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Bellis

periorale Dermatitis/ HILFE! nichts hilft!

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Bellis

...aufgrund der Psoriasis im Gesicht und der damit verbundenen Behandlung (Cortison, ausschleichend) hat sich vor vier Wochen eine periorale Dermatitis entwickelt, die mittlerweile große Bereiche des Gesichtes betrifft und mir dauerhaft Schmerzen verursacht. Die Hautärztin hat mir vor 2 Wochen relativ kommentarlos (ich war grad mal fünf Minuten mit ihr in einem Raum) Elidel und Rosiced verschrieben, was ich abwechselnd nutzen sollte....gebracht hat es leider überhaupt nichts, ganz im Gegenteil....jetzt wo die Haut anscheinend noch so superentzündet ist, kann ich da nichts mehr auftragen...beide Cremes brennen wie Hölle....
Nun hat mich der Hausarzt, nachdem er mit großem Mitleid mein geschundenes Gesicht betrachtete, vorerst für 2 Wochen krank geschrieben, mir empfohlen zusätzlich Selen und Zink einzunehmen und erstmal gar nichts mit dem Gesicht anzustellen...weder Medikamente, noch irgendeine Pflege. ...nur Ruhe, Ruhe, Ruhe (bei mir auf der Arbeit herrscht extremer Streß und keiner nimmt mich da mit meinen Schmerzen und dem sich-entstellt-fühlen wahr oder ernst) Es wird jetzt noch überprüft, ob ich einen Hefepilz im Darm habe. Habe im Netz jetzt nachgelesen, dass diese "Nulldiät" tatsächlich helfen soll....gibt es hier irgendwen, der Erfahrung damit hat? Sprich Psoriasis im Gesicht und dann schwupps....periorale Dermatitis...???? Bin über jeden Tipp oder ein wenig Mutmachen dankbar.....denn nach all' den Wochen bin ich wirklich fertig mit den Nerven!!!

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Bibi

hallo und guten Abend, Bellis -

ich kann dir leider nicht helfen, da ich diese Diagnosen nie hatte von meinen beiden Dermatologen in den seit über 30 Jahren -

Mut mache ich dir trotzdem, dieses Forum ist sehr informativ und hilfreich. Suche dich mal im Forum durch und benutze die Suchefunktion - dort liest du sicherlich auch viel, dass man von einigen Ärtzen schnell 'abgewimmelt' wird. Das sollte nicht sein, setze dich durch - mache dir z.B. einen Zettel mit Fragen, die er dann beantwoten muss. Und gehe erst aus der Praxis, bis du alles verstanden hast und dein Zettel 'abgearbeitet' wurde.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es einigen Mut erfordert - aber es ist für DICH wichtig !!

Hoffentlich konnte ich dir ein bisschen Mut machen, aufgeben gilt nicht :daumenhoch: und ich hoffe, dass sich noch einige User hier melden, die deine Diagnose bekommen haben und dir mit Rat zur Seite stehen -

nette Grüsse sendet - Bibi -

Edited by Bibi

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Bellis

für alle, die vielleicht auch einmal mit einer perioralen dermatitis nach cortison im gesicht zu tun haben (und im moment bin ich soweit, dass ich meine pso NIE WIEDER mit cortisonhaltigen produkten im gesicht behandeln würde)...ich gehe seit einer woche so vor:

jeden tag: 1 eßlöffel leinöl und zusätzlich selen und zink in tablettenform (gibt es mit ähnlichen dosierungen in drogerien, muss man nicht in der apotheke kaufen)

gesicht nur noch mit thermalwasser waschen und immer, wenn man dran denkt mal damit einsprühen

zum rausgehen, weil es grad so bitterkalt ist hier im norden: eine haselnußgroße portion weleda wundschutzcreme ins gesicht....

und tatsächlich ruhe, ruhe, ruhe....

und sonst nichts.

es wird langsam besser, die entzündungen gehen zurück und die stellen sehen flacher aus und seit zwei tagen schlafe ich wieder durch und ohne ibuprofen einzuschmeissen.

und @bibi vielen lieben dank für die anteilnahme, das hilft manchmal fast genauso gut wie thermalwasser :-)

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Nads

Guten Abend -

ich habe im Moment verdammt viel Stress, schulisch bedingt und auch sonst läuft im Moment alles nicht nach meinen Plänen.

