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Richard-Paul

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In der vergangenen Woche wollte ich einen zusammenfassenden Bericht über UVB-Bestrahlung schreiben; daraus wurde aus anderen Gründen leider nichts (vielleicht nach meinem nächsten Urlaub)!

Aus den vielen Anfragen, die zu mir über PN kommen, habe ich einige allgemein interessierende Teile "herauskopiert". (Mit Wiederholungen einzelner Aussagen +/- Kürzungen)

Alle Erklärungen von mir betreffen eine UVB-Handlampe mit 311nm für den Hausgebrauch. > Zur gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten kann ich nichts sagen.

Fragen zur Anwendung:

Die größten Fehler, die am Anfang mit einem UVB-Lichtkamm mit 311nm gemacht werden, sind

1.) die Ungeduld (Regelmäßigkeit ist wichtig);

2.) weil man in den ersten Tagen nichts sieht an Erfolg, wird gleich zulange bestrahlt und schon ist ein erster, schmerzhafter Sonnenbrand da;

3.) am Anfang werden die dicken Schuppen erst mal viel fürchterlicher aussehen; - dass aber ist der Anfang des Erfolges. [es gibt eine Menge Bilder von mir im Forum mit "vorher" und "nachher"].

4.) die Haut muss vor dem Bestrahlen fettfrei sein.

Ältere PSO-Stellen brauchen länger in der Bestrahlung. Neue PSO-Stellen sind bei mir mit einer Woche Bestrahlung wieder verschwunden. - Die Bestrahlungszeit auf max. 4 Minuten pro Stelle erhöhen; alles mehr bringt nichts. Wenn die Stellen "verschwunden" sind (wie das Auge es empfindet), ruhig noch mit ca. 1 Minute eine Zeitlang nachbestrahlen.

Ich habe mit 45 Sekunden pro Stelle begonnen (da ich ein Hauttyp bin, der viel Sonne verträgt) und dann immer um 10 % gesteigert; - das ist am Anfang sehr langweilig, aber besser als eine Verbrennung. > Eine PSO-Stelle ist tatsächlich etwas größer, als unser Auge es sehen kann. Daher großflächig überlappend von zwei Seiten her bestrahlen (bei mir beginnend mit jeweils 45 Sekunden); dabei macht es nichts, dass die Mitte mehr Bestrahlung abbekommt; - und auf jeden Fall eine Uhr mit Sekunden-Zeiger nehmen, weil sonst das Warten auf das Ende der Bestrahlungszeiten zu einer "Unendlichkeit" werden kann. [Am besten ist mit geschlossenen Augen mitzählen]. - Nach einigen Tagen kann man sehen, wie sich die "kranke" PSO-Haut zu "kräuseln" beginnt. >> Wenn man nur die Mitte bestrahlt, "treibt" es die Ausbreitung der Stellen nach außen. >> Wenn man später eine neue, kleine PSO-Stelle bekommt, kann man auch ein Blatt Papier nehmen, ein ca. 5-mal größeres Loch schneiden und nur diesen Teil der Haut bestrahlen; - Nachteil: die rötlich, braunen Ränder auf der Haut sind sehr scharf abgegrenzt zur helleren Haut, was vor allem Frauen nicht gefallen dürfte. - Der Farbton gleicht sich im Laufe der nächsten 2 Jahre (oder 1 Sonnenurlaub) wieder an.

>> Das Bewegen der Lampe habe ich am Kopf unter den kurz geschnittenen Haaren gemacht, weil der Schatten der Haare für eine „Heilung „stört (ich bestrahle ohne Kammaufsatz). Diesen Effekt kann unser Auge nicht sehen, weil es sich auf verschiede Helligkeiten einstellt. Nur bei einer Aufnahme mit der Kamera kannst Du diesen Effekt erkennen, daher blitze ich trotz greller Sonne beim Fotografieren im Nahbereich.

Bei Bestrahlung im Genitalbereich wesentlich kürzere Bestrahlungszeiten anwenden, da die Haut empfindlicher ist.

Am nächsten Tag vor dem Bestrahlen nicht vergessen, die PSO-Stellen mit einem feuchten Lappen abzuwischen (Fett verhindert die Durchdringung der UVB-Strahlen). >> Die UVB-Strahlen sind für unser Auge nicht sichtbar (Black-Light); das Licht, das Du siehst, ist nur "zugeschaltetes" Licht, weil man sonst nicht sehen kann, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist.

