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Christa 50

So wie es früher einmal war....

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Christa 50

002.jpg

 

Hallo Leute,

vor ein paar Tagen erhielt ich von unserem hiesigen Senoirenverein - wie jedes Vierteljahr - ein Mitgliedsheft.

In diesem fand ich oben stehenden Beitrag

Ich wurde sehr nachdenklich, musste aber auch beim Lesen schmunzeln.

Viele hier im Forum, die in den Jahren von 1950-1970 geboren wurden, werden sich erinnern.

SO war es damals wirklich.

Die ganz junge Generation kann sich es sich nicht vorstellen, dass es damals solche Dinge wie PC, Handy, Playstation u.v.m. noch gar nicht gab. Dies waren für uns Zukunftsvisionen. Wir eigentlich nicht im entfernsten an solch "neumodisches Zeug" dachten.

WIR haben in unserer Jugend sehr viel Zeit draussen an der frischen Luft verbracht. Bei Wind und Wetter.

Computer, Handy,,, und noch viel mehr Errungenschaften der "Neuzeit" gab es damals noch nicht.

Schreibt doch mal eure Erinnerungen, Wie fandet ihr die damalige Zeit. Und wie die Heutige?

Liebe Grüße

Christa

 

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Tenorsaxofon

Dazu  habe ich auch etwas.

Erinnerungen

Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten! Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen. Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremse vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei! Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst.

Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“.

Kannst du dich noch an Unfälle erinnern? Wir kämpften und schlugen einander bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht.

Wir aßen Kekse, Brot dick mit Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten kein: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Sorround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.

Wir hatten Freunde.

Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns…

Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstücken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit der Enttäuschung klar zu kommen- manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Leistungsbewertung.

Unsere Taten hatten manchmal auch Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hatte, war klar, dass die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauten. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei!

So etwas! 

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mir Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit all dem wussten wir um zu gehen.

Zig mal zu runden Geburtstagen, teils in einem Rahmen, übergeben.

 

Gruß Anne

 

 

 

 

 

 

 

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Richard-Paul

Hallo Christa,

ein schöner Beitrag aus der "guten, alten Zeit"! - Ob sie besser war, bleibt dahingestellt - die Zeit war anders! Unsere Ansprüche waren - gegenüber heute - sehr genügsam!

1950 bin ich schon lange  in die Schule gegangen; und wir gingen immer zu Fuß hin, - egal wie weit es war; - bei Wind und Wetter, bei Kälte und Hitze. Gespielt haben wir überwiegend mit Holzspielzeug oder mit Steinen. An Toiletten im heutigen Sinne war noch lange nicht zu denken. Gewaschen wurde sich in einer Schüssel mit kaltem Wasser und Kernseife; - gebadet wurde vielleicht alle Monate einmal in der Waschküche in einem großen Bottich. Brot wurde im eigenen Backofen gebacken. Anstatt Schuhe haben wir Holzpantoffel getragen oder sind barfuß gelaufen. Die Kleider (es gab Sonntags- und Allagsklamotten) wurden geflickt, Löcher in den Strümpfen wurden unendlich mal gestopft. Wenn einer der Geschwister aus den Kleidern "gewachsen" war, bekam diese der nächst Jüngere; - ist der letzte dran gewesen, wurde vieles an Nachbarn verschenkt! Die Betten waren härter, meistens mit Strohsack auf den Sprungfedern. Die undichten Fenster im Zimmer waren in den kalten Wintern mit Eis zugefroren; wir haben "Löcher" ins Eis gepustet. An Kühlschränke war nicht zu denken; die Essensreste wurden in der Speisekammer (kältester Raum im Haus) oder im Keller aufbewahrt; - oft haben sich auch die Mäuse daran gesättigt (um es vornehm auszudrücken). - Zur Wahrheit gehört auch, dass es uns (7 Personen) besser ging, als vielen anderen im Dorf; zu 400 Einwohnern kamen nochmals 1.000 Flüchtlinge hinzu (die heute des Lobes voll sind, wie sie aufgenommen wurden). Wenn ich einen Apfel aus dem Garten in der Schule gegessen habe, standen schon mehrere Drumherum, die den Rest haben wollten. Schokolade, Apfelsinen, Bananen usw. gab es nicht; einmal im Jahr (nach 1949) kam zu Weihnachten ein Paket von einem Onkel aus Stuttgart. Von der Tafel Schokolade gab es ein Stückchen; eine Orange wurde durch 5 geteilt. - Oder vor 1950 gab es 2-mal ein Care-Paket aus den USA.  

