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Paloma

Besserung durch Abnahme

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Paloma

Hallo zusammen,

ich lese hier schon länger immer mal wieder mit, nun möchte ich auch eine persönliche Erfahrung mit euch teilen.

Ich bin 58 Jahre alt, die Schuppenflechte wurde vor ca. 10 Jahren diagnostiziert. Betroffen sind bei mir vor allem Hände und Füße, wo ich immer wieder Hautverdickungen mit darauf folgenden schmerzhaften Ragaden entwickelt habe.

Auch der Nacken und der untere Hinterkopf, sowie die Ohren und Ellbogen  sind befallen, aber deutlich weniger stark.

Bis vor 2 Jahren hatte ich starkes Übergewicht, dann nahm ich knapp 50 Kilo ab. Das Gewicht hat sich seither bei 58 Kilo auf 168 eingependelt.

Im Zuge  der Abnahme habe ich meine Ernährung verändert, esse keinen Zucker in Form von Süßigkeiten/ Kuchen mehr, weniger Nudeln, Brot und Reis, dafür mehr Gemüse und Salat. Auch Fleisch esse ich in moderaten Mengen. Die Abnahme selbst erfolgte durch Kalorienzählen und Sport.

Etwa nach einem halben Jahr und 25 Kilo Gewichtsverlust wurden meine bis dahin völlig zerrissenen Hände und Füße erkennbar besser. 

Medikamente hatte ich in den letzten beiden Jahren vor der Abnahme nicht mehr genommen, zuvor hatte ich mit diversen Cremes von Hautarzt, Cortison und Fumaderm nur kurzzeitige leichte Besserung erreicht und sie deshalb abgesetzt.

Im weiteren Verlauf der Abnahme heilten zunächst meine Füße erstmals seit Ausbruch der Krankheit völlig ab. Die Hände wurden besser, brauchten aber weitere 6 Monate, bis alle Risse verschwunden waren und die Pusteln und Verdickungen weg blieben. 

Seit nunmehr 2 Jahren sind Hände und Füße symptomfrei. Der Nacken- und Kopfbereich ist noch leicht betroffen (Rötung und gelegentlicher Juckreiz), die Ellbogen sind wieder glatt.

Meine Ernährung und den Sport habe ich beibehalten, den Zuckerverzicht ebenfalls. Mein Hautarzt sieht einen Zusammenhang zwischen der starken Abnahme und der Symptombesserung.

Ich weiß natürlich, dass der Zustand nicht von Dauer sein muss und dass es durchaus längere schubfreie Phasen geben kann.

Dennoch möchte ich diese Erfahrung gerne teilen. Für mich sind bereits diese beiden Jahre ein Geschenk. Vielleicht gibt es ähnliche Erfahrungen?

Paloma

 

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Jeannie

Hallo Paloma,

ich hatte ähnliches bei einem Heilpraktiker erlebt, der mir ausser seine homöopatischen Tropfen auch den Verzicht auf Zucker vorgeschlagen hatte. Ob es nun die Mittel oder die Zuckerdiät war weiss ich nicht, aber ich hatte viele Jahre bis auf kleine Stellen Ruhe. Alleine dadurch habe ich auch ein paar Kilos abgenommen.

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Claudia

Hallo Paloma,

Respekt, was du geschafft hast. :daumenhoch:

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Bibi

hallo, Paloma -

wie ich sehe, ist es dein erster Eintrag hier -

Willkommen - ich hoffe, du fühlst dich wohl in diesem informativen Forum -

dein Eintrag ist interessant -

ich meine allerdings, dass bei sehr übergewichtigen Menschen auch viel Wasser eingelagert wird in den Gelenken und dadurch kann es dazu kommen, dass es Risse und Entzündungen gibt -

du hast ganz viel geschafft - weiter so - wie ich immer sage, Aufgeben gilt nicht -

nette Grüsse sendet - Bibi -

 

