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30 Jahre Wiedervereinigung von Deutschland


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Hallo Forumleute,

aus gegebenen Anlass „30 Jahre Wiedervereinigung“  als neuer Thread dazu:

Schreibt Eure Einschätzungen, Erlebnisse, Erfahrungen, Begegnungen,, Zufriedenheit  oder Unzufriedenheit. Wie ist Euer Leben seitdem verlaufen, was hat sich verändert  und  geändert. Es wäre schön, wenn diese historisch Zeit nicht in Vergessenheit gerät. LG Wadfee

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VanNelle
vor 5 Stunden schrieb Waldfee:

 was hat sich verändert  und  geändert?

Verändert hat sich vieles viel

nicht nur der Haarschnitt und mein Bauch

Persil blieb aber doch Persil

und Krupp und Krause blieben auch.

Franz Josef Degenhardt

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Richard-Paul
vor 8 Stunden schrieb Waldfee:

Schreibt Eure Einschätzungen, Erlebnisse, Erfahrungen, Begegnungen,, Zufriedenheit  oder Unzufriedenheit.

... das wäre zu viel zum Schreiben: und dann ist es ja so, wenn ich schreibe, dass ein zu 50 % gefülltes Glas "halbleer" ist, beweist mir ein anderer hier, dass das Glas "halbvoll" ist.

Ist ein gutes Thema von @Waldfee, die ja selbst über Prag viel davon profitiert hat, auch wenn die Botschaft-Flüchtlinge bei ihrer Abreise ein Chaos hinterlassen haben [was andere aufräumen mussten].

Ich selbst bin auch aus der DDR geflohen und stand durch meine sehr vielen Grenzübertritte (Reisen) 3-mal ganz kurz vor dem Gefängnis in der DDR [ging immer gut aus). - Andererseits hat die Wiedervereinigung mich vor der Bezahlung einer Geldstrafe gerettet  [Polizei wollte von mir Geld haben; West-Mark. - Stasi-Leute haben selbst "Schindluder" getrieben]. - Ich bin schon in die DDR gefahren, als am Grenzübergang die "Vopo" noch mit Maschinen-Pistolen und Hunden um den Zug herum standen. 

Einige meiner Verwandten, die in MV leben, sagen natürlich, dass  vorher manches besser gewesen sei und sie zu wenig Rente und/oder Verdienst bekommen/haben. [Aber die DDR wollen sie trotzdem nicht mehr haben]. - Wenn ich heute bei Schwerin bin, verbrauche ich nur ca. 50 % für meinen Lebensunterhalt gegenüber München. (Nicht eingerechnet die Miete; die sowieso in München um ein vielfaches höher ist, als in MV; - hiervon spricht keiner in der "Ex-DDR"). - Wir werden nie einig werden; - im Osten ist heute vieles besser als im Westen. Wurde ja auch viel Geld "reingepumpt"; was ich selbst gut und richtig fand/finde. - Die Plattenbauten, die mal begehrt waren als Wohnung, waren auf einmal nicht mehr "bewohnbar" und  wurden teilweise abgerissen.

Unsere Presse schreibt natürlich [nicht nur hier] vieles anders, sodass diejenigen, die keinen direkten Kontakt zum Osten hatten/haben, alles mit anderen Augen sehen. Auch der sog. "Westen" hinkt in vielem hinterher. Und es war schon immer so: "Man darf alles sagen, was man denkt; nur, man muss richtig denken". Wir leben heute in einer Zeit der Selbsttäuschung. Es gibt heute alles kostenlos im Download oder Podcast;  es steht nur  nicht dabei, ob es richtig oder falsch ist. - In wenigen Tagen, bin ich wieder in Schwerin eingeladen; ich weiß nicht , ob ich wegen Corona fahren soll.

In der Presse habe ich heute einen "interessanten(?)" Artikel gelesen, dass der heutige Tag nicht "Tag der Deutschen Einheit" heißen soll, weil die Migranten sich nicht eingeschlossen fühlen. 

So hat jeder seine eigene Sichtweise ... und ich könnte noch viel schrieben. 

