Jump to content
Hridaya

Entgiftungsausschlag nach Fasten?

Recommended Posts

Hridaya

Hallo liebe Community,

ich habe seit ein paar Wochen eine massive Verschlechterung der Pso. Im Gesicht, wo die Pso normalerweise auf kleine Stellen beschränkt ist, ist die Pso fast flächendeckend und brennt, ist heiß, feuerrot und sehr trocken, es erinnert auch an einen Ausschlag, bloß sind es eben trockene Herde. Ich bin verzweifelt und hilflos, mal wieder.

Vorgeschichte ist, dass ich vor 4 Wochen mit dem Heilfasten begonnen habe. Ich habe in Eigenregie eine Woche (5 Fastentage, 2 Aufbautage) nur Wasser, Brühe und Saft zu mir genommen. Abgesehen davon, dass es für mich eine Quälerei war, da sich das Fastenhoch einfach nicht einstellen wollte (Müdigkeit, Schwindel, Hunger, Erschöpfung), fing währenddessen ein Psoriasisschub an. Zudem verzichtete ich in dieser Woche auf die Fumaderm (sonst tägl. ca. 2 blaue) und somit hatte ich mit einer Verschlechterung schon gerechnet.

Was mir seit Abschluss der Fastenwoche passiert (vor 3 Wochen) übersteigt aber alle Erwartungen. Der Schub hört einfach nicht mehr auf und besonders im Gesicht bringt es mich zur Verzweiflung.

Der Vollständigkeit halber, muss ich noch hinzufügen, dass ich zeitgleich einen Milbenbefall auf der Haut hatte (juckende Bisse), den ich erfolgreich behandelt habe. Zur Abheilung der Bisse verschrieb mir die Hautärztin ein Kortison, das ich widerwillig aber notgezwungen 1-mal täglich (NICHT im Gesicht!) auf die Stellen während 14 Tagen auftrug, bis die Stellen immer größer, schuppiger und entzündeter wurden und ich das Kortison absetzte.

Das ist nun eine Woche her und mein Gesicht wird immer schlimmer. Hat jemand ähnliche Erfahrungen beim Fasten gemacht?

Könnte es sein, dass meine Leber mit der Entgiftung überfordert war und daher die Giftstoffe über die Haut ausgeschieden wurden? Nur warum hört meine Haut dann nicht auf damit? Wie kann ich diesen Ausscheidungsprozess stoppen?

Ich freue mich über Tipps!

Eure Hridaya

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Pinie

Hallo Hridaya,

Mein Mann bekam oft Flecken im Gesicht, nachdem er an den Beinen Kortison gecremt hatte.

Ich denke, dass es bei Dir vielleicht mit allem einen Zusammenhang geben koennte: dem Kortison, dem Absetzen und dem Fasten und es Deinem Koerper zu viel war.  Kann Dir aber auch nicht raten, was Du unterstuetzend zur Entgjftung nehmen koenntest - Zink, Selen und Mariendistelkapseln, wirken bei mir gut, aber bei meinem Mann geht innerliche Entgiftung stets ueber die Haut.

Gute Besserung

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
sia

Hallo Hridaya,

tut mir Leid, dass du so eine Verschlechterung deiner Pso hast. Woher das genau kommt kann man natürlich auf Abstand nicht sagen. Da wäre ein Besuch bei deinem Hautarzt ganz gut.

Allerdings habe ich eine Bemerkung zu dem sog. 'Heilfasten'. Das ist ein Begriff aus der sog. 'Alternativ-Medizin' der auf völlig falschen Vorstellungen des (menschl.) Körpers beruht. Z.B. dass man irgendwelche 'Giftstoffe' oder 'Schlacken' aus dem Körper entfernen müsste und das durch Fasten erreichen könne.

Stoffe die unser Körper nicht verwenden kann und die für ihn schädlich sind  - teils nehmen wir die mit der Nahrung auf, teils entstehen sie bei der Verstoffwechslung der Nahrung - werden durch die Nieren und die Leber ab/umgebaut und dann mit dem Urin bzw. dem Stuhlgang ausgeschieden. In geringem Maße können Stoffe auch über die Haut mit dem Schweiß ausgeschieden werden, dann aber eher keine Giftstoffe.

Die Vorstellung, dass im Körper irgendwo 'Schlacken' herumliegen ist komplett falsch. Unser Körper ist ständig im Fluss. Sogar die Knochen, die einen relativ trägen Zyklus haben, werden ständig ab, um und aufgebaut. Wirklich 'träge' sind unsere Fettreserven.

