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Hallo liebe Community!
Ich lese seit diesem Sommer aufgrund meiner noch recht frischen Diagnose notgedrungen hier im Forum mit. Vielleicht ein paar Sätze zu meiner Person und meinem bisherigen Leidensweg. Wer sich dem eigenen Thema widmen möchte, darf bis zur markierten Stelle überspringen
Ich bin seit September 29 Jahre jung, männlich und arbeite in der Verwaltung. Als ich Ende Juni '21 im Auto bei einer Freundin mitfuhr, entdeckte ich auf der Armlehne der Beifahrertür, dass ich dort feine, weiße Hautschuppen hinterließ. Ich erinnerte mich noch an einen Mitfahrer, den ich über Blablacar dabei hatte, der auch einiges an Hautschuppen auf seinem Sitzplatz hinterließ. Kommentar von anderen Mitfahrenden: "Der hatte wohl Schuppenflechte..." Ich dachte mir bei mir noch nichts weiter. Schuppenflechte, ja, nicht schön, aber wird schon irgendwie wieder.
In der zweiten Juliwoche feierte mein Stiefvater seinen Geburtstag nach. Wir saßen in einem Restaurant. Mittlerweile war mein linkes Knie übersät von einer dicken Hautschicht, es erinnerte mich damals an eine Art Pilz - so wie man es von Schimmelpilz auf Lebensmitteln kennt. Mein rechter Ellenbogen und Unterarm waren übersät von kleinen, entzündeten und stark schuppenden Stellen. Eine Bekannte traf mich im Juli, als ich in kurzer Hose durch die Stadt lief. Sie fragte: "Was hast du denn da am Knie?" Ich erwiederte: "Keine Ahnung, geht bestimmt von selbst weg." -"Wenn du mal einen fachärztlichen Arzt brauchst, lasse ich dir einen machen." Sie arbeitet als Sprechstundenhilfe in einer Hautarztpraxis.
Meine große Klappe sollte nicht recht behalten. Es wurde schlimmer. Ich ließ mir kurzfristig einen Termin geben. Diagnose: Bestimmt eine Schuppenflechte. Probe genommen, um eine Pilzinfektion auszuschließen. Beim Kratztest wurde schon der "blutige Tau" beobachtet. Ich bekam eine Creme und eine Salbe. Anwendung morgens und abends. Die Stellen blieben quantitativ überschaubar, eine äußerliche Behandlung war also (zeitlich) möglich. Aber sehr unangenehm, denn nach dem Einschmieren waren meine betroffenen Stellen sehr fettig. Unangenehm, auf der Couch zu liegen und alles vollzusauen. Anfang August: Ich machte eine Woche in Deutschland Urlaub. Oben hoch im Norden wurde es nicht besser. Ich fasste den Entschluss, etwas für mein seelisches Wohlbefinden zu tun. Die bisherigen Infos, die ich bekommen hatte, waren alle sehr oberflächlich und wenig konkret.
Die betroffenen Stellen wurden nicht besser. Neuer Termin beim Hautarzt. Dieses Mal ließ ich mir zur besseren Anwendbarkeit eine "Minutencreme", also eine Art Milch/ Lotion verschreiben. Zog superschnell ein, brachte aber nicht den gewünschten Erfolg. Bis zu diesem Termin im August sollten es mehr stellen werden, sodass sich die Ärztin mit ihrer Diagnose festlegte: Psoriasis Guttata. Blutwerte wurden überprüft, keine Anzeichen für eine aktive Infektion/ Entzündung.
Und wieder wurde es nicht besser. Beim nächsten Termin gab es ein Gel. Wieder Cortisonhaltig. Dieses Mal musste ich immerhin nur abends auftragen. Der psychische Druck stieg: Mehr Stellen, tägliche Konfrontation mit meiner Erkrankung vor dem Spiegel. Tag für Tag Zeitaufwendungen, viele Salzbäder in der heimischen Badewanne (freue mich jetzt schon auf die Nachzahlung kommendes Jahr...). Es wurde nicht besser.
Tipp meiner Bekannten, die mich in die Praxis vermittelt hat: Facebook Selbsthilfegruppen. Ich lernte viel, ich lernte schnell. Ernährungsumstellung, gewisse potenzielle Triggerfaktoren ausschließen. Weniger Stress, weniger Alkohol, nach Möglichkeit auf Weizen und Schweinefleisch verzichten, mehr Fisch (auch Fischölkapseln kamen ins Spiel), weniger Rauchen. Der nachhaltige Effekt blieb leider aus. Auch diese Seite half mir viel weiter, ebenso der Deutsche Psoriasis Bund. Ich bereitete mich auf einen Arztbesuch vor mittels Frageliste, anhand derer ich mich orientieren kann. Ich packe alle meine Cremes/ etc. ein und breitete sie im Behandlungszimmer aus. Der Arzt stellte fest, dass eine äußerliche Therapie bei mir scheinbar nicht angeschlagen hatte und brachte die systemische Behandlung ins Spiel. Schritt 1: Skilarence. Dafür wurden Fotos von den Stelle gemacht (um das Ausmaß festzuhalten), erneut ein Blutbild gemacht und ich anhand des Lebensqualitäts-Fragebogens nach meinem derzeitigen Zustand befragt. Kurz darauf erkannte ich, dass ein paar wenige Stellen auszublassen schienen. Ich schlich die Behandlung mit dem Gel zum äußerlichen Auftragen auf, zack, da blühte meine Haut wieder auf. Folglich ließ ich mir das Rezept für Skilarence aushändigen und bin aktuell in der Dritten Woche.
