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Hallo @ all,

habe Dithranolum 0,1g - direkt von der Apotheke zusammengerührt mit Salicylsäure 0,5g und als Salbengrundlage 99,4g Vaselinum flavum von meiner Hautärztin bekommen.

Soll ich 1x tgl. auftragen - beginnend mit 5 Minuten Einwirkzeit --> dann täglich steigern um 5 Minuten bis maximal 30 Minuten (falls keine zu starken Anzeichen von Hautreizungen).

Soweit so gut.

Habe mich bzgl. Dithranol auch schon ausgiebig im Forum, in wissenschaftlichen Artikeln bei Springer Medizin belesen und informiert.

Ein paar Fragen sind geblieben und ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt:

1. habe gelesen, dass Dithranol nicht bei pustulöser Psoriasis angewendet werden soll

laut meiner Hautärztin habe ich Plaque-Psoriasis - kann man diese beiden Formen (pustulöse/

Plaque) gut und sicher voneinander unterscheiden?

Vorab kurz zu meiner bisherigen Psoriasis-Entwicklung:

- rote und scharf begrenzte, erhabene Hautveränderungen, die mit silbrig-weißen Schuppen

bedeckt sind

- Beginn auf Kopfhaut (wenn viel Schuppenflechte auf Kopf -> weniger am Körper

wenn weniger Schuppenflechte auf Kopf à mehr am Körper)

2008: Dexa-Loscon-mono – gegen Ekzem auf Kopf - wird damals schon Schuppenflechte

gewesen sein - aber nicht als diese erkannt - ist auf dem Kopf wohl auch sehr schwierig

- nach Salben/ Creme-Anwendungen – teilweise verschwinden -> an neuen Stellen

auftauchen

- Schuppen lassen sich nur schwer ablösen.

- Areale großflächig/ manchmal aber nur linsengroß

April 2010 Diagnose Psoriasis wurde gesichert

- mit ECURAL Fettcreme behandelt --> anfangs geholfen --> danach Verschlechterung

- dann Versuch mit Daivobet (cortisonhaltig: Freitag - Sonntag) und Daivonex (Vitamin D3-haltig:

Montag - Donnerstag) --> ebenfalls anfangs ganz super Erfolge zu verzeichnen

- danach extreme Verschlechterung - Versuch: 3 Wochen durchweg Daivobet - aber ohne Erfolg

- Juckreiz

- jetzt soll Versuch mit Dithranol starten:

Fortsetzung meiner Fragen:

2. wie oben beschrieben, habe ich mit cortisonhaltiger Salbe (Daivobet) geschmiert - das letzte Mal am Sonntag - kann ich gleich mit Dithranol beginnen - also gelten die 2 Wochen Abstand ausschließlich bei oraler Einnahme von Steroiden?

3. Weshalb kann es bei Behandlung mit Dithranol zu Verfärbungen der Haare kommen?

4. Womit schmiere ich am besten abends? Fettsalbe?

habe gelesen, dass Urea (Harnstoff) empfohlen wird - meine erste Hautärztin (habe

zwischendurch gewechselt) - riet von Harnstoff strikt ab - könnt ihr euch vorstellen weshalb?

5. es kann zur Braunfärbung der Haut kommen - o.k. direkt während/ nach der Anwendung zu

Hause kann ich alte Kleidung tragen - aber wie verfahre ich auf Arbeit/ unterwegs

--> da muss ich mich ordentlich kleiden können - ohne alles zu "versauen"

Die höchste Konzentration an Dithranol ist in der Hornschicht zu finden, wo 24 - 48 Std. lang

nachgewiesen werden kann - auch wenn Haut gewaschen worden ist ...

Bedeutet dies - dass während der gesamten Therapiedauer mit Dithranol Rückstände an die

Kleidung kommt ????

6. wie verhält es sich mit Bettbezug?

gehen die Rückstände durch den Bettbezug aufs Inlet durch? - so dass Federbett beschmutzt

wird?

7. Habt ihr auch erst an einer Stelle probiert, wie ihr den Wirkstoff vertragt - oder gleich alles

damit eingeschmiert - also natürlich nur die betroffenen Stellen?

8. Wird bei der Anwendung Wärme freigesetzt? Frage deshalb, weil ich zusätzlich Psoriasis-

Arthritis/ Spondylitis ankylosans habe und Wärme einen neuen Rheumaschub auslösen kann

Bitte entschuldigt - dass ich euch gleich so mit Fragen bombardiere - aber je tiefer man in die Materie eindringt und sich damit beschäftigt, um so mehr Fragen tauchen auf.

Ich danke euch schon mal im Voraus für eure Tipps und freue mich bei euch im Forum zu sein.

Liebe Grüße

Eure Chelestin

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Hallöchen,

wenn du wirklich dich hier schlau gemacht hättest, dann .....

Die Pustulosa erkennt selbst ein Laie. Wie der Name schon sagt: kleine "eitrige" Pusteln-Pickel.

Wobei der Inhalt der Pusteln kein Eiter und somit nicht infektiös ist.

Dann kurz zu der angegeben Mischung:

So knapp über'm Daumen kommen 100 Gramm gesamt heraus.

Somit wäre 1g der hundertste Teil

0,1 Gramm Cignolin erscheinen mir für eine Kurzzeittherapie viel zu gering.