Sollten wir wirklich Giftstoffe zu uns genommen haben, Quecksilber oder Arsen z.B., dann finden sich diese sehr oft genau dort - im Fettgewebe. Bei einer Fastenkur, auch beim sog. 'Heilfasten' werden diese Stoffe (sollten sie überhaupt vorhanden sein) vermehrt ausgeschwemmt und können Symptome verursachen, z.B. dann zu einer Überbelastung der Leber führen.

Aber sogar, wenn das nicht der Fall ist - unsere Lebensmittel werden recht gut überwacht - ist das Fasten für den Körper mit immensem Stress verbunden. Er wird in höchste Alarmstufe versetzt - Hunger bedeutet evt. Tod (das gehört zu unserem evolutionären Erbe). Eine ganze Kaskade an Neurotransmittern wird frei gesetzt um uns darauf hin zu weisen. Dass Menschen sich nach ein paar Tagen so gut fühlen, so leicht, so wach, kommt daher, dass auch sog. Endorphine ausgeschüttet werden - quasi körpereigene Aufputschmittel. Keine Nahrung bedeutet: geh auf die Suche nach welcher. Dazu muss man sich fit fühlen. Der Körper schaltet auf einen Hungerstoffwechsel um.

Es gibt zwar einige Krankheiten bei denen positive Effekte eines Heilfastens berichtet werden, ob die aber wirklich dauerhaft sind oder nur eine kurz wirkende Verbesserung eintritt ist die Frage. Auf jeden Fall ist eine ärztliche Begleitung angeraten.

Wichtig für dich ist, langsam deinen normalen Nahrungsrhythmus wieder aufzunehmen. Viel trinken, mäßig Fett und Zucker, wenig Alkohol. Evt. ein Besuch beim Hausarzt um mal dein Blutbild inkl. Leberwerte kontrollieren zu lassen.

Gute Besserung

 

 

bearbeitet von sia

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
halber Zwilling

Liebe Hridaya

Auch bei mir fällt auf, dass es immer dann zu Schüben kam, wenn ich eine "Entgiftung" / Darmsanierung gemacht habe.

Beim ersten Mal war es eine Stoffwechselumstellung nach Metabolic Balance. In der 3. Woche haben sich meine Hände geschält.
Allerdings ging es recht schnell wieder weg. Bis dahin hatte ich nur kleine Flecken am Ellbogen und am Hinterkopf.

Die 2. Darmsanierung war 3 Jahre später wegen meiner Histaminintoleranz. Hierzu gab es ein Programm mit Mitteln, die die Darmflora regulieren sollten... das haben meine Füße mir übel genommen und mit richtig heftiger PSO reagiert. Das ging dann leider auch nicht mehr so schnell und vor allem nicht dauerhaft wieder weg.

Die 3. Darmsanierung erfolgte Anfang 2016 wegen häufiger Einnahme von Antibiotika. Hierbei gab es im Vorfeld Mittel zur Stärkung der Leber und Nieren und dann Präparate für die Darmflora... Bingo, dieses Mal waren die Hände dran!
Die waren dann so schlimm, dass ich in die Akutklinik nach Neukirchen/Rötz bin. Auch dort wurde Wert auf die Darmflora gelegt und mit Symbioflor behandelt. Ob es daran liegt, dass ich jetzt am ganzen Körper (inkl. Kopf) PSO habe, kann ich natürlich nicht belegen, aber leider ist es so.

Meine Blutwerte sind übrigens alle im grünen Bereich.
Kommende Woche bin ich in der Uni Tübingen. Ich bin gespannt, ob ich dort Antwort auf meine/unsere Frage bekomme.

Liebe Grüße vom halben Zwilling

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hridaya

Danke für eure Antworten!

Ich habe auch bereits leichtere Darmsanierungen mit Symbioflor und ähnlichen Mitteln gemacht, aber solche Symptome wie jetzt nicht gehabt. Ich vermute, dass die 2-wöchige Kortisonanwendung einen Teil der Schuld trägt, obwohl die Hautärztin meinte, ich solle keine Angst haben, es zu benutzen und es wäre nicht stark..aber aufgrund der Milbenbisse am ganzen Körper, habe ich es eben recht großflächig aufgetragen..

Sia, du scheinst dich ja recht gut auszukennen, hälst du es denn für möglich, dass meine Leber im Moment (warum auch immer) überlastet ist und daher meine Haut aktiv ist? Ich habe so einen schlimmen Schub wirklich noch nie erlebt und ich bin unsicher, was ich jetzt tun oder lieber lassen soll. Ich esse ja bereits seit 3 Wochen wieder, ist da immer noch Vorsicht angesagt? Zudem ernähre ich mich grundsätzlich vegetarisch-vegan, esse viel Gemüse, Haferflocken, Hirse, wenig Brot und Zucker.