ZUR IMPFUNG:
Vor 13 Tagen gab es den Booster. Innerhalb von drei Tagen waren die ersten Erfolge, die ich in der Dritten Behandlungswoche mit Skilarence feststellte, zunichte. Meine Haut blühte wieder auf, war rot, entzündet, schuppte, schmerzte, es folgten Krankschreibungen und die pure Verzweiflung... Im Vorfeld hatte ich die Impfung mit meiner Ärztin besprochen. Darauf gebracht hat mich ein Bekannter, den man als Impfskeptiker bezeichnen könnte. Er selbst ist gesund, jung (in den 30ern) und glaubt nicht daran, dass Corona ihm etwas anhaben kann. Diesen Sommer sagte er: Na und was ist, wenn du deine Hautkrankheit von der Impfung bekommen hast? Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen (hehe)... Anfang Mai, Mitte Juni. Erste und zweite Impfung. Genetische Veranlagung in der Familie vorhanden, bisher bin ich aber beschwerdefrei gewesen. Ich habe in meinem jungen Erwachsenenleben viel gefeiert, viel getrunken, viel geraucht und bin im Zuge der Corona-Pandemie eher ruhiger und sesshafter geworden. Weniger auf Achse gewesen. Ich hatte zuvor schon Sonnenbrände und Schürfwunden. Und Stress. Eine Scheidung hab ich schon hinter mehr, hatte psychosomatische Beschwerden durch Stress... Es ging vom psychosozialen Empfinden in diesem Jahr eigentlich erst bergauf, ehe mir meine Haut einen Bremsklotz in den Weg legte.
Dass ich nun so stark auf die dritte Impfung reagiert habe, bestätigt meine These leider. Es gibt im Netz, außer in Selbsthilfegruppen und -foren, so gut wie nichts an seriöser wissenschaftlicher Literatur zu dem Thema. Ein Fall aus Polen sei gut dokumentiert, in dem ein mit Biologica behandelter und völlig erscheinungsfreier Mann einen erneuten starken Ausbruch seiner Schuppenflechte erleben musste. Eine amerikanische Studie gibt an, dass bei Personen mit Hautbefindlichkeiten einige Schübe dokumentiert wurden. Über die Ursache ist, außer Spekulationen, nichts bekannt. Es kann wohl sein - das gebe ich jetzt mal eher laienhaft wieder, da ich in Bio damals grottig war - dass die Dysfunktion des Immunsystems bzw. die dafür verantwortlichen Botenstoffe bei einigen wenigen Betroffenen - wie ich es möglicherweise bin - durch Bestandteilte des MRNA-Impfstoffs getriggert werden können.
Um für mich meinen Seelenfrieden zu finden, möchte ich nun versuchen, das Ganze als Impfkomplikation geltend zu machen und ggfs. auch Ansprüche hierfür geltend zu machen. Als einzigen für mich plausiblen Trigger sehe ich die Impfung dieses Jahr. Ich male mir hier keine allzu großen Hoffnungen aus, die Ablehnungsquote liegt ja immerhin bei ca. 90 %. Aber ein User hier im Forum brachte das mal als Einwand... Ich möchte es zumindest probieren. Vollgeblutete Kleidung und Bettlaken, wer kennt es nicht - gut mit entsprechender Vorbehandlung vor dem Waschmaschinengang sauber zu kriegen, aber man möchte es eigentlich nicht mehr auf- bzw. anziehen. Der Kleidungsverschleiß ist gegeben. Monat für Monat Rationierungen im Rossmann und anderen Drogeriemärkten mit sündhaft teuren Hautpflegeprodukten, speziellen Shampoos (auch über die Apotheke - 12,99 €, 14,99€, ohne Erfolg), Pflaster... Hach, was habe ich in letzter Zeit an Kosten wegen diesem Scheißdreck gehabt.
Es würde für mich an ein kleines Wunder grenzen, wenn sowas anerkannt würde.
Ich halte euch gerne auf dem Laufenden, was mein Vorhaben anbetrifft, auch wenn ich das Gefühl habe, einen langen Atem haben zu müssen. Das liest man ja immer wieder im Netz. Durch meine eigene Tätigkeit innerhalb einer Sozialbehörde habe ich schon mal eine gute Kenntnis über Sozialverwaltungsabläufe und sehe mich da gut gewappnet, mindestens im Bereich Widerspruch, ggfs. geht's auch vor's Sozialgericht.
Zum Abschluss ein wichtiger Hinweis in eigener Sache: Ich distanziere mich klar von Impfskeptikern und -feinden, dem ganzen Geschwurbel hierzu im Netz. Auch möchte ich Unentschlossenen nicht den Mut nehmen, sich impfen zu lassen. Bei einem Bekannten von mir hat die Coronainfektion - trotz Zweifachimpfung - ein schlummerndes Pfeiffersches Drüsenfieber mit anschließender sechswöchiger Krankschreibung gehabt. Corona macht so vieles kaputt und nimmt uns gerade auch so viel. Ohne Impfung kommen wir aus diesem Schlammassel nie heraus. Das war ich, trotz meiner Vorbehalte und Ängste, der Grund für die dritte Impfung! Möglicherweise muss ich nun für die nächste Spritze etwas umdenken... Aber ja, lasst euch nicht den Kopf waschen von all dem, was man im Netz an Verschwörungsmythen und Fake News zur Impfung findet! Zur Gesamtbetrachtung des komplexen Themas Corona und Impfung gehört aber auch dazu, dass man sich auch Fällen wie meinen anbetrifft... Ich hoffe, ihr könnt das verstehen.
Viele Grüße