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UVB Bestrahlung fördert "angeblich" nicht Hautkrebsrisiko


Abbo
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Hallo miteinander,

 

ich bekomme seit Januar drei mal die Woche UVB-Bestrahlung und meine PSO ist mittlerweile um 70% zurückgegangen. Entgegen der üblichen Behandlung habe ich eine weitere Steigerung der Dosis über 1 Minute und 30 Sekunden nicht zugelassen, weil ich sonst schnell Sonnenbrand bekomme. Weil die Behandlung so erfolgreich ist, möchte ich diese gerne fortsetzen. Jetzt ist doch aber allgemein bekannt, dass hierdurch das Hautkrebsrisiko steigt und man eigentlich nicht mehr als 25 bis 35 Bestrahlungen im Jahr bekommen sollte. Mein Hautarzt behauptet felsenfest, dass durch die UVB-Bestrahlung das Hautkrebsrisiko nicht steigt, ich solle halt nur auf Sonnenbaden und Malleurlaub u.ä. verzichten. Auf meine Wiederworte meinte er nur, wer ist hier der Arzt? Wie beurteilen eure Ärzte oder ihr aus Erfahrung die Thematik?

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Richard-Paul

Hallo Abbo,

 

von 1992 bis 2012   >> = 20 Jahre <<   habe ich mich  bei mir zu Hause täglich bis zu 30 Minuten [aber nur 4 Minuten pro PSO-Stelle; >> nach Anfangs-Steigerung ab 45 Sek. pro Stelle] mit einem UVB-Lichtkamm bestrahlt (mit monatelangen Pausen wegen meines 18-stündigen Arbeitstages). Von Hautkrebs ist weit und breit nichts zu sehen. Dafür bin ich aber alle meine PSO-Stellen los.

Wer natürlich die Bestrahlungszeiten nicht einhalten kann (z.B. weil er/sie dabei einschläft), der lässt besser die Finger davon. 

Und wer eine PUVA-Bestrahlung bekommt (ist mit verstärkenden Mitteln) und sich dann auch noch danach in die Sonne legt, der kann dusseliger nicht handeln.

 

Warum ein so langer Zeitraum?

Desto älter die PSO-Stellen sind oder desto häufiger eine PSO-Stelle bestrahlt wurde mit Unterbrechungen, desto hartnäckiger bleiben sie, bis sie mit einer weiteren Bestrahlung endgültig verschwinden; wobei das Ende schwer zu erkennen ist.

Neue PSO-Stellen sind häufig mit ca. 5 Bestrahlungen - sofort nach dem Erscheinen - auch wieder verschwunden.

Zudem lege ich mich ab ca. den 5. Tag rund 5 Stunden in die pralle Sonne (nach Steigerung in den ersten Tagen), - ohne  Sonnencreme.

 

Natürlich kann man mit allem und überall Schindluder treiben.

Wenn ich mich im Frühjahr - beim 1. Sonnenbad ab ca. April in unseren Breitengraden - sofort 5 Stunden in die Sonne legen würde, bekäme ich auch einen Sonnenbrand, der bei häufiger Wiederholung zu Hautkrebs führen kann.

Ich habe auch eine wieder erblühte PSO-Stelle (nach einem Aufenthalt, wo ich keinen UVB-Kamm dabei hatte) mal 30 Minuten lang als Erstbestrahlung "regelrecht ausgebrannt" [bitte nicht nachmachen] und hatte - natürlich - einen schmerzenden Sonnenbrand an dieser Stelle, die man ca. 2 Jahre lang sehen konnte.

Man kann auch - und viel risikoreicher - mit einem Auto einen tödlichen Unfall bauen; - und trotzdem fährt fast jeder mit dem Auto.

 

Aus meiner Sicht:  

ich bekam im August 1987 zum ersten Mal Schuppenflechte: 

mit chemischen Mitteln (Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und dgl.) kann man die Psoriasis nur kurzfristig mildern (um mit vielen anderen Leiden wieder zu erscheinen); es muss das oxydative Gleichgewicht im Körper stimmen; - dies geht nur mit gesunder Ernährung und natürlichen Mitteln. Der falscheste Weg ist, dem Körper natürliche "Mittel" zu entziehen.

