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wer hat es schon mal mit einem psychiater versucht?


wissy
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Wer hat erfahrung mit einem Psychiater erfahrung hinsichtlich Pso gemacht?

Bitte um positive wie negative anregunge.

Edited by wissy
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  • 1 month later...

Hallo wissy,als ich vor 3 Jahren die Therapie beim Psychater angefangen habe ist meine Schuppenflechte deutlich besser geworden .Im moment habe ich jedoch wieder ein Schub,ich bin mir jedoch sicher daß der Schub ohne Psychotherapie schlimmer wäre.Daß kann ich von mir berichten .Ich habe habe seit ca. 15 Jahren Psoriasis. Alles gute wünsch ich dir.

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Hallo!

Erstens habe ich die PSO. Zweitens bin ich Psychiater. Beide Umstände fordern mich heraus hierzu Stellung zu nehmen. Zunächst einmal gibt es jetzt keine spezielle psychiatrische Behandlung bei Psoriasis. Eine psychiatrische Behandlung bei PSO würde vermutlich dann einen Sinn machen, wenn Stress bei jemandem sehr deutlich dazu beiträgt, dass es zu Schüben kommt. In diesen Situationen wäre es sinnvoll nach wichtigen Stressauslösern zu schauen und ein Konzept zu erarbeiten, wie es gelingen kann mit den auslösenden Situationen besser umzugehen. Begleitend oder auch hauptsächlich wäre es sinnvoll für den Betroffenen zu ihm passende Entspannungstechniken zu erlernen - wie z. B. autogenes Training, Entspannung nach Jacobsen und weitere Möglichkeiten wie z. B. Yoga, Qigong usw.

Ich könnte mir aber auch andere Situationen vorstellen, wo die Hilfe des Psychiaters, des Psychotherapeuten oder des psychologischen Psychotherapeuten Sinn machen könnte:

Wenn sich jemand zurückzieht, weil er befürchtet von den anderen mit seiner PSO nicht akzeptiert zu werden, wo die Belastung eine PSO zu haben dazu führt, dass Depressionen auftreten, wo es aufgrund der PSO zu schweren Konflikten in den familiären Beziehungen kommt, wo im Zusammenhang mit der PSO die Selbstakzeptanz stark leidet. Natürlich kann auch durch die hier aufgezählten Faktoren Stress entstehen, der wiederum sich auf die PSO negativ auswirkt.

Grüße von Kuno

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  • 3 months later...

Zunächst einmal gibt es jetzt keine spezielle psychiatrische Behandlung bei Psoriasis.

Ich denke, das war nicht nur auf (ärztliche) Psychiater beschränkt sondern die Frage galt Psychotherapie allgemein. Auch die Einschränkung auf Psoriasis kann ich nicht so hinnehmen, man sollte da eher auf verwandte (Autoimmun-)Krankheiten achten.

Psychotherapie kann zur Bewältigung der Krankheit oder auch gegen die Krankheit direkt eingesetzt werden. Ersteres findet man in der Literatur z.B. an 2 Stellen: "Neurodermitis bewältigen lernen. Ein mentales Trainingsprogramm" von Dr. Günter Scheich, der aus seinen langjährigen Erfahrungen u. A. an einer speziellen Klinik an der Nordsee berichtet. Vornehmlich Umgang mit Streß, Konflikten usw. Und "Psychologische Psychotherapie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen" von Prof. Dr. Rainer Sachse, der auch weiterbildet.

Psychotherapie gegen die Krankheit bzw. mit dem Immunsystem ist etwas 'spezieller'. Es mangelt halt an Großversuchen. Seriöse Weiterbildung für Behandler aus dem Bereich der Psychoneuroimmunologie: http://www.dgh-hypnose.de/con/home&Nr=496 Es geht hier vornehmlich um hypnotische Rekonditionierung des Immunsystems, die schneller und simpler machbar ist, als sich das Psychiater so verstellen mögen.

