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Kessi

Liebe Community,

ich bin neu hier und habe keinen passenden Bereich gefunden, vielleicht kann der Beitrag entsprechend verschoben werden?

Hat einer bereits Erfahrungen mit einem TNF Alpha Hemmtest  gemacht? Ich habe gerade meine Ergebnisse erhalten und war sehr überrascht. Würde mich gerne austauschen. 

Gruß kessi

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Matjes

Hallo Kessi,

willkommen hier.

Ich habe bisher noch nichts davon gehört und würde mich freuen, wenn du selber mal etwas davon erzählst.

Warum hast du denn den Test machen lassen, hatte dir das dein Arzt empfohlen?

Lieben Gruß, Martina

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Kessi

Ich habe seit meinem 13. Lebensjahr Psoriasis und die Hoffnung, dass diese während er der Hormonumstellung der Wechseljahre besser werden würde, hat sich leider nicht bestätigt. Im Gegenteil... inzwischen raten die Hautärzte zu Systemtherapie, vor der ich mich jedoch scheue wegen der Nebenwirkungen. Ich habe mir immer gesagt, dass ich eine rein optische Krankheit habe, mit der ich aufgrund eines sehr stabilen und liebevollen sozialen Umfelds ziemlich gut zurecht komme unf ich dem Körper nicht zusätzliche Schadstoffe zuführen möchte. Die neuen Erkenntnisse der Medizin, dass es eben doch nicht nur eine optische Beeinträchtigung ist, sondern die Psoriasis erhebliche innerliche Schäden anrichten kann, veranlasst mich dazu, alles auszuprobieren, was auf natürliche Weise helfen kann, eben auch Nahrungsergänzungsmittel. Bei meinem Test, von meiner Heilpraktikerin empfohlen, kam raus, dass bei mir zum Beispiel das vermeintlich gesunde Nachtkerzenöl und auch Hanföl starke Entzündung hervorrufen kann, geschweige denn die Entzündung hemmt. Da ist bei jedem anders, deshalb der Test. Wie gesagt, ich habe heute erst die Ergebnisse erhalten und finde die sehr spannend.  Übrigens habe ich interessehalber auch Fumaderm testen lassen, welches wie schon vorher zu vermuten, einer der besten Entzündungshemmer bei mir war. Aber lt. Test gab es auch einige wenige Alternativen auf Basis von Nahrungsmittelergänzung.

Ich werde berichten. 

Herzliche Grüße

 

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Lupinchen
Geschrieben (bearbeitet)

Ich wünsche Dir viel Erfolg, ich halte aber von solchen Untersuchungen von Heilpraktikern nichts. Ich kenne einige die genau wie Du auch mal den naturheilpraktischen Weg gehen wollten, aber mit einer schweren Pso oder PsA hatten sie bald schwere Schübe. Ich denke bei schweren Fällen ist da mehr die Schulmedizin gefragt. Ist sicher eine Glaubensfrage aber jede Medizin kann Nebenwirken haben.  Wenn Dein Leidensdruck nicht groß ist und Du gut zurecht kommst, sowie noch keine PsA vorliegt, kannst Du sicher noch mit einer systemischen Therapie warten. Prophylaxe gibt es ja nicht wirklich, nur bei PsA sollte man rechtzeitig mit einer Basistherapie beginnen. Da ich aber Deinen jetzigen Gesundheitszustand nicht kenne, kann das nur ein Tipp sein.

Gruß Lupinchen

bearbeitet von Lupinchen

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Manis

Hi Kessi,

ich kann da Lupinchen nur beipflichten. Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, ich halte von der "Heilpraktikerei" auch nix, jedenfalls nicht, wenn es sich um so schwerwiegende Erkrankungen wie Pso handelt. Heilpraktiker sind keine Mediziner, und was da teilw. kursiert, entbehrt nicht selten jeder wissenschaftlichen Basis. Grade das mit der Nahrungsmittelergänzung ist IMHO reine Quacksalberei.

Zweifelsohne, wer sich nicht ausgewogen ernährt, oder übergewichtig ist, dem tut insbesondere bei Pso eine Ernährungsumstellung gut, oder wer wirklich allergisch auf bestimmtes reagiert, ohne das bisher vlt gewusst zu haben, dem kann es bei einer weniger schweren Pso-Ausprägung vlt. schon genügen, darauf zu verzichten, weil es natürlich das Entzündungslevel erhöht und evtl. der/einer der Trigger ist. Wer jedoch nicht nachgewiesenermassen einen Mangel an Nährstoffen hat, dem werden auch keine Nahrungsergänzungen helfen. Grade bei schwereren Formen der Pso ist dringend eine medizinische Behandlung angesagt.

