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Die nackte Wahrheit über die Schuppenflechte


Claudia
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In Europa leben 5,1 Millionen Menschen mit der Psoriasis, weltweit sind es 80 Millionen. 19 von ihnen sind jetzt auf großformatigen Fotos in der Ausstellung "The naked truth" ("Die nackte Wahrheit") zu sehen. Sie haben sich vor die Kameras des Fotografen Ralf Tooten getraut und wollen damit signalisieren, dass sie von der Krankheit nicht ihr Leben diktieren lassen wollen.

Dieser Artikel ist im redaktionellen Teil des Psoriasis-Netzes erschienen. Gern kann er hier diskutiert werden. Aber erstmal: Weiterlesen...

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Interessant.

Aber irgendwie sehen die fast alle so Erscheinungsfrei aus.

Den Ansatz aber finde ich gut.

Würden wir hier ,bestimmt bessere Bilder hin bekommen,aber wer will die sehen ??

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Hallo Claudia und Suzane!! :P

Ich find das gut ich find das wirklich gut!!

Und ja ich würde mich dafür gleich zu verfügung stellen!!

Ich denke es gibt einige Menschen die das schon interessiert und damit mein ich nicht uns Schuppis!!

Liebe Grüße Caro :cool:

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Aber irgendwie sehen die fast alle so Erscheinungsfrei aus.

Klar, Suzie, die sind doch alle auf Enbrel :zwinker-alt:

Lieben Gruß

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Klar, Suzie, die sind doch alle auf Enbrel :zwinker-alt:

Lieben Gruß

Hmmmm...dann versteh ich denn Sinn der Sache nicht. Das diese Firma Werbung machen will schon ,das habe ich verstanden.

Aber dann hätten sie auch jeden anderen ablichten können.

Wenn ich die Umwelt auf Pso aufmerksam machen will ,zeige ich doch keine " gesunden" Menschen.

Da sagt doch jeder " worüber regen die sich denn auf,die haben doch nix !"

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Hallo, Suzane,

vielleicht ist in der Ausstellung auf den Bildern mehr Pso zu sehen als im Internet.

Mein Beitrag war auch eher ironisch gemeint. Wenn ein Pharmaunternehmen wie Wyeth solch eine Aktion initiert, macht es das bestimmt nicht aus christlicher Nächstenliebe, sondern will die Werbetrommel für ein Produkt rühren.

Lieben Gruß

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schnippel58

also ich denke ...die zeit hat vielen ein anderes bewusstsein gegeben.

...hiess es früher noch: ..hm..man ist nicht schön mit pso...inzwischen geht das körpergefühl doch bei sehr vielen dahin, dass sie sagen...

ich bin ich <<>>TROTZ pso.

fanden wir nicht auch den kalender der älteren damen, die sich nackt ablichten liessen<<>> mutig?

es wird wie bei allem sein.....die zeit muss reifen dafür...wurden schwule vor hundert jahren noch an den pranger gestellt (oder noch schlimmeres), ist es heute absolut normal, dass sie öffentliche ämter belegen und respekts personen sind.

geht man auf die seite dieser aktion und schaut sich das video an, sieht man sehr wohl die betroffene haut in der nähe.

mir gefällt diese aktion ausgesprochen gut. und...ich kann dadurch mein englisch aufbessern.... :P

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Ich finde auch, dass in dem Video, bis auf den Herrn, alle erscheinungsfrei aussehen. Ich denke die Intention ist, schaut euch den Mann mit der Pso an und schaut euch an, wie ihr aussehen könntet, mit dem entsprechenden Mittelchen. :P

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Ich finde dieses Projekt eine super Idee und ich wäre sofort bereit mich fotografieren zu lassen.Wenn man auf der richtigen Internetseite die Fotos ansieht ,dann sieht man besser,dass diese Leute Pso haben wie wir.

http://www.psoriasisthenakedtruth.com/

Ich bin ja so froh,dass ich im Moment so gut wie erscheinungsfrei bin mit de Humira.

