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Psoriasis und Ernährung. Erfahrungen? Eher Vegan oder Glutenfrei?


Kokosoel95

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Mahlzeit, 

Mein Name ist Luca. Ich bin 28. Nachdem im bisher grob 8 jährigen Verlauf meiner (sichtbaren) Erkrankung an Psoriasis vergangenes Jahr die großen Hauptplaques um viele kleine weitere am gesamten Körper ergänzt wurden, habe ich den Entschluss gefasst, an meiner Ernährung zu arbeiten. 

Jetzt habe ich mich stellenweise etwas eingelesen, bin aber unschlüssig, wie ich es zuerst anpacken soll. Klar, ich werde:

1.Auf Fertig- und Dosenprodukte verzichten

2.Sehr sehr sehr viel mehr Gemüse zubereiten

3. Und gerade industrielles Fleisch meiden

Ansatz ist quasi, das der Magen und Darm als Zentrum des Immunsystems mit gescheiten Nährstoffen versorgt wird, damit die Darmflora 'floriert'.

Nun aber die große Frage: In welche Richtung soll der Ritt gehen? Teste ich vegane Ernährung als Hilfe, also den Verzicht auf Molke- und tierische Produkte?

Oder ist eine glutenfreie Ernährung besser, Verzicht auf sämtliches Getreide.Bei meinem häufigem Alkoholkonsum und dem Partyleben ist der Verzicht auf Alkohol diesen Monat schonmal gut für meinen Körper. Natürlich ist der Ansatz immer individuell, jeder verträgt Dinge anders. In der Vergangenheit habe ich aber beides in Massen ziemlich unreflektiert zu mir genommen.   

Was sind eure Erfahrungen? Seid ihr eingelesen und könnt einen Tip geben? Was hat euch geholfen, die Krankheit zu lindern oder gar ganz verschwinden zu lassen? 

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  • 2 months later...

du braucht auf jeden Fall mehr Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren. Guck mal im Internet nach einem Ernährungsratgeber. Sonst lohnt sich auch ein Arztbesuch

Viel Erfolg ;)

Edited by Claudia
Link entfernt. Verlinkte Seite hat kein Impressum.
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Ich habe bisher mehr Schmerzen nach Genuss von (Schweine)Fleisch und Weizenprodukten (Brötchen, Pizza, Nudeln) beobachtet.

Vermutlich wirst Du nicht drum herumkommen, für Dich auszuprobieren, was Dir gut tut und was nicht. Vermutlich ist es hilfreich, die Speisen und Reaktionen darauf zu notieren, um den Überblick zu behalten. 

Mein Ausgangspunkt war diese Sendung mit den Ernährungsdocs: https://www.psoriasis-netz.de/ernaehrung/ernaehrungsdocs-schuppenflechte.html

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Hallo Luca,

das finde ich super, dass du dich auf den Weg machst, deine Ernährung zu verbessern. Viele sind da ja skeptisch, dass das was bringt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es enorm viel bringt. Es gibt inzwischen auch schon viel erprobtes Wissen, viel Erfahrung und Berichte dazu. Das Autoimmunprotokoll z.B. , kannst ja mal googlen (nicht dass hier noch Links gelöscht werden...).

Wir haben unsere Autoimmunerkrankungen mit Ernährung und Nahrungsergänzung in den Griff bekommen, sind inzwischen erscheinungsfrei, seit drei Jahren. Wir, das bin ich und meine jugendlichen/erwachsenen Kinder (15 und 20). Wir waren am Anfang sehr streng, haben sehr viel weggelassen und uns dann wieder rangetastet um auszuprobieren, was uns Probleme macht. Man möchte auf die Dauer ja auch keine Mangelerscheinungen haben... Das Autoimmunprotokoll finde ich einen guten Ausgangspunkt als Ideengeber. WIr brauchen das aber nicht so streng, wir essen bspw. Nachtschattengwächse und andere Dinge, die dort nicht erlaubt sind. Andere Betroffene brauchen das aber so streng, um erscheinungsfrei zu sein. Sehr wichtig und deutlich spürbar war für uns das komplette Meiden von Gluten, die Reduktion von Milchprodukten und keine verarbeiteten Lebensmittel mehr und keine Hülsenfrüchte. Dafür haben wir wieder angefangen, gutes Fleisch zu essen, obwohl wir das aus politisch-ethischen Gründen jahrelang nicht mehr gegessen haben.

