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Olli2502

Guttata

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Olli2502

Hallo zusammen,

bin neu hier. Habe seit Dezember die Diagnose Guttata.

Es fing im September mit einer Mandelentzündung an, die mit Antiobiotika behandelt wurde. Im Dezember hatte ich dann die Grippe Influenza und paar Tage später eine erneute Mandelentzündung mit erneuter Antibiotika Einnahme. Dann folgten 2-3 Tage später rote punkte an brust und armen, welche sich dann am ganzen Körper verteilt haben. Plaques entstanden nach 2 Wochen am Rücken und die punkte bildeten sich zurück. Nach 2 Krankenhausaufenthalten wurde dann eine guttata diagnostiziert. Mittlerweile habe ich am ganzen körper verteilt diese plaques. Auch meine Fusszehen sind rot. Die Nägel bisher unbeschadet. 

Es juckt zum glück nicht, aber es belastet mich sehr. Diese ganzen Cremes komplett am ganzen Körper aufzutragen ist echt nervig, und meiner meinung hilft auch nicht wirklich was nachhaltig. 

Da ich seit jahren eine Colitis habe, bekomme ich Remicade. Normal wird Sie auch gegen schuppenflechte eingesetzt. Diese soll ich jetzt als „Heilmittel“ weiter bekommen.

Komisch finde ich, das ich seit wochen immer wieder ein krankheitsgefühl habe und mich schwach fühle. Dann bekomm ich kopfschmerzen und meine das die flecken besser werden. Wenn ich mich fit fühle, wird es wieder schlimmer. Viele Stellen gehen aber auch irgendwie garnicht mehr weg. 

Wie ich bereits schon gelesen habe reagiert natürlich jeder Mensch anders auf salben nahrung etc. 

Gibt es denn irgendwelche No Gos die definitiv vermieden werden sollten?

Bin ganz schön verzweifelt. Mag schon garnicht mehr in den Spiegel schauen. Sich voll geschmiert mit irgend einem Kleister ins Bett zu legen ist auch sehr traurig.

Wie behandelt Ihr eure Guttata? Habt Ihr Tipps für mich, Tipps auch seelich damit umzugehen?

Zudem bin ich auch in Trennung von meiner langjährigen Freundin, mit vollem Programm, neue Wohnung etc. Bin auch nicht wirklich arbeitsfähig weil mein Kopf überlastet ist und so schon länger Krank geschrieben.

neue krankheit, neues leben, job in Gefahr. Ganz schön viel aktuell.

Ich zähl auf euch 

 

 

 

 

 

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sia

Hallo Olli2502, willkommen hier.

vor 16 Minuten schrieb Olli2502:

Mandelentzündung

Das ist typisch fuer diese Art der Psoriasis. Da du mehrere Infektionen hintereinander hattest/hast ist der sog. 'Trigger' vielleicht auch noch nicht wirklich abgestellt.

Du schreibst du hast auch eine Colitis...  ist da die genaue Ursache geklärt?  Colitis ulcerosa ist z.B. eine häufige 'Begleiterkrankung' der Pso. Wahrscheinlich gehört da alles zum gleichen Kreis - Autoimmunerkrankung.

Der Stress durch die Erkrankung, dann noch eine Trennung und Sorge um den Job... auch nicht die besten Voraussetzungen. 

Wäre ich an deiner Stelle würde ich versuchen in eine Akutklinik zu kommen. Denn nur mit Cortison wird das sicher nicht zu behandeln sein. Falls das nicht möglich ist einen Hautarzt suchen der sich mit der Krankheit auskennt. Da ruhig einige abklappern.

Und was die 'no goes' anbetrifft... Da wird jeder was anderes sagen. Versuch darauf zu achten was dir gut tut. Gesund, bunt, abwechslungsreich und frisch zubereitet essen, genug Schlaf, lockere Kleidung, Vorsicht bei Alkohol und  Drogen, Bewegung an der frischen Luft. Das ist so meine Philosophie. Wenn ich Krank bin muss ich mich nicht auch noch mit schrecklichen Diäten malträtieren.;)

Gute Besserung!

