Die Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz lädt zu einer Online-Veranstaltung über "Rheuma bei Kindern" ein. Die Veranstaltungen finden online über Microsoft Teams statt, so dass Betroffene aus ganz Deutschland teilnehmen können.
Referen ist Dr. Boris Hügle, Chefarzt der Kinder- und Jugendrheumatologie im Rheumazentrum Rheinland-Pfalz.
Anmeldungen gehen an: info@rheuma-liga-rlp.de
Die Veranstaltung ist kostenlos.
06.05.2026 14:00
Kleine Leidensgeschichte plus kleine persönliche Lösung
Hallo Forum,
wie wohl die meisten hier habe ich mich mit dem Problem Schuppenflechte schon seit Jahren auseinander zu setzten. Mittlerweile habe ich gelernt, wo bei mir die Schuppenflechte herkommt und wie ich das Problem in den Griff bekomme. Es ist natürlich nur eine persönliche Lösung und hat sicher keinen großen allgemeinen Wert, dennoch möchte ich meine kleine Story plus meine kleine persönliche Lösung hier kurz schildern; vielleicht trifft diese Geschichte auch auf den ein oder anderen Leser dieses Forums zu und vielleicht hilft meine kleine persönliche Lösung ja auch dem ein oder anderen Leser hier.
Kurze Geschichte
Schuppenflechte kenne ich schon seit meiner Jugendzeit, damals eher harmlos. Über die Jahre verschlechterte sich das Krankheitsbild. Irgendwann erkannte ich einen klaren Zusammenhang: die Menge meines Alkoholkonsums korreliert mit der Ausprägung meiner Hautkrankheit, je mehr Alkohol ich zu mir nehme, umso stärker tritt die Schuppenflechte in Erscheinung. Verzichtete ich ganz auf Alkohol, bildet sich die Flechte zunächst Tag für Tag etwas zurück und verschwindet schließlich vollständig, ohne irgendwelche Spuren oder Narben zu hinterlassen.
Persönliche Situation: als langjähriger Single wurde es für mich zur Gewohnheit abendlich zwei bis drei Biere zu trinken, oder eine dreiviertel Flasche Wein zu konsumieren, die Schuppenflechte entwickelte sich über die Jahre, bis sich schließlich etwa Handteller große und juckende Flecken an den Ellbogen zeigten und einige etwas kleinere Flecken an den Unterschenkeln auftraten.
Vor Kurzem lernte ich eine Frau kennen und überlegte, wie ich jetzt mit meiner Flechte umgehen soll. (Für mich persönlich ist es eigentlich gar nicht so schlimm in meinen eigenen Schuppen aufzuwachen und mir die Blutspuren im Bett vom nächtlichen Kratzen anzusehen, aber was soll meine neue Frau davon halten, wie soll sie sich damit fühlen?)
Ich hab nachgedacht und fand eine einfache Lösung: Du hast Wunden, verbinde sie!
Ich wollte nicht, dass jemand meine verkratzten Flecken sehen muss und in meinen Schuppen aufwacht. Ich lies den regelmäßigen abendlichen Schoppen weg, um die Krankheit zu lindern und überklebte die Flecken mit elastischem Pflaster (Flexomull, irgendwie sowas…) – und war verwundert:
1. das Pflaster war weich und anschmiegsam
2. ich seh die Wunden nicht mehr, sie sind überdeckt
3. ich kratz nicht mehr so viel (vielleicht auch, weil die Wunden nicht mehr so stark gereizt werden).
4. ich wache auf und mein Bett weist weder Schuppen noch irgendwelche Blutspuren auf (und wenn ich mich doch kratzte, ist immer noch ein Flies darüber, ich kratze nicht mehr direkt auf der Haut).
Was ich sagen will:
Keine Medikation, keine Salbe, keine Tinktur hat bei mir je geholfen, bei mir wirkt nur der vollständige Verzicht auf Alkohol. Da ich jetzt nichts mehr trinke, erleichtere ich mir die Zeitspanne bis zum gänzlichen Abklingen der Symptome durch einfaches Überkleben mit geeignetem Pflaster (die Freundin hat sich gefreut).
Und:
Für mich ist klar, selbst wenn das mit der neuen Beziehung nichts dauerhaftes werden sollte, die Sache mit dem Pflaster behalte ich bei, es kostet nicht viel und wirkt für mich sehr lindernd.
Viele Grüße
Euer Neverkien