Die zu bestrahlende Haut sollte immer fettfrei sein; also am besten gleich nach dem Duschen und Abtrocknen, = danach gleich bestrahlen, bzw. die Hautstellen vor dem Bestrahlen feucht abwischen. Auch die Glas-Schutzscheibe sollte immer fettfrei sein (was schnell durch berühren kommen kann); dies kann man gut erkennen, wenn man im ausgeschalteten Zustand ganz schräge drauf schaut. > Nach Bestrahlungspausen von mehreren Tagen immer wieder mit kleineren Zeiten beginnen (auch wenn es am Anfang als langwierig erscheint)!

Fragen zum Kauf eines UVB-Lichtkammes:

Eine UVB-Lampe bezahlt die Krankenkasse; - Du must nur auf jeden Fall vor einem Kauf bei Deiner KK einen Antrag stellen. Solltest Du eine Ablehnung erhalten, schicke ich Dir mal einen langen Bericht, was zu tun ist.

Beim Kauf darauf achten, dass es ein UVB-Lichtkamm ist mit 311nm; - meiner hat 2012 = 259,00 € gekostet.

Irgendeine UV-Bestrahlungslampe zu nehmen wäre ein katastrophaler Fehler, es gibt viele für andere Zwecke (darüber gibt es einen Beitrag im Forum; ich weiß aber nicht unter welchem Titel).

Grundsätzlich: Geduld am Anfang ist das oberste Gebot, weil Du Dich sonst gleich verbrennst und somit die Lust verlierst. - Warum ich 20 Jahre gebraucht habe bis alles verschwunden war? - auch ich war nachlässig, bzw. hatte keine Zeit. So sind meine PSO-Stellen immer wieder gewachsen; sie haben aber immer gegen meine UVB-Lampe verloren.

Bei der Antragstellung: in der Zwischenzeit kannst Du Dir schon mal ein Angebot von einem Lichtkamm (im Internet unter UV-Lichtkamm suchen) kommen lassen. - Dann brauchst Du (wenn die KK es genehmigt) ein Attest von einem Arzt (dies machen viele nicht gerne, weil sie einen Patienten verlieren, der sich zu Hause pflegt).

Lass Dir von Deiner KK eine Zustimmung (dass sie Dir den Lichtkamm bezahlen = ./. 10,-€ Gebühr) bitte schriftlich geben; die KK machen dies gern am Telefon und eine andere Stelle bei der KK weiß hinterher nichts davon.

Frage wo es Ersatzlampen UVB 311nm gibt:

Der Hersteller meiner Lampe ist in Deutschland:

A.L.T. GmbH Lichttherapietechnik

Thura Mark 10

06780 Zörbig

Tel.: 034956/20056

www.alt-lichttherapietechnik.de

Ersatzlampen sollen ca. 100,- € kosten (ich nehme an = 2 Stück).

Eine UVB-Lampe 311nm (das Black-Light) sollte 300 Stunden halten [man kann allenfalls merken, dass die Wirkung nachlässt. Sehen kann man nichts am Licht. Ggf. die Bestrahlungszeit erhöhen.].

Wer Erfolg hat in der Beschaffung von Ersatzröhren UVB 311nm , der schreibe es bitte hier im Forum.

Dies sind Auszüge aus einzelnen, gekürzten PN-Mitteilungen!

LG

Richard-Paul

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Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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hallo, Richard-Paul -

ich verstehe deinen letzten Satz nicht - dies sind Auszüge aus einzelnen, gekürzten PN-Mitteilungen! Schreibe doch einfach hier im Forum, was du meinst - die PN interessieren mich überhaupt nicht ehrlich gesagt.

Ich finde deinen Eintrag gut. Allerdings lasse ich mich nie wieder bestrahlen, denn ich wurde in einer Reha verbrannt und mein Lebensgefährte beim Dermatologen !! Es wurden Aufnahmen gemacht in der Praxis, aber es kam keine Entschuldigung - nur in etwa so - au weia, da muss nun Kortisoncreme drauf - ja DANKE !!