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Waldfee

Hallo Olli2502,

Du hast einen 2.Thread mit Deinem Thema "PSO guttata " aufgemacht. Das irritiert. 

Nochmal: Warte ab, ob Remicade noch wirken wird. Du darfst Dich nicht verrückt machen. Wenn Du schon in Kliniken warst und die Ärzte Dir auch für die Haut Remicade geben, mußt Du erst mal abwarten. Die Ungeduld, daß doch etwas ganz schnell wieder weggehen muß, bringt Dich seelisch in einen Zwang, das ist nicht gut. Du kannst natürlich mit ausgewogener Ernährung Dir selber etwas Gutes tun. Was Du dabei hautmäßig verträgst oder nicht, wird sich zeigen. Generell ist z.B. Bier, Rotwein nicht so gut, aber wie gesagt, jeder reagiert anders. Du mußt versuchen, die Krankheit anzunehmen. Es ist nicht leicht, aber es funktioniert mit der Zeit.  Du hast momentan eine stressige Zeit, das kann die Krankheit triggern. Deshalb solltest Du versuchen, mit Entspannungstechniken ( z.B im Internet, in der Vhs gibt es auch Kurse ) herunter zu kommen. Außerdem lies doch mal in unseren tollen Forum, da bekommst Du viel zu erfahren,  was Dir helfen kann. Ich wünsche Dir alles Gute, Du bist jung, Du schaffst das! ( blöder Spruch, stimmt aber  ). LG Waldfee

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Olli2502
vor 19 Stunden schrieb sia:

Hallo Olli2502, willkommen hier.

Das ist typisch fuer diese Art der Psoriasis. Da du mehrere Infektionen hintereinander hattest/hast ist der sog. 'Trigger' vielleicht auch noch nicht wirklich abgestellt.

Du schreibst du hast auch eine Colitis...  ist da die genaue Ursache geklärt?  Colitis ulcerosa ist z.B. eine häufige 'Begleiterkrankung' der Pso. Wahrscheinlich gehört da alles zum gleichen Kreis - Autoimmunerkrankung.

Der Stress durch die Erkrankung, dann noch eine Trennung und Sorge um den Job... auch nicht die besten Voraussetzungen. 

Wäre ich an deiner Stelle würde ich versuchen in eine Akutklinik zu kommen. Denn nur mit Cortison wird das sicher nicht zu behandeln sein. Falls das nicht möglich ist einen Hautarzt suchen der sich mit der Krankheit auskennt. Da ruhig einige abklappern.

Und was die 'no goes' anbetrifft... Da wird jeder was anderes sagen. Versuch darauf zu achten was dir gut tut. Gesund, bunt, abwechslungsreich und frisch zubereitet essen, genug Schlaf, lockere Kleidung, Vorsicht bei Alkohol und  Drogen, Bewegung an der frischen Luft. Das ist so meine Philosophie. Wenn ich Krank bin muss ich mich nicht auch noch mit schrecklichen Diäten malträtieren.;)

Gute Besserung!

Hallo Sia,

 

vielen Dank für deine Antwort. Die Colitis wurde 2008 diagnostiziert. Eine Ursache gibt es ja meist für Autoimmunerkrankungen nicht, die kommen einfach. 

Die Guttata soll Infekt getriggert sein und ich fühle mich seit ich die habe auch durchgehend unfit. 

Habe von einem Streppnokackdinger Test gelesen, da kann man feststellen ob noch ein entzündungsherd im körper ist. 

Ich soll jetzt kommende Woche in die Uni Essen, die wollen mich da behandeln. Aber cremes machen meiner meinung keinen Sinn. Das kommt von Innen, mit cremes hemmt man den Mist nur. Hört man auf zu cremen kommt es wieder.

