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Pilot-Studie: Hochdosierte Vitamin-D3-Therapie


ErikDerRote

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ErikDerRote

Eine kleine Auswahl an interessanten Zitaten:

 

"Enhancing both innate and adaptive immunity is a significant advantage of high-dose vitamin D3 therapy for autoimmune disorders over the current treatment with immunosuppressive drugs."

 

"Doses ranging up to 40,000 IU/day of vitamin D3 are probably safe for healthy individuals and enzyme polymorphisms affecting vitamin D metabolism may conceivably increase tolerability in patients with autoimmune disorders."

 

"High-dose vitamin D3 supplementation to patients with autoimmune disorders is conceivably advantageous over 1,25(OH)2D3 treatment concerning lower calcemic effects and more efficient control of autoimmunity. Administration of 1,25(OH)2D3 or 1,25(OH)2D3 analogs overpasses critical regulatory mechanisms related to the calciotropic effects of vitamin D by directly stimulating intestinal VDR and calcium absorption. In contrast, administration of vitamin D3 increases circulating concentrations of 25(OH)D3, which then faces different renal and extra-renal control mechanisms for expression and activity of the enzyme 1 α-hydroxylase. Renal 1 α-hydroxylase undergoes feedback downregulation (associated with 24-hydroxylase upregulation) by 1,25(OH)2D3 and 1,25(OH)2D3 production is also under strict control of other calcium- and phosphate-regulating hormones (PTH and FGF23)."

 

Kurzum: diese Therapie ist sicher, wirkungsvoll und effektiv und hilft nicht nur bei der Behandlung der Hauterscheinungen der Psoriasis, sondern vorallem auch bei der Vorbeugung von Folgeerkrankungen (Diabetes mellitus, Arteriosklerose, usw.). Wer Bedenken gegen die Aufnahme von künstlichen Vitamin D hat, kann auch seinen Wohnsitz verlegen und mit entsprechender Sonneneinstrahlung seinen Vitamin-D-Spiegel auf natürliche Weise erhöhen. Ob das bei Psoriatikern, die aufgrund der Erkrankung generell niedrigere Vitamin-D-Spiegel als die Normalbevölkerung aufweisen, - welche ohnehin schon traurig tief sind - funktioniert, kann ich nicht genau sagen. Schade nur dass diese Erkenntnisse wohl erst in vielen Jahren bei unseren Hautärzten ankommen. Ich für meinen Teil werde nicht so lange warten und nehme meine Gesundheit selbst in die Hand.

 

Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3897595/pdf/de-5-222.pdf

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Also ich hab das mit dem Vitamin D so verstanden, dass als Folge einer Autoimmunerkrankung häufig ein D3 Mangel vorliegt aber nicht, dass ein D3 Mangel die Ursache einer Autoimmunerkrankung ist. Ein entscheidender Unterschied....Grüße bushman

Edited by bushman
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ErikDerRote

Hallo bushman,

 

ich glaube nicht, dass man das so einfach pauschalisieren kann. 

 

Hier die Aussage eines Mitglieds der "Forschungsgruppe Dr. Feil" zum Thema:
 
"Ein Vitamin D Mangel kann im Hinblick auf Autoimmunerkrankungen ein Teil der Ursache, aber auch ein Teil der Folgen sein. Dies ist natürlich sehr schwer zu differenzieren bzw. im Nachhinein genau festzustellen. Schaut man sich nur einmal die das Immunsystem stimulierende Wirkung des Vitamin D an, so kann es sein, dass eine Autoimmunerkrankung ausbricht, da das Immunsystem eine Schwachstelle hat (u.a. durch Vitamin D-Mangel). Gleichzeitig kann es nach Ausbruch einer Erkrankung auch sein, dass das Immunsystem sehr stark arbeitet und dabei viel Vitamin D "verbraucht" wird und so ein Mangel entsteht.
Jedoch auch der Mangel selbst kann wieder verschiedene Ursachen haben.
Gleichzeitig ist es wichtig zu bedenken, dass eine Autoimmunerkrankung nicht nur eine Ursache hat, sondern der ganzheitliche Blick hier eine große Rolle spielt.
Deshalb wird Vitamin D sowohl zur Prävention, als auch in der Therapie eingesetzt."
 
Edited by ErikDerRote
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Kurzum: diese Therapie ist sicher, wirkungsvoll und effektiv 

 

 

Eine Studie mit 25 Teilnehmern kann das beim besten Willen nicht belegen.

 

Selbst die Autoren der Studie formulieren wesentlich vorsichtiger (das zweite Zitat) :

 

  "Vitamin D3 Dosen bis zu 40.000 IE pro Tag sind  für gesunde Personen wahrscheinlich sicher .. "

 

 

Von Selbstversuchen ohne ärztliche Betreuung kann man nur abraten!!!

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hallo, ErikDerRote -

 

was soll dein Eintrag bewirken - hilft dir die Medikation ?? !!