Dazu war für uns sehr hilfreich, Mineralstoffe im Vollblut zu testen und gezielt zu supplementieren (da fehlte Zink, Jod, und andere Sachen). Auch natürlich die fettlöslichen Vitamine EDKA (nach Labor) und die wasserlöslichen (B Komplex, C).

Uns geht es sehr gut, wir brauchen keine Medikamente mehr, wir fühlen uns sehr gut, auch keine Erschöpfung oder Depressionssymptome mehr.

Wenn ich Eisen supplementiere, merke ich ein leichtes Aufflackern der Hautsymptome, aber das geht dann wieder weg, wenn ich das Eisen weglasse, ich muss aber ab und zu Eisen nehmen, da ich sonst andere Probleme bekomme.

Es kostet Zeit und Mühen und nicht jeder mag sich mit seiner Krankheit beschäftigen. Für uns hat es aber so deutliche Erfolge gebracht, dass es uns das absolut wert ist. Wenn du auch schon in diese Richtung denkst und bereit bist, dazu: ran an den Speck :).

Und: es gibt einen Riesenunterschied zwischen "gesund essen" und "sich gesundessen", das versteht man vielleicht erst, wenn man das mal durchgezogen hat.

 

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Hallo Kokosoel95,

find ich ja toll, dass du die Ernährung angehen möchtest. Eine gesunde Darmflora ist für uns Schuppis mega wichtig.
Da gibt's sicher viele Ansätze. Probiere es in Ruhe aus.

Ich bin so gut wie erscheinungsfrei und erzähle dir, wie ich mich ernähre:
nichts an Fertigprodukten, keine Cola etc. = ist klar,
seit 27 Jahren vegetarisch, mit viel Milchprodukten und Eiern,
ich esse normal mit Getreide,
Alkohol und Partys kommen immer wieder vor,
und ich versuche zweimal die Woche Sport zu machen.
Das war's.

Ich wünsche dir viel Geduld und viel Erfolg,
Gina

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Hallo @Kokosoel95, willkommen hier.

sich gesund zu ernähren ist sicher gut... nur gehen die Meinungen was "gesund" ist ziemlich auseinander.  Deine drei Punkte:

Zitat

 

1.Auf Fertig- und Dosenprodukte verzichten

2.Sehr sehr sehr viel mehr Gemüse zubereiten

3. Und gerade industrielles Fleisch meiden

 

sind kein verkehrter Ansatz.

"Vegane" Ernährung ist keine Ernährungsart, sondern eine Glaubenseinstellung. Auf Milchprodukte zu verzichten ist nur sinnvoll, wenn du an einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) leidest. Das sind in Mitteleuropa ca. 15% der Bevölkerung. Im verlinkten Wikipedia-Artikel ist ein Selbsttest verlinkt, falls du unschlüssig bist.

Eine glutenfreie Ernährung ist sinnvoll, wenn du an einer Zöliakie oder einer Weizenallergie leidest. Es scheint einen Zusammenhang zwischen einer Psoriasis und einer Zöliakie geben zu können. Allerdings ist das bis jetzt nicht gesichert. Bis zu 25% der Pso-Patienten haben auch eine Glutensensitivität. Es ist also einen Versuch wert. Allerdings bringt ein Verzicht auf Gluten-haltige Lebensmittel nichts, wenn keine Unverträglichkeit vorliegt. Hier heißt es ausprobieren. Ist inzwischen ja rel. einfach.

