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Einmal Pso immer Pso???


sabs
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Hallo Ihr,

also wo vor ca. einem halben Jahr bei meinem Sohn (8 Jahre) Schuppenflechte festgestellt wurde sagte mir der Arzt das die Pubertät die Wende sein wird. Entweder es geht weg oder es wird noch schlimmer.

Aber kann ich von einer Heilung nicht mehr ausgehen? Da ich mich bei dem Thema leider noch nicht wirklich auskenne lese ich mir überall durch und hier fällt mir auf das es immer nur Beschwerdefrei heißt.

Und noch eine Frage. Es heißt immer das ist vererblich. Aber bei uns in der Familie ist wirklich keiner. Ich bin ganz fest davon überzeugt das es bei Ihm nur rein psychisch ist. Kann das sein?

Danke.

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Hallo Ihr,

also wo vor ca. einem halben Jahr bei meinem Sohn (8 Jahre) Schuppenflechte festgestellt wurde sagte mir der Arzt das die Pubertät die Wende sein wird. Entweder es geht weg oder es wird noch schlimmer.

Aber kann ich von einer Heilung nicht mehr ausgehen? Da ich mich bei dem Thema leider noch nicht wirklich auskenne lese ich mir überall durch und hier fällt mir auf das es immer nur Beschwerdefrei heißt.

Und noch eine Frage. Es heißt immer das ist vererblich. Aber bei uns in der Familie ist wirklich keiner. Ich bin ganz fest davon überzeugt das es bei Ihm nur rein psychisch ist. Kann das sein?

Danke.

Hallo sabs,

der Auslöser kann die Psyche sein.

Die Gene hat Bastian mitbekommen.

Bei mir habe ich lange gesucht in der Familie und bin fündig geworden. Allergie, Neuro, Pso Colitis alles verstreut.

Nen netten Gruß

Margitta

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KeinePanik
Hallo Ihr,

also wo vor ca. einem halben Jahr bei meinem Sohn (8 Jahre) Schuppenflechte festgestellt wurde sagte mir der Arzt das die Pubertät die Wende sein wird. Entweder es geht weg oder es wird noch schlimmer.

Aber kann ich von einer Heilung nicht mehr ausgehen? Da ich mich bei dem Thema leider noch nicht wirklich auskenne lese ich mir überall durch und hier fällt mir auf das es immer nur Beschwerdefrei heißt.

Und noch eine Frage. Es heißt immer das ist vererblich. Aber bei uns in der Familie ist wirklich keiner. Ich bin ganz fest davon überzeugt das es bei Ihm nur rein psychisch ist. Kann das sein?

Danke.

"Rein psychisch" - Nein. Aber es wird bestimmt Leute geben, die auch daran glauben.

"Einmal Pso immer Pso" - muss nicht sein. Die Chancen stehen aber nicht schlecht.

Pso ist vererblich. Da die genetische Ursache aber bisher noch nicht eindeutig geklärt ist, kann auch keiner genau erklären, wer wann betroffen ist. Erbliche Erscheinungen können durchaus Generationen überspringen.

Ich frage mich, was im Umfeld eures Kindes los ist, so daß du "überzeugt" bist, dass im Alter von 8 Jahren die Psoriasis schon aus "rein psychischen" Gründen ausbricht.

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Die PSO ist eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass der Körper eigenes Gewebe, also in diesem Fall die eigenen Hautzellen, manchmal auch die Gelnke angreift. Dieser Autoimmunprozess wird durch viele innere und äußere Einflüsse verstärkt oder geschwächt.

Dazu gehört auch seelisches leiden und der damit verbundene Stress. Auch körperliche Faktoren wie z. B. Infektionen können sich negativ uswirken.

Der Autoimmunprozess ist nicht mehr zu stoppen. Dennoch besteht in der Tat die Chance, dass es zu Verschlechterungen oder ebenso zu Verbesserungen des Zustandes kommen kann. Im besten Fall findet der Autoimmunprozess nur noch latent (= im Verborgenen, also ohne erkennbare Symptomne) statt. Das mag dann wie eine Heilung erscheinen und dieser dann letztlich im Ergebnis gleich kommen.

Auch wenn das eine unbefriedigende Antwort ist, kann man sagen, dass Verschlechterungen aber auch Besserungen möglich sind - und das nicht nur in der Pubertät!