Zum Einkaufen - es gab damals sogar 2 Geschäfte im Dorf; heute keines mehr - haben wir die im Beitrag von Christa angeführten Hilfsmittel (Korb, Kanne, braunes Papier, ...) verwendet. Plastiktüten gab es erst viel, viel später in den Geschäften. Der Verdienst für einen Lehrling im 1. Lehrjahr waren 10,- DM (zehn) monatlich! - Die im oben genannten Beitrag beschrieben Beispiele kenne ich alle genauso und möchte sie hier nicht wiederholen. - Wenn ich nach 1954 bei einem Bauern gearbeitet habe, hat meine Mutter dafür Nahrungsmittel (meistens Kartoffel) erhalten; Geld gab es für mich nicht. Unser Holz zum Heizen mussten wir im Wald aus den Abfällen selber sammeln (Fläche wurde vom Förster zugeteilt).  

Wenn mal ein Auto durch das Dorf fuhr (nicht raste), sind wir hinterhergelaufen. Als Fahrrad gab es ein Modell aus dem Krieg ohne Gangschaltung. Als Schulheft haben wir noch häufig eine Schiefertafel benutzt. Wenn wir vom Lehrer ein "paar hinter die Ohren" bekommen haben, gab es zu Hause nochmals eine Ohrfeige weil der Lehrer oder Pfarrer immer recht hatte. Wir hatten Respekt vor den Älteren und haben diese gegrüßt, wenn wir aneinander vorbeigegangen sind. - Natürlich haben wir auch Dinge gemacht, die verboten waren (von den Eltern verboten); wir wussten aber, wo die Grenzen waren. Der Ungehorsam gegen die ältere Generation kam erst später; um ca. 1960. Was die berühmten "68er" lt. dem Fernsehen (Medien) sein sollten, habe ich anders in München erlebt (und ich war oft genug auf der Straße dabei; - mehr als Beobachter).   

Doch, Umweltschutz kannten wir auch, - aber anders als heute. Was nicht gebraucht wurde, wurde verbrannt. Unser Dorf war sauber; München ist heute ein Dreckloch im wahrsten Sinne des Wortes geworden (weil von vielen alles auf die Straße geworfen wird, was nicht mehr gebraucht wird). 

Was Anne schrieb, dem kann ich nur beipflichten.

Ein paar wenige Erinnerungen von Richard-Paul. Die Zeit war anders und trotzdem war es eine schöne Zeit; - auch wenn sie wesentlich härter war.

LG

Richard-Paul

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Waldfee

Ein Nachtrag von mir:

Alles, was hier beschrieben wurde, kann ich mehr oder weniger bestätigen.

Ich bin ein vor 1950-geborenes Kind und  in der DDR aufgewachsen. Meine Eltern waren " Kapitalisten", denn sie besaßen eine Bäckerei/Konditorei. Ich kann mich daran erinnern, daß wir für den Backofen das Holz aus dem Wald und die Kohlen von den auf dem Güterbahnhof stehenden Kohlewaggons   besorgten, daß mein Vater Marmelade und andere Backzutaten nur auf Zuteilung erhielt, daß das Brot ungemein duftete, Kartoffelschalenkuchen in den privaten Haushalten gebacken wurde  und die Schulkinder die Kuchenränder  sich in der Bäckerei abholen durften. Einmal hatte ich bei einem Schulausflug eine  Scheibe Brot weggeworfen, daß auch noch meinem Vater erzählt und dafür ordentlich Senge bekommen. Seither werfe ich kein Brot mehr weg. Die Sachen meiner Schwester mußte ich auch  abtragen, zur Konfirmation bekam ich Taschentücher und später zu Weihnachten Aussteuerteile geschenkt. Das Höchste war das mit Bindfaden zugeschnürte Westpaket, das am Heilig Abend endlich ausgepackt wurde und wo die wunderbar duftenden Gaben zum Vorschein kamen. Für jeden war da etwas dabei! Selbstverständlich wurde der Bindfaden fein säuberlich zusammengerollt und aufgehoben.  