In einer Reha hatte ich einen Lichtkamm und es hat mich so gegruselt, weil der überhaupt nicht gereinigt wurde. Ein fettiger, leicht bräunlicher Belag war an dem Gerät zu erkennen und Haare waren auch noch auf den 'Borsten' des Kammes - ich könnte mich jetzt noch übergeben. Ich habe Lichtkamm Lichtkamm sein lassen und habe die zwanzig Minuten lang gelesen -

Allerdings war ich damals so mit meiner Krankheit am A.... , dass ich nicht rebelliert habe - heute würde ich es tun - und wie - :achtung: -

wieder zu Hause, habe ich meine damalige Dermatologin auf den Lichtkamm angesprochen und sie meinte, sie hat nur einen, der von Patient zu Patient weitergereicht wird in einem Zeitraum von vier Wochen. Leider habe ich an ihr meinen ganzen Frust aus der Reha rausgelassen und sie hat mir ein Rezept für die Krankenkasse ausgestell und somit bekam ich einen neuen Lichtkamm. Zuzahlung € 10,-- , wie R.P. oben schon schrieb.

Ja, mal wieder ein langer Bericht von mir - ich möchte euch Mut machen - lasst euch auf keinen Fall alles gefallen -

nette Grüsse sendet - Bibi -

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meine PSO reagiert leider kaum auf den Lichtkamm wie ich bereits schrieb, den Kamm bei Hautbestrahlung abzunehmen trau ich mich nicht da ich schon einen Sonnenbrand hatte, vielleicht lags auch an den Kortisonprodukten vorher, ich probiers trotzdem weiter.

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meine PSO reagiert leider kaum auf den Lichtkamm wie ich bereits schrieb, den Kamm bei Hautbestrahlung abzunehmen trau ich mich nicht da ich schon einen Sonnenbrand hatte, vielleicht lags auch an den Kortisonprodukten vorher, ich probiers trotzdem weiter.

Da hast Du sinnvoll gehandelt, ich würde da nicht weiter herumexperimentieren. Der Kamm ist eben für den Kopf und ggf. kleine Liasionen wie z.b.am Ohr. Sich damit am ganzen Körper partiell abwechselnd zu bestrahlen halte ich persönlich für gefährlich und auch schwer durchzuführen und zu kontrollieren. Dazu gibt es eben andere Möglichkeiten auch die es beim Hautarzt machen zu lassen.

Gruß Lupinchen

Edited by Lupinchen
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Da hast Du sinnvoll gehandelt, ich würde da nicht weiter herumexperimentieren. Der Kamm ist eben für den Kopf und ggf. kleine Liasionen wie z.b.am Ohr. Sich damit am ganzen Körper partiell abwechselnd zu bestrahlen halte ich persönlich für gefährlich und auch schwer durchzuführen und zu kontrollieren. Dazu gibt es eben andere Möglichkeiten auch die es beim Hautarzt machen zu lassen.

Gruß Lupinchen

Danke Lupinchen,

ich experimentiere trotzdem noch etwas, aber eben mit Kammaufsatz, 2 Stellen haben sich innerhalb

von 14 Tagen verändert, was mich wundert, das Teil (Dermfix) hat zu 90% gute Bewertungen von

Neurodermitis und Pso-Patienten (es sei denn die sind gefälscht :-)) Beim Hautarzt bin ich ja erst

im April und Bestrahlungen dort würde ich ungern machen, es gibt aber auch Großgeräte, die man

auf Zeit mieten kann wie ich hörte.

Viele Grüße der Unerforschte :-)