Ich hätte es nicht gedacht, dass mir das alles derartig zusetzt, aber auch jetzt will meine Haut mir wieder einmal beweisen, dass ich kürzer treten soll.

So - und jetzt habe ich ein ähnliches Problem.

Ich habe zwar nie Cortison benutzt, aber pflege meine Haut noch mit diversen Cremes...unter anderem Protopic und eben Pflege, auch wenn ich im Gesicht erscheinungsfrei bin. Vor einigen Tagen fing es dann an, dass die Haut um den Mund verdammt trocken wurde, spannte - und ich natürlich doppelt am eincremen.

Tja - dann nach ein paar Tagen mal im Internet geguckt, was es sein könnte und auf periorale Dermatitis gestoßen.

Alles passt. Und sofort aufgehört mit allem drum und dran, was für mich eine harte Probe ist, ich muss mich richtig zurückhalten nicht einzucremen, es tut richtig weh.

Ich war auch noch nicht beim Arzt, aber ich bin mir verdammt sicher - ärgere mich grün und blau.

Ich war im November in Kur, seit dem gehts mir blendend (vorher war es mit meiner Schuppenflechte ganz schlimm, eigentlich komplett "befallen" mit Gesicht und allem, was dazu gehört - hat mich sehr belastet.) Und ich merke jetzt, dass es sofort wieder anfängt mit dem ganzen Gedöns "oh nein - wer sieht das, was denken die Leute.." und so ein Quatsch.

Ich dachte, davon wäre ich weg - nix da.

Jedenfalls habe ich keine Ahung, was ich genau machen soll - ich versuche es eben mit "nichts" - soll ja helfen - aber als ich gesehen habe, dass es 4-6 Wochen dauert, hat es mich richtig geschüttelt. Ich habe da keine Kraft mehr zu.

Ich glaube der Stress ist das Problem - wenn man es einfach nicht soweit kommen lassen würde. Man muss früh erkennen, was stresst und dagegen vorgehen. Nur mein Problem ist es, dass ich es immer zu spät erkenne. Wenn mein Körper quasi schon schreit. Ja, dann fällt mir immer auf, na klar - das war zu viel.

Ach ich weiß auch nicht -

Ich glaube ich gehe erstmal zum Hautarzt und lass mir das bestätigen - sicher ist sicher.

Trotzdem bin ich ziemlich ratlos - immer dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

Zinksalbe könnte ich nehmen?

Also die hätte ich parat, trau mich aber nicht so wirklich, ich will es ja nicht schlimmer machen -

Liebe Grüße

Nadja

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Naddl

Ich habe vom Arzt bestimmte Salben bekommen, schon am nächsten Tag zeigte sich überraschenderweise Wirkung, krankgeschrieben wurde ich trotzdem weil ich jeden Morgen weinend vor dem Spiegel stand weil es einfach schrecklich aussah.

Es kommt bei mir immer mal wieder, immoment aber nur an den Augen.

