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Claudia BM

Hallo zusammen

ich habe Schuppenflechte seit Ende Febr. / Anfang März. Anfangs war es nur an den Fingerkuppen, hat zuerst gejuckt und anschließend ordentlich weh getan, weil sich die Haut dort verdickte. Es wanderte die Finger runter und hat sich nun komplett in meinem Handteller verteilt. Es juckt, schuppt und brennt.

Meine Hautärztin meinte zuerst es sei Neurodermitis mit einem Nagelekzem. Sie verschrieb mir Cremes, die wirklich furchtbar schmierig waren und ich somit überhaupt nicht mehr anfassen konnte. Ist auch ein wenig unpassend, wenn man von morgens bis abends auf der Tastatur tippt (bin Systemadministrator). Ein bischen Linderung hat es allerdings gebracht. Ein Nachteil jedoch, dass meine Hände sehr heiß wurden.

Weil das alles nichts half bin ich zur Heilpraktikerin gegangen und die hat mir Halica Salbe verschrieben. Funktionierte kurzfristig, doch dann schuppte sich die Haut jeden Morgen noch ein wenig heftiger.

Seit letzten Mittwoch hat sich meine Hautärztin darauf versteift, dass es Psoriasis ist und auch mein Hausarzt meinte, dass es nur das sein könnte. Sie hat mir jetzt Psorcutan für abends und ClobeGalenCreme für morgens aufgeschrieben. Doch bisher sehe ich jeden Morgen nur noch größere trockene Flächen. Meine Füße sind mittlerweile auch betroffen. Das ist u. a. sehr unangenehm, weil ich manchmal das Gefühl habe, ich hätte mir etwas eingetreten. Mein großer Zeh auf dem linken Fuß ist schon derart in Fetzen und sehr rot, dass ich kaum offene Schuhe trage. Ein wenig eitel ist man ja auch. Meine Fingernägel sind alle betroffen und ich trage sie mittlerweile extrem kurz weil sie so weich geworden sind.

Tja und hier meine Frage? Was kann man tun, damit man wenigstens auf die Schnelle eine Linderung erhält. Ich nutze wie bereits oben geschrieben für morgens und abends die Cremes, nehme des Weiteren Bepanthen Wund und Heilsalbe, eine Handcreme vom Toten Meer und eine von Eucerin. Meine Tuben stehen überall zur Verfügung, wenn das Jucken wieder los geht. Ich habe jetzt mal eine Gif-Datei beigesteuert, damit man sich ggf. ein Bild machen kann, wie es aussieht. Ist natürlich nur ein Ausschnitt. Da muss es doch irgend etwas geben, was wirklich hilft und sei es auch nur um meine Haut nicht so trocken aussehen zu lassen. post-30032-0-35395700-1340192510_thumb.gif

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Dr.Weyergraf

Liebe Claudia BM,

Der geschilderte und abgebildete Befund ist klinisch leider tatsächlich nicht spezifisch, so dass die Unsicherheit zwischen den Diagnosen Psoriasis und Neurodermitis nachvollziehbar ist. Bei der randbetonten Schuppung ist zusätzlich auch der Ausschluss einer Pilzerkrankung wichtig, besonders bei einseitigem Befall. Es empfiehlt sich, über eine Hautprobe der Daignose auf die Spur zu kommen, damit man dann eine entsprechende Therapieempfehlung aussprechen kann.

Sowohl für Handekzeme als auch für Psoriasis der Hände kann eine auf die Hände beschränkte UV-Therapie sinnvoll sein, die aber nicht überall verfügbar ist. Darüber hinaus bestehen Möglichkeiten der innerlichen Behandlung, z.B. für ein therapieresistentes Handekzem, das dafür aber gesichert sein muss. Ich halte daher eine weiterführende Diagnostik für den ersten Schritt, da eine fortgesetzte (Kortison-)Therapie die Diagnosestellung noch erschwert.

