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Wer kann mir einen Rat geben???


Guest Isabell
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Guest Isabell

Hallo,

zu erst einmal muss ich sagen, dass ich nicht selber betroffen bin. Mein Partner mit dem ich seit 3 Jahren zusammen bin hat Pso. Zu Anfang hatte es sie am vorderem Wadenbein, an den Nägeln und auf dem Kopf. Er redet mit mir kaum darüber, er scheint zu glauben, dass es nur ihn was angeht. Seit ca. 2 Jahren schlafen wir auch nicht mehr miteinander. Ich war total verwirrt und habe ihn auch öffter gefragt, warum er überhaupt kein Ineresse mehr daran hat. Ich dachte schon langsam, es würde an mir liegen oder er hat vielleicht jemand anderen. Ich war

wirklich kurz davor die Beziehung zu beenden, als er endlich mit der Sprache raus rückte. Er hat nun auch die Pso im Genitalbereich. D. h. große Flecken am Po und auch auf dem Penis. Er sagt, dass es ihm Schmerzen bereitet, wenn wir miteinander schlafen. Er war wohl auch schon bei verschiedenen Ärzten, die ihn verschiedene Mittel verschrieben haben, die dann in der Apotheke auf Rezept zusammen gemischt wurden. Aber nichts hat geholfen. Als ich nun wußte, wo sein Problem liegt, habe ich auf eigene Faust Nachforschungen betrieben und im Internet gestöbert,

was es noch alles für Möglichkeiten gibt. Die Sachen, die ich für hilfreich oder interessant hielt, habe ich ausgedruckt und ihm gegeben. Aber er sieht sich die Sachen kaum an und ich bekommen auch gar keine Rückmeldung mal von ihm, ob er vielleicht mal das eine oder andere versuchen möchte. Auch habe ich ihm vorgeschlagen, dass wir unsere Ernährung ja zusammen umstellen könnten, denn ihm allein fällt es zu schwer. Doch er glaubt nicht daran, dass dadurch ne Besserung eintreten könnte. Meine Motto ist aber schon immer gewesen: Probieren geht über Studieren,

aber davon will er nichts hören. Er sagt, dass die Pso bei jedem anders ist und was dem einem hilft, muss dem anderem noch lange nicht helfen. Das ist mir auch klar, aber wenn er nichts ausprobiert, dann kann er auch nicht heraus finden, was ihm vielleicht hilft. Sich nur auf die Mittelchen zu verlassen, die ihm die Ärzte verschreiben reicht doch augenscheinlich nicht. Aber wenn ich mal wieder das Thema ansprechen will, dann macht er zu oder er fängt ein anderes Thema an. Was soll ich machen??? Wenn das so weiter geht, geht unsere Beziehung daran kaputt!!!!

Er ist mit sehr wichtig und ich will ihn nicht verlieren, doch wie kann ich ihm helfen?? Kann mir vielleicht jemand einen Rat geben???

Gruß Isabell

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Hallo Isabell,

zu erst einmal muss ich (20) sagen, dass ich keine schwere Form von Pso habe. Ich habe sie chronisch nur an den Ellenbogen und an den Ohrläppchen. Manchmal flackert die Krankheit schubartig wieder auf und ich sehe dann aus als hätte ich Windpocken. Und ich hab schon vieles ausprobiert. Außer Abwarten hilft bei mir nichts wirklich.

Auf mein Sexualleben wirkt sich das natürlich auch aus. Mein Freund möchte dann plötzlich nicht mehr nackt mit mir kuscheln. Wenn dann wird nur schnell der Beischlaf vollzogen.

Da mein Freund (19) vor zwei Jahren an Multipler Sklerose erkrankt ist, ist meine Pso das kleinere Problem. Das Paradoxum: Wenn er einen Schub hat will er keinen sehen, wenn ich einen Schub habe dann möchte ich ihn immer bei mir haben.

Seine Schübe wurden immer schlimmer und er ist immer mehr in ein emotionales Loch gestürzt. Ich habe ihm gesagt, dass wir keine Zukunft haben, wenn er sich nicht psychotherapeutisch begleiten lässt. Als heilpädagogischer Betreuer habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine psychologische Betreuung, bei der auch der Partner einbezogen wird, für deutlich entspanntere Verhältnisse sorgt. Natürlich weiß ich nicht in wie weit dein Partner drunter leidet. Viele chronisch Kranke resignieren irgendwann und distanzieren sich anschließend von ihrer Umwelt, von Familie, Freunden und dem Partner.