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      Dieses Ernährungsprofil wurde für mich letztes Jahr erstellt. Die Nahrung dauert schon lange zuzubereiten ist aber lecker und bekommt mir voll.
      Kommentar zwecks weiterer Empfehlungen sind zwischen den Zeilen zu finden.
      Ernährungsprofil für Andreas
      Persönliches Achtsamkeits-Journal/Ernährungstagebuch
      Während jeder Anpassung des Ernährungsstils (ggf. auch darüber hinaus) ist es sinnvoll und hilfreich, die Entwicklung zu dokumentieren. Dabei sollten die aufgenommenen Nahrungsmittel und die Verdauungsvorgänge dokumentiert werden. Zusätzlich ist es wichtig, weitere Elemente des Alltags zu dokumentieren, dazu gehören Gefühle, Erfolge, Rückschläge, gute Erfahrungen, Dauer und Qualität des Schlafes, Bewegung etc. Alle diese Dinge werden von der Ernährung beeinflusst (und beeinflussen die Ernährung). Auch zeigen sich nicht alle Nahrungsmittelunverträglichkeiten direkt (zum Beispiel durch Schwellungen etc.), ein über längere Zeit erhöhter Ruhepuls, Kopfschmerzen am Tag oder zwei Tage darauf, Durchfall oder Verstopfung können ebenfalls Signale für eine Unverträglichkeit sein. Dann ist es hilfreich, zu wissen, was man in den 72 Stunden vorher getan, gegessen, erlebt hat. Anders formuliert: Ohne Dokumentation wird es deutlich schwieriger, spezifische Veränderungen oder die Notwendigkeit dazu zu beurteilen und durchzuführen.
      Wie Sie das Gesundheitsjournal führst, bleibt Ihnen überlassen: Ob Sie sich dafür ein eigenes Tagebuch anschaffen, einen Kalender, der genügend Platz zum Schreiben für alle Wochentage enthält oder einfach ein Notizbuch mit vielen weißen Seiten. Manche schwören auch auf elektronische Dokumentation. Es wird in vieler Hinsicht ein sehr persönliches Buch. Sie sollten das Buch mindestens bis zum ersten Kontrolltermin möglichst detailliert führen. Reservieren Sie sich ein Zeitfenster möglichst immer zur selben Zeit am Tag. Folgende Fragen sollten Sie sich mit dem Buch beantworten können:
      1. Was habe ich wann gegessen und getrunken (Art und ungefährer Umfang und Uhrzeit), Wie hat mein Körper auf längere Phasen ohne Essen (=ab 4 Stunden, also auch während der Nacht) reagiert (wichtigste Körperteile in diesem Zusammenhang: Magen, Darm, Kopf + Allgemeinzustand, z.B. Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Glücksgefühle etc.)?
      2. Welche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel habe ich wann in welcher Menge zu mir genommen?
      3. Wann hatte ich Stuhlgang und wie sah er aus? (Vor allem die Form, versuchen Sie dabei eine Skala in 7 Stufen, wobei die 1 sehr trockener Stuhl in kleinen Brocken und die 7 (extrem) flüssiger Stuhlgang ist, 4 entspricht weichem, aber gut geformtem Stuhl), stark riechender Stuhl ist ein Hinweis auf Verdauungsprobleme, ebenso wie Stuhl mit erkennbaren Nahrungsbestandteilen.
      4. Ab wann und wie lange habe ich geschlafen? (Zusatzfragen: fühle ich mich erholt, war ich nachts mehr als ein paar Minuten wachgelegen, musste ich mehrfach aufstehen, nehme ich mir vor, etwas an meinem Schlafverhalten zu verändern etc.)
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      6. Wie hoch war mein Stresslevel? (Was war heute besonders unangenehm und warum? Welche negativen Erlebnisse, auch aus früheren Tagen, gingen mir besonders nach? Hatte ich Streit mit Familienmitgliedern, Kollegen, Freunden, Bekannten, Fremden? Wie hat mein Körper, mein Magen, mein Darm darauf reagiert? Was habe ich getan, um das zu bewältigen – Essen, Bewegung, Gespräche? etc.) Hatte ich intensive Gefühle von Nervosität, Angst, Bedrückung, Scham, Wut, Ärger etc.?
      7. Welche besonderen Erfolge hatte ich heute, was hat sich besonders gut angefühlt, was hat mich glücklich gemacht, worauf freue ich mich für morgen? (Diese Fragen sollte man sich insbesondere als „Mini-Meditation“ als Letztes vor dem Einschlafen stellen – Ergänzungsfrage für das Aufwachen:“Worauf freue ich mich heute besonders?“)
      8. Die Langfristfragen (weil uns gute Entwicklungen oft viel weniger auffallen als schlechte): Welche Schmerzen/Beeinträchtigungen/Sorgen/Ängste etc., die mich früher häufig getroffen haben, habe ich jetzt schon ein paar Tage/ein paar Wochen/ein paar Monate nicht erlebt?
      Habe ich den Eindruck, auf dem richtigen Weg zu sein? Was überzeugt mich noch nicht so ganz? Wie kann ich das ändern? (Ggf. mit ärztlicher Unterstützung/zusätzlicher Ernährungsberatung)
      Noch eine Anmerkung: Gerade, wenn Sie zusätzliche Unterstützung von mir benötigen (weil irgendetwas nicht optimal funktioniert), ist meine erste Rückfrage immer: Was haben Sie denn (genau) wann in den vergangenen drei Tagen gegessen? Was ist sonst in dieser Zeit passiert? – Es lohnt sich also, die Dinge zu dokumentieren.
      Nahrungsergänzungsmittel
      Grundsätzlich sind die Ernährungsempfehlungen sehr nährstoffdicht, dennoch gibt es Nährstoffergänzungen, die helfen können, besser zu verdauen und den Darm zu unterstützen. Bitte nehmen Sie die von Herrn Wiedenmann verordneten Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel weiter, außerdem empfehle ich: • Magnesium: Zum Beispiel Bioactive Magnesium von www.Vitaminexpress.de, abends eine (= 300mg) Es können selbstverständlich auch andere Magnesiumquellen genutzt werden, achten Sie aber darauf, dass möglichst keine Zusatzstoffe (wie Zucker oder Süßstoff) dabei sind. Magnesium fehlt sehr häufig, und es ist eines der wichtigsten Mineralien für die Insulinerzeugung. Ggf. über das Gesundheitszentrum von Herrn Wiedenmann zu beziehen. • Enzyme: Super Enzymes von Now Foods, über Amazon zu bekommen. Am besten als Kapsel. Zu jeder Mahlzeit nach ein oder zwei Bissen dazu. • MCT-Öl, ein Auszugsöl aus Kokosöl, in der Qualität C8- (Caprylsäure), eine gute Qualität ist online zu bekommen, zum Beispiel über Amazon oder Flowgrade. • Kollagen aus Knochenbrühe (Rezept ganz am Ende dieser Empfehlungen), Täglich mindestens 200 ml für die Verbesserung der Darmgesundheit! Alternativ als Pulver (2-3 Esslöffel mit dem Frühstück), z.B. über Amazon: 100% reines Kollagen Hydrolysat • 500g • ohne Zusätze
      -> Einschub: Ich habe auf Kokosöl verzichtet und bin auf Fenugreek & Cinnamon Complex gegangen. / Super-Enzymes: Nö, warum ich habe ja Drachenblut. Magnesium nehme ich täglich Phosetamin (Köhler-Pharma) und das zahlt meine Krankenkasse!
      Die Gesamtheit aller Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie nehmen, sollten wir beim ersten Kontrolltermin durchgehen und überprüfen.
      Die angesprochenen Online-Quellen für hochwertiges Fleisch: www.essbare-landschaften.de und über www.gourmet-manufaktur.com, Fisch bekommen Sie auch im Versand, zum Beispiel über Fischmaster. 
      -> Einschub: War mir zu teuer, meine Freundin fährt zum Bauern in die fränkische Schweiz.
      Grundsätzliche Anmerkungen zum Essen (auch zur Zubereitung) .
      Planen: Planen ist der vielleicht wichtigste Aspekt einer Ernährungsumstellung: Sie verlassen lange geübte Angewohnheiten, wenn Sie Ihr Essen (auch das Essen für „unplanbare“ Notfälle, Dienst- oder Urlaubsreisen, Verwandtenbesuche, Partys) nicht geplant haben, werden die alten Gewohnheiten Sie wieder einholen. Das gilt ganz besonders für Situationen, in denen Sie nicht in Ihrer „normalen“ Umgebung sind. Setzen Sie sich einmal in der Woche hin und planen Sie das Essen für die ganze kommende Woche, kaufen Sie alles, von dem Sie wissen, dass Sie es nicht überall bekommen z.B. einmal in der Woche auf dem Markt und nutzen Sie den Sonntag oder sonst arbeitsfreie Zeiten, um Essen vorzubereiten, um es im Kühlschrank oder tiefgefroren vorzuhalten.