Ich drück euch die Daumen das es schnell verschwindet

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Kringelblümchen

Hallo liebe Leidensgenossen, ich hatte letztes Jahr richtig schlimmen Kortisonentzug im Gesicht, nach (zugegeben dämlicher) Anwendung von Kortisonsalbe im Gesicht wegen perioraler Dermatitis.. ich hätte es besser wissen müssen! Stirn, Augen, Bereiche um die Nase und den Mund waren komplett entzündet, mit Pusteln, entsetzlichem Jucken bzw. Brennen und Schmerz. Am Ende konnte ich nachts nicht mehr schlafen, und das im Urlaub in den USA... also zum Arzt. Die hat mir empfohlen, kalte Schwarzteekompressen zur Linderung zu machen. Die Gerbsäure im Tee zieht die Entzündung etwas raus, die Pusteln trocknen aus. Dazu schwarzen Tee mindestens 10 Minuten ziehen lassen, abkühlen lassen, Läppchen damit tränken und mit Kühlpacks kühlen. Hilft wirklich, allerdings, wenn die Haut dann schön trocken ist, spannt sie natürlich und pellt sich sehr. Aber das gehört zum Heilungsprozess. Im Urlaub hab ich das Problem vertagt und wieder Kortison bekommen, Tabletten und Creme, wieder zuhause dann mit meiner Hautärztin zusammen Kortison komplett abgesetzt, weiter Schwarzteekompressen, dazu eine leichte antibiotische angemischte Creme und Skid Tabletten (Antibiotikum gegen Akne). Eine Woche war es ganz schlimm, dann wurde es besser und ich glaube, so nach 2-3 Wochen war es komplett abgeheilt. Ein Jahr hatte ich Ruhe, jetzt ist die periorale Dermatitis wieder zurückgekehrt. Bin nicht sicher, warum, aber die PSO ist gerade sehr aktiv, der ganze Körper ist mit kleinen Stellen übersät, der Kopf sowieso komplett... da hilft's nix, ich muss schmieren. Habe Daivobet Gel, welches ich aber NICHT ins Gesicht schmiere. Könnte es trotzdem davon kommen, hat da jemand 'ne Ahnung? Ich mach im Gesicht weiter Teekompressen (ist auch schon schön trocken und juckt nicht mehr), keinerlei Cremes ("Nulldiät") und nehme noch Zink und jetzt, ganz neu, trinke ich Cystustee, der soll ja Wunder wirken, sagt das Internet. So schmeckt er auch. ;) Weitere Tips und Erfahrungen werden mit Interesse gelesen!

Ich wünsche allen gute Besserung und wenig Weihnachtsstress!

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Kringelblümchen

Nachtrag - wer lesen kann, ist klar im Vorteil :P Die Packungsbeilage sagt, dass "bei Langzeitanwendung" (was bei mir allerdings noch nicht -wieder- der Fall war) Periorale Dermatitis eine "weniger schwerwiegende Nebenwirkung" bei Anwendung von Betamethason ist. Nuja. Meine ist jetzt auf dem Rückzug, nur noch bisschen rot, ab und zu etwas juckig, aber nicht weiter dramatisch. Gecremt wird mein Gesicht weiter gar nicht. Findet es morgens zwar doof, aber man gewöhnt sich dran. Übrigens habe ich wirklich das Gefühl, dass der Cystustee hilft - vielleicht ist es aber auch nur die Flüssigkeitsaufnahme von etwa 2-3 Litern am Tag?!

