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Maja2009

Vermutete Psoriasis

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Maja2009

Liebe Betroffende,

Aufgrund einer vorläufigen Diagnose unsere Kinderärztin habe ich mich hier angemeldet da man sich ja immer Gedanken macht...

Kurz zu uns. Vor 1 Monat haben wir bei meiner 7 jährigen Tochter eine Veränderung der Kopfhaut festgestellt. Es fing an mit kleinen Pickelchen, danach Rötung, Schuppen, jucken und Schmerzen.

Wir haben dies unserer Kinderärztin gezeigt. Behandlung: 1 Woche täglich Prednitop, 2 Wochen aller 2 Tage.

Da dies keine Besserung brachte überwies Sie uns an einen Hautarzt. Leider habe ich erst für den 25.04. einen Termin bekommen. 

Heute haben wir aber festgestellt, dass die Kopfhaut sehr gereizt und rot ist sowie 2 kleinere blutige Stellen.

Ich weiss dass hier keiner eine Diagnose aufgrund meiner Fotos und Text gibt-ich erhoffe mir aber kleine Tipps um meiner Kleinen zu helfen. Sie hat Schmerzen wenn man darauf kommt, Haare kämmen ist ohne Tränen nicht möglich und es juckt stark....

Rufe natürlich gleich Montag beim Hautarzt an umn eher dran zu kommen.

Sieht dies eigentlich aus wie Psoriasis oder hat jemand ähnliches.

Würde mich über einen Austausch freuen.

LG Susi

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Reiki

Hallo Maja,

also für mich sieht es nicht nach einer Schuppenflechte aus. Da ist irgendwas klar, dann aber eher irgendein Ekzem oder sowas. Würde ich sagen.

Leider sind die Bilder nicht besonders gut, sodass man hauptsächlich Haare sieht. Aber bei Kindern ist das ja auch nicht immer so einfach. Im Pflegeheim, wo die älteren Herrschaften oftmals trockene Kopfhaut haben sieht es oft auch so aus. Auch sie kratzen sich die Kopfhaut blutig, die schuppen entstehen durch die trockene Haut. Habt ihr in diese Richtung schonmal gedacht? Vielleicht ist die Haut einfach nur trocken. Reibt die Kopfhaut heute vor dem schlafengehen doch einfach mal mit Olivenöl ein. Legt ein Handtuch auf das Kopfkissen und wäscht sie dann morgen nach dem aufstehen. Vielleicht ist das ja schon die lösung.

 

Ich wünsche dir und deiner Tochter alles gute und hoffe ich konnte ein wenig helfen.

Lg...

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Maja2009

Hallo Reiki, 

vielen Dank zunächst für deine Antwort. An trockene Haut haben auch schon gedacht. Wir haben bisher aber Kokosöl für die Stelle verwendet. Dies haben wir flüssig gemacht und vorsichtig auf die Stellen draufgetropft. Denkst du das Olivenöl besser ist?

Zum Kratzen. Da die Kleine Schmerzen hat, kratzt sie tagsüber überhaupt nicht-wie es in der Nacht aussieht kann ich natürlich nicht sagen. 

Ich hoffe dass wir den Termin beim Hautarzt vorverlegen können, dass wir erstmal wissen was es ist und wie wir dies "bekämpfen" können. Aber nen Termin beim Hautarzt innerhalb relativ kurzer Zeit in der Umgebung hier zu finden ist echt ein 6er im Lotto. Viele Ärzte vergeben hier keine Termine mehr und man nur auf gut Glück hinfahren.

Danke für die Glückwünsche-hoffentlich finden wir bald eine Lösung. 

LG und einen schönen Sonntag.

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Reiki

Hallo, da du schreibst es juckt stark gehe ich davon aus das sie kratzt. Wenn auch nicht tagsüber wegen der schmerzen zumindest nachts um während sie schläft. Quasi im Unterbewusstsein.