Hier liegt wohl auch der Unterschied zwischen der Bewältigung der Krankheit und einem konstruktiven Umgang damit und dem in Selbstmitleid und Depression aufgehen. Letzteres endet meist auch in der Ablehnung von Therapie. Es ist hart mit einer unheilbaren Krankheit zu leben und viele schaffen es nicht alleine der Fügung ihre Stirn zu bieten.

Mein Freund möchte mit mir nicht wirklich über seine Krankheit sprechen. Er ist sehr stolz und er möchte vorallem nicht, dass ich mitleide. Dass ich unter der Distanz mehr leide als unter seiner Krankheit versteht er nicht.

Wenn ich einen Schub habe dann is das was ich mir von meinem Partner am meisten Wünsche: Körperliche Nähe, nackt kuscheln und von ihm gestreichelt werden. Da die Pso meistens auch leicht bis sehr stark juckt ist es wirklich schönes Gefühl von seinem Partner auch an den betroffenen Stellen gestreichelt zu werden. Der Orgasmus spielt dann eine untergeordnete Rolle oder auch gar keine. Womit ein Stück auch Leistungsdruck wegfällt. Und außerdem gibt es noch andere Möglichkeiten sich gegenseitig zu befriedigen. Musst halt ganz vorsichtig sein, weil es wirklich sehr weh tut. Was mir hilft: Den Penis gut mit ner guten Feuchtigkeitscreme einschmieren und dann ein Gummi drüber.

Auf jeden Fall bewundere ich deine Stärke und deine Geduld. Ich weiß es ist einfach mit unheilbaren Krankheiten. Vor allem nicht mit welchen, die auch auf die Psyche schlagen. Ich wünsche euch beiden alles Gute.

Liebe Grüße,

Felix

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Hallo Isabell,

einen wirklich guten Rat zu deiner Situation kann dir wohl kaum einer geben,dazu müßte man dich und deinen Freund mal persönlich kennengelernt haben.ich weiß auch nicht wie alt ihr beide seid,ich nehme mal an,noch sehr jung(?).

2 Jahre keinen sexuellen Kontakt ist schon die Härte,ich bewundere da echt deine Geduld.Insofern kann ich da Felix nur beipflichten,eine psychotherapeutische Behandlung als Paar wäre da mit Sicherheit angebracht,einerseits für dich zum besseren Verstehen der Krankheit und den Umgang damit und andererseits für deinen Freund das Verstehen,das er damit nicht alleine ist und sich der Krankheit "stellen" muß.

Du meinst es mit Sicherheit gut,indem du deinem Freund zuliebe in Sachen Pso immer auf dem laufenden bist,was sämtliche Therapiemöglichkeiten angeht.Bloß, will er das? Es sieht nicht danach aus,weil er selber noch gar nicht mit der Pso klar kommt.Gerade Pso im Genitalbereich ist immer eine heikle Sache mit der man als Mensch schwer klar kommt.

Vielleicht wäre es gut wenn er selbst mal ins Pso-netz guckt und sich die verschiedenen Erfahrungsberichte mal durchliest und auch im alten Forum mal stöbert.Sicher lassen sich da Kontakte zu "Gleichgesinnten",gerade Männern,herstellen.Ein Erfahrungsaustausch würde ihm vielleicht helfen,und sei es nur,mal die Pso aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Auf alle Fälle wünsch ich euch,das ihr beide das irgendwie gebacken kriegt.

@ Felix

Respekt! Ein wirklich super Beitrag.ich bewundere schon deinen Umgang mit der Pso und auch gleichzeitig deine Offenheit in Bezug auf deine Wünsche gegenüber deinem Partner.Das traut sich ja kaum einer ,dies hier öffentlich zu artikulieren.Aber in meinen Augen ist das der einzig richtige Weg,offen auzusprechen,was man möchte und was nicht.Gerade in einer Partnerschaft,in der, wie bei dir,beide an chronischen Krankheiten leiden,hat gerade Vertrauen ,Offenheit und Rücksicht oberste Priorität.

