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Psoriasis Spondylarthritis?


IrisG
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Hallo zusammen,

mein Name ist Iris, bin 40 und ich weiß nicht mal ob ich richtig bin hier bei euch, denn ich hab noch keine Diagnose. Vielleicht könnt ihr mir aber helfen.

Der Reihe nach:

Seit ca.1985 habe ich Psoriasis im Bereich des Schienbeins, eine leichte Form.

Ab und an mal mit Psorcutan oder Diprosalic schmieren und passt.

2006 bekam ich dumpfe Schmerzen in den Beinen, die langsam schlimmer wurden, sodass ich im Herbst 2007 einem Rheumatologen vorstellte. Dieser sprach mich gleich auf meinen deformierten Fingernagel an (lt. Dermatologen Nagelpilz aber medikamentöse Pilzbehandlung blieb erfolglos), vermutete Nagel-Psoriasis und demzufolge könnten die Beinschmerzen auch mit der Pso im Zusammenhang stehen. Anhand der Blutprobe konnte er nichts nachweisen.

Also entließ er mich mit den Worten "möglicherweise Psoriasis Arthritis, schwer nachzuweisen aber da kann man leider ohnehin nicht viel machen.":wütend-alt:

Ich hab mir erstmal damit zufrieden gegeben (I-Net hatte ich dummerweise damals noch nicht und musste daher glauben, was ein unfähiger Arzt mir erzählt!).

Da aber die Beinschmerzen immer schlimmer wurden, suchte ich heuer im Frühling einen Sportarzt auf, der endlich mal Röntgen und in weiterer Folge CT verordnete.

Diagnose: 1 Bandscheibenvorfall, 3 Bandscheiben-Vorwölbungen, Wirbelsäulenarthrose, hochgradige Osteochondrosen, kyphotische Knickbildung usw.

Also zum Neurochirurgen.

Dieser Arzt ging auf die Bandscheibenschäden nicht sonderlich ein, vielmehr beunruhigen ihn die unklaren Wirbelsäulenschäden auf dem CT-Bild, darum will er mich stationär aufnehmen, Termin im KH hab ich für September.

Inzwischen sind die Rückenschmerzen schlimmer als die Beinschmerzen, ich bekomme seit März starke Schmerzmittel. Morgens und vormittags ist es am schlimmsten, bis ca. 14 Uhr bin ich recht unbeweglich.

Was mich besonders belastet ist aber die ständige Erschöpfung und Kraftlosigkeit.

Am besten gehts mir noch nachmittags und abends.

Hab auch jetzt einen leichten Schub an der Haut und seit den letzten Wochen sind 4 Fingernägel betroffen. Daher meine Vermutung und die des Hausarztes PSA an der Wirbelsäule (Hände und Füße sind nicht betroffen).

Blutabnahme beim Hausarzt vor einigen Tagen brachte wieder kein Ergebnis, lediglich Harnäure leicht erhöht, aber kein Handlungsbedarf. :confused:

Jetzt verwirrt mich aber, dass hier immer wieder geschrieben wird, ein negativer Blutbefund sei nicht aussagekräfig.:altes-grübeln

Was meint ihr dazu?

Falls ich euch gelangweilt habe entschuldigt bitte, ansonsten wär ich über eure Meinungen und Tipps sehr dankbar.

Liebe Grüße

Iris

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Hallo Iris,

zuerst mal Herzlich Willkommen in unserem Klasse-Forum. Hier bist Du genau richtig und wirst bestimmt bald hier nette Leute finden die Dir gerne helfen werden. Hast ja echt schon ne Menge durchgemacht mit Deiner Erkrankung. Ich selber habe auch PsA und habe auch lange Zeit sehr gelitten, bis ich dann endlich den richtigen Arzt kennen lernte. Es war ein internistischer Rheumatologe; eigentlich der einzig richtige Arzt für unsere Erkrankung. Er hat mich sehr gut untersucht; fast zwei Stunden und außerdem noch ein Skelettszintigramm gemacht, und hauptsächlich damit meine PsA nachgewiesen. Bekomme von ihm sehr gute Medis verschrieben, und ich fühle mich seitdem viel besser.