      Vorrat: Es ist sinnvoll, insbesondere von allem, was Sie kochen, mehr zuzubereiten, als unmittelbar gebraucht wird und für den späteren Gebrauch gekühlt oder auch tiefgekühlt aufzubewahren. Lassen Sie sich nie von Ihrem Hunger überraschen, das führt zu Fehlgriffen bei der Ernährung. Bei der Nahrungszubereitung bietet es sich immer an, wenn man sowieso in der Küche steht, alle Platten, den Ofen und den Mixer gleichzeitig zu nutzen – die Zeit vergeht solange nur einmal…
      Alle Gewürze können Sie von Anfang an verwenden, soweit verfügbar, nehmen Sie möglichst frische und bio, das ist immer besser als getrocknet und konventionell. Verwenden Sie Gewürze wie Kurkuma (wegen der Bioverfügbarkeit immer mit etwas weißem oder schwarzem Pfeffer), Rosmarin, Thymian häufig, sie sind antientzündlich und gut für den Darm.
      Um Rohkost zuzubereiten, brauchen Sie mindestens eine Küchenmaschine/einen Mixer oder Blender, auch um Smoothies zubereiten zu können. Suppen idealerweise immer auf der Basis von Rinder- oder Hühnerfonds (= Knochenbrühe, Rezept ganz am Schluss). Wie besprochen wenig Rohkost, am besten ist es, auch Zutaten für Smoothies vorab in gesundem Fett zu dünsten.
      Essen Sie langsam und kauen Sie, bis alle Speisen, die Sie schlucken, echte Breiqualität haben (ca. 30x pro Bissen)! Das gilt auch für Smoothies. Essen Sie bewusst, nicht beim Fernsehen oder während Sie etwas Anderes tun. Nur so bauen Sie eine gesunde Beziehung zum Essen auf, nur so können Sie Essen genießen.
      Niemand, der abnehmen will, darf hungern! Hunger versetzt den Körper in Stress und verhindert die Gesundung! Es kann sein, dass Sie im Rahmen des Zuckerentzugs (auch aus Mehl) Hungerattacken bekommen, es spricht nichts dagegen, dass Sie die Portionen vergrößern oder die drei Mahlzeiten zunächst gar auf vier oder sogar fünf verteilen. Hunger unmittelbar vor den Mahlzeiten ist normal, außerhalb dieser Zeiten auf Dauer nicht.
      Makronährstoff-Zusammensetzung. Es ist sinnvoll, dass Sie täglich ca. 55-60% gesunde Fette (siehe unten), 15-20% sauberes Protein (siehe unten) aus Fleisch, Fisch, Eiern etc., und etwa 20 - 30% zellulär gebundene Kohlenhydrate aus Gemüse und ungefährlichen Stärken essen. Zum Abnehmen sollte der Anteil an Kohlenhydraten eher am unteren Ende liegen und der Fettanteil am oberen!
      Ziel und Grundsätze der Ernährungsanpassung
      Die Ernährungsanpassung zielt in Ihrem Fall besonders darauf, dauerhaft die Nährstoffversorgung zu verbessern und damit die Fettreduktion zu erleichtern. Nein-Danke!-Liste (die folgenden Nahrungsmittel sollten Sie dauerhaft aus Ihrer Ernährung fernhalten:
      • Alle industriell be-/verarbeiteten Lebensmittel (alles, was Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Aromen, auch „natürliche“ Aromen, oder andere Zusätze hat, die eine chemische Bezeichnung verwenden, das tun sie im Übrigen häufig, um den Konsumenten im Dunkeln zu halten), besonders gefährlich: Süßstoffe/Light-Produkte, darmschädigend, entzündungsfördernd
      • Getreide (vor allem Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel), darmschädigend, inflammatorisch – hierbei bitte niemals Ausnahmen machen, da winzige Mengen reichen, um einen mehrwöchigen Rückschlag zu erleiden, daher auch keine Getränke, die Getreide enthalten.
      • Industriell raffinierte Pflanzenöle mit hohem Omega6-Anteil (Sonnenblumenöl, Rapsöl, Weizen-, Mais und andere Keim-Öle etc.), darmschädigend und entzündungsfördernd
      • Zucker (vor allem Fructose) in azellulärer, also nicht an Faserstoffe gebundener Form, immunsystembelastend, entzündungsfördernd
      • Soja und Erdnüsse, weiße und braune Bohnen, entzündungsfördernd, nährstoffvernichtend
      Vielleicht später!-Liste:
      Die oben nicht genannten Hülsenfrüchte, also z.B. fermentierte, also gewässerte und möglichst lange in Essig gekochte, Linsen können nach 30 Tagen testweise wiedereingeführt werden). Grüne Bohnen und Erbsen (Hülsenfrüchte, die mit der Schale gegessen werden können) sollten kein Problem darstellen-
      Alle Milchprodukte sollten Sie für 30 Tage auslassen, danach unternehmen Sie einen kontrollierten Versuch mit fermentierten Milchprodukten (z.B. vollfetter Käse, Rohmilchkäse), letztere zunächst nur von Schaf oder Ziege. Weidebutter, Ghee und Sahne sollten allerdings von Anfang an kein Problem sein!
      30 Tage alkoholfrei.
      Generell gilt: Essen Sie zunächst (für 30 Tage) nur Dinge, gegen die keine bekannte Unverträglichkeit (Erfahrung) besteht. Wenn es sich um Dinge handelt, die Sie noch nie zuvor gegessen haben (und davon sollten Sie so viele probieren, wie möglich…), führen Sie im Nachgang für 48 bis 72 Stunden keine weiteren unbekannten Nahrungsmittel zu und testen Sie aus, ob Ihnen das bekommt. Journal führen!
      Nahrungsmittelübersicht
      Ja, bitte!-Liste
      Gemüse: Gemüse ist die Nahrungsmittelgruppe, die Sie so viel wie möglich und mit möglichst viel Abwechslung essen sollten. Insbesondere Kohl ist ein erstklassiger Nährstofflieferant. Versuchen Sie, zu jeder Mahlzeit (auch zum Frühstück!) Gemüse zu bekommen, täglich ein Kilo Gemüse oder mehr ist empfehlenswert.
      Dabei sollten Sie darauf achten, dass Gemüse möglichst in seiner bestverdaulichen Form zubereitet ist: gedünstet bei niedriger Temperatur in geringen Mengen Wasser (oder im Dampfgarer) und/oder immer mit gesundem Fett (dazu gleich mehr) und etwas Säure aus Zitrone oder nicht gezuckertem Obstessig (kein „Balsamico“!). Beides macht die Vitamine und Mineralien im Gemüse für den Körper verfügbar, die Säure unterstützt auch die Verdauung. Ebenfalls gut (vor allem für die gesunden Darmbakterien, die einen erheblichen Teil unseres Immunsystems darstellen und für uns bei voller Funktionsfähigkeit bestimmte Nährstoffe aus der Nahrung holen, wie Vitamin K2) sind fermentierte Gemüse, also jede Form von Sauergemüse (Sauerkraut, saure Bohnen etc.), möglichst roh, also nicht pasteurisiert. Am besten selber machen, Grundrezept hängt ebenfalls an. Es reichen davon kleine Mengen, anfangen mit einer Gabel voll, und dann nach Geschmack und Vertragen steigern.
      Alle Gemüse enthalten Kohlenhydrate, allerdings sollten Sie grüne Gemüse (Blattgemüse) nur als Nährstoff-, nicht als Energielieferanten betrachten oder anders gesagt: ein Kopfsalat oder Zucchini enthalten kaum verwertbare Energie. Gekochte Wurzeln (Karotten, Rote Bete etc.) oder Kürbis enthalten im gekochten Zustand relativ viele verwertbare Kohlenhydrate, bitte also jeweils in nicht zu großen Mengen.
      Gesunde Fette: Gesunde Fette bestehen u.a. aus industriell nicht bearbeiteten gesättigten Fettsäuren. Dazu zählen tierische Fette (wie Butter, Sahne, Schmalz bzw. Talg ohne Zusatzstoffe von weidegehaltenen bzw. natürlich lebenden und wildgefangenen Tieren). Mit diesen Fetten können Sie auch braten und dünsten. Natürliches Fett (von Tieren und Pflanzen) ist nur in der Kombination mit Zucker problematisch – und es ist dabei immer der Zucker, der die Probleme verursacht.
      Bezüglich gesättigter pflanzlicher Fette empfiehlt sich vor allem Kokosfett, insbesondere zum Kochen bei niedrigen Temperaturen (Kokosfett hat einen niedrigen Rauchpunkt!) (Kokosfett mild=ohne Geschmack oder nativ=mit Kokosgeschmack). Zum Kochen und Braten ebenfalls geeignet sind Butterschmalz (auch Ghee: Butter ohne Molke). Empfehlenswerte einfach ungesättigte pflanzliche Fette (bitte nicht zu hoch erhitzen) finden Sie in hochwertigem Olivenöl. Mehrfach ungesättigte Fette (Omega3) sollte man möglichst aus natürlichen fettreichen Lebensmitteln wie fettem Fisch bekommen, niemals mit mehrfach ungesättigten Fetten kochen!