 Das Grüßen im Ort war Pflicht genauso wie die Schulrapporte und der Pioniergruß in der Schule. Ab 1960 änderte sich für mich vieles, das ist aber eine andere Geschichte.  LG Waldfee

 

 

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Richard-Paul

Auch von mir noch ein Nachtrag aus meinen Erinnerungen zu früher (in nicht geordneter Reihenfolge):

Unser Spielzeug war auch Munition und Fahrzeuge, das nach dem Krieg überall rumlag. Munition haben wir aus den Teichen geholt, aufgebrochen und aus dem Pulver "Straßen" gestreut, die wir dann angezündet haben. Leider gab es dadurch auch einen Todesfall eines Mitschülers.

Meine Arbeitszeit als Lehrling waren 47 Stunden pro Woche, mit Samstags bis 14:00 Uhr. Feierabend war häufig, wenn die Arbeit erledigt war. - Urlaub gab es 14 Tage pro Jahr.

Getanzt haben wir noch bei Live-Musik; die Tanzpartnerin wurde mit einer Verbeugung aufgefordert (wobei es auch mal einen "Korb" gab). - Dieses alleine "Herumhopsen" auf der Tanzfläche gab es noch nicht. - Ein hübsches Mädchen hieß damals noch "Fräulein". "Cool und geil" gab es noch nicht. - Mädchen zierten sich noch und mussten von Männern "erobert" werden. Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit gab es nicht. Der Kinderwagen wurde von der Mutter geschoben; dies änderte sich erst ab ca. 1960.  - Auf Post (Briefe von der Freundin) musste man tagelang, sehnsuchtsvoll warten. Ich habe noch alle Briefe hier bei mir aufbewahrt.

Nach dem Krieg war es für uns ganz normal, dass viele, ältere Menschen mit weniger Armen oder Beinen zu sehen waren. - Auf den Straßen wurde nach Zigarettenkippen gesucht.

Schlittschuhe waren sogenannte "Hackenabreißer", weil sie an den Schuhen "festgedreht" wurden.  

Kino gab es auf dem Lande einmal pro Monat mit der legendär tönenden Wochenschau über Politik.

Zu Weihnachten gab es meistens Socken, Hemden und Pullover.

Meinen ersten Fernseher kaufte ich 1969; ein Röhrenfernseher mit Fernsehen in schwarz-weiß-Bild (anders gab es das noch nicht); es gab nur ein einziges Programm; - um ca. 23:00 Uhr war Sendeschluss mit der Nationalhymne; danach war nur noch ein Testbild zu sehen. - Bei Fußballspielen sahen die Trikots beider Mannschaften öfters gleich aus in schwarz-weiß Übertragung.

Unser "Handy" waren 2 leere Dosen, die durch eine lange Schnur verbunden waren.

Heute frage ich mich manchmal, wie wir uns damals alle immer nur gefunden haben (nach langen, vorherigen Absprachen). - Die Freundschaften waren inniger; auf einen Freund konnte man sich meistens verlassen. Wenn wir zu zehnt (10) in einem Goggomobil  oder später Borgward zum Tanzen in ein Nachbardorf gefahren sind, sind wir auch wieder zu zehnt nach Hause gefahren. Wobei der Fahrer aber auch Alkohol "intus" hatte. - Auch mit den Dorfpolizisten wurde in der Dorfkneipe bis zum "geht nicht mehr" gesoffen (kann man nicht anders nennen). Das war so und hat niemand gestört. >> Erst die zunehmenden Autos hat die dörflichen Freundschaften "zerstört"; immer mehr gingen (fuhren) ihre eigenen Wege.  

Medikamente gab es nur sehr, sehr selten.

Im Plumpsklo hingen zum "Abwischen" Zeitungspapier (wurde manchmal auch während der Sitzung gelesen).

Der rußige Rauch der Lokomotiven war fürchterlich stinkend und beißend in den Augen; im Abteil gab es Holzbänke; - es gab noch 3 verschiedene Klassen.

Gekocht wurde in der Küche auf einem Herd mit Holzfeuer unter den Töpfen. Im kalten Winter saßen immer viele Fliegen an dem noch warmen Schornstein.