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Richard-Paul

Hallo,

nachdem ich demnächst wieder mehrfach in Urlaub fahre, bin ich für Eure Fragen nicht immer erreichbar.
Daher hier eine Zusammenfassung wichtiger Einzelheiten für die UVB-Heim-Bestrahlung mit einem Lichtkamm 311 nm.
Meine Angaben beziehen sich auf eine Haut, die nicht mit Medikamenten oder Kortison behandelt wird oder wurde.
1.) Sinn der Bestrahlungsbehandlung ist es, der befallenen Haut möglichst viel UV-Licht mit dem richtigen Strahlungsspektrum zuzuführen, um die Rückbildungen der Hauterscheinungen zu erreichen.
2.) Die Bestrahlungszeit ist dann richtig gewählt, wenn ein Sonnenbrand gerade noch vermieden wird. Die Sichtbarkeit eines Sonnenbrandes ist erst nach ca. 24 Std. zu sehen (zu merken).
3.) Die Haut muss erst langsam an die Bestrahlung gewöhnt werden (wie in der Natursonne auch). Da sich unsere Haut an das UV-Licht gewöhnt, ist es möglich und notwendig, die Bestrahlungszeit fortlaufend zu steigern, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. – Die Schutzwirkung gegen das UV-Licht verliert sich wieder bei einer längeren Unterbrechung der Bestrahlung. Daher ist es unbedingt notwendig bei einer Unterbrechung mit den Anfangsbestrahlungszeiten zu beginnen. > Gerade zu Beginn der UV-Lichtbehandlung kommt es darauf an, dass die Bestrahlung regelmäßig, d.h. möglichst täglich mit 24-stündigem Abstand erfolgt. >> Es gibt keine feste Regel, nach wie viel Bestrahlungen die Wirkung einsetzt. >> Einzelne Hauptstellen reagieren schneller, andere langsamer auf die Wirkung. Ältere PSO-Stellen brauchen länger, bis sie auf die Bestrahlung ansprechen. >> Nach Rückbildung der Hauterscheinungen wird die Häufigkeit der Bestrahlungen langsam verringert, um sie schließlich zu beenden.
4.) Die Bestrahlungszeit hängt vom jeweiligen Lichttyp des einzelnen ab. Empfindliche Typen [rothaarig, häufig Sonnenbrand] beginnen mit 15 Sekunden Anfangsbestrahlungszeit; blonder, hellhäutige beginnen mit 30 Sekunden; gut Sonne verträgliche mit 40 Sekunden. Die Folgebestrahlung erfolgt bei allen Hauttypen mit ca. 30 % der vorhergehenden Bestrahlungszeit. Die max. Bestrahlungszeit pro Stelle beträgt 3-4 Minuten. (Längere Bestrahlung ist nur unnützer Verschleiß der Röhren und bringt keinen besseren Erfolg).
5.) Die Bestrahlung niemals im Liegen vornehmen (Gefahr des Einschlafens)!
6.) Die befallene Haut muss vor!!!! der Lichtbehandlung möglichst gut von den Schuppen und vom eigenen Fettfilm befreit werden. Am besten ist es nach dem Duschen zu bestrahlen; ansonsten die Haut mit einem nassen Waschlappen abwischen (reiben), dass keine Blutung auftritt; keinesfalls die Schuppen mit den Fingernägeln abkratzen.
7.) Bei Benutzung des Kammaufsatzes ganz langsam und systematisch gegen die natürliche Fallrichtung des Haares durchkämmen. > Vor der Bestrahlung die Haare leicht anfeuchten und abtrocknen. – Haare niemals vor der Bestrahlung mit Shampoo waschen; (das Eindringen der Strahlen in die Kopfhaut wird sonst erschwert).
8.) Beim Auftreten von Sonnenbrand darf die Bestrahlungszeit nicht gesteigert werden.
9.) Empfindliche, dünnere Haut (Genitalien, Brustbereich bei Frauen, usw.) muss mit noch geringeren Bestrahlungszeiten begonnen und gesteigert werden.
10.) Achtung: Bestimmte Medikamente und Salben wirken auf die Haut lichtsensibler und bringen daher einen verstärkten Effekt bei UVB-Bestrahlung [siehe: PUVA]. Die Bestrahlung kann in diesem Fall zu einer Verschlechterung der PSO-Stellen führen (z.B. bei Pigmentstörungen, Herpes, Aids, vorzeitige Hautalterung; >> bei immununterdrückender Medikamente – nach Nierentransplantation – ist besondere Vorsicht geboten). Bitte den Arzt fragen.
11.) Eine Hautpflege mit Cremes muss immer nach der Bestrahlung durchgeführt werden; vor allem bei trockener Haut ist dies sinnvoll (eincremen).
12.) Die Glasplatte (Schutzscheibe) sollte immer sauber und fettfrei sein; ggf. mit einem feuchten Lappen abwischen!
13.) Ich möchte nochmals ganz besonders darauf hinweisen: Geduld am Anfang ist sehr wichtig!!!!!!! Gerade in den ersten Tagen sieht man wenig oder nichts an Erfolg und meint, ruhig etwas mehr an Bestrahlungszeit den PSO-Stellen zu geben; - ein gewaltiger Irrtum und total falsch.
14.) Sicherlich habe ich noch einiges vergessen; ggf. per PN anfragen.

