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Psoriasis auf der Kopfhaut – was kann da noch helfen?


Johnlena

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Geschrieben

Ich hoffe hier etwas Abhilfe für meinen Sohn zu finden. Seit 2 Jahren hat er zunehmend mit Schuppenflechte zu kämpfen. Besonders seit letzem Jahr an der Kopfhaut. Es kam noch eine Diagnose hinzu dass er Herzkrank ist, er nimmt Betablocker. Starke Schuppen und Plugs an der Kopfhaut, besonders das Jucken stört ihn. Kortison gibt Abhilfe, aber nach einer Woche ist es wieder zurück. Mal sxgauen ob ich hier was finden kann. Wir haben Ernährung angepasst, sind aber da alleine. Es wird nichts kontrolliert, keine Bluttests, Darmuntersuchung, nichts. Hausarzt schüttelt bei allem mit dem Kopf, Hautärzte würden auch solche Untersuchung nicht machen, bei Unverträglichkeit hätte man Bauchkrämpfe war die Begründung. Aber ich merke, bei Ausschluss von zB Milch, Zucker etc wird es zumindest am Körper besser, wieso untersuchen Ärzte meinen Sohn nicht? nur Kortison ist auf Dauer keine zufriedenstellende Lösung 😒

 

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Geschrieben

Kortison hilft immer nur kurzfristig. Hemmt die aktuelle Entzündung. Wenn abgesetzt kommt die Entzündung wieder und somit auch der Juckreiz.

Nahrungsumstellung kann helfen, je nach Person besser oder schlechter. Man muss kein Arzt oder Wissenschaftler sein, um zu wissen, dass Entzündungsfördernde Lebensmittel natürlich nicht hilfreich sind bei entzündlichen Erkrankungen. Zucker ist hier wohl das Extrembeispiel. Säure-Basen Haushalt ist auch wichtig, Ernährung sollte nicht überwiegend Säure sein und generell wird empfohlen auf rotes Fleisch zu verzichten.

Das einzige was ich noch kenne sind Shampoos gegen Schuppenflechte. z.B. Ducray Kertyol PSO
Diese erhalten gezielt entzündungshemmende Stoffe und sollten die Kopfhaut beruhigen.



 

Geschrieben

All das haben wir bereits bei der Ernährung angepasst. Wie ich geschrieben hab, Körper ist gut rückläufig, es ist die Kopfhaut die immer wieder entzündet ist. Das Shampoo und auch andere haben wir ausprobiert. Nichts nimmt die Entzündung, bleibt immer wieder mal Kortison als letzte Wahl. Ich werde mich in histaminarme Ernährung nun einlesen und paar Wochen ausprobieren 

Geschrieben (bearbeitet)

Kannst du eine genauere Beschreibung zum Juckreiz und der genaueren Art der Schuppen geben?
Juckreiz eher tief oder oberflächlich?
Schuppen, Farbe, Konsistenz (trocken, feucht)

Es kann gut sein, dass zur Psoriasis noch eine andere Erkrankung der Kopfhaut vorhanden ist.
Könnte die Behandlungsresistenz erklären.
 

bearbeitet von reve
Geschrieben

Ich denke nur, bei mir ist es ja wahrscheinlich eine Sebopsoriasis. Also Seborrhoische Dermatitis und Psoriasis.
Daher nutze ich ein Antimykotisches Shampoo und die Sebo ist komplett weg, die Psoriasis fast. Juckreiz habe ich nur minimal. Plaques und feine leichte Schuppen habe ich immer noch ab und zu. 

Falls ihr das noch nicht ausprobiert habt, würde ich es mal versuchen. Selbst wenn man keine Sebo hat, kann das Shampoo möglicherweise besser helfen als ein extra Pso Shampoo. Ich nutze Ducray Kelual DS und kann ich uneingeschränkt empfehlen. Auch letztens bei meinem PsA Schub hatte ich starken Juckreiz und ich merke, dass die Kopfhaut stark angegriffen wird, Shampoo drauf und alles ruhig. Merke aber schon, dass ich es jetzt häufiger Anwenden muss. Wenn Pso ruhig muss ich alles 5-6 Tage spätestens Haare waschen, aber bei mir ist das, weil dann die Sebo zurückkommt mit Juckreiz.