      Fett sollte kalorienmäßig den höchsten Anteil ausmachen, da Fett jedoch sehr energiedicht ist, brauchen Sie kaum 100 Gramm am Tag (wenn Sie schneller abnehmen wollen, reduzieren Sie den Fettverbrauch soweit Sie es können, OHNE den Kohlenhydratverbrauch oder das Protein zu erhöhen und OHNE zu hungern)
      Das bezüglich Verdaulichkeit und Energieverfügbarkeit gesündeste Fett ist ein Auszugsöl aus Kokosfett: MCT-Öl. MCT-Öl, oben bereits angesprochen, ist leicht verdaulich, die Aufnahme muss aber langsam gesteigert werden. In kleinen Mengen (zunächst nicht mehr als jeweils ein halber Teelöffel auf einmal) zu Salat und Gemüse bzw. in den Kaffee oder Tee tun (Details unten). MCT kann erhitzt werden, sollte aber nicht als Bratfett verwendet werden, dafür eignen sich Kokosfett und die oben genannten anderen Fette besser.
      Kräuter: Kräuter und Gewürze (möglichst frisch, auch wieder bio-Qualität und nicht künstlich haltbar gemacht). Salz sollte immer Natursalz sein, also nicht raffiniert. Wenn Sie die Kohlenhydrate reduzieren, verliert Ihr Körper auch Wasser und mit dem Wasser Salz und andere Mineralien. Insbesondere Salzverlust kann vorübergehend zu Kopfweh führen, darum immer auf genügend hochwertiges (nicht-raffiniertes) Salz im Essen achten (mehr zum Salz weiter unten).
      Fleisch: Vollwertiges Eiweiß (und das ist immer tierisches Eiweiß) ist notwendig. Fleisch soll Bioqualität haben und weidegefüttert bzw. freilaufend oder wildgefangen sein (das heißt: Bio reicht nicht. Ein Rind, das mit Bioweizen gefüttert ist oder ein Huhn, dem man Bio-Soja gegeben hat, bleibt ungesund für den Menschen). Bezugsquellen siehe oben, S. 5
      Besonders wertvoll sind die Innereien (Leber, Herz) solcher Tiere, weil sie besonders nährstoffreich sind, vor allem, was die B-Vitamine, Cholin und einen Teil der fettlöslichen Vitamine betrifft. Bei Bio- und Wild-Tieren, die auf der Weide bzw. in der Wildnis gelebt haben, können und sollten Sie das Fett mitessen. Ein- bis zweimal/Woche ist fetter Fisch sinnvoll (Forelle, Lachs, Makrele, Sardinen etc.), je kleiner der Fisch, desto geringer in der Regel seine Schwermetall-Belastung. Die meisten Fische aus Aquakultur müssen leider genauso betrachtet werden, wie Industriefleisch, reich an Antibiotika, unnatürlichen Futterstoffen, Schadstoffen etc.
      Wenn Sie Fleisch aus dem Supermarkt verwenden oder im Restaurant die Quelle nicht kennen, bitte möglichst mager und das Fett nicht mitessen. Ziegen-, Enten- und Wildfleisch darf (und sollte) auch durchaus noch rot im Kern sein, Rind- und Lammfleisch genauso wie Schwein (unbedingt auf bio und natürlich aufgewachsen achten) und Huhn (Geflügel nur in geringen Mengen) immer gut durchgaren (insbesondere Schwein sollte eine Kerntemperatur von über 80 Grad über einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten erreicht gehabt haben, ggf. Fleischthermometer verwenden). Huhn sollte ebenso wie Schwein maximal einmal in der Woche auf dem Speiseplan stehen, keine Innereien vom Schwein essen, wenn Sie sich auf die Qualität im oben genannten Sinne nicht verlassen können.
      Sie sollten ungefähr 120 bis 180 Gramm Fleisch oder Fisch zu jeder Mahlzeit des Tages essen (mindestens jedoch 20 Gramm Eiweiß je Mahlzeit, wenn die Mahlzeit Eiweiß enthält, das entspricht ungefähr 100 Gramm Fisch oder Fleisch), wobei ein „eiweißfreier“ Tag pro Woche empfehlenswert ist. Wurst bitte nur essen, wenn Sie sicherstellen können, dass sie keine Zusatzstoffe, Omega6-haltige Pflanzenfette (z.B. Sonnenblumenöl) und/oder Stärke enthält. Eier sind ebenfalls eine gute Nährstoffquelle (auch hier von freilaufenden Hühnern möglichst in Bioqualität), sie sättigen auch gut. Wenn Sie mehr als zwei Eier am Tag essen, sollten Sie ab dem dritten Ei nur das Eigelb essen. Drei Eigelbe am Tag sind jedenfalls empfehlenswert, wenn Ihnen mehr schmeckt, auch mehr. Auch hier gilt: Das Eigelb eines freilaufenden Huhns enthält besonders viel wertvolle Nährstoffe, Eier von Hühnern aus der Legebatterie sind dagegen voller Giftstoffe. Achtung: Bio ist gerade beim Ei noch kein hinreichender Qualitätsausweis, viele Biobauern füttern ihre Hühner mit Mais oder Soja oder werben sogar damit, dass sie ihre Hühner vegetarisch halten – beides vermindert die Ei-Qualität, Hühner sind Allesfresser, die gelegentlich auch einen Wurm oder eine Larve brauchen und viele „Hühnerei-Allergien“ sind in Wirklichkeit Soja-Allergien.
      Trinken: Sie sollten immer darauf achten, dass Sie genug aber nicht zu viel trinken (am besten in Form von Wasser, hochwertigem Bio-Kaffee oder pestizidfreien Tees ohne Zusätze, auch Bio-Chai, ein Gewürztee mit oder ohne Schwarztee in Bio-Qualität z.B. von Alnatura oder Yogi). Ebenfalls gut ist es, in das Wasser etwas Obstessig oder Zitronensaft zu geben. Wasser mit Obstessig senkt auch die Zuckerlust. Sie können z.B. auch frischen Ingwer kleinschneiden und mit heißem Wasser übergießen. Davon lässt sich auch ein zweiter Aufguss machen. Das gleiche gilt für Grünen Tee, der allerdings ebenfalls unbedingt pestizidfrei sein sollte. Eine gute Bezugsquelle für solche Tees (grün und schwarz) ist die „Teekampagne“. Für den Darm wichtig und extrem heilend ist, wie ebenfalls angesprochen, ein Fonds aus Rinder- oder Hühnerknochen (Rezept am Ende). Man kann diesen Fonds entweder zwischendurch pur trinken oder daraus Gemüsesuppe zubereiten. Pure oder lacto-fermentierte Gemüsesäfte erst mal sind ebenfalls eine gute Getränkequelle.
      Trinken möglichst zwischen den Mahlzeiten und nicht dazu. Die Flüssigkeit zu den Mahlzeiten haben Sie mühelos, wenn Sie genügend Gemüse dabeihaben. Wenn Sie so viel Gemüse essen, wie oben empfohlen, reichen über den Tag verteilt 1-1,5 l zusätzlich, wenn es sich nicht um sehr heiße Tage handelt oder Sie wegen körperlicher Anstrengung viel ausschwitzen.
      Sparsam essen
      Obst Am besten durchgefärbtes Obst (z.B. Beeren). Niemals als Trockenfrucht oder als puren Saft, sondern entweder als ganze Frucht (bei allem Obst, das man mit der Schale isst, immer auf bio-Herkunft achten) oder im Smoothie – mit Gemüse. Wenn doch Saft (z.B. Granatapfelsaft oder Cranberry-Saft OHNE Zusätze, beide haben etwas weniger Zucker und viele Antioxidantien) immer in einen Smoothie (zu Smoothies unten mehr) oder in einer Mischung mit Gemüsesaft verarbeiten. Säfte und Smoothies funktionieren am besten in einem Mischungsverhältnis 1:3 oder 1:4 Obst zu Gemüse (also ein Teil Obst, vier Teile Gemüse) sowohl geschmacklich als auch von der Zuträglichkeit. Bei Obst (und Gemüse) generell auch auf geringe Lagerzeiten und kurze Transportwege achten.
      Süße Speisen generell Jede Form des Süßens belastet den Körper (siehe oben), erhöht den Insulinspiegel, schwächt das Immunsystem und löst bei empfindlichen Personen Schmerzen aus. Es sollte daher sparsam gesüßt werden: Ggf. roher Naturhonig in geringen Mengen (max. ein Eierlöffel am Tag). Auch Datteln (selbstgemahlen oder als im Bioladen gekauftes Pulver) oder Melasse jeweils in geringen Mengen eignen sich zum Süßen, weil sie Energie enthalten und gleichzeitig noch Mikronährstoffe.
