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Altersstarrsinn


Waldfee

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Ich bin jetzt auf das Thema gestoßen, weil in meinem Verwandten/ Bekanntenkreis einige Leute auf diese Eigenschaft hinweisen. Sie leben in verschiedenen Gegenden Deutschlands. Sie sind nicht mehr jung, so ab 70 und ich hoffe  inständig, daß mich das nicht so schnell ereilt. Da kommen Interesselosigkeit, Rechthaberei, eine Art Dumpfheit und Ergebenheit am Leben zum Vorschein, wo ich erschrocken bin. Natürlich spielen Krankheiten mehr oder weniger eine Rolle, das Satthaben, auch am Leben, wenn man nicht mehr aus der Wohnung kann, wenn man allein ist. Das ist verständlich und traurig. Aber ich muß auch feststellen, daß bei manchen der Geist bei sich geblieben ist, die  jammern, aber nichts mehr verändern wollen oder können und sich damit abfinden. Sie warten…..Ich glaube, da war ich immer zu rebellisch und zu neugierig noch auf das Leben, um so mit allen Widrigkeiten  fertig zu werden. LG Waldfee

 

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Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Tja, worauf will man ab einem gewissen Alter noch warten . Wenn man selber nicht gewillt ist, am Leben „ lebendig und aktiv „ teilzunehmen, nur noch an allem rumnörgelt , es einem an Lebensmut fehlt - wie bekommt man denjenigen aus dem „ Loch „ heraus? 

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Ich bin deshalb auf das Thema gekommen, weil ich ab und an eine Frau in meinem Alter anrufe, auch inzwischen verwitwet. Aber sie war auch als Ehefrau schon so, hat ein  ganz gleichmäßiges Leben ohne Besonderheiten/Aufregungen  mit ihrem Mann geführt, z.B. war sie 19 (!)mal  immer an der gleichen Stelle im gleichen Urlaubsdomizil am Gardasee. Sie hatte aber immer einen guten Spruch: Man muß das Leben nehmen, wie es kommt. Das habe ich nie gelernt. Aber nun merkt man ihr an, daß da etwas nicht mehr mit ihr stimmt. Sie wartet…..

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Interessantes Thema.

Sind Männer im Alter starrsinniger als Frauen?

Ab welchem Alter kann man von Altersstarrsinn sprechen?

Ich ertappe mich schon selbst hin und wieder dabei, dass ein kleiner Ansatz manchmal da ist. Dann heißt es, sofort auf die "Bremse". Kann es sein, dass alles immer schneller wird ( oder man selbst immer langsamer ) und dadurch fühlt man sich ein bisschen überfordert?

Ich glaube, dass mit dem Altersstarrsinn ist ein schleichender Prozess und man muss sehr aufmerksam mit sich und seiner Umwelt sein, damit man nicht zum Nörgler/in wird.

Ich finde das Thema sehr spannend.

L.g. Christiane

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vor 7 Minuten schrieb Speedcat:

Interessantes Thema.

Sind Männer im Alter starrsinniger als Frauen?

Ab welchem Alter kann man von Altersstarrsinn sprechen?

 

Interessantes Thema ,so sehe ich es auch.

Ich denke das kann man so am Geschlecht nicht festmachen und mit dem Alter ist es auch so eine Sache.

Sture Menschen gibt es wohl in allen Altersklassen und bei jedem Geschlecht. Das sich dann im Alter noch einige dazu geselle, kann ich mir schon vorstellen. Man merkt es wahrscheinlich selber auch nicht so.

Das Frauen und Männer ihre Konflikte anders austragen ist auch bekannt. Frauen sind nachtragender, während Männer ihre Konflikte eher gewaltsam austragen.

Welche Frage mich auch noch dabei interessiert ist, sind Frauen zickiger als Männer? Ist das nur ein Vorurteil, oder sehen es die Frauen auch selber so?

