehnenscheidenentzündung diagnostiziert. Mit Kortison behandelt, ging die Schwellung innerhalb einiger Wochen völlig zurück und auch die Beweglichkeit ist mittlerweile wieder fast vollständig hergestellt.

Seit einigen Tagen jedoch befürchte ich, dass ich mich zu früh gefreut habe. Zum einen schmerzt nun mein rechter Daumen leicht und ab und zu meine ich auch eine leichte Schwellung erkennen zu können. (Vom einem „Wurstfinger“ kann jedoch keine Rede sein.) Zum anderen war ich beim Hautarzt, um ein vermeintliches Analekzem untersuchen zu lassen und dieser meinte zu meiner großen Überraschung, dass die Wahrscheinlichkeit hoch sei, dass es sich hierbei um eine Psoriasis inversa handelt, da der dafür sehr typische Riss in der Analfurche (Rhagade in der rima ani) vorhanden sei. Eine histologische Abklärung sei nicht möglich (stimmt das so?), stattdessen wird nun eine „diagnostische Behandlung“ gemacht: Ich bekam Daivonex verschrieben und soll quasi hoffen, dass die Creme nicht hilft. Dann könne es sich nämlich nicht um Psoriasis handeln.

Jedenfalls bin ich nun völlig verunsichert und nächste Woche wieder beim Rheumatologen...

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Kuno

Hallo Chris!

Möglich ist das schon, dass Du eine Psoriaisisarthritis hast, aber daraus, ob Daivonex hilft oder nicht, würde ich allein keine solche Diagnose stellen.

Mir hat früher auch Fußpilzsalbe gegen Psoriasis geholfen, obwohl ich gar keinen Fußpilz hatte. Es war die Salbengrundlage mit guter Pflegewirkung, die geholfen hat. Natürlich kann es dennoch so sein, wie Dein Doc vermutet, aber manchmal sind Diagnosen nicht ganz so einfach zu stellen.

Hautveränderungen im Anal-, Genital- und Leistenbereich sind bei Psoriasis oft vorhanden, werden aber dann z. B. aus Gründen der Schamhaftigkeit nicht zur Sprache gebracht. Solltest Du tatsächlich eine Psoriasis inversa haben, wäre auch diese noch nicht beweisend für eine Psoriasisarthritis. Manchmal ist es eben auch gar nicht so leicht zu einer Diagnose zu kommen.

Eine weitere Diagnostik zum Erkennen einer Psoriasisarthritis wäre eine Knochenszintigraphie. Aber aus der Ferne kann ich so oder so keine Diagnose stellen, vielleicht aber nicht einmal aus der Nähe.

Viele herzliche Grüße von Kuno

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Linnda

Hallo Chris,

ich kann mich Kunos Ausführungen nur anschließen. Bei mir hat bei nachgewiesener Psoriasis Daivonex so gut wie gar keine Wirkung, am allerwenigsten im Analbereich. Nach Meinung deines Arztes dürfte ich also keine Psoriasis haben.

Ob man bei Psoriasis inversa wirklich keine Gewebeprobe entnehmen kann, weiß ich nicht. Als bei mir damals die Histologie gemacht wurde, suchte mein Hautarzt extra nach einer ganz frischen, gerade erst entstehenden Stelle, wahrscheinlich sind da am ehesten typische Veränderungen festzustellen.

Alles Gute wünscht dir Linnda

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Chris5

Danke für eure Reaktionen!

Muss jetzt halt abwarten, was der Rheumatologe meint, und in der Zwischenzeit versuchen, an was anderes zu denken.

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