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verheerende Folge bei Wechsel von Daivobet auf Calcipotriol Hexal


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Weil meine Krankenkasse angeblich Daivobet nicht mehr bezahle, habe ich vorige Woche ein Rezept für Calcipotriol von Hexal erhalten.

Mit Daivobet habe ich die Pso am ganzen Körper immer einigermaßen in Schach halten können.

Am vergangenen Sonntag habe ich erstmalig die Calcipotriol angewandt. die Folgen sind verheerend. Abgesehen davon, dass die behandelten Stellen wie Feuer brennen und sich in Hautfalten regelrechte Entzündungen bildeten, habe ich einen derartigen Schub bekommen, dass jetzt Stellen blühen, die vorher nie befallen waren.

Ich habe im Prinzip nichts gegen Generika. Aber es zeigt sich mal wieder, dass der gleiche Wirkstoff nicht unbedingt gleiche Wirkung haben muss. Wobei es sicher nicht am Wirkstoff liegt sondern an den anderen Bestandteilen. Schließlich liegen die Wirkstoffanteile im hundertstel und zehntel % Bereich. Wer weiß aus welchem Müll die restlichen 99,9 % bestehen.

Und das tollste ist, dass das garnicht stimmt, dass meine Kasse Daivobet nicht mehr bezahlt, wie ich mich heute in der Apotheke informiert habe.

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Hallo Peter,

deine Schilderung weckt in mir Verdachtsmomente. Ich war gerade in meiner Apotheke, der Chef hat mal im Computer nachgeschaut.

1. Das Calcipotriol von Hexal (gibt es auch von Sandoz) enthält im Gegensatz zu Daivober keinen Kortisonanteil. Es ist also bzgl. Wirkstoff mit Psorcutan bzw. Daivonex identisch.

Da könnte es bei dir sein, dass das fehlende Kortison einfach zum "Aufblühen" führt.

2. Der Preis unterscheidet sich nicht wesentlich, bezogen auf 100g. Aber Hexal und Sandoz verkaufen u.a. in 120g Tuben, Daivonex und Psocutan gibt es u.a. in 100g Tuben.

Psorcutan ist dabei das teuerste, dann kommt Daivonex und dann die beiden Generika.

3. Es wird dir ja ein Arzt diese falsche Information gegeben haben. Wenn du meinen Punkt 1. bedenkst, scheint dieser Arzt ja auch keine Ahnung zu haben. Aber ein weiterer Verdacht liegt nahe: Daivobet ist ja von Leo, die für Gera zuständige Pharmavertreterin ist vor etwa 4 Wochen in den Ruhestand gegangen. Vielleicht hat ein Vertreter von Hexal die Chance genutzt und deinem Arzt die Vorzüge seines Produktes "blumenreich" klar gemacht?

Aber, wie auch immer:

Calcipotriol von Hexal (und Sandoz) entspricht nicht Daivobet, sondern Daivonex.

Gruß

Rainer

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Danke für die Info. Wenndas wirklich so ist, dass da kein Kortison drin ist, dann brauche ich mich nicht zu wundern. Irgendwie hatte ich schon einen Verdacht als ich mir die Inhaltsangaben angesehen habe. Aber ich hatte alles nur überflogen und damit nun wirklich nicht gerechnet.

Naja, da muss ich wohl mal mit der Faust auf den Tisch hauen.

P.S. Daivobet gibt es auch in 120g Tuben.

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  • 3 weeks later...

Muss mich meine "Vorschreiber" anschließen.

Bin in einer Apotheke tätig und kann nur zustimmen.

Daivonex enthält nur Clacipotriol als Wirkstoff.

In der Daivobet ist zusätzlich Betamethason enthalten.

Somit entspricht die Calcipotriol Hexal der Daivonex und nicht der Daivobet.

Es ist also kein "Müll" wie du es ausdrückst in der Salbe enthalten.

Dein Arzt hat einfach deine Salbe gegen eine nicht vergleichbare ausgetauscht.

Der Cortisonanteil fehlt schlicht und ergreifend.

Die Krankenkasse übernimmt Daivobet auch weiterhin wenn der Arzt diese auf einem Kassenrezept verordnet.

Es liegt in seinem Ermessen.

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Ich kann die Sache jetzt aufklären, nachdem ich einen Disput mit der Ärztin beim Abholen eines neuen Rezeptes hatte.

Eigentlich ist es ungeheuerlich was da passiert ist aber ich kann es nicht ändern.

Es war "lediglich" aber unentschuldbar so, dass die Arzthelferin nicht zwischen Daivobet und Daivonex unterscheiden kann. Auf mein Verlangen eines Rezeptes nach Daivobet hat sie das Ersatzmedikament für Daivonex auf das Rezept geschrieben und der Ärztin zur Unterschrift vorgelegt. Von diesem Fehler konnte ich natürlich nichts ahnen.

Nachdem ich nach den verheerenden Auswirkungen ein neues Rezept für Daivobet mit der Androhung, dass ich mich nackich im Wartezimmer zur Besichtigung freigebe falls ich Daivobet nicht bekomme, verlangt habe, kam es zu einem Disput mit der Ärztin bezüglich Krankenkassen, Generika und Daivonex. Ich sagte dann, es gehe mir nicht um Daivonex sondern um Daivobet. Da stutzt sie und guckt in den Computer und stellt fest, dass ich nie Daivonex sondern schon immer Daivobet hatte und gab mir dann Recht. Für Daivobet gibt es keine Alternative.

Es war also so, dass die Arzthelferin wieder Daivonex mit Daivobet verwechselt hatte. Ich nehme an sie weiß garnichts von beiden. Wenn ich Daivobet sage, dann übersetzt sie das eben mit Daivonex und denkt ich weiß nicht wie das richtig heißt. Hoch lebe die Dummheit.

