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jogginghosin

psoriasis im intimbereich

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jogginghosin

liebe alle,

 

ich bin neu hier.....

kurz zu mir, ich quäle mich schon seit 10 jahren mit der ollen schuppenflechte rum. bisher aber immer nur an recht erträglichen stellen wie händen,knie,ellenbogen (ihr kennt das ja)

seit ein paar wochen habe ich nun auch heftigste schübe im intimbereich (vom venushügel bis zum hintern). alles ist knallrot, juckt,brennt und bringt mich zeitweise an die grenzen des wahnsinns.

mein heilpraktiker hat mir sorion creme empfohlen die ich nun auch für diesen bereich nutze und BETE das es was bringt.( viele hier berichten ja von der erfolgreichen anwendung dieser salbe und cortison will ich nun echt nicht im imtimsten)

 

worum es mir aber eigentlich geht ist, der zusammenhang zwischen der krankheit und der psyche. zur zeit befinde ich mich in einer psychosomatischen tagesklinik weil ich arg mit mir, dem leben,der depression und auch der haut zu kämpfen habe. und ja es stimmt wohl, die "haut ist der spiegel der seele" .

auch wenn ich nicht zu eso klingen mag, aber ich spüre deutlich wie verletzungen,ängste,schmerzen,trauer und druck aus mir herausbrechen.....und wie deutlich meine haut reagiert....und aufbricht, juckt,reißt.

und scheinbar scheinen sich da viele gelehrten einig....das die schuppenflechte wohl sehr somatisch ist.

 

welche erfahrungen habt ihr gemacht? ich glaube viel hängt mit "loslassen und akzeptieren" zusammen.

was meint ihr?

 

tausend dank für eure meinungen (und sorry wenn ich hier jetzt ein neues thema eröffnet hab....kenn mich hier noch nicht gut aus)

 

liebe grüße

jogginghosin

 

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sia

Hallo jogginghosin,

willkommen hier, auch wenn's ein unangenehmer Anlass ist.

Wenn dein Name Programm Kleidung ist machst du schon mal was richtig - es wird nämlich von einengenden Hosen usw abgeraten, um die Haut nicht noch mehr zu reizen. Außerdem wird von einer Intimrasur abgeraten, da das die Haut auch noch zusätzlich reizt.

Dann wird dich vielleicht auch interessieren, dass du mit deinem Problem nicht alleine bist. Es kommt häufiger vor als man denkt, das wohl auch, weil viele darüber nicht so gerne sprechen wollen und es noch nicht mal ihrem Arzt sagen. Bei einer niederländischen anonymen Befragung von 5300 Menschen mit Psoriasis gab fast die Hälfte an, das Problem aus eigener Erfahrung zu kennen. Die Hälfte der Männer und mehr als ein Drittel der Frauen litt bei der Befragung aktuell unter Beschwerden im Genitalbereich.  Du siehst also - du hast Leidensgenossen und Ärzte kennen das Problem.

vor 3 Stunden schrieb jogginghosin:

zusammenhang zwischen der krankheit und der psyche

Den Zusammenhang empfinden viele Menschen. Psychische 'Schmerzen' finden an den gleichen Stellen im Gehirn statt wie körperliche Schmerzen. Psychischen Belastung, Stress, Depressionen gehen mit Ungleichgewichten im Hormon und Neurotransmitterhaushalt einher. Teils wirken Umweltreize auf die Produktion, teils rufen interne (genetische?) Ursachen Depressionen hervor. Hier ist meist das eine nicht vom anderern zu trennen. Allerdings konnte bei einer sog. 'Meta-Studie - d.h. da werden viele Studien nochmals angeschaut und die Daten werden teils zusammen ausgewertet - das hat den Vorteil von viel mehr Individuen, konnte der Zusammenhang nicht gefunden werden. 

vor 3 Stunden schrieb jogginghosin:

haut ist der spiegel der seele .

Ja, das sagt man. Nur ist die Frage was einem so ein Spruch bringen soll. Meine Pso wurde nie wesentlich besser oder schlimmer mit meiner psychischen Belastung. Und selbst wenn - glaubt man an einen solchen Spruch setzt man sich oft auch noch selbst unter Druck und kommt sich dann auch noch schuldig vor, weil man seine Psyche nicht 'sauber hält'.

Niemand ist selber 'Schuld' an seiner Pso, nicht daran, dass er/sie sie hat und auch nicht daran ob sie besser oder schlechter ist. Wenn du meinst, du musst etwas akzeptieren und los lassen wirst du das tun, wenn du es kannst. Du bist schon in einer psychosomatischen Tagesklinik - also du machst alles was du kannst. Du hast keine Schuld an deiner Psoriasis. Niemand hat das.

Zu deinen akuten Beschwerden im Intimbereich. Wenn es so heftig ist wie du beschreibst ist dringend ein Hautarztbesuch zu empfehlen. Da ist auch sicher kurzfristig eine cortisonhaltige Creme gerechtfertigt. Nachdem die schlimmsten Beschwerden abgeklungen sind kann dann auf andere Cremes, auch mit Vitamin D gewechselt werden. Manchmal wird das auch kombiniert - da wird der Hautarzt mit dir die passende Behandlung besprechen.

Viel Erfolg und gute Besserung.

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Daniel1406

Hallo. Ich habe mit der Silkis Creme ganz gute Erfahrung gemacht. Wende sie gelegentlich an und der Hautarzt kann sie verschreiben.

Gruß Daniel

Edited by Daniel1406

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Claudiane

Hallo jogginghosin,

zu deiner Frage mit der Psyche. Das ist sicherlich bei jedem anders. Wenn man seine eigenen Bedürfnisse ignoriert oder man etwas verarbeiten muss, was man nicht beeinflussen kann, reagiert der Körper. Viele reagieren mit empfindlichem Magen bis hin zu Magengeschwür. Ich habe überhaupt keine Probleme mit dem Magen, dafür reagiert meine Haut. Als die Schuppenflechte ausbrach, war ich auch in einer Situation, die mir nicht passt und mir nicht gut tat. Die Schuppenflechte wurde bei mir vor über 20 Jahren diagnostiziert. Über diese lange Zeit konnte ich immer wieder beobachten, dass die Schuppenflechte aufblühte, wenn es mir nicht gut ging oder es etwas zu verarbeiten gab. Aber bei mir passiert das immer leicht zeitversetzt, d.h. wenn der erste Stress vorbei ist, blüht die Schuppenflechte. Auch in den allergischen Phasen meint die Schuppenflechte, sie müsse dann besonders aktiv werden.

Was kannst du tun? Die Haut regelmäßig eincremen, mit dem was dir am besten hilft. Deine Therapie fortsetzen und für die Zukunft eine Entspannungstechnik suchen und erlernen, die dir gefällt. Diese solltest du dann dauerhaft in deinen Alltag integrieren. Mir hat das sehr geholfen und die Schuppenflechte ist auf ein erträgliches Maß zurückgegangen. Das ist nun mein Weg. Ich kann dir nicht versprechen, dass das bei dir auch klappt, aber einen Versuch ist es wert, hat keine Nebenwirkungen und kosten fast nichts. Du hast nichts zu verlieren, aber du musst Geduld mitbringen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Therapie und gute Besserung!

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HLAB27

@ jogginghosin:

Nach 41 Jahren Erfahrung im Bereich Anal- und Genitalbereich kann ich nur sagen, dass es großartig ist, dass dein Heilpraktiker dir die Sorion empfohlen hat! Diese "alternative" Creme hat bisher von den "natürlichen Mitteln" den größten Erfolg bei Psoriasis gezeigt. Auch ich verwende sie, aber nur durch weitere Maßnahmen bin ich im Moment die Psoriasis inversa los (was nicht heißen muss, dass sie nicht wieder kommt). Im behaarten Schambereich bin ich nun auf das Sorion Fluid umgestiegen - es ist angenehmer aufzutragen, zieht ein, bleibt nicht wie ein Schmierfilm auf der Haut und es wirkt genauso.

Falls du die Sorion nicht vertragen solltest - es gibt noch die Psorolin Creme (auch eine Seife dazu), welche aus Indien stammt. Sie ist in D nicht erhältlich, kann aber ohne Probleme über die beiden Handelsplattformen (A****n und E**y) gekauft werden.