Ich versuche meine Ernährung umzustellen, wenig zucker, keine milchprodukte. Wenn dann Mandelmilch.

Habe auch das Gefühl das Knoblauch bei mir das verschlimmert. 

 

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Olli2502
vor 19 Stunden schrieb Waldfee:

Hallo Olli2502,

Du hast einen 2.Thread mit Deinem Thema "PSO guttata " aufgemacht. Das irritiert. 

Nochmal: Warte ab, ob Remicade noch wirken wird. Du darfst Dich nicht verrückt machen. Wenn Du schon in Kliniken warst und die Ärzte Dir auch für die Haut Remicade geben, mußt Du erst mal abwarten. Die Ungeduld, daß doch etwas ganz schnell wieder weggehen muß, bringt Dich seelisch in einen Zwang, das ist nicht gut. Du kannst natürlich mit ausgewogener Ernährung Dir selber etwas Gutes tun. Was Du dabei hautmäßig verträgst oder nicht, wird sich zeigen. Generell ist z.B. Bier, Rotwein nicht so gut, aber wie gesagt, jeder reagiert anders. Du mußt versuchen, die Krankheit anzunehmen. Es ist nicht leicht, aber es funktioniert mit der Zeit.  Du hast momentan eine stressige Zeit, das kann die Krankheit triggern. Deshalb solltest Du versuchen, mit Entspannungstechniken ( z.B im Internet, in der Vhs gibt es auch Kurse ) herunter zu kommen. Außerdem lies doch mal in unseren tollen Forum, da bekommst Du viel zu erfahren,  was Dir helfen kann. Ich wünsche Dir alles Gute, Du bist jung, Du schaffst das! ( blöder Spruch, stimmt aber  ). LG Waldfee

Hallo Waldfee,

 

vielen dank für deine Antwort.

Ja ich muss es akzeptieren. Wird jetzt ein neues Leben mit viel ausprobieren.

Wie heißt es so schön, man muss sich in seiner Haut wohlfühlen. Was meintest du mit D3 - Tabletten Form? 

 

LG

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Waldfee

Vitamin D3 , aber unter 5000 bringt es nichts. Entweder der Arzt verordnet es, oder im Internet. Da wir in Mitteleuropa zu wenig Sonne haben, haben  die meisten Menschen einen D3 Mangel. D3 hilft der Haut und  den Gelenken. Es gibt auch höher dosiertes D3, dann bitte mit ärztlicher  Begleitung

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sia
vor 33 Minuten schrieb Olli2502:

Eine Ursache gibt es ja meist für Autoimmunerkrankungen nicht, die kommen einfach. 

Na ja, doch, es gibt schon eine Ursache - das sind bestimmte Genmutationen. Je nachdem welche Kombination man da hat kommt es zu unterschiedlicher Ausprägung. Ob diese Genmutationen aber zum tragen kommen ist eben manchmal von besagten Triggern abhängig. Wobei da noch gar nicht alle Mechanismen bekannt sind.

vor 35 Minuten schrieb Olli2502:

Aber cremes machen meiner meinung keinen Sinn. Das kommt von Innen, mit cremes hemmt man den Mist nur. Hört man auf zu cremen kommt es wieder.

 Leider ist das mit jeder Behandlung so. Da wir noch weit von einer Gentherapie entfernt sind ist jede Behandlung der Pso eine Behandlung der Symptome. Manchmal hat jemand Glück - besonders bei Formen die von Infektionen getriggert werden und die Symptome verschwinden wieder, wenn der Infektionsherd erfolgreich bekämpft ist.

vor 38 Minuten schrieb Olli2502:

Ich versuche meine Ernährung umzustellen, wenig zucker, keine milchprodukte. Wenn dann Mandelmilch.