 

Entschuldige bitte, aber ich muss herzhaft lachen, dass es gegen DM helfen könnte - und vielleicht auch gegen PSA -

 

nur MEINE Meinung -

 

nette Grüsse sendet - Bibi -

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ErikDerRote

Eine Studie mit 25 Teilnehmern kann das beim besten Willen nicht belegen.

 

Selbst die Autoren der Studie formulieren wesentlich vorsichtiger (das zweite Zitat) :

 

  "Vitamin D3 Dosen bis zu 40.000 IE pro Tag sind  für gesunde Personen wahrscheinlich sicher .. "

 

 

Von Selbstversuchen ohne ärztliche Betreuung kann man nur abraten!!!

 

Vitamin D ist Natur und grundsätzlich sicher. Sicherlich ist die Tagesdosis, die in dieser Pilot-Studie gewählt wurde, recht hoch. Es ging hier sicherlich darum, die Behandlung in einen überschaubaren Zeitraum von 6 Monaten zu halten. Grundsätzlich sollte man bei einer hochdosierten Vitamin-D-Therapie regelmäßig Blutwerte nehmen und auch die Therapie von einem Arzt begleiten lassen. Tagesdosen von 10.000IE gelten jedoch laut EFSA auch bei lebenslanger (!) Zufuhr als gesundheitlich unbedenklich.

Edited by ErikDerRote
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ErikDerRote

 

Entschuldige bitte, aber ich muss herzhaft lachen, dass es gegen DM helfen könnte - und vielleicht auch gegen PSA -

 

 

Eigentlich war meine Intention, den Menschen eine weitere Therapie aufzuzeigen und zu helfen. Dafür ernte ich allerdings hier im Forum nur Hohn und Spott. Sie können sich gern selbst zum Thema informieren. Eine kurze Suche in Pubmed zu vitamin d diabetes liefert genug Lesestoff für die nächsten Tage (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=vitamin+d+diabetes). 

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Hallo Erik,

 

nein du erntest sicherlich nicht nur Hohn und Spott aber ich weiß auch, dass es hier sehr schwer ist teilweise, neue Therapieansätze zu "verkaufen". Finde es gut, dass du deine Recherchen mit uns teilst ;). Meinst du es ist sinnvoll, dass man seinen D3 Spiegel überprüfen lässt und ab welchem Wert müsste man dann D3 einnehmen?

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ErikDerRote

Hallo Erik,

 

nein du erntest sicherlich nicht nur Hohn und Spott aber ich weiß auch, dass es hier sehr schwer ist teilweise, neue Therapieansätze zu "verkaufen". Finde es gut, dass du deine Recherchen mit uns teilst ;). Meinst du es ist sinnvoll, dass man seinen D3 Spiegel überprüfen lässt und ab welchem Wert müsste man dann D3 einnehmen?

 

Hallo bushman,

 

bevor du dich entscheidest D3 zu substituieren, ist es auch jeden Fall ratsam erst einmal zu wissen, ob man denn tatsächlichen einen Mangel (<20 ng/ml) hat.

 

Ungefähr 9 von 10 Deutschen haben D3-Mangel. Bei Psoriatikern ist die Quote sicherlich noch höher, da die Psoriasis D3 "verbraucht". Dafür einfach beim Arzt danach fragen. Bei einem Mangel (optimale Werte: 30-50 ng/ml) übernimmt in der Regel auch die GKV die Kosten für die Blutuntersuchung. Wenn man dann seinen Ausgangs- und auch den anzustrebenden Zielwert (75 ng/ml) kennt, kann man substituieren. Dafür wiederum gibt es 2 Methoden: eine schnelle mit hohen Dosen und eine langsamere mit niedrigeren Tagesdosen. Das sollten langsam auch die Hausärzte wissen. Zumindest diejenigen, die hin und wieder einmal eine Fortbildung besuchen.

 

D3 spielt in so gut wie allen Zellen des Menschen eine wichtige Rolle. Ein Mangel sorgt dafür, dass der ganze Mensch auf "Sparflamme" läuft. Es gibt sehr viele Erfahrungsberichte im Netz und auch gute Bücher zum Thema. Auch kann ich dir die Website von der Forschungsgruppe Dr.-Feil empfehlen. Die "antientzündliche" Ernährung in der Dr.-Feil-Strategie trägt ebenso zur Verbesserung der Krankheit bei.

 

Frag einfach, wenn etwas unklar ist. 

 

Beste Grüße

Erik

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  • 3 weeks later...

Ich dosiere jetzt so, dass ich auf ca. 60 komme.

 

Habe lange nach einem Arzt gesucht, der es berechnen kann- schwierig. Jetzt nehme ich dreimal die Woche 20000 Dekristol. 

 

Der Zusammenhang zwischen Mangel Vit D und Autoimmunerkrankungen ist mittlerweile klar- hier UNI Dus in meiner Beschreibung  :

 

http://www.psoriasis-netz.de/community/topic/20114-vitamin-d-und-autoimmunerkrankung/

 

Bei Hautärtzen ist davon nichts bekannt.