Meines Wissens fängt man mit 1% an. Ich habe immer die "vollzeitzeitliche" Anwendung bevorzugt und die nicht nur auf den erkrankten Stellen.

Kleiner Tipp. Bevor du dein Hirn mit Matheaufgaben marterst, lasse dir die "gefährlichen" Mischungsanteile in % angeben. Dazu sollte auch die Salicylsäure zählen.

Hat den Vorteil, dass du die Dosierung unabhängig von der Packungsgröße-Menge beurteilen kannst.

Beispiel:

Therapiebeginn mit 0,1% Cignolin, wenn du willst über den gesamten Körper und einer Dauer von 24 Std. = leichte Rötung-Reizung

Bei 1% Cignolin und gleicher Anwendung brauchst du danach eine gute Hautklinik.

Bei der Vaseline habe ich die "gereinigte-weiße" Vaseline album bevorzugt. Ist irgendwie cremiger und nicht so fest-steif wie die gelbe.

Alles was mit dem Zeugs in Kontakt kommt, leidet unter einer Verfärbung.

Die Haut ist hierbei das kleinste Problem, die wird wieder. Was man von der Wäsche, Möbeln, Tapete, Kunststoffwannen usw. nicht immer sagen kann.

Also wie die Igel: ganz ganz ganz vorsichtig

Gruß

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Hallo Siegfried,

Du legst ja gleich ein sehr merkwürdiges Verhalten an den Tag ... kenne ich aus anderen Foren so nicht - wenn ordentliche Fragen gestellt werden - kann man auch erwarten ordentliche Antworten darauf zu erhalten.

Und stell Dir vor - es kann auch passieren, dass man vielleicht den ein oder anderen Artikel überlesen hat - gerade mit der Zuordnung zu verschiedenen Formen der Psoriasis.

Schließlich werden die wenigsten Hautarzt sein und sich zu 100% auskennen - gerade dafür sind die Foren gemacht - dass wir uns austauschen und voneinander lernen können - ohne oberlehrerhaft von oben herab angegangen zu werden.

Schade, dass all die anderen Fragen unbeantwortet blieben ;-(

Weshalb leiden auch die Möbel - gehen die Rückstände durch die Kleidung hindurch?

Mit besten Grüßen

Eure Chelestin - die auch auf Antworten anderer Forenmitglieder hofft und auf einen hilfreichen Gedankenaustausch hofft

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Hallöchen Chelestin

Mhhhhhh,

irgendwie hatte ich gar nicht vor, in son Vaselinetopf zu treten und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass du was in die falsche Röhre bekommen hast?

Ist es die "Matheaufgabe"?

Wenn ja, dann hast du mich wirklich falsch verstanden!

Erklärung:

Ich habe gute 35 Jahre jahrlich eine Cignolintherapie durchgezogen, also weiß ich, dass Ärzte/Apotheker auch nur Menschen sind. Derjenige der mischt, der hat es gerne ohne groß rechnen zu müssen. Also gibt der Doc die Masse in Gramm vor. Ein Anwender-Patient ist hierzu aus vielerlei Gründen nicht immer in der Lage. Kenne Zeiten, da war ich durch Medis so zugedröhnt, da hätte ich die Aufgabe 2*2 nicht lösen können. Deshalb ist es wichtig zu wissen, in welcher Konzentration man sich das Zeug auf die Haut schmiert und nicht die Grammzahl, die irgendwo notiert ist.

Deshalb der (lieb gemeinte) Hinweis mit den Prozenten beim Cignolin und bei der S-Säure. Ist einfacher zu merken und unabhängig von der Packungsgröße.

Noch ne Kleinigkeit zu deinem Vorwurf "was ich mir vorstellen kann"

Du bist hier im Dithranol/Cignolinbereich und hier gibt es Beiträge zur Genüge.

Ich könnte mir vorstellen, dass zumindest 99% deiner Fragen hier schon beantwortet wurden.

Bitte mute uns nicht zu, alles erneut formulieren zu müssen.

Ganz ganz vorsichtige LG ;)

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Hallo Siegfried,

die Matheaufgabe ist echt nicht das Problem - auch wenn ich eine Frau bin ;-)

Sicherlich ist deine Erklärung/ Hinweis hierzu gut gemeint - danke.

Dass war mir auch weniger sauer aufgestoßen - eher die Bemerkung, "... wenn du dich wirklich hier schlau gemacht hättest."

Genauso meine noch offenen Fragen - klar gibt es einige Hinweise zur Anwendung im heimischen Bereich und worauf zu achten ist - aber just die Fragen, die ich stellte, sind noch nicht beantwortet worden.

Gruß Chelestin

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Ich würde als berufstätiger eher zur Minuten-Therapie raten. Auch ist die Behandlung mit Salicylsäure heute nicht mehr unumstritten, vor allen Dingen über einen längeren Zeitraum.

Dithranol/Cignolin macht Verfärbungen an Kleidung, Bademäntel+Handtücher und sind nicht mehr zu entfernen. Bei hellen Haaren dürfte es ebenso sein. Evtl. würde sich für Dich eine systemische Behandlung anbieten wenn die topischen nicht mehr greifen, wäre auch für die Psa gut da es Kombipräp. gibt gerade bei den Biologics. Auch wäre eine Reha sicher ganz gut.

