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Hallo an Alle


xenon
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Hallo an Alle,

ich möchte mich Euch gerne kurz vorstellen.

Ich bin ein 45-jähriger Mann und leide seit 2002 darunter, dass sich meine Psoriasis immer mehr ausbreitet. Davor hatte ich es nur mit einer krustigen Stelle auf Höhe des Brustbeins zu tun. Diese Stelle entzündete sich, juckte und schmerzte, danach Befall der Achselhöhlen (Jucken und Schmerzen) und unangenehmer Weise auch der Genitalbereich.

Ich beschloss endlich einen einen Hautarzt aufzusuchen, der mich mit Kortisonsalben rettete (ich wusste damals noch nichts darüber). Jetzt nehme ich nur noch bei schmerzhaften Entzündungen Kortison und kaltes Wasser gegen den Juckreiz. Auf UV-B Bestrahlung verzichte ich inzwischen auch weitestgehend und gehe stattdessen – leider noch sehr unregelmäßig - in die Sauna.

Ich bin davon überzeugt, dass die Ursache meiner Schuppenflechte psychischer Natur ist (vielleicht das, was man Midlifecrisis nennt). Darüber hinaus zweifle ich sehr oft an meinem Wert und leide beruflich häufig unter Stress. Meine Ernährung versuche ich ebenfalls zu optimieren. Leider fällt es mir sehr schwer, auf Süßes zu verzichten.

Letztendlich arbeite ich daran, stark genug zu sein, mit der Krankheit zu leben, selbst wenn sie schlimmste Ausmaße annehmen sollte. Ich freue mich, hier auf Leidensgenossen zu treffen, die sich gegenseitig unterstützten.

Viele Grüße

xenon

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Hallo Xenon,

ich begrüße Dich hier.

Hier kannst Du Dich informieren und natürlich auch durch Deine Beiträge die Gemeinschaft stärken.

Ob es nun die Psyche ist, der Zucker .. oder sonstwas... wer kann das so genau wissen? Probiere halt aus, was Du testen kannst; jedenfalls ist ein Versuch, die Trigger einzugrenzen, sicher von Vorteil.

So lange die Einschränkungen durch Diäten oder sonstige Maßnahmen im Verhältnis zu der eintretenden Verbesserung steht, ist es sicher sinnvoll, diese anzuwenden. Kommt auf den Status der Kranheit bei Dir an.

Aber vergiß die Genüsse nicht ;-) Schließlich lebst Du (höchstwahrscheinlich) nur einmal ;-))

Eine gute Zeit wünscht Dir:

Hardy

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Hallo Xenon,

willkommen hier. Es lohnt sich, das Forum durchzustöbern. Besonders in den speziellen Themen zur Schuppenflechte findest du interessante Themen, die dir wertvolle Ratschläge geben könnten. Verzicht auf Zucker und andere Trigger in der Ernährung ist immer dann sinnvoll, wenn sie bei Verzehr die Erkrankung wesentlich verschlimmern.

Psychisch könnte Entspannen und Meditieren helfen, oder Schwimmen im Fluss, wenn du mit der Strömung reichlich Erfahrung hast und Kälte verträgst. Beim Schwimmen gegen die Strömung mußt du den Alltag vergessen, um dich ganz auf den Fluss einzulassen. Das entspannt, kühlt und massiert die Muskeln. Wandern in der Natur ist auch entspannend.

Auf Arbeit muß jeder seinen Weg finden, um sich nicht noch mehr unter Stress zu setzen. Selbstzweifeln führen sehr schnell zu depressiven Verhaltensweisen, die dann wiederum durch Ängste immer mehr in den Kreislauf: "Ich dem dem Alles nicht gewachsen" führen.

Sei stark. Du packst das. Fühl dich wohl hier.

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Hallo Hardy,

hallo Fuchs,

dass über Nacht schon Reaktionen auf meinen kleinen Beitrag erfolgt sind, hat mich sehr gefreut. Ich fühle mich jetzt schon wohl hier und bin sehr gespannt, was sich beim Durchstöbern noch alles findet.