Gruß Uwe

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Ich denke auch, daß es eine Charaktereigenschaft ist, die auch bei jüngeren Menschen auftreten kann. Also ja nix zugeben müssen, keine Schwäche zeigen. Der lehrerhaft erhobene Finger ist bestimmt bei beiden Geschlechtern gleich.
Das Zickenpotential bei Frauen ist bestimmt der Natur geschuldet, auch die erhöhte Eifersucht. Aber ich bin keine Psychologin, nur aus dem Lebenserfahrungskästchen geplaudert. 🙂

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Zitat

Sture Menschen gibt es wohl in allen Altersklassen und bei jedem Geschlecht.

Ist Sturheit als Charakterzug nicht eine Frage des Standpunktes? Hängt es nicht davon ab, wer wen das Etikett "stur" anhängt? 

 

Zitat

Das Zickenpotential bei Frauen ist bestimmt der Natur geschuldet, auch die erhöhte Eifersucht.

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Ich habe etwas Probleme mit der Steuerung. 

Zum Zickenpotential: Ob das in der Natur der Frauen liegt? -  Glaube ich nicht, sondern eher welche Lernerfahrungen eine Frau bzgl. Konfliktbewältigungstrategien gemacht hat. Wer mit herumzicken erfolgreich ist, wird immer wieder auf diese Strategie zurückgreifen. - Als ich noch in der Nähe von Köln wohnte, waren auf dem Hundeplatz zu dem ich ging,  einige schwule Männer. Die konnten vielleicht zicken....

Zitat

Frauen sind nachtragender, während Männer ihre Konflikte eher gewaltsam austragen.

Dazu fällt mir ein: Die Wahrscheinlichkeit von einem Mann erschlagen zu werden, ist laut Kriminalstatistik höher, als von einer Frau auf diese Weise umgebracht zu werden. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit eines Mannes höher, von einer Frau vergiftet zu werden 😉. Hierfür sind wahrscheinlich körperliche Gründe die Ursache.

LG Oolong

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Altersstarrsinn habe ich bei meiner Mutter erlebt. Sie ist von vielen alltäglichen Dingen einfach nicht mehr abgerückt. Dazu kommt dass sie nach dem Tod meines Vaters sehr einsam war und die "Führung" verloren hatte, will sagen, sehr unselbständig war. Oft hat sie mich um Hilfe gebeten und diese dann gar nicht gebraucht. 

Und dass diese Eigenschaft eher Frauen zugeschrieben wird ist, denke ich, dass sie ihre Männer oft überleben. In dem betreuten Wohnen, wo sie wohnte, war absoluter Frauenuberschuss. 

Edited by Nüsschen
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Vielleicht ist bei Frauen das Zickenpotential höher, aber ich denke für viele Männer ist es sehr schwer um Hilfe zu bitten. Das alte Klischee, der Mann ist der Starke, der das Sagen hat und die Familie beschützt.

Das ist vielleicht auch ein "Problem" der älteren/alten Menschen einer bestimmten Generation.

Die Generationen, die jetzt jünger sind "ticken anders". Das Männer- Frauen-Bild hat sich im Laufer der Jahrzehnte gewandelt.

Ich hoffe nur, dass man selbst rechtzeitig merkt das man wunderlich wird und noch irgendwie gegensteuern kann.

Aber wer weiß schon genau was aus einem noch so wird ? 😟

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ich kann nur von meiner Tante berichten -

sie war völlig klar und hat sich das Pflegeheim selbst ausgesucht - weil sie konnte zu Hause nicht mehr leben -

unsere Hilfe auch mit dem Pflegedienst hat alle überfordert - rund um die Uhr war nicht mehr möglich - und Seiten des Pflegedienstes auch nicht bezahlbar -

zum Thema Altersstarrsinn -

nach einigen Monaten im Pflegheim - Einzelzimmer mit ihren gewohnten Möbeln - Büchern und ihrer selbst ausgesuchten Kleidung -

dann wurde meine Tante immer tüddeliger -

ich war jeden Tag dort und sie hat angefangen mich anzugreifen - wo hast du mich denn hier hingebracht -

alle sind ja dement - ich aber nicht - ich bin die Einzigste Normale hier -

das war schlimm für mich - aber am nächsten Tag war alles wieder vergessen -

und dann ging es wieder los - meine Tante war nur ein halbes Jahr in dem Pflegeheim - dann ist sie gestorben -