Mit Kokosöl habe ich so leider keine Erfahrung. Wir verwenden Olivenöl oder Babyöl. Klappt sehr gut. Kopfläuse oder Flöhe (gehen gerne von dem Tier zum Menschen) können es nicht sein?

Diese Probleme habt ihr nur auf der Kopfhaut? Weil mir noch Bettwanzen einfallen würden. Hat sie einen neuen Fahrradhelm bekommen wo sie das Plastik nicht verträgt?

Ach Mensch da gibt es ja soviele Möglichkeiten.....

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Pinie

Hallo Maja,

ich wünsche Dir einen guten Hautarzt, der von verschiedenen Stellen Abstriche macht, damit eine genaue Ursache gefunden wird und gleich mit dem richtigen Mittel behandelt werden kann. Hast Du denn schon einen zeitigeren Termin bekommen können, denn es ist doch schlimm, wenn sich Deine Tochter in der Nacht immer mehr den Kopf aufkratzt und sich alles entzündet. Schau mal, was es da für mögliche Ursachen gibt:

http://www.cram.com/flashcards/staats-dermatologie-dermatophytosen-5708220

Alles Gute und liebe Grüße
 

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Maja2009

Ach ihr Lieben, danke für eure Antworten und die Tipps. Entschuldigt dass ich jetzt erst schreibe dich es war total stressig.

Da sich der Zustand in den letzten Tagen extrem verschlimmert hat, ist meine Maus jetzt im Krankenhaus mit angeschlossener Dermatologie. Es wurden Abstriche gemacht, Blut entnommen und Eiter untersucht.  Genaue Befunde erhalten wir morgen. Aber ich/wir fühlen uns bereits wohler, da uns geholfen wird und wir irgendwann erfahren was genau es ist. Momentan wird vermutet, dass es ein Pilz war, meine Maus gekratzt hat und dadurch Bakterien rein sind. Eine Schuppenflechte steht momentan nicht mehr im Raum, sieht aber jetzt auch absolut nicht mehr danach aus. Vor zwei Wochen war dies noch anders.

Wir hoffen dass wit morgen Ursache erfahren und dann erfahren wie es weiter geht....

Bin grad noch bisscheb durcheinander, das Schreien meiner Tichter bei Untersuchungen geht durch Mark und Bein. Mein Kopf sagt zwar dass diese notwendig sind (Blut abnehnen, Abstrich usw) aber mein Herz sagt immer dass sie die maus nicht so "quälen" sollen....

Ach man, kaum ist das kind krank ist mama mit krank....

Lg Susi

  • + 1

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Maja2009

So. Also das Thema Schuppenflechte ist für uns abgeschrieben.

Es ist ein Hautpilz und die Behandlung wird jetzt nach 2 Wochen Krankenhaus ambulant von uns durchgeführt. Nachdem im Krankenhaus unter Narkose die Haare abrasiert und das Eiter entfernt wurde, hat man das Ausmaß erstmal gesehen-sieht erstmal erschreckend aus. Mit Salben und Tabletten haben wir den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Mir fällt es noch etwas schwer 2 -mal täglich Verbandswechsel zu machen, da man immer sehr vorsichtig machen muss um ihr nicht weh zu tun. Wir waren gerade noch rechtzeitig im KH um schlimmeres zu vermeiden 

Aber ich hoffe das ändert sich in den nächsten Wochen. 

Euch allen wünsche ich für eure Krankheit alles gute und wünsche euch, dass ihr es so gut es geht in den Griff bekommt. 

LG Susi

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Donna

Hallo Susi

Ich hoffe das ihr alles gut in den Griff bekommt. Alles gute für die kleine Maus

und gute Besserung weiterhin. Danke für deine guten Wünsche.

Liebe Grüsse Donna

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Reiki

Hallo Maja

auch ich wünsche euch alles gute. Gegen die Schmerzen beim lösen vom alten Verband hätte ich noch zwei kleine Tipps für euch. Bin seit Jahren Wundexpertin von daher kenne ich das Problem mit den Schmerzen beim ablösen nur zu gut.