 

Liebe Grüsse

Siggi

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Was den Uni Dus?

Und hast du Links zu Studien, die den Zusammenhang darlegen?

 


Der Zusammenhang zwischen Mangel Vit D und Autoimmunerkrankungen ist mittlerweile klar- hier UNI Dus in meiner Beschreibung  :

 

 

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Nein , Majaline-

 

Links zu Studien habe ich nicht- sondern nur die Aussage ( Uni Dus) gegenüber meiner Freundin-

sie können erst mit der Behandlung anfangen, wenn VIt D Spiegel ok.

 

( Im Beitrag 1 befindet sich eine Studie auf Englisch zu VIT D und PSO ) leider zu hoch für mich ;)

 

 

Den zweiten Hinweis erhielt ich jetzt aus einem Buch- "R. Von der Helden Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie"

Dort wird ein MS Patient beschrieben, der mit hochdosierter Vit D Gabe eine entscheidende Verbesserung erreichte.

Einige Fälle werden im Net auch beschrieben.

 

Am wichtigsten sind für mich allerdings die Aussagen meiner behandelnden Ärzte- sowohl Facharzt wie Hausärztin -

sie sehen einen Zusammenhang.  Leider fehlen vernünftige Forschungsergebnisse für die PSO- allerdings würden auch ganze

Geschäftsmodelle zusammenfallen, wenn es nur  20 % der Psoler damit besser geht. Niemand hat ein wirkliches Interesse, diese

ganze Vit D Sache genau zu erforschen. Hoffnung gibt es im Moment etwas, vor drei Wochen fand der grösste Kongress über

Vit D und Krebs hier in Krefeld statt- federführend ist die Uni Saarbrücken- vllt findet sich auf deren Seiten etwas.

 

Liebe Grüsse

Siggi

Edited by sgbhd
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 Wikipedia spricht von einer Überdosierungschwelle zwischen 40.000 und 100.000 IE über ein bis zwei Monate.

 

Zur Vorsorge müßte man solche Dosierungen über längere Zeit (Jahre) täglich einnehmen. Da hätte ich Angst um meinen Nieren.

 

Pso geheilt, Nieren kaputt --> schlechter Deal

 

Philipp

Edited by Philipp_
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Überdosierung ist Mist!

Hallo Zusammen,

Vitamine überdosiert über einen längeren Zeitraum Einnehmen? Wozu? Der Organismus benötigt Vitamine in ausreichender Menge um gut zu funktionieren. Also wieso ihm mehr von etwas geben als er braucht? Bestimmt unnütz, da sind wir uns doch alle hier einig, oder? Bei wasserlöslichen Vitaminen wie Vitamin C hiflt sich der Körper selbst. Alles was zuviel reinkommt, scheidet er einfach wieder aus. Gut so! Doch bei fettlöslichen Vitaminen kann er das nicht. Vitamin D ist fettlöslich. Also könnte man sich mit Vitamin D vergiften, wenn man dem Körper mehr zuführt als er benötigt.

Was ist die ausreichende Menge an Vitaminen?

Hier gibt es eine Gesellschaft die sich mit dem Thema beschäftigt und als Orientierung gelten kann. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Ein lustige Truppe die den lieben langen Tag darüber brütet wieviele Vitamine wir brauchen um Gesund zu bleiben. Diese Empfehlungen ändern sich natürlich nicht oft. Bis vor kurzem.

Ich glaube es war 2012 als die DGE erkannte das ihre Empfehlungen für Vitamin D falsch waren. Und das nicht nur ein bisschen falsch, also nicht hinter dem komma. Sie haben sich um 400% verrechnet. Die Empfehlungen von Vitamin D wurden um 400% nach oben korrigiert. Ich habe das gar nicht mitbekommen, damals, jemand von euch?

Was ist nun die ausreichende Menge Vitamin D?

Hier streiten sich die Experten. Die Sache ist letztlich unklar. Ich bin kein Mediziner, ich bin Techniker. Ich kann es letztlich auch nicht wissen. Momentan laufen viele Studien zu diesem Thema. Ich wollte aber nicht warten. Bestimmte Vitamin D Experten haben mich überzeugt. Mitlerweile orientiere ich mich an Personen wie Bademeister, Bauarbeiter, Gärtner oder kalifornische Surfer die den lieben langen Tag in der Sonne verbringen und nicht wie ich in einer Werkshalle. Diese Berufsgruppen haben Vitamin D Blutwerte von locker um die 60 ng/ml. Die haben sie ohne künstliches Vitamin D, nur mit genügent UV-B Stahlung erreicht. Und ich hatte bei meinem ersten Bluttest 20 ng/ml.