Ich bin da recht pragmatisch und jegliche Glaubenssätze in Bezug auf Ernährung sind mir zu viel. Variiert, bunt, mäßig bei allem. Da gehört für mich auch mal eine Torte oder ein Hamburger, ein Wein oder Schokolade dazu. Lecker muss es sein.

 

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Hola,

Nach der aktiven Anmeldung hab ich mich dann doch erstmal in die Inaktivität zurückgezogen.

Fazit der letzten Monate: Die PSO war seit ihrem Ausbruch nichtmehr so gut wie jetzt. Oder genauer gesagt: so inaktiv. Plaques, vor allem die kleineren sind verschwunden, die größeren sehen mittlerweile aus wie raue Haut. Die Schuppenbildung, bzw. das rötlich entzündete hat aber KOMPLETT aufgehört.

Im Wesentlichen habe ich mich an meine Grundsätze gehalten. Hier und da eine Ausnahme macht das auch nicht kaputt oder verdirbt den Effekt sofort. Ich hab mich weiter in das Thema reingelesen. Verzicht auf Industrieprodukte tut mir nichtnur ungemein gut was die Haut angeht, auch meine Energielosigkeit und Melancholie sind weg. Mein gesamtes Umfeld bemerkt eine Veränderung, nicht nur der Pso, sondern meines Hautbilds generell. Mir gehen die ganzen Komplimente schon fast auf den Sack :D

An dieser Stelle ausdrückliche Empfehlung des Buches "Ernärungskompass" von Bas Kast, das ich gestern durchgelesen habe. Viele seiner Erkenntnisse habe ich schon vorher durch Gefühl umgesetzt.

Weiterhin war nicht nur die Ernährung entscheidend (so vermute ich), sondern auch regelmäßige Bewegung. Ich gehe etwa 4-5 mal die Woche eine Stunde joggen.

Ich fühle mich wie aus dem Ei gepellt. Danke fürs Lesen meines Beitrags und hoffentlich auf viele weitere Betroffene, die lernen wie wichtig das Thema Ernährung ist! :)

Edited by Kokosoel95
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  • 2 months later...

Hallo liebe Community,

ich hab in der Apotheken Rundschau zu diesen Thema etwas gelesen. Bei der Frage ob Vegan oder Glutenfrei spielt ein übergeordneter Begriff eine Rolle:

Ohne Zusätze

Das ist so elementar, dass man genau das für sich verinnerlicht. Egal welchen Verlauf es hat. Die Natur hilft und alles was dort eingreift hat Konsequenzen für einen selbst und die Umwelt. 

Ich hab mich hier nach allen möglichen Zusätzen bzw. Zusatzfreien Sachen erkundigt. Das ist ja nach Ausschlussverfahren möglich zu erkennen welche Zusätze worin enthalten sind. 

Ich versuche dann danach solche Sachen zu vermeiden um mehr auf den natürlichen Weg zu glauben und mich zur Gesundheit zu führen!

 

Edited by Claudia
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vor 10 Stunden schrieb Frankd:

Ich hab mich hier nach allen möglichen Zusätzen bzw. Zusatzfreien Sachen erkundigt.

Komisch, ich sehe da nur automatisch von Amazon importierte Produkte und deren Werbetexte und in ein paar Rubriken schlecht erstellte Texte, in manchen Rubriken gar nichts (was an meinem Werbeblocker liegen kann). An ernsthafter Information sehe ich da nichts und schon gar nichts, wo man sich *erkundigen* kann. Vielmehr steht unter "Kontakt" extra:

Zitat

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Beratung zu Zusatzstoffen jeglicher Art anbieten können, da dies nicht der Zweck dieser Webseite ist, die lediglich der Information dienen soll. Anfragen hierzu werden nicht beantwortet.

Da musst du wohl nochmal nachbessern.