Bei Cortison-Präparaten und Vitamin-D-Präparaten wird im Beipackzettel eine Anwendung im Anal- und Genitalbereich untersagt. Für diesen Bereich wird inzwischen das Präparat Protopic (in 2 verschiedenen Dosierungen) angewendet. Allerdings basiert es auf dem Wirkstoff Tacrolismus - dieser unterdrückt das Immunsystem. Bisher wurde es von gesetzlichen Kassen (auf Rezept) nur bei Neurodermitis übernommen.

Nun aber zu einem anderen Thema - du warst hoffentlich bei deinem Frauenarzt und hast per Abstrich überprüfen lassen, dass die Diagnose Pilz- oder Bakterieninfektion nicht in Frage kommt? Beides zeigt in dem Bereich nämlich oft die gleichen Symptome und bei einer bestehenden Psoriasis inversa gesellt sich leider häufig z.B. eine Candidose oder auch mal ein Bakterienbefall hinzu. Eine unbehandelte Pilz- oder Bakterieninfektion richtet oft langfristige Schäden an und das möchtest du sicher nicht.

Generell hilfreich sind für diesen Bereich Laktobazillen - wir Frauen reagieren ja gerne nach Antibiotika, nach Sex, während Schwangerschaft, nach Geburt, manche nach Virus-Infekten, während der Wechseljahre usw. auf der Schleimhaut. Hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten - die einfachste und schnellste Möglichkeit: mach dir reinen Naturjoghurt auf eine Kompresse und lege sie auf die Stelle bzw. trage den Joghurt dort auf. Noch was drüber, so dass es nicht durchdrücken kann und nach nur wenigen Minuten ist 1. der kühlende Effekt angenehm und 2. "normalisieren" die Laktobazillen das Hautmilieu. Hebammen z.B. empfehlen generell in der Schwangerschaft oder auch in der Zeit nach der Geburt selbst Zäpfchen herzustellen. Natürlich gibt es das alles auch in "chemischer Form". Aber für mich wäre auch hier der allererste Weg zum Frauenarzt.

Was die Psyche angeht - hier werden im Moment mit Hochdruck die verschiedensten Forschungen betrieben. Vieles geht in Richtung Mikrobiom (z.B. http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-07/psychische-erkrankungen-keime-schaden-therapie). Aber es wurde tatsächlich in Studien belegt, dass Psoriasis ein erhöhtes Risiko besitzt für "Depressionen". Es ist auf jeden Fall gut wenn du dir hier helfen lässt und die Tagesklinik scheint mir hier ein sehr guter Weg zu sein. Auf dass es dir langfristig hilft deine Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen!

Bei mir persönlich ist die Haut nicht der Spiegel meiner Seele sondern meines Darms und meiner Leber. Alles was dem Körper zugeführt wird (egal ob über Essen, Medikamente, Operationen,...) muss auch wieder raus. Und das übernimmt die Leber und dann die Niere. Ist beides überlastet oder gar vorbelastet, dann werden Ausweichmöglichkeiten gesucht und das ist zumeist die Haut.

Alles Liebe für dich & gute Besserung!

Liebe Grüße

Edited by HLAB27

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jogginghosin

hallo ihr lieben,

und DANKE für eure antworten. soweit ich das beurteilen kann wirkt die sorion schon ganz gut und ich habe natürlich alles beim gyn und beim hautarzt zeigen müssen :(

geil......seit der schuppi im intimbereich bin ich nun auch den rest meiner würde bei ärzten losgeworden.....wahnsinn wer hier schon alles mein untenrum begutachtet hat.

HLAB27 .....um die mädchenschleimhäute kümmere ich mich schon. mit regelmäßigen nutzen von multigyn actigel. denn komischerweise neige ich seit neustem auch zu scheidenentzündungen.

 

abartig wenns untenrum nur noch weh tut (HEUL)

 

und ganz ehrlich eine megabelastung für meine beziehung!!!! mein armer freund darf mich seit monaten nicht wirklich berühren. ich frage mich ernsthaft wie lange unsere beziehung diese zerreißprobe noch aushält.

merke aber auch...je mehr ich mich unter druck setze um als freundin wieder zu funktionieren umso heftiger die schübe :(

 

ich hoffe ehrlich das die tagesklinik was bringt. und ja besonders entspannungstechniken versuche ich mir anzueignen. ihr wisst ja wie nervös und wund man sich fühlt wenns permanent zwickt,spannt und juckt. ich habe das gefühl regelrecht unter strom zu stehen. als würde ich irgendwann explodieren. aber vielleicht tue ich genau DAS schon.......die ganze aufgestaute wut bricht aus mir raus .....über die haut (an der denkbar beschissensten stelle die ich mir vorstellen kann)

ich will nicht zu dramatisch klingen, aber kennt ihr das?

 

das man wirklich zeitweise aufgeben will?

ich weiß, es gibt viele hier die haben den scheiß am ganzen körper (ey ihr tut mir sooo leid ich kann mir nur annähernd vorstellen wie ihr euch quälen müsst).....aber selbst meine paar herdchen ....naja und die stellen im intimbereich bringen mich an meine belastungsgrenzen!!

 

bei jeden schlimmen schub denke ich " so leute, machts gut ...ich spring aus dem fenster". wohne aber blöder weise im ersten stock :)

 

echt...es wäre schön diesen körper wenigstens mal für ein paar stunden verlassen zu können.

grüße, küsse

 

jogginhosin

 

 

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HLAB27

Moment... Komischerweise?

Du leidest an wiederkehrender Scheidenentzündung??? Da sieht doch die Sache gleich ganz anders aus.

Was wurde als Ursache diagnostiziert? Hier gibt es: Bakterien, Viren, Parasiten, Würmer, Pilz, Diabetes, Hormonhaushalt... 

Wenn du das multigyn actigel verwendest und es dir scheinbar hilft, dann wird es eine bakterielle Vaginose sein. Wie heißt der Keim welcher diese bei dir auslöst bzw. welchen der Frauenarzt diagnostiziert hat?

Und wurdest du und vor allem dein Partner (auch wenn er keine "Symptome" zeigt, kann er Träger von Keimen sein und diese an dich immer wieder weitergeben) vom Arzt behandelt ?

Nun, Infektionen im Allgemeinen gelten als Trigger für Psoriasis. Es können neue Formen der Pso entstehen oder aber bestehende Formen können sich verschlechtern.

Sehr viele Infektionen sind latent oder persistierend - d.h. sie kehren immer wieder zurück durch bestimmte Auslöser bzw. nach einer bestimmten Zeit. Man hat nicht immer eine "Neuerkrankung", sondern es ist immer diesselbe welche das Immunsystem nicht dauerhaft eliminieren kann. So eine chronische Infektion ist etwas ganz anderes als eine akute Erkrankung. Dennoch werden von den Keimen (Bakterien, Pilzen, Parasiten usw.) Toxine freigesetzt und diese müssen von deiner Leber entgiftet werden. Das führt zu Überlastung mit Ausweichen auf die Haut.

Es wurde sogar inzwischen festgestellt was die Ursache einer wiederkehrenden Harnwegsinfektion ist: es ist ein Keim welcher von einem anderen Keim immer wieder aktiviert wird. Das könnte auch auf dich zutreffen - siehe: https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Vaginalkeim_verursacht_wiederkehrende_Harnwegsinfektionen1771015590344.html

Dass du derzeit keinen GV mit deinem Partner möchtest ist nachvollziehbar. Und es ist gut, wenn in der Tagesklinik mal alles "ans Licht kommt" was bei dir so "verschüttet scheint". Denn oft sind es Probleme, welchen wir uns im "normalen Leben" nicht stellen wollen und welche wir gerne verdrängen.

Liebe Grüße

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jogginghosin

hallo HLAB27,

 

danke das du so rasch antwortest. je...irgendwie traten die scheideninfektionen und die schuppi untenrum zeitgleich auf. es wurden von der gan aber immer andere erreger gefunden. sie meinte es schein wohl eine allgemeine immunschwäche zu sein. keine ahnung ob ich mich auf diese aussage verlassen kann. was auch auffällt ist, das all das auch nach einer strovacimpfung (impfung gegen blasenentzündung die ich chronisch hatte) losgegangen ist. mein heilpraktiker sieht da auch einen zusammenhang (irgendwelche colibakterien ärgern rum) und behandelt mich auch ganzheitlich. denke aber auch meine aktuell psychisch sehr labile lage macht da auch was.

du, darf ich dich ml noch etwas fragen......die sorion creme.....(die mir hilft) ist es normal das sie so weiße spuren auf den eingecremten stellen hinterlässt?