Inzwischen zähle ich mich auch zu den Sonnyboys. Gut ich habe mit künstlichem Vitamin D nachgeholfen, aber es geht mir gut. Mit 10000 IE Vitamin D über viele Wochen habe ich meinen Blutwert auf wie ich glaube einen Guten Wert von 80 ng/ml gebracht. Meine letzte Woche durchgeführte Messung war bei 50 ng/ml. Ich versuche meine Blutwert mit niedrigerer Vitamin D Dosis zwischen 50 und 90 ng/ml zu halten. Toxisch wird das ganze ab 150 ng/ml, also hat man einen guten Sicherheitsabstand.

Habe ich Vitamin D überdosiert?

Ich glaube nein. Ich glaube ich habe meinem Organismus nur die ausreichende Menge Vitamin D zugeführt die er braucht um gut zu funktionieren. Durch diese Therapie habe ich viele gesundheitliche Verbesserungen gespürt und zwar körperliche wie psychische. Nebenwirkungen? Keine.

Kann Vitamin D Pso heilen?

Ich glaube Vitamin D kann Pso heilen. Ich kann es nicht beweisen, ich leide nicht an Pso. Meine erkrankten Nägel sind aber am Gesunden. Und das zum ersten mal seit zwölf Jahren.

Voraussetzung damit die Vitamin D Therapie helfen kann ist ein dauerhaft Guter Vitamin D Blutwert nicht unter 50 ng/ml und Zeit. Ich glaube das es Jahre dauern kann bis eine Heilung erreicht ist. Nach einem Jahr könnte eine deutliche Besserung eintreten. Nach fünf bis sieben Jahren eine Heilung.

Liebe Grüße

Daniel

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  • 4 weeks later...

Ich muss auch momentan oft Vitamin D nehmen. Mein Wert ist auch meist zu niedrig. Selbst nach 3 Wochen Sommerurlaub knapp über dem unteren Grenzwert.

Allerdings soll ich lt. Rheumatologen nur 1000 i.E. nehmen. Und die Tabletten muss ich auch noch selbst bezahlen.

 

Weis jemand ob die Medikamente von der KK bezahlt werden(können)? Weil bei so hoehn Dosierungen geht das ja richtig ins Geld.

 

Martina

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ErikDerRote

db71 hat vollkommen recht. Auch was die Heilung / Gesundung angeht, so kann man einfach keine Überraschungen erwarten, wenn jede Zelle des Körpers jahrzehntelange unter einem Vitamin-D-Mangel gelitten hat und die kleine Menge Vitamin-D nur zur Aufrechterhaltung eines normalen Calicum-Stoffwechsels gereicht hat. Jetzt, wo der gesamte Organismus genug "Treibstoff" hat, können auch die anderen "Töpfe" mit Vitamin D gefüllt werden und sich langsam aber sicher ein funktionierender Vitamin-D-Stoffwechsel einstellen.

 

Auch ich habe meinen Vitamin-D-Spiegel nun erfolgreich von 30 ng/ml (mit 4000IE täglich über ein halbes Jahr erreicht) auf 70 ng/ml (mit 8000 IE für 1 Monat und mit 9600 IE für einen 2. Monat) erhöht. Alles völlig ohne Überdosierung (regelmäßige Bluttests) und unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle. Seitdem geht es mir gesundheitlich so gut wie noch nie. Ich habe Power ohne Ende, gute Laune, bessere Nägel etc. pp. Die Pso wird besser. Von einer Heilung kann ich noch nicht sprechen, aber ich bin zuversichtlich.

 

@tinhelm: Vitamin-D-Experten empfehlen mind. 4000 bis 5000IE pro Tag bei einem Körpergewicht von 70kg um einen gesunden Vitamin-D-Spiegel von 40 bis 60 ng/ml zu erreichen. Ich kann dir die Vitamin-D3-Tropfen von Dr. Jacobs empfehlen. Günstiger und besser geht es einfach nicht.

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Richard-Paul

Hallo,

 

ein weiterer, interessanter Beitrag zu Vitamin D3.

 

M.E. vergesst ihr aber dabei die Wirkung des hydrostatischen Druckes, wie ich es jetzt erst in der vergangenen Woche in über 3.500 Meter Höhe in Indien erlebt habe. >> Die Natur (Evolution) hat uns nichts mitgegeben, dass wir diesen "hydrostatischen Druck" direkt merken können. Z.B. muss man über 3.500 m Höhe (wir waren bis 5.602 m hoch) wesentlich häufiger auf die Toilette, um "Wasser" zu lassen. Wasser fehlt dann wieder dem Körper um andere Prozesse in "gang" zu setzen/ zu halten. Nur wenn das "Ganzheitliche" (oxydative Gleichgewicht) stimmt, ist unser Körper durch die "Selbstheilungskräfte" in der Lage Fehler (Krankheiten/Mängel) auszugleichen. Die Seele ist durch unser Auge und Tageslicht (Sonne) ein wichtiges Merkmal. 

 

So habe ich in 3.500 m Höhe - ohne mein Gesicht einzucremen - eine Stunde in der prallen Sonne gesessen, und es hat mir nicht geschadet (war dann aber auch genügend und am Rand dessen, was ich vertrage). Dies hat m.E. damit zu tun, dass mein "Vitamin D3 Spiegel" in einem optimalen Zustand war.