Die Fumaderm helfen gerade absolut gar nicht, außer dass ich müde und energielos bin. Ich nehme viel Kurkuma zu mir, Brennesseltee, Cistustee, ungesättigte Öle, und fange gerade mit Chaga-Tee an. Bisher wird es aber nur jeden Tag schlimmer :(.

 

Bin weiterhin dankbar für Hinweise!

eure Hridaya

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
sia

Hallo Hridaya,

das tut mir Leid, dass du so einen schweren Schub hast. Hoffentlich hat es sich inzwischen ein wenig beruhigt.

Zum Stichwort

Am 2.5.2017 um 10:44 schrieb Hridaya:

...Darmsanierungen mit ... ...

ganz schwieriges Thema.

Sicher ist unser Darm - und da vor allem die Besiedlung mit unterschiedlichen Bakterien ein wichtiger Aspekt der Gesundheit. Aber...

... ich befürchte, dass all die 'Sanierungen' die von der sog. Alternativen Medizin angeboten und empfohlen werden im besten Fall keinen Effekte haben und im schlimmsten Schaden verursachen.

Du kannst davon aus gehen, dass alles in Tabletten- oder Tropfenform eingenommene keinen Effekt hat. Dafür sorgt unser Magen. Das gilt auch für all die Designer-Joghurts.

Für die von dir angesprochene 'Darmsanierung', die sog. "Symbioselenkung" gibt es keine seriösen Hinweise auf eine Wirkung. Falls ein Darm, z.B. durch Antibiotika, von den falschen Bakterien besiedelt wurde kann das zu Problemen führen, z.B. einem sog. Reizdarm. Solche Probleme gehören aber in die Praxis eines Arztes. Entweder eines Internisten der sich auf dem Gebiet auskennt oder eines Gastroenterologen.

Falls es dir immer noch nicht besser geht ist ein Termin beim Arzt dringend anzuraten. Evt. sogar eine Pso-Ambulanz falls so was in deiner Nähe existiert.

Gute Besserung!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und dich später registrieren. Wenn du schon einen Account bei uns hast, logg dich ein, um deinen Beitrag mit deinem Account zu verfassen.
Hinweis: Dein Beitrag wird von einem Moderator freigeschaltet, bevor er erscheint.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Du hattest schon mal angefangen, etwas zu schreiben. Das wurde wiederhergestellt..   Egal, weg damit.