Ich wünsche dir weiterhin viel Durchhaltevermögen und alles Gute für euch beide ;o)

Gruß Mone

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Hallo Isabell,

ich habe selbst Pso, ziemlich schwer.

Wenn ich einen Schub habe, neige ich auch dazu, mich einzuigeln, weniger Leute zu sehen, etc.

Meist mag ich mich dann selbst nicht. Ich habe lange externe Therapeutika bekommen (Cortison, teerhaltige Salben, ...). Der gemeinsame Nenner von all dem ist, daß Zeug klebt, fettet, z.T. übel riecht, färbt u.s.w

Eine Zeit lang hatte ich diese teerhaltige Zeug - dia ganze Bude roch entsprechend. Dazu kommen die ständig herumfliegenden Schuppen. Das alles ist (neben dem Zustand der Haut) eine ziemlich Belastung und dazu kommt, daß ein Teil der eigenen Aufmerksamkeit immer nötig ist, um Juckreiz bzw das "unangenehme Gefühl" durch die Entzündung zu unterdrücken.

Warum erzähle ich das alles ?

Ich glaube, manchmal ist es in der Situation für mich einfacher, mich zurückzuziehen - ich muß dann nur

mir selbst klar kommen. Der Umgang mit einem Partner bedeutet halt auch immer, sich mit ihm/ihr und den Wünschen und Erwartungen auseinander zu setzten. Das scheint dann einfach zuviel.

Nebenbei bemerkt, glaube ich, daß das ein Trugschluß ist - aber es ist halt verdammt schwer über den eigenen Schatten zu springen.

Eine Paarberatung mir einem guten Coach könnte ein Weg sein, wenn Du Ihn dazu bewegen kannst, mitzumachen und sich dort zu Öffnen.

Was "immer wieder was Neues ausprobieren" betrifft: ich kenne das auch. Freunde und Verwandte machen mich regemäßig auch Neues aus Presse etc. aufmerksam. Das Problem dabei ist für mich immer: ich versuche, keine zu große Hoffnung zu haben, aber innerlich hoffe ich halt doch immer, es könnte diesmal echt was bringen. Und wenn es dann nix war, ist die Enttäuschung immer heftig. Um so mehr, wenn gerade ein massiver Schub läuft.

Ein praktischer Tipp vielleicht noch zum Schluß:

Ich habe vor kurzem meinen Arzt überredet, Micanol auszuprobieren. Micanol ist ein altes Psoriasis-Mittel (Cignolin bzw. Dithranol) in einer neuen Rezeptur.

Mit der Rezeptur soll das massive Färben durch den Wirkstoff umgangen werden. Meine persönliche Erfahrung ist : es funktioniert ganz gut. Und gerade die Stellen am Penis sind recht schnell weg gegangen. Außerdem wird es als Kurzzeit-Therapie angewandt, d.h Auftragen, eine Zeit abwarten, abduschen.

Als dann & vile Glück,

smaug

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Guest Isabell

Ich danke Euch für die Beiträge. Über eine Paarberatung habe ich auch schon mal nachgedacht, ich habe nur leider die Befürchtung, dass er sich nicht darauf einlassen wird. Er glaub es allein besser in den Griff zu bekommen, obwohl ich mir da leider nicht so sicher bin. Wenn er doch wenigstens mal andere Sachen ausporbieren würde. Vielleicht hilf ihm ja doch das eine oder andere. Aber er lässt sich einfach hängen. Um die Frage zu unserem Alter zu beantworten: Er ist 33 und ich 28 Jahre alt. Ich offe, dass er doch noch die Kurve bekommt. Ich würde ihm gerne jede Unterstützung geben, doch er sagt mir nicht, was für ihn eine Unterstützung wäre

Gruß Isabell

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Hallo Isabell

Ich find hier stehen sehr viele gute und auch erfolgversprechende Ideen drin ,aber was das wichtigste meiner Meinung nach ist ,daß ihr mal versucht die Schuppenflechte (i nenn sie so,weil mir Psoriasis zu medizinsch und damit krank,wer is den schon gerne Krank,klingt)im Kopf nach hinten zuscheiben.I hab sie selber seit 18 Jahren, mal mehr oder weniger schlimm, auch am Penis,aber in sachen Sex hat sie noch nie eine Rolle gespielt,es ist nur eine frage des Kopfes.Ich habe mir in den ersten Jahren auch viel zusehr den Kopf zerbrochen mit was ist wenn und warum,aber das bringt nix ausser das man sich zusehr einigelt.

