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Nach 12 Jahren Humira umgestellt auf Generika Amgevita


leihei

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Hallo meine lieben, ich bins mal wieder und wollte meine Erfahrungen mit euch teilen.

Da ich grad selbst auf der Suche nach ähnlichem war und nichts gefunden hatte, dachte ich mir, ich fang mal damit an.

Heute war es soweit und ich habe meine erste Amgevita gespritzt. Als ich die Packung schon aufgemacht habe, hätt ich am liebsten das Teil wieder umgetauscht. Keine Alkoholtupfer dabei gewesen. Klasse...  Ich muss dazu sagen das ich ein riesen schisser bin was Medikamente angeht. Auch nach 12 Jahren spritzen, ist es jedesmal ein Kampf mit Angst vor Nebenwirkung/Schock oder so. Und heute erst recht. Es ist mit Humira, bis auf ein einziges Mal Kreislaufschwäche direkt nach einer Injektion nie was passiert.
Nun gut. Vor einer Stunde dann die erste neue Spritze. Ich bin dann einkaufen gegangen für den Fall das ich umfalle und das dann nicht allein in der Wohnung geschieht.

Auf dem Weg in den Supermarkt bemerkte ich, das die Einstichstelle wehtat (bei Humira nie). An der Kasse (inzwischen 15 min nach Injektion) bekam ich Kreislauf und Herzrasen und hielt stand. Ich beruigte mich das es nur eine Panikattacke sein könnte.

Jetzt hier beim Schreiben fühl ich mich wieder fast normal. Die Einstichstelle merke ich nicht mehr und mein BD scheint auch wieder normal zu sein.

Jetzt hoffe ich mal das das Generika genauso gut wirkt wie das Original...

Ich werde weiter berichten

 

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Lupinchen

Was ist der Grund der Umstellung? Normalerweise sollen doch Patienten die Humira hatten nicht umgestellt werden müssen.

Das mit dem Spritzen kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber als Allergiker schleiche ich auch erstmal um einen neuen Pen herum. Hatte aber nie offensichtliche NW, auch bei dem Taltz, dass ich gestern gespritzt habe, nicht. Es hat nur ca. 1 Minute nach, nicht bei, der Injektion ein wenig weh getan. 

Und mal ganz ehrlich....ist es wirklich so schlimm das bei einem Präperat keine Tupfer dabei sind?, ich hatte nur bei einer Firma welche dabei. Es gibt diese schon billig zu kaufen, allerdings nicht in Kleinpackungen, aber sie halten ja länger.

Gruß Lupinchen

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Der Grund ist die Kasse sagt der Arzt. Also das Geld. Er meinte wenn es Probleme geben sollte bekomm ich wieder Humira.

Ich habe auch gedacht das mir die Generika ersparrt bleiben. Aber leider nicht so. Habe vorhin gelesen das es schon einige Studien gibt zur erfolgreichen Umstellung. Ich selbst bleibe immer etwas skeptisch bei sowas, da es nunmal immer ein Restrisiko gibt.

tja was soll man machen.

Das keine Tupfer drin sind ist kein Weltuntergang aber auch nicht optimal. Habe jetzt Desinfektionsmittel vom Nachbarn genommen.

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GrBaer185
vor 3 Stunden schrieb leihei:

Keine Alkoholtupfer dabei gewesen.

So ganz versteh ich auch nicht, dass dieser Cent-Artikel Alkoholtupfer bei einer Spritze für fast 1000 Euro nicht dabei sein kann. Beim Cosentyx Fertigpen ist auch nichts dabei. Bei meinen früheren MTX-Spritzen waren Alkoholtupfer dabei. Wäre halt gut gewesen, wenn man vorher gewusst hätte, dass keine Tupfer dabei sind.

 

vor 3 Stunden schrieb leihei:

mit Angst vor Nebenwirkung/Schock oder so

Das Generikum ist ja ein anderes Präparat, u. U. auch mit anderen Hilfsstoffen, auch wenn es den gleichen Wirkansatzpunkt hat.
Von daher wäre es für Dich wohl viel beruhigender gewesen, die erste Spritze in der Arztpraxis zu erhalten. Beim nächsten Wechsel dann, hoffentlich wieder erst in 12 Jahren oder noch später...