LG  Richard-Paul

[Habe gerade eine Mitteilung erhalten, dass eine Verwandte heute - am Feiertag - arbeiten muss, weil sie sonst mit der Arbeit nicht fertig wird]. 

 

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  • Claudia changed the title to 30 Jahre Wiedervereinigung von Deutschland

Ich war heute auf dem schönen Marktplatz am alten Rathaus in Leipzig, weil ich von dort am besten zu meiner anstehenden ambulanten REHA laufen kann. Noch wenig Leute, aber schon besetzte Lokalitäten im Freien, einzelne Reisegruppen, einzelne Musikanten, Sonne,  selbstverständlich in die Thomaskirche mit Bachschem Lebenslauf, Leipzig ist von daher und der Gesamtgeschichte  eine Reise wert. Gut, daß diese Reise für alle Deutschen jetzt machbar ist. 

 

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Danke für das schöne Thema, @Waldfee

Es ist auch ein sehr weites Feld. Wir haben auch unter Kollegen neulich darüber gesprochen, da fiel mir auf: Für manchen "Wessi" zählt in der Bewertung des Lebens in der DDR nur "Das war eine Diktatur, deshalb war dort alles schlecht und wer nicht vehement Widerstand geleistet hat, hat potenziell die Diktatur unterstützt". Für manchen "Ossi" wiederum sind alle "Wessis" feindliche Wesen, bis heute. Dabei gibt es so viel dazwischen.

@Waldfee und @Richard-Paul verbinden mit der DDR komplett andere Dinge und Erinnerungen als ich und als viele andere. Das ist normal.

Meine Eltern waren sehr jung, als die DDR entstand. Sie haben wirklich daran geglaubt, dass mit dem sozialistischen ein besserer, menschlicherer deutscher Staat aufgebaut wird. Sie waren enthusiastisch. Das Hinterfragen der "Vordenker" ist im Laufe der Jahrzehnte verlorengegangen, und ja, das kann man ihnen vorwerfen. Aber: Am Ende der DDR und fast ihres Berufslebens (rein vom Alter her) mussten sie sich anhören, dass alles falsch war, was sie ihr Leben lang gemacht haben. Das war bestimmt hart und hat einige in ihrem Alter auch verbittert werden lassen. Weil die "Diktatur"-Sicht, wie ich sie im ersten Absatz schrieb, eben auch eine recht einseitige ist.

Heute habe ich keine Lust, zu irgendeiner Veranstaltung in die Innenstadt von Berlin zu fahren. Der Grund ist aber eher Corona an sich und sind die Demos, die für heute dort angekündigt sind.

Was habt Ihr denn so am 3. Oktober 1990 gemacht? Ich weiß es nämlich gar nicht mehr.

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Kleines PS Mein Lebenslauf war auch mit Ost/West ziemlich aus der Reihe, ( Flucht 1989 in die BRD, zurück  1999 nach Sachsen, nach 1 Jahr wieder zurück nach Bayern und nun seit April diesen Jahres wieder in der alten Heimat Sachsen ). Unterschiede waren immer da und heute ist die Gesamtansicht darüber für unsere Nachgenerationen glaube ich unbedeutend, der Geschichtsunterricht wird den Kindern diese gesamte Nachkriegszeit und die einmaligeWiedervereinigung nahe gebracht. Der 3. Oktober 1990 aber ist immer ein ganz besonderer Feiertag und gut zu wissen, warum.

 

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Hallo zusammen.

Das dieses schon 30 Jahre her ist , ist für mich irgendwie unvorstellbar. 

Ich war damals die letze Klasse in unserer Oberschule die noch Jugendweihe hatte. 

"Vom Sinn unseres Lebens" hatten wir als Buch bekommen. Ein Klassiker. 

Ein Jahr zuvor war ich mit meiner Schwester und ihrem Freund in Most beim Motorrad Rennen. Und da wurde schon hinter gemugelt das da viele über die Grenze abhauen wollten. Wenn ich damals nicht dabei gewesen wäre, wäre meine Schwester über die Botschaft geflohen. 