Strom, der im Wohnhaus nur für Licht gebraucht wurde, fiel immer wieder mal aus. Dann gab es Kerzenlicht oder Licht mit einer Petroleumlampe. Die Elektrokabel waren sichtbar auf den Wänden montiert; - und nur sehr mangelhaft isoliert. - Oder man ging früh zu Bett. - Abends wurden von der ganzen Familie Gesellschaftsspiele gespielt. >> Unter den Kinderbetten stand ein Nachttopf, damit wir nicht im Dunkeln über den Hof mussten.

 Autos wurden noch mit einer Kurbel "angelassen"/ angedreht; die ersten Scheibenwischer wurden noch mit Handkraft betätigt.

Schrauben wurden per Hand mittels Schraubenzieher reingedreht; alte Nägel wurden zur Wiederverwendung mit dem Hammer gerade geschlagen.

Sonnenschutzmittel waren uns unbekannt. Stechmücken, Fliegen und Zecken haben uns wenig gestört.

Die Straßen waren noch nicht geteert (Sandstraßen) und Gehwege (im heutigen Sinne) gab es noch nicht.

Im Sommer haben wir Kartoffelkäfer gesammelt (wurden abgeliefert gegen Geld); im Mai haben wir Maikäfer zum Spielen gefangen.

Sehr schön - und die vermisse ich - waren die Kachelöfen in der kalten Jahreszeit im Zimmer.

Und, wir haben noch sehr lange zusammen gesungen; bis ich ca. 25 Jahre alt war.  

LG

Richard-Paul

 

 

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Waldfee

Hallo Richard-Paul,

ja , da kommen die Erinnerungen wieder hoch , Vieles war gleich im unterschiedlich besetzten Nachkriegsdeutschland wie eben das Kartoffelkäfersammeln, Maikäfer gab es auch noch genügend genau wie die Kachelöfen. Bis 1984 habe ich im Winter früh vor Arbeitsbeginn den Ofen im Wohnzimmer zur späten  Heizung vorbereitet, gegen Abend 17 Uhr angezündet und ehe die Kohlen den erwünschten Wärmeerfolg brachten, war es schon fast wieder Schlafenszeit. Aber diese Wärme, das Rückenwärmen an den warmen Kacheln, das war einmalig. Und dann gab es Rias Berlin, die freie Stimme der freien Welt. Wie lang alles her ist.... LG Waldfee 

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Bibi

hallo, ihr lieben -

ich habe vor einigen Wochen ein Retro-Puzzle fertig gestellt - menno, das waren noch Zeiten -

schaut selbst mal -  ja, so war meine Jugend -

 

P1070148.JPG

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Matthias123

Cool

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Pinie

Man koennte sogar noch einen neuen Thread machen - was besitzt Ihr noch aus der "guten, alten Zeit", von was konntet Ihr Euch nicht trennen, weil Euch daran so viel erinnert? Als man die Geschenke zur Jugendweihe und zur Hochzeit erhielt, hatten sie fuer mich noch nicht diese Bedeutung wie heute. Viele liebe Menschen leben inzwischen nicht mehr und immer, wenn ich diese Dinge in die Hand nehme, erinnere ich mich an sie. Ich habe noch die Handtuecher von meiner Jugendweihe und als Lieblingsstueck haengt noch ein Kleid von 1974 (aus dem Westen) im Schrank, ebenso das gute Jackett von meinem Mann von 1977 aus dem Exquisit-Laden, das war noch ein Stoff, Schnitt und eine Qualitaet. Auch 3 alte Radios haben wir noch aus den 70er Jahren, die gehen alle noch, wogegen die neue Technik heute schnell den Geist aufgibt. Was gibt es bei Euch noch zu finden?

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Supermom

...ich besitze noch das Taufkleid, in dem mein Vater getauft wurde. Selbstgenäht von der Oma... Außer meinem Vater steckten da noch seine 5 Geschwister, einige ihrer Kinder, meine Geschwister und ich ... und inzwischen schon die nächste Generation darin... es ist unglaublich winzig, mit selbstklöppelter Spitze... hübsch ist es nicht mehr, aber voller Emotion und Tradition. Leider sind meine Enkel immer schon zu groß, wenn getauft wird... Damals geschah es ja möglichst schon in den ersten Lebensjahren.

 

Am 31.1.2017 um 21:36 schrieb Richard-Paul:

Und, wir haben noch sehr lange zusammen gesungen; bis ich ca. 25 Jahre alt war.  