 

oder hab ich jetz auch noch zusätzlich einen hautpilz???

 

danke und liebe grüße jogginhosin

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HLAB27

Gern.

Ja, wenn dein eigentliches Problem die chronische Blasenentzündung war, erklärt das Einiges. Hier wurde bisher angenommen, dass sie nur von 1 bestimmten Keim ausgelöst wird und das ist ja nun nachweislich nicht der Fall.

Das klingt alles sehr nach dem gegenseitigen Trigger-Effekt aus dem Link welchen ich dir habe zukommen lassen. Das bedeutet, dass du bei deinem Frauenarzt durch einen Abstrich mit Kulturanlage (dauert 1-2 Wochen) untersuchen lassen kannst, ob du Gardnerella-Keime hast. Gegen diese gibt es spezielle Antibiotika, denn die Antibiotika-Sorten welche gegen Blasenentzündung helfen greifen bei diesem Keim nämlich nicht. Das wäre eine Option. Aber lies den Link, da steht das alles genau drin und ggf. druck den Bericht aus und nimm ihn mit zum Arzt.

Hier habe ich noch etwas für dich gefunden - mir helfen die WALA-Produkte sehr gut und es gibt hier speziell etwas für Scheidenentzündungen (auf Majoran-Basis): https://www.walaarzneimittel.de/de/arzneimittel/majorana-vaginalgel.html

Desweiteren gibt es scheinbar auch Hilfe aus der Homöopathie: https://www.lifeline.de/homoeopathie/wirkstoffe/solidago-id162388.html

Ja, bei mir ist das bei der Sorion auch so. Mach dir da mal keinen Kopf. Besorg dir einen Bidet-Einsatz für die Toilette - da kannst du dich schnell und problemlos mit Wasser waschen (ohne Seife).

Liebe Grüße

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jogginghosin

ach du liebe,

danke für deine antwort. diese wala creme wird leider nicht mehr produziert (wollte die letzens in der apo holen....wird nicht mehr hergestellt darum bin ich auf das multi gyn actigel umgestiegen...welches  mir gut tut und nur aus aloevera ist)

meine gyn hat IMMER (regelmäßig aller 3 wochen) abstriche ins labor geschickt. es waren entweder streptococken oder enterococken oder anderer colischeiß. ich habe mehrmals sobelin bekommen, was ich aber mittlerweile verweigere denn dadurch hatte ich immer wieder ne aufflammende infekte. scheidenmäßig bleibe ich dem actigel mel treu.

was aktuell ganz schrecklich ist, dass ich seit gestern meine mens hab und aufgrund der scheideninfekte keine tampons nutzen soll. also nutze ich wohl oder übel grad einlagen. ganz dünne weiche von natracare (ohne alles) also natürlicher gehts nicht. trotzdem findet das die schuppenflechte nicht super und alles blüht.

sitze grad heulend hier rum und weiß nicht mehr wohin vor leuter brennen und jucken.

werde gleich nochmal fenestiltropfen nehmen.

 

sag mal.....ich habe mir vorhin mit akrobatsichen verrenkungen und einem taschenspiegel das krisengebiet da unten mal genau angeschaut und bin echt nur noch erschrocken. oweia sieht das schlimm aus. knallrot, schuppig,pustelig,aufgerissen.......ich will nimmer ....heul!

wird die haut da jemals wieder wie sie mal war?

die sobelin vertrage ich bis jetzt......aber was wenn die nicht reicht.

langsam wirds mir angst und bange.

 

traurige grüße

jogginghosin.

ps: bekomme schon tropfen vom heili gegen die entzündungen....leider kommen die per post...und hoffentlich morgen.

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jogginghosin

ach und ps:

 

hatte immer hernröhrenentzündungen...also nicht direkt die blase! denke gardnerella hätten die bei den angebrüteten abstrichen von der gyn gefunden und ....

habe eben nochmal den befund des letzten harnröhrensbstrichs vor mir:

auch da: gardnerella vaginalis- NICHT nachgewiesen

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HLAB27

Oh je... Du Arme!!!! Ich kann es dir nachfühlen - solche Schübe sind echt schrecklich...

Mhm, aber nicht, dass du auf die Sorion allergisch reagierst!

Die einzigen Notfall-Maßnahmen welche mir jetzt einfallen ist: Joghurt oder Quark drauf - wenn du hast. Weitere Notfall-Maßnahme um die Toxine abzufangen: eine Packung aus Heilerde. Sofern du hast - bekommst du selbst in einem gut sortierten Supermarkt. Nach der Packungsbeilage anrühren und drauf packen.

Gut ist, dass Gardnerella nicht nachgewiesen wurde!!! Dass die Enterokokken (Darmbakterien welche bei jedem von uns vorhanden sind) in der Überzahl sind ist kein Wunder - durch das Sobelin nehme ich an, dass deine "ausgleichenden" Darmbakterien (Laktobazillen) stark verringert wurden. Es herrscht aktuell also ein stark verschobenes Gleichgewicht. Es wird daher nicht ausreichen, dass du äußerlich arbeitest. Aber vielleicht sind die Tropfen morgen in der Post - ich drück dir die Daumen!

Besprich dich doch mal mit deinem Heilpraktiker was und wie du Laktobazillen zuführen kannst (SymbioLACT,...).

Ich denke an dich und ich drücke die Daumen, dass es dir schnell besser geht!!!

Liebe Grüße

 

PS. Vergessen - es gibt auch eine Majorana-Salbe von WELEDA und sogar Zäpfchen. Eventuell wäre das was? Ich lasse mir - zur Vorbeugung - in der Apotheke Majoran-Butter anmischen. Diese kann man auch für allerhand Hautreizungen nehmen.

 

Edited by HLAB27

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Waldfee

Hallo jogginghosin,

vielleicht wäre ein Aufenthalt in der Akuthautklinik in Leutenberg etwas für Dich? Dort wird auf alle möglichen Ursachen , gute persönliche Behandlung ohne Cortison und wie in Deinem Falle die inneren Ursachen erforscht und danach behandelt. Die Salben werden speziell auf den Patienten abgestimmt. Das Labor ist sehr gut. Alles Gute Dir! LG Waldfee

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Tenorsaxofon
vor 2 Stunden schrieb jogginghosin:

ach du liebe,

danke für deine antwort. diese wala creme wird leider nicht mehr produziert (wollte die letzens in der apo holen....wird nicht mehr hergestellt darum bin ich auf das multi gyn actigel umgestiegen...welches  mir gut tut und nur aus aloevera ist)

 

traurige grüße

jogginghosin.

ps: bekomme schon tropfen vom heili gegen die entzündungen....leider kommen die per post...und hoffentlich morgen.

Hallo jogginghosin,

versuche doch mal dich mit dem Hersteller direkt in Verbindung zu setzen. Vielleicht haben sie noch welche am Lager.

Ich drück dir jedenfalls die Daumen.

Gruß Anne

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Pinie

Hallo Jogginhosin,

schau doch mal hier: https://shop.apotal.de/majorana-vaginalgel-30g-vaginalgel-01061280?fromSearch=true

Die andere Sorte von Wala  mit Rosmarin gibt es nicht mehr. Früher wurde geraten beide Gels im Wechsel anzuwenden.

Gegen den Juckreiz empfehle ich Dir auf Zucker zu verzichten und Lapachorinden-Tee zu trinken, oder/und auch Tees mit Lavendel, Rosmarin, Thymian und Salbei (mal je eine Tasse trinken).

Cremes mit Lavendelöl sind gut (auch wenige Tropfen in eine schon bekannt-verträgliche Creme geben) .

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/mit-lavendeloel-gegen-hautpilz-5197.php

Nimmst Du die Pille? Es kann da auch an der falschen Zusammensetzung liegen. Östrogenmangel löst auch Scheidenentzündungen aus.

LG Pinie
 

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Pinie

Ups, entschuldige, da habe ich geschlafen, die Apotheke kann es auch nicht liefern.