Jeder der eine Kerze in das Fenster stellte wollte nach dem Westen abhauen. Und durch die Ortschaften fuhren die Mitarbeiter von der Horch und Guck Verwaltung und schrieben alle Namen auf. Aber ich glaube das die damals schon gemerkt haben das sie keine Macht mehr hatten. 

Jeder der in dieser Zeit 89/90 lebte hat mit Sicherheit unvergessliche Momente und Erlebnisse. Ich möchte meine auch nicht missen. 

Da ich zur Hälfte Ost und Neudeutscher bin sehe ich mich eigentlich weder als Ossi noch Wessi. Und ich wünschte mir das würden viele auch so sehen. Denn nach wie vor , auch nach 30 Jahren gibt es im Westen immer noch sehr viele Leute die das immer noch gerne runter brechen auf Ost und West. 

Ich Grunde kann ich sagen die Wende hat mir sehr viel gebracht. Ich habe eine Lehre kurz nach der Wende machen können. Habe viele schöne Orte und freundliche Menschen kennen gelernt und wohne nach mehrmaligem Umzug immer noch im westlichen Teil. Viele Kumpels und Freunde die damals im ersten ihre Lehre gemacht haben sind kurz oder lang wieder in den Osten gezogen. Ich aber habe hier meine Heimat gefunden. Und natürlich auch nicht zu vergessen meine Frau eine gebürtige Bayerin und meine eigene Familie. Leider wohnt meine ganze Verwandtschaft und Bekanntschaft im Osten. Aber Abstriche muss man halt machen. 

Viele sagen das sie wieder die Grenze wollen und das im Osten alles besser war. Dies kann ich nur zum Teil zustimmen. Die neue Welt bietet schon ganz andere Möglichkeiten seinen eigenen Weg zu finden. 

Nur eines war wirklich besser. Das ganze Schulsystem egal wie kommunistisch es aufgestellt war, war ein besseres. Du hattest eine Klasse und die ging von 1 bis 10. Du konntest einen ganz anderen Bezug auf deine Klassenkameraden Aufbauen. Dazu kamen noch die ganzen AGs und Gruppen. Heut zu Tage werden die Kinder nur mit ihrem Problemen alleine gelassen und es interessiert niemanden. Da war die Gemeinschaft früher schon schöner. Da gab es solche Mobbing Opfer nicht. 

Aber jede Zeit hat sein schönes und auch schlechte Seiten. Für mich war die Wende auf jedem Fall etwas positives und ich bin froh das es so gekommen Ist. 

In diesem Sinne euch allem einen schönen 3. Oktober. 

Gruß Falk 75

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Richard-Paul
vor 3 Stunden schrieb Claudia:

Was habt Ihr denn so am 3. Oktober 1990 gemacht?

Am Mittwoch, den 03.10.1990 steht in meinen Aufzeichnungen nur "Feiertag: Wiedervereinigung";  - da Oktoberfest war, bin ich wahrscheinlich auf der Wies'n gewesen.  

"Wessis" und "Ossis" hat es für mich nie gegeben. - Meine Erinnerungen und Erlebnisse wurden durch sehr viele Reisen nach Schwerin + Berlin geprägt; mit den vielen Grenzübertritten. 

Derzeit bin ich am überlegen, wieder Richtung Schwerin zu ziehen (ein Häuschen aufzustellen für den Rest des Lebens! - Beides hat Vor- und Nachteile). 

Was ich auch immer sagte: die Jugendlichen in der damaligen DDR waren praktischer veranlagt und das gesellschaftliche Leben war besser [war auch bis ca. 1960 in der BRD so]. 

Mein bester Freund aus Leipzig ist am 12. August 1961 (13.08.1961 = Bau der Mauer) nach West-Berlin gefahren und konnte nicht mehr zurück (obwohl zurück wollte);  - so ist er in München "gelandet". 

LG  Richard-Paul

Edited by Richard-Paul
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Supermom

Der Film "Gundermann" hat in meinen Augen sehr viel der Stimmung jener Zeit aufgenommen.

Einen kleinen "Gundermann Moment" habe ich erlebt, als mir das Angebot unterbreitet wurde... Traumstudienplatz für Stasimitarbeit. Das kluge, aber blöderweise fromme Intelektuellenkind, was Leute überzeugen und mitreißen konnte, wollte nicht so recht in die Schublade passen, die der Staat bereit hielt...