Wünsche Dir hier im Forum alles Gute und dass Du bald wieder Schmerzfrei bist!!!

Lieben Gruß manni

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Hallo Iris,;)

möchte dich hier auch erst einmal herzlich willkommen heißen.

Hier wird sicher niemand gelangweilt sein, wenn jemand Hilfe sucht und Fragen stellt. Dafür ist das Forum ja da und du wirst mit Sicherheit noch einige Antworten bekommen, die dir weiterhelfen werden.

Bin selbst von PSA betroffen,( bisher glücklicherweise ohne Wirbelsäulenbetroffenheit), wobei die PSA allerdings auch sehr spät erkannt wurde, als schon bleibende Schäden vorhanden waren.

Ich würde dir auch empfehlen, einen internistischen Rheumatologen aufzusuchen und evtl. eine Skelettszintigrafie machen lassen.

Dabei werden die Entzündungsherde auch sichtbar dargestellt.

Die lassen sich bei einem Blutbild leider nicht immer nachweisen.

Falls du Fragen hast, immer raus damit!

Lieben Gruß, Martina:)

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Hallo Manni,

Hallo Martina,

danke für eure Willkommensgrüße!

Verstehe ich das richtig und auch bei euch war das Blutbild nicht hilfreich bei der Diagnosestellung?

Meiner Meinung nach verlassen sich die Ärzte zu sehr aufs Blutbild.

Ich nehme ja an dass im September, wenn ich auf der Neurochirugie durchgecheckt werde, auch eine Szintigrafie gemacht wird, wenn die es für notwendig erachten.

Meine Sorge ist nur, falls ich PSA-betroffen bin, vergehen ja wieder drei Monate in denen nichts geschieht.

Sollte ich vielleicht in der Zwischenzeit einen Rheumatologen konsultieren?

Vermutlich krieg ich aber dort ohnehin auch erst in einigen Wochen einen Termin ...

LG

Iris

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Hallo Iris,

auch von mir herzlich willkommen.

Auch ich habe PSA und auch bei mir wurde es sehr spät diagnostiziert.

Und das ist richtig, das Blut sagt meistens nichts über die PSA aus.

Ich denke auch, dass du im September sicherlich richtig durchgecheckt wirst. Und vermutlich bekommst du vorher auch keinen Termin mehr bei einem internistischen Rheumatologen.

Das ist immer sehr bedauerlich, denn es kann, muss aber nicht nachteilig sein bei PSA wenn man zu spät mit einer entsprechenden (Basis)Therapie beginnt.

Aber vielleicht kannst du deinen Hautarzt darauf ansprechen und er macht für dich einen dringlichen Termin beim Rheumadoc.

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Hallo Iris,

mach doch einfach jetzt schon einen Termin beim internistischen Rheumatologen. Wenn es solange dauert, bis du einen Termin bekommst, verlierst du dann weniger Zeit.

Lieben Gruß, Martina

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Verstehe ich das richtig und auch bei euch war das Blutbild nicht hilfreich bei der Diagnosestellung?

Genauso ist es. Eine der Bedingungen für die Diagnose von PsA: Negative Rheumafaktoren im Blut.

Eventuell kann man nach Jahren Knochenanbauten an WS oder Händen und Füßen feststellen. Bei der frühen Knochenszinti wird meist bis auf einige kleine Stellen, wo das Material besser angenommen wird (was auf Entzündungen hinweisen kann) nichts festgestellt.

Deine Osteochondrosen sind Randanbauten an der WS, Neubildung von Knochen. Also deutet es auch auf PsA.

Hast Du Morgensteifigkeit, Anlaufschwierigkeiten nach längerem Sitzen, Ruheschmerz?

Auch das gehört dazu. Und helfen Dir NSAR ? Bin auf Deine Antwort gespannt.

LG

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Dankeschön für eure Antworten, Leute ihr seid echt klasse hier!

@ baerbel: ich denke inzwischen auch dass ich im KH gut betreut werde - hab da dann alles unter einem Dach, Wirbelsäulen-Spezialist, int. Rheumatologe, Dermatologe. Die werden hoffentlich zusammenarbeiten.