In einem gebe ich Siegfried recht, denn hier im Forum gibt es oft schon sehr viel Infos über Themen von Neuen, die man probemlos unter Suchbegriffen finden kann. Wir alten Hasen haben eben nicht immer Lust es immer wieder neu zu beantworten. Ist glaube ich verständlich!, oder? Die pustulöse Pso ist gut zu diagnostizieren und der Dermatologe hätte es sicher angegeben wenn es denn vorliegt. Die muss nämlich in schweren Fällen ganz anders behandelt werden.

Gruß anjalara

Edited by anjalara
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Hallo Anjalara,

ja - es handelt sich ja um die Minutentherapie - wie geschrieben beginnend mit 5 min.

Tritt die Verfärbung der Haare nur ein - wenn ich es auf der Kopfhaut anwenden würde?

Verfärbung der Kleidung - generell durchweg - während der gesamten Therapiedauer über die mehreren Wochen?

Und selbst durch Kleidung hindurch - Rückstände ????

Habe noch viele Nebenerkrankungen, so dass Biologicals und andere immunsuppressive Therapien nicht in Frage kommen.

Gruß Chelestin

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Verdammt, du bist ganz schön pen....., äh, ich meine hartnäckig. ;-)

ja - es handelt sich ja um die Minutentherapie - wie geschrieben beginnend mit 5 min.

Diese geringe Dosierung? Ist dein Hautdoc Cignolin erfahren?

Tritt die Verfärbung der Haare nur ein - wenn ich es auf der Kopfhaut anwenden würde?

Ich bin keine Frau und war deshalb noch nie blond ......., weiß ich nicht.

Aber selbst wenn wird Frau Wege wissen, wie sie diesen Schönheitsfehler retuschieren kann.

Verfärbung der Kleidung - generell durchweg

Schon geschrieben. Alles - generell - durchweg!

Immer bei direktem Kontakt mit Stoffen jeglicher Art. Hierzu würde z.B. auch der Brauseschlauch aus weißem Kunststoff gehören.

Allerdings je niedriger die Dosierung, je weniger die gelb-bräunliche Verfärbung.

Und selbst durch Kleidung hindurch - Rückstände ????

Wenn du die Mischung so dick aufträgst, dass sie durch die Kleidung kommt, ja.

Aber auch dann, wenn du dich gewaschen-gebadest hast. Irgendwie steckt es wohl immer noch in den Poren. Fällt besonders bei weißer Unterwäsche auf.

Im Gegensatz zu anjalara und einigen mehr, halte ich nichts von der Minutentherapie. Ich habe es einmal probiert und bin voll auf die Schnauze gefallen. Habe damit die Psoherde gezüchtet und nicht eliminiert.

Dann diese Bastelei, hinten bist du noch nicht behandelt und vorn musst du schon wieder abduschen.

Auch die gewünschte Reizung der Haut ...., ist auch ein Problem. Man weiß nicht wie man seine "verbrannte Pelle" schützen soll, ohne die Straßenkleidung mit Pflegemitteln zu versauen.

Minutentherapie wurde wohl erfunden, um deine Arbeitskraft zu gewährleisten und denkt nicht in erster Linie daran, was gut für dich ist!?

Da war noch die Frage mit der Erwärmung:

Also wenn das Fell mal so richtig "verbrannt" ist, hat man immer das Gefühl, man kocht. Ob die Körpertemp dann wirklich gestiegen ist, habe ich nie überprüft.

Die Frage nach der Pflege:

Jetzt mach ich mal Schleichwerbung ohne davon zu profitieren.

Pond's Lotion mit Cacaobutter. Nach dem Abbaden habe ich mich so gegen 17-18:00 damit dick eingecremt. Hat gehalten bis andern morgen um 5:00, bis ich wieder mit CignolinSalicylVaseline behandelt wurde.

Falls du es doch noch nicht nachgelesen hast -aus Zeitgründen ;-)

Ich habe mir Einwegwäsche für diese Therapie anfertigen lassen.

Grundsätzlich:

Es ist eine scheiß Therapieform

Sie ist bis auf die beschriebenen Problemchen die mit den geringsten-harmlosesten Nebenwirkungen

Kannst die Therapie abbrechen und immer wieder erneut anfangen, ohne irgendwelche Probleme

Manche schaffen es in drei Wochen zur völligen Erscheinungsfreiheit. Ich brauchte immer ca. 6-7 (Vollzeit)

LG

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seh das genau wie Siegfried.

Versaut nur die Klamotten und bringt nix.

Jedenfalls bei mir.

Edited by VanNelle
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Ich hab das in der hautklinik hinter mir. 3 Wochen, jeden Tag mit steigender Dosis und Bade/Lichttherapie. Der Erfolg war eher mässig. Und alles, was sich verfärben konnte, wurde verfärbt. Ich bin dann ein Fan von schwarzen klamotten geworden. Leider sieht man die Schuppen darauf so gut.

Edited by Cantaloop
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Ich hatte gute Erfahrung mit der Therapie (plus UV-Bestrahlung) im Krankenhaus gemacht, allerdings keine Minutentherapie.

Hatte dafür auf Anraten meines Arztes nur alte Klamotten mitgenommen und anschließend weggeschmissen.

Daheim habe ich es auch mal versucht, aber bald wieder aufgegeben.

Gruß

Sulis

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Ich kenn es auch nur aus der Klinik.