Ja, kannst du machen. Hast du denn eine  Laktoseintoleranz? Falls ja macht es Sinn Milch und andere Milchprodukte zu meiden. Falls nicht nicht.

Und Zucker, ja gut, zuviel ist sicher nicht gut, aber ob das Auswirkungen auf eine Pso hat...?

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Pomelo

Hallo Olli! 
 

Bei mir wurde auch im Herbst letzen Jahres Gutatta diagnostiziert und dein Beitrag inspiriert mich meine Geschichte mit dir zu teilen. 

Bei mir kamen die Punkte von einem Tag auf den anderen. Zunächst wurde es als Ausschlag diagnostiziert (der Träger war vermutlich ein Duschbad), ging dann aber ewig nicht weg und verschlimmerte sich sogar. Naja dann meinte die Hautärztin ohne größere Untersuchung es ist Schuppenflechte, gab mir einen Kortisonschaum den ich ohne weitere Erklärung 2 mal täglich auftragen soll und schickte mich wieder weg. Den nächsten Termin habe ich im Mai halleluja :D 

Ich war mit der Diagnose komplett überfordert und war bei meiner Suche nach Antworten bei mehreren weiteren Ärzten, die mich auch nur mit halbherzigen Tipps weggeschickt haben. Wie lange dauert ein Schub und woher erkenne ich, dass es überhaupt einer ist? Woher kommt das überhaupt? Was mache ich falsch? Was kann ich tun? Muss ich mein komplettes Leben umkrempeln? Wird es noch schlimmer? Ich habe mich auch an den Gedanken geklammert, dass es vielleicht irgendwann weggeht und es einer Infektion geschuldet ist. Wurde dann aber leider schmerzlich enttäuscht. 

Mit der Zeit wurde es immer schlimmer. Es fing an sich auch an meinen Händen und Füßen zu verbreiten. Dort sind die Stellen recht hartnäckig. Die Punkte an Körper und Gesicht sind da Wechselhafter und verschwinden auch schneller. Ich hatte und auch den Eindruck, dass das Kortison keinen nennenswerten Effekt hat und habe irgendwann aufgehört es zu benutzen. 

Ich bin auch der Meinung, dass man den Körper nur von innen heraus heilen kann und das eine Therapie, die nur Symptome bekämpft anstatt nach den Ursachen zu suchen nicht förderlich ist. 

Mein Weg hat mich vor ca. 2 Monaten zu einer Heilpraktikerin geführt. Sie war die erste, die mir überhaupt mal so richtig zugehört hat und auch meine Fragen beantwortet hat. Bei mir kam heraus, dass viele der Unstimmigkeiten in meinem Körper von Therapien mit Antibiotika kommen. Hab da einiges durch und auch lange Dauerantibiotikatherapien hinter mir. Ich bin dadurch auch Laktoseintolerant geworden also machte das schon Sinn. 

Du hast das Thema Ernährung angesprochen und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einen sehr großen Einfluss hat. Für einen ersten Überblick dazu klick dich doch mal hier durch: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrung-bei-Schuppenflechte,schuppenflechte108.html

Natürlich reagiert da jeder anders aber mir hat das für den Anfang sehr geholfen. 

Die HP hat mit mir verschiedene Lebensmittel ausgetestet und einige weitere Unverträglichkeiten festgestellt. Ich bin seit gut einem Monat auf strikter Diät. Kein Zucker, kein Weizen, Roggen, Hafer ... (mir bleibt noch Dinkel, Hirse und Mais), keine Zwiebelgewächse, Paprika, Sellerie, kein Schwein, Huhn, Kalb ... 