Zu meinem Hautarzt will ich vorerst nicht mehr, der hält meine Nagelpso bestimmt noch immer für nen Pilz :überlegen:

@ Martina: der Arzt, der mir im Herbst 2007 (!) erklärte gegen PSA kann man ohnehin nichts machen IST ein Internist - Rheumatologe.:nanu

@ Perose: das mit den Osteochondrosen seh ich genauso wie du, aber ich bin ja Laie ...

Und JA ich habe Morgensteifigkeit und Anlaufschwierigkeiten nach längerem Sitzen; Ruheschmerz dagegen eher nicht (ich mein damit es ist nicht so dass ich nachts vor lauter Schmerzen keinen Schlaf finde, weh tuts erst morgens)

NSAR hab ich noch nicht bekommen, hab ja noch keine Diagnose ...

@ Axel: danke für den Link, der Artikel ist sehr aufschlussreich.

Obwohl es bei mir andersrum ist: der Kreuzschmerz treibt mich nicht aus dem Bett, ich kann WEGEN dem Kreuzschmerz oft NICHT raus.

Liebe Grüße an euch

Iris

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Hallo Iris,

ja leider ist es oft ein sehr langer Weg bis man einen Arzt findet, der einen ernst nimmt und sich nicht allein nur auf bildgebende und blutspezifische Befunde verlässt. Ich war bei 3 internistischen Rheumatologen, also nicht nur die Qualifikation ist ausschlaggebend, sondern auch der Wille wirklich die Ursache für die Beschwerden finden zu wollen.

Ich habe keine Schuppenflechte um so überraschter war ich, als ich gesagt bekam, dass ich eine Psoriasis Spondarthritis hätte. Inzwischen hat sich aber rausgestellt, dass es in meiner Familie wohl Schuppenflechte gab. Doch darauf muß man erst kommen. Leider waren auch bei mir alle Blutwerte immer unauffällig (BSG immer leicht erhöht, aber das interessierte letztendlich keinen).

Inzwischen spritze ich MTX und hoffe jetzt endlich, dass mein Zustand irgendwann wieder besser wird. Meine Beinschmerzen machen mir gerade die Nacht zum Apltraum, selbst mit Diclo ist da kein Zustand erreichbar, der mich schlafen lässt. Ich bin kraftlos und übermüdet wie Du es auch schreibst. Der Leidensdruck ist enorm und deswegen netterweise habe ich einen Arzt gefunden, der das erkannt hat und trotzdem, dass ein 'Verdacht auf' vor der PSA steht eine Therapie gestartet hat. Danke!! Letztendlich ist es doch viel wichtiger, dass man eine geeignete Therapie bekommt und nicht unbedingt, ob die Art des Rheumas 100%ig geklärt ist. Zumindest war mir die Hilfe und eine Therapie jetzt wichtiger.

Es ist ein langer Weg und wichtig ist einfach nicht aufzugeben. Mein Hausarzt war schon fast genervt als ich ihn wieder um eine Überweisung für die Rheumaambulanz bat, nach dem Motto. Ich soll mich endlich mit meinem schwachen Bindegewebe und einer Fibromyalgie (die ich noch nie hatte) abfinden.

Halte durch bei der Suche nach einem geeigneten Arzt für Dich!!

Liebe Grüße,

Petra

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@Petra

mit welcher Diagnostik hat denn der Rheumatologe Nr3. die Spondylarthritis festgestellt. Ich Frage, weil ich am Mittwoch einen Termin bei Rheumatologe Nr2. habe mit ähnlichem Leiden.