Ich finde auch, dass der Schlüssel zur Heilung in Dingen wie Lebensfreude, Entspannung, allgemein in spirituellen Dingen liegt. Im See auf dem Rücken zu schwimmen und dabei 2 Minuten die Augen zu schließen ist ein sehr meditatives Erlebnis.

Es ist doch so: Ich glaube meine Umwelt nimmt mich negativ wahr, also leide ich. Ich möchte aber, dass mich alle für einen tollen Typen halten. Das Motto: „Nicht die Psoriasis, sondern die Eitelkeit muss bekämpft werden!“ macht doch Sinn oder?

Grüße von xenon

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Es ist doch so: Ich glaube meine Umwelt nimmt mich negativ wahr, also leide ich. Ich möchte aber, dass mich alle für einen tollen Typen halten. Das Motto: „Nicht die Psoriasis, sondern die Eitelkeit muss bekämpft werden!“ macht doch Sinn oder?

Hallo Xenon,

die Zeit der Ausbildung, das es dir mehr oder weniger egal ist, wie ein großer Teil Deines Umfeldes Dich wahr nimmt, dauert oft sehr lange; ich kann mir vorstellen, das viele Leutchen sie überhaupt nicht erfolgreich abschließen ;-)

Glaube mir, das Du mit reduzierter Eitelkeit wesentlich ruhiger und entspannter lebst... Wenn Du erst mal festgestellt hast, wie wurscht das ist, was so manche über Dich denken, gehst Du viele Dinge lockerer an.

Ich wünsche Dir den richtigen Weg für Dich.

Hardy

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Hallo Xenon!

Zunächst einmal möchte ich Dich hier begrüßen. Es ist schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast.

Was die Psoriasis angeht, weiß man heute ziemlich genau, dass erbliche Veranlagungen eine große Rolle spielen. Unter bestimmten Bedingungen kommt es dazu, dass das Abwehrsystem bestimmte körpereigene Zellen, nämlich die Hautzellen angreift.

Wenn jemand "bestimmt" sagt oder schreibt, weißt auch ziemlich genau, gibt es da noch viel Unbestimmtes. So ist es auch bei der PSO, wie wir diese Krankheit hier meist in Kurzform benennen.

Die Auslöser des oben beschriebenen Angriffs gegen die Hautzellen sind vielfältig. Die Psyche kann eine Rolle spielen, es kann die Ernährung sein, es können Belastungen des Immunsystems sein, z. B. bakterielle Infektionen. Das kannst Du auch alles auf den Seiten des Psoriaisnetzes nachlesen.

Du schreibst:

"Es ist doch so: Ich glaube meine Umwelt nimmt mich negativ wahr, also leide ich. Ich möchte aber, dass mich alle für einen tollen Typen halten. Das Motto: „Nicht die Psoriasis, sondern die Eitelkeit muss bekämpft werden!“ macht doch Sinn oder?"

Woher nimmst Du die Gewissheit, dass Dich Deine Umwelt negativ wahrnimmt? Natürlich kann nicht jeder jeden toll finden, aber fast immer gibt es Menschen um einen, die einen gut finden und andere, die einen nicht so gut finden. Wer denn da Recht hat, darüber kann man sich lange streiten.

Wie die Umweilt einen wahrnimmt, kann man deutlich beeinflussen. Wenn ich selbst auf andere grimmig zu gehe, fällt die Antwort meist entsprechend aus. Wenn es mir gelingt, freundlich zu sein, sieht das oft anders aus.

Ich will das nicht unendlich weiter ausführen, aber der Kern meiner Aussage soll in etwa sein: Fast immer können wir beeinflussen, wie andere Menschen auf uns zukommen. Die anderen Menschen können wir dagegen viel weniger verändern. Du kannst eine Menge dazu tun.

Du schreibst etwas von Midlife-Crisis. Das ist so die Lebensphase, wo vieles - nicht alles - seine Bahn gefunden hat. Einerseits ist noch immer viel möglich, aber deutlich weniger als in der Jugend und den frühen Erwachsenenalter. Daher stehen wir in der mittleren Lebensphase vor der Frage, wie gut es gelingt uns selbst zu akzeptieren.