1. Es gibt ein Spray, in der Apotheke. Dies löst Kleberückstände aus. Z.b von Pflastern. Wendet man vor dem ablösen an.

Geeigneter für euer Problem ist aber wahrscheinlich

2. Gibt es auch in der Apotheke, eine Gaze, dies ist ein dünnes weiches Gitter welches zwischen Wunde und den verband gelegt wird. Dies verhindert das die mit dem Verband in berührung kommt und sie verkleben. Vielleicht probierst du es mal aus. Hat auch den Vorteil das man beim ablösen nicht direkt wieder teile der Wunde aufreißt.

Weiterhin gute Besserung...

Lg Reiki

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Pinie

Hallo Maja,

Auch von mir die besten Wuensche. LG Pinie

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Maja2009

Ach ihr Lieben, das ist soo lieb von euch.  Vielen lieben Dank für die Besserungswünsche, das baut gleich auf. Heut abend beim Verbandswechsel war meine kleine ganz fertig und meinte nur, sie will den blöden scheiss nicht mehr und weinte... Musste ihr wiedermals erklären, dass wir das machen müssen, um den "Scheiss" loszuwerden. 

Wenn man aber den Kopf sieht, kann man verstehen dass es stellenweise noch weh tut.

Wir lassen jetzt einfach meist Wasser drüber laufen da wir eh immer die Haare waschen müssen.  So lässt sich das Gitter und die Kompresse ganz gut entfernen. Das Siliconwundgitter haben wir bereits. Da dies aber das klebende ist, das andere ist zu fettig für die Haut, klebt das meist an den umliegenden Haare und auch manchmal leider an der nässenden Wunde. Am meisten tut ihr das Abtupfen weh, was wir machen müssen.

Aber mit Wasser geht es sehr gut ab. 

Hänge mal ein Bild an, damit ihr euch das vorstellen könnt. 

Unsere momentanen Medikamente: 1/2 Pilztablette täglich, Haarshampoo gegen Pilze, Silkonwundkontaktschicht (Gitter), Octenisept und einfache Kompressen und Netzmützchen.

Müssen wöchentlich abwechselnd ins KH und zur Hautärztin zur Nachkontrolle. Blutwerte müssen regelmäßig gecheckt werden, das sich das Pilzmedikament auf die Leber niederschlägt. 

Gestern wurde mur fast die Hoffnung genommen, dass alle Haare nachwachsen. Ich weiss, dass dies momentan nicht so wichtig ist aber irgendwie macht man sich trotzdem darüber Gedanken.  Alle meinten zur kleinen immer, die Haare wachsen schon wieder, werd erstmal gesund. Aber gut, das ist jetzt zweitrangig-erstmal muss der Wunde Kopf heil werden...

@Reiki für dich ist das Foto bestimmt nicht so erschreckend-du kennst als Wundexpertin gewiss schlimmeres.  Für uns, die bis dato noch gar nicht grossartig mit solchen Dingen zu tun hatten, war es erstmal ein grosser Schock. Vorallem beim eigenen Kind. Mittlerweile haben wir uns damit arrangiert und geben unseres bestes 

LG Susi

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Maja2009

Ach, die Salbe hane ich bei der Aufzählung vergessen: Linola Sept

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Reiki

Stimmt. Das ist wirklich harmlos. Wunden sehen für mich sehr sauber aus. Daher halb so wild....bei Kindern heilt sowas immer schnell ab. Wichtig ist das die Ursache geklärt und beseitigt ist und da seit ihr ja auf einem sehr guten weg.

In ein paar Woche ist die Geschichte vergessen. Und sei froh das es keine Psoriasis ist. Das es etwas ist was einfach verheilt und dann vergessen werden kann...

Also alles gute für euch...