Zum Glück vertrage ich Fruchtzucker, auch Zitrusfrüchte sind bei mir unproblematisch aber da ist ja jeder anders.Auch Alkohol ist bei mir kein Problem. Am Anfang war ich schockiert, verzweifelt, frustriert. Ich mochte es nie zu kochen und mag es auch immer noch nicht aber mir bleibt ja sozusagen nichts anderes übrig. Ich mag es mittlerweile auch nicht mehr Essen zu gehen, da ich kaum was finde. Ich wollte nie so ein "mimimimiiii - Mensch" werden, der sich ständig mit seiner Ernährung beschäftigt und durchaus auch andere Menschen damit nervt. Aber auch das muss man akzeptieren. Ich gehe trotzdem noch ab und zu mit Freunden essen. Man sollte der Krankheit nicht die Chance geben sich so weit auszubreiten, dass man sich sozial zurückzieht. 

Rückblickend kann ich sagen, dass ich meist am nächsten Tag neue Punkte hatte nachdem ich z.B. Paprika gegessen habe, die dann 3-4 Wochen gebraucht haben bis sie wieder weg waren (auch ohne Creme). Ich habe angefangen ein Ernährungstagebuch zu führen und Fotos von den Stellen zu machen. In dem Chaos von neuen und alten Punkten blickt man sonst nicht mehr durch ;) Und seit der Umstellung sind auch wirklich keine neuen Punkte dazu gekommen. 

Kleiner Tipp am Rande... Beim Verzicht auf Zucker (oder Einschränken) macht der Körper einen mini "Entzug" durch den man im Bewusstsein behalten sollte. Es hat einen Grund, warum bei schlechter Laune Schokolade oder Eis klischeehaft empfohlen wird :D Aber auch das geht vorbei.

Der Frühling ist da! Versuch dich vielleicht auch ein bisschen abzulenken und Dinge zu tun, die dir gut tun. Das ständige gedankliche um die Krankheit kreisen wird auch besser. Ich bin emotional momentan bei "scheiß drauf, mir bleibt ja eh nix anderes übrig also ist es eben so". Je mehr man die Krankheit als Teil von sich annimmt desto leichter lässt es sich damit leben. 

Der ganze Verzicht lohnt sich aber! 

Durch die Mittel die ich bekommen habe wurde es zunächst schlimmer. Mein Körper hat schnell reagiert und viele Giftstoffe ausgeschieden. Leider eben über die Haut und die Punkte wurden wieder mehr. Nach einer Anpassung der Mittel wurde es schlagartig besser. Die Stellen wurden weniger rot, schuppten immer weniger und ich habe das Gefühl fast täglich bei der Heilung zugucken zu können (auch wenn es sehr langsam ist). An manchen Stellen ist jetzt schon (nach einem Monat!) fast sowas wie normale Haut zu sehen. Natürlich liegt es auch an den Mitteln aber ich konnte die Früchte meiner "Arbeit" schon in teilen ernten. Mein HP hat auch gesagt, dass wir die Lebensmittel noch mal austesten, wenn sich die Schuppen etwas beruhigt hat bzw. dann kann ich auch anfangen die Grenzen auszuloten was ich vielleicht doch vertrage. 

 

Ich weiß, dass das Thema Homöopathie immer recht kontrovers ist und das es auch einen finanziellen Aufwand mit sich bringt. Aber wenn du dafür aufgeschlossen bist empfehle ich dir wärmstens auch diesen Behandlungsweg vielleicht mal ins Auge zu fassen. 

Vielleicht helfen dir meine Erfahrungen ja ein bisschen weiter. Bleib hoffnungsvoll und lass dich nicht von einer Krankheit unterkriegen! 

 

 

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Olli2502
vor 2 Stunden schrieb Pomelo:

Hallo Olli! 
 

Bei mir wurde auch im Herbst letzen Jahres Gutatta diagnostiziert und dein Beitrag inspiriert mich meine Geschichte mit dir zu teilen. 

