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Studie von Eli Lilly zur gleichzeitigen Therapie von Psoriasis Arthritis und Adipositas/Übergewicht


Elli_M

Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Vielleicht "struggeln" einige von Euch, so wie ich, auch gleichzeitig mit Übergewicht und Psoriasis Arthritis.
Ich habe ja schon in einem anderen Beitrag geschrieben, dass ich Cosentyx wegen kaum positiver Wirkung (es wurde in dieser Zeit ehrlich gesagt phasenweise schlimmer mit den Gelenk- und Sehnenproblemen) abgesetzt habe. Außerdem war ich ratlos wegen Gewichtszunahme trotz low carb, Intervallfasten und und und. War eine frustriende Geschichte, die viele von Euch erzählen könnten. Meistens wird dann ja die Ursache für das Therapieversagen beim Patienten gesucht...
Um nicht weiter zuzunehmen, habe ich mich dann entschlossen, es mit Mounjaro (das in den USA Zepbound heißt) zu versuchen, auch weil ich Berichte über die antientzündliche Wirkung auch auf Gelenke gelesen hatte. 

Ich habe gerade etwas zu einer interessanten Studie von Eli Lilly zur Therapie mit Taltz und Zepbound (in D Mounjaro) gelesen.
Lt. Lilly ist dies die erste Studie, die zum Zusammenwirken dieser beiden Medikamentenarten gemacht wurde. 

Die Ergebnisse der Studie TOGETHER-PsA, Phase 3b hat Lilly Anfang Januar 2026 veröffentlicht.
Patienten mit Psoriasis Arthritis und erheblichem Übergewicht wurden entweder "nur" mit Taltz (IL 17A Hemmer) oder mit Taltz und Zepbound (Tirzepatid, in D als Mounjaro erhältlich) behandelt. Patienten, die beide Medikamente erhielten, erfuhren lt. dieser Studie eine deutliche Besserung der PsA.
Ich hätte es ja noch interessant gefunden, wenn es eine Studiengruppe gegeben hätte, die nur mit Mounjaro behandelt worden ist. Aber Lilly will natürlich am liebsten beide Medikamente verkaufen 😉

Ich kopiere für die Medizin-Nerds unter Euch mal aus einer Veröffentlichung die deutsche Übersetzung (ganz einfach mit Google erstellt):

"In der Studie erreichten 31,7% der Patienten im Behandlungsarm von Taltz plus Zepbound eine 50%ige Verbesserung der PsA-Aktivität, basierend auf dem American College of Rheumatology 50 (ACR50) und einer Gewichtsreduktion von mindestens 10%, verglichen mit 0,8% der Patienten auf Taltz-Monotherapie, die den primären Endpunkt (p < 0,001) erfüllten. In einem wichtigen sekundären Endpunkt lieferte Taltz plus Zepbound einen relativen Anstieg gegenüber der Taltz-Monotherapie um 64% bei dem Anteil der Patienten, die ACR50 erreichten (33,5% der Patienten vs. 20,4% bzw. p<.05), was zeigt, dass die Behandlung von Fettleibigkeit oder Übergewicht mit Zepbound die Belastung durch PsA.2,3 2,3 reduzierte. Die Studienpopulation umfasste Patienten mit einer hohen Krankheitsbelastung zu Studienbeginn und einem durchschnittlichen BMI von 37,6 kg/m 22 über beide Arme. Die Patienten hatten eine hohe Krankheitsaktivität und eine aussagekräftige funktionelle Beeinträchtigung.4 Mehr als 60% hatten Vorerfahrungen mit einer oder mehreren fortgeschrittenen Therapien, was eine schwer zu behandelnde Patientenpopulation widerspiegelt."

Hier noch der Link: https://www.prnewswire.com/news-releases/lillys-taltz-ixekizumab-and-zepbound-tirzepatide-used-together-delivered-superior-efficacy-in-first-of-its-kind-phase-3b-trial-for-adults-with-active-psoriatic-arthritis-and-obesity-or-overweight-302656726.html

Das ist die erste Studie dieser Art und ich hoffe, dass noch viele weitere dazu erfolgen. Vielleicht kommt bald mehr Licht ins Dunkel um die Zusammenhänge von steigendem Gewicht und der Psoriasis-Erkrankung.  Patienten/Patientinnen wie ich selber werden allzu oft mit dem Klassiker "weniger essen, mehr bewegen" als "Therapieempfehlung" abgefertigt. Bei mir hat das nicht das Zunehmen aufhalten können und mir wurde von Ärzten allzu oft gespiegelt, dass sie mir nicht glauben, wenn ich gesagt habe, dass zu viel Essen nicht mein Problem ist ...
Ich bin mir bewusst, dass keine Wirkung ohne Nebenwirkung bzw. unerwünschte Wirkung daherkommt. Es muss gut abgewogen werden, ob die Therapie mit einem Medikament Schaden anrichtet und wie es mit der Krankheitslast und den Auswirkungen von starkem Übergewicht aussieht.
 

 

bearbeitet von Elli_M
  • Danke 1

Neu hier? Ein guter Start.

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Geschrieben

Taltz war für mich OK, aber ansonsten bin ich eher der schlanke Typ, habe auch unter Kortison, früher, nie zugenommen oder Heißhunger entwickelt. Ich denke  nicht dass unter Biologika, oder generell jemand mit PsA, Probleme mit dem Gewicht haben. Viel eher sehe  ich, gerade im Urlaub, wieviele Menschen übergewichtig sind.

Ansonsten bin ich mit so einer Studie eher überfordert.

Ich war im Sommer in der Vitalis Klinik in Bad Hersfeld, die behandeln auch die Adipositas. Habe da nur zufriedene Patienten erlebt. Nur so als Tipp. Diejenigen hatten kaum Probleme mit der Bewilligung.