 

Alles nicht neu; - dies haben wir hier im Forum schon vielfach - kontrovers - diskutiert. ... und war auch für mich - als medizinischer Laie - sehr lehrreich.

Wenn man nur ein klein wenig in Chemie danken kann, versteht man die Gründe.

 

LG

Richard-Paul

 

(P.S.: wollte eigentlich nur 2 Sätze schreiben).

Edited by Richard-Paul
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Hallo Richard-Paul, vielen Dank für deine ausführliche Einschätzung. Bin auf weitere Meinungen sehr gespannt.

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Hallo Abbo,

 

ich denke es kommt immer auf den Hauttyp an. Sonne und dazu gehören nunmal UV-Strahlen fördert die Vitamin D-Bildung im Körper und das ist gut bei Pso. Aber UV-Strahlen sind immer mit Vorsicht zu geniessen. Die Haut vergißt nie etwas. Ich kann mich z.B. nie der puren Sonneneinstrahlung aussetzen. Sicherlich gewöhnt sich der Körper im Lauf der Zeit daran. So muss ich zu Beginn der "Sonnen-Zeit" meinen Körper mit LSF 30 - 50 schützen. Zuzeit kann ich völlig ohne Sonnenschutz meinen Heimweg (ca 30 Minuten mit dem Fahrrad) absolvieren.

Ein guter Hautarzt sollte nicht solche abgedroschenen Spüche loslassen, sondern dich eher über deinen Hauttyp aufklären.

Wenn ich meinen UV-Kamm benutze dann nicht länger als 30 Tage am Stück. Inzwischen habe ich schon zwei Jahre nicht mehr bestrahlt. Ich meide es, wenn ich nicht das Gefühl habe, dass es helfen könnte, weil ich auch Angst vor dem Hautkrebsrisiko habe. Bin ein sehr heller Hauttyp.

Hoffe, dass ich helfen konnte.

 

LG Nüsschen

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Richard-Paul

Das Problem liegt in diesem Satz meines vorherigen Beitrages: "Wenn man nur ein klein wenig in Chemie danken kann, versteht man die Gründe." - Richtiger: ...  in Chemie und Physik.

Ohne UVB-Strahlen könnten wir alle nicht leben; mit zu viel UVB-Strahlen lebten wir aber auch nicht mehr. Die Evolution hat da für das richtige Maß gesorgt; - nur wir Menschen gehen falsch damit um.

Die Bio-Chemie hat dafür gesorgt, dass die richtige Wirkung der UVB-Strahlen dann richtig ist, wenn diese "senkrecht" auf unsere Hautzellen treffen, sofern diese nicht durch Sonnenschutz (Cremes, Wolken, Stoff, Mauern, usw.) daran gehindert werden. Treffen die UVB-Strahlen - überwiegend - waagerecht auf unsere Hautzellen, verfehlen sie die von der Natur aus vorgesehene Wirkung. >> Dies kann jeder mit einem UVB-Kamm selber testen.  

Aber als Beispiel: Bei zu wenig Wasser verdursten wir; - in zu viel Wasser ertrinken wir.

 

Es gab genügend Beiträge in diesem guten Forum zu allen Fragen mit den entsprechenden Antworten:

z.B.:

- Erfahrungsbericht: UVB-Bestrahlung

- Vitamin D und Autoimmunerkrankung

- UVB-Licht + Vitamin D 3

- UVB-Bestrahlungsdauer

- Pilot-Studie: Hochdosierte Vitamin-D3-Therapie

- UVB

- u.a.

 

Ein großer Denkfehler liegt darin, dass viele Menschen annehmen, dass künstliche, chemische Produkte dieselbe Wirkung haben, wie natürliche Produkte. Die Struktur- und die Summenformeln spielen die entscheidende Rolle;  (was jetzt zu schwierig wird). 

 

LG

Richard-Paul

Edited by Claudia
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Nur mal so als Meinung zwischendurch... die Auswirkungen einer UVB-Bestrahlung sollen sich erst in 20 bis 30 Jahren bemerkbar machen, wie ich so in anderen Artikeln lese. Also Klartext... ich bin jetzt 50 und zum ersten mal seit 20 Jahren fast PSO-frei. Wenn ich mit 70 oder 80 dann den Preis dafür zahle, dass ich jetzt wieder ein Mensch sein kann, dann ist es mir das wert.