Für Betroffene ist es sehr schwer, sich selber zu helfen. Sein eigenes Verhalten erkent man extrem schwer und wenn, dann weiß man nicht, wie man es ändern soll. Hier wäre ein 'psychologischer! Tipp das autogene Training, Selbsthypnose, Meditation, generelle Weiterbildung in psychologischen und kommunikativen Themen mit Selbsterfahrung. Autogenes Training ist übrigens nicht nur Entspannungstraining, es kann viel, viel mehr.

Edited by Boa-ey
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@ Boa-ey

Gut vielleicht habe ich ein wenig undifferenziert gesschrieben. Natürlich ist die Psychotherapie nicht allein Sache der Psychiater. Die Psychologen gehören auch dazu, darüber hinaus gibt es Fachärzte, die zu ihrem eigentlichen Fach z. B. Innere Medizin oder Gynäkologie oder was auch immer die Psychotherapie erlernt haben. Außerdem gibt es eine Reihe von anderen Berufsgruppen, die psychotherapeutische Kompetenzen erworben haben. Außerdem gibt es neben den offiziell anerkannten Methoden auch andere, die ebenfalls solide arbeiten. Aber es gibt auch viele Scharlatane, die behaupten es zu können oder Methoden die Scharlatanerie beruhen. Aber Psychotherapie ist Behandlung von Krankheiten und da stelle ich mich weiter hin und sage, dass psychotherapeutisch ausgebildete Psychologen und Ärzte die Fachleute auf diesem Gebiet sind.

Was in Deinem Link dargestellt ist, kommt dem sehr nahe, was ich mit weniger klangvollen Begriffen beschrieben habe. Wer allerdings so mir nichts behauptet, folgende Erkrankungen psychotherapeutische behandeln zu können "Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Rheumatoider Formenkreis, Krebs, Allergien und anderen immunologischen Störungen," der hängt sich sehr weit aus dem Fenster. Dazu passt etwas spoäter der Satz: "Es sind keine medizinischen Vorkenntnisse notwendig, jedoch die Bereitschaft zur Selbsterfahrung in Gruppentrancen." Ich finde es sehr mutig, derartige Behandlungen ohne medizinische Vorkenntnisse behandeln zu wollen.

Letztlich will ich nicht bestreiten, dass Entspannung und alles, was die Hoffnung und die Krankheitsbewältigung schwer Erkrankter fördert sich günstig auf den Verlauf auswirkt. Derartige Behandlungen können daher eventuell eine Hilfe sein. Wenn sie als Weg zur Heilung beschrieben werden, erheben sich meine Nackenhaare. Da frag ich mich dann, was da im Vordergrund steht: das Wohl der Kranken oder das Bankkonto der selbst ernannten Heilsbringer.

Auf einen kurzen Nenner gebracht: Hypnose, Entspannung, psychotherapeutische Gespräche zur Krankheitsbewältigung als Verfahren zur Unterstützung von Menschen, die an o. g. und weiteren Krankheiten erkrankt sind, kann ich sofort bejahen. Wer aber glaubt, dass er damit heilen kann oder das behauptet - Stichwort Konditionierung des Immunsystems -, der lehnt sich sehr weit aus dem Fenster. Selbst wenn eine solche Konditionierung gelänge, müsste man ja wissen, was man genau konditionieren will. Selbstverständlich passiert mit dem Immunsystem etwas: wenn ich Stress erzeuge, steigt auch der Spiegel von Adrenalin und Kortisol, wenn ich eher beruhigend auf die Menschen einwirke, geschieht das Gegenteil. Beides wird auch in immunologischen Parametern sichtbar: Tolle Konditionierung. Medizinische Vorkenntnisse sind da gar nicht erforderlich! Na, prima!

Nun mag hier jeder seine Konsequenzen ziehen. Gute Nacht! Grüße von Kuno

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@ Wissy

Meiner Meinung nach bringt ein Psychologe nur etwas ,wenn du auch bereit bist dich zu öffnen, zu suchen was dich belastet.

