Die Selbsthilfegruppe in Neustadt am Rübenberge ist offen für Menschen mit Schuppenflechte, Neurodermitis und Rosazea. Bei den Treffen geht es darum, sich über Auswirkungen der Krankheit, Behandlungsarten und -hilfen auszutauschen – über Reha, Akut-Einweisung, Grad der Behinderung, Vorträge, Broschüren...
Die Treffen finden jeweils am zweiten Montag im Monat statt.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Organisatorin ist unter 05032-18 21 zu erreichen.
Die Einrichtung kann mit einem Rollstuhl erreicht werden.
Mehr Informationen gibt es hier.
13.07.2026 13:00
bis
15:00
weil ich gedacht habe, dass es endlich weg geht, dass ich es ignorieren kann.
Es ist leider nicht weg gegangen.
Seit 2004.
Schon wieder ein Sommer, in dem ich nicht schwimmen gehen kann.
Und immer wieder diese Fragen.
Und immer wieder diese starren Blicke der anderen.
Da könnte ick och mal häufiger zurück starren und sagen:
"Is ne Krankheit. Det sehen se doch schon so lange, dat et nich wech jeht. Brauchen se ne Brille oder wat is? Geh´n se mal zum Augenarzt".
Bei mir kommt außerdem noch hinzu, dass es auch etwas anderes sein könnte.
Seit 1996 nehme ich Phenhydan gegen epileptische Anfälle.
Als die Hautkrankheit 2004 anfing, dachte man in der Hautklinik an einen subkutanen Lupus Erythematodes (Schmetterlingsflechte).
Mein Facharzt für Epilepsie ist der Meinung, dass es sich um Schuppenflechte handelt, die ev. vom Medikament ausgelöst worden sein kann.
Von dem MEdikament bin ich seit 1996 vollkommen anfallsfrei.
Mein Leben besteht nur aus Krankheiten, nur aus Kampf, nur aus Entbehrungen.
Auch, wenn Viele das nicht verstehen können.
Das Antiepileptikum werde ich nicht wechseln, weil ich keine Anfälle bekommen möchte.
Nur ist das manchmal mit den Krankheiten nicht so einfach.
Man kann sie nicht immer ertragen.
Nicht immer die BLicke der anderen.
Nicht immer das Fragen und Bohren der anderen, warum stellst Du denn nicht um? (Nach dem MOtto: Bist wohl ´ne Memme?). Keiner kann sich vorstellen wie das ist, epileptische Anfälle zu bekommen. Von jetzt auf gleich. Von Minute zu Minute. Und dann findet man endlich ein MEdikament, was hilft, nachdem man zuvor außerdem noch beinahe an dem Lyell-Syndrom gestorben wäre, weil der Arzt zu blöd war, die Symptome richtig zu erkennen.
Manchmal will man einfach nicht mehr vor lauter Krankheiten, Zweifeln und Fragen und Bohren der anderen.
Kämpfen, gut und schön.
Doch auch Jesus musste schließlich, am Kreuz hängend und fürchterlich misshandelt als auch verraten aus den eigenen Reihen, schließlich aufgeben. Erschöpft an Körper und Geist.
(Danke für Euer Zuhören)
Liebe Grüsse, Regina41 !