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  • 2 weeks later...
Ratinacage

Ernährung ist, so denke ich, eine der elementarsten Stellschrauben, an der wir drehen können, um auf unsere Gesundheit zu wirken. Gleichzeitig ist es wohl auch, ebenso wie die "Herumdoktorei" mit Salben und Medikamenten, eine hochindividuelle Angelegenheit, bei der es weder Patentrezepte noch irgendwelche allgemeingültige Hinweise geben kann, ausser vielleicht nicht Rauchen nicht Trinken, regelmäßig Sport und gesunde Ernährung. 

Ich für meinen Teil verzichte, so gut es geht, auf jegliche Weißmehlprodukte (Gluten), Zucker, Alkohol, Schweinefleisch, Milchprodukte, Konserven, Convenience- und Instant-Produkte aller Art.

Mein Speisplan enthält: viel Gemüse (roh & gedünstet), Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchte, Obst in Maßen, Wasser und Tees. 

Natürlich wird ab und an auch mal genascht. ☺

Letztlich ist das Maß aller Dinge entscheidend, denn es macht immer die Dosis das Gift. Jeder muss individuell für sich schauen, ob und wieviel wovon vertragen wird.

 

Viele Grüße

Ratinacage

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Am 1.6.2019 um 10:54 schrieb Claudia:

Komisch, ich sehe da nur automatisch von Amazon importierte Produkte und deren Werbetexte und in ein paar Rubriken schlecht erstellte Texte, in manchen Rubriken gar nichts (was an meinem Werbeblocker liegen kann). An ernsthafter Information sehe ich da nichts und schon gar nichts, wo man sich *erkundigen* kann. Vielmehr steht unter "Kontakt" extra:

Da musst du wohl nochmal nachbessern.

Hallo Claudia,

ich benutze hierfür eine Android App, sie heisst codecheck. Dort kann ich meinen Lifestyle einstellen und meinen Bewertungskreis einstellen. Mittels Barcode scanner am Handy erfahre ich dann alle Inhaltsstoffe des Produkts und ob dies für mich geeignet ist. Auch für Kosmetika. Ist ein Produkt nicht verfügbar wird es fotografiert und steht in Zukunft der Community bereit, die App lebt schliesslich von der Community. Ausserdem gibt es dort immer wieder intewressante Artikel zum Thema Essen und Kosmetik.

LG Andreas

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Hi @Blubb76

Codecheck ist eine gute Adresse. ?

Funfact: Ich hatte von denen mal einen Menschen am Telefon, einen Schweizer. Und der sprach "Codecheck" immer so aus, dass ich immer nur Kojak verstand – den Namen des Helden einer ollen US-Fernsehserie. Irgendwann dachte ich mir dann aber, dass der mich nicht anrufen würde ?