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jogginghosin

ihr lieben,

 

die sorion creme hilft tatsächlich....die haut heilt zusehends ab. ich muss trotzdem nochmal etwas fragen:

ist es normal das die heilenden stellen jetz weißlich erscheinen? also die abheilenden kratzer???

 

ich hatte wie gesagt noch nie einen schub in der region.......und jetz erscheinen mir die offenen, aufgekratzten stellen weißlich?kennt ihr das auch so?

 

oder habe ich zum schluss noch lichen..... oder eine andere furchtbare krankheit :(

tausend dankk und gute nachti

 

jogginhosin

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    • jogginghosin
      By jogginghosin
      liebe alle,
       
      ich muss mich hier mal ausweinen (und hoffe das ist ok und ihr versteht das)
      ich fürchte ich muss mal eben etwas ausholen:
      alsooo....schuppenflechte hab ich schon seit jahren. bisher war das auch immer erträglich. eben an den klassischen stellen ...knie,ellenbogen....am schlimmsten an den händen usw. meine mama und mein opa haben es auch...ich wundere mich also wenig das es bei mir in stressigen zeiten immer mal zu schüben kommt (und konnte damit auch recht gut leben).
      aber....seit reichlich einem jahr wurden die schübe immer heftiger und häufiger. und nun sind auch wirklich fiese stellen wie der intimbereich (also um den hintern und im schambereich betroffen)
      ich hab das lange einfach hingenommen und halte den scheiß mit sorioncreme und so mittelchen (ihr kennt das ja) in schach.
      irgendwann ist mir aufgegangen das ich diese schlimmen schübe im intimbereich seit meiner beziehung zu meinem freund habe. rückblickend ist das nicht verwunderlich und scheint mir auch recht schlüssig.
      mein freund hat drei kinder (zwillinge 3 jahre und einen 5jährigen) ....er hat sich von der kindsmutti kurz nach der geburt der kleinen (wegen einer anderen frau) getrennt. auch hat er einen  fulltimejob und wir hatten eigentlich nie wirklich zeit und raum für uns und unsere beziehung.
      die beziehung war von anfang an sehr konfliktbeladen und schwierig. zum einen weil ich für mein lebenskonzept nie kinder vorgesehen hatte (obwohl ich erzieherin bin) zum anderen weil die beziehung zwischen meinem freund und seiner ex/kindsmutter latent angespannt bleibt.
      ich empfinde diese frau als sehr herrisch und manipulierend. die beiden versuchen hre elternschaft so gut wie möglich zu hänteln. aber....es ist offensichtlich das die ex meinen freund unfair behandelt und ihn finanziell und zeitlich ausbeutet.
      und ja: er spielt das spiel mit und lässt sich ausbeuten.
      ach und da kommen noch eine ganze menge anderer verstrickungen hinzu. er hat auch eine sehr herrische, grobe mutter die kaum ein gutes wort an ihm lässt. und auch bei der arbeit setzt er sich nicht durch....alles in allem ...er brennt immer mehr aus. ist nur erschöpft. und hat weder zeit noch kraft eine beziehung zu mir zu pflegen.
      unterm strich haben wir sieben stunde die woche zeit um uns (nur uns ohne die kinder) zu sehen. davon schläft er aber die meiste zeit.
      und zu mir:
       
      ich bin hypersensibel und habe seit vielen jahren depressionen (weswegen ich auch in behandlung bin) ich habe gelernt damit zu leben und finde ich komme ganz gut zurecht. ich halte mich selbst eigentlich für eine starke frau. habe viele hobbys und freunde und weiß es mein leben zu genießen und zu erfüllen.
      dennoch....ich habe oft probleme anderen zu vertrauen und brauche grade in zwischenmenschlichen beziehungen viel nähe, sicherheit und das gefühl angenommen und geborgen zu sein.
      (aber mal im ernst...wer braucht das nicht?)
       
      um was es mir nun geht:  im laufe der beziehung konnte ich tatsächlich beobachten wie stark meine haut auf spannungen,konflikte und distanzen in meiner beziehung zu meinem freund reagiert. immer wenn ich das gefühl hatte zu kurz zu kommen - zack ein schub. bei allem was unausgesprochen zwischen und stand - zack nächster schub....usw. und glaubt mir bei 7 h zeit für zweisamkeit bleibt eigentlich alles unausgesprochen.
       
      ich habe all das über ein jahr mitgemacht und war sogar 13 wochen in einer tagesklinik weil miene haut und meine psyche so gelitten haben. aber egal zu welchem therapeuten, heilpraktiker und hautarzt ich renne (und unabhängig von allem bestätigt bekomme das miene schübe wohl stressbedingt seien) es wurde nix besser. trotz cremchen und kapselchen...und pipapo.
      ich habe lange versucht an mir zu arbeiten....den fehler, die ursache in mir zu suchen. therapien, selbstreflexion,tagebuch,inner kind arbeit....usw.
      ich halte mich für reflektiert und intelligent.....und weiß das es mir in dieser beziehung schlecht geht. weiß das neben diesem mann in diesem vollen und fremdgesteurten leben kein platz für mich ist. und trotzdem.......eine trennung bricht mir das herz.
       
      gesern war mein frend hier ...und nach wochenlangem schweigen und alles runterschlucken brach nun mal alles aus mir heraus. das ich keinen platz bei ihm hab. das wir keine zeit und keine kommunikation haben. das sein leben völlig fremdbestimmt und fremdgesteuert auf mich wirkt. das er mir in seinem leben gefangen und unglücklich scheint und das all das natürlich nicht sehr verlockend klingt mehr daran teilzuhaben.
      ich mache schon hin und wieder auch was mit ihm UND den kindern....nehme mich aber auch viel raus....einfach weil er dann ganz vater ist (verständlich und auch gut so) und für uns wenig raum bleibt und zum anderen weil icih als erzieherin die ganze woche von kindern angeschrien werde und mir am wochenende schlicht die kraft dafür fehlt.
       
      jedenfalls .....naja...gestern nun das gespräch. er meinte abschließend es wäre meine schuld das wir so wenig alltag und leben teilen....ich solle mich mehr auf ihn und die kinder einlassen. das wäre in seinen augen die lösung unserer distanz. ich sehe das nicht so. verstehe auch nciht warum seine ex/kindsmutti die kinder seltener hat. sie hat zeit für sich und ihren neuen partner...sie kassiert kohle ein (auch von meinem freund) und er arbeitet sich kaputt für die kinder.
       
      ich habe die ex mal kennengelernt und seit dem sind meine schübe noch schlimmer (ca. 2 monaten) ....sie hat ihn " an den eiern" und genießt das auch. als ich zu ihr meinte das es schwer für mich ist das mein freund so wenig zeit für uns hat meinte sie nur kalt " ich bin ja froh das er soviel macht....ich brauche meine freiheit!"
      und er?
      das treffen mit ihr hat mir und unserer beziehung gefühlt den todesstoß gegeben. danach wurde die psoriasis im intimbereich so schlimm....das mein körper schussendlich die distanz zu mienem freund schuf zu der weder ein herz noch mein verstand fähig waren . (heißt sex unmöglich)
       
      so...und nun sitze ich heulend hier....denn trotz al dieser scheiße empfinde ich eine so unfassbare liebe zu diesem menschen. sein humor, seine nähe, sein körper und die art wie er es versteht mit mir und meinen macken umzugehen. ich möchte loslassen.....mein körper möchte loslassen (glaube ich...ohne eso zu wirken)
       
      aber ich weiß nicht wie ich das schaffen soll?
      aber....ich habe mir vor ein paar wochen gesagt:" liebe haut ich verspreche dir ich trenne mich wenns dir noch schlechter geht:"
       
      ich möchte so gern frei von dieser mich krankmachenden beziehung werden...wir sind da so verstrickt und tuen uns nur noch weh. aber er muss mich nur ansehen und ih klammere mich wie so ein dummes äffchen an ihn und will nicht loslassen.
       