Mach ihm klar das Du ihn liebst und vertraust so wie er ist,mit oder ohne ,das gibt ihm wieder Selbstvertrauen.

Noch einen Tip,gönnt Euch zuzweit! ein mal in der Woche eine schöne heiße Badewanne mit Salzwasser(eine Hand voll einfaches Kochsalz reicht),danach gut abduschen,trockenreiben und dann gegenseitig mit einer normalen!(wichtig fürn Kopf ) Lotion oder Oel einzumassieren,danach ist der Kopf auch wieder frei für schönere Dinge im Leben.

Grüssle Aggi

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Hallole zusammen,

bin heute zum 1. mal hier im Forum (ein Freund bat mich um Infos über PSO, da mein Mann PSO hat).

Was mich hier und ausm RL irritiert, ist, dass Paare durch PSO Probleme haben.

Wir sind seit ca 5 Jahren zusammen, davon 2,5 Jahre verheiratet. Die PSO war bei meinem Mann bei unserem Kennenlernen nicht zu übersehen.

Auch er traute mir anfangs nicht, da er auch schon negative Erfahrung (seitens der näheren Umwelt) hinter sich hatte.

Meine Erfahrung ist, dass so eine Krankheit die ganze Familie betrifft und somit die behandelnden Ärzte auch die ganze Familie mit einbeziehen müßten. Teilweise wird das auch gemacht (in unserem Fall waren die Ärzte teilweise überrascht, dass ich mitmischen wollte). Ich bin der Meinung, dass ich nicht nur mit einem Teil (der mir gefällt) meines Partners zuammen bin sondern mit der ganzen Person (und somit auch mit PSO). Mein Mann sah das zu anfangs leider etwas anders. Nu gut....

Inzwischen genießt er seine ständigen "Besuche" in Bentheim. Ich danach auch (ich sag immer, ich bekomm ihn "runderneuert" wieder zurück, knackig und braun *fg*).

Tja, und seitdem kann er der PSO sogar ab und zu was positives abgewinnen. Und lachen kann er mittlerweile auch über sich und die Krankheit.

Der Weg dahin war schwer für ihn. Er hat seit über 20 Jahren PSO. Er sieht bei seiner Ankunft in Bentheim immer so (oder noch schlimmer) aus, wie auf der Startseite der Fachklinik auf dem linken Bild ... Wenn ich ihn wieder "zurückbekomm" sieht er dann so aus wie auf dem rechten Bild.

Seine erste Ehefrau "ekelte" sich irgendwann vor ihm (und trennte sich von ihm). Ich kann das nicht nachvollziehen.

Tja, und seit er das weiß, dass es auch Menschen gibt, die sich nicht an seinem Aussehen stören, seitdem gehts ihm besser.

Zum Thema Sex: wir tun das, was wir auch tun würden, wenn er keine PSO hätte.

In diesem Sinn wünsche ich allen Betroffenen (und deren Partner/Kinder) nur das Beste. Akzeptiert die PSO als das was sie ist (ein Teil von euch). Lasst euch aber nicht zu ihrem Sklaven machen. Meines Erachtens ist hier Lachen (neben vielem anderen) die beste Medizin. Genießt das Leben, als gäbs die PSO nicht. Macht das, was ihr gerne macht.

Gruß *wink* Daggi

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  • 2 weeks later...

Hallo Isabell,

bin erst vor ein paar Tagen auf diese Seite gestossen, deshalb schreib ich dir erst jetzt. Ich selber habe PSO im Genitalbereich. An dieser Stelle hab ich sie erst seit ca. 11/2 Jahren. Meinen Freund hab ich seit 7 Jahren und der hat überhaupt kein Problem damit! Ich wollte am Anfang keinen Sex mehr, aber er hat mir gezeigt, dass ich das Wichtigste für ihn bin, nicht meine PSO. Jetzt ignoriere ich es beim Sex einfach, sofern es nicht juckt. Ich stell mir es aber bei einem Mann noch schlimmer vor. Vielleicht solltest du ihm zeigen (sofern dass geht), dass für dich nur ER im Vordergrund steht, nicht seine Krankheit! Mir hat es geholfen nicht so extrem bemitleidet zu werden.

