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Löst Psoriasis Aggressionen aus?


Salvia

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Hallo, liebe Psos,

seit einigen Monaten bin ich Besitzerin einer sehr aggressiven und therapieresidenten Form von Psoriasis pustulosa palmoplantaris.

Ich habe sie "nur" in der re. Handinnenfläche, ausgehend von der Benutzung der Computermouse.

Als Rechtshänderin könnte ich manchmal vor Schmerzen die Wände hochgehen, da meist nur das Fleisch blank liegt.

Dies ist der physische Aspekt der Psoriasis -

Was mir aber zusätzlich massiv zusetzt, ist der psychische!

Normalerweise bin ich ein sehr friedliebender, mensch- und naturverbundener Mensch.

Seit ich die Pso habe, spüre und merke ich, dass ich zunehmend aggressiv und irgendwie misstrauisch werde. Dies macht mir massiv Angst!

Ich habe auch Angst, deshalb andere Menschen zu verletzen (was mir auch schon passiert ist) und dies ist ganz bestimmt nicht in meinem Sinn und nicht gewollt!

Ein evtl. Auslöser diesbezügl. könnte auch sein, dass ich (u. auch mein Arzt) sehr hohe Erwartungen an meine Selbstheilungskräfte stellen.

Wie einige von Euch vermutl. mitbekommen haben, experimentiere ich auf phytotherapeutischer Ebene in Form von Selbstversuchen. Auch hier erlebe ich immer wieder Rückschläge, auch können bestimmte Wirkstoffe heftige phys. wie psych. Reaktionen auslösen.

(Wenn mehr zu dieser Thematik gewünscht wird, könnte evtl. ein Thread unter Altern. Med. erstellt werden)

Dies alles sollen aber keine Entschuldigungen für mein ungewöhnliches, aggressiv geprägtes Verhalten!;) sein.

Meine Frage an Euch:

Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht? oder ist es nur eine Begleiterscheinung bei mir?

Ich weiß, es ist ein brisantes und unangenehmes Thema!

Trotzdem oder gerade deswegen würde ich mich freuen, wenn ich ein paar ehrliche Anworten bekommen würde oder gar ein Diskussionsforum daraus entstehen könnte.

Ich bin gespannt auf Eure Anworten!

Liebe Grüße

Monika

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Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Hallo Monika,

deine Frage ob die Pso Aggressionen auslöst kann ich zum Teil bestätigen.

Also ich hab die Pso pustelosa an den Handinnenflächen und an den Fußsohlen.Wenn ich daran denke wie schlimm ich vor zwei Jahren betroffen war...ja da war ich schon deppressiv bis aggressiv.Das ist ja auch nicht auszuschliessen wenn man Schmerzen hat ohne Ende..nicht mehr laufen kann oder die Hände zu nix mehr gebrauchen kann,dann ist man natürlich sehr schlecht gelaunt.Das widerum intensiviert letztendlich die Aggression und Deppression,die ich auch hatte in dieser Zeit.

Was ich damit sagen will ist; Natürlich wird man durch eine schwere Krankheit ein anderer Mensch,die sich mit Deppression oder Aggression oder sich gar mit Selbstmitleid äussert.

Ich hatte bisher einmal so eine Phase und kann diese von Pso ausgelösten Eigenschaften gut nachvollziehen,mittlerweile habe ich gelernt damit besser umzugehen,was aber auch nicht immer klappt.

Das sind meine persönlichen Erfahrungen.

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Hallo Salvia,

ich habe anfangs auch Pso an Händen und Fußsohlen. Konnte ohne Schmerzen nicht laufen. Hände ist ja eine Katastrophe , jeder alltägliche Handgriff schmerzt. Ich wurde dann auch sehr aggressiv und bekam auch an meiner Arbeitsstelle Zoff. Allerdings bin ich ein Mensch der auch mal schluckt. Aber seit meiner Pso explodiere ich und lege mich sogar mit Chef an. Ich besprach diese Situation mit meinen Hausarzt und er verordnete mir citalopram-biomo 10mg. Diese nehme ich nun seit einem Monat und ich bin wieder ausgeglichener. Der Arzt meinte ich soll die Dosis steigern, aber ich komme gut mit einer Tablette täglich zurecht.Werde mal versuchen mich auszuschleichen, aber wenn ich merke daß die Aggressionen wieder kommen werde ich sie weiter nehmen.Ich finde das ist das kleinere Übel.