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    • LütteDeern
      Von LütteDeern
      Mein Name ist Christin und ich habe vererbte Psoriasis.  
      Ich bin schon lange inkognito in diesem Forum unterwegs gewesen und habe mir etliche Beiträge angeschaut, durchgelesen und mich sehr oft in einer schweren Stunde wieder ermutigt gefühlt. Ich dachte also es ist an der Zeit vielleicht auch mal meine Geschichte zu teilen. Womöglich gibt es Menschen da draußen die es auch wie mir geht? Wenn ich etwas hier gelernt habe - niemand ist mit Psoriasis alleine!
      Zu mir und meiner Schuppenflechte:
      Mit Anfang 20 hat es auf der Kopfhaut schleichend angefangen, da war immer so eine Stelle die gejuckt hat und nervig war. Ein wenig am Kopf kratzen und es war gut. Nicht gut war, dass diese Stelle irgendwie immer größer wurde und sich langsam immer mehr in mein Leben einschlich und es sich gemütlich machte! Von dem "hin und wieder kratzen" kam ich schnell zu einem "verdammte Axt, wie das juckt!". Natürlich blieb es dann auch nicht bei dieser einen Stelle, es gesellten sich munter immer mehr dazu, die alle nur das Ziel hatten mich in den Wahnsinn zu treiben. Ich weiß nicht ob andere hier das auch kennen? Juckreiz zu ignorieren ist verdammt schwer und erfordert Disziplin, denn das Kratzen an den Stellen macht es absolut nicht besser. Doch wenn man denkt die eine Stelle gibt endlich ruhe - fängt eine andere Stelle an zu jucken. Ich hab irgendwann die Disziplin, Disziplin sein lassen und nach Herzenslust gekratzt - mit der Folge dass ich nicht nur Schuppen unter den Fingernägeln hatte sondern irgendwann auch Blut. Spätestens beim nächsten Mal Haare waschen hat sich diese Aktion 10fach gerächt! Es tat wahnsinnig weh, das Shampoo an den offenen Stellen zu haben. Denn schließlich dachte ich, ich hab nur Schuppen und ein entsprechendes Schuppenshampoo besorgt. Meiner Familie blieb das auch nicht verborgen, wie sehr ich mich am Kopf kratzte, sobald ich zu besonderen Anlässen da war. Meine Schwester kam dann auf mich zu und erzählte mir sie hat auch das Problem und der Arzt hat Psoriasis diagnostiziert bei ihr. Oma hätte das auch in dem Alter bekommen... Vererbungslehre hab ich schon in der Schule verstanden! Wie es scheint hat meine Oma uns alle etwas geschenkt und wer weiß ob Uroma das auch schon hatte? In meiner Familie ist bekannt:
      Oma: Psoriasis Kopf  und mit dem Alter auch Körper immer mehr (seit dem sie 20 Jahre alt ist), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) = beides bekannt als Autoimmun. 
      Tante: Psoriasis arthritis (seit Anfang 50)
      Tante: noch nichts bekannt
      Vater: Vitiligo
      Schwester: Psoriasis Kopf (1 Stelle)
      Ich: Psoriasis Kopf (unzählige Stellen), Vitiligo am Körper verbreitet
      Der Weg zum Hautarzt blieb mir nicht erspart und ich hoffte man könnte mir helfen. Ich schätze nur, da hatte ich zu viele Ambitionen? Als ich beim Hautarzt war, befand ich mich grade in einer Phase wo keine offensichtliche und charakteristische Schuppung der Haut zu erkennen war. Die Krönung war, als ich meine Symptome geschildert hatte und er mich grade heraus fragte: "Haben sie Läuse?" Ich kenne Läuse aus meiner Kindheit, die sind das bestimmt nicht! Aber wirklich gesucht hatte er auch nicht, der Blick unter die dichten Haare war eine Angelegenheit von wenigen Sekunden. Mein ehemaliger Hautarzt riet mir es doch mal mit Totenmeer Shampoo zu probieren, mein Haut sieht sehr gereizt aus.
      Unnötig zu erwähnen dass ich mich nicht ernst genommen gefühlt hab von dem Arzt? Leider würde es nicht der letzte Arzt bleiben der mich nicht ernst nehmen wird... (und das ist eigentlich das traurige daran) Ich wurde nach 10 Minuten wieder nach Hause geschickt, aber ich sollte mich melden wenn es schlimmer wird. Ich war nach drei Monaten wieder da. Ich beweise bei Anwendungen einen langen Atem, immerhin wollte ich der Behandlung eine Chance geben. Ich hab in der Zeit eine neue prominente Stelle über dem linken Ohr bekommen, die doppelt so groß wie eine 2 Euromünze war. Die Schuppen rieselten munter und ich verzweifelte mehr. Endlich sah er das Problem, aber so richtig eine Lösung wusste er nicht. Trotzdem bekam ich zum ersten Mal eine Cortisonlösung für die Kopfhaut. (ich glaub es war Dexa Loszog mono Lösung, aber das ist schon 5 Jahre her...) Der Erfolg damit war beschaulich, der Juckreiz wurde für einen Moment gestillt, aber die Plaques blieben leider erhalten.
