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Was sagt Ihr dazu???


Gaby1711
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Am 15.02.2006 konnte ich morgens mal wieder nicht laufen vor Schmerzen, beide Füße offen, nässend, schmerzend, beide Hände mit Pusteln übersät. Also.... zum Arzt und natürlich, was sonst, Krankmeldung.

Leider halfen Salben und Bestrahlungen dieses Mal nicht, wir bekamen den Schub einfach nicht in den Griff. Reha beantragt, innerhalb von 3 Wochen ab nach Usedom auf die Insel.

Auch dort, nach 5 Wochen Aufenthalt, leider nicht arbeitsfähig entlassen, weitere 2 Wochen krankgeschrieben, wir haben nun den 24.06.2006.

Mein Chef hatte mir schon vorher 2 Wochen Urlaub nach der RehaMaßnahme zugesagt, als die zweite Woche fast rum war, bekam ich einen Anruf, ich hätte doch noch soviel Jahresurlaub, und die Reste aus dem alten Jahr, ob ich nicht noch eine Woche länger zu Hause bleiben möchte. Ich fand das toll, das Wetter war ja super und mein Sohn auch gerade für einige Tage bei mir. Also, nichts wie auf's Rad jeden Tag, ab an die Elbe und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.

Am 17.07. trabe ich, zumindest in Gedanken, frohgemut ins Büro und freue mich, meine Kolleginnen und Kollegen wieder zu sehen, wieder arbeiten zu können. Die Füße schmerzen zwar noch, aber die Hände sind heil, und in der Regel tippe ich mit den Händen, also eigentlich kein Problem, dachte ich zumindest, blöd wie ich bin, aber nicht blond.

Mein Chef rief mich erstmal in sein Büro, fragte mich, wie es mir denn so ginge, ich erzählte von der Reha, daß ich mich wohl fühle, der Antrag auf Schwerbehinderung nun laufe.... und dann..... gab er mir die Kündigung zum 31.08.2006 mit sofortiger Freistellung. Ich solle meinen Schreibtisch räumen und die Schlüssel abgeben, meine Stelle sei wegrationiert worden. Das dem nicht so ist, im Gegenteil, daß Personal fehlt, die anderen im Team bis zu 200 Überstunden haben, nahm er nicht zur Kenntnis, das stünde nicht zur Debatte.

Klasse oder???? Nun bin ich also arbeitslos, ab nächster Woche und, vermutlich auf Dauer, denn mit knapp 54 läuft auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr viel.

Natürlich habe ich Kündigungsschutzklage eingereicht, die Güteverhandlung ging aus, wie das Hornberger Schießen, er bot mir eine Stelle außerhalb Hamburgs an, die ich aus gesundheitlichen Gründen (Attest vom AK St. Georg) nicht antreten kann, da das unzumutbar sei und nun wartet der Kammertermin in ca. 6 Wochen.

Aber nichtsdestotrotz.... ich werde ich dieses Mal nicht verschaukeln lassen, habe ich mir fest vorgenommen. Das Integrationsamt ist ebenfalls entsetzt und hat mir Hilfe zugesichert. Mal sehen, ob und was dabei herauskommt.

Ich will mit diesem Artikel nicht jammern, oder so, das liegt mir fern, mich interessiert ganz einfach mal Eure Meinung dazu.

Und nun.... frisch ans Werk und schreibt.

Liebe Grüße

Gaby

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Hallo Gaby,

halt die Ohren steif und kämpfe, denn nur so geht es!!!!!! So ähnlich habe ich es auch erlebt allerdings nicht wegen der Pso sondern wegen einem Bandscheibenvorfall. Ich drück dir die Daumen das wenigstens eine Abfindung bei raus kommt denn der Arbeitsplatz is in jedem Fall hin. Aber man muss zeigen das man es nicht so einfach mit einem machen kann, das glauben manche Arbeitgeber nämlich- eigene Erfahrung! Viel Glück, gute Nerven und eine guten Anwalt.

liebe Grüße

Mainzelmännchen

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Hallo, Gaby1711

Leider halfen Salben und Bestrahlungen dieses Mal nicht, wir bekamen den Schub einfach nicht in den Griff. Reha beantragt, innerhalb von 3 Wochen ab nach Usedom auf die Insel.

Auch dort, nach 5 Wochen Aufenthalt, leider nicht arbeitsfähig entlassen, weitere 2 Wochen krankgeschrieben, wir haben nun den 24.06.2006.

Wurde dir die Reha von der Krankenkasse oder der Deutschen Rentenversicherung genehmigt? Das ist ein großer Unterschied. Stand in dem Schreiben der Reha-Klinik, dass deine Arbeitsfähigkeit erheblich vermindert oder eingeschränkt ist?