 

Irgendjemand hier hat geschrieben, dass es viel Geld kostet, seinen Vitamin D3 Spiegel in einen guten Zustand zu halten: - "Die Sonne zu genießen kostet - außer Zeit - nichts". Bei künstlichem Vitamin D3 (was ich bejahe) besteht die Gefahr, schnell "unter" oder "überversorgt" zu sein. Bei der Bildung von Vitamin D3 über unsere Haut besteht diese Gefahr nicht, weil die Natur (Evolution) uns eine Schutzfunktion mitgegeben hat.  

 

LG

Richard-Paul

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Aber dazu braucht es nunmal die Sonne. Und die scheint ja leider nicht immer. Oder man hockt im Büro wenn Sie scheint.

 

Außerdem hat nicht jeder die Haut um sich ohne Schutz lange der Sonne auszusetzen. Auch das muss man bedenken.

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Außerdem hat nicht jeder die Haut um sich ohne Schutz lange der Sonne auszusetzen. Auch das muss man bedenken.

 

Stimmt.

 

Medikamente und Sonneneinstrahlung vertragen sich in einigen Fällen auch nicht. Ich bin eher der dunkle Typ, hatte seit meiner Kindheit nie Probleme mit Sonnenbrand. Seit der Einnahme von MTX sieht das ganz anders aus. Selbst meine Unterarme, die Sonnenlicht gewohnt sind, reagieren mit Rötung und Juckreiz nach kurzer Zeit in der Sonne.

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Richard-Paul

Von der Sonne, die z.Z. etwa 17 Stunden scheint, sind mehr als 12 Stunden sehr gut brauchbar, um Vitamin D3 über die Haut zu bilden.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr nicht alle mehr als 8 Stunden am Tag arbeitet; somit bleibt einschließlich einer Mittagspause (wo viele hier in München im Schatten sitzen, anstatt die Sonne zu nutzen) auch noch Zeit "Sonne zu tanken", wenn man es denn will!

 

Etwas anderes sind die Einnahme von Medikamenten (wie Barb richtig schreibt), die vieles im Körper verändern (worüber wir in vielen Beiträgen geschrieben haben). Dies aber sind Dinge, über die sich jeder klar sein muss, der mit Medikamenten beginnt! >>  (Ich hätte die Indien-Reise bis auf 5.602 m Höhe sicherlich nicht problemlos überstanden, wenn ich mir noch 2 Spritzen von meinem Arzt hätte verpassen lassen, wie er es gegen meinen Willen wollte).

 

LG

Richard-Paul

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  • 2 months later...

Zitat: Von der Sonne, die z.Z. etwa 17 Stunden scheint, sind mehr als 12 Stunden sehr gut brauchbar, um Vitamin D3 über die Haut zu bilden. Zitatende

Das stimmt leider überhaupt nicht, sorry. Das hängt mit der Neigung der Sonne zusammen. Tatsächlich kann man Ende Juni in der Zeit zwischen ca. 10 bis 15 Uhr Vitamin D bilden, wobei um die Mittagszeit am meisten gebildet würde. Um 10 Uhr und 15 Uhr wird nur noch wenig gebildet, da die Sonne dann schon zu schräg steht. Dieses Fenster wird in den Monaten davor und danach immer enger, so dass im April und September nur noch eine Stunde um die Mittagszeit Vitamin-D gebildet werden kann und davon auch nicht mehr sehr viel!! Dazu kommt das man in der Mittagspause normalerweise gesittet gekleidet ist, so dass nur wenig Haut frei bleibt, die beschienen werden kann.

Wenn man dann am Wochenende am Strand zum Sonnenbaden geht, wird Sonnencreme aufgetragen und e voila - es wird keinerlei Vitamin D mehr gebildet.  

Das mit der stärkeren Neigung kein Vitamin D mehr gebildet wird, hängt damit zusammen das die Atmosphäre den UVB-Anteil absorbiert und zwar umso mehr je schräger die Sonne ist.

Über diese Zusammenhänge wird nie korrekt berichtet, deswegen weiss dass kaum jemand. Kann man aber alles in den Studien des "Vitamin-D-Entdeckers" Prof. Dr. Holick nachlesen.

Übrigens um einen natürlichen optimalen Spiegel von 70 ng / ml zu erzeugen, muss man schon als Bademeister arbeiten. 

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Das mit der stärkeren Neigung kein Vitamin D mehr gebildet wird, hängt damit zusammen das die Atmosphäre den UVB-Anteil absorbiert und zwar umso mehr je schräger die Sonne ist.

 

Hallo,

 

über Deinen Beitrag haben wir in mehreren Threads ausführlich über dieses Thema (Vitamin D3)  diskutiert!