Würde es daheim nicht machen wollen. In der Klinik war es mir egal, denn da gab es immer neue Bettwäsche.. :)

Und dort hatte ich auch spezielle Dithranol Kleidung, die danach entsorgt wurde. :)

Aber geholfen hat es auch nie wirklich. Werde mir das auch nicht mehr antun....

liebe Grüße

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Ich benutze zur Zeit mal wieder Psoralon 1% Minutentherapie (was ja auch Dithranol ist)... Ich kann die Konzentration nicht steigern, weil es die Salbe irgendwie nicht mehr gibt und ich nur noch Restbestände gekriegt habe - mein Hautarzt war da nicht so firm. Ich bin auf jeden Fall ziemlich glücklich damit, auch wenn es länger bis zum Abheilen dauert. Ich brauche kein Kortison mehr und die Stellen heilen kontinuierlich ab, anstatt dass immer wieder ein Schub kommt. Probleme mit Verfärbungen hatte ich bisher noch nicht, vermutlich aufgrund der geringen Konzentration. Außerdem hab ich den Forentipp angewendet, es kalt abzuwaschen. Die Haut verfärbt sich so auch weniger. Chelestin, ich bin naturblond, und die Haare verfärben sich nicht, solange du es nicht auf der Kopfhaut aufträgst.

Gruß, Laza

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Danke @ all

und vor allem auch ein riesengroßes Dankeschön an Laza :daumenhoch: - jetzt weiß ich wenigstens, dass ich nach der Anwendung nicht mit grünen Haaren rumrenne.

Und bei 0,1% Konzentration werden sich die Verfärbungen in Grenzen halten.

Vielleicht wäre für Dich, Laza, auch eine in der Apotheke hergestellte Dithraonol-Salbe eine Alternative zu den jetzigen Restbeständen bzw. dann wenn es aufgebraucht ist.

Nochmals Danke.

Eure Chelestin

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seh das genau wie Siegfried.

Versaut nur die Klamotten und bringt nix.

Hallöchen,

zur Hälfte missverstanden?

Ich halte nix von der Kurzzeittherapieform.

Ich bin-war bis vor 2 Jahren ein großer Liebhaber dieser Therapie.

Alt bekannt, keine furchterregenden Nebenwirken und, jetzt spreche ich auch mal für die vielen Schuppisten die ich in den ersten 10 Jahren in der Hautklinik kennen gelernt habe: Erfolg zu fast 100%

Ja, ich kenne auch die, die 3 Wochen nach ihrer Entlassung wieder aussahen wie ein Streuselkuchen und um "Einlass baten".

Ich hatte gute Erfahrung mit der Therapie (plus UV-Bestrahlung) im Krankenhaus gemacht, allerdings keine Minutentherapie.

Hatte dafür auf Anraten meines Arztes nur alte Klamotten mitgenommen und anschließend weggeschmissen.

Daheim habe ich es auch mal versucht, aber bald wieder aufgegeben.

Sulis, das Aufgeben in den eigenen 4 Wänden kann ich sehr gut nachvollziehen.

Ein leichter Hang zum Masochismus und eine eiserne Disziplin müssen vorhanden sein. Nicht gerade ein schöner Anblick: die Bude zum Schweinestall umgebaut und das Herumlaufen im Ganzkörperkondom.

Wenn ich meinem Hautdoc Glauben schenken darf: Ich war wohl der einzige von seinen Patienten.

Aber geholfen hat es auch nie wirklich.

Ilka, bei mir immer.

Und bei 0,1% Konzentration werden sich die Verfärbungen in Grenzen halten.

Freue dich nicht zu früh.

Egal ob Kurz.-o. Langzeittherapie, es wird gesteigert.

Nur so nebenbei: 1/10% war-(ist?) in der UniHaut Münster die Einstiegsdroge bei Vollzeit. Das heißt, der gesamte Körper (auch die gesunden Bereiche) über den ganzen Tag hinweg.

Es scheint mir wirklich so, als das dein Doc davon nicht die allermeiste Ahnung hat?

Hier sind einige, die treiben sich manchmal in so 'ner "Schwarzwaldklinik" im Hessenländle rum.

Wenn ich mich richtig erinnere, sind sie mit 1/2% o. 1% gestartet?

Kopf:

Ich habe (hatte) schwatte Haare und in den ersten Jahren habe ich auch die befallene Kopfhaut mit behandelt.

1) blond sind sie dadurch nie geworden ;-)

2) es war eine riesige Sauerei.

Die Vaseline aus den Haaren wieder zu entfernen ......, nicht ganz einfach.

Hier habe die besten und einfachsten Erfolge (sehr lange erfolglose Probezeit) mit "Balneum Hermal F" gemacht. Fett mit Fett beseitigen und anschließend Shampoo.

2) Cignolin großflächig angewandt resorbiert ganz gut. Irgendwann merkte ich, dass die Kopfbehandlung unnötig wurde. Mit der allgemeinen Besserung verschwanden auch die Herde auf der Rübe.

Vielleicht wäre für Dich, Laza, auch eine in der Apotheke hergestellte Dithraonol-Salbe eine

Ja, sehe ich auch so. Bis ~ 6% ist alles möglich.

Gruß

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sonnenblume80

Ja, das schöne Micanol-Dithranol... :) Angefangen hab ich auch bei 1%!