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Um es nochmal auf den Punkt zu bringen... es geht mir um die UVB-Bestrahlung in der Kabine beim Hautarzrt. Hier und in den Links berichten viele User von irgedwelchen UVB-Kämmen... die meinte ich eigentlich nicht in meinem Eingangsposting.

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Richard-Paul

... es geht mir um die UVB-Bestrahlung in der Kabine beim Hautarzrt. Hier und in den Links berichten viele User von irgedwelchen UVB-Kämmen... die meinte ich eigentlich nicht in meinem Eingangsposting.

Da viele Nutzer eigene Ganzkörper-Bestrahlungsgeräte haben, könnten sie hierüber berichten.

 

 Soweit ich es aus den Diskussionen noch in Erinnerung habe (diskutiert bei UVB-Röhren), haben die UVB-Röhren das gleiche Emissionsspektrum wie die Röhren in der Kabine beim Hautarzt. - Das Problem in den Diskussionen war, dass die Bedienungskräfte beim Hautarzt die Bestrahlungszeiten z.T. falsch gewählt haben, bzw. die Geräte schon mal zu spät abgeschaltet haben. - Ein weiteres Problem waren die ständigen Besuchszeiten bei den (entfernten) Hautärzten.

 

LG

Richard-Paul

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Die Bedienungskräfte beim Hautarzt handeln sehr strickt nach ihren Anweisungen, immer schön die Bestrahlungszeit steigern. Das musste ich ihnen abgewöhnen. Und auch mit dem Arzt erstmal ein ernstes Wort reden. Keiner kennt meine Haut besser als ich. Auch solche Anweisungen wie "ziehen Sie sich ganz aus" interessieren mich nicht. Warum soll ich meinen Rücken und meinen Bauch bestrahlen, wenn ich dort erscheinungsfrei bin, also bleibt das T-Shirt natürlich an. Selbst ist der Patient.

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Hallo Abbo,

 

Nur mal so als Meinung zwischendurch... die Auswirkungen einer UVB-Bestrahlung sollen sich erst in 20 bis 30 Jahren bemerkbar machen, wie ich so in anderen Artikeln lese. Also Klartext... ich bin jetzt 50 und zum ersten mal seit 20 Jahren fast PSO-frei. Wenn ich mit 70 oder 80 dann den Preis dafür zahle, dass ich jetzt wieder ein Mensch sein kann, dann ist es mir das wert.

 ich hab' es in deinem Alter genauso gesehen. Habe in 12 Jahren von 1993 an (da war ich 51) während meiner Reha-Aufenthalte "reichlich" UVB-Bestrahlung bekommen, die sehr gut geholfen haben.

Heute sehe ich das etwas anders, denn mittlerweile sind mir zwei "weiße" Hautkrebse (Spinaliom am Ohr und Basaliom am Unterarm) entfernt worden. Ob die von der UVB-Bestrahlung kommen oder evtl. genetisch bedingt sind, kann ich natürlich nicht sagen.

Gruß

Rainer

Edited by RainerZ
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...

 

Gruß

Rainer

 

Hallo Rainer,

 

es tut mir sehr leid, dass du diesen blöden Krebs hattest. Ich hoffe, es ist jetzt alles weg und überstanden. Und ich wünsche dir, dass du gesund bleibst.

Ich finde es aber sehr wichtig, dass du das hier geschrieben und uns mitgeteilt hast. Wir Psoler verdrängen gerne, dass UV-Bestrahlungen das Erbgut in den Hautzellen schädigen.

 

Ich wünsche dir alles Liebe,

Gina

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Hallo Gina,

Hallo Rainer,

 

es tut mir sehr leid, dass du diesen blöden Krebs hattest. Ich hoffe, es ist jetzt alles weg und überstanden. Und ich wünsche dir, dass du gesund bleibst.

Ich finde es aber sehr wichtig, dass du das hier geschrieben und uns mitgeteilt hast. Wir Psoler verdrängen gerne, dass UV-Bestrahlungen das Erbgut in den Hautzellen schädigen.

 

Ich wünsche dir alles Liebe,

Gina

danke für die guten Wünsche. Das "Krebschen" am Unterarm scheint nicht völlig raus zu sein, es bildet sich am Rande der Naht immer etwas Grind. Meine Hautärztin meinte: "Beobachten".

Gruß

Rainer

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