Es gibt übrigens keine "alternative Medizin", genausowenig wie es "alternative Fakten" gibt. Es gibt Erkenntnisse und Methoden, die nach aktuellem, wissenschaftlichem Stand belegt sind, das nennt man dann Medizin, und solche die es nicht sind.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie es ist, wenn dir einer mit "Entzündungstests", "Nahrungsergänzung", "Darmsanierungen" etc. kommt und dann deine Pso, die du jahrelang nur an einer kleinen Stelle sichtbar hattest, so richtig ausbricht und dir dein Leben versaut.

Ja die Nebenwirkungen der "Schulmedizin" können verdammt heftig sein, kann ich aus eigener Erfahrnung sagen. Aber wir Psoris haben nun mal eine genetische Disposition, die dazu führt, dass das Immunsystem den eigenen Körper angreift.

Und noch was zum Stichwort "alles auszuprobieren, was auf natürliche Weise helfen kann,": Was ist natürlich, was nicht? Klar, sind die Medikamente synthetisch hergestellt, aber deshalb sind sie nicht per se schlecht. Die wirkungsvollsten Gifte macht die Natur. Uran ist auch was vollkommen natürliches. Das mal nur als Gedankenanregung zur Vorstellung natürlich=gut/gesund, künstlich=schlecht/ungesund.

Die Alarmglocken schrillen bei mir spätestens, wenn du schreibst: "habe ich interessehalber auch Fumaderm testen lassen". Es wär mir nicht bekannt, dass es eine Testmethode gibt, mit der man vorab belegen kann, ob ein Pso-Medikament hilft oder nicht.  Da hilft leider nur ausprobieren, wie gut die Wirkung und wie schwer die Nebenwirkungen sind. Wenn es eine wissenschaftlich gesicherte Testmethode gäbe, mit der man vorab die individuelle Wirksamkeit eines der Psomedikamente testen kann, wäre dass ja ein Quantensprung für alle Patienten. Das klingt einfach nur nach Betrug am Patienten, auch wenn der Heilpraktiker vlt. selbst dran glaubt, was er da erzählt. Ich kann vor solchen Versprechungen nur warnen!

Wichtig finde ich, dass man einen Hautarzt findet, bei dem man sich gut aufgehoben fühlt, auch wenn man dafür einige Male wechseln muss. Daher sag ich, keine Angst vor der "Schulmedizin", es ist das Beste was wir auf diesem Planeten haben. Ich drück die Daumen, dass du eine gute Therapie findest. Behalte immer vor Augen, du bist ein mündiger Patient und es ist dein Recht, Dinge zu hinterfragen und weitere Meinungen einzuholen! Leider gibt es eben bei Pso nicht den einfachen Weg, aber man darf nie aufgeben!

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sia
Am 21.6.2018 um 12:54 schrieb Kessi:

TNF Alpha Hemmtest

Erlär doch mal was das ist und was an den Ergebnissen so spannend ist... Was genau ist denn getestet? Wie testet man da z.B. Fumarderm?

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Poenia
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Kessi, wir haben vor ein paar Jahren wegen einer anderen Autoimmunerkrankung für unsere Tochter auch beim IMD einen solchen TNF Alpha Hemmtest machen lassen. Ich fand das damals auch sehr beeindruckend. Leider hat das am besten ausgetestete Mittel ihr aber in vivo dann gar nicht gut getan. Ich habe damals die Vermutung angestellt, dass eben noch andere Dinge bewegt werden und es manchmal eben nicht reicht nur nach dem TNF alpha zu schauen.

Wir haben die Beobachung dass mehrere Dinge im "Argen" liegen, wenn solche Autoimmunerkrankungen aktiv sind - aber wir haben mit viel Bemühungen (Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Mittel, die auf epigenetischer Ebene wirken) eine Remission erreicht und unsere inzwischen erwachsene Tochter ist nun fast 100% symptomfrei. Sie wird all die Maßnahmen wohl immer beibehalten, denn bei Auslassversuchen wird die Erkrankung wieder aktiv, aber mit der Gewöhnung daran fällt es auch relativ leicht und das Ergebnis ist überzeugend und die Dinge, die sie tut, schaden ja nicht, anders als klassische Medikamente.