Ich habe nicht unterschrieben, ich habe die Erweiterte Oberschule mit einem Superabitur, aber ohne Studienzusage verlassen, habe bei der Kirche studiert und mein Studium wurde vom Staat nicht anerkannt, für die Statistik war ich Hilfsarbeiter (was sich nach der Wende schlagartig änderte, da war man froh, dass es auch ein paar ostdeutsche Religionslehrer gab und wenn auch das Abitur um eine Note herabgesenkt wurde... das Studium wurde aufeinmal saatlich anerkannt und mit einem allgemeingültigem Diplom versehen). Meine Geschwister mussten noch kämpfen, um überhaupt zum Abitur zugelassen zu werden, da wir eben keine Arbeiterkinder waren (Vater Hochschullehrer) und die Kirchenzugehörigkeit war ein großer Makel.

Und dennoch habe ich sehr viele gute Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend, an Freunde, an Zusammenhalt, an gemeinsame Zeit... und unsere Allgemeinbildung war wirklich gut. Das einheitliche Schulsystem hat vieles auch leichter gemacht.

@falk75 ...doch es gab Mobbing, nur waren es selten die Kinder, eher die Lehrer

@Richard-Paul... die Lebenserhaltungskosten sind nicht mehr in Ost/West zu unterscheiden, sondern eher in Land/Stadt ... so meine Erfahrung. Man kann auch in München bei Lidl einkaufen und günstig Leben, oder in Dresden bei Cloppenburg und es teuer haben... Es ist schlichtweg nicht mehr zu verstehen, warum die Löhne nicht angeglichen werden.

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Nüsschen

Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben : vieles wurde schon geschrieben was ich auch schätze. Es war vieles gut in der DDR, aber zurück möchte ich sie nicht. Ich finde erschwinglichen Luxus einfach toll. Und dass man das gesamte Deutschland bereisen kann ist auch super. Ich reise sehr gerne und habe auch schon ein paar Städte besucht. Die Städte sind bunter geworden. An anderer Stelle wurde geschrieben dass es dieses Forum nicht geben würde wenn die Wiedervereinigung nicht gewesen wäre. Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe viele wertvolle Menschen kennengelernt und fühle mich damit sehr gut. Vielen Dank Claudia und Rolf, dass ihr es geschaffen habt. 

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vor 17 Stunden schrieb Waldfee:

Deutschland muß es heißen. Entschuldigung!

hallo, Waldfee -

Tippselfeher sind nicht schlimm - man kann es ja lesen - auch wenn mal ein Buchstabe fehlt -

Edited by Bibi
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ja, peinlich mal wieder heute  von mir -

ich stand um 8.30 h vor dem Rewe und das ganze Einkaufscenter war dicht -

Tag der Einheit - Feiertag -

ich habe das nicht registriert - ist mir völlig  abhanden gekommen - echt peinlich -

duck und weg - Bibi -

Edited by Bibi
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Clau dia
vor 41 Minuten schrieb Bibi:

ich habe das nicht registriert - ist mir völlig  abhanden gekommen

Ich habe es auch am Dienstag erste gecheckt das heute Feiertag ist. 😆

Auf dem Arbeitsplan hatte ich Montag und Dienstag frei. Hab mir dann die restlichen Zeiten am Dienstag von einer telefonisch durchgeben lassen. Ich wusste  Spätschicht, aber die genauen Uhrzeiten nicht.

Dann stutze ich das ich Samstag auch frei habe. Aber meine Kollegin klärte mich auf. Alle haben frei , ist Feiertag🤣

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Clau dia

An so einige Begebenheiten kann ich mich noch gut Erinnern. 

Am Tag der Maueröffnung war ich zu Hause mit meinem Sohn. Ich schaute fern. Meine Eltern, mit denen ich in einem Haus wohnte waren auswärts auf einer Feier. Auf jeden Fall habe ich sie dort angerufen und hab nur gesagt macht den Fernseher an, macht den Fernseher an. Sie verneinte erst weil sie ja nicht in ihrer eigenen Wohnung war. Aber als ich ihr sagte die Mauer ist auf rief sie laut durch den Raum - macht den Fernseher an, die Mauer ist auf und legte einfach auf.

