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Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Sarah, ich bin 23 Jahre alt und mir wurde erst vor zwei Wochen Psoriasis „diagnostiziert“.
 

Es war eine verrückte Geschichte, denn die Pso liegt in meiner Familie und daher kenne ich es. Ich bekam vor ein paar Jahren eine seltsame Stelle am Nacken, am Haaransatz quasi. Ganz klein und nur rot. Ich hatte mir anfangs nichts dabei gedacht. Ein Jahr lang blieb es so klein und unscheinbar, kein Juckreiz, kein Wachstum, keine Schuppen.

 

2018 fing es an, schlimmer zu werden. Es fing an zu Jucken und hart zu werden. Am Anfang sah es gar nicht aus wie Schuppenflechte. Ich bin zum Hausarzt gegangen und der tippte auf einen Hautpilz. Er gab mir austrocknende Salbe mit und das war mein Untergang. Rasant brach die Pso aus und ich bekam Flechten am Hinterkopf unter den Haaren. Ich habe die Notbremse gezogen, was das Medikament angeht. Leider leide ich unter Angststörungen, was mich oft daran hindert, sofort wieder zum Arzt zu gehen. Ich dachte dann, dass ich vielleicht nur blöd auf die Salbe reagiert hab oder so.

 

Es vergingen ein paar Monate, ich zeigte die Stelle oft meinem Vater, der von Pso am ganzen Körper betroffen ist. Uns kam zwar der Verdacht, aber wir haben ihn immer wieder verworfen. 


Im Herbst bekam ich über Nacht einen Schub und plötzlich war die Stelle riesengroß, deutlich schuppig, sehr trocken, spannte und bekam kleine Risse. Ich ging zum Arzt, holte mir eine Überweisung zum Dermatologen und bekam durch Zufall relativ schnell einen Termin. Der war sich genauso schnell sicher, dass es psoriasis ist. 
Ich bekam Enstilar verschrieben und ich muss zugeben, dass ich zuerst nicht unbedingt darauf geachtet habe, was dadrin ist. Ich wollte nur dass dieses fürchterliche Jucken ein Ende hat. Vorher habe ich versucht mit Feuchtigkeitscremes und milden Shampoos dagegen zu steuern, aber das half alles nichts. 
Ich muss sagen, dass der Schaum schon wunder wirken kann. Die Stellen wurden sofort nach der ersten Anwendung besser, man fühlt vor allem keine flechte mehr, es ist nur noch rot. Ich war so begeistert. Sorge bereitet mir nur, dass es ein Kortison Präparat ist und mein Vater mich davor gewarnt hat. Es wird meistens danach nur noch schlimmer, habe ich auch gelesen und jetzt habe ich Angst.

 

Noch dazu ist dieser Schaum für die Anwendung am Kopf wirklich kritisch... ich habe zwar nur schulterlanges Haar aber man kann es nicht vermeiden, dass etwas von dem sprühschaum in die Haare gelangt. Nicht nur dass es fürchterlich für Haar und Kopfhaut ist, sie jeden Tag waschen zu müssen. Ich bekomme das Zeug auch nicht aus den Haaren. Laut Dermatologe soll ich es auftragen, umwickeln und zwei Stunden einziehen lassen. Das umwickeln hab ich schon nach dem ersten Mal gelassen, nachdem ich in der packungsbeilage las, dass man dies auf keinen Fall tun soll. Und mittlerweile lass ich es nicht mehr volle zwei Stunden einwirken, dann wird es nur noch schlimmer. 


Ich bin wirklich dauerhaft meine Haare am waschen, abends um das Zeug auszuwaschen und morgens wieder um es endgültig aus den Haaren zu kriegen. Leider ohne Erfolg. Und es sieht wirklich schlimm aus. Ich habe noch Glück dass es nur der Hinterkopf ist. Ich laufe jetzt einfach ständig mit Zopf rum. 
 

ich habe mich hier angemeldet, weil ich überfordert mit der Situation bin. Ich leide ebenfalls an Epilepsie und psychischen Krankheiten. Die psoriasis raubt mir gerade den letzten Nerv. Ich habe angst, dass ich das nicht schaffe. 
 

genug zugetextet, ich wollte das einfach mal an Gleichgesinnte loswerden... 