 

siehe z.B. auch: "Erfahrungsbericht UVB-Bestrahlungoder  " UVB-Licht  + Vitamin D3"  oder   " Bremst Sonnencreme die Linderung der PSO"  oder   "Heilung durch Vitamin D3"

 

LG

 

(P.S.: Habe z.Z. leider keine Internet-Verbindung)

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Hallo Richard-Paul,

danke für deine lieben Grüsse.

 

Leider gibt es zum Thema Vitamin-D viele Missverständnisse (klingt wie ein blöder Spruch, stimmt hier aber besonders).

 

Ich habe wirklich mal versucht, meinen Vitamin-D Spiegel durch Besonnung hoch zu halten, aber das ist für einen arbeitenden Menschen einfach unrealistisch. Wenn man dass mal realistisch einschätzt, merkt man dass gesunde Spiegel mit der heutigen Lebensweise absolut unvereinbarsind. Im Grunde müsste man dann immer zur Mittagspause mit der Badehose bekleidet die Firma verlassen. Sowas macht natürlich keiner, sehe ja irgendwie doof aus. 

Darum ging es mir mit meinem Beitrag. Die Empfehlungen durch Institutionen den VD-Spiegel durch "natürliche" Sonnenbestrahlung zu heben, sind einfach unrealistisch, aber das merkt man erst wenn man es versucht. Da Ärzte es gar nicht erst versuchen, merken sie gar nicht welchen Unsinn sie reden. Und die Zeit des Urlaubs reicht dafür nicht aus.

 

zum Thema: hochdosiert und Gefahr der Schädigung der Nieren

als erstes: ich würde niemanden empfehlen wollen so hohe Dosen zu nehmen, ohne einen Arzt zu konsultieren

 

aber man muss fairerweise sagen, das bei der genannten Studie natürlich die Calciumwerte kontrolliert wurden

das findet man auch ganz leicht im Originaltext:

Zitat: Urinary calcium excretion significantly increased at 6 mo of vitamin D3 treatment in both groups (from 123.6 ± 60.0 mg/24h to 226.8 ± 41.6 mg/24h in psoriasis group (p = 0.0039, Wilcoxon signed rank test) and from 158.3 ± 73.6 mg/24h to 230.1 ± to 81.4 mg/24h in vitiligo group (p = 0.0239, Wilcoxon signed rank test), but remained within the normal range Zitatende:

 

Der an der Studie beteiligte Prof. Cicero Galli Coimbra behandelt MS Patienten mit hohen Vitamin-D-Dosen und warnt selbst davor, ohne ärztliche Unterstützung so hohe Dosen einzunehmen. Was man aber machen kann, ist ein Vitamin-D-Setup nach Dr. van Helden. Dabei nimmt man hohe Dosen nur für sehr kurze Zeit ein und bleibt damit deutlich (max. ca. 7 Tage) unter der Zeit von ein bis zwei Monaten, die für eine toxisches Dosis üblicherweise angegeben werden. Es gibt dazu ein ein schmales Buch, das man nur empfehlen kann.

Wichtig ist außerdem, dass man genug Magnesium im Körper hat, sonst muss man es dazu einnehmen, da es sonst unangenehme Effekte hätte.

 

 

 

 

 

schöne grüsse

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  • 4 years later...

Hallo, das war der einzige Thread den ich zu hoch dosiertem Vitamin D3 gemäß Coimbra-Protokoll gefunden habe. Es gibt eine Gruppe auf Facebook von Teilnehmern die gemäß Coimbra-Protokoll und unterstützt durch Protokollärzte Multiple Sklerose behandeln,mit teilweise sehr guten Erfolgen.

Ich bin im Protokoll bei mittelschwerer Schuppenflechte seit Anfang Juli 2018.Es ist schwer etwas über die Erfolge zu sagen, im September war es recht gut.Weniger Schuppung und weniger Juckreiz.

Gibt es noch andere, die Erfahrungen gemacht haben? Bin aktuell in Zürich zuhause.

