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Psoriasis Arthritis und medizinisches Cannabis


Maze

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Geschrieben

Hallo zusammen,

bei mir ist das Thema Psoriasis Arthritis nun mittlerweile fast 6 Jahre aktuell, mal mehr mal weniger. Habe die PsA insbesondere an den Knien aber auch ein Ellbogen ist betroffen. Bei beiden Knien wurde mittlerweile eine Synovektomie durchgeführt, zunächst mit gutem Erfolg, die Entzündung ging deutlich zurück. Bzgl. Medikation habe ich nun auch schon einiges durch. MTX und Adalimumab haben gar keine Verbesserung der Entzündungssymptome gebracht. Erst mit dem Biologika Bimekizumab war eine (deutliche) Verbesserung spürbar. Die Entzündung in einem Knie kam aber auch mit dem Bimekizumab nicht nicht vollständig zum erliegen. Daher stellt sich mir nun die Frage ob ggf. medizinisches Cannabis noch eine Option für mich sein könnte. Viele der in der Cannabispflanze enthaltenen Cannabinoide, Flavonoide und Terpene haben ja potentiell entzündungshemmende bzw. -modulierende Eigenschaften. Jetzt meine Frage: Hat jemand von euch mit Psoriasis Arthritis bereits Erfahrung mit Cannabis bzgl. Reduktion von Entzündungssymptomen gemacht? Wenn ja wie sieht eure Behandlungsform aus (Einnahmeform, welche Cannabinoide CBD/THC,...) und bei welchem (Fach-)Arzt seid ihr zur Behandlung? (Rheumatologe, Schmerzarzt, ...) Wäre für Rückmeldungen und Tipps sehr dankbar! 

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Geschrieben

Servus Maze,

ja, ich habe Erfahrung damit. Auch wenn ich mich wahrscheinlich wiederhole. Weiß jetzt nicht mehr genau, was ich darüber schon alles geschrieben habe...und hab auch jetzt keine Lust, da groß zu suchen.  Es hilft!! Aber ist nicht ganz unbedenklich. Mein internistischer Rheumatologe hat es mir verschrieben. War auch kein großes Problem, dass es die Kasse bezahlt. Immerhin kostet da das Gramm Blüten etwa 33 €. Und für einen Joint braucht man (ich zumindest, mindestens 1 Gramm). Aber ich hab die Bewilligung.  und ich rauche/rauchte es als Joint. Auch mit Zustimmung meines Arztes. Denn ein Verdampfer kostete damals noch um die 600 €. Und ja, ich konnte eine -....wesentliche...?- Besserung der Schmerzen feststellen. Und es hilft NUR gegen die Schmerzen. Allerdings ist die rechtliche/gesetzliche Seite zu beachten. Ich hab zwar eine Bescheinigung, dass ich Cannabis Patient bin und ich es auch konsumieren darf. Aber im Straßenverkehr ist da schon eine andere Sache. Bei einer Verkehrskontrolle passiert da nichts. Ausweis vorzeigen...und alles ok. Wenn man jedoch in einen Unfall verwickelt ist ----ganz gleich, ob schuld oder nicht schuld---- ist man der Loser. THC lässt sich etwa 3 Monate im Blut nachweisen. Bei einem Rechtsstreit wird man dann behandelt wie jemand, der Alkohol getrunken hat. Jeder Richter dreht einem da einen Strick draus. "Ohne....blablabla.... hätten sie rechtzeitig/anders reagiert."  Da ich täglich auf das Auto angewiesen bin, bin ich von Cannabis komplett abgekommen. Auch wollte es das Schicksal so, dass ich mit dem Rauchen aufhören musste. 

Kannst es ja mal mit Tropfen versuchen. CBD soll ja angeblich auch helfen. Hab ich aber keine Erfahrung damit. Das "Echte" wäre da schon die bessere Lösung...also mit THC.

Gruß, der Harley

Geschrieben

Moin Maze, erstmal Herzlich Willkommen hier. 

Gut für dich, dass du das Forum gefunden hast. Hier bekommst du auf fast alle Fragen auch eine Antwort.

Med. Cannabis habe ich z.B. seit etwa 2020 verschrieben bekommen und bei mir hilft es gegen Entzündung in Knie bzw. Fingergelenken. Ganz weg sind die Schmerzen aber nie. Dafür müsste man sich " wegballern " und dann ist mit arbeiten nix mehr. Gegen die Nebenwirkungen vom MTX hilft es auch ganz gut. 

Der Weg dahin erfordert etwas Geduld und du brauchst einen Arzt der dies befürwortet. Meistens muss man den Weg über andere Medikamente gehen. Da heute ja Cannabis zum Glück legal ist, wird vielleicht nicht mehr soviel Aufhebens um die Verschreibung gemacht. Allerdings musst du beim führen eines Fahrzeuges schon aufpassen. Aktive Bestandteile im Blut ´werden dir im Falle eines Unfalles mit Sicherheit negativ angelastet.

Insgesamt bringt es schon eine erhebliche Erleichterung und verbessert die Lebensqualität, wenn man gelernt hat damit umzugehen. 

Viele Grüße  

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