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  • 1 month later...

Hallo Isabell,

ich selbst habe leichte Pso, deshalb bin ich hier auf der Seite. Ich möchte Dir aber einen kleinen Erfahrungsbericht über das Thema Kranheit und Partner geben - völlig wertfrei!

Meine Frau (47J.) hat vor ca. 6 Jahren angefangen Zwischenblutungen zu bekommen. Ein Termin bei der Heilpraktikerin endete mit der Diagnose "frühe Wechseljahre" und wurde mit homöopatischen Mitteln teilweise erfolgreich behandelt. Im Laufe der Jahre verschlimmerten sich die Symtome aber immer mehr, sie hat manchmal sogar Schmerzen beim Geschlechtsverkehr gehabt. Die Heilpraktikerin hat dann eine Endometriose "diagnostiziert" und ihr auch einen Besuch beim Gynokologen empfohlen. Meine Frau hat aber schon immer eine Antipathie gegen Mediziner gehabt und Angst vor den Schmerzen bei der Untersuchung. Sie hat die Diagnose von einer zweiten Heilpraktikerin überprüfen und bestätigen lassen und mit zwei Gynokologen Gespräche geführt, ohne sich aber untersuchen zu lassen. Wir haben uns dann intensiv über das Thema Endometriose informiert, aber die Heilungschancen waren ziemlich schlecht. Sogar eine Totaloperation wurde diskutiert - jedoch ohne manifestes Ergebnis. Mittlerweile konnten wir wegen der Schmerzen gar keinen Geschlechtsverkehr mehr haben, das ist jetzt drei Jahr her. Ich habe immer versucht sie so gut ich konnte zu unterstützen ohne sie zu drängen, oder psychisch unter Druck zu setzen. Aber auch für mich wurde die Situation immer unerträglicher. Wir haben auf Urlaub verzichtet, von unseren Freunden haben wir uns immer mehr zurückgezogen, obwohl sie tapfer gegen die Schmerzen gekämpft hat und sogar unsere Lieblingsbeschäftigung - Ausflüge - waren kaum noch möglich.

Ich war verzweifelt, fühlte mich um unser (und mein) Leben betrogen und gab ihr innerlich die Schuld an diesem Zustand. Im Juni 2001 habe ich dann eine Affäre mit einer anderen Frau begonnen, die bis in den September anhielt. Meine Frau ist (natürlich) dahinter gekommen und nach einer intensiven Aussprache waren wir beide bereit für einen neuen Anfang. Teil der Abmachung war aber auch, dass sie sich nun aber wegen ihrer Krankeit auch in Behandlung begibt. Aber wie das im Leben so geht - es gibt immer etwas wichtigeres. Im März 2002 ist sie dann mit Anämie und akutem Nierenversagen notfallmäßig in das Krankenhaus eingeliefert worden. Die Diagnose: Gebärmutterhalskrebs im Stadium 4!

Nach 2-monatiger Bestrahlung konnte ich sie wieder mit nach Hause nehmen. Die Ergebnisse waren sehr gut, jedoch hatte sie durch die Bestrahlung massive Magen-Darm Probleme und konnte deshalb nicht richtig Essen. Eine Reha lehnte sie zunächst kategorisch ab - der Hausarzt wirds schon richten! Ich habe auch jetzt wieder diese Gratwanderung zwischen Ermahnen und Beruhigen gewählt und sie weiterhin zu nichts gedrängt. Manchmal haben wir uns aber auch ganz schön gefetzt, besonders wenn sie wieder eimal extrem stur war.

Am 8. Dezember 2002 ist sie in der Uniklinik Giessen verstorben - nicht am Krebs, sondern an einer Lungenentzündung!

Ich habe das nicht geschrieben um Dich traurig zu machen, sondern um Dir zu sagen, dass es keinen "richtigen" Weg gibt. Du musst einfach alles tun, was Du für Dich selbst verantworten kannst und für richtig erachtest, denn am Ende musst Du mit dem Ergebnis leben und in dieser Erfahrung bist Du ganz alleine!

Ich wünsche Euch beiden viel Glück - sag´ Deinem Freund, er soll sich nicht so verdammt wichtig nehmen!