Gesundes Misstrauen ist angesagt Unter weißen Kitteln verbirgt sich genausoviel Dummheit wie hinter Nadelstreifen, Krawatten und lackierten Fingernägeln.

Mein Internist hatte auch mein Belok-Zok mite mit Bisoprolol TAD ersetzt. Mit dem Ergebnis, dass ich nach 14 Jahren hervorragender Medikamenteneinstellung schlagartig wieder Blutdruckprobleme und Herz-Rhythmus-Störungen hatte. Nun habe ich wieder Belok-Zok mite.

Denkt daran, es geht überall nur noch um Geld.

Frage an den Admin: Warum erscheint dieser Thread nicht in der Aufstellung "Neue Beiträge" ?

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Zwei Dinge:

bei mir blüht es auch auf, wenn ich mal kurz von Daivobet auf Psorcutan wechsele!

wegen des Themas: "die Krankenkassen schreiben bestimmte Hersteller vor!"

das ist im Prinzip schon richtig so, dann aber nicht, wenn der Arzt ein bestimmtes Medikament von einem bestimmten Hersteller verschreibt und dies seitlich mit einem Kreuz auf dem Rezept kenntlich macht. Dann nämlich ignoriert die Apotheke die Vorgaben der Krankenkassen und ordert genau dieses Präparat. Es liegt also eindeutig am Arzt, wenn es darum geht, ein bestimmtes Präparat von Hersteller x zu erhalten.

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Es war "lediglich" aber unentschuldbar so, dass die Arzthelferin nicht zwischen Daivobet und Daivonex unterscheiden kann. Auf mein Verlangen eines Rezeptes nach Daivobet hat sie das Ersatzmedikament für Daivonex auf das Rezept geschrieben und der Ärztin zur Unterschrift vorgelegt. Von diesem Fehler konnte ich natürlich nichts ahnen.

Ich würde nicht unbedingt auf die Arzthelferin schimpfen.

Dein Arzt hat studiert und ER ist es, der das Rezept unterschreibt. Es unterliegt seiner Verantwortung.

Es war also mangelnde Sorgfalt des Arztes.

Ich würde auch nicht als Entschuldigung gelten lassen, wenn er sagt er kann nicht alle Medis seiner Patienten im Kopf haben.

Ist zwar soweit richtig. Aber da er es ist, der die Verantwortung für seine Rezepte übrernimmt, wäre es korrekt wenn er beim Austauschen eines Medikamntes seine Arzthelferin anweisen würde ihm vorzuzeigen welches Präparat sie gegen welches Generikum ausgetauscht hat.

MfG Petra

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@ WhitePetra

Das stimmt natürlich, dass der Arzt am Ende die Verantwortung hat. Ist wie im Fußball. Wenn die Spieler nicht spielen können oder wollen, ist der Trainer schuld.

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@ WhitePetra

Das stimmt natürlich, dass der Arzt am Ende die Verantwortung hat. Ist wie im Fußball. Wenn die Spieler nicht spielen können oder wollen, ist der Trainer schuld.

Diesem Vergleich mit Fußball und Trainer kann ich nicht zustimmen, denn es geht bei Verordnungen von Medikamenten an Patienten nicht um so etwas banales wie Fußball. Der Arzt hat in diesem Fall wirklich die Verantwortung (auch vor den Gerichten), was über die Apotheke an den Patienten geliefert wird. Da kann er sich auch nicht hinter Fehlern seiner Hilfskräfte verstecken.

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  • 2 months later...

Mag sein das der Arzt es hätte sehen können, aber ich denke doch dass die Schuld bei der Arzthelferin lag. An stelle des Arztes hätte sie von mir dafür eine Abmahnung bekommen!

ArztHELFERIN mag zwar klein klingen, aber immerhin ist es 3 Jahre ausgebildetes Fachpersonal (mit anschließender Berufserfahrung). Im Falle eines Rezeptes hätte der Arzt es ja noch erkennen können, aber wie hätte es in einer anderen Situation ausgesehen? In der sie eine Spritze hätte aufziehen solllen? Beispielsweise wenn sie anstatt eines blutdrucksenkenden Mittels eine bluttdruckerhöhendes aufgezogen hätte?? In der Situation hätte er sich auch vollkommen blind auf sie verlassen können müssen, obwohl es noch wesentlich verheerende Folgen hätte haben können.

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Muss mich meine "Vorschreiber" anschließen.

Bin in einer Apotheke tätig und kann nur zustimmen.

Daivonex enthält nur Clacipotriol als Wirkstoff.

In der Daivobet ist zusätzlich Betamethason enthalten.

Somit entspricht die Calcipotriol Hexal der Daivonex und nicht der Daivobet.

Es ist also kein "Müll" wie du es ausdrückst in der Salbe enthalten.

Dein Arzt hat einfach deine Salbe gegen eine nicht vergleichbare ausgetauscht.

Der Cortisonanteil fehlt schlicht und ergreifend.

Die Krankenkasse übernimmt Daivobet auch weiterhin wenn der Arzt diese auf einem Kassenrezept verordnet.

Es liegt in seinem Ermessen.

....dem stimme ich zu. Tatsache ist leider das nur noch kleine Tuben verordnet werden können. Die Ärzte berufen sich da immer noch auf ihr Bueged, allerdings kann man immer noch für chronisch Kranke es aussetzen lassen. Mein Tipp lass dir sowohl Kortison verordnen und Calcipotriol und wechsel dich beim einreiben (morgens, abends) ab. Ich mache das schon lange so weil ich Daivobet nicht vertrage.

LG Anjalara

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