mit freundlichen Grüßen,

Dr. med. Ansgar J. Weyergraf

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    • psognom
      By psognom
      Hallo,
      schon lange wollte ich mich hier vorstellen ...
      Erst einmal allen herzlichen Dank, die hier mit vielen guten Ratschlägen u.ä. helfen !
      Mein Name ist Gerda, ich bin 67 Jahre alt und lebe in Potsdam.
      Nach Lungenentzündung, ACE-Hemmern und Borreliose bekam ich vor 4 Jahren PSO, später wurde beim Rheumatologen auch PSA (jetzt zum Stillstand gekommen) festgestellt.
      Zur Zeit habe ich Probleme mit Finger- und Fußnägeln und leider sehr stark eingerissene Fußsohlen.
      Ich hoffe weiter auf gute Tipps!
      Allen herzliche Grüße aus Potsdam
      psognom (Gerda)
      PS: Bin ich hier die Älteste ??? :-D
    • Dsiam
      By Dsiam
      Hallo zusammen,
       
      ich bin seit letzen Jahr in Behandlung aufgrund einer vermutlichen Psoriais arthritis an den Fingernägeln.
      Das ganze schauten sich schon mehrere Ärzte an. Es wurde bereits sowohl geröntgt, als auch eine MRT schon durchgeführt. Dennoch gibt es keine definitive Diagnose.
       
      Ich war jetzt eine Zeit lang in den Unikliniken in Homburg (Saar) in Behandlung, allerdings ließ deren Beratung und Aufklärung sehr zu wünschen übrig.
       
      Eine Behandlung mit MTX wurde bereits 4 Wochen durchgeführt, eine leichte Verbesserung stellte sich ein, die sich nach der Behandlung wieder rückgängig gemacht hat. Mittlerweile nehmen die Schmerzen an den Gelenken wieder zu.
       
      Jetzt suche ich nach einem andern Arzt, der seinen Schwerpunkt auch speziell bei dieser Krankheit hat
      Da ich in Luxemburg lebe und arbeite, wäre ein Arzt hier in der Nähe sehr von Vorteil.
      Kennt sich da jemand aus?
      Danke für euere Hilfe =)
       
    • An_Ra
      By An_Ra
      Ich schreibe dies in der Hoffnung, dass jemand von meinen Erfahrungen profitieren kann; ich verkaufe nix! Alles, was ich probiert habe kann durch einfache Googlesuche gefunden werden. Die Hersteller sind, glaube ich, egal.
       
      Meine Leidensgeschichte begann vor 2 ½ Jahren. Ich ging damals zu einem Hautarzt und bekam die Diagnose Dyshidrose. Diese Diagnose war falsch, die Behandlung deshalb logischerweise auch! Brennen, Jucken, Schwellung, Verhornung, es wurde immer schlimmer. Beim Gehen riss mir die Haut an den Füßen bis ins Fleisch auf, ich passte in keine Schuhe mehr und nachts konnte ich vor lauter Brennen an Händen und Füßen nicht mehr schlafen. Die alkoholische Kortisontinktur vom Hautarzt brannte, dass es mir die Tränen in die Augen trieb, ich hab es dann nicht weiter genommen. Zeitweise löste sogar Wasser einen Brennanfall aus.
       
      Kühlen tat gut. Ich hab mir aus einem Stoffrest Beutel genäht, mit rohem Reis befüllt und eingefroren. Leider erst viel später kam ich auf die Idee mir eine XXL-Gummiwärmflasche zu besorgen, mit kaltem Wasser zu befüllen und damit nachts meine Füße zu kühlen.
       
      Ich steh auf orthomolekulare Medizin. Auch wenn die Pharmaindustrie jetzt wieder im Viereck springt – ich hatte damit schon mehrmals Erfolg. Ich zog also meine schlauen Bücher und das Internet zu Rate, was da wohl helfen könnte. Gegen Dyshidrose fand ich nichts, wohl aber gegen Hautkrankheiten und Entzündungen – Zink.
       