      Weitgehend unbedenkliche stärkehaltige Lebensmittel. Dazu zählen Kartoffeln, Süßkartoffeln, Topinambur, weißer Bio-Reis und (etwas weniger geeignet) alle gekochten Wurzeln (Mohrrüben, Petersilienwurzel etc.). Sie sind insofern unbedenklich, als sie normalerweise keinen Schaden in der Verdauung anrichten – da sie jedoch bei vielen Menschen eine starke Insulinantwort und eine Immunreaktion zur Folge haben, sollten Sie diese immer nur am Ende einer Mahlzeit in kleinen Mengen genießen (eine kleine Handvoll gekochten Reis, möglichst mit etwas gesundem Fett und/oder Säure versehen, das senkt die Zuckerlast, Reis wegen seines natürlichen Arsengehalts vor dem Kochen immer gut spülen). Außerdem sollten sie möglichst nicht zum Frühstück aufgenommen werden, stärkehaltiges ist am ehesten mittags oder zum Abendessen sinnvoll. Gekochte und abgekühlte Kartoffeln (z.B. für Kartoffelsalat) sind als resistente Stärke für die gesunde Darmflora wichtig, auch grüne Bananen fallen in diese Kategorie. Reife Bananen sind dagegen sehr zuckerhaltig, ebenso wie Trauben und die meisten Südfrüchte.
      Als alternative Mehle in nicht zu großer Menge bieten sich Quinoa, Buchweizen (Achtung hohe Kreuzreaktivität zu Weizen), Kochbanane, Kastanie an, außerdem alle anderen Nussmehle, soweit keine Unverträglichkeit gegen sie besteht (ausführlicher zu Nüssen siehe gleich nachstehend). Kokosmehl ist für die meisten Menschen kein Problem. Eine ausführliche Liste von Mehlen im Rezeptteil.
      Nüsse (außer Erdnüssen, die man ganz weglassen sollte) und Saaten Nüsse sind grundsätzlich nährstoffreich, haben aber das Problem, dass sie diese Nährstoffe zunächst schlecht abgeben und – auch wenn keine Unverträglichkeit festgestellt ist – Verdauungsprobleme erzeugen können (auch sie enthalten die im Getreide zu findenden Lectine und Phytinsäure, die die Verdauung stark beeinträchtigen). Wenn man damit Probleme hat, lässt sich das leicht beheben, indem man die Nüsse vor Verzehr 12-24 Stunden in Salzwasser lagert, das Wasser abgießt und sie anschließend schonend (z.B. im Ofen bei niedriger Temperatur) trocknet. (Trocknen ist wichtig, da Nüsse schnell schimmeln). Bei Saaten (also alle Kerne) kann man die Verdaulichkeit dadurch erhöhen, dass man sie keimen lässt und dann isst. Das funktioniert jedoch nur, wenn es sich jeweils um Rohkost handelt. Keine von der Industrie gerösteten oder gesalzene Nüsse oder Saaten verwenden. Nötigenfalls schonend, bei niedriger Temperatur selbst rösten.
      Nüsse sollten aber auch deshalb sparsam gegessen werden, weil sie viel Omega6-Öl enthalten, das vom Körper nur in geringen Mengen benötigt wird, in größeren Mengen aber entzündungs- und schmerzverstärkend wirken kann. Den vergleichsweise geringsten Omega6-Anteil haben Macadamia- und Walnüsse. Kokosnuss kann in beliebiger Menge gegessen werden, sie enthält fast nur gesättigte Fettsäuren.
      Salz: Möglichst nur nicht-raffinierte Salze ohne Zusätze! Dadurch besteht das Salz nicht nur aus Natriumchlorid. Wenn Sie natürliches unbearbeitetes Salz (z.B. Meersalz) verwenden, soviel zum Essen tun, wie Ihnen schmeckt. Achtung: Wenn Sie Kohlenhydrate reduzieren, verlieren Sie Wasser und damit Salz, was vorübergehend zu Kopfschmerzen führen kann. Darum auf genügende Salzzufuhr achten.
      Fermentierte Milchprodukte (Joghurt/Käse): Bitte nicht während der ersten 30 Tage, danach ausprobieren, ob solche Produkte negative Reaktionen erzeugen. Beginnen Sie mit vollfettem Käse, nicht pasteurisiert (=Rohmilchkäse), besser von Ziege und Schaf als von der Kuh. Wenn das kein Problem gibt, können Sie auch Joghurt ausprobieren, auch hier ist Ziege und Schaf für die meisten Menschen bekömmlicher als Kuh.
      Alkohol: Kein Bier (dauerhaft) und für 30 Tage auch sonst keinen Alkohol, danach sind ca. 0,1 l Wein/Sekt oder der Gegenwert in getreidefreien Schnäpsen am Tag (möglichst bio) mit mindestens zwei „Ruhetagen“ pro Woche für die meisten Menschen zuträglich.
      Konsequent weglassen: Zucker in jeglicher Form, dazu gehören auch Marmeladen, pure Obstsäfte etc. Diese enthalten viel von dem Zucker, der die heftigsten Entzündungsfolgen hat: Fruktose. Bitte nicht durch Süßstoffe ersetzen (Aspartam zum Beispiel wird im Körper über nur einen Zwischenschritt in Formaldehyd umgesetzt). Außerdem machen auch „natürliche Süßstoffe“ wie Stevia süchtig und haben eine Insulinantwort zur Folge. Zu möglichen Ersatzstoffen siehe oben im „gelben“ Bereich. Es sollte das Ziel sein, die Zunge für „Süße“ zu resensibilisieren, sie also Süßes auch „zwischen den Zeilen schmecken“ zu lassen. Wenn im Rahmen des Zuckerentzugs starke Cravings auftauchen: einen bis zwei Esslöffel Zitrone oder Obstessig auf ein großes Glas Wasser, langsam trinken. Bei anhaltenden Problemen L-Glutamin über Herrn Wiedenmann.
      Getreide (egal ob Vollkorn oder ausgemahlen), vor allem Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel. Das hat zwei Gründe: Alle Getreide, vor allem in Vollkorn-Form, beinhalten zahlreiche Stoffe, die die Verdauung stören oder unterdrücken, dabei zunächst den Magen und den Darm schädigen und in der Folge Entzündungen im ganzen Körper verursachen und/oder verschlimmern. Der zweite Grund (und darum sollten Sie erwägen, auch Getreide, die bezüglich entzündlicher Wirkungen über Magen und Darm nicht so problematisch sind, wie Hafer, Buchweizen, Quinoa etc., sparsam zu verwenden): die Stärke im Getreide wird vom Körper wie Zucker behandelt und führt oft sogar zu einer heftigeren Insulin- und Immunantwort als purer Zucker. Das gilt besonders auch für Maismehl.
      Hülsenfrüchte (Linsen, weiße oder rote Bohnen, Erdnüsse und ALLE Sojaprodukte). Alle Hülsenfrüchte, die mit Schale gegessen werden können (grüne Bohnen, Erbsen, Zuckerschoten) sind relativ unproblematisch. Linsen können ausnahmsweise gegessen werden, wenn sie fermentiert (also z.B. zunächst 24 Stunden in Essigwasser eingeweicht) sind und dann lange gekocht werden (idealerweise wieder mit Essiganteil). Vorsicht wegen der Histamin-Problematik. Alle anderen Hülsenfrüchte, am schlimmsten Soja, sind Gift für die Verdauung (sie schalten einen Großteil der Enzyme aus). Soja ist als (Phyto-)Östrogenlieferant ein besonderes Problem, außerdem wird das gerne als gesund propagierte Sojaeiweiß bei der nötigen industriellen Genießbarmachung von Soja denaturiert.
      Industriell be-/verarbeitete Lebensmittel, soweit diese Zusätze in irgendeiner Form enthalten (das betrifft zum Beispiel alle Fertiggerichte). Faustregel: Enthält es eine Zutatenliste mit nur einer Zutat, die Sie beim ersten Lesen nicht sofort aussprechen können, zurück ins Regal (oder, wenn Sie es schon zuhause haben: in den Mülleimer) damit. Auch „Glutenfrei“ oder Reiswaffeln etc. sind stark industriell bearbeitete Lebensmittel, energiereich und dabei nährstoffarm, sie verdrängen ggf. nährstoffreichere Lebensmittel aus der Speisenfolge und sind schon deshalb schädlich.
      Stark Omega-6- oder gar Transfetthaltige Fette: dazu zählen vor allem Pflanzenfette wie Sonnenblumenöl (außer HO-Sonnenblumenöl = stärker Ölsäurehaltig), Distelöl, Margarine, Keimöle, auch Rapsöl ist im Auto-Tank weniger problematisch als im Körper. HO-Sonnenblumenöl kann in Bio-Qualität wie Olivenöl verwendet werden.
      Unfermentierte Milchprodukte (= pasteurisierte Milch, Frischkäse vor allem aus Kuhmilch) Milch enthält viele Stoffe, darunter Zucker und Hormone, die gesundheitsschädlich sind, durch das Pasteurisieren und andere Formen der Haltbarmachung sind die wertvollen Stoffe, die in Rohmilch zu finden wären, nahezu vollständig eliminiert. Unfermentierte (=Frischmilch)produkte sollten Sie also dauerhaft weglassen.
      Grundsätze der Nahrungszubereitung