      denkt ihr es gibt einen zusammenhang zwischen der beziehung und den schüben. ich bin davon ja mittlerweile überzeugt. so gern ich das leugnen oder verdrängen würde.
      ich weiß gar nicht was ich mir von dem geschreibe hier erwarte....vielleicht einen rat, vielleicht nur verständnis....vielleicht die bestätigung die es braucht eine entscheidung zu treffen.
      ich danke jeden der sich diesen roman hier durchgelesen hat.
      (sorry wegen der rechtschreibfehler....bin tüchtig durch den wind und völlig übernächtigt)
       
      danke....eure jogginhosin (35 jahre) und todtraurig
       
       
    • LouClark
      By LouClark
      Meine Psiorias wurde erst vor kurzem festgestellt, hat sich bisher auf Füsse, Rücken, Arme und Beine beschränkt.
      Nun befürchte ich, das es sich auf den Kopf ausgebreitet hat. Vor allem, wenn ich mir die Haare gewaschen und gefoehnt habe, rieseln die Hautschuppen. Donna hat mir schon den Tipp gegeben, es mit Olivenöl zu versuchen.
      Und im Intimbereich juckt es jetzt auch furchtbar, kann nachts kaum schlafen.
      Ist es besser, wenn ich noch einmal meine Hautärztin aufsuchen?! Das geht auch ohne Termin.
      Liebe Grüße
    • Margitta
      By Margitta
      Diesen Vortrag hörten wir im Frühjahr bei uns in der Selbsthilfegruppe für Neurodermitis & Psoriasis Ostheim/ Rhön.  Ein schweres jedoch sehr interessantes Thema.
      Der wechselseitige Übergang zwischen Psyche und Körper