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vor 8 Stunden schrieb leihei:

... Amgevita ... Humira ... Generika .....

 

Amgevita ist kein Generika von Humira sondern ein Biosimilar.

Das ist nicht nur ein anderer Name, sondern unterscheidet sich grundlegend. Ein Generika ist der absolut identische Wirkstoff wie das Original. Die Molekülstruktur ist definiert und bekannt. Einen Unterschied gibt es höchstens in den Hilfsstoffen. Die Zulassungsverfahren von Generika sind wesentlich kürzer als von neuen Wirkstoffen. Es geht dann höchstens um die leicht unterschiedlichen Hilfsstoffe, z.B. Tests auf Allergien bzw. Unverträglichkeit.

Ein Biosimilar dagegen ist nicht 100% identisch mit dem Original und durchläuft daher ein wesentlich aufwändigeres Zulassungsverfahren.

Einer der wichtigsten Gründe für die Unterschiede sind, dass Biologicals im Prinzip von einer lebenden Hybrid-Zell-Linie produziert werden. Ein Biosimilar stammt von einer anderen Zell-Linie. Außerdem haben unterschiedliche Firmen jeweils andere Verfahren zur Aufbereitung und Weiterverarbeitung.

Bei der Zulassung, die ein Biosimilar durchlaufen muss, wird besonders darauf geachtet, dass, trotz der unterschiedlichen Zelllinien, keine Unterschiede zum Originalwirkstoff auftreten und sie die gleiche Wirkung und die gleiche Sicherheit wie das Original haben. Nach allem was man bis jetzt weiß sind Biosimilars dem Original gleichwertig.

vor 7 Stunden schrieb leihei:

Der Grund ist die Kasse sagt der Arzt.

hmm, das wiederum glaub ich eher nicht. "In Deutschland darf nur der Arzt entscheiden, ob auf ein Biosimilar gewechselt werden soll." (wiki)

vor 7 Stunden schrieb leihei:

keine Tupfer

Ich spritze nun schon seit etlichen Jahren. Angefangen bei MTX bis z.Z. Cosentyx. Manchmal war das wöchentlich, manchmal 14taegig, monatlich, ... ich hab die manchmal mitgelieferten Tupfer noch nie verwendet.

Bei einer normalen Körperhygiene besteht bei einer (sc)-Injektion ohne vorherige Desinfektion keine erhöhte Infektionsgefahr. Da besteht ein Unterschied zu Krankenhaus oder Pflegeheim.

Der Alkoholtupfer wird noch dazu meistens falsch eingesetzt. Tupfer raus, wisch, spritz... richtig wäre - Sprühdesinfektion, warten bis trocken ohne reiben oder anfingern  und dann spritz. Eine Desinfektion braucht nämlich auch Zeit um zu wirken. (Das machen viele Leute auch falsch bei der Desinfektion von z.B. Flächen. Wer einen Einkaufswagengriff desinfizieren will, muss einsprühen und warten bis der wieder von selbst getrocknet ist.)

Bei der Injektion selbst "schneidet" die Spitze der Kanüle einen Micro-Eingang durch die der Schaft der Kanüle dann durch die Hautschichten gleiten kann. Kann man sich unter der Lupe anschauen - sehr spitz und angeschliffen. Der Eingang ist sehr viel kleiner als z.B. Verletzungen die sich manche/mancher bei einer Rasur zufügt.

vor 8 Stunden schrieb leihei:

Auf dem Weg in den Supermarkt bemerkte ich, das die Einstichstelle wehtat

Und das kann etliche Ursachen haben. Anderes Desinfektionsmittel vom Nachbarn? Doch mal auf Zufall einen der Schmerzpunkte getroffen oder in die Nähe gespritzt? (So kann z.B. auch mal ein kleines Kapillargefäß getroffen werden und es gibt einen blauen Fleck. Kein Drama, geht wieder weg. Passiert mir so alle 10Mal). Besondere Konzentration auf die Einstichstelle, weil anderes Medikament?

vor 8 Stunden schrieb leihei:

Ich beruigte mich das es nur eine Panikattacke sein könnte.