Und bei Beachtung dieser Maßnahmen gibt es dann diese Erfolge, wie die anhängenden Bilder meiner PSO-Stellen zeigen (Vergleich während der „schlimmen Zeit“ und wie heute diese Stellen aussehen). Ich habe nie Cortison und/oder Medikamente genommen!

 

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Viel Erfolg

Richard-Paul
 

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Hallo,

nachdem ich demnächst wieder mehrfach in Urlaub fahre, bin ich für Eure Fragen nicht immer erreichbar.

Daher hier eine Zusammenfassung wichtiger Einzelheiten für die UVB-Heim-Bestrahlung mit einem Lichtkamm 311 nm.

Meine Angaben beziehen sich auf eine Haut, die nicht mit Medikamenten oder Kortison behandelt wird oder wurde.

1.) Sinn der Bestrahlungsbehandlung ist es, der befallenen Haut möglichst viel UV-Licht mit dem richtigen Strahlungsspektrum zuzuführen, um die Rückbildungen der Hauterscheinungen zu erreichen.

2.) Die Bestrahlungszeit ist dann richtig gewählt, wenn ein Sonnenbrand gerade noch vermieden wird. Die Sichtbarkeit eines Sonnenbrandes ist erst nach ca. 24 Std. zu sehen (zu merken).

3.) Die Haut muss erst langsam an die Bestrahlung gewöhnt werden (wie in der Natursonne auch). Da sich unsere Haut an das UV-Licht gewöhnt, ist es möglich und notwendig, die Bestrahlungszeit fortlaufend zu steigern, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. – Die Schutzwirkung gegen das UV-Licht verliert sich wieder bei einer längeren Unterbrechung der Bestrahlung. Daher ist es unbedingt notwendig bei einer Unterbrechung mit den Anfangsbestrahlungszeiten zu beginnen. > Gerade zu Beginn der UV-Lichtbehandlung kommt es darauf an, dass die Bestrahlung regelmäßig, d.h. möglichst täglich mit 24-stündigem Abstand erfolgt. >> Es gibt keine feste Regel, nach wie viel Bestrahlungen die Wirkung einsetzt. >> Einzelne Hauptstellen reagieren schneller, andere langsamer auf die Wirkung. Ältere PSO-Stellen brauchen länger, bis sie auf die Bestrahlung ansprechen. >> Nach Rückbildung der Hauterscheinungen wird die Häufigkeit der Bestrahlungen langsam verringert, um sie schließlich zu beenden.

4.) Die Bestrahlungszeit hängt vom jeweiligen Lichttyp des einzelnen ab. Empfindliche Typen [rothaarig, häufig Sonnenbrand] beginnen mit 15 Sekunden Anfangsbestrahlungszeit; blonder, hellhäutige beginnen mit 30 Sekunden; gut Sonne verträgliche mit 40 Sekunden. Die Folgebestrahlung erfolgt bei allen Hauttypen mit ca. 30 % der vorhergehenden Bestrahlungszeit. Die max. Bestrahlungszeit pro Stelle beträgt 3-4 Minuten. (Längere Bestrahlung ist nur unnützer Verschleiß der Röhren und bringt keinen besseren Erfolg).

5.) Die Bestrahlung niemals im Liegen vornehmen (Gefahr des Einschlafens)!

6.) Die befallene Haut muss vor!!!! der Lichtbehandlung möglichst gut von den Schuppen und vom eigenen Fettfilm befreit werden. Am besten ist es nach dem Duschen zu bestrahlen; ansonsten die Haut mit einem nassen Waschlappen abwischen (reiben), dass keine Blutung auftritt; keinesfalls die Schuppen mit den Fingernägeln abkratzen.

7.) Bei Benutzung des Kammaufsatzes ganz langsam und systematisch gegen die natürliche Fallrichtung des Haares durchkämmen. > Vor der Bestrahlung die Haare leicht anfeuchten und abtrocknen. – Haare niemals vor der Bestrahlung mit Shampoo waschen; (das Eindringen der Strahlen in die Kopfhaut wird sonst erschwert).

8.) Beim Auftreten von Sonnenbrand darf die Bestrahlungszeit nicht gesteigert werden.

9.) Empfindliche, dünnere Haut (Genitalien, Brustbereich bei Frauen, usw.) muss mit noch geringeren Bestrahlungszeiten begonnen und gesteigert werden.