Bei mir kamen die Punkte von einem Tag auf den anderen. Zunächst wurde es als Ausschlag diagnostiziert (der Träger war vermutlich ein Duschbad), ging dann aber ewig nicht weg und verschlimmerte sich sogar. Naja dann meinte die Hautärztin ohne größere Untersuchung es ist Schuppenflechte, gab mir einen Kortisonschaum den ich ohne weitere Erklärung 2 mal täglich auftragen soll und schickte mich wieder weg. Den nächsten Termin habe ich im Mai halleluja :D 

Ich war mit der Diagnose komplett überfordert und war bei meiner Suche nach Antworten bei mehreren weiteren Ärzten, die mich auch nur mit halbherzigen Tipps weggeschickt haben. Wie lange dauert ein Schub und woher erkenne ich, dass es überhaupt einer ist? Woher kommt das überhaupt? Was mache ich falsch? Was kann ich tun? Muss ich mein komplettes Leben umkrempeln? Wird es noch schlimmer? Ich habe mich auch an den Gedanken geklammert, dass es vielleicht irgendwann weggeht und es einer Infektion geschuldet ist. Wurde dann aber leider schmerzlich enttäuscht. 

Mit der Zeit wurde es immer schlimmer. Es fing an sich auch an meinen Händen und Füßen zu verbreiten. Dort sind die Stellen recht hartnäckig. Die Punkte an Körper und Gesicht sind da Wechselhafter und verschwinden auch schneller. Ich hatte und auch den Eindruck, dass das Kortison keinen nennenswerten Effekt hat und habe irgendwann aufgehört es zu benutzen. 

Ich bin auch der Meinung, dass man den Körper nur von innen heraus heilen kann und das eine Therapie, die nur Symptome bekämpft anstatt nach den Ursachen zu suchen nicht förderlich ist. 

Mein Weg hat mich vor ca. 2 Monaten zu einer Heilpraktikerin geführt. Sie war die erste, die mir überhaupt mal so richtig zugehört hat und auch meine Fragen beantwortet hat. Bei mir kam heraus, dass viele der Unstimmigkeiten in meinem Körper von Therapien mit Antibiotika kommen. Hab da einiges durch und auch lange Dauerantibiotikatherapien hinter mir. Ich bin dadurch auch Laktoseintolerant geworden also machte das schon Sinn. 

Du hast das Thema Ernährung angesprochen und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einen sehr großen Einfluss hat. Für einen ersten Überblick dazu klick dich doch mal hier durch: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrung-bei-Schuppenflechte,schuppenflechte108.html

Natürlich reagiert da jeder anders aber mir hat das für den Anfang sehr geholfen. 

Die HP hat mit mir verschiedene Lebensmittel ausgetestet und einige weitere Unverträglichkeiten festgestellt. Ich bin seit gut einem Monat auf strikter Diät. Kein Zucker, kein Weizen, Roggen, Hafer ... (mir bleibt noch Dinkel, Hirse und Mais), keine Zwiebelgewächse, Paprika, Sellerie, kein Schwein, Huhn, Kalb ... 

Zum Glück vertrage ich Fruchtzucker, auch Zitrusfrüchte sind bei mir unproblematisch aber da ist ja jeder anders.Auch Alkohol ist bei mir kein Problem. Am Anfang war ich schockiert, verzweifelt, frustriert. Ich mochte es nie zu kochen und mag es auch immer noch nicht aber mir bleibt ja sozusagen nichts anderes übrig. Ich mag es mittlerweile auch nicht mehr Essen zu gehen, da ich kaum was finde. Ich wollte nie so ein "mimimimiiii - Mensch" werden, der sich ständig mit seiner Ernährung beschäftigt und durchaus auch andere Menschen damit nervt. Aber auch das muss man akzeptieren. Ich gehe trotzdem noch ab und zu mit Freunden essen. Man sollte der Krankheit nicht die Chance geben sich so weit auszubreiten, dass man sich sozial zurückzieht. 

