👋 Herzlich Willkommen im Psoriasis-Netz. Du bist hier in der größten unabhängigen Gemeinschaft für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis im deutschsprachigen Raum.
Du besuchst unser Angebot gerade als Gast und kannst manch nützliche Funktion nicht nutzen – zum Beispiel, um zu antworten, selbst zu fragen oder mehr Bilder zu sehen. Aber es gibt Abhilfe 🙂
Hallo!
Ich bin neu hier bzw. war ich schon öfter stille Mitleserin. Um auch etwas beizutragen, möchte ich meine Erfahrung, die ich gemacht habe, mit Euch teilen. Vielleicht hat ja (in dem Fall) die eine oder andere von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht...
Ich bin 36, habe drei Kinder und vermutlich seit meiner Pubertät Psoriasis am Kopf. Ich schreibe deshalb vermutlich, weil es mir nicht wirklich bewusst war. Dachte immer ich habe leicht reizbare Kopfhaut und es hat sich in einem Rahmen bewegt, der mich nicht großartig eingeschränkt hat. Meine Mutter hatte ähnliches und ich dachte, das ist bei uns familiär bedingt.
In etwa drei Monate nach meiner dritten Schwangerschaft haben ich zuerst auf der Innenfläche der rechten Hand zwei Pusteln bekommen und dann haben sich alle Fingernägel gelblich verfärbt. Oh Mann...Die erste Dermatologin, der ich die Nägel gezeigt habe, meinte eventuell hab ich einen Mangel wegen der Stillzeit. Ich bin dann zu meinem Hausarzt, um mein Blut anschauen zu lassen. Der hat die Nägel angesehen und gesagt, das sieht für ihn aus wie Nagelpsoriasis. Ich so "okay" - zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht einmal was Psoriasis ist. Nach etwas Internetrecherche und der Aussicht auf bleibende verformte und gelbe Nägel war ich dann doch etwas erschlagen!! Ich war dann in der dermatologischen Ambulanz, bei einem Hautarzt der auf Psoriasis spezialisiert war und hab überall die Info bekommen, dass man nicht sagen, wie sich die Nägel entwickeln. Worst Case - sie bleiben so. Auf das hab ich mich dann gedanklich auch irgendwie eingestellt. Hab mit Cortison etwas gewerkelt, abends einen Spezial-Nagellack aufgetragen und morgens einen färbigen draufgegeben, damit die Nägel nicht gar so auffallen.
Ich hab dann beschlossen, dass ich abstille - die Kleine war gerade 7 Monate - und schaue, ob vielleicht die Hormonumstellung nach der Schwangerschaft die Nagelpsoriasis ausgelöst hat. Und siehe da: nach ein paar Wochen sind die Nägel wieder normal rausgewachsen. Das ist jetzt 2,5 Jahre her.
Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Nach der Schwangerschaft + Stillzeit hatte ich dann einen sehr unregelmäßigen Zyklus. Das kannte ich in der Form von meinem Körper nicht. Ich habe das eine Zeit lang so hingenommen und die Psoriasis am Hinterkopf wurde mehr. Zwar größtenteils an nicht-sichtbaren Stellen aber dafür mit ziemlich starkem Juckreiz. Ich habe dann öfters mit Cortison behandelt - dann ging es selbstverständlich weg. Nach Ende der Behandlung kam es wieder.
Irgendwann hat mir mein Gyn wegen meiner Beschwerde über den unregelmäßigen Zyklus dann Mönchspfeffer empfohlen. Ich fing nicht gleich damit an, aber irgendwann probierte ich es aus und nicht nur mein Zyklus war plötzlich komplett regelmäßig, nein auch die Psoriasis am Kopf ging weg! Irgendwann so nach ca. einem halben Jahr meinte der Arzt bei einer Routinekontrolle, ich solle doch mal mit dem Mönchspfeffer pausieren. Es ist zwar ein pflanzliches Mittel, aber auch das soll man nicht durchgehend nehmen. Also hab ich es abgesetzt und nach drei Wochen kam die Pso am Kopf zurück und der Zyklus machte wieder was er wollte
Ich hab jetzt ein paar Monate pausiert, wieder manchmal Cortison geschmiert, geölt und versucht den Juckreiz auszublenden (haha!) und insgeheim auf meinen Neustart mit Mönchspfeffer gewartet. Dieser ist jetzt vor drei Wochen gewesen und was soll ich sagen, seit zwei Tagen ist mein Kopf komplett frei von Psoriasis.
Hat jemand von den anwesenden Damen ähnliches erlebt? Ich finde es ja immens spannend, da der Zusammenhang zwischen weiblichen Hormonen und Pso noch nicht wirklich geklärt ist.
LG aus Österreich, Daniela