      Es ist für den Körper am besten, wenn man gleichzeitig die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme und die Belastung des Körpers bei der Nahrungsaufnahme möglichst geringhält. Das geht am besten, wenn man die Energiedichte eines Essens durch gesundes Fett (siehe oben) erhöht (man braucht dann geringere Mengen an Nahrungsmitteln), schwerer verdauliche Lebensmittel (also z.B. Gemüse) in gesundem Fett dünstet (das heißt letztlich auch im eigenen Wasser oder mit etwas Rinderfonds, s.o., Garflüssigkeit mitessen/-trinken, da sind die Nährstoffe drin!) oder, wenn man sie als Rohkost zu sich nimmt, in Form von Smoothies verarbeitet. Alles Essen sollte sehr gut gekaut werden (auch Smoothies sollten, wie bereits erwähnt, eingespeichelt werden, die im Speichel enthaltene Amylase stellt den ersten Schritt der Verdauung sicher). Stärker kohlenhydrathaltige Mahlzeiten (also zum Beispiel mit Reis oder stärkehaltigem Gemüse wie gekochten Rüben) sollten idealerweise später am Tag (Nachmittag, Abend) liegen.
      Smoothies sind grundsätzlich eine sehr gute Form, Rohkost mit geringer Belastung für die Verdauung zu sich zu nehmen und dabei Enzyme aus Gemüse, andere sekundäre Pflanzenstoffe etc. aufzunehmen. Sie unterstützen ggf. auch die Entgiftung. Sie sollten aber immer höhere Anteile an Gemüse (3-4 Teile) als an Obst (1 Teil) enthalten. Sollten sich daraufhin Blähungen einstellen, bitte das Gemüse und das Obst vor dem Verarbeiten erst leicht dünsten und wieder abkühlen lassen. Um Smoothies anzureichern und die im Gemüse enthaltenen Nährstoffe für den Körper aufzuschließen, sollten auch Smoothies Fett (am besten MCT-Öl, siehe oben) und Säure enthalten (soweit Sie sie vertragen). Säure ist zwar in vielen Obstsorten enthalten, es ist jedoch sinnvoll, immer einen Tee- oder Esslöffel Zitrone oder Obstessig (ohne Zuckerzusatz, also keinen Balsamico) zuzugeben. Um den Smoothie noch gehaltvoller zu machen, kann man Chia-Samen oder geraspelte Kokosnuss zugeben.
      Auch etwas geschroteter Leinsamen erhöht die Bekömmlichkeit und hilft dem Körper, Giftstoffe abzutransportieren.
      Selbst gepresster frischer Gemüsesaft, ggf. mit geringen Obstanteilen, ist eine zuträgliche Weise, zusätzlich Enzyme und die nötige Flüssigkeit aufzunehmen, ohne dabei den Insulinspiegel in die Höhe und das Immunsystem in die Knie zu zwingen.
      Kochvorgänge sollten immer schonend sein, wenig Wasser (was obendrein mitgegessen/-getrunken werden sollte, es enthält wie gesagt die Nährstoffe!); insbesondere Fleisch sollte nicht zu hoch erhitzt werden, um möglichst wenig Giftstoffe zu erzeugen, also nicht stark bräunen. Die Gartemperatur sollte 130 Grad nicht überschreiten. Fett, das geraucht hat, enthält viele Giftstoffe und darf auch nach Abkühlen nicht weiterverwendet werden.
      Kurze Anmerkung zum Frühstück und zur Häufigkeit der Nahrungsaufnahme
      Frühstück gilt vielen als die wichtigste Mahlzeit am Tag, auch Studien weisen immer in diese Richtung. Das gilt aber nur deshalb, weil die meisten Menschen, die nicht frühstücken, das nicht tun, weil sie noch bis spät in die Nacht hinein gegessen haben. Essen bei Nacht verringert jedoch die Schlafqualität und belastet den Körper extrem, besonders das Immunsystem: Eine Mahlzeit nachts um 3 zum Beispiel belastet das Immunsystem etwa 12mal heftiger als nachmittags um 15 Uhr.
      Wenn Sie am Vorabend möglichst spätestens um 19 Uhr die letzte Mahlzeit gegessen haben und da-nach auch keine Snacks mehr und am frühen Morgen dennoch nicht oder nicht besonders hungrig sind, kann das die Botschaft Ihres Körpers sein, dass er noch am Entgiften ist und nicht aufnahmefähig. Unterstützen Sie ihn mit einem großen Glas lauwarmen Wassers (gerne auch erweitert um eine halbe Zitrone). Es empfiehlt sich ein verkürztes Fenster, innerhalb dessen Sie essen, zum Beispiel gegenüberliegend Ihrem Schlaf (Schlaf von 22.30 bis 6.30 Uhr, Essen von 10.30 bis 18.30 Uhr). Innerhalb eines solchen „Fensters“ können Sie Nahrungsaufnahme nötigenfalls problemlos auf viele kleinere Portionen verteilen, um sich mit der Verdauung nicht zu überfordern.
      Fachleute sprechen bei einer Nahrungsabstinenz, die mindestens 16 Stunden und nicht über 36 Stunden dauert, von intermittierendem Fasten (nächster Absatz). Das hilft dem Körper, der sich nicht mit der Nahrungsaufnahme und -verarbeitung beschäftigen muss, sich gegen Mikroben und Schad-stoffe zu wehren, fehlerhafte Zellen zu recyceln oder und abzutransportieren. Nicht umsonst reagiert unser Körper auf Infekte häufig mit Appetitlosigkeit. Ein Fasten von mehr als 36 Stunden bringt in der Regel keinen zusätzlichen Vorteil, im Gegenteil.
      Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Sie genug Nährstoffe und Energie bekommen. Vor allem jetzt, zu Beginn der Ernährungsumstellung, sollten Sie nötigenfalls sogar häufiger essen, vor allem weil Sie bisher ja zwei Zwischensnacks hatten. Wenn Sie morgens nach sieben oder besser acht Stunden Schlaf (!) und elf bis zwölf Stunden ohne Nahrung hungrig aufwachen, hören Sie auch hier auf Ihren Körper und frühstücken Sie! Das Frühstück sollte aber die kohlenhydratärmste Mahlzeit sein und immer Eiweiß enthalten. Wie unten angeführt bilden Avocado („süß“ mit Obst oder salzig z.B. mit Fisch, Eiern etc.) eine gute Grundlage für das Frühstück, ebenso wie ein „englischer“ Ansatz (mit Eiern und Speck) oder ein mediterranes Frühstück mit Tomaten, Gurken Oliven, später ggf. auch mit Schafskäse etc. Ich habe Ihnen einige Alternativen im Rezeptteil exemplarisch vorgestellt. Wechseln Sie auch hier ab!
      Kaffee, Tee (oder Chai) mit Butter und MCT-Öl – intermittierendes (Fett-)Fasten
      Sie können, wenn Sie sich daran gewöhnt haben, mehr gesundes Fett zu essen, statt des Frühstücks auch intermittierend Fettfasten, das garantiert die nötigen Energiereserven, regt, wie erklärt, den Fettstoffwechsel aus den eigenen Depots an und verhindert Hunger bis zum Mittagessen in den meisten Fällen: In einen hochwertigen Kaffee (zwei Tassen) oder Tee einen halben, wenn Sie sich daran gewöhnt haben auch einen ganzen Kaffeelöffel MCT-Öl und 1-2 Kaffeelöffel Weidebutter, das Ganze mit einem Mixer/Zauberstab aufschlagen, bis der Kaffee oder Tee milchig ist und sich ein leichter Schaum gebildet hat. Mit wenig MCT-Öl anfangen, da es zunächst leicht abführend wirken kann.
      Snacks: Generell muss der Mensch nicht „grasen“, also nicht ständig essen. Das gilt aber nur, wenn Sie zu den Mahlzeiten genügend Energie und Nährstoffe bekommen haben. Insbesondere wenn Sie zwischendurch echten Hunger bekommen, ist ein Smoothie, ein Gemüsesaft und/oder zum Beispiel ein gekochtes Ei, eine Handvoll Nüsse (am besten Wal- oder Macadamia-Nüsse) sinnvoll. Zuhause eine Tasse Hühner(knochen)suppe (mit oder ohne Gemüse) ist ebenfalls geeignet. Eine halbe Avocado mit etwas Salz und Essig, ein paar kleine Oliven oder ähnliches lassen sich verhältnismäßig leicht transportieren und schließen den Magen.
      Nachsatz: Bewegung
      Wie besprochen ist Bewegung sinnvoll und gesundheitsfördernd (vor allem auch für den Darm), solange sie nicht in zehrenden Sport ausartet. Bewegung hilft unter anderem, das Stresshormon Adrenalin abzubauen, das Gehirn (und alle anderen Körperteile) besser zu durchbluten, die Mitochondrien (das sind sozusagen die Kraftwerke in den Zellen) aufzubauen, die Verdauung anzuregen, die Schlafqualität zu verbessern, das gesamte Wohlbefinden zu verbessern etc. Dabei ist es wichtig, Bewegung nicht mit (Leistungs-)Sport zu verwechseln. Es geht um viel Bewegung im Alltag, nutzen Sie jede Gelegenheit, sich zu bewegen. (Und nutzen Sie, wenn möglich, alles, eine meditative Qualität hat, Tai-Chi oder ähnliches). Stehen Sie mindestens alle 20 Minuten vom Stuhl auf und gehen Sie am Tag möglichst viele Schritte. Zweimal am Tag richtig anstrengen für 4-5 Minuten (nicht mehr), am besten Kraftübungen bis die Muskeln etwas schmerzen, nicht auf nüchternen Magen und die anschließende Mahlzeit sollte etwas mehr vollwertiges Protein enthalten (Kollagen und/oder Fleisch).