Ich selbst habe meine seit 30 jahren bestehende Pso und eine andere AI Erkrankung dann auf diese Weise auch  in den Griff bekommen und fast keine Aktiviät mehr. Ich esse kein Gluten und fast keine industriell verarbeiteten Lebensmittel, nehme viele Mikronährstoffe und antientzündliche pflanzliche Mittel wie Kurkuma und Sulforaphan. Auf die letzten Stellen habe ich Sorion Salbe geschmiert und bis auf einen winzigen Fleck am Ellenbogen ist alles weg. Ich muss allerdings aufpassen, denn bspw. Eiseneinnahme hat das wieder aufflackern lassen und es hat viele Wochen gedauert, bis es wieder weg war. Also schön, dass das geht, aber insgesamt störanfällig und es braucht die Bereitschaft zur Selbstbeobachtung.

Der TNF alpha Hemmtest war eine große Hoffnung und ich fand das Ergebis auch super spannend, aber für unsere Praxis hat zumindest uns das nichts gebracht. Aber ich bin überzeugt davon, dass die Chance auf Heilung oder Remission eher bei alternativen Systemen zu suchen sind und solche ganzheitlichen Labore, Heilpraktiker und auch über den Tellerrand hinausblickenden Ärzte hilfreicher sind als die ganze Leitlinienmedizin, die ja wirklich hilflos ist angesichts dieser Erkrankungen.

bearbeitet von Poenia
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sia
vor 5 Stunden schrieb Poenia:

Aber ich bin überzeugt davon, dass die Chance auf Heilung oder Remission eher bei alternativen Systemen zu suchen sind und solche ganzheitlichen Labore, Heilpraktiker und auch über den Tellerrand hinausblickenden Ärzte hilfreicher sind als die ganze Leitlinienmedizin, die ja wirklich hilflos ist angesichts dieser Erkrankungen.

Und wie kommst du zu dieser Überzeugung? Und warum meinst du, dass die ganze "Leitlinienmedizin ja wirklich hilflos angesichts dieser Erkrankungen" ist? Arbeitest du auf diesem Gebiet? Du hast doch sicher tiefere Einsichten, wenn du eine ganze Berufsgruppe inkl. der vielen Naturwissenschaftler die daran arbeiten so abbügelst. 

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Pinie

Hallo Poenia,

Danke fuer Deinen Bericht, denn es gehoert ja inzwischen schon Mut dazu darueber zu schreiben. Mit 30 Jahren PSO hast Du schon so viel Erfahrung und kennst Deinen Koerper und Deine Krankheit, da nuetzt so manchem auch ein wissenschaftliches Studium nichts. Wobei jeder alles fuer sich selbst herausfinden muss und nichts laesst sich 1:1 nachmachen. Es gehoert aber sehr viel Disziplin und Durchhaltevermoegen dazu und jeder waehlt und geht seinen Weg, den andere respektieren sollten. Weiterhin alles Gute. Und liebe Gruesse

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Kessi

Ich habe seit meinem 13. Lebensjahr Psoriasis und die Hoffnung, dass diese während er der Hormonumstellung der Wechseljahre besser werden würde, hat sich leider nicht bestätigt. Im Gegenteil... inzwischen raten die Hautärzte zu Systemtherapie, vor der ich mich jedoch scheue wegen der Nebenwirkungen. Ich habe mir immer gesagt, dass ich eine rein optische Krankheit habe, mit der ich aufgrund eines sehr stabilen und liebevollen sozialen Umfelds ziemlich gut zurecht komme unf ich dem Körper nicht zusätzliche Schadstoffe zuführen möchte. Die neuen Erkenntnisse der Medizin, dass es eben doch nicht nur eine optische Beeinträchtigung ist, sondern die Psoriasis erhebliche innerliche Schäden anrichten kann, veranlasst mich dazu, alles auszuprobieren, was auf natürliche Weise helfen kann, eben auch Nahrungsergänzungsmittel. Bei meinem Test, von meiner Heilpraktikerin empfohlen, kam raus, dass bei mir zum Beispiel das vermeintlich gesunde Nachtkerzenöl und auch Hanföl starke Entzündung hervorrufen kann, geschweige denn die Entzündung hemmt. Da ist bei jedem anders, deshalb der Test. Wie gesagt, ich habe heute erst die Ergebnisse erhalten und finde die sehr spannend.  Übrigens habe ich interessehalber auch Fumaderm testen lassen, welches wie schon vorher zu vermuten, einer der besten Entzündungshemmer bei mir war. Aber lt. Test gab es auch einige wenige Alternativen auf Basis von Nahrungsmittelergänzung.