LG

Richard-Paul

 

 

Das machen wir noch immer, sehr gern und sehr oft und jede Party, jede Feier wird deswegen zu einem Gewinn.... Lieder können unglaublich einen.

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Tessa

Ich habe noch meine Taufkerze.

Leider kann ich mich im Gegensatz zu euch an meine Kindheit und Jugend nicht erinnern.

Ein Arzt sagte mal zu mir, durch die schlimme Erkrankung hat mein Gehirn da vielleicht einen Stopp eingebaut.

Ich hoffe es liegt nur daran.:D

Gruß Tessa

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manny
vor 3 Stunden schrieb Supermom:

...ich besitze noch das Taufkleid, in dem mein Vater getauft wurde. Selbstgenäht von der Oma... Außer meinem Vater steckten da noch seine 5 Geschwister, einige ihrer Kinder, meine Geschwister und ich ... und inzwischen schon die nächste Generation darin... es ist unglaublich winzig, mit selbstklöppelter Spitze... hübsch ist es nicht mehr, aber voller Emotion und Tradition. Leider sind meine Enkel immer schon zu groß, wenn getauft wird... Damals geschah es ja möglichst schon in den ersten Lebensjahren.

 

Das machen wir noch immer, sehr gern und sehr oft und jede Party, jede Feier wird deswegen zu einem Gewinn.... Lieder können unglaublich einen.

was  singr ihr denn ?

andrea berg und helene fischer ?:tw_glasses:

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Supermom
vor 1 Stunde schrieb manny:

was  singr ihr denn ?

andrea berg und helene fischer ?:tw_glasses:

Liebster Manny, als ob dich das wirklich intressieren würde...

 

Was halt so Gitarre, Quetsche, Klavier, Flöte, Geige, Löffelschlagzeug... so hergeben... vom Weihnachtslied über Trink- und Studentenlieder, Folklore mehrerer Sprachen und Länder, Oldies oder Neueres...je nach Stimmung, Musikalität und Alter der Anwesenden ...;):lol:

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Pinie

Frueher haben wir noch Federball mitten auf der Strasse gespielt, denn es kam nur mal selten ein Auto gefahren. Es waren viel mehr Kinder zum Spielen draussen und es wurden Gruppenspiele gemacht. Erinnert Ihr Euch noch an:  Fischer wie hoch steht das Wasser; Fischer welche Fahne weht; Wer hat Angst vorm scnwarzen Mann; Paeckchen Paeckchen schiele nicht; Edelmann-Buerger-Bauer-Bettelmann; Der Plumsack geht um und dann diese Ringspiele, wo man dazu sang?  Aber schlimm fand ich frueher manche Kleidungsstuecke noch vor der Schulzeit. Ehe es Strumpfhosen gab, trug man dicke Struempfe mit Strumpfhalter und Leibchen, die man hinten zuknoepfen musste. Die Mieter waren damals sehr viel eifriger mit der Hausordnung, bei uns wurde taeglich die Treppe gekehrt und 2x woechentlich gewischt. Die Waesche wurde im Hinterhof im kleinen Waschhaus gewaschen. Erst eingeweicht, dann auf dem Waschbrett in der grossen Wanne geschrubbt, nachher in den Eimern gespuelt. Die weisse Bettwaesche wurde im Waschhauskessel gekocht. Die Laken wurden nach dem Trocknen zu zweit an den Ecken gerade gezogen, also an den schraeg gegenueberliegenden Seiten und dann kam die Waesche zur grossen Rolle. Ich weiss nicht, ob jemand noch so ein Ungetuem kennt. Es wurde so ein Aufwand betrieben und die Hausfrau hatte es nicht leicht. Dafuer wurde aber auch die Kleidung nicht so oft gewechselt wie heute. Ich musste zwar als Einzelkind keine Sachen von Geschwistern auftragen, aber dafuer wurden die Sachen schon immer reichlich groesser gekauft und wenn die Pullover zu kurz geworden waren, strickte die Oma eben noch ein Stueck an. Riesig hatte ich mich damals ueber meine ersten Filzstifte gefreut, was jetzt nur schwer nachvollziehbar ist. Meine beiden ersten Schallplatten waren von Frank Schoebel "Wie ein Stern" und eine kleine von der Theo-Schumann-Combo.