Darum geht es Dir zurzeit sehr stark. Nun will ich nicht total in Dein Leben eindringen, vermutlich weißt Du aber selbst, wo Deine positiven Seiten sind und wo es noch ein wenig fehlt. Möglicherweise beurteilst du Dich manchmal zu negativ. Du schreibst, dass Du einen starken Drang hast anerkannt zu werden. Wenn Du natürlich immer der "tolle Hecht" sein willst oder "musst", kann das schwierig werden.

Du schreibst, dass Du gern auf einem See Rückenschwimmen betreibst. Wenn Du das nicht gerade auf einem See mit starkem Bootsverkehr oder nahe am Wasserfall betreibst, ist das eine wunderbare Sache - auch um mit sich selbst Frieden zu schließen.

Auch hier hast Du bisher viele positive Resonanz bekommen. Ich habe Dir so persönlich geantwortet, weil Du so persönlich von Dir geschrieben hast. Das fand ich sehr mutig. Sicherlich ermöglicht das WEB es auch eher, persönliche Dinge zu schreiben, weil man erst einmal kein unmittelbares Gegenüber hat und schlimmstenfalls schnell wieder abtauchen kann.

Herzliche Grüße von Kuno

Edited by Kuno
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Hallo Xenon,

eitle Männer, die durch das Umfeld ablehnt werden, werden nicht des Ablehnens willen abgelehnt. Es ist die Ausstrahlung. Wenn ein "Gockel" mich anmacht, und meint, mir wortreich erklären zu müssen, daß ich sein Betthäschen sein soll, glaub mir, da ists mir egal, ob der Schuppenflechte hat oder ein dickes Konto und den Weltmeistertitel der Schönen und Eitlen. Der Typ bekommt ne Abfuhr nach dem Motto: He Kleiner, hast du deine Mama gefragt, ob du mit großen Mädels spielen darfst?

Eitel in der Körperpflege und Hygiene ist o.k. Wie ein Pfau durch die Straßen marschieren und sich wünschen, alle Mädels würden zu dir fliegen, ist überflüssig, macht Stress. Du wirst merken, wenn die Richtige kommt und der ists auch egal, ob du Schuppenflechte hast. Sie wird dich um deinetwillen lieben.

Du hast es schon richtig erkannt. Jetzt brauchst du es nur umsetzen. In welchem See schwimmst du denn? Wegen dem Gegenverkehr, falls ich da auch grad rumkurve ;)

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  • 1 month later...

Hallo da bin ich wieder,

Habe grade meinen Jahresurlaub angetreten und bin deshalb in Hochstimmung.

Was meine PSO angeht, setzte ich seit etwa 6 Wochen auf die vitalstoffreiche Vollwertkost nach M.O. Bruker. Tierische Nahrungsmittel (Ausnahme Butter + Sahne) lasse ich ganz konsequent weg. Salben, Cremes, Lotionen etc. benutzte ich nicht mehr, weil diese, lt. Bruker , allergische Reaktionen durch bestimmte Grundlagenstoffe wie Lanolin, Eucerin uvm. povozieren können, dann muß wieder Kortison verwendet werden. Außerdem: Saunabesuche, manchmal 2-3 mal pro Woche. Die Ernährungsumstellung ist nicht einfach und erfordert sehr viel Disziplin.

Meine Pso geht jedenfalls zurück, das Hautgefühl ist wesentlich besser. Nächste Woche gehts nach Borkum wegen des schönen Reizklimas und selbstverständlich wird der FKK-Strand aufgesucht, damit der ganze Körper lichtdurchflutet wird.

@ Kuno: vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag. Mich hat es sehr gefreut, soviel Aufmerksamkeit zu erhalten.

@ Hardy: ich denke ich bin auf dem richtigen Weg.

@ Fuchs: das ist der Bornhorster-See in Oldenburg, bzw der Wold-See bei Bad Zwischenahn. Mal sehen ob man sich trifft:)

Sorry, für die späte Antwort (schäm).

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na denne,

schönen Urlaub Xenon, erhole dich gut. Berichte doch mal, welchen Erfolg du nach gewisser Zeit durch die Ernährungsumstellung erreicht hast

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