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    • Nico02
      By Nico02
      Hallo liebe Psoriasis-Community,
      ich habe mich hier angemeldet, um euch an meinen Erfahrungen mit der Schuppenflechte-Therapie teilhaben zu lassen und mich mit euch auszutauschen. Ich bin M 32 Jahre und habe Psoriasis seit ca. meinem 13. Lebensjahr. Meine Mutter hat ebenfalls Schuppenflechte, von daher war es nicht besonders überraschend, dass ich es auch bekommen habe. Im Grunde habe ich seitdem die Schuppenflechte immer auf einem recht hohen Niveau gehabt (zwischen 10-25% der Haut waren - besonders die gängigen Stellen: Knie und beinabwärts, Füße, Kopf, Gesicht und Ohren, Kopfhaut, Arme und vor allem Handrücken. 
      Während ich am Anfang noch recht motiviert war bei der Bekämpfung der Symptome (Bestrahlung, Dithranol, Teersalbe, Kortison, Bäder, Fumarsäure etc.), legte sich die Motivation mit der Zeit, da die Erfolge nur von kurzer Dauer waren. Nun ja, ich habe mich so damit abgefunden. In den künftigen Jahren bis so zum 20. Lebensjahr war ich ein regelmässiger Solarium-Gänger, da ich zum einen gern gebräunt war (heute nur schwer nachvollziehbar) und zum anderen das Solarium einfacher zu erreichen war als die Praxis vom Hautarzt. Die Schuppenflechte wurde so etwas erträglicher, da man sie m.E. auf gebräunter Haut weniger sieht bzw. sie eher als weißliche Flecken (ähnlich Vitiligo) erscheint.
      Im Verlauf meines Studiums war die Schuppenflechte trotz Stress und heftigem Alkoholkonsum nicht so ausgeprägt vorhanden (eher nur 10% des Körpers). Mit ca. 25/26 Jahren kam sie dann aber stärker zurück und hat ihren Höhepunkt von damals (13-15 Jahre) mit 30 Jahren wieder erreicht. Nun war ich natürlich am Rätselraten, wieso sie manchmal stärker und manchmal schwächer ist. Habe natürlich an Stress, Ernährung und aktuelle Gefühlslage gedacht, aber so richtig konnte ich keinen besonderen Grund ausfindig machen. Also erstmal die Hautärzte abgeklappert und nach neuen (oder auch alten), wirksamen Therapien gefragt. Bei den meisten Ärzten war ich ziemlich enttäuscht und die Erfahrungen haben mich wütend auf unser Gesundheitssystem werden lassen. Nach einer Vorstellung von 1-2 min wurde ich häufig gefragt, welches Mittel ich denn haben möchte (habe ja schließlich 15 Jahre Erfahrung mit der Krankheit). Da ich den Biologika nicht so aufgeschlossen gegenüberstehe und Salben eine ziemliche Sisyphusarbeit bei der Menge an Stellen sind, habe ich es dann mal mit Fumarsäure (erst Fumaderm, dann Skilarence - beides von den NW etwa gleich, besser wirksam fand ich Fumaderm, das nahm ich aber auch zuerst) versucht. Das half beim ersten Mal ganz gut und die Nebenwirkungen waren zu ertragen. Habe ich dann nach 6-8 Monaten abgesetzt und nach einem halben Jahr wieder begonnen. Ich bilde mir ein, dass das den Körper etwas entlastet, wenn man auch mal absetzt. Naja, nach dem 3. Mal war dann die Wirkung nicht mehr so gut - habe nur max. 2 normale Tabletten am Tag genommen, mehr konnte ich nicht ->zu starke Nebenwirkungen - vor allem, wenn es einen Tag mal vergessen hatte. 
      Im Sommer letzten Jahres hat die Schuppenflechte dann ihren Höhepunkt erreicht. Die Stellen schmerzten schon sehr (das war früher, als ich noch richtig jung war, noch nicht so) und ich bekam auch negative Gedanken deswegen. Also musste ein Lösung her. Ich informierte mich hinsichtlich alternativer Behandlungsmethoden. Einiges erschien mir sinnvoll und nachvollziehbar, anders wiederum erweckte den Eindruck von Scharlatan und Geldmacherei. 