      Zeit den Hautarzt zu wechseln. Zeit für eine zweite Meinung! Zeit endlich etwas zu Bewirken - ich hoffte es zumindest. Bei der nächsten Hautärztin traf ich auf menschlicher Seite endlich mal auf Verständnis. Sie verschrieb mir aber Loyon, Dermatop und Selsun zur Anwendung. Wie immer gab ich den Mitteln Zeit zu wirken, etwas zu bewirken! Irgendwas... aber es stellte sich keine Verbesserung ein und ich begann zu resignieren. Vielleicht muss ich damit leben? Vielleicht kann man mir nicht helfen? Vielleicht gibt es kein gutes Mittel für mich? Meine Schwester sagte mir, sie bekommt eine Creme in der Apotheke zusammen gemixt für ihre Psoriasis. Was hatte ich zu verlieren? Ich probierte auch ihren Mix und es war dasselbe Ergebnis. Meine Schuppenflechte schien es nicht die Bohne zu interessieren womit ich ihr zu Leibe rückte, sie dankte es mir indem sie einfach noch mehr Plaques ausbildete. 
      Im Sommer 2015 bekam ich eine rezidivierende Mandelentzündung, mit anderen Worten: egal wie viel, wie lange und oft ich Antibiotika schluckte und die Symptome verschwanden - sie kehrte doch zurück. Es resultierte in der Entfernung der Mandeln. Warum ich das erzähle? Spannender Weise war in der Zeit meine Schuppenflechte total nebensächlich geworden! Der Hals tut so weh, dass Essen und Trinken keine Option mehr ist, das Immunsystem muss sich massiv um einen anderen Problemherd bemühen. Ich glaube schlicht: es hatte gar keine große Wahl meine eigene Haut weiter zu attackieren! Sicherlich hin und wieder war da noch was.. ein Jucken und ein Kratzen, aber es dominierte nicht mehr meinen Tag... zum Herbst hin kam die Schuppenflechte mit Anlauf dann wieder zurück und gipfelte Weihnachten in einem Ausfall von meiner Seite.
      Da hatte ich zum ersten Mal einen Zusammenbruch wegen meiner Schuppenflechte. Meine Mutter nörgelte an mir herum ich soll das kratzen lassen und überhaupt die Schuppen sind überall. Meine andere Oma Schlug in dieselbe Kerbe... das Sahnehäubchen war dann der Vergleich mit meiner Schwester, bei der es doch auch nicht so schlimm ist. Der Moment der das berühmte Fass zum Überlaufen brachte. Ich hab sie irgendwann angeschnauzt, dass sie mir nicht sagen müssen was ich tun oder lassen soll, ich weiß es selbst doch auch. Es juckt nur fürchterlich und ich kann das nicht ignorieren. Ich kann nicht mehr, nichts hilft! Meine Schwester hat eine miese kleine Stelle auf dem Hinterkopf. Ich kann meine Stellen gar nicht zählen weil ich sie zum großen Teil nicht sehe und nur ungefähr fühle wo sie sind! Sie sollen aufhören mir sagen was ich besser machen soll oder sein lass und endlich mal Verständnis zeigen und Toleranz und mich so nehmen wie ich im Moment bin! 
      Weihnachten war gelaufen... Ich bin zurückgefahren und hab zum ersten Mal in meiner Wohnung geweint. Stundenlang. Meine Oma rief ein paar Tage später an und entschuldigte sich. Sie hat sich erkundigt und mit anderen gesprochen. Homöopathische Mittel gibt es doch auch, oder Olivenöl. Eine hat gesagt ihr hätte es geholfen.
      Ich war ihnen nie wirklich böse deswegen, dieses Stigma begleitet mich überall hin. Wer kennt Sie nicht? Die Blicke in der Öffentlichkeit, wenn man mal wieder automatisch genüsslich am Kopf kratzt, weil es in einem schon drin ist. Übergegangen in Fleisch und Blut und nicht mal mehr bewusst merkt, was man macht. Leute die sich wegsetzen, weil sie denken es wäre etwas Schlimmeres oder ansteckendes wie Läuse. Irritierte Blicke. Wenn man sich auszieht und kurz der erste "Schnee" fällt, weil so viele Schuppen aus dem Jackenkragen fallen. Wenn man sich auf der Arbeit kaum konzentrieren kann auf das was gesagt wird, weil der Kopf so juckt. Man schämt sich dafür. Man schämt sich schwach zu sein und es nicht in den Griff zu kriegen. Man ertappt sich immer wieder selbst dabei wie die Finger in das Haar gleiten. Man schneidet sich die Fingernägel kurz um so wenig Schaden wie möglich anzurichten. Wer kennt das nicht? 