      Nachsatz: Schlaf
      7-8 Stunden netto ist die Schlafzeit, die (je)der Mensch braucht, um auf Dauer gesund zu bleiben bzw. zu werden. Wenn Sie die bisher nicht haben, denken Sie darüber nach, was Sie tun können, um sich diese Schlafzeit für sich einzurichten. Schlafhygiene-Maßnahmen: Achten Sie darauf, keine elektronischen Geräte im Schlafzimmer zu haben (generell sollte zur Förderung der Schlafqualität für Jugendliche eine Bildschirmabstinenz ab spätestens 20 Uhr herrschen), absolute Dunkelheit sicherzustellen und absolute Stille. Trinken Sie möglichst bis auf Weiteres abends keinen Alkohol und nach 14 Uhr keinen Kaffee. Das waren die einfachen Maßnahmen, die schwierigste ist für die meisten Menschen die folgende, die zugleich erfahrungsgemäß den besten Erfolg verspricht: Gehen Sie jeden Abend im selben 15-Minuten-Fenster ins Bett und stehen Sie jeden Morgen um dieselbe Uhrzeit auf. Wenn Sie nachts aufwachen und nicht sofort wieder einschlafen können, stehen Sie auf, machen Sie aber kein Licht und versuchen Sie etwas zu meditieren.
      Nachsatz: Stress
      Hier gilt im Grunde das Gleiche wie beim Schlaf: Ein Teil des Stresses wird mit einer anderen Ernährung verschwinden, was dadurch natürlich nicht verschwindet, sind andere äußere Umstände, die uns mit Stress reagieren lassen. Es lohnt sich darüber nachzudenken, wie man diesen Stress beseitigt. Auch hier muss, wenn das nicht allein gelöst werden kann (was oft der Fall sein wird) externe Hilfe in Anspruch genommen werden. Eine der einfachsten Möglichkeiten sind 10 Minuten Meditation am Tag, dazu gibt es eine ganze Reihe an leicht zugänglichen Methoden. Welche für Sie funktioniert, müssen Sie ggf. ausprobieren.
      Anhang Grund-Rezepte
      Mögliche Alternativ-Mehle (weniger problematisch aber nicht ohne Probleme…)
      • Kichererbse (Achtung: Hülsenfrucht, erst verwenden, wenn Darm ausgeheilt)
      • Buchweizenmehl
      • Hafer (Achtung: häufig Kreuzverunreinigung durch glutenhaltige Getreide, auch Hafer hat Lectine, die die Verdauung beeinträchtigen)
      • Kokos
      • Erdmandeln
      • Kastanien
      • Taff
      • Kochbananen
      • Kartoffeln
      • Reis
      • Quinoa (ebenfalls Lektin-haltig, Problem kann in diesem Fall durch Kochen im Druckkochtopf beseitigt werden)
      • Tapioka
      Nussmehle (soweit sie vertragen werden, Achtung: keine Erdnüsse und möglichst keine Cashews!)
      Finger weg von „Glutenfreien“ Industrieprodukten, sie sind in der Regel genauso ungesund oder sogar noch ungesünder als Getreide.
      Ernährungsbaukasten
      Einige meiner Kunden tun sich zunächst schwer mit der Umstellung. Wir haben daher ein Bausteinsystem entwickelt, das es einfacher macht, mit den Vorgaben zurecht zu kommen.
      Wählen Sie zu jeder Mahlzeit (egal ob morgens, mittags, abends) eine der Zutaten aus jeder der nachstehenden Spalten, also ein stärkehaltiges Nahrungsmittel, eine Süßpflanze, ein Fleisch oder Fisch, ein (grünes) Gemüse, eine Fett-/Ölsorte, eine Säure und einen Umami-Geschmack. Die jeweilige Menge spielt keine große Rolle, allerdings sollten sich die Gemüse zum Fleisch wie 2/3 zu 1/3 verhalten. Kochen und essen Sie sie zusammen. Es wird immer gut schmecken und die Zahl der möglichen Kombinationen beträgt rund 37, das heißt es gibt 2.187 mögliche Kombinationen – selbst wenn Sie immer nur daraus auswählen würden und dreimal am Tag essen, könnten Sie gut zwei Jahre Mahlzeiten zubereiten, ohne dass es eine einzige identische Wiederholung gibt.
      1. Stärkehaltige Pflanze/ Wurzel - Weißer Reis, Kartoffel, Taro oder Süßkartoffel
      2. Süßpflanze: Rüben, Apfel, Blaubeere
      3. Fleisch: Rind, Lamm, Fisch / Meeresfrüchte
      4. Gemüse: Spinat, Spitzkohl, Zwiebeln
      5. Fett / Öl: Kokosmilch, Saure Sahne, Mandelbutter 
      6. Säure: Zitronensaft, Essig, Lauge aus fermentiertem Gemüsen (z.B. Sauerkraut)
      7. Umami (Geschmack aus Fermentierung): Fischsoße, Worcestersauce, Teriyakisoße
      Alles möglichst immer auf Basis der Knochenbrühe
      Achtung: Das ist nur für den Fall, dass Sie sich mit der Umsetzung schwer tun, Sie können beliebige andere Zutaten aus derselben Kategorie dort einsetzen, auch ein Smoothie, wie er auf Seite 20 zusammengestellt ist. Das Kürbisbrot auf Seite 19 deckt zum Beispiel 1,2 und 5 ab, man kann es mit Hähnchenleber und Avocado, die mit Essig und z.B. Worcestersoße angemacht ist, ergänzen.
      Rezept für Nussbrot (rund 600 Gramm)
      4 Eier trennen, Eiweißschnee schlagen, bis er fest ist.
      Die Eigelbe zusammen mit
      • 200 gr. geriebenen Haselnüssen (oder anderen Nüsse nach Geschmack und ggf. individueller Verträglichkeit – aber keine Erdnüsse), dazu noch eine Handvoll grob zerkleinerte Walnüsse (macht es herber, wenn man stattdessen Mandeln nimmt, wird das Brot etwas süßer)
      • 30 gr. geschrotetem Leinsamen
      • 30 gr. Flohsamenschalen (zum Binden, da der Teig kein Gluten enthält, wenn man als Grundstoff geraspelte Mandeln nimmt, kommt man notfalls auch ohne aus, das Brot wird aber unter Umständen etwas bröckelig).
      • einer Prise Meersalz
      • 3 Esslöffel Obstessig
      • 2 Esslöffel flüssige Butter oder Kokosöl
      • nach Geschmack Brotgewürze: Kümmel, Fenchel, Koriander
      • bis zu 130 ml warmes Wasser (Teig sollte gerade so zusammenhalten, nicht zu feucht machen, er wird anschließend noch mit dem Eischnee verbunden.)
      verrühren.
      Die Mischung vorsichtig unter den Eischnee heben. Nicht zu heftig rühren, damit nicht alle Luftblasen aus dem Eischnee verschwinden. Teig und fertiges Brot bleiben so lockerer.
      In eine (evtl. mit Backpapier ausgelegte) kleine Kasten-Backform (lässt sich anschließend leicht herausheben) und bei ca. 150 Grad 50-60 Minuten backen.
      Das Brot enthält nahezu keine Kohlenhydrate (solange man nicht Cashews verwendet) und kein Gluten.
      Wenn man „Konditoren-Haselnüsse“ verwendet, sind die Haselnüsse nicht gemahlen, sondern geraspelt, sie haben mehr Volumen und der Teig wird noch lockerer.
      Sie können außerdem, wenn Sie es vertragen, einen Beutel Trockenhefe beifügen, dann den Teig vor dem Backen 30 Minuten bei 50 Grad im Ofen gehen lassen.
      -> Einschub: Das macht meine Freundin uns immer.
      Es gibt auch Backmischungen für getreidefreie Brote (mit und ohne Nüsse), die sehr einfach, meist nur unter Zugabe von Wasser, zuzubereiten sind. Zu finden über www.organicworkout.de oder die dr almond-Produkte z.B. über Amazon. Relativ teuer, aber dafür wirklich sehr einfach herzustellen.
      Kürbis-Brot
      Vorbereitungszeit 20 Minuten (+ 80 Minuten Kürbis im Ofen)
      Backzeit ca. 45 Minuten
      Zutaten
      • 1 Butternut – Kürbis (mittel)
      • 6 Eier
      • 60 Gramm Butter oder Ghee
      • 4 Esslöffel Kokosöl
      • 1 Esslöffel roher Honig
      • 50 ml Kokosmilch
      • 100 Gramm Kokosmehl
      • 250 Gramm Mandel- oder Haselnussmehl, bei Unverträglichkeit z.B. Kastanienmehl, Kochbananenmehl
      • 2 Teelöffel Backpulver (Weinstein)
      • ½ Teelöffel Salz
      • 2 Teelöffel Zimt
      • ½ Teelöffel Muskatnuss
      • 1 Teelöffel Brotgewürz