 

 

Edited by SarahW
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Ich kenne Schwierigkeiten mit dem Besuch von Arztpraxen. Meine Beziehung zu Ärzten ist nachhaltig gestört, sag ich mal. 

Meine Haare sind mittlerweile auf 3mm an den Seiten und hinten, damit Licht an die Kopfhaut kommt. Kürzen hatte bereits geholfen, offenbar macht das Gewicht der Haare schon etwas aus.

Ständig Haare waschen ist nicht gut, das entzieht der Haut das Fett.

Mit Enstilar habe ich keine Erfahrung. Ich habe jedoch eine Tinktur von meinem Dermatologen verordnet bekommen (auch mit Kortison), die man ins trockene Haar gibt bzw mit der Pipette direkt auf die Kopfhaut. Diese wird in der Apotheke angemischt nach folgendem Rezept:

  • Clotrimazol 2,0 g
  • Bethamethasonum Dipropion 0,1 g
  • Ol Ricini Raffinat 0,5 g
  • Propylenglycol 15,0 g
  • Isopropanol 70 Biocide 82,4 g

Für den Anfang war das ganz hilfreich, um diesen Kreislauf aus Jucken, Kratzen und vermehrter Neubildung von Schuppen zu durchbrechen. Wenn ich mich recht entsinne, ist es auch gleich gegen Pilze wirksam.

 

Am Anfang ist es etwas holprig, aber Du schaffst das. Nimm dir Zeit, herauszufinden, was Dir gut tut.