Habe auch die KI gefragt und sie meint, dass Shampoos gegen Sebo tatsächlich eher bessere Ergebnisse erzielen gegen Juckreiz und Entzündung, während PSO Shampoos besser darin sind, Plaques und Schuppen abzutragen.

Geschrieben

Danke. Wie ich bereits geschrieben hab, das Shampoo hat mein Sohn ausprobiert, leider hilft ihm das nicht. Ich muss mich weiter durchlesen und in der Zwischenzeit hilft auch öl auftragen, das nimmt etwas den Juckreiz 

Geschrieben (bearbeitet)

Von Salt House gibt es ein Anti-Juckreiz Kopfhaut-Fluid Akut. Kann bei Bedarf mehrmals tägl. ins trockene Haar auf den betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Vielleicht hilft dies deinem Sohn etwas.

Gruss Anne

bearbeitet von Tenorsaxofon
Fehlerteufel war unterwegs
Geschrieben

Danke, das hat er auf dem Regal und nutzt es gelegentlich. Hilft tatsächlich akut gegen den Juckreiz, generell befeuchten hilft etwas.

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb reve:

Kannst du eine genauere Beschreibung zum Juckreiz und der genaueren Art der Schuppen geben?
Juckreiz eher tief oder oberflächlich?
Schuppen, Farbe, Konsistenz (trocken, feucht)

Es kann gut sein, dass zur Psoriasis noch eine andere Erkrankung der Kopfhaut vorhanden ist.
Könnte die Behandlungsresistenz erklären.
 

Sein Kopf sieht wie verbrüht aus, es ist nicht nur trocken sondern feuerrot. Es tut schon beim ansehen weh.

Schuppen fangen auf der bereits dünnen Haut ganz fein und könig/trocken an, bis sie dann wieder über Tage klebriger/fettiger werden.

Mit wynzora (Kortison) war es nach 2 Anwendungen verschwunden, 2 Wochen ruhe und jetzt ist alles wieder da.

Gestern habe ich ihm curatoderm (synthetisches VitD) aufgetragen. Es lindert etwas und heute morgen war es nicht ganz so entzündet. 

Ich gehe stark davon aus dass es neben der Psoriasis auch ein Pilz ist. Denn nach Ketozolin Shampoo geht's zurück

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Johnlena:

Schuppen fangen auf der bereits dünnen Haut ganz fein und könig/trocken an, bis sie dann wieder über Tage klebriger/fettiger werden.

Ich gehe stark davon aus dass es neben der Psoriasis auch ein Pilz ist. Denn nach Ketozolin Shampoo geht's zurück

Die klebrige, fettige Konsistenz spricht für eine Pilzbeteiligung.

Hat dein Sohn längeres Haar?
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, je kürzer die Haare, desto besser wirkt die Pflege (Shampoos) und zusätzliche Sonneneinstrahlung hat vor allem positive Wirkung auf die Psoriasis. Auch helfen kurze Haare dabei, dass die Pilzaktivität niedriger bleibt, was die Kopfhaut zusätzlich schont.

Nutzt er neben den speziellen Shampoos auch handelsübliche Shampoos für die tägliche Pflege?
Diese sind mmn teilweise pures Gift für eine bereits geschädigte und entzündete Kopfhaut.

Das wäre dann wohl alles was ich zu dem Thema sagen kann aus eigener Erfahrung.
Ich hoffe ihr werdet fündig. Ich weiss nur zu gut, wie mies der Juckreiz ist.
Früher hatte ich auch immer ein Shampoo mit dabei zur Arbeit, falls ich einen regelrechten Juckreiz-Anfall hatte, habe ich mir dann immer über dem Waschbecken die Haare kurz gewaschen, das hat beruhigt.

Geschrieben

Jetzt war ich paar Tage nicht online, sorry.

Eigentlich hat mein Sohn kurzen Haarschnitt, er mag es aber lieber länger zu tragen, was mir die Behandlung erschwert. Ich trage ihm auf die gerötete Haut bilde Pflegeöle auf, oder auch die Kortison Creme darauf nur dünn drauf, das ist mit kurzen Haaren einfacher.