      Die Psychoneuroimmunologie (PNI) betrachtet die Wechselbeziehungen der Psyche, des Nerven- und Immunsystems unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Der Ursprung dieses relativ jungen Forschungsbereichs liegt in der Psychosomatischen Medizin in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Psychosomatik berücksichtigt die psychischen Einflüsse auf körperliche (somatische) Vorgänge und andersherum die Auswirkungen somatischer Störungen bzw. Erkrankungen auf psychische Prozesse. Indem die PNI-Forschung sich mit den wechselseitigen Interaktionen zwischen dem Zentralnervensystem und dem Immunsystem befasst, konnten bisher wesentliche und weitreichende Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Stressforschung und Erforschung von Placeboreaktionen gewonnen werden, aber auch über die Wechselbeziehungen zwischen soziologischen, psychologischen, psychotherapeutischen Einflüssen und den Immun- und Körperzellen. Die Interaktion des Nerven- und Immunsystems belegt eindrucksvoll die Placeboforschung. Beispielhaft ist hier ein Experiment aus den 1970er Jahren, das zugleich als Geburtsstunde der PNI angesehen wird. Es zeigt, wie durch Lernmechanismen auf der Grundlage der klassischen Konditionierung Immunreaktionen erlernbar und damit aufgrund Erfahrung veränderbar sind. Versuchstiere, bei denen in der ersten Experimentalphase das zelltoxische Cyclophosphamid mit einer Zuckerlösung gekoppelt wurde, gingen in der zweiten Experimentalphase aufgrund der alleinigen Gabe der Zuckerlösung zugrunde. Solcherart Konditionierungseffekte konnten auch in Humanstudien im Zusammenhang mit Allergien und Autoimmunerkrankungen gezeigt werden. Resümierend eröffnen Konditionierungsprotokolle im Umgang mit unverzichtbaren Medikamenten wie immunmodulatorischen Pharmaka und Kortikosteroiden neue Therapieoptionen. Die PNI-Forschung kennzeichnet darüber hinaus auch die Kollision zweier Paradigmen, das der  Biomedizin und der Biopsychosozialen Medizin. Der biomedizinischen Annahme, dass Körper und Seele weitgehend unabhängig voneinander funktionieren, steht das biopsychosoziale Modell gegenüber, das eine stete Gleichzeitigkeit von somatischen und psychischen Prozessen postuliert. Die moderne wissenschaftliche Medizin (Biomedizin), die sich seit dem 19. Jahrhundert auf der Grundlage der exakten Naturwissenschaften etablierte, ermöglichte durch die kausallinearen Denkgewohnheiten im technisch-naturwissenschaftlichen Sinn die großen Fortschritte in der Medizin, insbesondere in der Akut- und Notfallmedizin. Dem Kausalitätsprinzip auf der Suche nach Ursache und Wirkung folgend, zeichnet sich die moderne Medizin durch ihre Differenzierung und Spezialisierung in Fachgebiete aus. Jedoch wird eine ausschließlich auf Mess- und Wägbarkeit basierende Medizin der Lebenswirklichkeit des Menschen nicht immer gerecht. Deren anhand objektiver Messmethoden erhobenen Ergebnisse haben demzufolge den Nachteil, dass sie die Dynamik eines Netzwerks aus körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren kaum wiedergeben können, da sich emergierende und flukturierende Prozesse einer isolierten Betrachtung entziehen. Der zunehmende Einblick und das Verständnis der jeweiligen Disziplinen in die mikro- und makroskopischen Hierarchie-Ebenen, führte insbesondere unter systemtheoretischen Gesichtspunkten zu Kooperationen unterschiedlich wissenschaftlicher Fachbereiche. Innerhalb der Psychoneuroimmunologie als interdisziplinäres Forschungsgebiet sind dies Disziplinen der Medizin, Naturwissenschaften, Humanwissenschaften und Sozialwissenschaften. Infolge entstanden neben der PNI Nachbardisziplinen wie die Psychokardiologie, Neurogastroenterologie und Psychoonkologie mit organ- bzw. krankheitsbezogenen Schwerpunkten.
      So kann man einige Forschungsergebnisse folgendermaßen zusammenfassen: Gesundheit und Lebenserwartung sind abhängig von biologischen Faktoren und Lebensstil. Entgegen der allgemeinen Auffassung, dass „die Gene” Gesundheit und Lebenserwartung maßgeblich beeinflussen, spielen der Lebensstil und die Lebensumstände eine weitaus bedeutendere Rolle – sowohl für den Einzelnen, die Gesellschaft als auch unmittelbar für die nachfolgenden Generationen. Im Zuge dieser Forschung erleben unter den Augen der Wissenschaft therapeutische Verfahren eine Renaissance, die bis dato, von der konventionellen Medizin mehr oder minder respektiert, ein Schattendasein im Bereich der Alternativen Medizin führten, bspw. die Ordnungstherapie (Mind-Body-Medizin). 
      Der biopsychosoziale Funktionskreis
      Eine theoretische Grundlage dieser systemischen Betrachtung liefert das Biopsychosoziale Modell. Demzufolge berühren Situationen oder Lebensereignisse zeitgleich verschiedene Systemebenen im bio-psycho-sozialen Funktionskreis menschlicher Existenz. Dieser Funktionskreis wird durch Emergenzen hervorgerufen, die infolge von Wechselbeziehungen zwischen Elementen, Ereignissen und Operationen jeweils neue Strukturen oder Eigenschaften auf einer höheren Ordnungs- oder Systemebene hervorbringen, ohne die Fähigkeit zur Interaktion mit den vorangegangenen Ebenen zu verlieren. So emergieren in einer Systemhierarchie subatomare Teilchen, Atome und Moleküle zu Organellen und Zellen, Zellen zu Gewebe, Gewebe zu Organen, Organe zur Person, die Person zur kleinsten Einheit in der sozialen Rangordnung und so weiter. Vergegenwärtigen wir diese Zusammenhänge, verstehen wir beispielsweise auch den beträchtlichen evolutionär bedingten Einfluss der Mikroflora auf die „soziale Immunitat“ bis hin zur Auswahl des Lebenspartners. Entwicklungsgeschichtlich spielen Mikroben eine zentrale Rolle in der Entstehung tierischen Lebens. Ausgehend von der mikrobiellen Interaktion mit der Geosphäre formte sich die alte Biosphäre, die schließlich die Entstehung mehrzelliger Organismen, bis hin zu höheren biologischen Organisationsebenen ermöglichte. Auf diesen Anfängen basiert letztlich die individuelle Entwicklung, das Überleben und die Fortpflanzung, das kooperierende und organisierte Gesellschaftsleben, dessen Komplexitat dem Verhalten und der kognitiven Leistung seiner Akteure entspringt. Im menschlichen Organismus findet ein permanent wechselseitiger Austausch innerhalb der molekularen bis sozialen Integrationsebene statt. Demzufolge stellt er ein hochvernetztes, komplexes und energetisch offenes System dar, das unablässig äußeren und inneren Einwirkungen in substanzieller oder informativer Form ausgesetzt ist. Die Vielzahl dabei nebeneinander ablaufender biochemischer Prozesse werden mithilfe zahlreich rückgekoppelter Regelkreise innerhalb von Toleranzgrenzen in einem Gleichgewichtszustand (Homöodynamik) gehalten, um das System an die jeweils aktuelle Situation anzupassen. Für die Regelkreise relevante Strukturen weisen dabei eine Plastizität auf, wodurch dabei auftretende Ordnungszustände sich als instabil darstellen, mit der Unmöglichkeit der Wiederherstellung des Ausgangszustands. Dies führt adaptiv zum spontanen Auftreten neuer Ordnungszustände und Strukturen. Folglich können sich mit den Ordnungszuständen die Toleranzgrenzen der Regelkreise von einer physiologischen „gesunden“ Norm zu einer krankhaften Norm verschieben. Hat sich das System durch die Verschiebung der Ordnungszustände auf eine krankhafte Norm eingependelt, z.B. bei chronischen Krankheiten, ist dieser Prozess unumkehrbar.  
      Der bidirektionale Kommunikationsweg
      Der dynamische Informationstransfer wie auch die Aufrechterhaltung des homöodynamischen Gleichgewichts basieren auf einer „gemeinsamen biochemischen Sprache“ des Nerven-, Hormon- und Immunsystems. Der bidirektionale Kommunikationsaustausch zwischen Signalen des vegetativen Nervensystems, Hormonen sowie Zytokinen (immunregulatorische Proteine) wird über neuro-endokrino-immunologische Regelkreise koordiniert. Eingebunden in die Bedeutungskomplexität existieren unterschiedliche Subsysteme und Systemkomponenten mit zugleich für den Gesamtorganismus regulativen Eigenschaften, etwa die Mikrobiom-Darm-Gehirn-Achse und das System der Grundregulation (Endstrombahn-Grundsubstanz-Zelle). Die MikrobiomDarm-Gehirn-Achse, Gegenstand der Neurogastroenterologie, erklärt u.a. den Einfluss der Ernährung auf die Wechselbeziehungen von Darmflora, Immunsystem und Gehirnfunktion. Die Grundsubstanz bzw. Extrazellularmatrix ist ein makromolekulares Netzwerk, das jeder Körperzelle vorgeschaltet ist und im Menschen die bio-psycho-soziale Homöodynamik gewährleistet. Im Kontext der PNI ist sie für die Vermittlung der in Wechselbeziehung stehenden somato-psychischen wie psycho-somatischen Prozesse eine wesentliche Systemebene. Die neuro-endokrino-immunologischen Interaktionen der Matrix basieren auf den zellulären Bestandteilen (Leuko- und Fibrozyten), dem direkten Kontakt zum Zentralnervensystem mittels Axonen und ihrer Verbindung zum Endokrinum über das Kapillarsystem. Alle nervalen, endokrinen und immunologischen Informationen treffen im Hypothalamus zusammen, und werden unter Einbeziehung weiterer Hirnareale wie dem Nucleus suprachiasmaticus (zentraler Taktgeber für den Zirkadianrhythmus, z.B. SchlafWach-Rhythmus) und Limbischen System („Sitz der Psyche“) koordiniert und entsprechend beantwortet. 
