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jogginghosin

trennung für die haut?!

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jogginghosin

liebe alle,

 

ich muss mich hier mal ausweinen (und hoffe das ist ok und ihr versteht das)

ich fürchte ich muss mal eben etwas ausholen:

alsooo....schuppenflechte hab ich schon seit jahren. bisher war das auch immer erträglich. eben an den klassischen stellen ...knie,ellenbogen....am schlimmsten an den händen usw. meine mama und mein opa haben es auch...ich wundere mich also wenig das es bei mir in stressigen zeiten immer mal zu schüben kommt (und konnte damit auch recht gut leben).

aber....seit reichlich einem jahr wurden die schübe immer heftiger und häufiger. und nun sind auch wirklich fiese stellen wie der intimbereich (also um den hintern und im schambereich betroffen)

ich hab das lange einfach hingenommen und halte den scheiß mit sorioncreme und so mittelchen (ihr kennt das ja) in schach.

irgendwann ist mir aufgegangen das ich diese schlimmen schübe im intimbereich seit meiner beziehung zu meinem freund habe. rückblickend ist das nicht verwunderlich und scheint mir auch recht schlüssig.

mein freund hat drei kinder (zwillinge 3 jahre und einen 5jährigen) ....er hat sich von der kindsmutti kurz nach der geburt der kleinen (wegen einer anderen frau) getrennt. auch hat er einen  fulltimejob und wir hatten eigentlich nie wirklich zeit und raum für uns und unsere beziehung.

die beziehung war von anfang an sehr konfliktbeladen und schwierig. zum einen weil ich für mein lebenskonzept nie kinder vorgesehen hatte (obwohl ich erzieherin bin) zum anderen weil die beziehung zwischen meinem freund und seiner ex/kindsmutter latent angespannt bleibt.

ich empfinde diese frau als sehr herrisch und manipulierend. die beiden versuchen hre elternschaft so gut wie möglich zu hänteln. aber....es ist offensichtlich das die ex meinen freund unfair behandelt und ihn finanziell und zeitlich ausbeutet.

und ja: er spielt das spiel mit und lässt sich ausbeuten.

ach und da kommen noch eine ganze menge anderer verstrickungen hinzu. er hat auch eine sehr herrische, grobe mutter die kaum ein gutes wort an ihm lässt. und auch bei der arbeit setzt er sich nicht durch....alles in allem ...er brennt immer mehr aus. ist nur erschöpft. und hat weder zeit noch kraft eine beziehung zu mir zu pflegen.

unterm strich haben wir sieben stunde die woche zeit um uns (nur uns ohne die kinder) zu sehen. davon schläft er aber die meiste zeit.

und zu mir:

 

ich bin hypersensibel und habe seit vielen jahren depressionen (weswegen ich auch in behandlung bin) ich habe gelernt damit zu leben und finde ich komme ganz gut zurecht. ich halte mich selbst eigentlich für eine starke frau. habe viele hobbys und freunde und weiß es mein leben zu genießen und zu erfüllen.

dennoch....ich habe oft probleme anderen zu vertrauen und brauche grade in zwischenmenschlichen beziehungen viel nähe, sicherheit und das gefühl angenommen und geborgen zu sein.

(aber mal im ernst...wer braucht das nicht?)

 

um was es mir nun geht:  im laufe der beziehung konnte ich tatsächlich beobachten wie stark meine haut auf spannungen,konflikte und distanzen in meiner beziehung zu meinem freund reagiert. immer wenn ich das gefühl hatte zu kurz zu kommen - zack ein schub. bei allem was unausgesprochen zwischen und stand - zack nächster schub....usw. und glaubt mir bei 7 h zeit für zweisamkeit bleibt eigentlich alles unausgesprochen.