Viele liebe Grüsse aus Frankreich.:-*

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schmusetiger

also ich seh das ganze auch, als ein sehr sinnvolles projekt, aber die sprechen dort von erheblichen Problemen, leute die ihre haut verstecken --- so sehen mir die menschen auf den fotos oder videos nicht aus ( habe mir auch die homepage beguckt). den aufruf find ich wirklich gut, aber ich denke, das bringt anderen die schuppenflechte auch nicht wirklich näher... bei dem anblick sagen sich viele - hey ist doch halb so wild - stell ich mich dahin ist deren meinung sicher eine ganz andere. ich denke die schuppenflechte wird dort verharmlost.

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sehr interessanter Beitrag, Claudia -

ich habe mir die Bilder und auch das Video angesehen und ich muss sagen, dass es sehr schöne 'Urlaubsbilder' waren bis auf einige wenige, stark betroffene Menschen mit PSO.

Mir gefällt das nicht, denn ich meine, dass die PSO verharmlost wird - Menschen am Strand, schöne Bilder usw.usw. - wer kennt es nicht, ich muss nur nach Cuxhaven fahren und im Badeanzug ins Watt laufen - und die Leute gucken und gucken :confused:

also, nackig würde ich mich nicht zeigen - aber ich meine, die PSO der Betroffenen in diesem Forum ist wesentlich aussagefähiger, da kann ich mich einigen Antworten nur anschliessen.

nette Grüsse sendet - Bibi -

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Nachtrag -

sicherlich liegt es auch an den Fotografen und an der Umgebung - alles wird ins rechte Licht gerückt -

wenn ich mir vorstelle, wir lassen uns im Garten oder am Strand fotografieren - ich denke, das sagt alles - aber eben genau das ist die PSO !

Und ich meine nur die betroffenen Stellen, ohne sich ins rechte Licht zu rücken - Bauch einziehen usw.

nette Grüsse sendet - Bibi -

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schmusetiger

Ja Bibi, genau das meine ich :)

Naja... mich hat das jetzt irgendwie dazu hingezogen einfach mal hier in der galerie 3 schnappschüsse zu hinterlassen - das ist denk ich eher die traurige wahrheit der schuppenflechte, aber vielleicht ermutigt es ja jemanden, der vielleicht nur kleinere stellen hat ...

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Hallo, Schmusetiger!

Ermutigen tut es nicht gerade - es gibt mir nur zu denken, ob ich wirklich Grund habe, mich im Moment mies zu fühlen.

Liebe Grüße

Beate

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  • 2 months later...

Ist diese Ausstellung wirklich eine Möglichkeit, über Psoriasis aufzuklären und beispielhaft Mut zu machen? Oder handelt es sich um eine weitere Idee der Pharmaindustrie, wie sie versteckt für ihre Produkte werben kann?

Die Fotos sollen zeigen, so der Aussteller, dass es Menschen gibt, die sich von ihrer äußerlich sichtbare Hautkrankheit nicht beherrschen und ihr Leben nicht vorschreiben lassen. Die gezeigten Beispiele sollen anderen Mut machen. Das klingt seriös. Es wäre toll, wenn wir Betroffenen davon lernen könnten. Aber auf den Fotos, die ich gesehen habe, ist niemanden mit einer wirklich starken, "abstoßend" wirkenden Psoriasis zu sehen. Es sind doch gerade diejenigen, die mit sichtbaren Stellen durchs Leben laufen, die eine Ermutigung brauchen. Wenn man meine Psoriasis nicht mehr sieht, dann beherrscht sie auch nicht mehr mein Leben.

Wie ist dieser Widerspruch zu klären? Der Grund ist ganz einfach! Gezeigt werden Psoriatiker, die erfolgreich mit Biologika behandelt wurden. In den Antworten der Fotografierten findet sich genau die Werbebotschaft wieder, die wir seit 2004 von Herstellern immer wieder hören. Es ist die gleiche Aussage, die sie seitdem in ganzseitigen Anzeigen in Patientenzeitschriften propagieren: "Weil ich das 'richtige' Medikament nehme, kann ich unbeschwert so leben, wie ich will. Endlich gibt es Hilfe!"