Oh man, das waren schmerzen, hehe man muss wirklich ein wenig masochistisch veranlagt sein, haha. vor allem Ellenbogen und Knie, sodann hab ich mich nach ein paar Wochen gesteigert mit 3%, irgendwann nach ein paar Tagen hat sich meine Pso bzw. ich mich daran gewöhnt, so dass ich diesen Sch.. eine komplette Stunde drauf lassen konnte. Am Anfang als ich dann bei 10 bis 15 Minuten hatte, hattte ich zuerst den Oberkörper, als ich den dann soweit hatte (Mit Wattestäbchen und so, damit ich jede Stelle auch traf), abspülen und dann ging es unten rum weiter, wie gesagt, manchmal, wenn ich dabei telefonierte oder so, viel kann man in dem Moment auch nicht machen, ließ ich es eine Stunde drauf. Es geschah nichts, keine Verbrennungen einfach gar nichts! Eine ein Euro große Stelle hab ich wirklich mit Micanol wegbekommen aber der Rest ist geblieben :wacko:. Stunden damit verbracht diese Salbe auf und abzutragen, aufpassen wirklich an nichts ran zu kommen, halb nachkend im Badezimmer abzuhängen, ich glaube nie wieder. (Aber nie sollte man ja bekanntlich nie sagen), Danach Lichttherapie und zwei Monate bis auf ein stellchen am Ellenbogen und Knie alles weg damit.

Sonnenblume

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habe die gleiche Prozedur mit Dithranol in der reha in Borkum vor einigen jahren mitgemacht.Am Ende der drei Wochen war der Zustand der Haut schlechter als zuvor. Werde es damit nie wieder probieren! Außerdem, wie schon erwähnt, die Sauerei mit den Verfärbungen!

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Hallo Chelestin,

ich habe gute Erfahrung mit Dithranol gemacht. Das war allerdings in der Hautklinik.

Ich habe mich jeden Morgen gesalbt oder salben lassen, bin dann nackisch blöd rumgelaufen bis die Zeit um war und hab dann sofort geduscht.

Dithranolflecken gehen überhaupt nicht aus der Kleidung raus, daher muss man sehr vorsichtig sein.

Die braunen Flecken auf der Haut gehen ja irgendwann wieder weg. Aber man sollte sehr genau darauf achten, wirklich nur die betroffenen Stellen zu salben und nicht die gesunde Haut. Die verbrennt sonst.

Man kann die betroffenen Stellen auch mit einer Creme eingrenzen, damit das Dithranol nicht zu großflächig aufgetragen werden kann.

Und beim blöd Rumlaufen sollte man auch nich die Arme hängen lassen, da je nach dem wo die Stellen sind, die eingecremten Stellen auf gesunde Haut trifft.

Für die andere Creme am Tag benutze ich ausgesuchte Unterwäsche, die halt Flecken haben darf.

Ich wünsche Dir viel Erfolg

Gina

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Ich kenn es auch nur aus der Klinik.

Würde es daheim nicht machen wollen. In der Klinik war es mir egal, denn da gab es immer neue Bettwäsche.. :)

Und dort hatte ich auch spezielle Dithranol Kleidung, die danach entsorgt wurde. :)

Aber geholfen hat es auch nie wirklich. Werde mir das auch nicht mehr antun....

liebe Grüße

.....kann Dir nur zustimmen und würde es niemals wieder machen. Meine Erfahrung mit dem Wirkstoff habe ich gemacht als es damals aufkam, zuerst in der Klinik dann zuhause. Gebrannt hat es auch noch wie blöd.

Ich habe mir damas meine superschönen Bademantel verdorben und auch mein Sofa. Beides aus hellem Material. Man schafft es eben nicht alles zu entfernen. Auf dem Kopf habe ich es nicht benützt, da gibt es andere Tinkturen die sicher besser helfen.

Es ist natürlich schwierig von hier aus zu erkennen was man dann raten soll, vor allen Dingen wenn viele Medis nicht vertragen oder nicht genommen werden dürfen. Da fällt mir nur noch Balneo-Phototherapie oder Bade-Puva ein. Evtl. würde eine Behandlung auf Schloß Friedensburg und deren besonderen Behandlungsansatz helfen?!

Gruß anjalara

Edited by anjalara
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  • 2 weeks later...

Hallo @ all,

habe nun seit 10 Tagen tgl. Dithranol 0,1% angewendet - total rot, viele Stellen roten Hof drumherum - Stellen werden flacher - dafür großflächiger ... Brennen, Juckreiz

Heute Kontrolle bei der Hautärztin.

Sie ist sehr zufrieden und sehr froh, dass sie mit 0,1% begonnen hat - da ich bereits bei dieser Dosierung sehr sehr gut reagiere.

Somit Fortsetzung mit dieser Dosierung, auf gar keine Fall Dosissteigerung.

Ich bin sehr froh, dass ich nicht in der Klinik war - dort Beginn mit 1% und mehrere Stunden unter Schlauchverband - dass wäre definitiv nach hinten losgegangen.

Mit besten Grüßen

Eure Chelestin

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... - total rot, viele Stellen roten Hof drumherum - Stellen werden flacher - dafür großflächiger ...

Hallo Chelestin,

schön, dass Du Erfolg hast.

Ich weiß aber nicht so recht, ob die Stellen großflächiger werden. Ich denke eher, dass die gesunde Haut um die Flecken drumherum etwas irritiert und somit rot geworden ist. Diese solltest Du nicht miteinsalben.