      Die Zeit der Homöopathie, der Öle und Salben... Ernährung ändern und auf Zucker verzichten. Ich habe das alles durchgemacht. Stress reduzieren - mehr Spaß am Leben. Ich habe alles probiert doch etwas blieb nach wie vor Konstant in meinem Leben. Diese verdammte Schuppenflechte... Ich arbeite an der Uni und ich habe den Betriebsarzt am Ende konsultiert. Ob er irgendjemanden kennt hier in München, einen Hautarzt der sich auf Schuppenflechte spezialisiert hat, irgendwer der mich ernst nimmt und mir endlich helfen kann.
      Er hat mich an die Hautklinik der Uni verwiesen und gesagt, dass es dort eine ganze Abteilung gibt nur für Schuppenflechte. Ärzte die sich mit nichts anderes beschäftigen. Hoffentlich alles schon mal gehört und gesehen haben und Ideen und Arzneimittel kennen die wirklich wirken. 
      Die Odyssee durch die Bürokratie der Klinik entfällt an dieser Stelle mal, trotzdem bevor man in die Abteilung kommt muss man in die normale Ambulanz. Dort traf ich auf eine junge Ärztin die mir all das nochmal verschreiben wollte, was ich schon mal bekommen hab. Am Ende gab es ein Rezept für eine Cortison Lösung und den Vermerk in die Psoriasis Abteilung zu gehen. 
      Ich war endlich dort. Nach der Schilderung all meiner Probleme empfahl mir das Rezept zu zerreißen, es würde sowieso nicht helfen. Es war wie ein Boxkampf jetzt, ich und meine Hoffnung gegen die bittere Erkenntnis. Eine Mandelentzündung kann auch im Zusammenhang mit der Schuppenflechte stehen. (1:0 für die Krankheit) Das ich auch noch zwei Autoimmunerkrankungen hab macht es nicht besser. Die können sich gegenseitig potenzieren (2:0 für die Krankheit und meine miesen Gene) Ab und zu Probleme mit den Händen? Könnte schon auf die Arthritis Form hindeuten (3:0 und damit KO für mich) In meinem Stadium und mit meiner Geschichte war ich ein Kandidat für die innere Behandlung bereits. Trotzdem wollte die Ärztin noch einen letzten Versuch wagen die Psoriasis mit äußerlichen Mitteln in den Griff zu bekommen. Sie verschrieb mit Enstilar. Wir rückten meiner Schuppenflechte also mit der großen Keule und einer kurzen Intensivbehandlung zu Leibe. Eine Woche täglich! Aber nur diese eine Woche und danach abwarten und schauen, und bitte zum Rheumatologen gehen und abklären ob ich die Arthritis Form haben könnte. Hätte, könnte, sollte... bedeutet ein anderer Arzneiplan.
      Wenn jemand mit Enstilar nicht vertraut ist? Ich glaub hier im Forum gibt es schon einige Berichte. Was mich wunderte, eigentlich ist es wohl für die Anwendung auf der Haut geeignet, nicht grade für die Kopfhaut! In diesem Produkt befindet sich Paraffine - also Wachse...  Zum Kotzen das irgendwann, irgendwie aus den Haare zu bekommen! Meine Haare litten unter der Behandlung, ich unter der Tatsache, dass ich das Zeug nicht aus dem Haar bekommen würde. Und trotzdem nach einer Woche war der Juckreiz verschwunden. Keine Flecken mehr zu sehen. Weggezaubert! 
      Sie war weg! Weg! Weg! Weg! Einen ganzen Monat lang. Warten und innehalten. Durchatmen und sich nicht mehr kratzen. Keine Schuppen mehr, sich wundern warum man sich nicht mehr kratzen muss. Schwimmen gehen, das Leben genießen und sich freuen. Die Zeit war toll, aus solchen Momenten muss man seine Energie ziehen - unbedingt! 
      Der Rückfall kam... nach einem Monat ging es schleichend wieder los. Nur ein wenig am Hinterkopf... Also das tolle Mittel wieder nutzen, wieder irgendwie das Wachs aus den Haare bekommen. (Stärke ins Haar schütteln hilft da tatsächlich wunder) Beim Rheumatologen anmelden und abklären lassen ob man Arthritis hat oder bekommen könnte. Röntgen gehen, Blut abnehmen und auf Ergebnisse warten. Schuppenflechte wieder bekämpfen. 
      Ergebnisse:
      positiver Befund der Genanalyse - eine Arthritis könnte sich entwickeln, momentan keine Anzeichen - bitte beobachten und ggf. erneut zum Rheumatologen
      neben Befund des Röntgen: Melorheostose (Wachsknochen; danke ich hab nicht genug Probleme) - beobachten, sollte keine weiteren Probleme machen
       