 

ich habe all das über ein jahr mitgemacht und war sogar 13 wochen in einer tagesklinik weil miene haut und meine psyche so gelitten haben. aber egal zu welchem therapeuten, heilpraktiker und hautarzt ich renne (und unabhängig von allem bestätigt bekomme das miene schübe wohl stressbedingt seien) es wurde nix besser. trotz cremchen und kapselchen...und pipapo.

ich habe lange versucht an mir zu arbeiten....den fehler, die ursache in mir zu suchen. therapien, selbstreflexion,tagebuch,inner kind arbeit....usw.

ich halte mich für reflektiert und intelligent.....und weiß das es mir in dieser beziehung schlecht geht. weiß das neben diesem mann in diesem vollen und fremdgesteurten leben kein platz für mich ist. und trotzdem.......eine trennung bricht mir das herz.

 

gesern war mein frend hier ...und nach wochenlangem schweigen und alles runterschlucken brach nun mal alles aus mir heraus. das ich keinen platz bei ihm hab. das wir keine zeit und keine kommunikation haben. das sein leben völlig fremdbestimmt und fremdgesteuert auf mich wirkt. das er mir in seinem leben gefangen und unglücklich scheint und das all das natürlich nicht sehr verlockend klingt mehr daran teilzuhaben.

ich mache schon hin und wieder auch was mit ihm UND den kindern....nehme mich aber auch viel raus....einfach weil er dann ganz vater ist (verständlich und auch gut so) und für uns wenig raum bleibt und zum anderen weil icih als erzieherin die ganze woche von kindern angeschrien werde und mir am wochenende schlicht die kraft dafür fehlt.

 

jedenfalls .....naja...gestern nun das gespräch. er meinte abschließend es wäre meine schuld das wir so wenig alltag und leben teilen....ich solle mich mehr auf ihn und die kinder einlassen. das wäre in seinen augen die lösung unserer distanz. ich sehe das nicht so. verstehe auch nciht warum seine ex/kindsmutti die kinder seltener hat. sie hat zeit für sich und ihren neuen partner...sie kassiert kohle ein (auch von meinem freund) und er arbeitet sich kaputt für die kinder.

 

ich habe die ex mal kennengelernt und seit dem sind meine schübe noch schlimmer (ca. 2 monaten) ....sie hat ihn " an den eiern" und genießt das auch. als ich zu ihr meinte das es schwer für mich ist das mein freund so wenig zeit für uns hat meinte sie nur kalt " ich bin ja froh das er soviel macht....ich brauche meine freiheit!"

und er?

das treffen mit ihr hat mir und unserer beziehung gefühlt den todesstoß gegeben. danach wurde die psoriasis im intimbereich so schlimm....das mein körper schussendlich die distanz zu mienem freund schuf zu der weder ein herz noch mein verstand fähig waren . (heißt sex unmöglich)

 

so...und nun sitze ich heulend hier....denn trotz al dieser scheiße empfinde ich eine so unfassbare liebe zu diesem menschen. sein humor, seine nähe, sein körper und die art wie er es versteht mit mir und meinen macken umzugehen. ich möchte loslassen.....mein körper möchte loslassen (glaube ich...ohne eso zu wirken)

 

aber ich weiß nicht wie ich das schaffen soll?

aber....ich habe mir vor ein paar wochen gesagt:" liebe haut ich verspreche dir ich trenne mich wenns dir noch schlechter geht:"

 

ich möchte so gern frei von dieser mich krankmachenden beziehung werden...wir sind da so verstrickt und tuen uns nur noch weh. aber er muss mich nur ansehen und ih klammere mich wie so ein dummes äffchen an ihn und will nicht loslassen.

 

denkt ihr es gibt einen zusammenhang zwischen der beziehung und den schüben. ich bin davon ja mittlerweile überzeugt. so gern ich das leugnen oder verdrängen würde.

ich weiß gar nicht was ich mir von dem geschreibe hier erwarte....vielleicht einen rat, vielleicht nur verständnis....vielleicht die bestätigung die es braucht eine entscheidung zu treffen.

ich danke jeden der sich diesen roman hier durchgelesen hat.

(sorry wegen der rechtschreibfehler....bin tüchtig durch den wind und völlig übernächtigt)

 

danke....eure jogginhosin (35 jahre) und todtraurig

 

 

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AlexanderM.