Wenn du zu Panikattacken neigst, ist das die wahrscheinlichere Variante.

Wobei man immer und bei jedem Medikament auch kleinere, aber häufiger auftretende Nebenwirkungen mit seinem Arzt besprechen sollte.

Auf gutes spritzen! 😉

 

Hier eine PDF-Brochure zu Biosimilars von der EU, vielleicht ganz gut um mal in Ruhe nachzulesen.

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ehrlich gesagt bin ich jetzt ziemlich wirr und fühl mich wie ein Versuchskaninchen. So ganz kapier ich auch den Unterschied zwischen Generika und Biosimilars nicht.

Heist das jetzt, das ich ein ganz neues Medikament habe, was ähnlich wirken soll/könnte? Fühl mich gar nicht wohl dabei. Mein Arzt wollte mich letztes Jahr schon umstellen trotz guter Wirkung von Humira. Jetzt sehe ich da auch einen Zusammenhang der kostenersparnis. Obs nun die Kasse ist (wie er sagt) oder die Klinikleitung ist ja egal. Dem Patient wird das billige Präperat schon irgendwie verkauft, hauptsache die wirtschaftlichkeit ist gesichert.

Habe gestern Abend noch versucht ein paar Erfahrungsberichte der Umstellung von Humira auf Nachahmer zu finden. Viel gibts ja nicht. Und die paar klangen auch nicht sehr optimistisch. Auch habe ich gelesen das eine Umstellung von original zu generika/biosemilars ärztlich engmaschig überwacht werden soll. Hat mein Arzt auch nichts von gesagt.

Was mich aber etwas beruhigt war, das man wieder problemlos

auf Humira zurückgehen kann, wenn es denn jemand verschreibt...  Ich bin seit 15 Jahren ambulant in der Uniklinik, weil es eben aus Kostengründen sonst niemand verschreibt. Ist schon echt traurig dieser Sparwahn.

Hab jetzt echt Angst das das neue nicht so gut oder gar nicht wirkt und der ganze Wahnsinn wieder von vorne losgeht. Das war mit Humira endlich vorbei.

vor 16 Stunden schrieb sia:

Wenn du zu Panikattacken neigst, ist das die wahrscheinlichere Variante.

normalerweise nicht. Aber bei einer Mediumstellung traue ich meiner Angst alles zu. Das ist ein ganz heikles Thema für mich, seit dem ich solche Medikamente nehmen MUSS. Das weiß mein Arzt auch.

vor 16 Stunden schrieb sia:

Der Alkoholtupfer wird noch dazu meistens falsch eingesetzt. Tupfer raus, wisch, spritz... richtig wäre - Sprühdesinfektion, warten bis trocken ohne reiben oder anfingern  und dann spritz. Eine Desinfektion braucht nämlich auch Zeit um zu wirken.

Das hab ich jetzt 12 Jahre falsch gemacht😂 Hammer😆

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au, weia ihr lieben -

Spritzen kann ich nicht, da wird mir schlecht wenn ich das selbst machen sollte - ansonsten beim Arzt kein Problem -

nach einigen OP's musste ich Thrombosespritzen selbst zu Hause setzen und ich sass davor wie ein Kaninchen vor einer Schlange - echt, mir ist fast schlecht geworden -

zum Glück ist das alles einige Jahre her und es gibt ja die Pens für Humira - das ist für mich überhaupt kein Problem -

zur Desinfektion habe ich immer eine 250 ml Sprühflasche Softasept N zu Hause - mir hat es schon seit Jahren bei der kleinsten Entzündung sehr geholfen -

die kleinen eingeschweissten Plättchen zur Desinfektion bei meinen Humira-Pens gebe ich meiner Freundin, denn bei MTX sind sie auch nicht in der Packung -

nette Grüsse sendet - Bibi -

 

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