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Ich bin auch neu


Hermés07
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Hallo :D,

ich möchte mich bei Euch vorstellen.

Mein Mann leidet seit 15 Jahren an Psoriasis.

Hiermit möchte ich mich rechtfertigen -dass ich selbst nicht die leidende Person bin -aber ich leide wirklich mit.

Für meinen Mann ist diese Krankheit ein Horror,wie für viele.

Das Schlimme aber ist,dass er darüber nicht schprechen möchte...

Er hat einen Hautarzt,der versucht ihm zu helfen,aber bis jetzt hat es nichts funktioniert.;)

Erste Jahre hat mein Mann Kortisonsalben,Salicilsäure..etc.genommen und jahrelang Bestrahlungen.

Es wurde immer schlimmer.;)

60% der Körperfläche ist befallen.Er hat zerstörte Nägel an Händen und Füssen.

Vor einem Jahr habe ich ihn dazu überredet den Arzt zu wechseln.Er tat es.

Die Ärztin hat ihm Fumarsäurester Präparate verschrieben.

Es ging ihm ganz schlecht,er fror und hatte ständig Durchfall.

Es hat nicht funktioniert,nach Monaten hat man dei therapie abgebrochen.

Dann hat er Kortison genommen.Es hat auch nicht geholfen,ausser,dass er so aufgedunsen ausgesehen hat...

Jetzt nimmt er Retinoiden...die Haare falle aus,die Schuppenflechte geht nicht weg.:P

Ich möchte ihm so gerne helfen.

Er möchte keine Kur machen,weil er Angst hat,dass er zugeben müsste,dass er chronisch krank ist....vor Allem in der Firma.

Was kann man jetzt machen.

Ich würde ihn gerne in eine Kur schicken,am liebsten nach Israel...

Hat es Sinn ,vielleicht erstmal in Deutschland eine Kur zu machen???

Welche Klinik wäre denn am besten?Bekommt man da Platz?

Eine Beurteilung vom Arzt hat er schon vor einem Jahr bekommen...

er hat eine SCHWERE psoriasis...

Ich hoffe sehr,dass Ihr mir verzeiht,dass ich im Namen meines Mannes schreibe und dass Ihr mir vielleicht hilft...:)

Liebe Grüsse an Alle!

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@ Hermés 07

Hallo,

obwohl ich auch zur Gattung der Männer gehöre, schreibe ich dazu, es ist eine unausrottbare Unart der Männer, dass sie meinen, es täte ihrer Männlichkeit Abbruch, wenn sie über ihre Krankheiten und Leiden sprechen. Meistens werden die Dinge dadurch komplizierter und zudem frisst "Mann" allen Frust in sich hinein, was den Weg in die Depression und durch den Dauerstress auch zu körperlichen Krankheiten wie z. B. im Bereich von Herz und Kreislauf eröffnet.

Die Behandlung der Psoriasis ist so unterschiedlich wie die Krankheit selber. Ich bin zwar selbst Arzt aber nun gerade kein Dermatologe. Auch wenn sich der Arzt mit der Auswahl der Medikamente sehr anstrengt, bedeutet das nicht immer, dass er es leicht hat, eine erfolgreiche Behandlung zu finden.

Da wäre eine Rehabilitationsmaßnahme, die bei der Rentenversicherung zu beantragen wäre, genau das Richtige. Hier ist mehr Zeit und es bestehen mehr Möglichkeiten, Medikamente auszuprobieren. Der Arbeitgeber erfährt übrigens keine Diagnose. Sicherlich werden die Kuren meistens bei "chronischen" Erkrankungen durchgeführt. Leider führt die chronische Krankheit nicht zum Schutz vor Kündigungen. Ohne erfolgreiche Behandlungen ist aber das Risiko auch sehr groß, dass sich irgend wann die Krankheitstage häufen.

Leider ist es grundsätzlich möglich aufgrund einer Erkrankung zu kündigen. Aber so ohne weiteres macht das kein Arbeitgeber. In jedem Fall wäre es möglich in solchen Fällen den Betriebsrat einzuschalten. Wenn Dein Mann Mitglied einer Gewerkschaft hat, würde er voraussichtlich in diesem nicht sehr wahrscheinlichen Fall auch Rechtsschutz bekommen. Auch wenn ich jetzt nicht behaupten kann, dass gar kein Risiko besteht, ist das Risiko eher gering. Eine Reha-Maßnahme schafft in keinem Fall einen Kündigungsgrund. Wenn Dein Mann Vertrauen zum Betriebsrat hat und auch haben kann, kann er ja vor dem Kurantrag auch einmal beim Betriebsrat vorsprechen.

Die Reise an das Tote Meer wäre einen Versuch wert. Auch hier gibt es keine Vorabgarantie. Meistens erholt sich die Haut durch intensives Sonnenlicht - bitte aber nicht bis zum Sonnenbrand! - und intensives Baden im Salzwasser.

Solebäder kann man natürlich auch zu Hause bekommen, aber so intensiv wie in der Kur geht das nicht. Die heimische Badewanne nimmt dass u. U. auch übel, weil das Salzwasser ziemlich aggressiv auf die Metallteile wirkt. Daher ist es schon besser die Bäder in einem Institut für Physikalische Medizin zu bekommen. Natürlich können dort auch UV-Bestrahlungen durchgeführt werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Überweisung in eine dermatologische Poliklinik einer Universität. Auch dort können keine Wunder geleistet werden, aber eigentlich muss - bzw. sollte zumindest dort jeder Patient auch dem Oberarzt vorgestellt werden, der vielleicht aufgrund großer Erfahrung und seiner Zugangsmöglichkeit zu neuesten Forschungen noch einmal bessere Therapievorschläge machen kann. Allerdings leben auch viele Fachärzte in ihrer Praxis nicht hinter dem Mond.