Hallo jogginhosin,

klar ist da ein zusammen hang! Du sagst es ja selbst das die Schübe schlimmer wurden als du seine Ex kennengelernt hast und noch viel mehr.

Was willst du den von jemanden der die Schuld in dir sucht, der von dir erwartet das du dich anpasst, was ist mit ihm?

Keine von uns will alleine sein, aber manchmal ist es besser alleine. Deine Haut zeigt dir das ja auch, wegen dem ganzen Stress.

Du bist in einem super alter und es wäre schade das du deine zeit an jemanden verschwendest der dir das nicht gibt was du brauchst.

 

 Alles Gute

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Waldfee

Hallo jogginghosin,

erstmal eine große Umarmung von mir. Was für eine schwere Entscheidung für Dich! So wie es AlexanderM schreibt, so ist es, es wird sich nix ändern, wenn DU es nicht änderst. 

Meine PSO ging los, als mein Sohn in ähnlicher Situation war wie Dein Freund. Die Kindsmutter hat alles an Gemeinem versucht, ihm und uns das Leben schwer zu machen, aber die Gesamtsituation, dieser Stress ( meine Enkelkinder konnte ich nicht sehen, die damalige Entfremdung  zu ihnen ist trotz großer Bemühngen geblieben ) brachte mir die PSO.

Also überdenke bitte nochmal ganz nüchtern Deine Situation, Du bist noch so jung, gib Dir und Deiner Gesundheit eine Chance. LG von der Waldfee

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jogginghosin

ach ihr lieben,

 

ich weiß ihr habt recht.

er will reden.....heut.ich nicht.keine kraft mehr.denke da gibt es keinen konsens mehr. er will und erwartet das ich mich seinen lebensumständen anpasse.....aber ich werde krank daran.

die sache ist klar. aber tut furchtbar weh.

hoffe die haut wird jetzt nicht noch schlimmer.

 

danke euch

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kuzg1

Hallo jogginghosin, 

nun haben ja schon einige geantwortet - ich mag mal auf die Bremse drücken und zur Vorsicht mahnen. Na klar - alle Probleme mit Deinem Lebensgefährten sind echt und nicht weg zu leugnen. Trotzdem scheint er aber auch ein verantwortungsbewusster Vater zu sein, der seine Kinder liebt, sich wohl irgendwann einmal bewusst für sie entschieden hat und sich nicht - wie viele andere Väter! - aus dem Staub macht, sich weder kümmert noch Unterhalt bezahlt. Dafür zumindest hat er meinen Respekt! 

Natürlich ist die Situation in Deiner Beziehung NICHT allein Deine Schuld! Zum Einen, wie zum Anderen - es gehören immer zwei dazu. Deine Pso hast Du schon mit in die Beziehung gebracht, dafür kann Dein Partner nichts. Das es sich bei Dir auch im Genitalbereich ansiedelt - dafür kann er auch nichts! Ich fürchte Du wirst die Pso auch dann noch dort haben, wenn Du von Deinem Partner getrennt bist - vlt. auch dann noch, wenn Du einen neuen Partner hast. Klar triggert Beziehungsstress die Pso - ebenso wie beruflicher Stress, familiärer Stress, Stress im sozialen Umfeld, und, und, und....! Da Du genetisch belastet bist, heißt die Veranlagung für Psoriasis hast, ist das die Schuld von niemanden. Manche Probleme kann Mensch einfach nicht ändern - aber der Mensch kann sich ändern. In diesem Fall scheint mir angesagt, dass Du den Umgang mit der Situation ändern solltest, vlt auch könntest. Eine Trennung muss aber nicht zwingend sein - zumal Du doch mehr als scheinbar viel für Deinen Partner empfindest.

Wenn Du die Kraft noch findest - dann sprich über Deine Wünsche; setze Grenzen und warte ab, ob sich etwas zum positiven verändert. In Sachen Pso gibt es ja auch bestimmt noch Behandlungsmethoden, die Du noch nicht ausprobiert hast - warst Du z.Bsp.  schon einmal in einer Akutklinik? Da gibt es hier im Forum ganz sicher sehr viele hilfreiche Informationen. Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich wünsche Dir viel Glück dabei und Kraft und Mut für die nächsten Schritte. 

