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Guest stegman

Poloris

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Guest stegman

Hatte die Flechte lange Zeit sehr gut im Griff (mit Sonnenbank und Poloris Fettcreme). Durch einen zu langen Sonnenaufenthalt (4 Wochen Kanaren) hatte es sich wieder verschlimmert, so dass ich wieder mit der Poloris Therapie begonnen hatte. Leider ist die Creme nun vom Markt genommen worden. Kennt jemand eine Alternative? Hat jemand Erfahrungen mit Dithranol/Cignolin Produkten? Noch gibt es Restbestände von Poloris........

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Guest Matthias

Hier der "Waschzettel":

Zusammensetzung:

-Lotion: 1g enth.: Steinkohlenteerlösung 0,05g, Allantoin 0,02g. Hilfsst.: Isopropylpalmitat, Polyoxyethylen(8)stearat, Propylenglycol, Stearinpalmitinsäure.

Anwendung:

Bei Psoriasis vulgaris, Desquamatio, Pruritus, Erythem; nur unter sorgf. Abwägung des therapeut. Nutzens gegenüber dem kanzerogenen Risiko u. unter Berücksichtigung risikoärmerer Alternativen.

Gegenanzeigen:

Absolute: Säuglingsalter. Xeroderma pigmentosum, Naevus-Dysplasie- Syndrom, Basalzell-naevus-Syndrom. Relative: Kleinkindesalter. Genital-, Inguinal-, Perianal- u. Axillar-Region, Scrotum.

Schwangerschaft:

Kontraindiziert.

Stillzeit:

Kontraindiziert.

Nebenwirkungen:

Selten, nach unkontrollierter, regelmäßiger u. langjähriger Anw. Kanzerogenese. In Einzelf. b. großfl. Anw. nephrotox. Reakt. In Einzelf. Kontaktallergien. Gelegentl. Teerfollikulitis u. phototox. Reakt.

Wechselwirkungen:

Bei gleichzeit. UV-Lichtexposition können photox. Reakt. auftreten.

Dosierung:

Anw. bis höchstens 2x pro Woche. Anwendungsdauer bis zu 4 Wo., länger nur unter ständiger ärztl. Kontrolle.

Nur damit alle wissen worum es geht. Propolis + UV halte ich danach für keine allzugute Idee. Aber da Hände und Füße so ziemlich das einzige sind, wo ich es nicht habe, möchte ich es nicht abschließend bewerten, sondern unseren Experten hierfür überlassen.

Matthias

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Guest micha

Hallo Matthias, hallo "stegman",

Meine persönlichen Erfahrungen mit POLORIS:

M.W. stammt das Produkt aus den USA. Poloris habe ich vor ca. 10 Jahren als Haarwaschmittel (Lotion) für meine von Psoriasis stark betroffene Kopfhaut und in Form einer Creme für den restlichen Körper verwendet. Die Schuppenflechte verschwand fast vollständig.

Nach einem erneuten und starken Befall vor 4 Jahren habe ich versucht, Poloris in den hiesigen Apotheken zu erhalten. Fehlanzeige; das Produkt wurde vom Markt genommen. Eine Begründung hierfür war nicht zu bekommen. Wenn ich jetzt lese, dass als Nebenwirkung die Gefahr einer krebsauslösenden Erkrankung besteht, wundert es mich nicht, dass Poloris nicht mehr erhältlich ist.

In diesem Zusammenhang und als Hinweis für "stegman" aus

www.pso-online.de/neu.htm

"Vom Arzt verordnet-Für Sie bewertet." So wird die 4. aktualisierte Auflage

des Nachschlagewerkes auf dem Umschlag angepriesen. Neu hinzugekommen sind 2000 Präparate.

Beim Stichwort Schuppenflechte betrifft dies allerdings nur ein älteres Mittel,

nämlich Poloris® (Fettcreme und Lotion). Es gilt wegen der bei langer Anwendungszeit Krebs erregenden Wirkung von Steinkohlenteer und seiner nicht sinnvollen Kombination mit Allantoin als wenig geeignet. Nicht berücksichtigt wurde dagegen bei den Vitamin-D-Abkömmlingen Silkis® mit dem Wirkstoff Calcitriol

(siehe dazu Das neue Vitamin D ist das alte). Und zu den in Daivonex® / Psorcutan®

und Curatoderm® äußerlich angewandten Substanzen heißt es nach wie vor:

Beide Wirkstoffe erhöhen den Kalziumgehalt des Blutes. Dass dies vorkommen kann,

wird freilich relativiert durch das, was unter therapeutischen Bedingungen tatsächlich passiert. In Langzeituntersuchungen mit Calcipotriol wurde ein bedrohlicher Anstieg des Kalziumspiegels nicht beobachtet. Wie von uns schon früher kritisiert, ist es irreführend, wenn aus der richtigen Annahme, dass ein Kalziumüberschuss die Erregungsleitung im Herzen beeinträchtigt, die falsche Warnung abgeleitet wird, für Herzkranke seien solche Mittel auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch verboten.