      Ich wollte jedenfalls versuchen, etwas über meine Ernährung zu erreichen. Also ernährte ich mich mal ohne Gluten, dann ohne Zucker und dann mal wieder besonders basisch. Wobei ich sagen muss, dass ich ein äußerst schwacher Charakter bin und es nicht immer 100%ig  durchgezogen habe. Die Ergebnisse waren so bescheiden, ich weiß gar nicht, ob es überhaupt welche gab. 
      Nun ja, ich hab mich dann entschieden, das Thema noch mal richtig gründlich anzugehen und einen Heilpraktiker aufzusuchen und ich muss sagen, das war bislang ziemlich erfolgreich - woran es genau liegt, kann ich aber nicht sagen. Das wollte ich mal mit euch diskutieren.
      Was habe ich da gemacht:
      Blutanalyse (Vitamine, Mineralstoffe, etc.), Stuhlanalyse, Krankengeschichte erzählt (auch Dinge, die nicht in erster Linie was mit Pso zu tun haben).
      Auf Basis der Blut-Ergebnisse (die eigentlich alle im grünen Bereich auf der Skala waren) habe ich dann verschiedene Nahrungsergänzungsmittel genommen (v.a. Mineralstoffe und Vitamin D). Zudem habe ich eine Darmsanierung begonnen. Hier bin ich immer noch dabei - da das ganze einige Monate dauert. 
      Im Rahmen dieser Darmsanierung nehme ich in der ersten Phase ein Antiallergikum (Laves) ein und vermeide glutenhaltiges Essen. Parallel habe ich wieder mit Dithranol schmieren angefangen. Die Kombination dieser 4 Sachen hat für mich bislang wunderbar funktioniert. Ich schmiere seit 3 Monaten nicht mehr und bin stabil auf ca. 5% runter. Echt cool! :) Allerdings frage ich mich, woran es nun liegt - will der Sache ja auf den Grund gehen! Irgendwie habe ich dabei vor allem dieses Antiallergikum im Verdacht - denn meine Pso ist im Sommer stets deutlich stärker als im Winter - was m.E. für eine Allergie spricht. Vor allem der letzte Sommer war der Horror (ich hatte sogar Heuschnupfen - hatte ich vorher nie). Nun ist Winter und bislang ist es echt toll! Vielleicht spielt aber auch der Verzicht auf Gluten ein Rolle - ich habe damals bei Ausbruch der Schuppenflechte und auch in meiner schlimmen Zeit als Jugendlicher extrem viel Cornflakes gegessen (natürlich nur die leckeren Ungesunden von Kelloggs mit reichlich Zucker). 
      Was meint ihr ist am wahrscheinlichsten die Ursache?
      Jedenfalls habe ich jetzt natürlich etwas Angst, dass es wieder schlimmer wird und ich dagegen dann kein Mittel mehr finde. Jedenfalls schaue ich immer ganz intensiv auf meine Ohren, an denen kann ich nämlich immer als erstes sehen, wenn die Schuppenflechte wieder schlimmer wird. Habt ihr auch solche Stellen, die anzeigen, in welche Richtungen die übrige Pso sich entwickeln wird?
      PS: Sorry für so viel Text, ob das überhaupt wen interessiert?! Naja, ich dachte, ich teile mal meine Erfahrungen, vielleicht hilft es jemandem...
      Liebe Grüße und haltet immer den Kopf hoch! 
      Nico
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    • Redaktion
      By Redaktion
      Im Juli 2020 berichtete der Bayerische Rundfunk über den aktuellen Stand der Therapien bei Psoriasis. Eine Betroffene berichtet, wie die Erkrankung bei ihr anfing und wie sehr sie sie beeinträchtigt hat. Professor Jörg Prinz vom bayerischen Psoriasis-Zentrum an der LMU erklärt, welche Behandlungen es gibt und warum die Schuppenflechte eben nicht einfach ein kosmetisches Problem ist. Es geht um die Vorteile von Biologics und um andere innerliche Medikamente.
      Ein Betroffener kommt zu Wort, der nicht auf innerliche Medikamente setzt, sondern auf die Reduzierung von Stress, auf eine Ernährungsumstellung und, wenn's schlimm ist, auf eine Lichttherapie.
      Professor Prinz empfiehlt auch in diesem Beitrag Patienten, mal zu probieren, ob eine weizenfreie Diät ihre Psoriasis lindern kann.
    • Marian_2020
      By Marian_2020
      Hallo und schöne Grüße aus Elsass,
       
