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Liebe Forum-Community,
Im Juni 2021 habe ich (32 Jahre) mit der Skyrizi-Therapie begonnen (erste Dosis Anfang Juni, zweite Dosis nach 28 Tagen - Ende Juni). Seit etwa Anfang/Mitte Juli hatte mich mit zunehmender Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Kontentrationsschwierigkeiten zu kämpfen. Anfangs waren die Symptome noch leichter, ab ca. Mitte August wurde die Müdigkeit und die Erschöpfung immer stärker und ich hatte auch mit plötlichen erhöhten Blutdruck zu kämpfen.
Daher entschied ich mich einen praktischen Arzt aufzusuchen, da ich noch keine Verbindung meiner Symptome mit der Skyrizi-Therapie vermutete. Nach zahlreichen Untersuchungen (Blut, Herz beim Internisten, Ultraschall Schilddrüse und Nieren) stellte sich heraus, dass mein Vitamin D-Spiegel deutlich zu niedrig ist (was für die Sommermonate und viel Zeit an der frischen Luft wohl eher ungewöhnlich ist) und meine Leberwerte leicht erhöht sind. Eine Ursache für meine Symptome konnte jedoch nicht gefunden werden (eine unentdeckte Corona-Infektion / Long Covid, kann eher ausgeschlossen werden, da ich berufsbedingt seit Herbst 2020 regelmäßig getestet wurde).
Also hat sich der praktische Arzt nochmals das für ihn unbekannte Medikament Skyrizi nochmals näher angesehen und bei den Nebenwirkungen "Fatigue" entdeckt. Somit wurde nun vermutet, dass meine Symptome von Skyrizi ausgelöst werden. Ich trat danach in Kontakt mit meinen Hautarzt, der jedoch mit dieser Nebenwirkung bei einer Skyrizi-Therapie noch keine Erfahrung hat. Er ist daher gerade dabei, die Studiendaten anzufragen, um sich ein Bild davon machen zu können. Die 3. Dosis wurde bis auf weiteres ausgesetzt.
Die oben beschriebenen Symptome (Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, schwere beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit) sind nach wie vor hoch und machen mir das Arbeiten derzeit unmöglich. Die Situation an ca. 50% der Tage zu nichts fähig zu sein und auch an den restlichen Tagen permanent müde zu sein (mit bis zu 15 Stunden Schlaf über den Tag verteilt) setzte mir dann ab September auch zunehmend psychisch zu, was das ganze nicht leichter machte. Daher nehme ich nun seit etwa Mitte September auch Escitalopram für die Psyche ein.
Besserung ist derzeit noch nicht in Sicht, Antworten vom Hautarzt habe ich noch keine, daher meine Fragen an euch als Community:
- Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht (Skyrizi/Fatigue)?
- Wie war der Verlauf bei euch?
- Wie lange hat diese Situation angehalten?
- Habt ihr irgendwelche Tipps/Ratschläge, wie man mit dieser Nebenwirkung umgehen kann?
Ansonsten kann ich noch Anmerken, dass Skyrizi bei mir sehr gut gewirkt hat. Psoriasis stellen nahezu gänzlich verschwunden, nur kleinere leichte stellen. Kopfhaut gänzlich frei von Psoriasis, auch die Nägel die zT schwer betroffen waren sind bis auf kleine Stellen an großen Zehen und Daumen verschwunden (dies hat jedoch am längsten gedauert). Das Medikament hat also wirklich super gewirkt, auch keine sonstigen Nebenwirkungen. Wäre das mit Fatigue nicht, würde ich die Therapie auf jedenfall fortsetzen.
Vielen Dank bereits jetzt für eure Hilfe!
Liebe Grüße Michael