Grüsse sendet  -Bibi -

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ich habe bitte noch einen Nachtrag -

Altersstarrsinn -

mein Vater hat sich ständig geweigert - Hörgeräte kommen nicht in seine Ohren -

er hat so viel versäumt von unseren Familientreffen - das tut mir heute noch weh -

 

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In den letzten Jahren hatte ich den Altersstarrsinnn bei einem Verwandten mitbekommen, wie er sich immer weiter verstärkt hatte.

Und plötzlich war er wieder weg! Bis heute.

Der Verwandte wurde letztes Jahr bei einer Reise besonders liebevoll in einer Familie aufgenommen. 

War eine fehlende Familie die Ursache für den Altersstarrsinn?

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....ich denke das es nicht aufs Alter und Geschlecht generell ankommt.....würde es aber bei jüngeren anders nennen.😙

Lg. Lupinchen

Edited by Lupinchen
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vor 23 Stunden schrieb Speedcat:

Ich hoffe nur, dass man selbst rechtzeitig merkt das man wunderlich wird und noch irgendwie gegensteuern kann.

Ich glaube das merkt man selbst gar nicht und glaubt es nicht wenn man darauf angesprochen wird. 

vor 22 Stunden schrieb Bibi:

Hörgeräte kommen nicht in seine Ohren -

Das kenne ich von meiner Mama auch. Sie hat sie nur 4 Monate gehabt bis sie gestorben ist und fand sie immer noch doof. Hat sie angeblich nicht rein bekommen. 

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meine Freundin Sonja wurde auch echt fies ihren Söhnen gegenüber und mir auch - sie stand auf dem Standpunkt - kommt mal in mein Alter und dann darf man ja wohl mal etwas vergessen -

sie hat - als sie noch Auto fuhr - einen Unfall beim Ausparken nicht gemerkt - sie wurde immer schwerhöriger und fing heftig an zu Tüddeln -

statt nach rechts abzubiegen hat sie sich in die linke Spur mit dem Auto eingeordnet - ich sass daneben und mir wurde schon etwas schwummerig - Sonja war immer eine besonnere Fahrerin - aber echt - es hatte sehr nachgelassen - und das habe ich ihr auch gesagt -

nun relativiert sich alles - sie hat Hörgeräte bekommen und hört sogar wieder Fahrradklingeln und die Vögel hinten in ihrem Garten -

ich bin froh - sie hat es eingesehen und sich untersuchen lassen - mit den Hörgeräten kam sie zuerst auch nicht zurecht - wie Nüsschen von ihrer Mutter geschrieben hat - sie war aber hartnäckig und immer wieder bei dem Hörakustiker - und nun kommt sie mit ihren Hörgeräten zurecht -

Sonja wird dieses Jahr 79 Jahre alt - sie hat sich nun auch einen Rollator gekauft -

ich bin so froh - sie hat immer Unterstützung von ihren Söhnen mit Familie und auch von mir -

mit dem Tüddeln wird es merklich weniger -

vielleicht war das auch dadurch begründet - wenn man kaum noch etwas hört usw.usw.

ich bin so froh - denn Sonja ist eine tolle Frau und nun gewinnt sie ihr Leben wieder -

sie war echt bockig - aber ihre Familie und ich haben nicht locker gelassen - gut so meine ich -

erleichternde Grüsse sendet - Bibi -

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vor 23 Stunden schrieb Waldfee:

Ist Altersstarrsinn eigentlich vererbbar?

Kennt Ihr den Spruch: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm."

Ich habe mich selbst schon dabei ertappt, das ich bemerkt habe, das sich die Macken von meiner Mutter/Vater aus mir herausheben 😬.

