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Air8517

Richtige Diagnose?

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Air8517

Hallo zusammen!

Da ich mich hier gerade erst registriert habe, hoffe ich, dass ich hier auch alles richtig mache ;)

Ich bin weiblich, 32 Jahre jung und bekam ca. 2011 kleine Spots mit Schuppen an den Schienbeinen und an den hinteren Oberarmen. Gleichzeitig bildete sich an meiner Stirn ein Ekzem. Schuppenfrei, aber gerötet und juckend.

Mir wurde im Bekanntenkreis empfohlen, mal unter die Sonnenbank zu gehen, dies tat ich dann auch.

Die Spots und Schuppen an Armen und Beinen waren komplett verschwunden, nur das Ekzem an der Stirn nicht.

Daraufhin saß ich dann irgendwann bei dem 1. Hautarzt, der sich meine Stirn aus 5 m Entfernung ansah, Psoriasis diagnostizierte und eine Cortisoncreme verschrieb. Besser wurde es nur, solange ich die Creme angewandt habe. Es folgten also weitere Arztbesuche bei anderen Hautärzten, wobei eine gleich sagte, dass DAS sicher keine Psoriasis ist?!

Sie machte einen Abstrich, Pilze hatten sich auf meiner Stirn auch bereits vergnügt, also auch noch eine „Pilzcreme“ geschmiert, wurde erst besser, dann wieder das gleiche.

Inzwischen sind die Spots auf meinen Beinen wieder aufgetaucht, da tut mir einfach Sonne gut, aber wenn ich mit meiner Stirn in die Sonne gehe, blüht alles so richtig auf, es wird knallrot und brennt. Die letzte Ärztin diagnostizierte vor einer Woche erneut Psoriasis und verschrieb für meine Stirn eine Vitamin D Creme, die einen furchtbaren Juckreiz verursacht. Das einzige was meiner Haut an der Stelle wirklich hilft, ist Protopic. Dadurch verschwindet nach 2-3x cremen alles komplett und meine Stirn ist weder gerötet noch juckend und fühlt sich ganz glatt an - wie gesunde Haut eben.

Lange Rede kurzer Sinn... ich habe mal ein Foto angehangen und möchte ein paar Meinungen sammeln. Kann das denn tatsächlich eine Psoriasis sein, die teilweise nur doch ein Antimykotikum und durch Protopic komplett verschwindet, wo Sonne alles nur schlimmer macht und sich kleine Pickelchen bilden? Ich weiß, Ferndiagnose usw... es geht einfach nur um Meinungen ;)

 

Ich danke euch ganz herzlich vorab für hoffentlich zahlreiche Antworten!

Allerliebste Grüße 

 

Air

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Edited by Air8517

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sia

Hallo erstmal und willkommen hier.

Oft verträgt man eine Erkrankung ja besser, wenn man zumindest weiß was es ist. Da Haut nur eine begrenzte Möglichkeit hat zu reagieren ist es manchmal nicht so einfach die richtige Diagnose zu stellen. Das nervt natürlich.

Du schreibst

vor 15 Stunden schrieb Air8517:

Sie machte einen Abstrich, Pilze hatten sich auf meiner Stirn auch bereits vergnügt, also auch noch eine „Pilzcreme“ geschmiert, wurde erst besser, dann wieder das gleiche.

Du hattest also schon mal einen Pilz. Der wurde behandelt. Wurde denn danach nochmals ein Abstich gemacht um zu kontrollieren, ob die Behandlung den Pilz auch wirklich 'erwischt' hat? Eine Mykose - also eine Pilzinfektion kann unterschiedliche Pilze als Erreger haben. Da ist es wichtig zu wissen, welcher genau die Haut befallen hat, damit das richtige Mittel eingesetzt werden kann. Tritt so eine Infektion immer wieder auf muss auch nach weiteren Ursachen gesucht werden. Hat z.B. ein Mensch in deiner Nähe auch Probleme? Partner, Kinder, Geschwister... Ist dein Immunsystem angeschlagen? ...

Solche Fragen solltest du mit deinem Dermatologen abklären.

Zu deiner Frage:

vor 15 Stunden schrieb Air8517:

Kann das denn tatsächlich eine Psoriasis sein

Können kann natürlich alles. Es gibt auch immer wieder untypische bzw. seltenere Formen der Pso, z.B. eine Psoriasis guttata. 

Dass es bei Sonneneinstrahlung besser wird heißt nicht unbedingt, dass es eine Pso ist. Auch bei anderen Hautprobleme kann Sonne einen positiven Effekt haben.

Dass bei einer Psoriasis - sollte es das sein - die Symptome nach Beendigung der Behandlung wiederkehren ist nicht ungewöhnlich, da die Psoriasis eine Systemische Erkrankung mit genetischer Beteiligung ist. Außerdem muss man auch immer daran denken, dass auch zwei mögliche Ursachen in Frage kommen. Auf einer geschädigten Haut kann sich auch leichter ein Pilz ansiedeln.