      Durch den ubiquitären Charakter stellt die Matrix aufgrund der Anwesenheit der Leuko- und Fibrozyten zugleich ein Zytokinnetzwerk dar, das sich physiologisch in einem latent kontrollierten proinflammatorischen Zustand (Entzündungsbreitschaft) befindet. Auf Änderungen im Zellmilieu reagiert die gelartig strukturierte Matrix adaptiv mit einem situationsgerechten Gewebeumbau, der durch die zytokinvermittelte latente Entzündungsbreitschaft kontrolliert wird. Dabei ist es unerheblich ob die Milieuveränderungen inneren oder äußeren Einflüssen unterliegen. Ein lokales Geschehen, etwa das Eindringen von Endotoxinen durch eine defekte Darmbarriere, setzt demzufolge durch die Matrix vermittelte neuroimmunologische Prozesse in Gang, die auf das gesamte System übergreifen können. Diese Fähigkeit beruht nicht zuletzt auf Signalsubstanzen und Neurotransmittern wie Serotonin, Acetylcholin und Noradrenalin, die von paraneuronalen Zellen bzw. enterochromaffinen Zellen gebildet werden können. Paraneurone, zu denen unspezifische und spezifische Abwehrzellen (Mastzellen, Makrophagen, Lymphozyten) gehören, sind zahlreich in der Matrix und den Epithelien der Darmschleimhaut zu finden und bilden das nicht-neuronale cholinerge System (NNAChS). Zu diesem System gehörende Zellen bilden enge dynamische Zellkontakte zueinander und besitzen sämtlich sensorische als auch sekretorische Funktionseigenschaften. Nichtneuronales Acetylcholin ist ein „universeller Zytotransmitter“, der auf die Azetylcholinrezeptoren benachbarter Zellen und terminaler vegetativer Axone wirkt. Durch diese enge Verbindung der Zellen des NNAChS mit terminalen Nervenfasern entstehen „Neuroeffektorbezirke“, die sowohl eine lokale Differenzierung der Information als auch ihre schnelle Weiterleitung, aber auch die Erinnerung ermöglichen. Generell lässt sich sagen, dass die im Rahmen von chronischem Stress sympathikotone Überaktivität zu einer kontinuierlichen Belastung des Körpers mit Katecholaminen (Noradrenalin), Cortisol und proinflammatorischen Zytokinen führt. Dadurch entsteht eine katabole Stoffwechsellage mit einem erhöhten Energiebedarf und Anstieg von Sauerstoffradikalen. Daraus resultiert eine latente Gewebsazidose und durch die Anwesenheit der proinflammatorischen Zytokine schlägt die Entzündungsbereitschaft der Matrix schließlich in einen entzündlichen Zustand um. Dieser Ablauf ist wesentlich für die Genese der Zivilisationserkrankungen.
      Stress
      Allgemein lässt sich nun feststellen, dass jede somatische Reaktion n mit einer psychischen Beteiligung einhergeht, vice versa zeigt jede psychische Reaktion eine somatische Mitbeteiligung. Innerhalb dieser komplexen Wechselwirkungsprozesse ist der Mensch fortwährend unterschiedlichen Anforderungen ausgesetzt, die er in Abhängigkeit seiner individuellen biologischen, psychischen und sozialen Ressourcen zu bewältigen imstande ist. Außergewöhnlichen und belastenden Situationen (Stressoren) gegenüber können Menschen deshalb höchst verschiedenartig reagieren. Betrachten wir zunächst den Begriff Stress und seinen Reaktionsablauf einmal genauer. Stressoren sind als Faktoren aufzufassen, die imstande sind, den Organismus kurzfristig in erhöhte Alarmbereitschaft zu versetzen. Beispiele für Auslöser dieser Alarmbereitschaft können etwa Antigene im Rahmen einer Infektion, Umweltgifte, psychosozialer Stress und falsche Ernährung sein. In seinen Ursprüngen stellt Stress eine evolutiv sinnvolle und angeborene körperliche Reaktion dar, um Gefahrensituationen durch Flucht oder Angriff begegnen zu können. In dieser Situation bewirken Katecholamine eine spontane Mobilmachung der Körperreserven. Vermehrt werden Energie für das Gehirn und die Muskeln freigesetzt, Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz steigen, Immunzellen und Thrombozyten werden aktiviert und die Schmerztoleranz wird kurzfristig erhöht. Die für diesen Prozess nachrangige Verdauungstätigkeit wird eingestellt. Nach Ablauf der Phase setzt die homöodynamische Gegenregulation ein, um die Gleichgewichtszustände wieder herzustellen. 
      Der Stressreaktionsprozess
      Diese Abfolge neuro-endokrino-immunologischer Prozesse ist jedoch auch angesichts weniger lebensbedrohlicher Situationen wirksam. Sowohl eine ständige Überforderung als auch eine Unterforderung im Alltag bedeuten Stress. Die Modediagnose Burn-out-Syndrom ist allgegegnwärtig, weniger bekannt ist das Bore-out-Syndrom. Die Stressverarbeitung bzw. der Stressreaktionsprozess (SRP) verläuft ungeachtet des Stressors nach einem allgemeinen Schema. Wird ein Individuum mit einem Stressor konfrontiert, findet eine subjektive primäre Bewertung der Schwere und Herausforderung der Situation in Bezug auf die eigene Person statt. Wird die Situation als Stressor eingestuft, werden in der sekundären Bewertung individuelle und soziale Ressourcen beurteilt, die für die Bewältigung der Situation zur Verfügung stehen. Während des sich anschließenden Bewältigungsprozesses (Coping), wird die Reaktion ständig hinsichtlich ihrer Effektivität emotional und kognitiv neu bewertet. Gelingt es den SRP durch Adaptation an das Ereignis aus eigener Kraft zu bewältigen, liegt ein kontrollierbarer SRP (kSRP) vor. Verläuft der SRP mangels Selbstverfügbarkeit frustran, handelt es sich um einen unkontrollierbaren SRP (uSRP). Die Bewältigung eines SRP korreliert neuroanatomisch mit neuronalen Verschaltungen und der Effizienz der Spiegelneurone, die Intuition, Empathie und das Imitieren fremder Aktionen ermöglichen. Die von Geburt an vorhandenen Spiegelneuronen werden durch das Imitieren von Gefühlen, Bewegungsmustern oder Körperzeichen aktiviert, was idealerweise durch eine enge Beziehung des Säuglings zur Mutter und allgemein einer vertrauensvollen Umgebung begünstigt wird. Tierexperimente haben gezeigt, dass bei jungen Versuchstieren bei kSRP eine erhöhte Synapsendichte und Zunahme von Gliazellen vorliegen, und die gleichen Tiere im Erwachsenenalter mit einer geringeren Ängstlichkeit in fremder Umgebung und verminderter Sekretion von Glukokortikoiden reagieren. Demgegenüber zeigen neuroanatomische Befunde im uSRP degenerative neuronale Verschaltungen infolge des anhaltend hohen Glukokortikoidspiegels. Diese Neuroplastizität ist auf den Menschen übertragen für eine dynamische Adaptation und somit Änderung der Ordnungszustände elementar. Der uSRP bedeutet Chance oder Fluch zugleich. Der Destabilisierungsprozess neuronaler Strukturen ermöglicht im Austausch mit neuen und effektiveren Neuronenmuster die teilweise Auflösung unbrauchbarer Verhaltensmuster, um im Verlauf des Lebens flexibler und adäquater auf Stressprozesse reagieren und sie leichter bewältigen zu können. Allerdings verbirgt sich im uSRP die Gefahr der Dekompensation durch einen permanent erhöhten Glukokortikoidspiegel und der damit verbundenen Immunsuppression, mit der Aussicht auf ein individuell erhöhtes Risiko einer stressinduzierten Erkrankung. Dies betrifft insbesondere die sensiblen Phasen der Schwangerschaft und frühkindlichen Entwicklung, die zu epigenetischen Veränderungen in den Zellen der Nachkommen führen können. Epigenetische Prozesse beeinflussen regulatorisch die Aktivität von Genen, indem Genfunktionen aktiviert oder inaktiviert werden können. In diesem Zusammenhang zeigen Humanstudien, dass chronischer Stress bzw. traumatische Erfahrungen in der Schwangerschaft oder Kindheit die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer allergischen oder Autoimmunkrankheit deutlich begünstigen. Darüberhinaus gibt es Belege der Vererbbarkeit epigenetischer Prägungen, auch dann, wenn traumatische Erfahrungen vor einer Schwangerschaft erlitten wurden. Hier zeigen nachfolgende Generationen Störungen in der Stressregulation und leiden häufiger an Stresskrankheiten. Anders als bei genetischen Mutationen sind epigenetische Veränderungen durch Veränderungen des Lebensstils beeinflussbar und unter bestimmten Umständen reversibel. 
      Reaktionsablauf der PNI
      Stressgeschehen setzen über die emotional gefärbte Bewertung einer Situation eine Kaskade neuronaler Aktivitäten in Gang, die über den präfrontalen Kortex das Limbische System erreichen, das mit den neuroendokrinen Stressachsen Sympathisch-AdrenergMedulläre-Achse und Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHN-Achse) in Verbindung steht. Infolge werden endokrine Kerne im Hypothalamus und vegetative Kerne im Hirnstamm aktiviert, damit einhergehend findet eine Stimulation des adreno-medullären sowie des peripheren sympathischen Systems statt. Jeder SRP geht zunächst mit einer Erhöhung des Katecholaminspiegels (Adrenalin bzw. Noradrenalin) im Blut einher. Noradrenalin führt über die Aktivierung der TH1-Zellen (zelluläre Immunaktivität) zu einer akuten Entzündungsreaktion. Der katabol-entzündlichen Situation begegnet der Organismus auf lokaler und systemischer Ebene gegenregulatorisch mit der bereits beschriebenen Ausschüttung von entzündungshemmenden Glukokortikoiden (Cortisol) aus der Nebennierenrinde, der Aktivierung der humoralen TH2-Immunitat (TH1/TH2-Shift) und der Überwachung der immunologischen Toleranz durch regulatorische T-Lymphozyten (TH3Zellen). Anhaltender chronischer Stress führt zu einer Überaktivität der HHN-Achse, was den TH1/TH2-Shift pathologisch verstärkt und zu einer dauerhaft zu hohen Glukokortikoidkonzentration (Hypercortisolismus) führt. Nachteile des ständigen Hypercortisolismus ist eine fortdauernde Immunsuppression die das Gleichgewicht zwischen zellulärer und humoraler Abwehr, zu ungunsten der zellulären Abwehr, verschiebt. Dies hat zur Folge, dass der Körper z.B. gegenüber Virusinfektionen anfälliger wird. Gleichzeitig wird die Produktion bestimmmter Antikörper erhöht, was wiederum die Entstehung von Allergien begünstigt. Des Weiteren ist die Blut-Hirn-Schranke gegenüber Glukokortikoiden durchlässig, was bei einem latenten Hypercortisolismus zu Schädigungen im ZNS führt. Chronischer psychosozialer Stress, in Verbindung mit den geschilderten Entzündungsreaktionen, führt auf Dauer zu einer zunehmenden Erschöpfung der HHNAchse. dem Crash des Stresssystems, mit einer verminderten Sensitivität der Stressachse und der Immunzellen auf die hemmende Wirkung des Cortisol, wodurch das Grundsystem in einen chronischen Entzündungszustand gerät mit deletären Folgen für den Gesamtorganismus.