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Waldfee

Hallo Pinie,

zum "Rollengehen" war ich viel. Vor diesem riesigen Ungetüm hatte ich großen Respekt. 2 Klappen  mußten in Windeseile  bedient werden, ehe es wieder krachte, die Klappe aufsprang und man die nächste Rolle reinlegen konnte. Ein Zeitlimit von 1Stunde war voll ausgelastet. Aber meine  wunderschöne aus den 30ern Jahren stammende Tischwäsche und die Baumwollbettwäsche wurde sauglatt, die Handtücher hart wie Brett. Alles vorbei......LG Waldfee

 

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manny
vor 5 Stunden schrieb Supermom:

Liebster Manny, als ob dich das wirklich intressieren würde...

 

Was halt so Gitarre, Quetsche, Klavier, Flöte, Geige, Löffelschlagzeug... so hergeben... vom Weihnachtslied über Trink- und Studentenlieder, Folklore mehrerer Sprachen und Länder, Oldies oder Neueres...je nach Stimmung, Musikalität und Alter der Anwesenden ...;):lol:

na klar interessiert mich das,wollte mich mal zur gesangsstunde einladen lassen.

aber nur wenn ihr keine kampflieder singt:lol:

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Tessa

 

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Christa 50

Hallo,

ja Richard: es war eine ganz andere Zeit als die heutige. Sie war bisweilen ganz schön hart.

Trotzdem war es auch eine schöne Zeit.

Wir hatten mit 5 Personen  1 Wohnküche, in der sich das tägliche Leben abspielte und ein Schlafzimmer.

Unsre 'Wohnung' bestand aus einem  Eisenbahnwaggonteil! Steht übrigends heute noch. Bis in die 90ziger jahre wurden diese Räume benutzt, da mein Bruder auf dem Grundsück seinen Garten hat.

Unsre 'Toilette' war ein 'Donnerbalken'. Klopapier? Tageszeitung. In kleine Vierecke geschniten und mit nem Nagel an der Wand befestigt. Heute? Unvorstellbar.

Es gab Bratäpfel direkt aus dem Ofen. Lecker. Es war ein schöner alter Ofen mit Wasserschiffchen, da gab es rund um die Uhr heisses Wasser. Trotzdem mussten wir damit sehr sparsam sein. Denn eigenes Wasser hatten wir nicht. Das musste mein Vater von der gegenüber liegenden Tankstelle holen. Im Winter war die Morgenwäsche im Schnee angesagt Damals gab es ja noch richtige Winter.

Man könnte stundenlang darüber berichten und käme zu keinem Ende.

SCHÖN WAR DIE ZEIT

Ohne Hektik und Stress.

 

Liebe Grüße

 

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Supermom

Ein menschliches Phänomen, was aber sehr nützlich ist, ist die Tatsache, dass die guten Erinnerungen länger bleiben, als die schlechten... ein paar bleiben da auch. Aber die kleinen Ärgernisse verblassen.:tw_blush:

 

Am 2.2.2017 um 18:50 schrieb manny:

na klar interessiert mich das,wollte mich mal zur gesangsstunde einladen lassen.

aber nur wenn ihr keine kampflieder singt:lol:

 

zu den schlechten Erinnerungen, liebster manny zählt auch, dass so etwas eben leider auch in meinen Gehirnzellen hängen blieb...

 

...ich mag Hannes Wader, aber solche Lieder als Schulkind gesungen war Horror!

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Waldfee

Oder das entzückende Lied " Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf , Freie Deutsche Jugend, bau auf" . 

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Pinie

Na dann doch lieber dieses hier:


 

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VanNelle
vor 9 Stunden schrieb Supermom:

 

...ich mag Hannes Wader, aber solche Lieder als Schulkind gesungen war Horror!

..... und ich hätt gerne während der Schulzeit solche Lieder geträllert.

Aber du bist ja lieber in den Tempel gepilgert pop.gif

statt mit der proletarischen Jugend in den Klassenkampf., negative.gif

biggrin.gifbiggrin.gifbiggrin.gif

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Supermom

Irrtum lieber Wolle, der Klassenkampf war alltägliche Pflicht, dem konntest du dich nicht entziehen... Im Gegenteil, im "Tempel" entstand der Widerstand...

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