10.) Achtung: Bestimmte Medikamente und Salben wirken auf die Haut lichtsensibler und bringen daher einen verstärkten Effekt bei UVB-Bestrahlung [siehe: PUVA]. Die Bestrahlung kann in diesem Fall zu einer Verschlechterung der PSO-Stellen führen (z.B. bei Pigmentstörungen, Herpes, Aids, vorzeitige Hautalterung; >> bei immununterdrückender Medikamente – nach Nierentransplantation – ist besondere Vorsicht geboten). Bitte den Arzt fragen.

11.) Eine Hautpflege mit Cremes muss immer nach der Bestrahlung durchgeführt werden; vor allem bei trockener Haut ist dies sinnvoll (eincremen).

12.) Die Glasplatte (Schutzscheibe) sollte immer sauber und fettfrei sein; ggf. mit einem feuchten Lappen abwischen!

13.) Ich möchte nochmals ganz besonders darauf hinweisen: Geduld am Anfang ist sehr wichtig!!!!!!! Gerade in den ersten Tagen sieht man wenig oder nichts an Erfolg und meint, ruhig etwas mehr an Bestrahlungszeit den PSO-Stellen zu geben; - ein gewaltiger Irrtum und total falsch.

14.) Sicherlich habe ich noch einiges vergessen; ggf. per PN anfragen.

Und bei Beachtung dieser Maßnahmen gibt es dann diese Erfolge, wie die anhängenden Bilder meiner PSO-Stellen zeigen (Vergleich während der „schlimmen Zeit“ und wie heute diese Stellen aussehen). Ich habe nie Cortison und/oder Medikamente genommen!

 

 

Richard-Paul

 

 

 

....na ob wir das überleben das du solange hier nicht schreiben kannst. Also ich nehme meinen Laptop immer mit in den Urlaub. Sitzt dann auch wieder der nette kompetente Radiologe neben Dir  im Flieger?

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Richard-Paul

Hallo Lupinchen,

 

kannst Du mir mal sagen, was es soll, dass Du (nicht nur hier; auch von anderen Schreibern) immer die langen Beiträge zitierst??? Sinnlose Belegung ("Vermüllung" nenne ich das) des Festplattenspeichers [wenn es Dich interessiert, zeige ich Dir mal per Foto, wie so etwas "innen" aussieht].

Meinen Beitrag kann auch jeder etwas höher lesen!

Soll ich den Radiologen von Dir grüßen? - Und so weicht man schon wieder vom Thema ab, was aber nur bei Richard-Paul schlimm ist, nicht bei denen, die darüber schimpfen. - Das drücken des roten Buttons durch Dich hätte auch gereicht!

 

LG

Richard-Paul

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......stimmt mit dem zitieren, als es mir auffiel hatte ich keine Lust es noch zu ändern. Und soviel wie Du weiß ich über EDV bestimmt und wenn nicht, hab ich einen echten Fachmann im Hause.

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Richard-Paul

Zur Grundlage meiner Ausführungen und meines Wissens zu UVB vom 04. März 2013 möchte ich folgende Ergänzungen machen:

15.) Meine Ausführungen und Erkenntnisse beruhen auf 2 Besuche beim Kauf meiner ersten beiden UVB-Lampen beim Inhaber des Herstellers in Rosenheim. Diese Firma gibt es – aus altergründen – inzwischen nicht mehr. – Vom Inhaber wurde ich am 09.01.1992 in einer mehr als 4-stündigen Beratung über UVB-Bestrahlung eingewiesen (was damals für den Privat-Gebrauch noch viel Neuland war). Dieser Inhaber zeigte mir auch, wie es aussieht, wenn man sich mit der UVB-Lampe einen „Sonnenbrand“ holt (an seinem eigenen Bein).
Der Inhaber sagte mir auch, dass es am sinnvollsten sei mit 2-3 mm Abstand zu bestrahlen; - in der Praxis lege man den UVB-Lichtkamm auf die betreffenden Hautstellen auf; - Nachteil: die Acrylglasscheibe wird durch Hautfett verschmutzt, was die Durchlässigkeit der UVB-Strahlen vermindert. >> Allein durch den Kammaufsatz beträgt der Abstand zwischen „null“ cm und ca. 3 cm; - was alles richtig ist.
Beim 2. Besuch am 30.08.1999 ging es um den praktischen Austausch von meinen eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen (von inzwischen) anderen Anwendern.