      Stressoren verändern Immunparameter offenkundige Entzündungsprozesse im Körper in Erscheinung treten. Der Großteil unserer Zivilisationsleiden ist entzündungsassoziiert. Hinzu kommt, dass etwa ab dem 40. Lebensjahr die Organ- und Anpassungsleistung proportional zum Lebensstil allmählich abnimmt. Somit entspricht der Alterungsprozess einem physiologischen chronischen Entzündungsprozess, dem sog. Inflammaging (Entzündungsaltern). Chronische Entzündungen sind Ausgangspunkt diverser chronischer Krankheiten wie Bluthochdruck, Koronare Herzkrankheit, Gehirninsult, Osteoporose, Arthritis, Diabetes Typ II, Lymphoproliferative Erkrankungen, Krebs, Depression, Demenz, Sarkopenie und weitere. 
      Psychoneuroimmunologie im Alltag
      Einige Beispiele einer neuro-endokrino-immunologischen Dysfunktion sind etwa der OpenWindow-Effekt, ein orthorektisches Paradoxon, Sickness behavior, Wundheilungs- und Schlafstörungen. Der insbesondere in der Sportlerszene bekannte Open-Window-Effekt beschreibt einen Prozess, bei dem unter körperlicher und psychischer Belastung Immunparameter zunächst ansteigen, in der anschließenden Abspann- bzw. Erholungsphase dann steil unter das Ausgangsniveau fallen. Krankheitserregern wird in dieser Phase geradezu ein „Fenster zum Körper“ geöffnet, so dass „Schnupfenviren“ ein leichteres Spiel haben. Eine ausgewogene Ernährung ist bekanntermaßen hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Vorteile zu bevorzugen. Übermäßige hochkalorische fett- und kohlenhydratreiche Kost erhöhen insgesamt das Risiko für Dysbiosen (Störung der Darmflora), Schäden der Darmbarriere, Entzündungen und neuropsychiatrische Störungen. Allerdings können nervliche Belastungen die Vorteile einer gesunden Ernährung ins Gegenteil verkehren. Ein erhöhter Stresslevel beeinflusst wie unser Körper die mit der Nahrung zugeführten „guten“ ungesättigten Fette bzw. „bösen“ gesättigten Fette  verarbeitet. Gemessen an Entzündungsmarkern erweisen sich gesättigte Fette allgemein als ungünstig, Nach einem stressigen Erlebnis aufgenommene gesunde Fette, zeigen jedoch einen nahezu gleichen Effekt. Sickness behavior zeigt im Gegensatz zu den vorgenannten Effekten eine umgekehrte neuroimmunologische Wirkrichtung. Hier rufen immunologische Prozesse psychische Veränderungen hervor. Sickness behavior ist eine zytokinvermittelte Begleiterscheinung, die allgemein bei nichtinfektiösen entzündlichen Vorgängen im Körper wie auch bei Infektionen, bspw. bei grippalen Infekten oder Influenza, auftritt. Insbesondere die Zytokine IL-1 und IL-6 bewirken im Gehirn entzündliche Veränderungen, die sich auf das Verhalten und Erleben auswirken und sich symptomatisch durch Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Desinteresse und sozialem Rückzug auszeichnen. Wie der Stressreaktionsprozess stellt auch das Krankheitsverhalten ursprünglich eine überlebenswichtige strategische immunvermittelte Anpassungsleistung dar. Das ausbremsende Krankheitsgefühl und veränderte Schlafbedürfnis dienen zur Mobilmachung der Ressourcen, die der Körper etwa zur Bekämpfung der Krankheitserreger benötigt. Ein Ignorieren dieser Signale oder gar eine unkritische pharmakologische Ausschaltung mittels Schmerzmitteln (z.B. NSAR), stellt im Besonderen ein hohes Risiko für die Herzgesundheit dar! Zwischen Sickness behavior und Depression zeigen sich Überschneidungen. Erhöhte Serumkonzentrationen bspw. von IL-6 korrelieren mit chronischem Stress, dem Entzündungsaltern und der Entwicklung depressiver Verstimmungen. Zudem zeigen sich Abhängigkeiten der Depressionsformen von der Aktivität der HHN-Achse und damit vom Cortisolspiegel. 
      Darüber hinaus wirkt sich der Cortisolspiegel allgemein auf die Selbstheilungskräfte des Körpers, etwa die Heilungstendenz von Geweben, aus. Ein erhöhter Cortisolspiegel und die damit verbundene TH1-Hemmung verzögert die Wundheilung nach Verletzungen oder Operationen.  
      Ein gesunder, erholsamer Schlaf ist die wichtigste Voraussetzung für die neuroimmunologische Homöodynamik. Bereits dargelegt wurde die für die autoregulativen Fähigkeiten wichtige enge funktionale Verschaltung zwischen Gehirnstrukturen wie dem suprachiasmatischen Kern und dem Immunsystem. Schlafstörungen können einerseits durch Stress hervorgerufen werden, zugleich stellen sie einen unabhängigen Risikoprädiktor dar. Schlafstörungen und chronischer Stress in Form der ständigen Sorgen des Alltags zeigen die bemerkenswerte Tendenz sich gegenseitig aufzuschaukeln. Die autoregulativen Fähigkeiten des Körpers nehmen allmählich ab, zunächst niedriggradige Entzündungsprozesse schlagen im Verlauf in chronisch erhöhte Entzündungswerte um. Folgen chronischer Schlafstörungen sind ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, Adipositas und Diabetes Typ II, Burn-out-Syndrom, Angststörungen und Depression, Neurodegeneration und insgesamt eine erhöhte Sterblichkeit.
      Zusammenfassung
      Nach diesem Einblick in das komplexe Netzwerk Mensch kann zusammenfassend gefolgert werden, dass kein seelischer Prozess ohne körperliche Reaktionen verläuft, umgekehrt bleibt bei einem körperlichen Prozess eine psychische Mitbeteiligung nicht aus. Chronischer Stress beschleunigt über die damit verbundenen Entzündungsprozesse den Alterungsprozess im Körper, und wird so zur Grundlage chronischer Erkrankungen. Die gesundheitlichen Folgen sind dabei nicht nur eine Angelegenheit des Einzelnen, sondern stellen in der Folge bereits eine Belastung des Gesundheitswesens und ein erhebliches sozialökonomisches Problem dar. 
      Therapeutischer Lösungsansatz
      Gesundheitliche Risiken zu verhindern oder Krankheitsfolgen zu minimieren bedürfen im Grundsatz der Prävention. Wie bereits festgestellt wurde, sind chronische Krankheiten prinzipiell nicht heilbar. Die Linderung der Beschwerden oder um ein Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen erfordert in den meisten Fällen die obligate Einnahme nebenwirkungsbehafteter Medikamente, die regelmäßig durch alternative Arzneimittel oder dubiose Wunderkuren nicht zu ersetzen sind. Eine Möglichkeit die konventionelle Behandlungsmethode mit einer komplementären bzw. naturheilkundlichen Methode zu kombinieren, bietet nach individueller Abwägung die eingangs geschilderte immunologische Konditionierung, in Bezug auf eine Reduzierung der Medikamentendosis und damit verbundener Nebenwirkungen. Der Pillenhörigkeit zum Trotz, beschränken sich chronische Prozesse allerdings nicht nur auf medikamentös zu behandelnde biologische Regelkreise, vielmehr verlangen auch die psychischen und sozialen Aspekte nach einer normativen und funktionalen Stabilisierung. Eine Umstrukturierung des Lebensstils unter therapeutischer Anleitung ist daher angebracht. Lebensstilorientierte Empfehlungen streben die Förderung von körperlichen und geistigen Ressourcen an, die zur Befähigung der Stressbewältigung (Coping) und dem Aufbau einer psychischen Widerstandskraft gegen negative Einflüsse (Resilienz) beitragen. Zudem tragen sie zur Entwicklung einer immer wichtiger werdenden gesundheitlichen Kompetenz bei.  Ein bewährtes Verfahren stellt hierbei die Ordnungstherapie dar, deren Elemente bereits von den Heilkundigen der Antike thematisiert wurden und mittlerweile Gegenstand wissenschaftlicher Forschung sind. Als Mind-Body-Medizin legt sie nunmehr den Fokus auf die Entwicklung gesundheitsfördernder Haltungen und Verhaltensweisen. 
      Eine gesundheitsförderliche Lebensgestaltung berücksichtigt neben der Vermeidung von Risikofaktoren die gesundheitlichen Einflüsse  
       Biologischer Rhythmus (Synchronisation des menschlichen Biorhythmus mit den von der Natur vorgegebenen Rhythmen, v.a. Tag-Nacht-Rhythmus),  Ernährung (zu bevorzugen sind regionale und saisonale naturbelassene Lebensmittel,  industriell verarbeitete Nahrungsmittel sollten die Ausnahme sein. Die Nahrungs- und Energieaufnahme sollte berücksichtigend der natürlichen bzw. körperlichen Periodik von Aktivphasen und Erholungsphasen erfolgen. Und bedenken Sie, was dem Schmied bekommt, zerreißt den Schneider.),  Aktivität (in Bezug auf die individuelle Konstitution und oben genannte Periodik vernünftige, regelmäßige körperliche Aktivität. Am besten im Wald!),  Stressbewältigung (mit fachlicher Begleitung, die zugrundeliegende Problematik erfordert eine individuelle Methode),  Soziale Beziehungen (zwischenmenschliche Kontakte pflegen, denn „der Mensch wird am Du zum Ich“. Martin Buber).
      Unser Referent: Alexander Fieber, Jg. 1974, Hochschulstudium mit Schwerpunkt Biopsychosoziale Medizin. Heilpraktiker in eigener Praxis und wissenschaftliche Beratertätigkeit für Organisationen und Unternehmen in den Bereichen Salutogenese und Biopsychosoziale Gesundheit.
       
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