Vielleicht kann ich ja da schon mal in die richtige Richtung lenken und mir Nr3 sparen:).

lg

Axel

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Hallo Axel,

einzig und allein aufgrund meiner Beschreibung der Schmerzen. ISG Schmerzen rechts sowie rechte Aussenseite, Missempfindungen im rechten Fußzeh sowie am Unterschenkel. Vorfall u.a. war aufgrund von MRT ausgeschlossen. Diagnose zuvor lautete immer myofasziales Schmerzsyndrom zuletzt Piriformissyndrom, was der Rheumatologe aber alles nur als sekudär betrachtete. Letztendlich war es das ganze Bild wie asymetrische Gelenkentzündungen, starke aber kurze Anlaufschmerzen, Sehenansatzschmerzen, Handgelenksentzündung rechts, Knieschwellungen in den vergangenen Jahren ohne Befund und zuletzt wahrscheinlich auch, dass bisher jegliche Therapie versagt hat. Das ganze stimmte mit dem Bild der Psoriasis Arhtritis überein zusätzlich für ihn mit Wirbelsäulenbeteiligung (obwohl MRT nur degenerative ISG Veränderungen rechts zeigt, keine akute Entzündung).

Also zusammenfassend wurde der Befund Verdacht auf PSA in der Rheumaambulanz einzig und allein aufgrund meiner Beschreibung der Beschwerden erstellt.

Auch die Frage, wie ich auf Diclo oder Naproxen reagiere, wie ich auf den Cortisionversuch über 3 Monate reagiert habe (periphere Gelenkschmerzen waren weg, aber nicht die ISG Schmerzen rechts, was wohl bei entzündlichen rehuamtischen Rückenschmerzen typisch ist) wurde erfragt.

Dann bekam ich mit auf den Heimweg zu klären, ob es in der Familie Schuppenflechte gibt. Da mein Vater oder seine Mutter zur Zeiten des 2.Weltkrieges Schuppenflechte wohl hatten ist es wohl heute nicht glaubwürdig genug, ob dem wirklich so war. Ich kann aber mit dem 'Verdacht auf' leben, aber nicht mit den Schmerzen.

Ich hoffe, ich konnte Dir Deine Frage beantworten.

Wünsche Dir viel Erfolg!!

Liebe Grüße,

Petra

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Danke Petra für deine aufmunternden Worte und die beiden ausführlichen Berichte!

Verstehe ich dich richtig und dir gehts trotz MTX nicht wesentlich besser?

Axel, welche Beschwerden hast du?

@ all: darf ich fragen wie ihr im Alltag so klarkommt?

Bei mir ist es nämlich so, dass ich eigentlich jetzt nach dem Mutterschafts"urlaub" einen Job suchen wollte, wieder mehr unter Leute kommen usw.

Aber ehrlich gesagt bin ich zur Zeit so erschöpft, dass ich froh sein muss wenn ich meinen Haushalt halbwegs schaffe. :wein

Liebe Grüße

Iris

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Hi Iris,

bei mir ist es so wie in dem Dokument beschrieben, was ich angehängt hatte.

Zur Zeit habe ich einen heftigen Schub. Betroffen sind bei mir die Wirbelsäule,die Schultern, die Kreuzbeingelenke, der Kiefer, die Hände,Handgelenke, die Ellenbogen,die Knie und die Füße

Das Schlimmste sind die HÄnde da ich den ganzen Tag vor dem Rechner sitzte, kann ich am Mittag meistens die Maus nicht mehr schieben. Fühlt sich an wie lauter Sehnenscheidenentzündungen und ich würde die Arme am Liebsten in der Schlinge tragen. An den Füßen sind es die Archillesferse, ich humpel immer erst wenn ich aufstehe.

Dazu noch heftige Rückenschmerzen die mich nachts immer wieder aus dem Tiefschlaf holen. Dann mache ich ein paar Rückenübungen dann geht es wieder ein paar Stunden. Morgens dann alles steif ich kann nicht mal ne Tasse halten oder eine Jalousie hochziehen.

Rheumatologe Nr1 hat sich völlig auf Blut und Rhöntgenbilder versteift, da war aber nichts zu sehen.

Er hatte von Sehnenschmerzen usw. nie was gehört.

Eigentlich wollte ich jetzt nach BadBentheim in die Ambulanz aber das geht nur mit einer Überweisung von einem Rheumatologen. Mal sehen was Mittwoch so passiert. Ich habe die Befürchtung, das wird wieder nichts, aber ich werde dranbleiben;)

lg

Axel

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Hallo Iris,

MTX spritze ich heute erst zum zweiten Mal. Ich hoffe, dass es bald wirkt, aber vor 4-8 Wochen (manchmal länger) darf man wohl keine Wikrung erwarten.

