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Psoriasis-Arthritis und Zöliakie?


Schweizerin
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Hallo zusammen

Erst möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin 44 und als Projektleiterin in einer Vollzeitstelle tätig. Bereits als Kind hatte ich nicht sehr ausgeprägte Schuppenflechte an Ellenbogen und Kopfhaut, die ich gut im Griff hatte. Vor rund 15 Jahren kam die Haut unter den Finger- und Zehennägeln dazu, was überhaupt nicht wegzukriegen war. Die Nägel hatten sich verformt und sind teilweise an den Rändern zerbröselt, das hat mich ziemlich belastet. Die Fingerendgelenke taten schubweise weh und verformten sich meiner Meinung nach, aber die Ärzte schenkten dem keine Beachtung. Vor rund 4 Jahren hatte ich starke Schmerzen im Knie, die sich nach zweimonatigem Suchen nach der Ursache als Psoriasis Arthritis herausstellten. Die Ärzte zogen das Wasser aus dem Knie und verabreichten eine Cortisonspritze, danach konnte ich wieder gehen. Sie begannen eine Basistherapie mit Methotrexat 15mg, welches ich gut vertrug, aber nicht ganz ausreichte, so dass auf 20mg erhöht und nach einem halben Jahr durch Humira ergänzt wurde. Der nette Nebeneffekt war, dass die Psoriasis unter den Fingernägeln komplett verschwand. Als Nebenwirkung traten bei mir Müdigkeit und Haarausfall auf.

Die ständige Müdigkeit setzt mir ziemlich zu. Seit einem Jahr oder so kommen noch ein Blähbauch, Durchfälle und Magenkrämpfe hinzu. Die Magenkrämpfe dauern dann mehrere Tage an und treten wellenförmig auf - immer dann, wenn ich etwas trinken oder essen möchte. Meine Haare fallen aus und sind sehr trocken. Ich bin unkonzentriert und eben immer müde, deshalb habe ich angefangen zu forschen, ob die Symptome irgendwie mit der Ernährung in Zusammenhang stehen könnten und bin auf Zöliakie gestossen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Thema und kann mir einen Tipp geben, wie ich vorgehen kann? Im März ist mein nächster Besuch beim Rheumatologen, aber diesen interessiert doch dieses Thema nicht? Soll ich es trotzdem bei ihm ansprechen oder hält er mich dann für hysterisch?

Ich würde mich über Eure Antworten freuen.

Danke und liebe Grüsse aus der Schweiz

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Hallo Schweizerin,

ob du Zöliakie hast, kann ein Arzt durch eine einfache Blutuntersuchung feststellen.

Durch die Rückbildung der Darmzotten kann der Körper weniger bis keine Nährstoffe mehr aufnehmen und dein Blutbild verschlechtert sich, daher auch deine Müdigkeit. Es können aber trotz alledem auch andere Ursachen dafür verantwortlich sein.

Wenn du selbst im Ausschlussverfahren testen möchtest, kann ich dir den Tipp geben auf glutenfreie Nahrung umzustellen z.B. Maisbrot, Bananen und viele andere Lebensmittel. Hier kannst du dich mal etwas besser informieren.

Dadurch könntest du zumindest schon mal testen, ob es dann besser würde.

Ich kenne diese Symptome. Eine Besserung war meist nach 2 - 3 Wochen feststellbar.

Menschen mit Zöliakie müssen eine strenge Diät einhalten.

Ich wünsch Dir auf jeden Fall gute Besserung und viel Erfolg beim Arzt.

LG vom Zeisig

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Hallo Zeisig

Danke für Deine Antwort. Gehörst Du zu denen, die sich ein Leben lang glutenfrei ernähren müssen? Ich stelle mir das sehr schwierig vor!

Alle drei Monate wird mir im Labor der Rheumatologischen Uniklinik Blut abgenommen um insbesondere die Leberwerte wegen meines "Methotrexat-Konsums" zu prüfen. Bis auf einen Vitamin-D-Mangel hat mein Arzt bislang nichts Negatives festgestellt. Wenn denn meine Müdigkeit und Bauchkrämpfe von einer Zöliakie ausgehen würden, hätte man das feststellen müssen oder müssen dafür spezielle Tests gemacht werden?

Wenn es mir besonders schlecht geht, bin ich überzeugt, dass irgendwas nicht in Ordnung ist und möchte unbedingt und dringend wissen, was es ist. Wenn ich dann beim Arzt bin, fühle ich mich meist pudelwohl und vergesse ihn auf so Nebenwirkungen oder Symptome anzusprechen :-(

Liebe Grüsse aus der Schweiz

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Hallo ich möchte dir auf deine Anfrage antworten. Ich habe Psoriasis Arthritis und seit 2 Jahren Zöliakie. Feststellen kann man eine Zöliakie nur durch eine Magenspiegelung und Biopsie des Dünndarms. Eine Blutuntersuchung ist bei weitem nicht ausreichend. Allerdings sollte man vorher

seine Ernährung nicht auf glutenfrei umstellen, dass verfälscht die Untersuchungsergebnisse.

Es gibt ja auch andere Unverträglichgeiten z.B. Fruktose, Weizen , Laktose und auch Gluten.

Eine Glutenunverträglichkeit ist nicht gleich eine Zöliakie.

Aber genaueres kannst du erfahren, wenn du die Seite der DZG aufrufst (Deutsche Zöliakie Gesellschaft)

Gruß Zöli

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