Diese Botschaft ist aber problematisch: Es gibt viele, bisher therapieresistente Psoriatiker, denen ist durch neu entwickelte Medikamente geholfen worden. Für die ist es ein Segen, dass es diese neuen Präparate gibt. Aber es gab schon immer eine nicht unerhebliche Zahl von Patienten, bei denen diese Medikamente nicht anschlagen. Gerade in den letzten Monaten hat man immer mehr von Fällen gehört, bei denen schwere Nebenwirkungen bzw. Verschlechterungen auftraten, von den Todesfällen ganz zu schweigen. Eines dieser, bisher massiv beworbenen Medikamente wird seit einigen Wochen nicht mehr verschrieben (Raptiva). Niemand weiß wirklich, welche langfristigen Folgen diese Medikamente haben, die so massiv in das Immunsystem eingreifen. Das sind stark wirkende Medikamente für sehr schwere Fälle. Wer mit welchem Risiko diese Medikamente nehmen soll, kann allein ein Arzt entscheiden. Es kann nicht sein, dass Patienten genauso umworben werden, als wenn sie ihren Handy-Anbieter wechseln sollen!

Die Fotos wurden im Auftrag der Pharmafirma Wyeth vom "Star-Fotografen" Ralf Tooten gemacht. Sie haben eben nicht den Zweck, aufzuklären und Mut zu machen, sondern Versprechungen und Hoffnungen zu verbreiten. Die Patienten sollen auf die Medikamentengruppe der Biologika gelenkt werden. Aber es geht nicht allein um die Patienten, die ihren Arzt drängen sollen, Biologika zu verschreiben. Es geht auch um die Krankenkassen und die medizinische Öffentlichkeit. Allgemein soll die Bereitschaft gesteigert werden, für Psoriatiker mehr hochpreisige Medikamente zu bezahlen.

Das ist aus meiner Sicht das Kritische an einer an sich wünschenswerten Fotoausstellung über Hautkranke.

Es gehört zunehmend zur Werbe-Strategie von Pharmafirmen, indirekt für rezeptpflichtige Medikamente bei Patienten zu werben, indem ihnen versprochen wird, dass sie wieder normal leben können, wenn sie sich (beim Arzt) um ein Medikament ihres Hauses bemühen. Auch diese Ausstellung ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Pharmafirma ihre Werbemittel interessengeleitet anlegt - unter dem Deckmantel, die Öffentlichkeit seriös aufklären zu wollen.

Genauso sehen es die Macher von "Gute Pillen - Schlechte Pillen": http://www.gutepillen-schlechtepillen.de/fileadmin/pdf/GPSP_3-2009_Psoriasis.pdf und von "Science Blogs": http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2009/06/kunst-als-verdeckte-werbung.php

Gruß Rolf

Edited by Rolf
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  • 2 weeks later...
Ist diese Ausstellung wirklich eine Möglichkeit, über Psoriasis aufzuklären und beispielhaft Mut zu machen? Oder handelt es sich um eine weitere Idee der Pharmaindustrie, wie sie versteckt für ihre Produkte werben kann?

Die Fotos sollen zeigen, so der Aussteller, dass es Menschen gibt, die sich von ihrer äußerlich sichtbare Hautkrankheit nicht beherrschen und ihr Leben nicht vorschreiben lassen. Die gezeigten Beispiele sollen anderen Mut machen. Das klingt seriös. Es wäre toll, wenn wir Betroffenen davon lernen könnten. Aber auf den Fotos, die ich gesehen habe, ist niemanden mit einer wirklich starken, "abstoßend" wirkenden Psoriasis zu sehen. Es sind doch gerade diejenigen, die mit sichtbaren Stellen durchs Leben laufen, die eine Ermutigung brauchen. Wenn man meine Psoriasis nicht mehr sieht, dann beherrscht sie auch nicht mehr mein Leben.