      Zubehör: Kastenform, Handmixer oder Küchenmaschine, Backpapier
      Zubereitung
      Kürbis als Ganzes bei 200 Grad im Backofen gar werden lassen (er muss sich am Ende leicht mit einem spitzen Messer stechen lassen).
      Backofen auf 160 Grad abkühlen lassen und Kastenform mit Backpapier auskleiden.
      Kürbis von der Haut befreien (Vorsicht, HEISS!), öffnen, Kerne entfernen. Kürbis pürieren mit Eiern Butter/Ghee und Honig mixen. Kokos- und weiteres Nussmehl, Salz und alle Gewürze zufügen und Rührteig machen. Der Teig sollte fest, aber problemlos durchzurühren sein. (Wenn zu feucht, mehr Kokosmehl, wenn zu trocken mehr Kokosöl oder etwas Kokosmilch zugeben.)
      Bei 160 Grad ca. 45 Minuten backen (mit Zahnstocher prüfen, wenn Zahnstocher sauber bleibt, ist der Teig fertig.) Wenn der Teig nach 45 Minuten noch nicht durch sein sollte, aber außen zu dunkel zu werden droht, mit Alufolie abdecken und einige Minuten weiter backen.
      Aus der Form heben und auf einem Rost abkühlen und etwas nachtrocknen lassen.
      Das Brot ist relativ süß, wer es herzhafter mag (oder weniger Kohlenhydrate) kann den Honig weglassen und/oder geraspelte Walnüsse zugeben. Dann eignet es sich auch hervorragend als Grundlage für Leberwurst.
      Wenn nicht sofort verbraucht, kühl und trocken lagern, ggf. einfrieren.
      Frühstücksalternativen:
      KB Smoothie (nach Kelly Brogan, „A Mind Of Your Own“)
      • 100-150 g Beerenobst, bio, ggf. tiefgefroren (z.B. Alnatura)
      • 300 g frischen Bio-Spinat (oder 150 g tiefgefrorenen)
      • 200 ml Kokoswasser
      • 3 Esslöffel Zitronensaft
      • 1 Esslöffel Bio-Mandelbutter (ersatzweise z.B. eine halbe Avocado)
      • 3 große (rohe oder höchstens weichgekochte) Eigelb von freilaufenden, natürlich aufwachsenden Hühnern (bio-Qualität, aber Vorsicht: möglichst nicht Mais- oder Getreide-lastig gezogen)
      • 1 Esslöffel bio-Kokosfett (mit Geschmack = nativ, oder ohne Geschmack = mild)
      • 1-2 Esslöffel Ghee (geklärte Butter, grasgefüttert bzw. bio)
      • 1-2 Esslöffel rohes Kakaopulver
      • Alles in einen Blender/Mixer oder mit Zauberstab zu einem Smoothie verarbeiten, 3 Esslöffel Kollagen Hydrolysat (weidegefüttert, bio) einrühren (oder auf sehr niedriger Stufe im Mixer mitlaufen lassen, um die Proteinstrukturen zu schützen)
      Menge reicht gut für eine Person – Frühstück (bei Verdauungsschwierigkeiten, Bedürfnis nach Zwischenmahlzeiten etc. ggf. auf zwei Portionen verteilen, eine nach dem Aufstehen, eine morgens um 11)
      Fleisch- und Gemüsefrühstück für eine Person
      • 100-125 Gramm grasgefüttertes Hackfleisch
      • 1 Messerspitze Meersalz
      • ½ Esslöffel Kokosfett oder Ghee
      • 2 Frühlingzwiebeln kleingehackt
      • 1 kleine oder eine halbe große Süßkartoffel, geschält, kleingehackt
      • 1 kleine Zucchini (oder eine halbe größere) in zwei Hälften geschnitten
      • Wenn es die Jahreszeit hergibt: Zwei Stangen Spargel in mundgerechte Stücke zerteilt
      • 2 Prisen Zimt
      • 1 Prise Muskatnuss
      • ½ große oder eine kleine Avocado in Schlitze geschnitten
      Hackfleisch bei mittlerer bis geringer Hitze leicht anbräunen, salzen, beiseite stellen
      Kokosfett oder Ghee erhitzen, Zwiebeln hinzufügen, drei Minuten kochen, Süßkartoffeln zuführen und für weitere 3-5 Minuten kochen, Zucchini, ggf. Spargel zufügen und weiterkochen, bis Gemüse gar aber noch bissfest. Mit Zimt und Muskatnuss nach Geschmack würzen und mit der geschnittenen Avocado servieren.
      -> Einschub: Schmeckt toll!
      Englisches Frühstück
      Eier in jeder Zubereitungsvariante, ab dem dritten Ei möglichst nur noch Eigelb, Speck (Vorsicht: Quelle, Schwein muss unbedingt natürlich gewachsen sein, kein Nitritpökelsalz, nicht zu dunkel braten!), möglichst immer um ein Gemüse ergänzen, gut passt zum Beispiel Mangold in Butter und Zitrone (ganze Biozitrone, Schale in Julienne-Streifen schneiden und zugeben).
      Avocado und ihre Freunde
      Eine ganze Avocado zu einer guten Handvoll Beeren, Avocado salzen, einen halben Bund Rucola kleingehackt, mit Apfel- oder Himbeeressig (kein Balsamico!!!) Dazu wiederum Ei oder – ganz anders – geriebene dunkle Schokolade (85+ Prozent, Milch- und Soja-/Sonnenblumenlecitin-frei) zusätzlich würzen. Wenn Sie zum Frühstück „Brot mit Nutella“ brauchen, können Sie auch eine reife Avocado mit leicht erwärmter mindestens 85+ prozentiger Schokolade und Haselnüssen im Mixer cremig rühren und als Brotaufstrich (Brotrezepte siehe oben) verwenden.
      Brot mit Hähnchenleber
      Brot entsprechend einem der oben genannten Rezepte oder ähnlich (aber immer ohne echtes Getreide!), dick mit Weidebutter bestreichen, Hähnchenleber, gedünstete Zwiebeln, Radieschen, gut salzen.
      Fermentiertes Gemüse selbst gemacht:
      Eingelegtes Gemüse (Rezept kann auch auf andere Gemüse angewendet werden)
      • 2-3 Zweige frischen Dills
      • 1 Teelöffel ganze schwarze Pfefferkörner
      • 500 Gramm kleingehackter Blumenkohl
      • 250 Gramm kleingeschnittene grüne Bohnen.
      • 250 Gramm kleingeschnittene Karotten
      • 400 ml Wasser
      • 1-1,5 Esslöffel Meersalz
      • 1 großes Kohlblatt
      Dill und Pfeffer auf den Boden eines verschließbaren Glasgefäßes (Einmachglas etc.) legen. Das Einmachglas sollte so groß sein, dass es das Gemüse eng gepackt aufnimmt (und das Kohlblatt noch obendrauf passt). Salz im Wasser gut auflösen, über das Gemüse kippen, das Gemüse sollte mindestens mit ½ Zentimeter Salzwasser bedeckt sein. Kohlblatt gefaltet oben drauf, damit das Gemüse unter Salzwasser bleibt, Deckel zuklemmen oder zuschrauben. An einem nicht direkt der Sonne ausgesetzten Platz in der Küche aufbewahren. Nach 2-3 Tagen, wenn es im Glas anfängt zu blubbern, den Deckel aufmachen, um die überschüssigen Gase rauszulassen und wieder fest zumachen. Ab da jeden Tag ein- bis zweimal „Luft“ aus dem Glas ablassen. Nach 5-7 Tagen (wenn Ihnen die Säuremenge passt, das müssen Sie ausprobieren) kann das saure Gemüse gegessen werden. Man kann es bis zu 6 Monate im Kühlschrank aufbewahren, idealerweise in einer offenen Glasschüssel, die von einem Teller bedeckt wird.
      Rinderknochen-Brühe (alternativ: Brühe aus Knochen eines ganzen Huhns) für Kollagen
      Rinderknochen (Mark-Knochen) besorgen, Fleisch abnehmen und für später in Kühlschrank aufbewahren oder (für noch spätere Verwendung) einfrieren.
      Knochen
      Eine große Zwiebel kleingeschnitten
      Eine Knoblauchknolle geviertelt (optional)
      4 Karotten, kleingeschnitten
      Je 3 Zweige frischen Thymian, Rosmarin, Petersilie
      2 Lorbeerblätter
      2 Teelöffel Meersalz
      2 Esslöffel Apfelessig (Alnatura oder andere Bio-Marke)
      2 Liter Wasser (mindestens, am Anfang möglichst gefiltert oder Mineralwasser ohne Kohlensäure – nicht aus Plastikflaschen –, weil Leitungswasser immer noch relativ viele Stoffe enthält, die mit ein Auslöser für Gesundheitsprobleme sein können, das Gleiche gilt für alle Plastikflaschen und –behältnisse, Aufbewahrung von Lebensmitteln möglichst immer in Glas oder Stahl)
      Alle Zutaten 8-12 Stunden vor sich hin simmern lassen, anschließend Knochen entfernen und Rest durch ein Metallsieb geben. In einem Metall- oder Glasbehältnis im Kühlschrank aufbewahren, das ist immer wieder der Grundstock für verschiedene Gerichte (hilft den Darm auszuheilen).
      Anmerkung: Kann mich natürlich nicht so wahnsinnig daran halten aber die Gerichte esse ich nun oft und es hilft unheimlich. Bei mir jetzt halt.
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