Für dich ist es wichtig, nicht zu schnell aufzugeben und mit deinen Beschwerden immer wieder zum Arzt zu gehen. Da wäre es von Vorteil, du findest einen Hautarzt der sich mit der Psoriasis in all ihren Formen auskennt. Evt. ist auch ein Besuch in einer Psoriasis-Ambulanz einer grösseren Klinik eine Möglichkeit.

Erfolg.

 

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Air8517

Hallo Sia!

Lieben Dank erstmal für deine nette und ausführliche Antwort!

Es wurde kein weiterer Abstrich gemacht. Die Ärztin, die diesen damals gemacht hat ist aktuell in Elternzeit und ihren Kollegen fand ich leider nicht so toll, sodass ich gewechselt habe. Sie hatte mir damals Selergo gegen den Pilz verschrieben, das hat rein gar nichts gebracht. Danach habe ich erstmal meine Stirn Stirn sein lassen, da ich mit meiner Tochter schwanger war. Daraufhin folgte die Stillzeit, Kennenlernen usw. Mein Hautproblem musste also erstmal warten. Die Kleine ist nun 2,5 Jahre jung, ich gehe wieder arbeiten und nun macht mir das Ganze wieder zu schaffen vor allem, weil es nun nicht mehr „nur noch“ am Haaransatz bzw. darunter liegt sondern sich weiter die Stirn runtergehangelt und somit vergrößert hat, deswegen vor einer Woche der Termin bei einer „neuen“ Dermatologin.

Vorher hatte ich auch einmal Clotrimazol getestet. Erst wurde alles besser und ich dachte „DAS WARS JETZT...!“, kurz danach sah alles wieder so aus wie vorher, auch während der Behandlung, nur dass meine Haut ganz furchtbar trocken wurde.

Da ich selbst in einer Arztpraxis arbeite  und den ganzen Tag mit vielen Menschen zu tun habe, ist es mir auch einfach furchtbar unangenehm, so zu „leuchten“, deshalb habe ich es früher einfach mit Make Up abgedeckt, das ging nach der Behandlung mit Clotrimazol nicht mehr, da sich alles nur in der trockenen Haut sammelte und das Ganze somit noch mehr auffiel :(

Meine Kolleginnen haben beobachtet, dass es, wenn ich bspw. morgens mit kaum einer Rötung (Dank Protopic) in die Praxis komme, es bis zur Mittagszeit immer röter wird. Vielleicht durch das ganze Hin- und Hergerenne, Stress, Wärme?!

Nach einer Klinik in meiner Nähe werde ich mich mal erkundigen, gute Idee!

Mein Kind und mein Mann haben übrigens keine Hauterkrankungen. Ob mein Immunsystem angeschlagen ist, darüber habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht. Sollte ich es an Erkältungen/Infekten festmachen, dann definitiv nicht. Ich bin die Einzige, die hier immer die Fahne hoch hält ;)

 

Grüße 

 

Edited by Air8517

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Waldfee

Hallo  Air8517,,

hast Du es schon mal mit " Elidel " ( Pimecrolimus ) versucht? Es ist eine Salbe für atopisches Ekzem, die bei mir im Gesicht immer gut gewirkt hat. LG Waldfee