Shampoo, früher hatte er von Salt House Shampoo, was wenig geholfen hat. Dann naturseife mit propolis und im Wechsel mal sorion, mal ducray pso. Große Veränderungen haben wir nicht bemerkt. Hab nun wieder Ketozolin bestellt und hier ein uns noch unbekanntes Shampoo von rausch weidenrinde entdeckt, was wir die nächsten Wochen ausprobieren werden.

Irgendwie habe ich auch das Gefühl dass es nicht "nur" psoriasis ist, sondern sebopsoriasis. Anfangs war das seb.Ekzem, dann stand psoriasis als Diagnose. 

Wie wurde es bei dir festgestellt dass es eine Mischung von beiden ist? 

Am 3.2.2026 um 12:04 schrieb reve:

Die klebrige, fettige Konsistenz spricht für eine Pilzbeteiligung.

Hat dein Sohn längeres Haar?
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, je kürzer die Haare, desto besser wirkt die Pflege (Shampoos) und zusätzliche Sonneneinstrahlung hat vor allem positive Wirkung auf die Psoriasis. Auch helfen kurze Haare dabei, dass die Pilzaktivität niedriger bleibt, was die Kopfhaut zusätzlich schont.

Nutzt er neben den speziellen Shampoos auch handelsübliche Shampoos für die tägliche Pflege?
Diese sind mmn teilweise pures Gift für eine bereits geschädigte und entzündete Kopfhaut.

Das wäre dann wohl alles was ich zu dem Thema sagen kann aus eigener Erfahrung.
Ich hoffe ihr werdet fündig. Ich weiss nur zu gut, wie mies der Juckreiz ist.
Früher hatte ich auch immer ein Shampoo mit dabei zur Arbeit, falls ich einen regelrechten Juckreiz-Anfall hatte, habe ich mir dann immer über dem Waschbecken die Haare kurz gewaschen, das hat beruhigt.

 

Geschrieben

Huhu

 

Ich muss direkt zugeben, dass ich nur überflogen habe, möchte aber anmerken, dass wenn das Stichwort "Milch" hier auch = Laktose bedeuten kann, die korrekte diagnostische Vorgehensweise eine Auslassdiät wäre. 

Und da die frei von Nebenwirkungen ist und systematisch ergründet, ob eine Laktoseintoleranz vorliegt, würde ich die auch einfach mal probieren - falls dein Sohn (ich hab das Alter nicht aufgeschnappt muss ich gestehen) da mitmacht. 

Vier bis sechs Wochen strikte Laktosekarenz, danach vorsichtig über vier bis sechs Wochen und mit sehr wenig Laktose in der Nahrung einsteigen. 

Frage 1: Sind die gastrointestinalen Symptome in Phase eins auf Null zurückgegangen? 

Frage 2: Ließen sie sich in Phase zwei durch Laktose wieder provozieren - und wieviel Laktose wurde dabei vertragen. 

Das ergibt eine Diagnose - oder deren Ausschluss - inklusive der ungefähren Kenntnis darüber, wieviel Laktaseaktivität noch vorliegt und wieviel Laktose ggf noch symptomlos vertragen wird. 

Ich würde allerdings, falls wirklich eine Intoleranz vorliegt, Laktose dann möglichst gänzlich meiden. 

Dieselbe Vorgehensweisen gilt für Histaminunverträglichkeiten. Die Auslassdiät ist wesentlich aussagekräftiger als Blut- oder Stuhluntersuchungen + du weißt dann, wieviel Histamin genau vertragen wird. Das ist ja nochmal deutlich schwerer zu meiden, als Laktose. Hier bestünde die Auslassdiät dann in drei Phasen. 

Ich kann auf Wunsch gerne die Leitlinien raussuchen - die ist deutlich strukturierter als ich. 🙂

 

Bei Histaminunv. ist das übrigens auch die von der Leitlinie empfohlene Vorgehensweise - das hätte der Arzt eigentlich erwähnen müssen. 

Eilige Grüße! :)

halber Zwilling
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo @Johnlena 

Wart Ihr mal in einer Hautklinik? Je nachdem wo Ihr wohnt, bietet es sich an ein paar Tage stationär zu gehen. Dort wird genauer diagnostiziert, intensiv behandelt und Ihr bekommt einen "Fahrplan" für zuhause inkl. Psoriasiskamm. 