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Guten Morgen,

die Pso wird er vermutlich sein Leben lang haben (chronisch).

Allerdings ab und zu (hoffe doch öfter) erscheinngsfrei. Wobei wir bei der Definition von "erscheinungsfrei" sind. ;-)

Viele reden von erscheinungsfrei. Aber was ist das? gar nix mehr sichtbar? rote Flecken?

Ist vllt. auch mal interesant zu wissen, was der einzelne darunter versteht.

Gruß

Marco

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Guest Dame Edna

Hallo Sabs,

ich hatte als ich so 16-17 Jahre alt war einen roten Haarkranz, damals ziemlich heftig. Der wurde auf Pso behandelt und ging weg.

Bis ich 45 war, hatte ich eine kleine Stellen am Ellenbogen und einzige Stelle am Schienbein, die ich zig und zig Ärzten gezeigt habe. Die Diagnosen gingen von Ekzem, Stress, Psyche - "geht irgendwann von selber weg", keiner ist auf PSO gekommen. Dann 2003/2004 brach Pso richtig heftig aus. Hautklinik vor 5 Jahren und seitdem habe ich, bis auf kleine Stellen am Ellenbogen, nichts mehr.

Bei meinem Bruder war es ähnlich. Da fing PSO mit 58 Jahren an. Vorher ist bei ihm nie etwas in Erscheinung getreten.

Will sagen: Pso hat 1000 Gesichter. Das es bei Deinem Sohn rein psychisch ist, halte auch ich für unwahrscheinlich.

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Einmal Pso immer Pso???

Es wurde ja schon beantwortet, aber von mir auch nochmal: Grundsätzlich ja (Psoriasis ist nicht heilbar), aber das heisst nicht, daß man nicht lange Zeit erscheinungsfrei sein kann.

Gruß,

Marko

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Hi -

ich verstehe unsere Krankheit, die Psoriasis, so, wie im Beitrag Nr. 4 von Kuno nochmals anschaulich erklärt wird !

Zusätzlich wird es in WIKIPEDIA so beschrieben:

**Autoimmunerkrankung -

Autoimmunerkrankung ist in der Medizin ein Überbegriff für Krankheiten, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe ist. Irrtümlicherweise erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als zu bekämpfenden Fremdkörper. Dadurch kommt es zu schweren Entzündungsreaktionen, die zu Schäden an den betroffenen Organen führen......**

Moin, moin - vira. ;)

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Hallo sabs,

an den vorhergehenden Antworten kannst du ja schon lesen, dass es bei jedem anders ist.

Ich habe vor gaaaanz langer Zeit (30 Jahre) in einem Buch gelesen, dass die Zeiten der Erscheinungsfreiheit (ich verstehe darunter, keine Hautstellen mit Pso) zwischen 9 Monaten und 45 Jahren liegen.

Und die obigen Beiträge zeigen das.

Also nur die Psyche ist es nicht. sie kann dabei mitwirken.

Hormonschwankungen sind sicher auch ein Auslöser.

Neee, ganz los wird dein Sohn sie nicht, aber er kann sich damit arrangieren.

Und ein bissel optimistisch soll man immer sein.

Wenn man Kindern gute Informationen zu ihren Krankheiten gibt, sie nicht beschwindelt, kommen sie besser damit klar, als wir denken.

Du musst deinem Sohn nicht die allerschlimmsten Auswirkungen wie Pso am ganzen Körper zeigen. Aber ihn drauf vorbereiten, dass er damit leben muss.

Evtl. wäre es eine Möglichkeit, dich psychologisch beraten zu lassen, wie du und dein Sohn damit umgehen könnt.

Aber nicht zuviel Aufwand, manchmal kann man es in dieser Richtung auch übertrieben und erreicht das Gegenteil.:smile-alt:

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Hallo Ihr Lieben,

danke für eure hilfreichen Infos. Jetzt wollt ich nur mal schnell einige Fragen von euch beantworten.

Also,

ich glaub schon das ich unserem Sohn gut erklärt hab was es mit der Pso auf sich hat (natürlich nicht auf die harte Tour sondern ein bißchen Kind gerecht). Ich glaub er hat es auch gut verstanden.