16.) Ich selbst lege meinen UVB-Lichtkamm zu 90 % auf die PSO-Stellen direkt auf.

17.) In der Zeit von 1992 bis 2012 (Benutzung der ersten 2 Lichtkämme; 2012 den 3. Lichtkamm gekauft) habe ich längere Zeiträume nicht bestrahlt, a.) aus Zeitgründen und b) weil ich zu früh aufgehört hatte zu bestrahlen, sodass meine PSO-Stellen wieder gewachsen sind.

18.) Der UVB-Lichtkamm heißt nicht deshalb „Lichtkamm“, weil er nur für die Kopfhaut gedacht ist (wie Lupinchen meinte). Das Wort „Lichtkamm“ hat sich inzwischen etabliert. Bei den meisten Geräten ist der eigentliche Lichtkamm „aufsteckbar“, um ihn auch für die Kopfhaut zu benutzen. Das Handgerät ist für kleinere PSO-Stellen am ganzen Körper gedacht, solange die Gesamtbestrahlungszeit (als Endbestrahlungszeit aller einzelnen Stellen) eine Stunde pro Tag nicht übersteigt; - ansonsten sind größere Geräte erforderlich.

19.) Außer den UVB-Lichtkamm gibt es auch einen UVA-Lichtkamm mit einem anderen Lichtspektrum (der nicht für die PSO geeignet ist). M.W. sehen die Lampen gleich aus.

20.) Von diesen Röhren mit 311 nm gibt es viele gleichaussehende Arten, gleiche Größe, aber mit einem anderen Lichtspektrum; diese Lampen werden z.B. in der Industrie und in Ladengeschäften verwendet. > Die Unterschiede der Röhren kann unser Auge nicht erkennen, da es sich beim Lichtspektrum von 311 nm um „Blacklight“ handelt. – Das sichtbare Licht ist nur „zugeschaltetes“ Licht.

21.) Alle UVB (es gibt auch UVA-) -Lichtkämme müssen eine Positionsnummer nach "§ 128 SGB V" haben, sonst sind sie m.E. für die PSO-Bestrahlung wertlos oder sogar gefährlich für die Haut.
Alle in Deutschland gebauten und hier vertriebenen UVB-Lichtkämme sind im Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen mit einer Positionsnummer nach § 128 SGB V aufgelistet; dies ist nur möglich, wenn sie vorher von unabhängigen Stellen getestet wurden (TÜV?). > Die KK bezahlen dann diese Geräte, weil (und wenn) sie ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot § 1 SGB V. Beim Kauf in Eigenverantwortung auf diese Positionsnummer achten. [sGV = Sozialgesetzbuch].

22.) Es ist nie verkehrt – was ich schon des Öfteren geschrieben habe – einen Facharzt zu Rate zu ziehen. Beim Kauf eines UVB-Lichtkammes muss zuvor festgestellt werden, ob sich um Schuppenflechte handelt, die man behandeln möchte. Bei Hautrötungen oder Ausschlägen kann es sich auch folgende Exantheme handeln: z.B. Pusteln, Quaddeln, Bläschen, Röteln, Masern, Pocken, usw.

23.) Ich würde niemals einen UVB-Lichtkamm kaufen, der in Polen nachgebaut wurde.

24.) Über Hauttypen (3, wie mein Lieferant in Rosenheim sagt oder 4 oder 10) haben wir hier im Forum in einem anderen Thread diskutiert.

25.) Meine Ausführungen ersetzt keine (der heute sehr mangelhaften; so auch bei meinem 3. UVB-Lichtkamm) Gebrauchsanleitung. – Es sind praktische Erkenntnisse aus der Behandlung meiner vergangenen Schuppenflechte.

Ein persönlicher Rat zu Krankheiten im Allgemeinen: Hört mehr auf Eure Selbstheilungskräfte Eures Körpers.

Obiger Beitrag ist meine Meinung als Laie! Er ersetzt weder das eigene Denken, noch den Gang zum Arzt oder anderen Spezialisten und ist nur als Anregung für eigene Recherchen und Überlegungen gedacht! Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, wie du es verstehst!

LG
Richard-Paul

P.S.: Auf unqualifizierte Anwürfe mit nicht nachvollziehbaren Äußerungen antworte ich nicht; durch solche Diskussionen kommt ein Beitrag nur in eine „Schieflage“.

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