Mein Chef hatte mir schon vorher 2 Wochen Urlaub nach der RehaMaßnahme zugesagt

In grauer Vorzeit gab es mal die „Nachkur“, also eine gewisse Zeit, die man nach der Kur noch zu Hause verbringen durfte. Heute sind die Arbeitgeber verpflichtet, nach einer Reha Urlaub zu gewähren, sofern man noch Urlaubsansprüche hat. Nur in Ausnahmefällen, die er begründen muss, darf er es verweigern.
Aber nichtsdestotrotz.... ich werde ich dieses Mal nicht verschaukeln lassen, habe ich mir fest vorgenommen. Das Integrationsamt ist ebenfalls entsetzt und hat mir Hilfe zugesichert. Mal sehen, ob und was dabei herauskommt.

Ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass du eine gute Rechtschutzversicherung oder den Rückhalt eines Sozialverbandes hast, damit dir finanziell nicht die Puste ausgeht.

Gruß

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Hallo' date=' Gaby1711[/font']

Wurde dir die Reha von der Krankenkasse oder der Deutschen Rentenversicherung genehmigt? Das ist ein großer Unterschied. Stand in dem Schreiben der Reha-Klinik, dass deine Arbeitsfähigkeit erheblich vermindert oder eingeschränkt ist?

In grauer Vorzeit gab es mal die „Nachkur“, also eine gewisse Zeit, die man nach der Kur noch zu Hause verbringen durfte. Heute sind die Arbeitgeber verpflichtet, nach einer Reha Urlaub zu gewähren, sofern man noch Urlaubsansprüche hat. Nur in Ausnahmefällen, die er begründen muss, darf er es verweigern.

Ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass du eine gute Rechtschutzversicherung oder den Rückhalt eines Sozialverbandes hast, damit dir finanziell nicht die Puste ausgeht.

Gruß

Moin moin Barb,

die Reha lief über die Deutsche Rentenversicherung (BfA) und leider stand im Entlassungsbericht nur, daß ich zwar derzeit arbeitsunfähig, ansonsten aber leistungsfähig entlassen werde. Was für ein Wortspiel, aber amtsdeutsch ist einfach zum Schreien.

Ich bin Mitglied im VdK, die mir ebenfalls Hilfe zugesichert haben.

Eines weiß ich, ich bin eigentlich kein Mensch, der Rache ausübt, aber dieses Mal werde ich alles tun, um meinem Ex-Chef so richtig einen reinzuwürgen.

Der Job ist weg, das ist klar, aber er soll tüchtig zahlen, denn die Firma ist mitschuldig an diesem heftigen Schub. Ich wurde gemobbt, und es wurde nichts dagegen unternommen, erst als ich schon nicht mehr konnte, wurde die Kollegin dann entlassen. Nur.... das half mir auch nicht mehr weiter.:mad:

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Hallo Gabi,

als ehemaliger Betriebsratsvorsitzender stelle ich mir die Frage, gab es einen solchen in Deiner Firma? Wenn ja, dann hätte dieser zustimmen müssen. In Deinem Fall hätte er aber nicht zugestimmt. Gibt es einen Betriebsrat und es liegt keine Zustimmung vor, ist die Kündigung unwirksam.

LG

Willi am Bass

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Hallo, Gaby,

nicht dass du denkst, ich hätte dich und dein Thema vergessen. Ich werde hier oder PN posten.

Bis dahin einen lieben Gruß

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Hallo Gabi' date='

als ehemaliger Betriebsratsvorsitzender stelle ich mir die Frage, gab es einen solchen in Deiner Firma? Wenn ja, dann hätte dieser zustimmen müssen. In Deinem Fall hätte er aber nicht zugestimmt. Gibt es einen Betriebsrat und es liegt keine Zustimmung vor, ist die Kündigung unwirksam.

LG

Willi am Bass[/quote']

Moin moin Willi,

nein, leider gibt es keinen Betriebsrat in unserer Firma. Unser Chef war immer dagegen.

Klar, der hätte dann zuviel Mitspracherecht gehabt.

LG Gaby

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Schade,

aber der Chef hätte gegen die Gründung eines Betriebsrates nichts machen können. Die Gründer des Betriebsrates sind rechtlich recht gut abgesichert und haben sogar bei Vorveranstaltungen und Wahlen Hausrecht, so dass sie den Chef tatsächlich vor die Tür hätten setzen können.

Wünsch Dir alles Gute

Willi am Bass

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Hallo Gaby,

das mit der Kündigung ist schade, aber in einem Betrieb in dem ich nicht willkommen bin würde ich auch nicht länger arbeiten wollen. Also vergiss so schnell wie möglich Deinen Exchef und sieh nach vorne. Dass Du ihm vor Gericht noch einen letzten Abschiedsgruß hinterlässt ist natürlich legitim.

Pso an den Füßen hatte ich auch und erst recht an den Handinnenflächen. Ich war 2 Jahre intensiv in Behandlung. Dann hab ich es mit der Interferenzstrom-Methode weggebracht.

Lies doch mal hier im Forum unter Physikalische Therapien / Erfolg mit Interferenzstrom. Ich kann Dir nur raten, mach das. In 12 Wochen bist Du so gut wie geheilt.

Gruß

W.W.

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