Grüße

Gina

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Ich weiß aber nicht so recht, ob die Stellen großflächiger werden. Ich denke eher, dass die gesunde Haut um die Flecken drumherum etwas irritiert und somit rot geworden ist. Diese solltest Du nicht miteinsalben.

Hallo Gina

Die Stellen werden nicht grossflächiger, da das Dithranol die Entzündungen rausnimmt,die Stellen werden eher dünner

wenn grosse Rote Stellen rundherum entstehen liegs daran dass die Gesunde Haut wie verbrannt ist, mann soll schon drauf achten dass man genau die Stellen eincremt wo die Pso ist, am besten mit Wattestäbchen in der Apotheke bekommt man auch grössere zu kaufen

je mehr % Anteil in der Salbe an Dithranol um so stärker wird die Gesunde Haut Irritiert, oder verbrannt

glg

Guy ;)

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dort Beginn mit 1% und mehrere Stunden unter Schlauchverband

Wieso mehrere Stunden?

Ich kenne das von damals nur, das man es nach ca. 15 Minuten wieder Abduscht.

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Wieso mehrere Stunden?

Ich kenne das von damals nur, das man es nach ca. 15 Minuten wieder Abduscht.

Im ersten Jahr in der Hautklinik ist man ja noch ein "Frischling":

Damals war ich froh, wenn der Stationsarzt für das Wochenende mit einem Badeschein das Baden verordnet hatte.

Hast du schon mal die Stunden/Woche gezählt? Da fühlst du dich wie ne richtige Wildsau.

24 Stunden/Tag und wie gesagt, behandelt wurde der ges. Körper, auch die "gesunde" Haut.

Irgendwann weiß man, wie der Hase läuft und das die Badeverordnung gar nicht vom Doc kommen musste. Wenn man besonders nett zum Oberpfleger war, dann wurde täglich gebadet. Natürlich nur für diejenigen, die Wasser mochten.

So gegen 77 wurden in der Uni Münster, wenn ich mich recht erinnere, die ersten Versuche mit der Kurzzeit.-Minutentherapie gemacht.

Ich denke eher, dass die gesunde Haut um die Flecken drumherum etwas irritiert und somit rot geworden ist. Diese solltest Du nicht miteinsalben.

Gina, ich wüsste nicht wie man dies gänzlich verhindern könnte? Jedenfalls nicht mit Vaseline. Bei Erwärmung durch den Körper passiert im Grenzbereich so etwas wie bei einem Löschblatt (Kapillarwirkung).

Man kann aber das Cignolin auch in einer Zinkpaste einmischen. Die ist und bleibt in ihrer Viskosität sehr steif. Da ist die Gefahr, dass sie sich selbständig über die Grenzen bewegt, gegen Null.

Sie lässt sich aber auch schwieriger von der Haut entfernen. Mit einem (Baby)öl geht's ganz gut.

Und dies all ist ein Grund, warum ich kein Liebhaber der Minutentherapie geworden bin.

Nix als Circus hat man damit. ;)

