Jump to content

Diskriminierung beim Frisör wegen PSO auf Kopfhaut


Recommended Posts

Heute ist es wieder passiert. Da ich dringend zum Frisör musste, veriebarte ich einen Termin bei einem mir neuen Laden,

da mein Stammfrisör kurzfristig keinen hatte.

Ich teilte bei der Terminvereinbarung mit, dass ich Schuppenflechte hätte, da ich schon mal meine Erfahrungen gemacht hatte.

( Später dazu mehr ) .Kein Problem wurde erwidert.

Ich erschien zum Termin und merkte schon bald ,dass nach intensiven Zwigespräch, die Frisöse immer ruhiger wurde.

Ich merkte wie ungern diese weiter an mir schnippelte. Dann Funkstille. Sie zog Handschuhe an .

Als ich zum Schluss fragte ,wann ich wiederkommen solle, antwortete diese, gar nicht.

Ich solle lieber zum Arzt gehen. ( Ich spritze Stelara .....) Sie würde mich erneut nicht bedienen.

Klasse dachte ich, zahlte und ging und fühlte mich enttäuscht und mies, weil

das Gleiche mir vor Jahren bei meinem damaligen Stammfrisör auch passierte.

Als ich dort einen Termin neu vereinbaren wollte, sagte man mir, dass man mich als Kunde mit Pso nicht mehr will.

Ich fühlte mich damals völlig diskriminiert.

 

Ging das anderen auch schon mal so??

Was kann man machen ?

Habe schon immer Schiss wenn Frisörtermin ansteht, wie schlimm meine Pso am Kopf an diesem Tag ist.

Gruß an alle !!

Link to post
Share on other sites

Guten Morgen Luchs,

ich kann gut nachvollziehen wie du dich gefühlt haben musst. Mein ganzer Kopf ist voll mit der Pso und entsprechend ein Graus ist es immer für mich zu einem Frisör zu gehen. Es ist nicht nur unangenehm sondern ich schäme mich für meine Pso und die ganzen Plagues und rieselnden Schuppen. Und wenn ich mich dafür schäme, wie erst muss es einen anderen Menschen gehen der das ganze Ausmaß zu Gesicht bekommt??

Ich muss gestehen ich hab noch nie eine derartige Form der Ablehnung erlebt bei einem Frisör. Ich glaube es ist die schlichte Unwissenheit der Frisöre die zu so einer Reaktion führt 🙄 Trotzdem geht das niemals Spurlos an einem Vorbei und ich hoffe du bist bei deinem Stammfrisör gut aufgehoben und sie gehen offen mit dir um.

Damit ich selbst einen Besuch beim Frisör als etwas positives verbuchen kann trotz meiner Pso, habe ich meine Strategie diesbezüglich einfach geändert und nehme meine Pso als "Eisbrecher" für einen netten Plausch mit dem Frisör. Muss dazu sagen, dass ich keinen Stammfrisör habe sondern zu einem größeren Salon gehe in der Stadt.

Wenn sie mich dann nach meinen Wünschen fragen bezüglich der Frisur erwähne ich einfach, dass ich Psoriasis habe. Im selben Atemzug schiebe ich noch hinter, dass es nix Schlimmes ist weil es absolut nicht ansteckend ist für sie / ihn. Bisher habe ich nur eine positive Reaktion darauf erhalten. Oft fragen sie dann, was genau das eigentlich ist und warum ich das habe. Ob sie auf irgendetwas achten müssen bei der Pflege usw. ...  Und schon hat man ein beginnendes Gespräch mit dem man die Zeit beim Frisör verbringt. 

Bisher wurde ich so immer ganz normal als Kunde behandelt und als Mensch wahrgenommen. Keine Stigmatisierung mehr, auch wenn meine Pso in voller Blüte und Pracht steht. 

Es wird aber sicherlich auch immer wieder Menschen geben, die trotz allem ihre Bedenken oder ihren Ekel (?) davor haben werden. Ich werde sie deswegen nicht verurteilen - ich glaub, sie wissen es einfach nicht besser. Oder die Hemmschwelle ist zu niedrig.  Oder was auch immer..?

Dann müssen sie mich nicht bedienen - denn ich bin am Ende des Tages nur ein Kunde und dem steht es sonst auch frei wieder zu gehen 🙂

 

Vielleicht wäre das ja mal eine Option? Einfach nur einen Termin ausmachen und dann vor Ort besprechend was da auf dem Kopf los ist?