      Ich ließ mir eine Packung Zink + Histidin (15 mg) aus dem Supermarkt mitbringen. Allzu große Hoffnungen hatte ich nicht, aber ich musste was versuchen. Eine Stunde nach der Einnahme ließ das Brennen deutlich nach und es hielt vier Stunden an. Wiederholung brachte das gleiche Ergebnis. Der Rest war eine Rechenaufgabe. Ich habe mir dann höher dosierte, preiswertere Kapseln (Zink + Histidin, wegen der besseren Verwertbarkeit, eingenommen immer mit Milchprodukten) besorgt und nahm 100 mg täglich – zwei Monate lang, dann reduzierte ich nach und nach auf 25 mg. Das ganz schlimme Brennen kam nicht wieder.
       
      Nebenwirkungen? Ja. Meine Nachtblindheit ist verschwunden. Ich habe keine trockene Haut mehr, der Cremeverbrauch musste um 2/3 gesenkt werden. 🙂 hab ich die Kosten für das Zink schon wieder drin.
       
      Es ging mir also besser, aber von gut war ich noch weit weg. Ich ging zu meinem Hausarzt, er verschrieb mir eine kortisonhaltige Fettcreme und untersuchte alles, was man mit Blutuntersuchungen raus kriegen kann (Hormone, Schadstoffe, Nährstoffmangel). Alles im grüner Bereich.
       
      Und erst dann, ich hatte mal wieder Google befragt, kam ich darauf, was ich wirklich habe - Psoriasis pustulosa. Jetzt hatte ich einen ganz anderen Ansatzpunkt! Ghee, meinte eine – ich steh nicht so auf Esotherik – Sheabutter eine andere in einem Forum. Naturkosmetik - schon eher, das hab ich ausprobiert und es war gut. Nur die Konsistenz hat mir nicht gefallen.
      Ich mischte nun selbst:
      1 Eßl. Sheabutter, 1 Eßl. Bienewachs (Linsen) und 2 Eßl. Färberdistelöl
      Im Wasserbad schmelzen, unter Rühren im kalten Wasserbad abkühlen
      2 – 3 x täglich ein erbsengroßes Stück auf jeder Fußsohle verteilen.
       
      Und jetzt besserte es sich wirklich. Kortisonsalbe – weg! Kalte Wärmflasche – weg! Reisbeutel – weg! Auch optisch verbesserte sich viel. Die Hände waren ganz in Ordnung, nur gelegentlich ein kleines Bläschen, kein Problem. An den Füßen feilte ich 2 x wöchentlich vorsichtig die schlimmsten Verhornungen ab. Manchmal juckte es, Bläschen deutlich weniger, die Schwellung klang ab, kein brennen mehr.
       
      Eigentlich hätte ich damit leben können – eigentlich. Dann las ich von einer, die sich Hyaluronsäure spritzen ließ und damit alles wegbekommen hatte. In den USA würde das wohl öfter gemacht. Keine Ahnung, ob mein Hausarzt das gespritzt hätte, der nächste freie Termin war erst drei Monate später und solange wollte ich nicht warten. Ich habe mir Hyaluronsäurekapseln besorgt (500 – 700 kda, 200 mg). Schon nach wenigen Tagen besserten sich meine Füße weiter, die Rötungen verschwanden auch. Sandalentauglich!!!
       
      Das war vor einem halben Jahr, seither ist es stabil. Weiterhin nehme ich täglich eine Kapsel Zink + Histidin, ein Hyalurosäurekapsel und schmiere 2 x täglich meine selbstgemischte Salbe drauf. Einmal pro Woche feile ich vorsichtig. Ganz weg ist es nicht, aber eher ein kosmetisches Problem.
       
      Vor drei Wochen habe ich mir die Linola Fußmilch mit dem ph-Wert 4 gekauft und creme damit meine Füße. Ich meine, seitdem habe ich immer weniger zu feilen. Vielleicht ist ja doch was dran, dass man mit zunehmendem Alter ein Problem mit dem ph-Wert bekommt?
       
      Ich hoffe für alle Betroffenen, dass wenigstens etwas Hilfreiches dabei ist. Gute Besserung!

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