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    • kate.hi
      By kate.hi
      Hey,
      ich habe seit meinem 9. Lebensjahr Psoriasis. Mal mehr und mal weniger, das kennt wahrscheinlich fast jeder von euch. Von Studie bis UV– Kamm habe ich eigentlich alles probiert. Trotzdem möchte ich mal andere Betroffene fragen, habt ihr vielleicht einen guten Tipp für eine dauerhafte Behandlung des Kopfes. Cortison möchte ich jedoch vorerst nicht.
      Ich danke euch jetzt schon für Eure Hilfe!!!
    • simone84
      By simone84
      Hallo zusammen,
      mit ca. 3 Jahren wurde bei mir PSO diagnostiziert. Die PSO und ich hatten also dieses Jahr bereits Sielberhochzeit. Die Ärzte sagten meinen Eltern, ich würde mit dem Stress im Kindergarten nicht klar kommen. Dazu muss ich sagen, dass sie vermutlich Recht hatten, denn ich war ein sehr anhängliches Mamakind. Es folgten Behandlungen mir Teer- und Cortisonsalben, Cremes und Ölmischungen. Besonders schlimm war der Kopf und Oberkörper betroffen.
      Meinen zweiten heftigen Schub bekam ich nach der Einschulung. So dass ich mit 6 Jahren nach dem ersten Halbjahr für 6 Wochen nach Borkum in Kur geschickt würde. Zu meinem großen Leidwesen ohne Mutter, denn Mutter-Kind-Kuren gab es vor 22 Jahren noch nicht.
      Der nächste schwere Schub kam dann beim Schulwechsel zur weiterführenden Schule. Ergebnis-> 3 Wochen Uniklinik Düsseldorf. Anschließend halfen dann auch die ganzen Cremes nichts mehr, so dass ich erst mit UVA dann UVB und zum Schluß mit Bade- und Lichttherape in kombination mit den ganzen Cremes behandelt wurde. Zwischenzeitlich bekam ich auch irgendwelche Kapseln, die in der Apotheke erst angefertigt werden mussten. Musste jede Woche Blut abgenommen bekommen. Was es genau war, weiß ich leider nicht mehr.
      Bis kurz vorm Schulabschluss half das ganze auch ganz gut, doch die Angst wie das Freiwillige Soziale Jahr sein würde, löste wieder einen sehr schweren Schub aus. Ich wurde kurzerhand wieder für 3 Wochen nach Borkum in Kur geschickt. Dort erhielt ich jeden Morgen eine Salbe aufgetragen, die nach einigen Sekunden wieder abgewischt wurde (Keine Ahnung was es genau war, aber es bewirkte wahre Wunder), anschließend Bäder und Lichttherapie.
      Anschließend habe ich die Nase voll gehabt. Ich wollte nicht mehr 3x in der Woche zum Hautarzt, keine Hilfe mehr von meinen Eltern beim eincremen des Kopfes und des Rückens, keine Tbl. nichts mehr. Wollte nur noch meine Ruhe.
      Wenn ich einen Schub hatte, nahm ich hochdosierte Cortisontabletten die ich mir in der Familie organisiert habe. Alle 2 Wochen 100- 200 mg halfen sehr gut. Als ich jedoch anfing Wasser einzulagern, hörte ich damit auf. Mir ging es eine ganze Zeit ganz gut. Ich nahm nichts mehr und die PSO, die ich hatte, war zwar da aber störte mich nicht weiter. Denn ich fand, viele Menschen haben Schuppen, ich halt auch. Die Ellebogen waren schlimm, aber das störte mich auch nicht weiter. Sagte immer, wenn mich jemand mag, dann so wie ich bin, auch mit PSO.
      Letztes Jahr merkte ich, dass ich mir nur selber was vormachte und ging für 4 Wochen in die Ambulante Rhea nach Aachen. Anschließend ging es mir bedeutend besser, doch die PSO kam schneller zurück als mir lieb war.
      Jetzt habe ich mir wieder einen neuen Hautarzt gesucht. Er verschrieb mit 2% Cortison mit 5%Salicylsäure und 5%Metronidazol als Tinktur für den Kopf, Creme fürs Gesicht (0,1% Prednisolon) und für den Körper.
      Mal abwarten wie es anschlägt, wenn es nicht besser wird, gehe ich in 3 Monaten wieder hin.
      Würde mich freuen, wenn noch mehr über ihr Leben mit der PSO berichten.
    • Ulli_1990
      By Ulli_1990
      Hallo liebe Community,
      ich hoffe sehr, hier bei euch Hilfe zu bekommen. Folgendes beschäftigt mich sehr...
      Mein Freund hat sehr extreme Schuppenflechte. Hauptsächlich an den Armen, Beinen und halt der Kopfhaut. Er ist damit in Behandlung bei einer Dermatologin und kommt grundsätzlich auch gut zurecht. Nur zum Winter hin wird der Juckreiz eben schlimmer.. Seine Ärztin hat ihm für die Kopfhaut eine Lotion und für die anderen Stellen ein Spray verschrieben. Das Spray funktioniert super, nur lässt sich halt schwer am Kopf anwenden aufgrund der Haare. Nun hat er gestern wirklich toternst vorgeschlagen, sich eine Glatze zu rasieren, 14 Tage das Spray anzuwenden statt der Lotion und einfach nicht raus zu gehen. Ich bin alarmiert, wie sehr ihn das alles mitnimmt. Abgesehen davon, dass man sich nicht 14 Tage einigeln kann.
      Ich habe bisher keinerlei Erfahrungen mit Schuppenflechte und habe mich versucht schlau zu lesen. Ich möchte ihm irgendwie helfen. Ich konnte ihn zum Glück erstmal überzeugen, die Lotion konsequent 14 Tage zu nutzen. Möchte ihn aber gerne mehr unterstützen, als ihn einfach täglich daran zu erinnern.
      Grade in der kalten Jahreszeit sagt er, fängt es abends extrem an zu jucken. Gibt es Hausmittel, die das lindern können? Ein spezielles Shampoo?
      Über eure Tips wäre ich mehr als dankbar! Ich mache mir große Sorgen..
      Ulli

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