Lg. Lupinchen

Geschrieben

Jeder Jeck ist anders und gut ist doch, wenn viele Wege nach Rom führen. 

Geschrieben

Hi Elli-M,

Kurzzeitig hatte ich auch ein IL17A/17F Blocker ohne Wirkung. Soweit ich mich erinnere war ab einem bestimmten Gewicht mehr Wirkstoff nötig. Was im Umkehrschluss bedeuten könnte weniger Gewicht, mehr Wirkung. Was gewiss ist das großes Übergewicht das Risiko für Begleiterkrankungen erhöht. Also ist der Kampf gegen das Übergewicht nicht nur ein ästhetisches Ding. Aber dünn ist nicht automatisch gesund, habe ich festgestellten müssen. Als mich die PsA überrascht hat, war meine erste Frage an den Arzt. Keine Risikofaktoren, warum, ich bin sehr schlank, sportlich, rauche nicht, habe keine Hautbeteiligung! Die Antwort war:“Seinen Sie froh das keine zusätzliches Risiko haben, sonst könnte es noch viel schlimmer sein.“ Ich habe einige Monate gebraucht und viele Berichte hier im Forum gelesen um das zu erkennen. Also für gilt für jeden von uns, so gesund leben wie möglich/nötig und die Zufriedenheit nicht übersehen. Der Weg ist nicht für alle gleich.

Grüße, Radelbine 

  • Like 1
Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Radelbine:

Als mich die PsA überrascht hat, war meine erste Frage an den Arzt. Keine Risikofaktoren, warum, ich bin sehr schlank, sportlich, rauche nicht, habe keine Hautbeteiligung! Die Antwort war:“Seinen Sie froh das keine zusätzliches Risiko haben, sonst könnte es noch viel schlimmer sein.“ Ich habe einige Monate gebraucht und viele Berichte hier im Forum gelesen um das zu erkennen. Also für gilt für jeden von uns, so gesund leben wie möglich/nötig und die Zufriedenheit nicht übersehen. Der Weg ist nicht für alle gleich.

Hallo @Radelbine, so betrachte ich das auch und selbst im gleichen Körper, waren bei mir jeweils andere Maßnahmen nötig, je nachdem, wie mein Körper gerade reagierte. 

Ich blicke auf 50J Pso zurück, von Untergewicht bis Übergewicht und bis auf Allergien keine anderen Erkrankungen. 

Mit Ende 20, nachdem die Pso sich mit 25J zeigte, zeitnah die Pille abgesetzt und das Rauchen aufgegeben, eine natürliche Ernährung gewählt, für genug Schlaf gesorgt und einen geregelten Tagesablauf mit Erfüllung in Beruf und Familie mit Kindern erreicht. 

Auf Kaffee musste ich ganz verzichten, da er bei mir, auch heute noch, für Magenschmerzen sorgte, vorübergehend über 1J musste ich tagsüber alle 10 Minuten einen Keks essen, da ich sonst unterzuckerte - bevor ich das Haus verließ, berechnete ich die Anzahl der Kekse, die ich brauchte... es gab überlange Bahlsen-Keks-Stangen... 

Und habe mich in der langen Pso-Zeit meistens als "gesund" gefühlt, da rote Tupfen für mich zum Normalzustand wurden. Und durch meine gesunde Lebensweise entwickelte ich ungeahnte Kräfte, Lebensenergien, die mich glücklich werden ließen. 

Da nach etwa 10J bei mir die Voraussetzung für ein gesundes Leben geschaffen war, ersetzte ich die Cortisoncreme gegen eine Pflegecreme. 

Mit geringerem Körpergewicht war ich beweglicher und ein Bergaufstieg ging leichter - aber mit mehr Masse fühlte ich mich im Schwimmbad besser, kühlte nicht so leicht aus, konnte Wechselduschen oder auch Wassergymnastik problemlos durchführen und konnte allein mit der Bauchmuskulatur meine Beine aus dem Wasser strecken oder auch auf dem Wasser liegend "schlafen" (das war mir als Dünne nicht möglich gewesen). 

Auch heute noch versuche ich mein Leben an die sich wandelnden Umstände anzupassen. Hier im Forum finde ich jede Menge Anregungen dazu... selbst schon mal von mir Verworfenes noch einmal neu zu bewerten und auf eine Pso-Verbesserung hin zu überprüfen. 

Bis heute weiß ich nicht, ob es bei mir eine PsA (Schwestern haben sie) gibt, oder ob meine leichten "Beschwerden" nur vom natürlichen Alterungsprozess abhängen, oder ob ich durch meine Lebensweise eine PsA verhindern konnte? 

So ist Der Weg ist nicht für alle gleich. und braucht auch beim selben Individuum zeitlich unterschiedliche Maßnahmen. 

Dir wünsche ich auch noch viel Zufriedenheit! LG Burg 

  • Like 1
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Burg:

Bis heute weiß ich nicht, ob es bei mir eine PsA (Schwestern haben sie) gibt, oder ob meine leichten "Beschwerden" nur vom natürlichen Alterungsprozess abhängen, oder ob ich durch meine Lebensweise eine PsA verhindern konnte? 

Hallo @Burg,

Es fast lustig mit der PSA und der Behandlung mit Hulio/MTX. Ich fühle mich jetzt irgendwie besser, weil ich weiß das meine kleine Zipperlein nicht vom Alter gekommen sind. Selbst die Kieferprobleme, die angeblich vom Zähneknirschen kommen, ist in Wirklichkeit von der PSA. Ich genieße die Zeit und freue mich besonders über die Tage ohne Beschwerden. Es ging mir 2024 so schlecht, kaum mehr zu glauben. Hoffentlich bleibt das so!

LG, Radelbine 

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