An der Einschätzung des Gemischs von Fumarsäureestern in Fumaderm® hat sich nichts geändert:

Mit Einschränkung geeignet, wenn andere Mittel die Schuppenflechte nicht ausreichend bessern. Wieder wird unter Häufig und gefährlich als unerwünschte Wirkung die Abnahme der weißen Blutkörperchen hervorgehoben, ohne zu erwähnen, dass dies ein Zeichen der erwünschten Wirkung ist. Bei Beachtung der Grenzwerte für die Blutbildveränderungen gibt es nach unserer Kenntnis bisher keine Anhaltspunkte für eine klinisch bedeutsame Abwehrschwäche. Als Folge davon waren schwere, mitunter lebensbedrohliche Infektionskrankheiten behauptet worden. Die von uns seinerzeit beanstandete Formulierung wurde nun ersetzt durch die ebenfalls problematische Aussage, derart ausgelöste Infektionen können zu einer Aktivierung des Immunsystems führen, wodurch ein Psoriasisschub ausgelöst werden kann. Hier beißt sich die Katze schon stilistisch mit dem zweimaligen ausgelöst in den Schwanz, wird aber von den Bewertern nicht aus dem Sack gelassen. Denn im Klartext müsste es dann heißen: Die durch Fumaderm® geschwächte Abwehr fordert Schuppenflechte heraus. Deren Behandlung mit diesem Mittel würde also sprichwörtlich den Teufel mit Beelzebub austreiben. <img src="http://img.homepagemodules.de/devil.gif"> Dass dies Unfug ist, können inzwischen unzählige Patienten bestätigen.

micha

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Guest Frank

Hallo Micha,

>Nach einem erneuten und starken Befall vor 4 Jahren habe ich versucht, Poloris in den

>hiesigen Apotheken zu erhalten. Fehlanzeige; das Produkt wurde vom Markt genommen. Eine

>Begründung hierfür war nicht zu bekommen. Wenn ich jetzt lese, dass als Nebenwirkung die

>Gefahr einer krebsauslösenden Erkrankung besteht, wundert es mich nicht, dass Poloris nicht >mehr erhältlich ist.

Wenn sich das auf die Problematik Steinkohle-Teer bezieht, so muß man das Risiko relativ sehen.

....

>Beim Stichwort Schuppenflechte betrifft dies allerdings nur ein älteres Mittel,

>nämlich Poloris® (Fettcreme und Lotion). Es gilt wegen der bei langer Anwendungszeit Krebs

>erregenden Wirkung von Steinkohlenteer und seiner nicht sinnvollen Kombination mit

>Allantoin als wenig geeignet.

Im von dir genannten Link wird aber deutlich auf die positive Beurteilung durch die FDA in den USA hingewiesen und auf die seit Jahrzehnten bekannte Wirksamkeit von Teer-Präparaten.

Auch hier gilt: keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Kanzerogene Stoffe gibt es überall um uns herum, es würde mich nicht wundern, wenn entsprechende Stoffe in Diesel-Abgasen gefährlicher sind als die (sachgemäße) Anwendung von Teerpräparaten. Ganz sicher bin ich mir, daß Rauchen oder auch nur Passiv-Rauchen um ein vielfaches gefährlicher in Bezug auf Krebsgefahr ist als die Anwendung der genannten Mittel. Die Anwendung von Medikamenten ist immer eine Frage von Gefahren im Vergleich zum Nutzen...

Gruß,

Frank

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Guest stegman

Steinkohle-Teer soll Krebserregend sein, nachgewiesen ist das aber immer noch nicht. (viele Parfum-Sorten sind dies übrigens auch). Die zu behandelnden Stellen an den Händen sind jeweils nur ca. 2 X 3 cm. groß. Ich denke, da ist die Gefahr meines Erachtens nicht so ausgeprägt. Werden im Ausland eigentlich deutsche Rezepte anerkannt

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Guest Frank

>Steinkohle-Teer soll Krebserregend sein, nachgewiesen ist das aber

>immer noch nicht.

Nachgewiesen ist das im Prinzip schon - nicht nachgewiesen ist eine

deutliche Erhöhung der Krebsrate durch die "normale" Anwendung in

Medikamenten.