Ein kurzes Beispiel dafür. Also wir waren am Dienstag bei einem Schnupperkurs vom Tennisverein. Als er dann ohne T-shirt gespielt hat ist eine besorgte Mutter zu Ihm gekommen und hat gefragt ob er Schafblatern (Windpocken) hat. Bastian hat Ihr dann erklärt das er Schuppenflechte hat. Sie wollte dann das er sich sein T-shirt wieder anzieht. Und er hat ihr dann erklärt das er das nicht macht weil Sonne seiner Haut gut tut er darf nur keinen Sonnenbrand bekommen (hat ich jedenfalls so gelesen). Und das es für die anderen Kinder nicht ansteckend ist.

Also ich glaub das klappt ganz gut.

Nun zu dem Thema warum ich mir sicher bin das es nur psychisch ist.

Also, kurz: Früher hat Bastian´s Opa unter uns gewohnt. Seit letzten Sommer wohn jetzt meine Schwester drunter, weil Papa ihr die Wohnung überlassen hat damit er zu seiner neuen Freundin ziehen kann.

Auf jeden Fall seit sie da wohnen ging es los. Bastian kommt mit Ihr auch überhaupt nicht mehr klar dabei hat er sie früher so gern gehabt. Und seine Cousin auch, weil mit dem ist es das gleiche.

Mir hat eine Psychologin erklärt das Bastian der Meinung ist wenn sie nicht hergekommen wären dann wär sein Opa noch da (sein Opa ist sein ein und alles). Also sie haben ihn vertrieben.

Und egal wie oft wir es ihm erklären er will es nicht glauben.

So ich hoff ihr habt ein bißchen verstanden.

Alles Liebe, Sabs

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Na das liest sich gut, die Reaktion deines Sohnes.

Mmmh, und das mit der Schwester und dem Wohnungstausch.

Da sollte vllt. der Opa noch mal mit seinem Enkel sprechen.

Kannst du das deinem Papa vermitteln?

So ein Gespräch in einer guten Stunde?

Da verrennen sich Kinder öfter in solchen Gedanken und es ist schwer, sie wieder davon abzubringen.

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Die Schuppe

Hallo Sabs,

ich habe meine Pso seit ich abgestillt habe, da war ich 36 Jahre. Bis dahin nie was gehabt! Und dann, ganz plötzlich ganz heftig ganzkörper ausgebrochen. Seit dem nicht mehr frei davon gewesen.

Bei mir habe ich auch keinen einzigen in der Familie gefunden der das jemals gehabt hätte. Ich habe wirklich gründlich recherchiert und zum Teil relativ entfernte Verwandte angerufen und nachgefragt. Alle behaupten in beiden Familien (mutter- und vaterseits) hätte es niemals ein Psoriasis Fall gegeben.

Das ändert aber nichts an meiner Krankheit und an ihre Unheilbarkeit.

Ich wünsche dir und deinem Sohn einen gesunden Umgang mit der Pso und einen guten Hautarzt!

Die Schuppe.

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  • 2 weeks later...

Hallo Sabs,

möchte nur noch zum Thema Vererbung etwas Kund tun:

Ich habe die Pso auch erst mit 35 in der Schwangerschaft bekommen. Keiner in meiner Familie ist der Meinung, dass Vorfahren Pso hatten etc.

Fakt ist, dass man diesen genetischen "Defekt" in sich tragen kann, ohne das die Pso ausbricht, dazu braucht es bei manchen - wie bei mir z. B. die Schwangerschaft als eine homonelle Umstellung des Körpers - ein auslösendes Moment. Dies kann durchaus auch Trauer oder andere Ereignisse, bestimmte Medikamente oder Infekte und und und sein.

Genauso ist es allerdings möglich, dass man diese Veranlagung vererbt, ohne jemals selbst an Pso erkrankt zu sein.

Habe selbst eine 8jährige Tochter, leider hat sie Pso ab und an auf dem Kopf und kratzt sich dann ganz fürchterlich. Ich kann Dich daher gut verstehen und auch, dass Du Dir Sorgen machst.Kürzlich sagte Sie zu mir "Mama Du bist trotzdem schön, die roten Flecken ändern da nichts dran, ich mag die Farbe rot." Das war schon anrührend.

Habe auch die Erfahrung gemacht, dass Kinder damit besser umgehen können, als wir es zuvor glauben.

Ich wünsche Euch alles Gute.

Viele Grüße

lynixi

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