Sei lieb gegrüßt von Uli - auch Erzieher, auch Vater von 3 Mädels (sind aber schon groß!), auch Leid geplagt von Ex in Sachen Zeit und Geld ......aber alles überwunden, bis auf die olle Pso! ;)

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Tenorsaxofon

@kuzg1

Ganz so kann ich dein geschriebenes nicht stehen lassen. Unser Unterbewusstsein spielt nämlich eine ganz wichtige Rolle in unserem Leben. Es muss nicht unbedingt PSO sein mit der unser Körper reagiert, aber er macht es. Ich konnte es am eigenen Leib erleben. Es heißt nicht umsonst: Beziehungen die krank machen.

Gruß Anne

Edited by Tenorsaxofon
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Nüsschen

Ich mag hier keine Ratschläge geben, weil ich vieles davon selbst durch habe. Hast du schon mit einer Psychologin/einem Psychologen darüber gesprochen? Auch ich wünsche dir viel Kraft und gutes Gelingen, wie auch immer du dich entscheidest.

Edited by Nüsschen

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Lauffee

Hallo Jogginhosin,

ich bin noch nicht lange hier im Netz, doch dein Beitrag hat mich sehr berührt. Es ist jetzt eine schwere Zeit für dich. Du hast das Gefühl, du stehst zwischen den Stühlen und weißt nicht wohin. Das wichtigste ist gut für dich zu sorgen. Es kann sein das dir eine Auszeit gut tun würde. Um dich sind so viele Probleme, die du momentan gar nicht lösen kannst. Dein Körper zeigt dir Signale das es zuviel wird. Du hattest geschrieben, dass du viel an dir gearbeitet hast - Therapie (Aufarbeitung von eigenen biographischen Strukturen ), dies ist Schwerstarbeit und kostet viel Kraft. Wenn man an einer chronischen Erkrankung leidet, ist man schon psychische und physisch stark belastet, doch die Probleme die du zur Zeit noch trägst, werden dich aussaugen. Als hyper-sensibler Mensch hat man mehr Spiegelneurone - als der Durchschnittsbürger. Dadurch nimmst du natürlich sehr viel mehr wahr. Sich hier zuschützen fällt unheimlich schwer. Professionelle Hilfe kann hier stützend wirken und gibt einen auch das Gefühl nicht alles alleine tragen zu müssen. Ich finde es schon ganz sehr mutig dich hier zu öffnen. Und vielleicht gibt dir das eine oder andere Wort etwas Kraft.

VG Lauffee

Zitat

"Wenn jeder an sich denkt, ist auch an ALLE gedacht." - Wenn du für dich gut sorgst, bist du auch in der Lage für andere zu sorgen.

 

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AlexanderM.
On 3/23/2018 at 1:15 PM, jogginghosin said:

ach ihr lieben,

 

ich weiß ihr habt recht.

er will reden.....heut.ich nicht.keine kraft mehr.denke da gibt es keinen konsens mehr. er will und erwartet das ich mich seinen lebensumständen anpasse.....aber ich werde krank daran.

die sache ist klar. aber tut furchtbar weh.

hoffe die haut wird jetzt nicht noch schlimmer.

 

danke euch

Hallo liebe,

habt ihr euch ausgesprochen?

Es ist schwer, aber es ist nicht deine erste und letzte Beziehung! Und du wirst sehen mit der Zeit das es dir besser gehen wird, bitte nur in kleine Depressionen fallen.