Wie komme ich damit klar? Zum Schluß gar nicht mehr gut. Die ersten zwei Jahr habe ich immer versucht mich nicht klein kriegen zu lassen. Ich hatte immer einen netten Schmerztherapeuth, dem sein Ziel war mich mediamentös so einzustellen, dass ich so wenig wie möglich Einschränkungen haben sollte. Schließlich gab es keine negativen Befunde und auch mein Hobby 'Laufen' sollte ich nicht aufgeben müssen. Insofern habe ich immer versucht alles (meine Kinder, meinen Haushalt, mein Hobby) so zubetreiben, dass alles irgendwie lief. Ich hatte dann noch angefangen zu studieren, auch das sollte irgendwie gehen, aber die immer wiederkehrenden Schmerzschübe haben mir von mal zu mal ein Stück Kraft und zu letzt auch Lebensqualität genommen. Inzwischen laufe ich fast gar nicht mehr, das Studium habe ich pausiert und einzig und allein versuch ich mich um meine Familie zu kümmern. Doch da ich selten mehr als 4 Stunden schlafen ist auch das oft schwierig bzw. ich schlecht drauf.

Letztendlich konnte man mir wohl ansehen, dass nach all den fehlgeschlagenen Therapieversuchen (Triggerpunktbehandlung, Osteopathie, Akupunktur, KG, Tens) JETZT was passieren muß auch ohne eindeutige Diagnose. Ich komme weiterhin nicht gut damit klar und baue jetzt auf das MTX (ich möchte gar nicht darüber nachdenken, was ist, wenn auch das nicht hilft).

Aber noch bin ich nicht am Ziel!

Liebe Grüße,

Petra

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Hallo Axel,

mich konnte auch mein Hausarzt in die Rheumaambulanz überweisen. Das Problem ist, dass wenn Du schon mal bei einem Rheumatolgen warst sie das nicht gerne sehen, wenn Du zu einem anderen gehst (das gibt es nur bei den Rheumatologen, was ein Schwachsinn). ABER wenn Dein Hausarzt Dir eine Überweisung mit dem Vermerk 'Behandlung nach §116b' sowie 'einer' rheumatologischen Diagnose ausstellt, kannst Du auch dann in die Ambulanz. Ich hatte damals in der Ambulanz angerufen. Erst kam dann auch 'aber nur wenn sie eine Überweisung vom Rheumatologen haben' (welcher Rt stellt eine Überweisung in die Rheumaambulanz aus, da sie doch alle meinen selber alles zu wissen), dann meinte ich, dass ich aber nicht mehr dahin möchte und auch keinen Grund hätte, da rückten sie dann mit dem §116 raus. ein Gespräch mit meinem Hausarzt und ich hatte die Überweisung. Vielleicht ist das allgemeingültig und ein Tip?

Liebe Grüße,

Petra

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Hallo Petra,

es ist wirklich ein langer Leidensweg und man ist oft mit seinen Nerven am Ende. Bei mir hat es vor fast 30 Jahren begonnen und ich hatte an den Armen und Füßen immer häufiger auftretende Sehnenscheidentzündungen. Später kamen Kreuzschmerzen und Entzündungen an den Iliosakralgelenken dazu.

Die Blutwerte waren immer in Ordung und nur der Harnsäuerewert war erhöht.