[Kleiner Exkurs für Historiker ;-) - die kanzerogene Wirkung von Ruß

und Teer ist empirisch z.b. im 19. Jh. in England belegt. Dort trat gehäuft bei

Kindern der sogenannte "chimney sweep cancer" auf. In der von vielen

so genannten "guten" alten Zeit wurden sechs bis sieben-jährige Jungen dazu

gezwungen für den Chef-Schornsteinfeger in die Kamine zu kriechen und dort

zu putzen. Oft - um zusätzlich Platz zu sparen - sogar nackt. Bei diesen

bedauernswerten Geschöpfen (mit 14 wurden sie, da zu groß, ausgemstert)

entwickelte sich häufiger Hodenkrebs, weil die dünne, empfindliche Haut

ständig den schädlichen Ruß- und Teerwirkungen ausgesetzt war]

>(viele Parfum-Sorten sind dies übrigens auch). Die zu behandelnden Stellen an den Händen sind jeweils nur ca. 2 X 3 cm. groß. Ich denke, da ist die Gefahr meines Erachtens nicht so ausgeprägt.

Denke ich auch. Menge und Dauer der Anwendung sind die ausschlaggebenden Faktoren.

>Werden im Ausland eigentlich deutsche Rezepte anerkannt

Das weiß ich leider nicht.

Gruß

Frank

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Guest Angie

Hallo Stegmann,

zum Thema Poloris kann ich nichts sagen, aber zum Thema Rezepte im Ausland:

In Deutschen Apotheken werden Rezepte aus dem Ausland natürlich anerkannt. Sie werden dann halt wie Privatrezepte behandelt. Ich denke andersrum wird es nicht anders sein. Häufig sind Arzneimittel die in Deutschland verschreibungspflichtig sind, im Ausland frei zu kaufen. (Z. B. die Pille in Spanien , etc.)

Gruss Angie

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Guest geli

Eine Apotheke in den Niederlanden liefert gegen Rezept aus. www.docmorris.de.

Gruss Geli

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Guest Laura

hm, komisch ich habe vor ca. 2 Monaten eine Flasche Poloris Lotio verschrieben bekommen und diese auch in

der Apotheke bekommen.Oder betrifft das nur die Poloris Fettcreme.In Frankreich wurde auch "mein"

Shampoo "Cadicer von La Roche possey" (Teerpräparat )vom Markt genommen und in Deutschland bekomme ich das

noch ohne Probleme!

Viele Grüße Laura

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Guest stegman

die Lotion gibt es immer noch. Leider ist die für die Hände nicht sonderlich geeignet. Der Verkauf der Fettcreme wurde eingestellt. Werde mal in USA nachfragen, ob dort noch was erhältlich ist.Bei Doc Morris bin ich auch nicht fündig geworden.

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Guest Hanni

Hallo Stegmann,

Deine Frage zu Poloris u. bezüglich Alternative "Dithranol":

Meine persönlichen Erfahrungen hierzu: Poloris - gut / Dithranol - besser. Die Anwendung von Dithranol ist jedoch mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Ich habe Dithranol auf der Kopfhaut als Shampoo und am Körper (Beine u. Rumpf) angewendet.

Viele Grüße

Hanni

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Guest Matthias

Hallo Hanni und Stegmann,

Dithranol ist ein Versuch wert, eines der ältesten Mittel zur Psoriasisbehandlung.

Es wird heutzutage immer noch sehr viel in Kliniken eingesetzt, für zuhause hat es nämlich einen gravierenden Nachteil: Es färbt alles, mit dem es in Kontakt kommt dauerhaft braun ein. Dies betrifft vor allem Textilien (Wäsche, Bettzeug, Handtücher) aber kann sogar bis zu Verfärbungen der Duschwanne gehen.

Matthias

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Guest iGitt

ist das denn eine Salbe? Wie sieht denn die "normale" Anwendung aus? Ich bin (noch?) in der glücklichen Lage, dass die getroffenen Stellen recht klein sind. Daher habe ich mich bisher mit all der Problematik nicht so auseinander gesetzt. Bei Bedarf etwas Poloris drauf - und gut wars nach ein paar Tagen. War der Schub heftiger, hat ein Besuch im Meerwasser-Thermalbad gut geholfen. Mich stören eigentlich weniger die Abschuppungen, sondern vielmehr die auftretenden kleinen Wasserbläschen. Die sind zeitweise an allen Händen und Füssen stark aufgetreten. Seit einigen Jahren zum Glück aber nur noch an 2X3 cm Flächen an der Handinnenseite. Interessanterweise an beiden Händen exact an der gleichen Stelle.

In einem Ratgeber habe ich was von Cignolin gelesen. Ist das ein weiteres Medikament?

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Guest Matthias

Hallo iGitt,

welche ein Nick<img src="http://img.homepagemodules.de/grin.gif">.

Dithranol und Cignolin sind nur zwei Namen für das gleiche. Um volständig zu sein ist noch zu sagen, dass es im englischen Sprachraum auch Anthralin genannt wird.

Weiterführender Link zum Beispiel:

http://home.t-online.de/home/PSO-Schulz/mcigno.htm

Der Rest über die bekannten Suchmaschinen.

Matthias

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