Zur Milch kann ich aus Erfahrung sagen: lass einen Bluttest auf Caseinallergie machen. Möglicherweise hat er eine Allergie auf Milcheiweiss ( alle Sorten von Tiermilch inkl. Sahne, Käse, Butter, Quark, Joghurt), nicht zu verwechseln mit Laktoseintoleranz. Daher reagiert er wahrscheinlich auch nicht mit Bauchschmerzen. Histaminintoleranz hat damit nichts zu tun. 

Toitoitoi und viel Erfolg!

bearbeitet von halber Zwilling
Schreibfehler
Geschrieben

Noch ne Ergänzung: 

 

Interessante Blutwerte wären übrigens grundsätzlich erstmal Leukozyten, Thrombozyten, CRP und ein Fettprofil. 

(Letzteres weil sinnvoll bei Psoriasis wegen häufig einhergehender Fettstoffwechselstörungen, erstere als Entzündungsparameter.

Falls die (alle) erhöht sind, wäre es sinnvoll, die Ernährung so nah wie möglich an der nordischen oder der Mittelmeer-diät zu orientieren. Das mag die Psoriasis eher nicht so gerne. 

 

Nochmals Grüße!

Geschrieben

Danke!

Ja, wir waren in unserer Hautklinik, Bluttest hat keine erhöhten Entzündungswerte gezeigt. Ehrlich, ich weiß nicht ob er auf Milch reagiert, ich meide die generell seit wir mit der Ernährungsberatung angefangen haben, alles was Entzündungen begünstigt weg. Auf Schokolade reagiert er definitiv, sobald er was isst (zB Weihnachten) "blüht" es auf, die nächsten Wochen Juckreiz. 

Ich geh morgen zum Hausarzt mit meinem Sohn da seine Schulter länger wehtut und ich frage mal wegen großem Blutbild.

Dankeschön 

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb Johnlena:

 Wie wurde es bei dir festgestellt dass es eine Mischung von beiden ist? 

 

Nicht ärztlich, aber ich habe mich schon längers mit dem Thema auseinandergesetzt. 
Erst als ich angefangen habe etwas zu entwickeln was ziemlich offensichtlich eine Psoriasis Arthritis ist, war klar, dass ein Teil der Hautbeschwerden Psoriasis ist. Doch die Schuppen die ich seit Kind hatte, waren einfach anders, feucht, fettig und das kann fast nur noch Seborrhoische Dermatitis sein, zusammen mit den Problemen im Gesicht die sich nicht durch Pso aber durch Sebo erklären lassen.

Bei mir war es früher so, dass ich eben diese Sebo Schuppen hatte, aber zugleich hat sich meine Kopfhaut angefühlt wie die Alpen und wenn ich an diesen Erhebungen gekratzt habe, hats geblutet. Das wäre dann typisch für Psoriasis. Ich habe auch viel probiert, Anti-Schuppen Shampoos, habe auch eins von Rausch bekommen aus der Apotheke (Hats bei mir höchstens schlimmer gemacht).

Irgendwann habe ich im Internet eben Kelual DS bestellt und ich für mich könnte das Ergebnis kaum besser sein.
Ich habe nur noch zeitweise einzelne leichte Plaques auf der Seite, über dem Ohr. Diese sehe ich manchmal nach dem Friseur. Ansonsten wüsste ich nicht von deren Existenz.

Ich möchte aber unbedingt betonen, dass Sebopsoriasis halt schwierig ist. Weil man nicht weiss, welcher der beiden die grösseren Probleme verursacht. Es kann sein, dass man die Sebo behandelt und dadurch die Pso deutlich einschränkt. Aber wenn man stärkere Pso hat, kann es sein, dass das halt nicht reicht. 

Wichtig ist halt, dass man die Behandlung gegen Sebo konsquent fortsetzt. Also alle 4-7 Tage muss man einfach ein Anti-Pilz Shampoo verwenden. Sonst kommt das zurück. Das ist nicht etwas, dass man einmal weg macht und dann ist gut.

Und eben, ich kann nur wärmstens Ducray Kelual DS empfehlen. Da es für beides sehr gut wirkt, Sebo und Pso.
 

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