Mit der Haut hatte ich damals überhaupt keine Probleme. Dann bekam ich vor 20 Jahren einen angeblichen Nagelpilz am rechten Fuß und später war auch die Fußsohle betroffen. Die Hautärztin hat mich 15 Jahre auf Fußpilz behandelt und es tratt keine Besserung ein. Der Rheumatologe hat auf Grund der Blutwerte mich nie ernst genommen und ich durfte immer wieder gehen. Vor 7 Jahren bekam ich starke Schulterschmerzen und es wurde ein MRT gemacht. Dabei wurden Entzündungen an den Sehnen und Arthrose am ACC Gelenk festgestellt. Der Blutwert war aber immer wieder in Ordnung. Vor 4 Jahren wechselte ich den Hautarzt und ging zu einer anderen Dermatologin, diese sagte auf Anhieb "Verdacht auf Psoriasis Arthritis" . Erst nach vielen Jahren zeigte sich bei mir die Schuppenflechte. Ich kann nur jeden Menschen raten nicht aufzugeben und nicht zu verzweifeln, denn der Leidensweg eines PSA Erkrankten kann so unendlich lang sein. Ich bin überglücklich das ich hier auf diesen Forum gelandet bin und so viele Menschen getroffen habe die ähnliches wie ich durch gemacht haben. Mir kommen hier manchmal die Tränen, wenn ich die Leidenswege vieler Betroffenen lesen. Psoriasis Arthritis müßte viel mehr bekannt gemacht werden, denn es ist eine Erkrankung mit einer schwierigen Diagnose. Auch gibt es leider zu wenig Selbsthilfegruppen.

Es gibt jetzt noch so viele Ärzte die sich nur auf die Blutwerte beziehen und über PSA nur geringe Kenntnisse haben.

Liebe Grüße

Bernhard

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Hallo Iris, hier nochmal zur Bestätigung: Wenn Du einen guten Rheumatologen hast, dann wird er auf Grund Deiner Schmerzsymptomatik und Deiner Beschreibung die Diagnose treffen können. So war es auch bei mir.

Rheumadoc Nr. 1 und 2 waren nur auf MRT,CT und BE gepolt. Nr. 3 hat mich erzählen lassen, am meisten amüsierte ihn, dass wir alle 2 Jahre neue Matratzen gekauft haben und letztendlich beim Wasserbett gelandet sind, mit mehr oder weniger Erfolg (beim letzteren mehr).

Und zu Deiner Beruhigung, ich spritze ja seit August letzten Jahres MTX und es geht mir gut. Ich habe zwar den Eindruck, dass die Wirkung nachläßt bzw. der Körper sich daran gewöhnt, aber da gibt es sicherlich demnächst eine Anpasssung. Die Wirkung setzte so nach 4-6 Wochen ein. Dazwischen bekam ich leider keine Medikamente, mußte den Schmerz also "aushalten". Hinterher fragte der Arzt, welche NSAR ich verschrieben bekommen habe. Er habe meinen HA darauf hingewiesen, dass ich Arcoxia nehmen soll. So habe ich also mit 4-monatiger Verspätung zusätzlich mit Arcoxia angefangen. Es wurde noch besser, nur die Sprunggelenke machen was sie wollen, Morgensteifígkeit, Anlaufschmerz, Ruheschmerz, da ist alles dabei.

Kortison habe ich selbst ausgeschlichen, da diese geringe Dauerdosis nichts brachte.

Ich wünsche Dir eine schnelle Diagnose.

LG

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@Petra

Vielen Dank für den Tipp mit dem $116, aber erst mal sehen was morgen geht.

Wichtig ist, das der RT zuhören kann das hast du schon super richtig bemerkt :o

lg

Axel

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Hallo ihr da draußen,

vielen Dank für eure Beiträge/Erfahrungen - seeeehr interessant!

@Axel: bei dir ist ja so gut wie der ganze Körper betroffen, das tut mir echt leid!

Für morgen sind die Daumen jedenfalls gedrückt, ich hoffe du willst uns dann erzählen was beim Arzt war, bin gespannt!

@Petra: das mit dem Laufen interessiert mich jetzt auch, ich hab vor ca. 2 Monaten angefangen damit und wider Erwarten macht es mir richtig Spass.

Meine Ärzte sind bisher nicht dagegen, ich soll halt vorsichtig machen.

Hab mir grad Laufschuhe mit sehr guter Dämpfung gekauft.

Ich lauf immer erst spät abends, tagsüber bin ich zu steif und zu müde dazu. Je später es wird umso besser fühl ich mich, bin eine Nachteule.

Meine Sorge ist jetzt, dass die Ärzte im September mir dann abraten ...