Rückblickend kann ich sagen, dass ich meist am nächsten Tag neue Punkte hatte nachdem ich z.B. Paprika gegessen habe, die dann 3-4 Wochen gebraucht haben bis sie wieder weg waren (auch ohne Creme). Ich habe angefangen ein Ernährungstagebuch zu führen und Fotos von den Stellen zu machen. In dem Chaos von neuen und alten Punkten blickt man sonst nicht mehr durch ;) Und seit der Umstellung sind auch wirklich keine neuen Punkte dazu gekommen. 

Kleiner Tipp am Rande... Beim Verzicht auf Zucker (oder Einschränken) macht der Körper einen mini "Entzug" durch den man im Bewusstsein behalten sollte. Es hat einen Grund, warum bei schlechter Laune Schokolade oder Eis klischeehaft empfohlen wird :D Aber auch das geht vorbei.

Der Frühling ist da! Versuch dich vielleicht auch ein bisschen abzulenken und Dinge zu tun, die dir gut tun. Das ständige gedankliche um die Krankheit kreisen wird auch besser. Ich bin emotional momentan bei "scheiß drauf, mir bleibt ja eh nix anderes übrig also ist es eben so". Je mehr man die Krankheit als Teil von sich annimmt desto leichter lässt es sich damit leben. 

Der ganze Verzicht lohnt sich aber! 

Durch die Mittel die ich bekommen habe wurde es zunächst schlimmer. Mein Körper hat schnell reagiert und viele Giftstoffe ausgeschieden. Leider eben über die Haut und die Punkte wurden wieder mehr. Nach einer Anpassung der Mittel wurde es schlagartig besser. Die Stellen wurden weniger rot, schuppten immer weniger und ich habe das Gefühl fast täglich bei der Heilung zugucken zu können (auch wenn es sehr langsam ist). An manchen Stellen ist jetzt schon (nach einem Monat!) fast sowas wie normale Haut zu sehen. Natürlich liegt es auch an den Mitteln aber ich konnte die Früchte meiner "Arbeit" schon in teilen ernten. Mein HP hat auch gesagt, dass wir die Lebensmittel noch mal austesten, wenn sich die Schuppen etwas beruhigt hat bzw. dann kann ich auch anfangen die Grenzen auszuloten was ich vielleicht doch vertrage. 

 

Ich weiß, dass das Thema Homöopathie immer recht kontrovers ist und das es auch einen finanziellen Aufwand mit sich bringt. Aber wenn du dafür aufgeschlossen bist empfehle ich dir wärmstens auch diesen Behandlungsweg vielleicht mal ins Auge zu fassen. 

Vielleicht helfen dir meine Erfahrungen ja ein bisschen weiter. Bleib hoffnungsvoll und lass dich nicht von einer Krankheit unterkriegen! 

 

 

Hallo Pomelo,

vielen Dank für deine Nachricht. Ich kann gut nachvollziehen was du seit letztem Jahr durch machst.

Ich denke das Ernährung einen großen Punkt ausmacht. Dinge die der Körper nicht verträgt kann sich sicher in der Haut wiederspiegeln. Danke für den Link.

Ich habe aktuell seh viel stress mit Umzug, Trennung und Job. Ich muss für mich wieder mein Leben ordnen. Zusätzlich muss ich mich noch um meine Haut kümmern.

Ich habe bereits eine Heilpraktikerin konsuliert. Sie möchte eine eigenbluttherapie durch führen. Eine 10 Wochen Kur mit gemixten Tropfen.

meine Flecken haben sich teilweise zu großflächigen Plakaten entwickelt am Rücken. Sonst habe ich am Fuss, bein, hüfte, bauch, handgelenk, über 1 euro große Flecken. 

Morgens und abend sind sie fast blass. Schuppen einwenig. Kortison nehme ich garnicht mehr. Creme mich nur mit Toten Meersalz Creme von DM ein.

Ja das Wetter muss man genießen jetzt und die Flecken akzeptieren. Erst wann man das geschafft hat, kann man auch wieder normal leben.

 

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