Frohe Weihnachten

Wilfried

:)

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  • 2 weeks later...

Hallo,

also da muß ich dir recht geben. Ich habe am anfang versucht meine Krankheit vor meiner Freundinn zu verstecken aber irgendwann ging es dann nicht mehr:-)

Sie hat absolut keine proleme damit und das finde ich klasse. Ich meine währe sie nicht in so einer zeit bei mir wüßte ich das sie mich nicht lieben kann da liebe sowas einfach nicht schlimm empfinden kann schließlich kann diese krankheit jeden treffen.

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  • 2 weeks later...

Hallo zusammen

Also jetzt muß ich auch mal was loswerden.

Ich wahr jahrelang aus Angst wegen meiner Pso alleine, seit letztem Jahr hab ich nun eine Partnerin gefunden,

die meine Pso in keinster weise stört, mir war es am Anfang sehr peinlich , die Stellen sind bei mir auf dem Kopf, hinter den Ohren, auf den Schultern, Bauch und den Unterschenkel. Da Sie ein Baby von jetzt 10 Monaten hat , ist auch immer reichlich Baby Oel im Hause, damit reib Sie mich dann Abends ein und Massiert mich.Es ist nicht nur entspannend erotisch, nein , morgens nach dem Duschen sind dann nur noch rote Schuppenfreie Flecken übrig.

Die werden dann mit Mykalon Creme noch mal eingerieben, nach 10 Minuten abgewaschen, und nochmals mit Zyklonien Gel eingerieben.

Es hatte ne Zeit gedauert bis ich den inneren Schweinehund überwunden hatte, auch bestärkt von meiner Partnerin, um mich so zu zeigen wie ich bin.

Ändern kann man ( frau ) z.Z. halt noch nichts , und muß eben das beste daraus machen.

So geliebt zu werden wie man ist, kommt auch der Seele zugute, und im Moment fühl ich mich wieder richtig wohl in meiner Haut.

Gruß

Dieter

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  • 1 month later...

Ich muß doch hier auch mal einen Tip zum besten geben. Felix hat das schon kurz angesprochen. Wenn man das gute Stück mit einer feuchtigkeitscrem einreibt und das ganze einwirken läßt ist die Haut wesentlich flexibler und dann tut es auch nicht mehr so weh...

Ich kann euch die Neutrogena Handcrem empfehlen...

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Ich möchte doch auch mal wieder meinen Senf zu diesem Thema beitragen :):):)

Ich stelle immer wieder fest das wir,die wir betroffen sind offensichtlich größere Probleme mit uns haben als unsere Parner. Meine Parnerin geht damit volkommen relax um während ich manchmal doch recht feindseelig mit mir umgehe.

Ich habe jedoch eines in den Jahren gelernt. Alleine schaffe ich nicht damit umzugehen.Ich brauche einfach Menschen um mich die das was ich empfinde nachvolziehen können.

Deinen Worten Isabell entnehme ich dass Du liebe Isabell Deinen Mann liebst. Er kann es offensichtlich nicht glauben. Das ging mir auch einmal so in meinen Beziehungen. Merkmal einer Hautkrankheit ist, dass sie den Körper mehr oder weniger endstellt.Dadurch fühlen sich viele Betroffene, ich auch , wertlos.Einen so unreinen Menschen kann man doch nicht lieben, meinen einige. Habe ich auch geglaubt. Aber ich muss feststellen das dass nicht stimmt.

Dein Mann hat da wohl eine dicke Mauer um sich herum gebaut,um sich vor der bösen Welt zu schützen. Auch das ist mir nicht fremd. Nur kommt dann auch keine Liebe mehr an ihn herann. Genau darüber muss er sich klar werden. Dann müsst ihr versuchen diese Mauern einzureissen, am besten gemeinsam.Sage ihm und zeige ihm das es dir scheiss egal ist wie er aussieht. Aber das du nicht dultest das er sich einigelt.Ganz wichtig ist der Kontakt zu anderen Menschen, am besten zu mitbetroffenen. Schick ihn mal für 4-5 Wochen in eine Fachklinik wie

Bad Bendheim oder so ähnlich. Dort kommt er mit leuten zusammen die ihm zeigen das er nichts besonderes darstellt.