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      Diese sehr leichte Kortison-Form kann nach Meinung von Pharmazeuten im Gesicht gut angewendet werden. In niedriger Dosierung ist sie frei verkäuflich. Dabei empfiehlt sich die Konzentration von 0,25% im Gesicht eher als die von 0,5%. (2) Alle stärkeren Kortisonsalben bergen größere Gefahren (siehe Abschnitt "Kortison").
      Tacrolimus oder Pimecrolimus
      Betroffene berichten u.a. in unserem Forum darüber, dass ihr Hautarzt ihnen für die Schuppenflechte im Gesicht die Wirkstoffe Tacrolimus oder Pimecrolimus empfohlen oder verschrieben hat. Die sind zum Beispiel in Elidel® oder Protopic enthalten und nicht zur Behandlung bei Psoriasis zugelassen, sondern bei Neurodermitis. Nach Erfahrung von Medizinern wirken sie im Schnitt nach zwei Wochen. Bis zu 50 Prozent der Patienten haben nach 6 bis 12 Wochen von einer deutlichen Verbesserung oder sogar völligen Abheilung der Symptome verspürt. (1)
      Medikamente mit Vitamin D3
      Die Wirkstoffe in Vitamin-D3-Präparaten heißen zum Beispiel Calcipotriol oder Tacalcitol.
      In der Packungsbeilage von Daivonex steht eine "Psoriasis im Gesicht" als Gegenanzeige – das heißt, dass das Medikament dort nicht angewendet werden soll.
      In der Fachinformation von Curatoderm gibt es lediglich einen Hinweis, dass bei einer Anwendung im Gesicht der Kontakt mit den Augen vermieden werden soll. Und: UV-Licht kann den Wirkstoff Tacalcitol abbauen, was ja das Gegenteil von dem wäre, was man erreichen will. Deshalb soll Curatoderm® besser abends aufgetragen werden.
      Die Angaben der Hersteller sind die eine Seite – die Erfahrungen von Ärzten eine andere. Bei Vitamin-D3-Präparaten wird von den Medizinern vor "lokalen unerwünschten Arzneimittelwirkungen" gewarnt. Aber: Sie sind "prinzipiell möglich". Die Reizungen gingen vorüber. Wenn sie zu arg sind, könne vorübergehend die Dosis reduziert werden. Generell würde der Wirkstoff Tacalcitol (in Curatoderm® enthalten) weniger reizen als der Wirkstoff Calcipotriol (z.B. in Daivonex enthalten). (1)
      Innerliche Medikamente
      Alle innerlichen Medikamente können die Schuppenflechte im Gesicht ebenso lindern wie am Rest des Körpers. Deshalb erwähnen wir sie hier nicht einzeln.
      Nicht geeignete Medikamente
      Psoriasis-Medikamente, die nicht im Gesicht angewendet werden sollen, sind Dithranol und Tazaroten.
      Kortisoncremes oder -salben sind für das Gesicht sehr wenig geeignet. Mediziner sehen dort die Gefahr, dass die Haut dünner wird ("Atrophie") oder andere Hauterkrankungen wie Rosazea oder Steroid-Akne ausgelöst werden.
      Verwechslung mit anderen Hautkrankheiten
      Es gibt einige andere Hautkrankheiten, mit denen die Schuppenflechte im Gesicht verwechselt werden kann. Was der Laie für eine Psoriasis hält, kann auch etwas anderes sein – zum Beispiel
      ein seborrhoisches Ekzem – vor allem in den Nasenfalten, den Augenbrauen oder am Kinn Pityriasis rubra pilaris Lupus erythematodes eine Bartflechte (Tinea barbae) – eine Pilzerkrankung eine Grindflechte (Impetigo contagiosa) – vor allem bei Kindern Da hilft am Ende nur, wenn der Hautarzt gefragt wird. Er kann die Erkrankungen im besten Falle aufgrund seiner Erfahrung auseinanderhalten oder ein kleines Stückchen Haut entnehmen und im Labor untersuchen lassen.
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      Fotos von Schuppenflechte im Gesicht
      Austausch mit anderen Betroffenen
      In unserem Forum kannst du dich auch über gute (und schlechte) Erfahrungen bei Psoriasis im Gesicht austauschen.
      Tipps zum Weiterlesen
      Warum Sie bei Schuppenflechte im Gesicht keine Gesichtsbürste nutzen sollten
      (woman.at, 21.08.2014)
      Das Gesicht mit Wasser und Händen oder vielleicht noch einem Waschlappen reinigen – wie langweilig ist das denn? Gesichtsbürsten sind laut dem Frauenportal woman.at im Trend. Doch selbst deren Erfinder Dr. Robb Akridge rät von ihr ab, wenn man von Schuppenflechte oder Akne geplagt ist. Leider erst ganz, ganz am Ende des Artikels und Interviews. Trotzdem gut zu wissen: wieder ein Trend, den man getrost auslassen darf
      Gesichtsmasken aus eigener Herstellung
      (allergie-frei.info, 20.02.2013)
      Quellen
      Leitlinie "Therapie der Psoriasis vulgaris" "Hydrocortison – Vertrauen und Vorbehalte" in: Pharmazeutische Zeitung 29/2011
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Wir gehen in die Geschichte und haben die Medikamente gegen Schuppenflechte in einen Zeitstrahl getan. Welches Medikament wurde eigentlich wann zugelassen? Dabei tun sich deutliche Lücken auf. Jahrzehntelang tat sich wenig, doch in den letzten Jahrzehnten ging es Schlag auf Schlag.
      Wenn du dir diese Zeitreise größer ansehen willst – hier findest du sie in einer anderen Ansicht: Psoriasis-Medikamente seit 1916
      1916: Der künstlich nachgebaute Teer-Abkömmling Dithranol wird von E. Galewski und P. G. Unna beschrieben und eingeführt. Dithranol wird bis Anfang der 1980-er Jahre bei der Psoriasis-Therapie das Mittel der Wahl sein, wenn eine Schuppenflechte äußerlich behandelt werden soll.
      1925: William H. Goeckermann erwähnt erstmals die Anwendung von Steinkohlenteer gegen Psoriasis. Bis heute gibt es Patienten und Kliniken, die auf diesen Wirkstoff schwören. Gut, dass bis heute die Übertragung von Gerüchen über das Internet noch nicht erfunden ist.
      1956: Kortison-Präparate zum Auftragen auf die Haut kommen auf den Markt.
      1983: Mit Psoralon kommt eine Fertigarznei mit Dithranol in Deutschland auf den Markt.
      1991: Das erste Medikament mit dem Wirkstoff Methotrexat wird in Deutschland zugelassen – als Lantarel.
      1992: Die erste Creme mit einem Vitamin-D3-Wirkstoff wird in Deutschland zugelassen – mit Calcipotriol.
      1992: Der Wirkstoff Acitretin wird für die Behandlung der Psoriasis zugelassen – ein Vitamin-A-Abkömmling. Eingesetzt wird er allerdings schon seit den 1970-er Jahren.
      1992: Rubisan, die homöopathische Salbe mit dem Wirkstoff Mahonia aquifolium, erhält ihre Zulassung.
      1993: Der Wirkstoff Ciclosporin kommt offiziell in der Behandlung der Psoriasis zum Einsatz. Da hat er schon 10 Jahre in der Transplantationsmedizin hinter sich.
      1994: Psoradexan – das nächste Medikament mit dem Wirkstoff Dithranol – ist in Apotheken zu haben.
      1994: Der zweite Vitamin-D3-Wirkstoff kommt auf den Markt: Tacalcitol.
      1995: Eine Schweizer Entwicklung mit einem Fumarsäureester wird in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis zugelassen: Fumaderm.