Hoffentlich findest Du Wege heraus, wie es mit Deinem Mann weiter gehen könnte, ohne dass er blockt. Aber er muss natürlich auch überzeugt sein, dass er für sich etwas Gutes tut.

Herzliche Grüße von Kuno

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Ich habe einmal eine ambulante Soletherapie bei einem Hautarzt gemacht.Musste dann in der Arztpraxis baden und anschliessend in die Bestrahlung.Das war das erste und einzige Mal,das ich völlig Symptomfrei war.Der Nachteil ist,das dies nicht von der Krankenkasse übernommen wird (Oh Wunder) und es recht zeitintensiv ist.Der Hautarzt hat die Behandlung ohne Rechnung gemacht,sodass ich nur die Hälfte der Kosten zu tragen hatte (ich meine 25 statt 45 Euro pro Anwendung).Insgesamt benötigte ich 18 Anwendungen.

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@ Hermés und Ingo G.

Auch wenn die Krankenkasse das nicht auf Anhieb bezahlen will, würde ich mir vom behandelnden Arzt das bestätigen lassen, dass er diese Behandlu ng nach vielen vergeblichen Behandlungen für erforderlich hält. U. U. übernimmt es die KK dann doch. Im stationären Rahmen ist das ohnehin kein Thema. Eventuell gibt es auch die Möglichkeit das Ganze als "Kurlaub" zu gestalten. Die KK übernimmt die Arzt-und Behandlungskosten, der Patient zahlt Kost und Logis. Im Vergleich zu Biologika ist das für die KK am Ende auch günstig im Preis. Aber um das bei der KK oder welchem Leistungsträger auch immer durchzusetzen, muss man entschlossen sein.

Bei meiner Reha musste ich mich auch erst über unagemessene Kritik beschweren, bis ich dann plötzlich schneller, als ich es mir vorgestellt hatte, die Kostenübernahme im Briefkasten gefunden habe. In vielen Fällen lehnt die DRV zunächst mit einem formalen Schreiben, indem u. U. steht, dass man ja bisher keine oder nur wenige Krankheitstage gehabt habe und deshalb eine Reha gar nicht erforderlich sei. Hier bringt es meistens etwas, wenn man die Widerspruchsmöglichkeit nutzt.

Sole und Sonne bringen in vielen Fällen Verbesserungen, sind aber auch kein Wundermittel. Mir haben sie allerdings sehr gut getan, als ich Ende 2007 meine Reha in der Nordseeklinik auf Sylt hatte.

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn irgendwelche Wunderheilmittel angeboten werden. Mit XY war ich nach 2 Wochen geheilt - oder erscheinungsfrei. Da hat entweder jemand etwas erlebt, was sehr selten vorkommt, oder es gleubt jemand an Wunder. Manchmal ist es auch versteckte, nach den Forenregeln nicht erlaubte Werbung für ein fragwürdiges Produkt. Oft erkennt man das an Aussagen, die nicht wahr sein können: z. B. Meine Nagelpso war in einem Monat weg. Lest selbst nach, wie lange ein Nagel braucht, um einen cm zu wachsen. Oder macht Euch ein nicht löschbares Zeichen am Fuß- oder Fingernagel und schaut, wie lange es dauert, bis der Nagel 1 cm gewachsen ist. Oft sind die Wundermittel überteuert, aus zweifelhafter Produktion oder / und sogar noch gesundheitsschädlich. Verständlich ist es zwar, dass solche Mittel mit dem Mut der Verzweiflung verwendet werden, weil leider oftmals Medikamente nicht hinreichend wirken oder auch erhebliche Nebenwirkungen haben.

Grüße von Kuno

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Kuno und Ingo.

Ich danke Euch.;)

Ab heute Abend werde ich hier bei Euch durch die Threads wandern,mich informieren und langsam meinen Mann einbeziehen...:confused:

Ich glaube,es tut ihm gut,wenn er hier liest wie viele Leute in jedem Alter betroffen sind und wie tapfer sie damit umgehen können.

Mein Mann sitzt den ganzen Tag beruflich vor Computer,deshalb ist es wahrscheinlich schwierig ihn zu einem Forum zu locken.:smile-alt:

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@ Hermes

Beruflich muss ich auch sehr viel mit dem Computer statt mit den Menschen machen, um die es eigentlich gehen soll. Allerdings habe ich ein Fable für Computer, deshalb sitze ich jetzt zu Hause gerade auch wieder an der Maschine, obwohl ich Freizeit habe. Aber bald mache ich eine Pause, bevor ich karierte Augen bekomme.

Wenn Dein Mann am PC arbeiten muss, kann man ja nicht behaupten, dass er aufgrund der Krankheit für seinen Job ungeeignet ist. Hoffentlich tut es ihm gut zu sehen, dass er damit nicht allein steht und dass es viele aktive Menschen mit PSO gibt, die ein so tolles Netzwerk wie dieses am Leben erhalten.

Grüße von Kuno

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