Damit fängt meist schon das Problem an.Viele erkennen die Notwendigkeit gar nicht,weil es Ihnen ja gut geht,oder bei Ihren Problemen sowieso keiner helfen kann.

Ein Psychologe kann dir aber selbst dann helfen ,wenn "du" wirklich kein Problem hast ,sondern jemand anderes dein Problem wird,ist ( und der eigentlich schnellst Hilfe benötigt ;) )

Wenn du offen bist für alles was kommt und von vorn herein nicht NEIN sagst...Dann wird er DIR helfen deine Einstellung zu dem Problem zu ändern und dann kann es sich durchaus positiv auf die Pso auswirken.

Häufig...hilft es aber mehr der Seele und dem Geist als der Haut.

Aber wichtig ist das du es für dich tust das du es willst und nicht irgendwer es von dir erwartet. Dann bringt es meiner Meinung nach überhaupt nix !!!

LG Sanne

na toll...ich seh grad...das Thema ist alt ,ob Wissy das noch lesen wird :( B)

Edited by Suzane
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@ Boa-ey

Hallo, ich habe noch einen Nachtrag: Du schreibst von "hypnotischer Rekonditionierung des Immunsystems." Ich verstehe schon die Begriffe aber nicht so ganz, was das inhaltlich bedeuten und v. a. wie es funktionieren soll.

Grüße von Kuno

Vielleicht schaust Du mal unter dem Namen Ebell, Psychotherapeut aus München nach. Der schreibt zwar zunächst auch etwas von den immunologischen Wirkungen bestimmter Verfahren, danach wird er aber durchaus bescheidener und beschreibt das als Betreuung von onkologischen Patienten. So beschrieben finde ich das auch richtig. Ich halte es aber für gefährlich irgendwelche Heilsversprechungen in die Welt zu setzen. Selbst wenn es dann in sehr seltenen Einzelfällen geben mag, ist die psychologische Betreuung von schwer Erkrankten eine wichtige Aufgabe, sie hat aber nicht primär die "Heilung" der Erkrankung im Fokus sondern die Förderung der psychischen Lebensqualität, so kann sie durchaus lebensverlängernd wirken. Die sehr seltenen Spontanheilungen kann man aber nicht einfach durch Hypnose oder Selsbthypnose erreichen. Diese Dinge sind viel komplexer.

Diese Darstellung kannst Du dann sinngemäß auch auf die Psychologische Betreuung von Menschen, die schwer an Psoriaisis oder Psoriasisarthritis übertragen. Ebenso könnte die Gruppentherapie, die z. B. Fragen behandelt wie z. B.: "Warum gerade ich", familiäre und partnerschaftliche Konflikte, Probleme im Beruf und im Kontakt zu anderen Menschen, sehr sinnvoll sein. Das heißt aber nicht primär, dass das Ziel dieser Maßnahmen die Heilung oder Besserung der Erkrankung im Vordergrund steht. Dass die dabei auch passieren kann, bestreite ich überhaupt nicht.

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Ich bin momentan auf der Suche nach einem Therapeuten. Ich hoffe, dass ich bald einen finden werde und nicht nur auf der Warteliste landen werde, aber meine Hautärztin hält eine Verhaltenstherapie für sehr hilfreich.

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Seriöse Weiterbildung für Behandler aus dem Bereich der Psychoneuroimmunologie ...

Psychoneu ... was? Wer zum Geier hat sich diesen Begriff ausgedacht?


Es geht hier vornehmlich um hypnotische Rekonditionierung des Immunsystems, die schneller und simpler machbar ist, als sich das Psychiater so verstellen mögen.

Ich könnte mich nun Kuno anschließen und gestehen, daß mir die Beschreibung dieser Methode (?) nur ein großes Fragezeichen über den Kopf aufleuchten lässt, aber vermutlich ist es ja gar nicht unbeabsichtigt, den potentiellen Patienten mit seltsam zusammengewürfelten Fachausdrücken zu ködern. Daher belasse ich es einfach mal bei einem herzhaften: WTF?!

Gruß,
Marko
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