Wie ist dieser Widerspruch zu klären? Der Grund ist ganz einfach! Gezeigt werden Psoriatiker, die erfolgreich mit Biologika behandelt wurden. In den Antworten der Fotografierten findet sich genau die Werbebotschaft wieder, die wir seit 2004 von Herstellern immer wieder hören. Es ist die gleiche Aussage, die sie seitdem in ganzseitigen Anzeigen in Patientenzeitschriften propagieren: "Weil ich das 'richtige' Medikament nehme, kann ich unbeschwert so leben, wie ich will. Endlich gibt es Hilfe!"

Diese Botschaft ist aber problematisch: Es gibt viele, bisher therapieresistente Psoriatiker, denen ist durch neu entwickelte Medikamente geholfen worden. Für die ist es ein Segen, dass es diese neuen Präparate gibt. Aber es gab schon immer eine nicht unerhebliche Zahl von Patienten, bei denen diese Medikamente nicht anschlagen. Gerade in den letzten Monaten hat man immer mehr von Fällen gehört, bei denen schwere Nebenwirkungen bzw. Verschlechterungen auftraten, von den Todesfällen ganz zu schweigen. Eines dieser, bisher massiv beworbenen Medikamente wird seit einigen Wochen nicht mehr verschrieben (Raptiva). Niemand weiß wirklich, welche langfristigen Folgen diese Medikamente haben, die so massiv in das Immunsystem eingreifen. Das sind stark wirkende Medikamente für sehr schwere Fälle. Wer mit welchem Risiko diese Medikamente nehmen soll, kann allein ein Arzt entscheiden. Es kann nicht sein, dass Patienten genauso umworben werden, als wenn sie ihren Handy-Anbieter wechseln sollen!

Die Fotos wurden im Auftrag der Pharmafirma Wyeth vom "Star-Fotografen" Ralf Tooten gemacht. Sie haben eben nicht den Zweck, aufzuklären und Mut zu machen, sondern Versprechungen und Hoffnungen zu verbreiten. Die Patienten sollen auf die Medikamentengruppe der Biologika gelenkt werden. Aber es geht nicht allein um die Patienten, die ihren Arzt drängen sollen, Biologika zu verschreiben. Es geht auch um die Krankenkassen und die medizinische Öffentlichkeit. Allgemein soll die Bereitschaft gesteigert werden, für Psoriatiker mehr hochpreisige Medikamente zu bezahlen.

Das ist aus meiner Sicht das Kritische an einer an sich wünschenswerten Fotoausstellung über Hautkranke.

Es gehört zunehmend zur Werbe-Strategie von Pharmafirmen, indirekt für rezeptpflichtige Medikamente bei Patienten zu werben, indem ihnen versprochen wird, dass sie wieder normal leben können, wenn sie sich (beim Arzt) um ein Medikament ihres Hauses bemühen. Auch diese Ausstellung ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Pharmafirma ihre Werbemittel interessengeleitet anlegt - unter dem Deckmantel, die Öffentlichkeit seriös aufklären zu wollen.

Genauso sehen es die Macher von "Gute Pillen - Schlechte Pillen": http://www.gutepillen-schlechtepillen.de/fileadmin/pdf/GPSP_3-2009_Psoriasis.pdf und von "Science Blogs": http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2009/06/kunst-als-verdeckte-werbung.php

Gruß Rolf

Dem kann ich nur zustimmen! Die ganze Sache ist eine reine PR-Maßnahme und dient letztendlich nur den Pharmakonzern Wyeth mehr auf seine Produkte aufmerksam zu machen. Die Intention ist doch wirklich zu simpel.

"Nimm biologics, am besten Enbrel und du kannst ebenfalls so aussehen!"

Wenn der Konzern wirklich was bewegen wollte, würde er die Preisschraube senken. Um es nochmal deutlich zu sagen:

Es handelt sich hier um einen Pharmakonzern der Geld verdienen will!

Scheinheilige Kampagne!!!

Pedro

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