Ich werde berichten. 

Herzliche Grüße

 

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Kessi

Liebe Poenia, vielen Dank für den ausführlichen Bericht....das erste Mal, dass jemand mir über den TNF Alpha Hemmtest Test aus eigener Erfahrung berichten kann. Schade, dass er Euch im Endeffekt nicht geholfen hat, obwohl der Ansatz so vielversprechend ist. Ich werde die Empfehlungen jetzt für einige Monate  Zeit ausprobieren in der Hoffnung auf eine positive Wirkung. 

Wie schön, dass Ihr auf andere Art und Weise so positive Ergebnisse bekommen habt. Gerne würde ich mich dazu mit Dir austauschen. Dass die Ernährung wider der verbreiteten Meinung der Schulmediziner einen Einfluss auf die Psoriasis hat, konnte ich während eines Aufenthaltes in der Spezialklinik Neukirchen und unter anderem feststellen, wenn ich gefastet habe - die Hauterscheinungen bildeten sich in kürzester Zeit zurück. Leider habe ich auch mit fast 60 noch keine für mich provozierenden Nahrungsmittel identifizieren können. 

 

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Poenia
Am 27.6.2018 um 13:57 schrieb sia:

Und wie kommst du zu dieser Überzeugung? Und warum meinst du, dass die ganze "Leitlinienmedizin ja wirklich hilflos angesichts dieser Erkrankungen" ist? Arbeitest du auf diesem Gebiet? Du hast doch sicher tiefere Einsichten, wenn du eine ganze Berufsgruppe inkl. der vielen Naturwissenschaftler die daran arbeiten so abbügelst. 

Hallo Sia, damit ist gemeint, wie ich es schrieb: die Leitlinienmedizin hat keine Instrumente, um solche chronischen Erkrankungen zu heilen oder sie nebenwirkungsfrei zu stillen. Es gibt dabei viele Studien zu Substanzen, die Erfolge zeigen bei Autoimmunerkrankungen. Sicher nicht jede bei allen Patienten und doch lohnt es sich, zu suchen, was für einen selbst hilfreich sein kann. Der Rheumatologe unserer Tochter sagte mir mal sehr freundlich "wer (selbst) heilt hat recht".

In der Chinesischen Medizin bswp. wird Pfingstrosenwurzel bei bestimmten Autoimmunerkrankungen eingesetzt:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3108611/

Sulforaphan bspw. zeigt enzündungshemmende und epigenische Regulierungsfähigkeit, steigert Methylierung, senkt TNF-Alpha und bestimmte Interleukine:

http://www.jimmunol.org/content/192/8/3530

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4691138/

auch andere "Nutrigenomics" werden dahingehend untersucht:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4736808/

Es gibt also außerhalb der Leitlinienmedizin noch Welten, die keineswegs esoterisch oder unwissenschaftlich sind, bloß, weil sie bei den normalen Ärzten, in den hießigen einschlägigen Fachblättern und Kiliniken nicht bekannt sind. Ja, man muss sehr vorsichtig sein, weil die Zusammenhänge komplex sind, man sich auch schaden kann. Aber wir (meine erwachsene Tochter mit Lupus Erythematodes) und ich (Psoriasis und Morbus Basedow) haben mit Ernährung, Orthomolekularer Medizin, Sulforaphan und Progesteron topisch unsere Autoimmunerkrankungen seit zweieinhalb Jahren nebenwirkungsfrei zum Stillstand gebracht. Ob das ewig so hält, vermag keiner sagen, aber wir sind optimistisch. Zum  Glück hatten wir eine Ärztin an der Seite, die uns unterstützt hat. Zwar war sie nicht vom einschlägigen Fach (Nephrologin, die sich auf funktionelle Medizin spezialisiert hat, weil sie so frustriert war vom Klinikalltag und den fehlenden Heilungsmöglichkeiten), aber sie war immer offen, bereit sich zu belesen, wenn ich was entdeckt habe und hat unser Experiment mitgetragen und ihre Ideen beigesteuert. Die Fachärzte - Rheumatologen bei meiner Tochter, - Dermatologen bei mir, waren so etwas zwischen arrogant, desinteressiert und anerkennend ratlos. Wenn man sich aufmachen will, eigene Wege zur Heilung oder Remission zu suchen, muss man viel Kraft haben und viel Zeit reinstecken, auch bereit sein einiges zu verändern. Eigentlich sollte das Aufgabe der Fachärzte sein, sich in ihrem Fachgebiet über die Leitlinien hinaus selbst kundig zu machen und den Patienten zu helfen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass dort im stressigen Arbeitsalltag auch der Ambitionierteste unter in ihnen dafür keine Kraft mehr findet.