"Sch......" habe ich gedacht, wie kommt das denn. Z.T. kann man gegenansteuern, aber ich glaube das geht nur mit Konzentration. Wenn man angespannt ist platz das mal so aus einem heraus.

Ich habe nicht nur die PsA von meinem Vater geerbt, sondern auch hier und da komische Angewohnheiten.

Geht Euch das auch so? 😧😟

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vor 7 Minuten schrieb Speedcat:

Kennt Ihr den Spruch: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm."

Ich habe mich selbst schon dabei ertappt, das ich bemerkt habe, das sich die Macken von meiner Mutter/Vater aus mir herausheben 😬.

 

Natürlich prägt einen das soziale Umfeld, da wo man aufgewachsen ist, Sprache, Gestik, Kleidung usw. Man übernimmt da so einiges.

Bei uns auf der Arbeit herrschte schon ein harscher Umgang, nicht nur sprachlich. Da muss man aufpassen ,das man nichts mit nach Hause nimmt. 

Gruß Uwe

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hallo, Speedcat -

das geht mir auch so - ich erinnere mich an wichtige Dinge aus meiner Kind- bzw. Zeit als Jugendliche -

ich wurde erzogen - man darf kein Essen wegwerfen - alles wurde verwertet und das habe ich immer beibehalten - eine Schmurchelpfanne ist immer lecker -

ich wurde erzogen nach dem Motto - wenn du mehr als eine D-Mark mehr ausgibst was du verdienst - dann summiert sich das und du hast Schulden -

insofern danke ich meinen Eltern für die Erziehung - ich meine - alles ist gut geraten bei mir -

was kommt bezüglich Altersstarsinn kann ich nicht abschätzen - ich lebe jetzt gut und gern -

das wirklich schlimme ist ja nur wenn man nicht merkt - das man tüchtig tüddelt - und wenn es hier im Leben auffällt -

im Forum geht es ja noch - aber im richtigen Leben - hhmmmm -

ich lasse es auf mich zukommen und mache mir jetzt noch keine Gedanken -

ich meine vererbbar ist es nicht - der Altersstarrsinn -

ich denke eher - es liegt an der Lebensweise - die einem hoffentlich lange erhalten bleibt -

Krankheiten sind dennoch unvorhersehbar -

nette Grüsse sendet - Bibi -

 

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Eigenschaften die man eben so mitbringt verstärken sich im Alter, so meine Erfahrung. Auch macht es, denke ich viel aus, wie man sozialisiert wurde (alleinlebend, Großfamilie...)

Eine meiner Großmütter wurde so ab Mitte 90 einfach wieder zum Kind... niedlich, ein wenig frech, manchmal bockig. Ich habe gern auf sie aufgepasst, wenn meine Eltern mal unterwegs sein wollten. Dann bin ich mit meinen vier Kindern angereist und Oma war halt dann das 5. Kind. 

Die Frau, die mal so viel Wissen hatte, zu der ich  einst hoch geschaut habe, deren Lebenswerk meine volle Achtung hervorrief... so klein und zerbrechlich zu sehen, war dennoch eigenartig.

Ich denke, die Wertschätzung für ein gelebtes Leben sollte nie verloren gehen.

 

Edited by Supermom
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vor 14 Stunden schrieb Bibi:

 

das wirklich schlimme ist ja nur wenn man nicht merkt - das man tüchtig tüddelt - und wenn es hier im Leben auffällt -

 

 

Sind wir nicht alle, jeder auf seine Art, tüddelig und ei(nzig)genartig?

 

Edited by Supermom
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Hoffe das ich nur den Hang zu Handtaschen von meiner Mutter geerbt habe (aber erst die letzten Jahre), die war schon  seeehr eigensinnig/starrsinnig. Meine Schwester kommt da eher nach meiner Mutter, ich nenne es aber bei ihr eher Eigensinn😉Meine Oma wurde auch immer so genannt, aber ich habe sie geliebt, obwohl sie schon mal spröde war.

Lg. Lupinchen

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