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butzy

Metex und Humira absetzen. Was dann?

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butzy

Hallo Herr Dr. Klein,

ich habe seit über 30 Jahren Psoriasis Vulgaris und seit 2 Jahren Psoriasis Arthritis.

Meine Dosierung zur Zeit:

14 tägig Humira 40mg, wöchentlich Metex 20mg und täglich Arcoxia 60mg.

Seit einem Herzinfarkt 2004 nehme ich auch noch täglich ASS 100, Diovan 80mg und Sortis 40mg.

Bin zur Zeit so gut wie erscheinungsfrei, habe aber trotzdem Sorge wegen der Mittel die ich nehmen muss.

Nun zu meinen Fragen:

1. Wie würde es sich auswirken, wenn ich mich entschließen würde Metex und Humira abzusetzen?

Besteht die Möglichkeit, dass ich erscheinungsfrei bleibe oder würde die Erkrankung wieder voll ausbrechen?

2. Wie würde eine Therapie bei Ihnen aussehen?

Welche Mittel würden sie gegebenenfalls einsetzen um eine Linderung herbeizuführen?

Mit freundlichen Grüßen

Uwe

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Dr.Klein

Hallo, Uwe,

die Mittel, die Sie einnehmen, muß ich Ihnen nicht näher erklären. Das hat hoffentlich Ihr Hautarzt bereits gemacht.

Ich persönlich setze, wie angekündigt, keine Biologicals ein aufgrund möglicher Spätfolgen. In manchen Fällen (Erfolglosigkeit anderer Präparate, starke Ausprägung der Psoriasis mit sozialen Einschränkungen oder bei starker Mitbeteiligung der Gelenke) sind diese Mittel sicherlich indiziert. Hier muß der Arzt mit dem Patienten überlegen, was im Vordergrund steht. Methotrexat und Fumarsäure sind gut dokumentierte Präparate, die auch ich erfolgreich in der Psoriasisbehandlung einsetze. Nur, sie helfen nicht jedem, so wie alle Therapien, die Betonung liegt auf alle, nicht immer helfen (werden oder können). Dies vorweg.

Zu Ihren Fragen:

1. In Ihrer Frage haben Sie die Antworten vorweg genommen. Nach Absetzen der Medikamente kann beides passieren: Es kommt zu einem Rückfall oder der Rückfall läßt auf sich warten, wenn er denn überhaupt kommt. Wahrscheinlich kommt es aber zu einem Rezidiv (Rückfall).

In Ihrem speziellen Fall mit einer begleitenden Arthritis geht die Tendenz natürlich eher in Richtung Biologicals, um eine weitere Zerstörung der Gelenke aufzuhalten. Dennoch können Sie die bisherige Medikation versuchen auszuschleichen und parallel dazu eine andere Therapie sozusagen einzuschleichen:

2.Balneophototherapie, Omega-3-Fettsäuren (nach Körpergewicht 3-4 Kps a 500mg pro Tag), Zink 50 mg mit 3x1/Tag beginnen in der ersten Woche, dann langsam reduzieren auf 1 Tbl abends vorm Schlafengehen. Lokaltherapie mit nicht duftstoffhaltigen Cremes (Imlan Creme, Physiogelcreme etc.).

Genußgifte (Kaffee, Alkohol, Nikotin) absetzen, Idealwert des Körpergewichts anstreben, ausreichender Schlaf, viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend trinken (ca. 35ml pro kg Körpergewichts - falls keine medizinische Indikation wie Herzinfuffiziens u.a. dagegen spricht).

Mit dem Hautarzt eine Kur besprechen, überlegen, ob ggfs. Medikamente, die gegen andere Erkrankungen eingenommen werden, stören.

Diese Tipps mögen sich einfach und vielleicht auch unwichtig anhören, sind es aber oftmals nicht.

Etwas spezifischer wird es dann mit weiteren Therapien, die aus der Naturheilkunde kommen und schulmedizinisch kritisch gesehen oder erst gar nicht anerkannt werden: Untersuchungen mit Bioresonanz bewährt, wo geschaut wird, mit was ist der Patient belastet (Stichwort Umweltgifte), welches Organ ist belastet (Stichwort Leber), ist der Patient pH-Wert sauer, wie kann man ihn womit entgiften. Diese Therapien, um nur einige zu nennen, helfen nicht sofort, man muß in größeren Zeiträumen (Monate) denken.

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