Da wir und auch die anderen die auf der Familienfeier Verwandte dort hatten wurde noch viel gefeiert. Sie kamen erst am nächsten Morgen um sechs Uhr nach Hause.

 

Zwei Wochen später war ich wieder zu Hause. Ist halt so mit einem kleinen Kind. Meine Eltern wieder aus dem Haus. Ich lag wie immer auf dem Fußboden in meinem Wohnzimmer und schaute fern.

Ich hörte einen Trabbi auf den Hof fahren der direkt vor dem Wohnzimmer hielt.  Ich dachte nur - hört sich an wie ein Trabbi und schaute weiter fern. Nach einigen Sekunden hörte ich Autotüren öffnen und schließen und dachte wieder hört sich an wie Trabbi und schaute weiter fern.

Auf dem Hof haben nie fremde geparkt. Er gehörte zum Haus. Dann schoss es wie ein Blitz in mich. Ich rannte die Treppe runter und öffnete die Tür. Ich war noch schneller wie mein Onkel und meine Tante klingeln konnten. Ich sagte noch nicht mal Hallo sondern rannte zum Telefon.

Ich rief meine Eltern auf der Feier an wo sie waren und sagte ihr müsst sofort nach Hause kommen. Meine Mutter meinte nur warum sollten wir. Dann stand auch schon meine Tante neben mir. Nahm den Hörer und sagte ihr. Jetzt kommen wir euch schon besuchen und ihr seid nicht zu Hause. 

Die Reaktion meiner Mutter. Wolfgang hol die Jacken, wir müssen sofort nach hause, deine Schwester ist bei uns. Mein Vater, wieso? Wir haben heute noch telefoniert? Die weiß doch das wir heute hier sind. Naja, meine Mutter meinte nur - Christa und Sigfried sind da. Mein Vater hat 4 Schwestern und hatte mit dieser Schwester absolut nicht gerechnet. 

 Ich hörte dann ein poltern und klirren. Ein Stimmengewirr - fahrt schnell wir machen das hier alles weg. Mein Vater ist so heftig aufgestanden das er dabei den halben Tisch leer geräumt hat. 

Danach bin ich dann erst mal meiner Tante und meinem Onkel um den Hals gefallen.

Es wurde wieder eine lange Nacht. Aber dieses mal bei uns zu Hause.

Es gibt schöne Geschichten auch noch vor dem Mauerfall. Aber inzwischen meide ich den Osten. Nach dem Mauerfall habe ich so viele schlechte Erfahrungen dort gemacht, das ich dort auf keinen Fall mehr hin fahren will.

 

 

 

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Bei uns war es echt heavy,ich war gerade in der letzten Klasse als unser Pauker meinte "Egal was wir gerade durchnehmen,der Unterricht wird jetzt geändert. Das was Ihr hier und jetzt erlebt ist Geschichte Live." Meine Eltern,Bzw mein Dad kam nach dem Krieg aus Pommern zu uns. Seine halbe Verwandschaft war über die damalige DDR verteilt. Das Thema Ost/West war bei uns zu Hause immer aktuell. Was mir halt noch in Erinnerung schwebt sind u.a Udo Lindenberg´s Sonderzug nach Pankow,oder auch David Bowie. Als die Mauer dann fiel,fiel auch bei uns ein großer Stein vom Herzen. Respekt an alle die damals auf die Straßen gegangen sind zum Demonstrieren. Ich finde die Wiedervereinigung klasse. Auch wenn bei einigen immer noch die Mauer in den Köpfen ist,was sehr schade ist.

Rockige Grüße,Squire

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vor 4 Stunden schrieb Waldfee:

Das Video klappt leider nicht.

Doch bei mir schon. 

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Richard-Paul

Gestern 5 Stunden in 3-SAT von 20:15 bis 01.10 Uhr:  "Preis der Freiheit". Ein 3-Teiler, der hintereinander gezeigt wurde. 