Ich drücke dir die Daumen dass du Erfolg haben wirst mit deiner Stelara Therapie.

 

Es grüßt ganz lieb die Chrisi.

 

  • Like 2
Link to post
Share on other sites
  • Claudia changed the title to Diskriminierung beim Frisör wegen PSO auf Kopfhaut

Oh Mann, wie schlimm!
Wie mies musst du dich gefühlt haben. Ich kann das so gut nachempfinden.

Ich hatte in der Pubertät eine so schlimme Kopf-Pso, dass ich nur zur Nachbarin gegangen bin, die für mich sehr weit weg, in der Stadt einen Frisörladen hatte.
Aber ich geh schon lange zu irgendwelchen Frisörinnen und hatte noch nie Probleme. Die meisten sagen, es wäre doch ihr Beruf auch über die Kopfhaut Bescheid zu wissen.

Ganz liebe Grüße
Gina

Link to post
Share on other sites

Ich hatte zuletzt einen Friseur in Ausbildung, der sehr interessiert war, weil die das Thema in der Schule gerade behandelten.

Denke mal, wenn jemand so dämlich reagiert wie beschrieben handelt es sich um ungelernte Kräfte. Das spricht nicht gerade für den Friseur. Da würde ich wechseln.

Für Scham sehe ich keinen Grund, jedenfalls nicht bei an Psoriasis Erkrankten. Eher sollte sich so ein dilettantischer Friseur was schämen für sein Unwissen.

Link to post
Share on other sites

Hallo zusammen.

Hatte vor Jahren eine ähnliche Erfahrung gemacht.

Ich war damals beim Friseur,man bekam diesen tollen Umhang um. Die Frisuese fragte mich freundlich wie ich es gern hätte? Damals trug ich noch eine Kurzhaarfrisur,so ordentlich viel Gel auf der Rübe und gestylt.Jedenfalls fing die Dame an zu schnippeln. Es dauerte nicht lange da fragte sie mich was ich denn da für Stellen habe. Ich erklärte ihr das es Pso währe. "Warum ich das denn nicht vorher gesagt hätte?" Ich meinte dann wieso? Jedenfalls änderte sich die Art wie ich behandelt wurde ziemlich schnell. Normalerweise rege ich mich über sowas nicht auf,aber das hat gesessen. Ich habe mir danach die Haare Drei Jahre lang wachsen lassen. Später dann habe ich einen Friseur gefunden dem das absolut nichts aus macht. Es fiel ihm auf wenn es mit meiner Kopfhaut mal besser ging.

 

Link to post
Share on other sites

Hallo Luchs,

das ist eins von diesen unschönen Erlebnissen, die uns alle mal in unserer Psolaufbahn begegnen.

In den 80ern hatte ich auch mal so eine Erfahrung gehabt, die junge Frisörin ging, nachdem sie meine Kopfhaut gesehen hatte, einfach nach hinten und der Chef kam nach vorne und hat mich bedient , war ihm aber auch unangenehm , das merkte man. Er war sehr einsilbig. Eigentlich hätte ich den Laden verlassen müssen, heute würde ich anders reagieren, aber als junges Mädchen habe ich mich nicht getraut. Damals war Pso halt noch nicht so bekannt.

Heute habe ich zum Glück einen netten Frisörsalon in unserem kleinen Ort gefunden, wo ich schon seit Jahren hingehe und man mich freundlich bedient und jedes Mal wird gesagt, dass es ihnen überhaupt nichts ausmacht.

Eine Frisörin versuchte sogar mal, mir die Schuppen zu rauszuziehen, aber das wollte ich dann doch lieber nicht, war mir dann sehr unangenehm, ausserdem gingen zuviele Haare mit raus 😄

Seit ich Stelara bekomme, bin ich ja ab und zu fast erscheinungsfrei und in dieser Zeit mache ich mir dann einen Termin. Auch wenn die Damen dort kein Problem mit meiner Plaque haben, MIR ist es immer unangehm...und so kann ich dann den Aufenthalt besser geniessen 😉

Lg und nehme es dir nicht so zu Herzen, du wirst sicher auch deinen Laden finden, wo du gerne bedient wirst und man über die Krankheit Bescheid weiss.

Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

  • Similar Content

    • kate.hi
      By kate.hi
      Hey,
      ich habe seit meinem 9. Lebensjahr Psoriasis. Mal mehr und mal weniger, das kennt wahrscheinlich fast jeder von euch. Von Studie bis UV– Kamm habe ich eigentlich alles probiert. Trotzdem möchte ich mal andere Betroffene fragen, habt ihr vielleicht einen guten Tipp für eine dauerhafte Behandlung des Kopfes. Cortison möchte ich jedoch vorerst nicht.
      Ich danke euch jetzt schon für Eure Hilfe!!!
    • simone84
      By simone84
      Hallo zusammen,
      mit ca. 3 Jahren wurde bei mir PSO diagnostiziert. Die PSO und ich hatten also dieses Jahr bereits Sielberhochzeit. Die Ärzte sagten meinen Eltern, ich würde mit dem Stress im Kindergarten nicht klar kommen. Dazu muss ich sagen, dass sie vermutlich Recht hatten, denn ich war ein sehr anhängliches Mamakind. Es folgten Behandlungen mir Teer- und Cortisonsalben, Cremes und Ölmischungen. Besonders schlimm war der Kopf und Oberkörper betroffen.
      Meinen zweiten heftigen Schub bekam ich nach der Einschulung. So dass ich mit 6 Jahren nach dem ersten Halbjahr für 6 Wochen nach Borkum in Kur geschickt würde. Zu meinem großen Leidwesen ohne Mutter, denn Mutter-Kind-Kuren gab es vor 22 Jahren noch nicht.
      Der nächste schwere Schub kam dann beim Schulwechsel zur weiterführenden Schule. Ergebnis-> 3 Wochen Uniklinik Düsseldorf. Anschließend halfen dann auch die ganzen Cremes nichts mehr, so dass ich erst mit UVA dann UVB und zum Schluß mit Bade- und Lichttherape in kombination mit den ganzen Cremes behandelt wurde. Zwischenzeitlich bekam ich auch irgendwelche Kapseln, die in der Apotheke erst angefertigt werden mussten. Musste jede Woche Blut abgenommen bekommen. Was es genau war, weiß ich leider nicht mehr.
      Bis kurz vorm Schulabschluss half das ganze auch ganz gut, doch die Angst wie das Freiwillige Soziale Jahr sein würde, löste wieder einen sehr schweren Schub aus. Ich wurde kurzerhand wieder für 3 Wochen nach Borkum in Kur geschickt. Dort erhielt ich jeden Morgen eine Salbe aufgetragen, die nach einigen Sekunden wieder abgewischt wurde (Keine Ahnung was es genau war, aber es bewirkte wahre Wunder), anschließend Bäder und Lichttherapie.
      Anschließend habe ich die Nase voll gehabt. Ich wollte nicht mehr 3x in der Woche zum Hautarzt, keine Hilfe mehr von meinen Eltern beim eincremen des Kopfes und des Rückens, keine Tbl. nichts mehr. Wollte nur noch meine Ruhe.
      Wenn ich einen Schub hatte, nahm ich hochdosierte Cortisontabletten die ich mir in der Familie organisiert habe. Alle 2 Wochen 100- 200 mg halfen sehr gut. Als ich jedoch anfing Wasser einzulagern, hörte ich damit auf. Mir ging es eine ganze Zeit ganz gut. Ich nahm nichts mehr und die PSO, die ich hatte, war zwar da aber störte mich nicht weiter. Denn ich fand, viele Menschen haben Schuppen, ich halt auch. Die Ellebogen waren schlimm, aber das störte mich auch nicht weiter. Sagte immer, wenn mich jemand mag, dann so wie ich bin, auch mit PSO.
      Letztes Jahr merkte ich, dass ich mir nur selber was vormachte und ging für 4 Wochen in die Ambulante Rhea nach Aachen. Anschließend ging es mir bedeutend besser, doch die PSO kam schneller zurück als mir lieb war.
      Jetzt habe ich mir wieder einen neuen Hautarzt gesucht. Er verschrieb mit 2% Cortison mit 5%Salicylsäure und 5%Metronidazol als Tinktur für den Kopf, Creme fürs Gesicht (0,1% Prednisolon) und für den Körper.
      Mal abwarten wie es anschlägt, wenn es nicht besser wird, gehe ich in 3 Monaten wieder hin.
      Würde mich freuen, wenn noch mehr über ihr Leben mit der PSO berichten.
    • Redaktion
      By Redaktion
      "Da hilft ja doch nichts…": Stimmt nicht. Es gibt keine Heilung für die Schuppenflechte, wohl aber Linderung. Es gibt aber nicht ein Medikament, das allen Psoriatikern hilft. Jeder muss „seine“ Therapie finden. Das dauert oft (zu) lange.

Willkommen

Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.