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Hallo zusammen,
ich habe seit mehreren Monaten das Gefühl, dass meine Rheumatologin meine Beschwerden entweder aufgrund meines Alters (24) nicht ernst nimmt, oder sie hat schlichtweg kein Interesse und zu viel zu tun. Ich habe totales Verständnis dafür, dass die wenigen Rheumatologen maßlos überlastet sind, aber ich hab das Gefühl ich werde mittlerweile schon depressiv weil ich mich so alleine gelassen fühle mit meinen Beschwerden. Ich nehme MTX und habe seit ziemlich genau einem Jahr PSA diagnostiziert bekommen, seit 2015 ist PSO diagnostiziert. Die ersten paar Monate hat das MTX super geholfen, seit ich jedoch einmal krank war hilft es einfach nichtmehr - keine Ahnung ob es damit zusammen hängen kann, aber seit dem ist es eben so. Ich habe seit mehreren Monaten einen Schub, so schlimm und lang waren meine Schübe noch nie und das trotz MTX. Sie will es nicht hochdosierten und mir auch nichts anderes verschreiben, ich solle einfach immer IBU nehmen wenn ich Beschwerden habe. Das möchte ich aber nicht, da ich noch so jung bin und da einfach lieber eine andere Dauerlösung als tägliche IBU finden möchte. Hauptsächlich sind meine Finger betroffen - die Knie- und Fußschmerzen sind gerade so aushaltbar, solange ich mal wieder wochenlang auf einkaufen, Sport und sogar 10-minütige Spaziergänge verzichte... Meine Fingergelenke sehen aus als hätten sie kleine Blutergüsse und als wären sie mit Flüssigkeit gefüllt, überall sind kleine rote Beulen und nachts wache ich auf weil meine Hände so glühen und pochen vor Schmerzen. Wenn ich mit den Fingerkuppen auch nur leicht gegen eine Schublade oder beim schreiben an das Blatt Papier stoße, habe ich höllische Schmerzen. Alles fühlt sich total entzündet an und so sieht es auch aus... meine Rheumatologin sagt das kann nichts anderes sein als Frostbeulen, aber ich habe das auch im August - also überzeugt mich das nicht so ganz. Auch die Tatsache, dass es trotz freiwilligem wochenlangem Drin-Bleiben, Heizung-Aufdrehen, Wärmecremes, Wärmflaschen und Handbädern kein Stück besser wird, sondern noch schlechter wird, spricht für mich eher gegen Frostbeulen.
Mittlerweile ist meine Rheumatologin schon genervt, wenn ich mich mal wieder melde und nur am jammern bin, ich bekomme fast nur noch 2 minütige Telefontermine statt Präsenzsprechstunden - sorry, wie will sie da denn bitte beurteilen, wie meine Finger aussehen? Sie fragt mich nur noch kurz wie es mir geht, erklärt mir dann, dass es auf keinen Fall in irgendeiner Weise mit dem Rheuma zusammenhängen kann, und dann soll ich doch bite wieder 6-8 Wochen abwarten ob es sich bessert und mich dann erneut melden. So geht das jetzt schon eine Weile, und jeder Arzt bei dem ich (wegen anderen Gründen) bin - egal ob Hausarzt zum Blutabnehmen oder Zahnarzt, Frauenarzt, etc - alle raten mir dringenst beim Blick auf meine Finger, mich um einen Termin bei meiner Rheumatologin zu kümmern. Ich weiß googeln ersetzt kein Medizinstudium. Aber meine Handgelenke passen 1:1 zu dem, was man unter einer Vaskulitis versteht sowohl optisch als auch von den Symptomen her - welche zum Rheumatischen Formkreis gehört. Aber davon will meine Rheumatologin nichts wissen, sie weiß schließlich alles besser.
Nun wisst ihr alle wahrscheinlich selbst nur zu gut, was es für eine Glückssache ist, überhaupt jemals in einer Rheumapraxis aufgenommen zu werden. Dementsprechend finde ich keine Ersatz-Rheumapraxis und weiß wirklich nicht, was ich noch tun kann. Ich kann von Glück sprechen, dass meine Vorlesungen wieder auf Online umgestellt wurden, denn sonst bin ich wirklich für nichts mehr zu gebrauchen. Vielleicht war ja jemand schon in der selben Situation und hat einen Rat für mich? Es gibt ja extra Fachärzte für Gefäßerkrankungen (Agiologen oder Phlebologen). Ob ich über den Hausarzt versuchen soll, dort einen Termin zu ergattern? Oder ob der Hautarzt der bessere Weg wäre - oder ob die mich alle gleich nur zurück zur Rheumatologin schicken?
Ich wäre jeder Idee oder jedem Rat wirklich dankbar...