Nach einem Unfall, bei schwerer Erkrankung und bei Pflegebedürftigkeit ist die Frage zu klären, wer rechtsverbindliche Erklärungen und Entscheidungen vornehmen und persönliche Angelegenheiten regeln kann, wenn es für eine Person selbst nicht mehr möglich ist. In dieser Veranstaltung wird über Bedeutung, Möglichkeiten und Geltungsbereiche der Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und gesetzlichen Betreuung informiert. Formales und Formulierungen werden beispielhaft vorgestellt. Nach dem Vortrag ist Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Nähere Informationen: Telefon 0451 500-10742, per Mail an Gesundheitsforum.Luebeck@uksh.de oder auf der Internetseite zur Veranstaltung.
Veranstalter: UKSH Gesundheitsforum Lübeck, Campus Lübeck
Veranstaltung vor Ort: UKSH Gesundheitsforum im CITTI-PARK, 2. OG, Herrenholz 14, 23556 Lübeck
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19.05.2026 16:00
Ich denke momentan viel nach über meine Diagnose, die ich endlich seit einem halben Jahr oder etwas länger habe. Habe viel gelesen. Hier auch. Die Bandbreite ist ja unermesslich, von Zipperlein bis Steifheit der Gelenke und Pso am ganzen Körper.
Ich ordne mich selbst, nach monatelangem gar nicht laufen können, Weinen und Schluchzen am Tiefpunkt in der Klinik und Schuppen, die so groß waren wie mein Daumennagel, jetzt im besseren Bereich ein. Hände, Nacken, Hüfte, Füße, gefühlt alles tut weh, aber im Vergleich zu vorher: schon ok. Danke Adalimumab. Bitte mach' mich nicht auf andere Weise krank. Sprich: bitte behalte deine Nebenwirkungen für dich!
Wie wird es werden? Wer bin ich jetzt? Ich kann vieles nicht mehr, das ich mal so gut konnte. Manches geht nur so langsam und mühevoll. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass ich etwas unheilbares habe.
Ja, im Vergleich zu anderen Krankheiten wohl nichts so schlimmes, sagen manche, aber es betrifft mein ganzes Leben und das meiner Familie. Wir versuchen uns neu zu sortieren, aber teils fällt es schwer. Ich bin über sechs Monate krankgeschrieben. Das richtet den Fokus sehr auf mich, meinen Körper, meine Krankheit und meine fehlende Gesundheit. Ich will, aber ich kann nicht. Noch nicht. Nicht so gut. Und wer weiß schon wie es wird. Wie lange es so ist. Wird es besser? Schlechter? Keiner weiß es. Nicht so schön, wenn man gerne wüsste, was auf einen zukommen wird. Flexibel sein. Üben.
Man kann ja krank sein, dabei aber wenig eingeschränkt. Man kann aber auch ganz offensichtlich krank sein. Mit Pso am Kopf, Stirn, Ohren kann man sich nicht verstecken. Außer als Bankräuber vielleicht. Helle Kleidung tragen. Aber das Gesicht sieht man. Es juckt und manchmal kratzt man. In der Öffentlichkeit. Blicke. Schuppen. Scham.
"Warum läufst du so komisch?" (Beim Arzt heißt das wohl "Schonhinken") ist da deutlich einfacher zu ertragen. Mal erklär' ich es, mal nicht. Schwerer fällt mir da schon "Mama wann kannst du wieder rennen?" zu beantworten. "Schatz, ich bin froh, dass ich wieder laufen kann"..
Ich schwanke zwischen Verzweiflung, Optimismus, Traurigkeit, Wut und Erschöpfung.
Ich lese hier Beiträge, die mich froh machen, weil ich nicht allein bin. Es tut mir leid, dass ihr auch krank seid. Aber da fühle ich mich akzeptiert und verstanden. So Sachen wie "gestern ging es. Heute kann ich kaum einen Meter gehen" oder "Die Flasche krieg' ich heute nicht auf". "Warum trägst du in der Wohnung Handschuhe?" (Meine geliebten Arthritis-Handschuhe.) "Schwimmen? Erst mal nicht, vielleicht in ein paar Tagen". Oder "ja, es juckt, fürchterlich, du hast gesehen, dass ich so aussehe und auch noch dran kratze, aber bitte glaube mir, ich bin nicht ansteckend!" (Und nebenbei werde ich bestraft, weil ich gekratzt habe... morgen wird es noch schlimmer sein.) Ich geh' manchmal nicht so gerne raus, in die Nähe anderer, zumal wenn selbst nahestende, geliebte Personen schon mal "bah" über mich und was mir da vom Körper rieselt, gesagt haben..
Ich denke ihr wisst was ich meine. Einmal jammern. Check.
Danke, dass ich das hier rauslassen darf. Ich freue mich sehr über eure Gedanken.
Gruß
Fee