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    • Endlichgeheilt
      By Endlichgeheilt
      Hallo Zusammen,
       ich litt viele Jahre unter Afterjucken ohne sichtbare Rötung, welches abends immer sehr stark wurde, und ich mich im Schlaf dann immer wieder gekratzt haben muss. Der Proktologe behandelte dies immer wieder mit weicher Zinkpaste, und bei Juck-Schüben mit selbst angemischtem Hydrocortison + Basiscreme oder + weicher Zinkpaste, bis dies einfach nicht mehr half. Durch das jahrelange nächtliche willenlose Kratzen im Schlaf kam dann irgendwann doch eine sichbare Rötung dazu, die immer stärker und größer wurde.
       Ich hatte dann anschließend die letzten fünf Monate ein stark gerötetes und brennenden sowie juckendes Ekzem am Hintern. Besser gesagt vier Ekzeme, nämlich je Seite zwei gerötete mindestens daumengroße Stellen, und zwar nicht direkt an der Afteröffnung, sondern eher drumherum, sowie um das Steißbeim herum.
      Da mir diverse Ärzte - Dermatologen, Proktologen, darunter mindestens zwei Professoren – nicht helfen konnten, und ich mich am Ende selbst geheilt habe, möchte ich anderen ratlosen Menschen helfen, die vielleicht das gleiche Problem haben wie ich, und dem Universum so für meine Heilung danken.
       Alle Ärzte haben mir, ohne eine Diagnose zu stellen bzw. zu bestätigen, ständig nur neue Salben, Cremes und Pasten mit und ohne Cortison verschrieben, wobei diese immer nur ein paar Tage und auch nur sehr wenig hinsichtlich der Rötung geholfen haben. Teils dachten Ärzte auch an Schuppenflechte, eine Biopsie wurde jedoch nie gemacht, sondern nur fleißig weiter die Symptome behandelt, und nicht die Ursache, da es ja ohnehin keine Heilung für bspw. Schuppenflechte gibt.
      Starke Cortisone (Betamethason, Triancinolonacetat) haben gut geholfen, wobei nach ein paar Tagen, manchmal auch Wochen eine ganz leichte Rötung wieder da war, auch wenn der Juckreiz weg war.
       Irgendwann habe ich dann in meiner Hinflosigkeit selbst gegooglet und bin auf die Stewardess-Krankheit gestoßen, die eigentlich periorale Dermatitis heißt und in Kurzform bedeutet, dass die Haut einfach keine Lust mehr auf den ganzen Schmierkram (Cortison, Cremes und Salben mit diversen Wirkstoffen) hat, und deshalb in Form von Rötung, Juckreiz und Wundgefühl protestiert.
       Da dies fürher bei Stewardessen der Fall war, die ihre stark durch Pflegeprodukte und Kosmetik beanspruchte Haut mit dem damals gerade frisch entdeckten Coastison aus USA behandelten, was das Hautbild erstmal verbesserte, aber dann zunehmend verschlechterte. Die Google-Bilder dieser Krankheut und die Beschreibung des Verlaufes erinnerten mich an meine Krankengeschichte und mein Krankenbild.
       Ich ließ also wirklich ALLES weg, und siehe da, es wurde immer besser und nach ca 14 Tagen war der Ausschlag komplett verschwunden und der Juckreiz war weg. Mittlerweile ist das schon ca. einen Monat her, und ich bin ohne Symptome.
       Ich bin mittlerweile auch weiter, was die Ursache des jahrelangen Afterjuckens angeht, also wie mein Krankheitsverlauf angefangen hat…
      Was mir nicht klar war: Nahrungsmittel - bei mir Kichererbsen und Linsen – können auch ohne starken Durchfall und Allergiesymptome eine allergische Reaktion auslösen und mal kann dagegen eine Hautunverträglichkeit haben. Ich habe nämlich mal alles Essen weggelassen und nur Kartoffeln und Karotten und Thunfisch gegesen, und dann nach einer Woche immer mehr Sachen dazugenommen.
      Einmal habe ich dann Kichererbsen gegessen, was erstmal nur unangenehme Blähungen direkt 20 min nach den Essen mit sich brachte. Die Haut hat bei den Blähungen stark gebrannt, und nach dem Stuhlgang am nächsten Tage ist dann nahezu eine ganze Woche lang trotz Hydrocortison wieder ein starker Juckreiz dazugekommen.
       Was ich daher kritisiere an allen Ärzten:
      -       Wieso kam niemand auf die Idee, dass Nahrung trotz fehlender Allergiesymptome einen starken Juckrein (nur!) am Hintern auslösen kann.