      Entzückend oder? Ich meine, meine Reise war lang und beschwerlich, auf einmal macht vieles Sinn was meine Familie betrifft und was mich betrifft. Doch ich bin nicht am Ende - oder am Gipfel angekommen, wie man so schön sagt. Momentan wirkt es so als sei meine Schuppenflechte resistent geworden gegen die Behandlung mit Enstilar. Es verliert seine Wirkung, die Intervalle der freien Zeit - gibt es nicht mehr. Der Juckreiz ist unmittelbar am nächsten Tag nach der Behandlung wieder da. Die Schuppenflechte hat jetzt in den letzten vier Wochen meinen Gehörgang und meine Ohrmuschel befallen. Ich muss habe mir fest vorgenommen wieder zur Hautklinik zu gehen, auch mit der Nervosität und dem unguten Gefühl jetzt wohl eine innere Behandlung beginnen zu müssen.
       
      Ich weiß, es gibt unterschiedliche Formen und Ausprägungen von der Psoriasis, jeder empfindet etwas anderes, nimmt sie anders war. Doch irgendwie leiden wir alle darunter und haben manchmal schwere, schwarze Stunden an dem nichts mehr geht. Doch ich glaube uns alle eint auch etwas! Wir alle kämpfen dagegen. Wir alle finden den Mut wieder aufzustehen und weiter zu machen, uns eben nicht die Lebensfreude und Qualität nehmen zu lassen!  Wir sind noch lange nicht am Ende angekommen, haben noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft! Es gibt neue Mittel und Produkte und ich glaube fest daran irgendwann werde auch ich mit der Ärztin etwas finden was mir hilft und mich endlich beschwerdefrei werden lässt.
       