LG

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    • Puste(l)blume
      By Puste(l)blume
      Mahlzeit!
      Also, ich bin die Neue, ich soll hier singen ...
      Seit ein paar Wochen (so sechs bis acht) gehöre ich auch zum erlauchten Kreis.
      (Nun ... eigentlich seit Juni/Juli, da hatte ich einige wenige Bläschen an den Händen, dachte aber, ich hätte mir im Garten Disteln eingezogen, die jetzt rauskommen ...)
      Angefangen hat es dann also vor 6-8 Wochen mit einer kleinen Blase am rechten Fuss. Dachte, da eitert was raus, was ich mir im Sommer reingetreten hab. Keine Temperatur, keine Schmerzen, kann also nicht schlimm sein. Irgendwann wurde das dann größer und mehr, dann hab ich so herumtherapiert, ab und zu mal eine Blase aufgestochen, mir dann auch mal eine Jodsalbe geholt, die zunächst auch erstmal half.
      Nach ein paar Tagen half die dann aber nicht mehr, dann hab ich mich von meinem Nachbarn zu einem Hautarzt empfehlen lassen. Der war dann recht unerschrocken, erkannte den Übeltäter ziemlich schnell, machte zur Sicherheit noch Kulturen vom Eiter und verschrieb mir zunächst Locacorten-VF, Ureotop und Salzwasser-Fussbäder. Originellerweise habe ich seitem auch sporadisch Pusteln in den Händen, aber so wenige und kleine, dass ich denen mal keine weitere Beachtung schenke (-n muss, so die Hoffnung).
      Einschub:
      Wir sind wohl den Aussagen meiner Mutter nach eine Pso-Familie, allerdings bin ich die erste mit Pusteln. Außerdem hab ich ihn letzter Zeit massiv Stress mit Wohnung, Studium usw. und der rechte Fuss reagiert definitiv auf neuen Stress mit neuen Pusteln. Trotz Rauchen und hedonistischer Ernährung ;-) tippe ich eher auf Stress ...
      Die Locacorten half zunächst recht gut gegen neue Blasen, laut Waschzettel und ohne anderslautende Anweisungen hab ich sie aber nicht länger als eine Woche benutzt.
      Bis dahin hatte sich als einziges problematisch entwickelt, dass ich durch meine eigene Rumschnippelei ziemlich viel Haut abgelöst habe und die drunter noch nicht so recht fit war zum drauf Herumlaufen. Mit viel Ureotop ist das aber zu machen.
      Zwei Wochen nach dem ersten Besuch hatte ich dann einen neuen Termin. Da gefiel mir der Doc auch nicht so richtig, wirkte hektischer als beim letzten Mal, naja eigentlich egal. Jedenfalls hat er mir anstelle der Locacorten dann Micanol verschrieben und PUVA. Eigentlich wäre es sogar Zorac gewesen, aber das war nicht lieferbar, was mir angesichts der Nebenwirkungen und Kontraindikationen (u.a. PUVA ?!?) auch ganz recht war.
      Nachdem ich den Micanol-Waschzettel gelesen hatte, wollte ich das aber auch nicht gern hernehmen - Pso pustulosa steht ja z.B. eindeutig als kontraindiziert drin. Stattdessen hab ich dann, wie mir vom Arzt auch so geheißen, wieder Locacorten benutzt - da war er zwar noch der Annahme, ich würde Zorac bekommen, empfahl mir die LC aber, falls die Haut aufs Zorac hin zu sehr "zieht", dann mit LC nachzucremen. Nachdem mir weder Zorac noch Micanol so recht geheuer sind, blieb ich jetzt also bei LC nachts und Ureotop tags.
      Jetzt habe ich ja dummerweise wie schon erwähnt ziemlich viel dickere Haut eingebüsst durch die Schnippelei, das nähert sich zwar dem Ende, aber die Haut drunter ist trotzdem immer noch recht "dünn". Sie wirkt zu "jung", ist recht rot und trocken und einfach empfindlich. Mit den Glukokortikoiden aus der LC im Kopf traue ich mich also auch nicht mehr so recht, die noch draufzutun. Außerdem bekomme ich seit Mittwoch PUVA-Therapie, und bin ohnehin sehr hellhäutig, und mag meine Haut da wirklich nicht noch mehr reizen.
      Jetzt finde ich die Ansätze mit Zorac / Micanol auf pustulosa verhältnismäßig gewagt, so aus der Laienposition, und würde gerne mal hören, wie die Therapie auf die "Experten" wirkt, vor ich den Arzt wechsle ... Gottlob verläuft das alles noch in Bahnen, wo ich ansonsten problemfrei bin, das einzige, was an dem Hauptherd Fuss weh tut, sind die Ränder der dickeren Haut, die in die dünnere drunterliegende pieksen, wenn ich sie nicht geschmeidig genug halte, aber ich glaube, das habe ich bis auf weiteres noch im Griff.
      Vielen Dank und grüß Euch
      Die Puste(l)blume
    • Nico02
      By Nico02
      Hallo liebe Psoriasis-Community,
      ich habe mich hier angemeldet, um euch an meinen Erfahrungen mit der Schuppenflechte-Therapie teilhaben zu lassen und mich mit euch auszutauschen. Ich bin M 32 Jahre und habe Psoriasis seit ca. meinem 13. Lebensjahr. Meine Mutter hat ebenfalls Schuppenflechte, von daher war es nicht besonders überraschend, dass ich es auch bekommen habe. Im Grunde habe ich seitdem die Schuppenflechte immer auf einem recht hohen Niveau gehabt (zwischen 10-25% der Haut waren - besonders die gängigen Stellen: Knie und beinabwärts, Füße, Kopf, Gesicht und Ohren, Kopfhaut, Arme und vor allem Handrücken. 
      Während ich am Anfang noch recht motiviert war bei der Bekämpfung der Symptome (Bestrahlung, Dithranol, Teersalbe, Kortison, Bäder, Fumarsäure etc.), legte sich die Motivation mit der Zeit, da die Erfolge nur von kurzer Dauer waren. Nun ja, ich habe mich so damit abgefunden. In den künftigen Jahren bis so zum 20. Lebensjahr war ich ein regelmässiger Solarium-Gänger, da ich zum einen gern gebräunt war (heute nur schwer nachvollziehbar) und zum anderen das Solarium einfacher zu erreichen war als die Praxis vom Hautarzt. Die Schuppenflechte wurde so etwas erträglicher, da man sie m.E. auf gebräunter Haut weniger sieht bzw. sie eher als weißliche Flecken (ähnlich Vitiligo) erscheint.