      -       Wieso kam niemand auf die Idee, mal alles wegzulassen und den Hintern nur mit Wasser in Berührung kommen zu lassen, sonst keine Cremes, etc.
      Ich hoffe das hilft dem ein oder Anderen, ich selbst habe fast nciht mehr daran geglaubt jemals geheilt zu werden!
    • MrsJuliregen
      By MrsJuliregen
      Hallo zusammen,
      meine Gesichtshaut treibt mich momentan in den absoluten Wahnsinn!
      Sorry falls der Text was länger wird ... je mehr Infos, desto gezieltere Hilfe/Erfahrungswerte von euch *hoff*
      Ich leide unter Pso vulgaris, habe zuletzt immer phasenweise mit Daivobet gesalbt. Hatte allerdings im Gesicht keine Pso und konnte da immer eine ganz gewöhnliche Tagespflege von Nivea nehmen.
      Seit ca. 3 Monaten tue ich nichts gegen meine Pso. Nach und nach hat sich nun auch die Empfindlichkeit meiner Gesichtshaut verändert, obwohl ich dort NIE gesalbt habe.
      Meine Haut im Gesicht wurde so empfindlich, trocken und fleckig, dass ich in der Apotheke nach einer entsprechenden Gesichtspflege gefragt habe. Dort empfahl man mir eine Pflege von Roche Posay. Gesagt, gekauft. Die ersten Tage waren auch "ganz nett", schlussendlich habe ich aber das Gefühl, dass es nur noch schlimmer geworden ist.
      Letzte Woche habe ich meine Fumaderm-Therapie mit den Initial gestartet und wenn ich nun einen Flush im Gesicht kriege, meine ich mir Platz die Haut ab. Manchmal weiß ich auch gar nicht, ob es überhaupt ein Flush ist oder ob es einfach nur die extreme Gereiztheit und Trockenheit meiner Haut ist *grmpf*
      Gestern habe ich mir in der Apotheke eine Gesichtscreme mit Urea von Eucerin geholt, die ja auch therapiebegleitend bei Pso angewendet werden kann - zumindest lt. Packungsbeilage.
      Ich bin einfach extrem ungeduldig und gerade die extreme Fleckigkeit/Rötung meines Gesichts macht mir zu schaffen. Am Körper könnte ich ja gut damit leben, da liegt ja die Kleidung drüber - aber im Gesicht... kann ich eben nichts kaschieren. Und Make-Up mag ich wirklich nur im Notfall drauf klatschen, denn darüber freut sich meine Haut ja auch überhaupt nicht.
      Ich habe mein Gesicht heute schon 3x eingecremt, dennoch ist sie kurz darauf wieder trocken und ich hänge "in Fetzen".
      Hat jemand einen Tipp für mich? Was kann ich gegen die Rötung/Flecken tun? Welche Gesichtscremes benutzt ihr? Was hat euch geholfen? Hausmittelchen? Irgendwas, das die Haut beruhigt? Was ich ihr geben kann, damit sie wenigstens mal einen halben Tag mit entsprechender Feuchtigkeit versorgt ist?
      Für eure Antworten schon mal besten Dank!!!
    • rainy days
      By rainy days
      Hallo,
      ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, weil ich auf der Suche nach Menschen bin, die ein ähnliches Problem haben/hatten. Ich weiß nicht mal genau, ob mein Symptom typisch für Psoriaisis ist, aber ich will nichts unversucht lassen ... .
      Ich (30) habe seit ca. 5 Monaten ein extremes Problem mit meinen Lippen:
      In den vergangenen Wintermonaten (ab Oktober 2007) waren sie bereits etwas angriffen und trocken, was sich jedoch mit Pflegeprodukten relativ eindämmen ließ. (Ich muss erwähnen, dass ich vorher nie Probleme mit meinen Lippen hatte.)
      Im März bekam ich dann Pfeiferisches Drüsenfieber (was mittlerweile durch Bluttests nachgewiesen wurde), das ich mir auch tatsächlich von einem Erkrankten durch einen Kuss zuzog, der nach eigener Aussage auch schon ein Kribbeln in den Lippen bezüglich einer bevorstehenden Herpeserkrankung (die dann auch ausbrach) hatte. Da ich mein Freund schon öfter Herpes hatte und ich mich nie angesteckt habe, hatte ich diese Befürchtung auch diese Mal nicht.
      3 Tage nach der Ansteckung bekam ich extreme Grippesymptome und sowohl meine Oberlippe als auch die Unterlippe trockneten so stark ein, dass ich den Mund kaum noch bewegen konnte. (Vielleicht weil die Viren durch die bereits spröden Lippen sich hier festgefressen haben?) Mit eintrocknen meine ich, dass sie wirklich extrem an Substanz verloren hatten und tief eingedellt waren.