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      Hallo zusammen,
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      Ich leide unter Pso vulgaris, habe zuletzt immer phasenweise mit Daivobet gesalbt. Hatte allerdings im Gesicht keine Pso und konnte da immer eine ganz gewöhnliche Tagespflege von Nivea nehmen.
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      Hallo,
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      Die richtig dicken Schuppen (primär auf der Unterlippe und im mittleren Bereich der Oberlippe) lösten sich dann tatsächlich erst nach ca.6-8 Wochen aber die neue Haut sah und sieht immer noch sehr rot und gereizt aus.
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      Es ist wie ein Teufelskreislauf: Die Schuppen lösen sich irgendwann, es sieht 1-2 Tage okay aus, dann kann man die Haut tief eindellen und sie bildet sich nicht zurück und 2-3 Tage später wird auch diese Hautschicht wieder abgestoßen.
      Seit 5 Monaten nun schälen sich meine Lippen. Ich muss täglich mehrmals die abstehenden Fetzen mit einer Hautschere abschneiden und fühle mich auch in der Öffentlichkeit nicht mehr wohl. Wenn ich esse oder trinke, wird die absterbenden Haut weiß, es setzen sich Salbenreste überall ab und es sieht einfach unappetitlich aus. Subjektiv ist mein Leidensdruck auf einer Skala von 1-10 oft bei 9,9, weil ich kein normales Leben mehr führe. Ich bin von einem lebenslustigen Menschen zu einem kontaktscheuen Menschen mit Selbstmordgedanken „mutiert“. Ich gehe nicht mehr unbefangen auf Menschen zu und verstecke mich oft zu hause.
      Mein Vertrauen in Ärzte ist auch ziemlich erschüttert. Tja, man könnte sagen, dass ich ziemlich verzweifelt bin.
      Im Internet habe ich schon „Leidensgenossen“ entdeckt, deren Beiträge aber meist veraltet sind und ich sie daher nicht mehr kontaktieren kann.
      Kennt irgendjemand das von mir (vielleicht zu ausführlich) beschriebene Problem?
      Kann mir jemand einen Spezialisten empfehlen?
      Ich bin für alle Tipps dankbar!
      Rainy days
    • Nico N.
      By Nico N.
      Guten Tag an alle Foristen,
      ich bin ein Mann, Ende 30 und ich bin sehr verzweifelt und im Moment bin ich psychisch total ausgezerrt. 
      Meine Schuppenflechte im Gesicht belastet mich extrem. Sie hat sich in den letzten Jahren massiv verschlechtert (ab und zu tritt eine Besserung ein) und geht vom Haaransatz (ganze  Kopfhaut auch betroffen), über die Augen und Nase bis runter ans Kinn und die Wangen, hinter den Ohren sowie die Ohrmuscheln. Ich gebe im Monat um 100 EUR für Psoriasiscremes und Feuchtigkeitscremes aus der Apotheke aus. Auch Kortison (Rezept) kommt zum Einsatz . Nichts hilft richtig. 
      Ich habe vor 5 Jahren meinen Bürojob in einem Buchhaltungsbüro verloren, nachdem sich Kunden über mein "abstoßendes und ekelerregendes Aussehen" mehrfach beschwert haben.  Seitdem suche ich einen Arbeitsplatz. Bei meinen Vorstellungsgesprächen um eine neue Stelle, merke ich, dass die Gesprächspartner schon bei meinem Anblick ein ablehnendes Verhalten zeigen und das Gespräch fast immer sehr kurz halten. Reaktionen per E-Mail wie zugesichert kommen fast nie, ab und zu reagiert eine Firma mit einer kurzen Absage.
      Einmal hatte ich Glück, da war die Pso kaum im Gesicht vorhanden und ich konnte eine Stelle antreten, leider nur kurz. Nachdem die Pso wieder ausbracht, habe sich die Kollegen derartig mies verhalten und mir auf meinen Sitzplatz im Pausenraum über die Sitzfläche des Stuhles, die Stuhllehne un d auf den Tisch davor größflächig Zeitungspapier ausgebreitet wegen der Schuppen. Sie fühlten sich angeekelt. ich kann das sogar nachvollziehen, mich ekelt es auch selbst an. Aber ihr Verhalten war widerlich.  Ich war danach fix und fertig.
      Gleichzeitig terrorisiert mich das Jobcenter immer massiver. Es wird mit Leistungsentzug gedroht, obwohl ich nichts dafür kann, wenn mich niemand einstellen möchte. Inzwischen habe ich große Existenzängste und meine Schuppenflechte hat sich durch den Dauerstress sehr verschlechtert. 
      Meine Dermatologin ist freundlich, hat aber nie Zeit. Da kriege ich kurz ein Rezept für Advantan Lösung und -creme ausgestellt, sie schaut kurz ins Gesicht, das war's dann. Neulich habe ich einen anderen Dermatologen aufgesucht um eine 2. Meinung einzuholen.  Den fand ich noch schlimmer. Er sagte nur. "Ach da ist ja nur ca 1% von Ihrem Körper betroffen.
      Auf meinen Einwand, dass dieses 1% aber eben genau im Gesicht und auch Kopfbereich ist, ich es also nicht mit Kleidung abdecken kann, ich Probleme bei der Jobsuche habe, reagierte er nur kühl abwinkend. " Da kann ich nichts machen, ich stelle Ihnen aber ein Rezept für Kortison aus" war seine Antwort.  Aber das halt gar nicht, sondern hat nur wahnsinnig auf dem Kopf und im Gesicht gebrannt. 
      Der ständige Dauerstress durch die Schuppenflechte selbst und zusätzlich noch durch das Jobcenter haben zu einer extremen Verschlechterung der Pso geführt.
      Meine Wohnung ist für mich zum Gefängnis geworden. Ich schäme mich so "entstellt" auf die Straße zu gehen, fühle mich in meiner Haut absolut unwohl, kriege gerade noch meine Einkäufe (mit Basecap und großer Sonnenbrille) irgendwie erledigt. Ansonsten meide ich Kontakte zu Menschen, wo es nur geht, da diese meist ohnehin abfällig beleidigend oder angeekelt auf die Pso reagieren. Da gab es mehrere sehr unschöne Vorfälle beim Friseurbesuch oder in Bus und Bahn, die mir sehr zugesetzt haben.
      Jeder Termin, jede Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel ist ein Spießrutenlauf und kostet mich unglaublich viel Kraft.  
      Die ganze Situation belastet mich sehr. Mittlerweile bin ich sehr erschöpft und habe keine Kraft mehr. Ich weiß nicht wie es überhaupt weitergehen soll. 
      Ich würde mich freuen, falls jemand von Euch einen guten Dermatologen in Berlin empfehlen kann oder Tipps hat,  wie ich irgendwie die Pso gut behandeln und in den Griff kriegen kann. 
       
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