Dir wünsch ich auf jeden Fall, dass die Medikamente dir so helfen, dass du dein Studium wieder aufnehmen kannst, wär doch schade (aber stressig neben der Familie uns so, oder?)!

@Bernhard: auch bei mir sind die Blutwerte in Ordnung nur der Harnsäurwert leicht erhöht :confused:

Du hast recht, PSA ist viel zu wenig bekannt. Aber ich versteh einfach nicht, warum nicht zumindest die Ärzte Bescheid wissen!?

@Perose: du wirst lachen, ich hab mich auch schon über neue Matratzten informiert, obwohl wir an sich gute haben.

Ich wünsch euch eine angenehme Nacht,

liebe Grüße

Iris

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Hallo Iris, kauf besser keine, denn es wird nicht besser. Im Gegenteil, die ersten 14 Tage sind immer ganz schlimm - ich hatte noch mehr schlaflose Nächte.

Obwohl die Schmerzen geringer geworden sind, richtig schlafen kann ich immer noch nicht. Der Körper hat sich wohl jahrzehnte lang dran gewöhnt, wenig Schlaf zu bekommen.

@a-poempi ; @AxelHo ; Bernie51

Hallo Petra und Iris, hallo Axel und Bernhard, es ist immer wieder komisch, wenn man seine "Geschichte" bei anderen liest. Zum Glück wurde ich nicht in die Psychoecke gestellt (was bei vielen Pat. passiert, die unter PsA leiden). Aber wie bei Petra (a-poempi) wurde bei mir alles versucht, manualtherapeutisch wie z.B. Osteopathie, Triggerpunkte, Funktionssport, in die Nervenenden der LWS Schmerzmitteln gespritzt und letztendlich die Nerven mit Laser zerschossen. Geholfen hat alles nur kurzfristig und weil ich damals schon Arcoxia 120 nahm. Nach dem Absetzten des Medis war alles so wie vorher.

Richtig gut geht es mir erst, seit MTX wirkt. Ich bin ein ungläubiger Mensch, aber hier bete ich darum, dass die Wirkung möglichst für immer anhält.

Nur die Sehnenansätze an den Füßen machen mir manchmal schwer zu schaffen. Eine hohe Dosis Kortison hilft wohl, aber wer will das schon? Habe 12 kg zugenommen (na ja, kann sein, dass die Schilddrüsen-OP auch was damit zu tun hat).

Die nächste Frage stelle ich im nächsten Beitrag, hier würde sie untergehen.

LG Petra

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Hier nun noch eine Frage an Euch alle: Habt Ihr auch Probleme beim tiefen Atmen oder beim Niesen? Mir ist manchmal, als wenn hinter dem Brustbein eine Sehne zerreisst.

Und zwischen den Rippen tut es mir weh, wenn man dran kommt.

Mein Doc meinte, es ist normal bei PsA, könne aber auch noch eine Fibro sein.

Mein HA sagt, Fibro gibt es nicht, na ja, der muss es ja wissen.

Axel, Deine Probleme bei der PC-Arbeit kann ich nachvollziehen. hatte ich auch. Es wird besser, doch die Kraftlosigkeit bleibt (mir fallen oft Dinge aus den Fingern, z.B. Aktenordner).

LG Petra

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Und hier noch einen Beitrag zum Thema "Was wissen Rheumatologen über Sehnenansatzentzündungen"

Patientin kommt in Sprechstunde, kann den rechten Arm nicht mehr bewegen, hat wahnsinnige Schmerzen.

Rheumadoc Nr. 2 sagt: Nun bewegen Sie doch mal endlich Ihren Arm, so kann man ja nichts sehen.

Patientin: Geht nicht, ich habe starke Schmerzen.

Rheumadoc: Das gibt es doch gar nicht.....

Geht zur Patientin, nimmt den rechten Arm in die Hand und läßt ihn kreisen wie eine Windmühle, ca. 4-5 Umrundungen.

Patientin wird fast ohnmächtig und tritt dem Doc vor`s Schienenbein (hätte ich gern, allein mir fehlte die Kraft).