In den ersten 2 Teilen ging es um die letzten beiden Jahre vor dem Mauerfall, wie SED-Mitglieder für die DDR "kämpften"  mit den Problemen die daraus entstanden für die Kinder/Enkel in den eigenen Familien; mit vielen Grenzübertritten (sahen wie echt aus).  - Der 3. Teil spielte nach dem Mauerfall und den daraus entstandenen Problemen der Freiheit [wobei man hier die Politik der Wende kennen musste]. 

LG Richard-Paul

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Ich mache gerade einen Sprachkurs. In der Gruppe sind Schüler unterschiedlichsten Alter.

An die Tafel wurde 09. November 1989 geschrieben. Was fällt uns dazu ein... Ich war sehr erschrocken, dass den Schulkollegen unter 40 gar nichts dazu einfiel. Eine gähnende Leere auf den Gesichtern.

Dann kamen noch Begründungen " da wurde ich gerade geboren. Woher soll ich das wissen?" oder " was haben wir mit den Osten zu tun?"

Ich fand das ziemlich krass. Hat hier das Schulsystem versagt oder sind diese Menschen tatsächlich so gleichgültig und von Desinteresse geprägt?

Man kann zum Mauerfall stehen wie man möchte. Man muss auch nicht ein politisch interessierter Mensch sein. Aber es ist ein historischer Tag in unserer Geschichte.

Kaum vorstellbar das in den USA ein Kind nicht weiß was der 4. Juli bedeutet. Oder ein Franzose seinen Nationalfeiertag nicht kennt.

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Am 3.10.2020 um 19:56 schrieb Bibi:

ich stand um 8.30 h vor dem Rewe und das ganze Einkaufscenter war dicht -

bist nicht allein :)

 

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ich war ein Mauerpicker - ganz ehrlich - ich habe ein Mauerstück zu Hause - ganz klein -

mir waren die Menschen zu viel, aber es fiel ein grosses Stück herunter - ca. 20 mal  15 cm - ich habe es  einfach aufgehoben und dann ganz ganz schnell habe ich mich unsichtbar gemacht in der Menschenmenge -

ich meine, es ist kein Diebstahl - hat einen Ehrenplatzt noch heute auf meiner Fensterbank -

nette Grüsse sendet  Bibi -

Edited by Bibi
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was mir noch eingfallen ist, dass wir gleich nach der Grenzöffnung von Berlin aus nach Potsdam gefahren sind - dass Schloss anschauen. Die Häuser in der Stadt waren fast alle sehr baufällig, die Kohlen lagen auf der Strasse und es gab kaum Geschäfte.

Schaut euch heute mal Potsdam an, es ist wunderschön -

ja, kurz mal abgeschweift - was ich sagen möchte ist, dass wie uns eine Bratwurst am Stand kaufen wollten. Da hiess es - für Ossis DM 1,-- und für Wessis DM 3,--  -

ja, soviel erst einmal zur Vereinigung -

nette Grüsse sendet - Bibi -

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Am 7.10.2020 um 20:00 schrieb Bibi:

ich war ein Mauerpicker - ganz ehrlich - ich habe ein Mauerstück zu Hause - ganz klein -

mir waren die Menschen zu viel, aber es fiel ein grosses Stück herunter - ca. 20 mal  15 cm - ich habe es  einfach aufgehoben und dann ganz ganz schnell habe ich mich unsichtbar gemacht in der Menschenmenge -

ich meine, es ist kein Diebstahl - hat einen Ehrenplatzt noch heute auf meiner Fensterbank -

nette Grüsse sendet  Bibi -

Oha Bibi. Sowas würd ich ja nie veröffentlichen.

Ein schwerer Diebstahl an der Arbeiter- und Bauernklasse. Immerhin ist das immer noch Volkseigentum. Schäme dich! smile emoticon kolobok

Bin mir sicher das immer noch genug Mitarbeiter von "Horch und Guck" herumziehen. Wundere dich also nicht wenn sie mal vor deiner Türe stehen und dich zur Rechenschaft ziehen.smile emoticon kolobok

Im übrigen hätte ich es gerne gesehen wie du dich in der Menge unsichtbar gemacht hast. smile emoticon kolobok

 

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