Alles Gute

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    • mamakaddy
      By mamakaddy
      Ich bin neu hier und die letzten Themen würden vor so länger Zeit bearbeitet, dass ich dachte ich frag mal nach
      Bin gerade etwas am verzweifeln. Ich bin 38 Jahre alt, habe seit Anfang 20 eine diagnostizierte Psoriasis Plaque mit der es sich aber Leben ließ. Irgendwann kamen Blasen an Handflächen und Fußsohlen dazu, was ich aber immer irgendwie in den Griff bekommen habe. Seit 2015 lebe ich durch eine Diagnose Glutenfrei und meine Haut wurde super 😍
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      By Sandra3010
      Hallo, 
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      Ich habe in 2 Wochen wieder einen Termin beim Hautarzt und würde gerne vorher ein bisschen was von euren Erfahrungen oder Erfolgen hören.
      Ich danke euch schon mal!  
    • Pätz
      By Pätz
      Hey,
      lange schon habe ich dieses Forum verfolgt und habe mich nun dazu entschlossen euch meine Erfahrungen bzw. meinen langen Weg zu erzählen.
      Ich weiß, da ich diese fiese Geschichte seit meiner Kindheit mit mir rumgeschleppt habe und mich intensiv mit der Erkrankung beschäftigt habe, dass es keine allgemeinen Weisheiten bzw. Ratschläge, Wunderheilung etc. gibt. Jeder Körper reagiert anders auf bestimmte Cremes, Ernährungsumstellungen, Therapien etc.
      Ich hoffe einfach, dass ich dem ein oder anderen vielleicht Inspirationen oder Ideen liefern kann- vielleicht habe ich aber auch einfach nur mehr Glück gehabt als andere.
       
      So kurz Vorweg zur Backgroundstory:
      Seit ich mich erinnern kann hatte ich Schuppenflechte an den Ellenbogen- dem wurde aber seitens meiner Familie keine Beachtung geschenkt. Mit der Aussage, dass das mein Großvater ja auch gehabt hatte, war das Thema erledigt. Ich dachte immer das ist normal und habe dem keine Beachtung geschenkt. Ich wusste auch nicht, dass es sich dabei um Schuppenflechte handelte.
      Dann kamen meine wilden Jahre- Partys, Alkohol, Rauchen, wenig Bewegung und Fast Food... Typische Studentenzeit. Kochen, ausgewogener Schlaf-Wach-Rhythmus, frische Luft und Bewegung etc. hatte ich mir für mein Rentendasein aufgehoben.
      Dann kam eine extrem stressige Zeit, die insbesondere psychisch belastend war. Es spitzte sich immer weiter zu und eines morgens bin ich aufgewacht- das ganze Bett war voll mit Blut. Ich habe mich die ganze Nacht gekratzt, weil ich über Nacht Flechten am gesamten Körper bekommen hatte- Kopfhaut, Beine, Bauch und unter meiner Brust, Genitalbereich, rücken...Es war wie in einem Horrortrip. Zu dem Zeitpunkt war ich Anfang 20.
      Mein erster Gedanke war nicht Schuppenflechte, sondern dass ich mir irgendwas Fieses eingefangen habe.
      Es dauerte auch leider, bis ich mich zum Arzt traute- ich habe mich irgendwie total geschämt (wie dämlich im Nachhinein).
       
      10 Jahre lang schleppte ich mich dann mit den Stellen durch die Gegend, mal waren sie mehr da, mal weniger, aber da und schuppig waren sie immer. An schlechten Tagen waren sie auch entzündlich etc. etc....Ihr kennt das Spiel.
      Natürlich habe ich in der Zeit alles mögliche ausprobiert, insbesondere was das Cremesortiment angeht, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.
      Was ich allerdings nicht geändert hatte war mein Lebensstil. Ich rauchte immer noch, war immer noch leicht übergewichtig, konnte dem Alkohol weiterhin nicht nein sagen genauso wie einem Abstecher bei Mecces oder ein gutes Steak beim Besuch der Eltern.
       
      Vor einem Jahr, nach 10 Jahren Einschränkungen und Leid, hatte ich dann genug. Ich fing an, mein komplettes Leben radikal auf den Kopf zu stellen. Nachdem ich mich ausgiebig durch den Dschungel an Ratschlägen, Ernährungstrends, Superfoodtrends, Empfehlung und Co. gekämpft hatte und ausgewertet hatte, was quatsch und Geldmacherei ist und was mir sinnvoll erscheint, fing ich an mein komplettes Leben neu zu strukturieren.
      Ich habe
      -das Rauchen aufgegeben
      -keinen Alkohol mehr getrunken
      - meine Ernährung auf frische, unbehandelte Lebensmittel beschränkt (bis auf einige Ausnahmen (gelegentlich Hühnchen) tierische Erzeugnisse ausradiert)
      - Mit einen festen Rhythmus geschaffen, um Stressoren zu reduzieren
      - Angefangen Sport zu machen (Radfahren, Schwimmen, Hanteln)
      - Tägliche Spaziergänge mit dem Hund
      - Ergänzend Omega3, Vitamin D und B12 zu mir genommen.
      - Mir täglich frischen Ingwer aufgebrüht und getrunken.
       