Falls dich mehr interessiert, dieses Video fand ich sehr interessant, es ist ein Gespräch zwischen einer Ärtzin und einem der "Entdecker" des Sulforaphans. Ich mag es sehr, gerade auch weil dort der Geist zu spüren ist, der herrscht, wenn über den Rand hinausgedacht wird:

Du scheinst dich ja auszukennen im Bereich Biochemie, vielleicht findest du das ebenfalls spannend. Bestimmt kannst du noch mehr herausnehmen, falls es dich interessiert.

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Poenia
Zitat

 

Manchmal schafft es aber doch etwas in die Mainstreammedien der praktizierenden Medizin hindurch, so z.B. letztes Jahr:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76370/Typ-2-Diabetes-Broccoli-Pille-senkt-Blutzucker

Das gibt mir Hoffnung.

Übrigens war unsere Rheumatologin an der Stanford Universitätsklinik, wo ich eine zeitlang mit meiner Familie gelebt habe viel offener und interessierter, als die Rheumatologen hierzulande. Sie war es, die mich damals überhaupt auf die Idee brachte, mit pflanzlichen potenten Mitteln zu experimentieren. Sie hielt auch Vorträge dazu, war aber ganz normale angestellte Ärztin an einer Uniklinik. Das Sulforaphan habe ich erst später gefunden, aber es war der Türöffner in die für uns richtige Richtung. Ich habe also ganz sicher nichts gegen Ärzte oder Naturwissenschaft. Aber ich denke, der Blickwinkel ist oft zu eng, die Leitlinien geben zu wenig Weitblick, aber ich sehe auch an engen Freunden, die Fachärzte sind, wie sehr kräftezehrend der Klinikalltag ist und wie sie schon mit der normalen alltäglichen Arbeit über ihre Grenzen gehen. Darum mache ich nicht den einzelnen Ärzten Vorwürfe, sondern bedaure eher das unflexible System. Und ich wünschte, alle, gerade die Fachleute könnten da unideologisch und ohne Scheuklappen rangehen, dann würde sich vielleicht mehr bewegen lassen.

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sia
vor 4 Minuten schrieb Poenia:

Manchmal schafft es aber doch etwas in die Mainstreammedien

 

vor 5 Minuten schrieb Poenia:

Und ich wünschte, alle, gerade die Fachleute könnten da unideologisch und ohne Scheuklappen rangehen, dann würde sich vielleicht mehr bewegen lassen.

Solche Sprüche zeugen von wenig bis keinem Sachverstand. "Fachleute" sind in dem Fall Biologen, Pharmakologen, Biochemiker, und die haben keine "Ideologie" oder "Scheuklappen". Scheuklappen haben so Leute wie du - die nämlich keine Ahnung von der Materie haben. Deine Links belegen genau das Gegenteil von dem was du behauptest. Du versuchst mit Namedropping - oh die tolle Stanford University - irgendwelche Autoritäten zu suggerieren. Soll ich jetzt Harvard, Yale, Oxford und Cambridge hinterher werfen? 

Nur weil etwas "pflanzlich" ist, heißt das nicht, dass es 'besser', 'gesünder' oder 'wirksamer' wäre. Sehr viele Wirkstoffe von bekannten Medikamenten finden sich auch in Pflanzen oder Bakterien - da kommen sie ursprünglich her- siehe Acetylsalicylsäure  oder Penicillin. Die ach so "pöse" Pharmaindustrie ist heftig in allen möglichen Regenwäldern und abgelegenen Gegenden unterwegs und sucht nach Pflanzen mit Wirkstoffen die als Ausgangsstoff für Medikamente dienen könnten. Nur ist eine Pflanze die evt. als Ausgangsmaterial dienen kann noch lange kein Medikament. Die wirkende Substanz muss isoliert und analysiert werden, muss auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen getestet werden, es muss produziert werden können, eine Zulassung erhalten, ...im Schnitt dauert das  alles 13 Jahre. 