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


  • Ähnliche Inhalte

    • Filinchen
      Von Filinchen
      Hallo Ihr Lieben,
      nach langer Zeit melde ich mich mal wieder mit einer Frage. Mein Mann spritzt seit Anfang des Jahres MTX 20mg, anfangs wöchentlich, nun seit einigen Monaten vierzehntäglich. Alle seine Werte sind in Ordnung, nur die GPT (auch ALT genannt) hat sich anscheinend dauerhaft auf einem erhöhten Niveau eingependelt. Sein Wert liegt aktuell bei 77 U/l, der Referenzwert ist 50 U/l. Seine Hautärztin sagt, das ist ok.
      Ich habe schon ein bisschen gesucht, aber nicht wirklich etwas zu dem Thema gefunden. Ab wann sind Leberwerte nicht nur "nicht gut", sondern wirklich "schlecht"? Ab wann muss man sich Sorgen machen? Welche Leberwerte sind gefährlich? Ab wann sind Leberwerte kritisch? Ist es ok, einen dauerhaft leicht erhöhten Wert zu haben?
      Seit einiger Zeit nehmen wir ergänzend ein Mariendistelpräparat ein. Gibt es sonst noch etwas Leberunterstützendes, was Ihr empfehlen könnt? Alkohol trinkt mein Mann praktisch gar nicht, aber zu einer Ernährungsumstellung werde ich ihn nicht bewegen können.
      Und zu guter Letzt: Würde eine wöchentliche Dosis von 10mg MTX die Leber weniger belasten als eine zweiwöchentliche von 20mg?
      Für Eure Gedanken und Erfahrungen dankt Euch im voraus
      das Filinchen
      P.S.: Ich stelle diesen Beitrag bei den innerlichen Medikamenten allgemein ein, weil ich denke, dass die Leberproblematik nicht auf MTX beschränkt ist.
    • Hubertus
      Von Hubertus
      Liebe Leute,
      bisher war ich hauptsächlich passiv hier im Forum unterwegs und habe viele wertvolle Infos und auch Ermutigungen erhalten. Dafür vielen Dank. Nun will ich selber etwas berichten, und zwar meine Erfahrungen mit Biologika. Vielleicht interessiert es ja jemanden.
      Ich bin 49 Jahre alt, Nichtraucher, normalgewichtig und halbwegs sportlich. Pso habe ich seit meiner Jugend, lange nur leicht bis mittelschwer und mit Salben in den Griff zu bekommen. Vor rund 15 Jahren kam eine Gelenkbeteiligung dazu. Seit wenigen Jahren wurden sowohl Haut als auch Gelenke deutlich schlimmer. Äußere Faktoren für diese Schübe kann ich gar nicht erkennen. Dann habe ich mich für eine systemische Therapie enschieden und in relativ geringen Abständen Vieles ausprobiert und aufgrund mangelnder Wirkung oder starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt: Fumaderm, MTX, Otezla (Apremilast). Vor einem Jahr  - nach langem Zögern - das erste Biologikum: Cosentyx, was nach kurzer Zeit die Haut extrem verbesserte und die Psorias-Arthritis komplett ausschaltete. Nach etwa acht Monaten ließ die Wirkung allerdings nach, gleichzeitig traten sehr blöde NW auf: Haarwurzelentündungen (kleine Pickel) am ganzen Körper, Hautausschläge und -rötungen, sowie neue Pso-Stellen, zum ersten Mal auch im Gesicht, und die Kopfhaut war wirklich sehr stark betroffen. In einer Tagesklinik wurde ich dann auf Taltz umgestellt; obwohl ein anderer Wirkstoff, wird hier ja dasselbe Interleukin wie bei Cosentyx gehemmt. Trotzdem versprachen sich die Ärzte einen Erfolg. Der blieb leider aus, die NW wurden nur noch schlimmer.
      Gleichzeitig begann meine Psyche extrem zu leiden. Immer wieder depressive Phasen, manchmal fühle ich mich sehr antriebslos, könnte nur heulen. Dazu habe ich hier einen Forumsbeitrag geschrieben. Ich habe diese seelische Krise bisher nur auf die Krankheit geschoben, vor allem auf den Frust, dass die anfängliche exzellente Wirkung des ersten Biologikums so schnell nachgelassen hat bzw. die Haut sogar noch verschlimmerte. Inzwischen habe ich - auch nach der Lektüre einiger Forumsbeiträge hier - den Verdacht, dass die depressiven Phasen auch eine Nebenwirkung des Biologikum sein könnte. (Weiß da jemand mehr?)
      Jedenfalls bin ich nun von Taltz auf Tremfya umgestiegen. Ohne Pause. Meine Dermatologin meinte, das würde nahtlos gehen. Also habe ich vor fünf Tagen meine erste Tremfya-Spritze bekommen. Noch gibt es natürlich keine Veränderungen, aber ich bin voller Hoffnung, dass dieses noch neuere Biologikum hilft und die NW zurück gehen werden.
      Ich werde versuchen, hier regelmäßig zu berichten. Vor allem im Hinblick auf die Nebenwirkungen und die Psyche könnte das vielleicht von Interesse sein? Eventuell gebt mir doch bitte ein Zeichen (Kommentar oder Daumen-hoch), ob ich mein "Tremfya-Prototokoll" weiterführen soll.
      So viel auf die Schnelle.
      Herzliche Grüße in die Runde,
      Euer Hubertus
       
       
    • Eruli
      Von Eruli
      Hallo ihr lieben✋
      Bin seit 3 Monaten von fumaderm auf skilarence umgestellt wurden. 
      Ich bin seitdem aber auch dauerhaft sehr lange krank. Als ich bei meinem Dermatologen angerufen habe, sagte die mir die MFA, dass gerade wieder alle auf funaderm zurückgestellt werden.
      habt ihr vielleicht auch solche Erfahrung mit dem neuen Medikament-skilarence? 
      Mache mir irgendwie sorgen da ich wieder krank bin seit 3 Wochen weil man nichts genaueres orten kann außer Infektionen am Ohr etc. 
      Habe Beschwerden wie Druck im Kopf Schwindel, husten, Sehstörung... 
      mich weiß natürlich nicht ob das ganze vom neuen perparat kommt, das werde ich erst sehen wenn ich auf fumaderm umgestiegen bin und nicht mehr krank bin ... 
       
      liebe Grüße 
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtig:

Wir verwenden auf unserer Seite Cookies. Du kannst mehr darüber lesen oder einfach weitermachen.