      ich möchte hier meine Erfahrung schildern, wie ich meine Psoriasis/Neurodermitis innerhalb 6 Monate fast vollständig geheilt habe. Im Vorab: meine "Methode" sollte eventuell angewendet werden NUR nach Absprache mit dem Arzt oder einem Spezialist dafür.  
      Zu meiner Person: 43 Jahre jung, "caucasian", sportlich aktiv, Nichtraucher, kein Veganer  und seit ca. 10 Jahren von der oben genannten Krankheit geplagt. 
      In dieser Zeitraum habe ich alles mögliche versucht (wir ihr bestimmt auch), von der Schulmedizin bis hin zur alternativ Medizin und Esotherik/Wunderheilmittteln. Leider hat alles nichts gebracht und in den letzten Jahren hatte ich schon mit dem Kampf aufgehört und war irgendwie "resigniert" da ich mein Leben auf dieser Weise weiter/leider leben muss.
      Also im Gründe genommen habe ich endlich mal festgestellt (nach langen und intensiven Recherchen im Internet), das mein Hautproblem die Ursache im Darm hat und dort sollte ich alles anfangen - wie Hippocrates schon von mehreren tausend Jahren gasagt hat: "All disease begins in the gut", also alle Krankheiten fangen an in den Darm an. Und wenn wir schon mal bei den Zitaten sind, der guter Mann hat auch noch was sehr wichtig behauptet, nämlich: "Let food be thy medicine and medicine be thy food" - im Gründe das beste Medizin sei eigentlich das Essen. Und meine Güte hat er Recht gehabt!!!
      Das mit dem Darm&Essen war für die innerliche Heilung gedacht... und für die "äußerliche" habe ich Anfang des Jahres der HOCL für mich entdeckt und seitdem erfolgreich auf die Haut angewendet. HOCL ist die Hypochlor-Säure und bitte NICHT mit der Chlorbleiche verwechseln. Die sind 2 unterschiedliche Sachen. Ich habe hier im Forum einige Sachen über meiner Erfahrung damit geschrieben.
      Dazu, neben Darm&Essen&HOCL, habe ich auch angefangen mit bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln zu suplementieren, da ich festgestellt habe dass unser Essen Heutzutage nicht mehr wie damals ist, sprich die enthaltene Nährstoffe mangelhaft oder nicht ausreichen sind. Eigentlich wir essen viel und lecker... aber wir "ernähren" uns leider nicht mehr. Traurig... aber Wahr.    
      Noch sehr wichtig (und entscheidend!) für mich war, dass ich komplett auf Zucker, Gluten & Kuhmilch seitdem verzichtet habe. Also gelegentlich esse ich ein Kuchen&Pizza oder so.. aber sehr selten eigentlich. Unglaublich wie schädlich Zucker für uns Menschen ist! Und wegen Gluten: mein Darm freut sich sehr darüber definitiv :). Kuhmilch ist für den Kalb (nicht für Menschen) und ich trinke nur Mandelmilch. C_la/Pep_i/Redb_ll & Co... kommen gar nicht in frage - die sind echt schlecht für den Körper, meiner Meinung nach.
      Ein anderen Aspekt nicht zu vernachlässigen ist die Annahme von Vitamin(Hormon) D3: ich hatte Anfang des Jahres ein D3-Spiegel von 6,9 (also Lebensbedrohlich) und mein Arzt suggerierte mir ich soll eine Tablette pro Tag mit 0,5 I.U. (1 International Unit - sprich 1 Tropf) nehmen. Ich habe ein Buch vom Amazon gelesen, wo jemand D3 Hochdosiert genommen hat (sprich 100.000 I.U täglich) und in 3 Monate geheilt war. Nach meine Recherchen habe ich festgestellt, dass die vorgeschriebene Menge von 0,5 I.U. viel zu niedrig ist für mein Bedarf und ich habe angefangen 10.000 I.U. zu nehmen - in 4 Monate hatte ich ein Wert von 45 im Blut (also viel besser... aber noch nicht optimal).  ich muss dazu erwähnen, dass man D3 immer zusammen mit Vit.K2 nehmen soll im Verhältnis 2:1 (mehr im Internet dazu).  Jetzt habe ich ein D3-Spiegel von 90 und es geht mir sehr sehr gut.