      1997: Das Medikament Micanol vereinfachte die Therapie mit Dithranol. Bei richtiger Anwendung und vor allem beim richtigen Abwaschen färbte es Haut und vor allem das Umfeld nicht mehr so stark wie andere Dithranol-Mittel. Im Jahr 2017 wurde Micanol vom Markt genommen.
      1997: Tazaroten-Gel wird mit 0,05% und 0,1% in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis zugelassen.
      1999: Der dritte Vitamin-D3-Wirkstoff ist da: Calcitriol.
      2002: Calcipotriol und Betamethason werden kombiniert.
      2004: Raptiva mit dem Wirkstoff Efalizumab wird für die Behandlung der Psoriasis zugelassen. Allerdings wird es fünf Jahre später schon wieder vom Markt genommen – wegen Nebenwirkungen, die andere Medikamente dieser Art später auch zeigen.
      2004: Enbrel heißt das nächste Biologic, mit dem die Psoriasis behandelt werden kann. Es enthält den Wirkstoff Etanercept. Auch dieses Biologic war zuvor schon zwei Jahre bei Psoriasis arthritis aktiv.
      2005: Remicade kommt auf den Markt. Der Wirkstoff darin heißt Infliximab.
      2007: Das nächste Biologic mit dem Einsatzziel Psoriasis kommt auf den Markt – Humira mit dem Wirkstoff Adalimumab. Zwei Jahre zuvor war es bereits zur Behandlung der Psoriasis arthritis zugelassen worden.
      2009: Stelara mit dem Wirkstoff Ustekinumab reiht sich in die noch übersichtliche Riege der Biologics ein.
      2011: Ein Nagellack speziell zur Behandlung der Psoriasis an den Nägeln kommt auf den Markt. Er heißt Onypso. Er enthält 15 Prozent Harnstoff (Urea). Nach sechs Monaten soll die Nageldicke verringert sein.
      2015: Das Medikament Otezla mit dem Wirkstoff Apremilast erhält die Zulassung zur Behandlung der Psoriasis und der Psoriasis arthritis.
      2015: Das Biologic Cosentyx mit dem Wirkstoff Secukinumab ist das erste Medikament auf dem Markt, das sich gegen Interleukin 17 richtet. Es erhält überraschend die Zulassung, als erstes innerliches Arzneimittel zum Einsatz kommen zu können ("First line").
      2016: Im April 2016 wird Taltz zugelassen. In den Apotheken ist es aber erst im Frühjahr 2017.
      2017: Skilarence ist sozusagen das bekannte Medikament Fumaderm in neuem Gewand. Vor allem enthält es aber nur den Wirkstoff Dimethylfumarat und kein Gemisch mehr.
      2017: Mit Kyntheum gibt es ein weiteres Biologikum, das bei Schuppenflechte angewendet werden kann. Es enthält den Wirkstoff Brodalumab.
      2017: Tremfya kommt auf den Markt. Es enthält den Wirkstoff Guselkumab.

      2018: Das Medikament Ilumetri mit dem Wirkstoff Tildrakizumab wird zugelassen.
      2019: Skyrizi kommt auf den Markt. Der Wirkstoff darin heißt Risankizumab.

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