Das allerwichtigste jedoch ist das Du ihm klarmachst das Du nicht bereit bist auf Deine Bedürfnisse zu verzichten.Ich bin auch im Genitalbereich befallen mal mehr mal weniger. Das hindert mich jedoh nicht darann zärtlich zu meiner Partnerin zu sein. Sucht nach Möglichkeiten wie es geht ohne Schmerzen. Wo ein Wille ist da ist auch ein Weg.

Ich wünsche Euch viel Glück

Peter

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  • 2 months later...
Guest kungfu

mein freund hat auch schuppenflechte und ich liebe ihn so wie er ist, für mich spielt die krankheit keine rolle, leider igelt er sich gern mal ein wenn es darum geht, aber ansonsten haben wir keine probs damit :)

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  • 1 month later...
egleichmcquadrat

wow, wird hier viel geschrieben. ich als schuppi fände es ganz schön auf dem rücken creme verteilt zu kriegen, massiere ihn doch mal mit ´ner oflegecreme, die auch für dich gut ist. aber vielleicht mag er das auch nicht. ist natürlich mal ´n anderes "vorspiel", aber wieso nicht? wenn du da keinen vertrag mit hast?

wollte eigentlich nur mal was schreiben. dazu muss man schon gut mit der PSO leben und sie "annehmen".

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  • 1 month later...

also mein freund hat auch pso und wir sind schon über ein jahr zusammen. als wir uns das erste mal getroffen haben hab ich auch erstmal komisch gekuckt. aber schon nach ein paar stunden war das total nebensächlich, weil es gefunkt hat zwischen uns und bis heute liebe ich ihn wie er ist. zeitweilig tut er mir nur tierisch leid, wenns juckt und dann brennt und dann kann er ewig nich einschlafen und ich kann nichts dagegen tun. deshalb versuche ich auch hier eventuell einen rat zu finden.

aber er hat das jetzt wohl seit ca. 6 jahren (soweit ich weiß) und hat jahre lang verschiedenes, mitunter auch teures zeugs (eigenblutkur und sowas), ausprobiert und hat somit natürlich die schnauze voll vom rumsuchen nach linderungskram. was ich auch verstehen kann.

was mein iegentliches problem is: wenn wir sex haben lösen sich manchmal unterschiedlich große schuppen. ich hab einfach angst dass ich ihm weh tu wenn alles aufgekratzt is und so. auch nach dem sex sagt er oft, dass es brennt.

nun meine frage: kann man da was gegen das brennen machen?

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  • 2 weeks later...
Guest LadyPso

Hallo Franzi,

als Vorspiel ein Vollbad mit Milch & Öl (1L Vollmilch + 1/2 Zahnputzbecher voll Babyöl). Oder beim Sex mit geschmacklosen Joghurt, warm oder kalt, rumschmieren; ist irgendwie geil und tut der Haut gut. Wenn mir die Haut zu trocken ist -brauch ich keinen Sex, weils echt unangenehm ist. Eine Massage mit Vaseline kann mich dann schon überreden...

Gruß LadyPso

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egleichmcquadrat

hm, gegen das brennen kann man nichts machen. das sind dann salze, die in die "wunde" kommen. das ist wie mit einer wunde im meer baden zu gehen. sich lösende schuppen tun nicht weh. creme ihn doch echt mal mit einer urea-creme ein. die tut dir auch gut...

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@e=mc²

Urea ist vielleicht nicht so gut, das kann doch auch brennen falls die Haut rissig ist.

Da finde ich den Joghurt-Vorschlag unserer Lady doch leckerer :)

Babyöl oder Vaseline ist ok, oder, wenn's nicht gar so fettig sein soll, Gleitgel auf Wasserbasis.

Mein Favorit ist da Bio-Glide, ein deutsches Markenprodukt :)

Das verhindert jedenfalls größeren Flurschaden...

Gruß

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egleichmcquadrat

Wer schön sein will.....

Joughurt ist zwar leckerer, löst aber die Schuppen nicht so gut.

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  • 1 year later...