      Wegen dem Darm: ich habe meine Darmflora in USA testen lassen (Stuhlgangstest) und wurde bei mir eine schreckliche Disbiose festgestellt. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde ich auch mit dem so genannten Leaky-Gut diagnostiziert (Durchlässiges Darm Syndrom). Darunter leiden die meisten Menschen Heutzutage - wegen der chemische Belastung vom Essen, Umwelt und Luft - und ist die Ursache von viele Autoimmunerkrankungen (bitte über Leaky Gut im Internet lesen - sehr wichtig!). Gegen den Leaky-Gut habe ich Colostrum/BeastMilch aus USA von Sovereign Labs genommen (der beste der Welt, weil Liposomal ist!) und jeden Tag Bio-Sauerkraut, Bio-Knochensuppe und Bio-Kefir (manchmal Kombucha).
      Die Darmflora in Balance/Gleichgewicht zu bekommen habe ich den Gesundheitsprogram vom Health Excel (Metabolic Typing) verfolgt, indem mir den Stoffwechseltyp identifiziert wurde und dementsprechend eine auf mich individuell zugeschnittene Diät  bekommen habe. Wichtig: es gibt keine universelle Diät, da wir Männchen so unterschiedlich sind wie unsere Fingerabdrucke. Dazu esse ich nicht mehr vom Supermarkt, sondern nur von den bekannten Mezger und Bauer in den nahe liegenden Dorf, wo ich die Kühe, Hühne und Gemüse mit meine eigene Augen sehen kann um festzustellen, dass sie im Freie leben. Also Massentierhaltung ist für mich ein "no go" geworden, nachdem ich auch videos dazu gesehen habe.
      Beim Health-Excel habe ich die Schwermetallbelastung messen lassen (auch in USA) - durch die Haarmineralanalyse - und wurde festgestellt dass ich sehr hohe Werte an Aluminium, Cobalt und Blei hatte (wie auch immer). Ich habe dann einen Entgiftungsprozess verfolgt, weil das ist das A und O wen man anfängt etwas mit dem Körper zu unternehmen: die Schwermetalle müssen zuerst raus.. sonst ist alles für die Katze, so zu sagen.     
      Neben der Hauterkrankung hatte ich Jahre lang auch böse Hämorrhoiden gehabt (wurde sogar 2 mal operiert - furchtbar :() und immer wieder kehrende Nebenhöllenentzündungen und Polen Allergien. Ich war auch deswegen unter volle-narkose operiert worden, nach viele Jahren darunterleiden. Durch MetabolicTyping habe ich über OPC erfahren (Traubenkernextrakt) und seitdem ich täglich OPC nehme (unbedingt aber mit Vitamin C - vom Acerola z.B), habe ich keinerlei Probleme mehr. Mein Proktologe hat sich bewundert letztes mal dass ich fast gar keine Hämorrhoiden mehr hatte, und der HNO Arzt konnte sich nicht erklären warum meine Nebenhöhlen so "leer" sind mittlerweile :). Polenallergie ist auch vorbei seitdem.... wirklich, ohne Spaß.
      Zu meinem Diät: ich esse Bio-Müsli aus Berlin (Fa. Eat-performance) morgens mit Mandelmilch (teuer.. aber sehr gesund), Mittags esse ich meine Shakes vom HUEL (Vollnahrungsersatzmittel) und Abends etwas vom Bofrost oder Selberkochen - bitte nicht schießen: ich weiß dass viele denken das Huel&Bofrost blöd sind... aber ich habe darüber viel gelesen und denke es ist Gesund und es ging mir nie besser als jetzt.
      Wegen dem HOCL: ich habe am Anfang mir selbst hergestellt und erfolgreich auf meine Haut angewendet.... mittlerweile importiere ich es aus USA von der Fa. Briotech, weil sehr pur und stabil ist - Voraussetzung für gute Wirksamkeit. Ich kann nur sagen dass HOCL meine Haut fast vollständig geheilt hat (innerhalb 4-5 Monate tägliche Anwendung) und nutze ihn derzeit auch als Desinfektionsmittel in der Pandemie (tötet sofort alle mögliche Pathogenen von Prions & Ebola bis hin zur Corona Familie).
       
      Also das ist meine Erfahrung und hoffe damit manche von euch geholfen zu haben.
      Für weitere Fragen & Unklarheiten stehe ich euch gerne zur Verfügung.
       
      Marian  

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