      Gecremt habe ich nicht mehr. Auch kein Duschgel mehr benutzt. Für die Kopfhaut habe ich angefangen Tote Meersalz Produkte zu verwenden.
      Ich habe einfach gemacht und abgewartet was passiert.
       
      Und nun kommen wir zu dem Punkt- ich kann nicht sagen was von all dem meine Flechten haben verschwinden lassen, vielleicht war es alles davon in Kombination oder vielleicht auch nichts davon und Zufall?

      Fakt ist, dass alle Flechten weg sind. Dort, wo mal die Flechten waren, ist nun Haut zu sehen, die heller ist (wie Narbengewebe), aber die Flechten sind verschwunden.
      Dies ist nun seit letzten Sommer der Fall, und sie sind nicht wieder aufgetaucht (bis jetzt nicht)
      Was ist noch passiert?
      Ich habe mich optisch in eine Person verwandelt, die aussieht als wenn sie ihr ganzes Leben schon nichts anderes getan hat als Sport zu machen.
      Vor der Umstellung wog ich bei einer Größe von 170 zwischen 76 und 78 kg- nun sind es 59 kg.
      mein Bauchfett ist weggegangen, ich kann mittlerweile sogar Bauchmuskeln sehen (ich bin übrigens eine Frau ;)) und kann mich nicht daran erinnern, mich jemals so gut und gesund gefühlt zu haben.
       
      Ich hoffe, ich klinge gerade nicht wie irgendeine Lifestyle Expertin, aber ich dachte mir ich teile euch mit, was ich getan habe damit die entzündlichen Stellen verschwinden.
      Ich möchte auch nicht irgendetwas von dem, was ich gemacht habe besonders anpreisen und die Wirkung in den Himmel loben- aber im Nachgang kann ich schon resümieren, dass die Ernährung und das Übergewicht eine wichtige Rolle gespielt haben.
       
      Ich weiß, dass so eine Radikalumstellung hart ist- und ich habe zum Teil auch echt gelitten. So viele Routinen und Gewohnheiten auf einmal über Bord zu schmeißen hat mich manchmal echt an den Rande des Wahnsinns getrieben.
      Oft genug war ich an dem Punkt alles hinzuschmeißen- und habe solche Momente zwischendurch immer noch.
      Aber die Lebensqualität, die ich nun erfahren kann, kann mir keine Käsepizza, Zigarette, Glas Wein oder sonst was geben. Und mir ist auch bewusst, dass das bei mir geholfen hat, bei wem anders vielleicht auch null Veränderung hervorruft. Aber meinem Körper hat es gutgetan, und den Geldbeutel hat es auch enorm geschont - Irgendwelche angeblichen überteuerten "Wundermittelchen" waren bei mir nicht notwendig.
       
      So das wars von mir-
       
      Vielleicht konnte ich anderen Betroffenen Ideen geben- oder vielleicht auch einfach ein bisschen Hoffnung.
      Im Nachgang muss ich feststellen, dass so schlimm das Jahrzehnt mit der Psoriasis war (sie ist ja noch da, aber oberflächlich gerade nicht), ich vielleicht sonst nie meinen Lebensstil geändert hätte- so habe ich mich früh mit dem Gedanken "Krankheit" auseinandersetzen müssen und habe zu einem gesunden Leben gefunden.
       
      Und dafür bin ich irgendwie auch dankbar.
       
      Bei Fragen oder Anmerkungen freue ich mich auf einen Austausch :)
      Pätz
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
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