Vielleicht ist dir das nicht bekannt: Ärzte sind idR keine Wissenschafter. Sie wenden Erkenntnisse von Forschern an und entwickeln sog. 'Protokolle". Sie sind von neuen Erkenntnissen aus der Forschung abhängig. Gibt es die, werden die Protokolle angepasst. Auch da ist nix mit Scheuklappen oder Ideologie. Es geht nicht an, dass jeder irgendwelches Zeug an Menschen ausprobiert, nur weil er vielleicht im Urlaub bei den Papua gehört hat, dass das ganz toll bei Ausschlag ist. 

vor 2 Stunden schrieb Poenia:

 damit ist gemeint, wie ich es schrieb: die Leitlinienmedizin hat keine Instrumente, um solche chronischen Erkrankungen zu heilen oder sie nebenwirkungsfrei zu stillen.

noch so eine Aneinanderreihung leerer Worthülsen. Anscheinend ist das zu schwierig zu verstehen. Daher nochmal langsam:

- bestimmte Erkrankungen sind (leider noch) nicht heilbar. So gibt es (noch) keine Gentherapie für Psoriasis. Da das keine monogenetische Erkrankung ist wird das wahrscheinlich auch noch eine Weile dauern, wenn überhaupt werden wir das wahrscheinlich nicht mehr erleben.

- Jedes "Instrument" mit Wirkung hat auch eine Nebenwirkung. Da heißt es immer abwägen. Ob das Instrument nun 'pflanzlich' oder im Labor gemacht ist, ist vollkommen egal. Chemie ist es so oder so. Alles besteht aus Atomen, die sich zu Molekülen zusammen lagern die sich zu komplexen Verbindungen finden und die im Körper, der ebenfalls eine Ansammlung von Atomen, Molekülen und Verbindungen ist - wirken.  Dein Glaube, pflanzliche Chemie würde anders wirken ist falsch. Der einzige Unterschied ist, ein Stoff aus einer Pflanze ist nicht so sauber und ist nicht so gut zu dosieren. Aber wenn du bei Kopfschmerzen lieber auf Weidenrinde kauen willst anstelle ein Aspirin einzuwerfen - tu dir keinen Zwang an.

vor 3 Stunden schrieb Poenia:

Orthomolekularer Medizin, Sulforaphan und Progesteron topisch unsere Autoimmunerkrankungen seit zweieinhalb Jahren nebenwirkungsfrei zum Stillstand gebracht.

Orthomolekularer Medizin ist  Pseudomedizin ohne belegten Nutzen. Sulforaphan ist ein starkes indirektes Antioxidans wie das jetzt eine Autoimmunerkrankung beeinflussen soll ...? dito Progesteron ein Hormon z.B. zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden. Ob dir also all das "nebenwirkungsfrei" geholfen hat oder ob das z.B. an anderen Ursachen liegt kannst du gar nicht wissen - nur glauben. 

Aber ist ja gut wenn es dir gut geht und wenn du meinst, das würde durch deine Maßnahmen passieren - auch gut. Freut mich wirklich für dich. 

Was mich echt nervt inzwischen ist das arrogante Gerede von wegen "enger Blickwinkel", nicht über Grenzen hinaus denken, "nicht offen",  'ideologisch' von Leuten, die keine Ahnung von Forschung haben.

 

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Poenia

Wovor hast du Angst? Oder was ist hier dein Auftrag?

Zum Glück gibt es Biochemiker und Ärzte, die sich trauen und weitergehen.  Ja, Ärzte, sind keine Wissenschaftler, ich weiß.

Sulforaphan ist eben viel mehr als nur ein Antioxidanz. Und Progesteron wird  von kundigen Ärzten viel weiter Off Label eingesetzt als nur bei Wechseljahrbeschwerden.

Schade, ich hätte Interesse gehabt, deine differenzierte Meinung zu hören. Aber wenn schon die Nennung von Namen wie Standford ein Problem sind, ist das vielleicht wirklich nicht möglich.

Ich hoffe nur, dass sich nicht alle abschrecken lassen von solchen lauten Stimmen und sich der ein oder andere traut, nach anderen Wegen zu suchen.

 

 

 

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