Diagnose: Da ist nichts, die Schulter ist ja nicht mal überwärmt. Wahrscheinlich nur verlegen.

Schickt Pat. nach Hause, wohlgemerkt 25 km als Alleinfahrer im Auto. Die Pat. hat alles mit links gemacht, lenken, schalten und vor den Kopf klopfen.

Fährt zum Manualtherapeuten, was auf dem Weg liegt, der ihr sofort eine Spritze gibt. Und sagt über den Rheumatologen " Der hat wohl einen Knall", was aber nicht als Frage gemeint war.

Dieser MT war der einzige (schon von Anfang der Schmerzen an, das war1992), der meinte, es wäre Bechterew oder PsA.

Bei dem Rheumadoc blieb ich dann noch 8 Monate, zum Glück fand ich dann Rheumadoc Nr. 3, weil der Leidensdruck so groß war, dass ich schon an das Ende dachte. Diesem Doc verdanke ich mein neues Leben. Und vielleicht finde ich doch noch zu meiner alten Form zurück (70 kg bei 1,80 m), wenn das Problem Achillessehnenansatzentzündung weg ist.

So, nun muss ich arbeiten.

Liebe Grüße

Perose - Petra

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hallo,bin neu hier im forum und froh euch gefunden zu haben:)!

ich sitze hier vor dem rechner und mir laufen nur noch die tränen runter!!:o

in fast jedem bericht finde ich mich wieder!!

habe seit 16 jahren Psoriasis,haubtsächlich am kopf und am po und seit 6-7 jahren immer wieder kommende schmerzen in den knien,händen ,hüfte,kreuzbein und im nacken!

habe lange selber schon geglaubt ich hab einfach einen knall und bilde mir das alles nur ein!!:wein

diese fürchterlichen schmerzen:schweigen

ich weiß nicht wieviele ärzte ich durch habe!!i

ch hab aufgehöhrt zu zählen:confused:

bin durch das i-net selber drauf geckommen was es "vieleicht" sein könnte!!

ist ja schon der knaller das die patienten dem arzt sagen müßen"das fehlt mir"

hab jetzt nen termien für ne reha und bete nur das die entlich was haben was mir hilft!!

ich kann nur zu gut verstehen wir sich hier die meisten gefühlt haben bei der rennerrei von einem doc zum nächsten

und überall wird man blöd angeguckt und mit dem kommentar"da ist nix" wieder weg geschickt!!

ich werd jetzt hier öfer mal reinsehen und vieleicht kann ich ja auch von euren erfahrungen die ihr(leider)machen mußtet ein bischen profitiren!!

viel beitragen kann ich ja leider noch nicht:ähäm

v.l.g eine tief bewegte und einfach entsetzet melisse

Edited by melisse
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Hallo Petra (Perose),

wenn man hier so manches liest, dann wühlt das einen ganz schön auf und erinnert so an das ein oder andere, was man schon alles durchmachen mußte. Auch diese / Deine Geschichte kommt mir bekannt vor. Eigentlich bin ich damals nur zum Orthopäden, weil mein Mann in einen Sitzstreik gefallen ist und meinte er geht erst arbeiten, wenn ich beim Arzt war. Ich konnte meine rechte Hand vor Schmerzen nicht mehr bewegen. Selbst der Luftwiderstand war zuviel, ich konnte meine Hand nicht mehr hoch und runter bewegen, durfte nicht gegen den Daumen stoßen. Ich wollte aber nicht zum Arzt, weil ich wußte, dass ich wieder ohne Diagnose nachhause gehen werden (wie immer). Im Gegensatz zu Dir nahm er meine Schmerzen an und war netterweise sehr vorsichtig, aber als Röntigen etc nichts ergab, wurde ich schnell wieder verabschiedet. Man muß sich schon eine ganze Menge gefallen lassen und ein dickes Fell haben!!!!

Liebe Grüße,

Petra

(p.s. ich habe keine Probleme beim Atmen, manchmal Herzschmerzen, doch bei dem wenigen Schlaf den ich Nachts habe, denke ich da eher an Streßsymptome)

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