Dieses Webinar anlässlich des Welt-Vitiligo-Tages richtet sich an alle, die mehr über die Erkrankung erfahren möchten – sei es aus eigener Betroffenheit, als Angehörige oder aus Interesse.
Das IVDP am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Hautnetz Hamburg e.V. lädt ein, gemeinsam mit erfahrenen Expertinnen und Experten den Ursachen von Vitiligo auf den Grund zu gehen, aktuelle therapeutische Möglichkeiten kennenzulernen und Impulse für den selbstbestimmten Umgang mit der Erkrankung zu erhalten.
Programm
18:00 Uhr: Begrüßung und Einleitung
18:05 Uhr: Was ist Vitiligo? Ursachen, Verlauf und häufige Fragen verständlich erklärt
18:30 Uhr: Neue Hoffnung durch moderne Therapien? Was heute möglich ist
18:50 Uhr: Wenn die Haut auffällt: Sicherer Umgang mit Blicken und Kommentaren
19:05 Uhr: Praktische Tipps für den Alltag: Hautpflege, Sonne und kosmetische Möglichkeiten
19:20 Uhr: Gemeinsam statt allein: Unterstützung und Austausch im Deutschen Vitiligo-Bund
19:30 Uhr: Fragen
Die Teilnahme ist kostenlos. Aber: Man muss sich anmelden, und zwar auf dieser Internetseite.
Das Webinar wird von zwei Pharmafirmen finanziell ermöglicht.
25.06.2026 16:00
bis
17:54
hallo ihr lieben ! bin eigentlich durch puren zufall hier auf das Portal gelangt und habe mich hier als " ehemalig betroffene " neugierigerweise etwas eingelesen.
Ehemalig deshalb weil ich weiß und schon immer wußte, dass ich diese hautkrankheit jederzeit wieder bekommen kann, leider !
ich bin jetzt fast 60 Jahre alt und hatte die Psoriasis mit 3 Jahren bekommen und bis zum 20. Lebensjahr am ganzen Körper ( außer Gesicht und Hände ).
Habe insbesondere als junges Mädchen sehr darunter gelitten und immer gesagt:" wenn ich das Ekzem auch noch im Gesicht und an den Händen kriege, binge ich mich um". Quatsch natürlich, aber man ist psychisch total am Boden, das Selbstbewustsein leidet enorm. Von den Mitmenschen wird man wie eine Aussätzige beäugt .... usw. Irgendwann, ich war 13 Jahre etwa, hatte ich die Nase gestrichen voll und beschloß von nun an nichts mehr gegen diese Flechte zu unternehmen. Dieses ewige Salben schmieren, man sah aus wie ein wandelnder Öltopf, und das als junges Mädchen ....
Ich hatte resigniert aufgegeben, sollte kommen was will..... Es dauerte noch ein paar Jahre und das Ekzem wurde von Tag zu Tag blasser bis es dann seinerseits den Kampf mit mir aufgab. Ein ganz neues Lebensgefühl mit wachsendem Selbstbewustsein ließ mich zu einem " neuen " Menschen werden.
Seit dem habe ich eigentlich nur noch kleinere " Herde " auf dem Kopf und an den Händen. Damit kann ich leben.
Aber für mich hatte das Leben noch weitere Gemeinheiten auf Lager.
Beide Kinder haben meine Hautprobleme geerbt. Während der Große die Psoriasis mit 4 Jahren bekam, bekam der Kleine (mit 3 Monaten) eine ausgeprägte Neurodermitis und wenig später Asthma. Ein Zustand, für die gesamte Familie sehr belastend. Heute frag ich mich manchmal wie man das eigentlich alles geschafft hat ?
Da ich aber einige eurer Berichte gelesen habe, will ich euch eigentlich nur Mut machen. Es kann zu Spontanheilungen kommen ! Vielleicht, ich weiß nicht ob es damit zusammenhängt, man sollte seinen Körper nicht zu stark unter Druck setzen. Leichter gesagt als getan, ich weiß. Aber mein Sohn, der Große(36 J.) ging von Anfang an ganz anders mit seinem Schicksal um als ich. Er nahm alles gelassener und hatte ab der Pubertät etwa, nur ab und an mal ein paar neue Schübe. Dem Jüngeren (26 J) geht es heute ebenfalls bedeutend besser obwohl seine Leidensgeschichte ganze Bücher füllen würde.
Ich habe schon vor 50 Jahren auf den wissenschaftlichen Fortschritt diesbezüglich gehofft, aber so richtig ist das " Non plus Ultra " scheinbar noch immer nicht in Sicht.
Ich wünsche allen Betroffenen hier ganz, ganz viel Kraft auf dem Weg zur Besserung ihrer Beschwerden. LG