      Ich habe es dann zunächst mit Bepanthen versucht, nur noch mit Strohhalm getrunken und kein Wasser mehr an die Lippen gelassen. Nach einer Woche bin ich dann zum 1. Hautarzt, weil ich nur noch verzweifelt war: Es hatten sich dicke Schuppen (gelblich) auf den Lippen gebildet, die ich laut Anraten des Hautarztes mit Alfason Repair einschmieren sollte. Er schloss Herpes aus, meinte, dass die Sache nach 2 Wochen vorüber sei und gab mir einen Termin 4 Wochen später.
      Nach 2 Wochen war überhaupt nichts vorüber. Im Gegenteil: Die Schuppen waren dicker als je zuvor und ich traute mich nicht mal mehr vor die Haustür. Ich suchte einen 2 Hautarzt auf, der über die Medikation des ersten nur den Kopf schüttelte. Mir wurden die dicken abstehenden Schuppen von den Lippen abgeschnitten und ich bekam Fucidine und Fucicort verschrieben. Die Lippen reagierten darauf in dem Sinne, dass sich der Schälungsprozess verschnellerte und die Fetzen zwar dünner aber dafür täglich beim Einschmieren abgingen und die darunter liegende Haut immer knallrot war, spannte und super empfindlich beim Essen, Trinken etc. war. Die Ärztin meinte, ich müsse mich gedulden, d.h. die Haut müsse von unten heraus heilen.
      Die richtig dicken Schuppen (primär auf der Unterlippe und im mittleren Bereich der Oberlippe) lösten sich dann tatsächlich erst nach ca.6-8 Wochen aber die neue Haut sah und sieht immer noch sehr rot und gereizt aus.
      Der nächste Versuch (3. Ärztin) war eine Cortisonsalbe namens Delanol, die ich 3 Wochen lang benutzte. Die Lippenhaut sah während der Anwendung weniger rot aus, aber die schlimmen Stellen, die mit dicken Schuppen besetzt waren, schälten sich permanent weiter. Hinzu kam, dass die Salbe 2 Mal einen Hefepilzbefall förderte und ich dagegen dann auch noch Medikamente nehmen musste.
      Den bisher letzten Versuch habe ich vor 3 Wochen bei einer anderen Hautärztin gestartet. Sie verschrieb mir Protopic (0,03), das ich zwischendurch schon ein mal empfohlen bekam, es aber aufgrund der Nebenwirkungen nicht nahm. Vor 3 Wochen war es mir dann auf Deutsch gesagt wirklich sch… egal und ich habe die Salbe genommen. Im Laufe der ersten Woche setzte eine tatsächliche Verbesserung ein: die Rötung nahm ab, war irgendwann nur noch punktförmig und die Schuppung verlangsamte sich. Ich hatte tatsächlich die Hoffnung, dass es jetzt heilen würde, aber diese wurde mir in der vergangenen Woche auch wieder genommen: Die Haut an der Unterlippe schälte sich wieder komplett ab.
      Es ist wie ein Teufelskreislauf: Die Schuppen lösen sich irgendwann, es sieht 1-2 Tage okay aus, dann kann man die Haut tief eindellen und sie bildet sich nicht zurück und 2-3 Tage später wird auch diese Hautschicht wieder abgestoßen.
      Seit 5 Monaten nun schälen sich meine Lippen. Ich muss täglich mehrmals die abstehenden Fetzen mit einer Hautschere abschneiden und fühle mich auch in der Öffentlichkeit nicht mehr wohl. Wenn ich esse oder trinke, wird die absterbenden Haut weiß, es setzen sich Salbenreste überall ab und es sieht einfach unappetitlich aus. Subjektiv ist mein Leidensdruck auf einer Skala von 1-10 oft bei 9,9, weil ich kein normales Leben mehr führe. Ich bin von einem lebenslustigen Menschen zu einem kontaktscheuen Menschen mit Selbstmordgedanken „mutiert“. Ich gehe nicht mehr unbefangen auf Menschen zu und verstecke mich oft zu hause.
      Mein Vertrauen in Ärzte ist auch ziemlich erschüttert. Tja, man könnte sagen, dass ich ziemlich verzweifelt bin.
      Im Internet habe ich schon „Leidensgenossen“ entdeckt, deren Beiträge aber meist veraltet sind und ich sie daher nicht mehr kontaktieren kann.
      Kennt irgendjemand das von mir (vielleicht zu ausführlich) beschriebene Problem?
      Kann mir jemand einen Spezialisten empfehlen?
      Ich bin für alle Tipps dankbar!
      Rainy days
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