      Ich weiß das war ein mega langer Text und wer immer sich die Zeit dafür nimmt ihn durchzulesen - danke! Danke das du an meiner Geschichte teil nimmst und vielleicht auch dich darin wiederfinden kannst. Dank das du mir zeigst, dass ich nicht alleine damit bin. Danke für das Verständnis! Danke für all die Worte hier die einen aufbauen und weiter machen lassen. Danke, dass ihr alle eure Erfahrungen hier teilt. Ihr seid toll und wundervolle Menschen 
       
      Christin aka LütteDeern
    • Wirtzhaus
      Von Wirtzhaus
      Hallo liebe Eltern,
      wir haben drei Kinder und unsere älteste Tochter, 6. J (Jg '12) hat Pso vulgaris, insb an Gelenkbereichen (außen), Genitalbereich, leicht an den Augenlidern und an der Kopfhaut (starke Schuppung). 
      Der erste Schub kam mit einer Infekterkrankung mit einem Jahr. Seither treten die Plaques jedes Jahr zur "Heizperiode" wieder auf.
      Bisher war unsere Maus in einem sehr tollen Kiga. Da im Herbst 2019 die Einschulung unserer Maus ansteht - und da Kinder in diesem Alter bekannter weise ja grausam sein können - möchten wir uns gerne informieren / austauschen, was Ihr bei diesem neuen Lebensabschnitt eurer betroffenen Kinder für Erfahrungen gemacht habt.
      Habt ihr vorab die Schulleitung / Klassenlehrerin über die Krankheit informiert? Wie seit  ihr vorgegangen? Wie hat die Schule reagiert? Was habt ihr oder euer betroffenes Kind für gute und schlechte Erfahrungen gemacht während der Schulzeit? Wie habt ihr euer Kind vorbereitet auf "dumme" Fragen, Mobbing, Ablehnung? Oder wie seit ihr damit umgegangen? Was können wir als Eltern beitragen damit "normal" mit unserer Tochter umgegangen wird? Entschuldigt bitte die vielen Fragen. Wir sind noch sehr unerfahren mit der Krankheit und machen uns vielleicht zu viele Gedanken. Allerdings gibt es ja vielleicht ein paar Tipps von Eltern, die wir bedenken können.
      Unabhängig davon versuchen wir unserer Tochter Normalität im Alltag zu ermöglichen und machen kein "Drama" aus der Krankheit. Wir leben eher ein tägliches Ritual "Eincremen der Aua's" zusammen.
      Zusätzlich geben wir ihr selbstverständlich viel Liebe und Zuneigung :-) und versuchen damit ihr Selbstwertgefühl zu stärken.
      Vielen Dank euch allen!
      Lg
      Wirtzhaus
    • Saccharose
      Von Saccharose
      Moin!
      Meine beiden Töchter haben Psoriasis. Die kleinere (6Jahre alt) hat zudem eine Psoriasis Arthritis. Seit ein paar Tagen klagt sie immer wieder über Schmerzen im Oberschenkel. Sie sagt, dass es sich anfühlt, als wäre ein Kissen geplatzt und die Federn würden nun von innen pieksen. Sie bekommt zwei mal am Tag Naproxen. Kennt jemand solche Schmerzen? Was hat euch geholfen?
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