      Im Verlauf meines Studiums war die Schuppenflechte trotz Stress und heftigem Alkoholkonsum nicht so ausgeprägt vorhanden (eher nur 10% des Körpers). Mit ca. 25/26 Jahren kam sie dann aber stärker zurück und hat ihren Höhepunkt von damals (13-15 Jahre) mit 30 Jahren wieder erreicht. Nun war ich natürlich am Rätselraten, wieso sie manchmal stärker und manchmal schwächer ist. Habe natürlich an Stress, Ernährung und aktuelle Gefühlslage gedacht, aber so richtig konnte ich keinen besonderen Grund ausfindig machen. Also erstmal die Hautärzte abgeklappert und nach neuen (oder auch alten), wirksamen Therapien gefragt. Bei den meisten Ärzten war ich ziemlich enttäuscht und die Erfahrungen haben mich wütend auf unser Gesundheitssystem werden lassen. Nach einer Vorstellung von 1-2 min wurde ich häufig gefragt, welches Mittel ich denn haben möchte (habe ja schließlich 15 Jahre Erfahrung mit der Krankheit). Da ich den Biologika nicht so aufgeschlossen gegenüberstehe und Salben eine ziemliche Sisyphusarbeit bei der Menge an Stellen sind, habe ich es dann mal mit Fumarsäure (erst Fumaderm, dann Skilarence - beides von den NW etwa gleich, besser wirksam fand ich Fumaderm, das nahm ich aber auch zuerst) versucht. Das half beim ersten Mal ganz gut und die Nebenwirkungen waren zu ertragen. Habe ich dann nach 6-8 Monaten abgesetzt und nach einem halben Jahr wieder begonnen. Ich bilde mir ein, dass das den Körper etwas entlastet, wenn man auch mal absetzt. Naja, nach dem 3. Mal war dann die Wirkung nicht mehr so gut - habe nur max. 2 normale Tabletten am Tag genommen, mehr konnte ich nicht ->zu starke Nebenwirkungen - vor allem, wenn es einen Tag mal vergessen hatte. 
      Im Sommer letzten Jahres hat die Schuppenflechte dann ihren Höhepunkt erreicht. Die Stellen schmerzten schon sehr (das war früher, als ich noch richtig jung war, noch nicht so) und ich bekam auch negative Gedanken deswegen. Also musste ein Lösung her. Ich informierte mich hinsichtlich alternativer Behandlungsmethoden. Einiges erschien mir sinnvoll und nachvollziehbar, anders wiederum erweckte den Eindruck von Scharlatan und Geldmacherei. 
      Ich wollte jedenfalls versuchen, etwas über meine Ernährung zu erreichen. Also ernährte ich mich mal ohne Gluten, dann ohne Zucker und dann mal wieder besonders basisch. Wobei ich sagen muss, dass ich ein äußerst schwacher Charakter bin und es nicht immer 100%ig  durchgezogen habe. Die Ergebnisse waren so bescheiden, ich weiß gar nicht, ob es überhaupt welche gab. 
      Nun ja, ich hab mich dann entschieden, das Thema noch mal richtig gründlich anzugehen und einen Heilpraktiker aufzusuchen und ich muss sagen, das war bislang ziemlich erfolgreich - woran es genau liegt, kann ich aber nicht sagen. Das wollte ich mal mit euch diskutieren.
      Was habe ich da gemacht:
      Blutanalyse (Vitamine, Mineralstoffe, etc.), Stuhlanalyse, Krankengeschichte erzählt (auch Dinge, die nicht in erster Linie was mit Pso zu tun haben).
      Auf Basis der Blut-Ergebnisse (die eigentlich alle im grünen Bereich auf der Skala waren) habe ich dann verschiedene Nahrungsergänzungsmittel genommen (v.a. Mineralstoffe und Vitamin D). Zudem habe ich eine Darmsanierung begonnen. Hier bin ich immer noch dabei - da das ganze einige Monate dauert. 
      Im Rahmen dieser Darmsanierung nehme ich in der ersten Phase ein Antiallergikum (Laves) ein und vermeide glutenhaltiges Essen. Parallel habe ich wieder mit Dithranol schmieren angefangen. Die Kombination dieser 4 Sachen hat für mich bislang wunderbar funktioniert. Ich schmiere seit 3 Monaten nicht mehr und bin stabil auf ca. 5% runter. Echt cool! :) Allerdings frage ich mich, woran es nun liegt - will der Sache ja auf den Grund gehen! Irgendwie habe ich dabei vor allem dieses Antiallergikum im Verdacht - denn meine Pso ist im Sommer stets deutlich stärker als im Winter - was m.E. für eine Allergie spricht. Vor allem der letzte Sommer war der Horror (ich hatte sogar Heuschnupfen - hatte ich vorher nie). Nun ist Winter und bislang ist es echt toll! Vielleicht spielt aber auch der Verzicht auf Gluten ein Rolle - ich habe damals bei Ausbruch der Schuppenflechte und auch in meiner schlimmen Zeit als Jugendlicher extrem viel Cornflakes gegessen (natürlich nur die leckeren Ungesunden von Kelloggs mit reichlich Zucker). 
      Was meint ihr ist am wahrscheinlichsten die Ursache?
      Jedenfalls habe ich jetzt natürlich etwas Angst, dass es wieder schlimmer wird und ich dagegen dann kein Mittel mehr finde. Jedenfalls schaue ich immer ganz intensiv auf meine Ohren, an denen kann ich nämlich immer als erstes sehen, wenn die Schuppenflechte wieder schlimmer wird. Habt ihr auch solche Stellen, die anzeigen, in welche Richtungen die übrige Pso sich entwickeln wird?
      PS: Sorry für so viel Text, ob das überhaupt wen interessiert?! Naja, ich dachte, ich teile mal meine Erfahrungen, vielleicht hilft es jemandem...
      Liebe Grüße und haltet immer den Kopf hoch! 
      Nico
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    • Flipper12
      By Flipper12
      Ich teste nun um ersten Mal Cignolin zu Hause. Bisher habe ich die Therapie nur stationär bekommen mit sehr gutem Erfolg. Die erste Woche mit Micanol 1 Prozent, 30 Minuten ist jetzt um. Die Stellen sind nur rot, aber sonst noch keine großartige Reaktion. Nun habe ich das Folgerezept für 3 Prozent bekommen, welches aber nicht lieferbar ist. Hat jemand eine Alternative? Meine Ärztin würde nur ein Präparat aufschreiben, nichts, was in der Apotheke angemischt wird, so wie im Krankenhaus.

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