Hi ich grüße alle zusammen,

ich habe selber

extreme Probleme mit der Schuppenflechte im Genitalbereich. Ich kann mir das sehr gut vorstellen wie es deinem Freund geht wenn es um die sexualität in der Parnerschaft geht. Bei mir war es teilweise so schlimm das die Haut afgeplatzt ist wie einne Banane. Ich igelte mich auch ein und und hatte die Lust am Sex total verloren. Es kam noch mit hinzu das meine Partnerin selber mit sich selber zu tun hatte (Suchterkrankung), so das ich selber für mich ein Weg suchen mußte um aus diesem Frust wieder heraus zukommen. Ich habe eine Menge Ärzte aufgesucht, bis ich eine Dermatologin fand die eine Zusammensetzung (Salbe) verschrieben hat, die auch in anderen Salben vorhanden sind, nur die Menge einzelner Kompnenten waren verschieden. Ich habe die Pso damit so einiger maßen damit im Griff bekommen. Es ist so das ich damit etwas besser umgehen kann wie vorher, wo eine leichte Besserung vorhanden ist. Einen Tipp kann ich noch mit auf dem Wege geben!! :):):cool: Erst mal hat dein Männe den Vorteil er hat jemanden der ihm zur Seite steht. Wenn dein Freund wieder spaß am Sexleben haben, gönnt euch einen mehrwöchigen Liebesurlaub im Süden am Meer. Ich war 93 vier Wochen in Südfrankreich mit meienmWomo unterwegst den ganzen Tag Sonne und Meer. Nach ein einer Woche war fast nichts mehr von der Schuppenflechte im Genitalbereich zu sehen. Ich war so platt und hatte Spaß für ......einfach nur genial. Das gefühl ohne irgentwelchen Scharm mal Sex zu haben war einfach nur super :) . Nach meinem Urlaub hat das ungefähr ein Jahr gedauert bis es so langsam wieder anfing. Für mich steht es fest wo es dieses Jahr wieder hin geht.

Also ihr Zwei ich wünsche euch viel glück und Kraft.

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  • 1 year later...
blackaudicat

Hey Isabell,

kann das in bestimmter Weise nachvollziehen.

Hab seit kurzem Pso an den Brustwarzen. Ich möchte das meinem Schatz auch nicht unbedingt zumuten!

Aber ihm scheint es nichts auszumachen... ich vermute mal DAS ist Liebe ;-)

Bin stolz ihn zu haben! Er baut mich immer auf und akzeptiert mich so wie ich bin!

Stell mir das auch etwas schwer vor Pso im Genitalbereich zu behandeln. Von daher wünsch ich euch das ihr einen Weg findet (aufbau)!!!!

Lieblingsgrüße

blackaudicat

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Guest greeky

Dies ist zwar ein uralter Thread (aus dem Jahre 2003), den ihr da gerade wieder ausgegraben habt, aber anscheinend kein minder aktuelles Thema...

Ich empfehle "Kaufmanns Kindercreme", riecht in der Dose zitronig, nach dem Auftragen dann eher nach Vanille (sehr interessant!). Was eigentlich für die wunde Babyhaut gedacht ist, lässt sich mit etwas Phantasie durchaus auch ins Liebesleben integrieren.

Es sollte in einer gut funktionierenden Partnerschaft absolut kein Problem sein, auch rein Pso-mässig auf den Partner Rücksicht zu nehmen. Klar, wenn's untenrum ziept und zwickt, dann macht auch der Sex keinen richtigen Spass, aber wenn's nur an der trockenen schuppigen Haut liegt (äh, rein psomässig meine ich jetzt :( ), dann ist eine gegenseitige Massage oder ein Eincremen schon eine feine Sache...

Sex mit Pso sollte eigentlich kein Problem sein, Sex TROTZ Pso lautet die Lösung...

Findet ihr eigentlich, daß "Sex mit Psoriasis" eher ein Tabuthema ist (denn auch diese Meinung hörte ich bereits vereinzelt...)?

Nö, ich finde eigentlich nicht...

Gruß

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  • 5 months later...

Hallo Isabel,

ich heiße Simone und bin 24 und habe schon seit meinem 16. Lebensjahr Schuppenflechte und das sehr extrem. Was mir immer geholfen hat (bzw. habe ich es darüber auch mal ganz weg bekommen) sind Fumaderm-Tabletten, die Besten auf dem Markt im Moment. Hat Dein Freund diese schonmal pobiert???

Eine Frage an Dich habe ich auch mal: Wie war das eigentlich mit der Sexualität für Dich?

Liebe Grüße

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