Liebe Grüße

shadow311

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Hallo Monika,

bei mir löst die Pso definitiv Agressionen aus.

Ich denke es liegt in der Natur der Sache, es ist nunmal eine grosse psychische Belastung mit der Pso zu leben wenn man gerade einen heftigen Schub hat. Ich habe die Pso überall, nur nicht auf Händen, Füssen und Hals. Und wenn alle Stellen gerade jucken, sich dicke Krusten bilden die mit der Kleidung abgehen und man blutet drunter und dann schmerzt es mehr als dass es juckt... Na ja, ich brauche es wohl in diesem Forum nicht genauer zu beschreiben...

Es ist aber schon heftig, irgendwann ist bei mir die Schwelle erreicht wo jede Kleinigkeit mich zu einem regelrechtem Wutausbruch bringen kann. Das einzige was ich dagegen unternehme ist dass ich mich bei meinen Mitmenschen entschuldige und ihnen erkläre dass ich es gerade schwer mit der Pso habe und deswegen so reizbar bin.

Gott sei Dank ist es ja nicht dauernd so, sondern nur bei schlimmen Schüben.

Wünsche dir viel Erfolg mit der Phytotherapie.

Die Schuppe.

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Ich würd das glatt bejahen.

Ist auch logisch, denn ,ich fühl mich nicht wohl in meiner Haut ,und dann neige ich halt auch zu Agressivitäten.

Eigentlich nicht verwunderlich.

Gruß

Fußballfan

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Guest point9

Hallo Monika

und

Alle die auch so mutig sind, dies einzugestehen.

Ja, definitiv denke ich, dass Psoriasis wütend und aggressiv macht und finde es Klasse, dass jemand dieses Thema eröffnet hat.

Als z.b. ich damals meinen ersten und schweren Schub hatte, liefen zeitgleich bei mir auch Aggressionen- und auch ein sozialer Rückzug einher.

Wenn ich nicht schon damals einen so langjährigen und stabilen Familien- und Freundeskreis gehabt hätte, so wäre ich wohl von mir aus, auf einen kompletten Rückzug zugesteuert! Sie alle haben unermesslich viel Geduld und Liebe bewiesen! Dafür bin ich heute noch äusserst dankbar.

Oberflächlichere soziale Kontakte, ein hin- und wieder Treffen waren damals noch ok. Aber eine tatsächliche Nähe, in der näheren Umgebung, wollte- und konnte ich damals nicht mehr zulassen.

Und ja, mich nervte vieles, machte mich enttäuscht und wütend!

Und gehe ich noch weiter zurück, so fällt mir zu dem Morbus Crohn auch einiges ein. Als es ausbrach, fingen auch bei mir andere Reaktions- und Verhaltenseigenschaften an. Nicht das hier, bei diesem Krankheitsbild, die "neue" Entwicklung insgesamt als negativ zu betrachten gewesen wäre. Und nicht, dass sich wie bei der Pso auch derartige Aggression und Ruckzüge eingestellt hätten, es waren eher andere Verhaltensmuster.

Aber es vollzogen sich Veränderungen, so dass mein Umfeld nicht selten den Satz "du hast dich total verändert" traf.

In der Krankenpflege- und bei Ärzten ist dieses Thema "bestimmte Krankheiten, bestimme ähnliche Verhaltensweisen" schon sehr lange kein Geheimnis mehr.

Ja, auch ich denke das Psoriasis aggressiv und schnell wütend macht.

Hier war vor Jahren schon mal das Thema: ob Psoriasis, Autoimmunerkrankungen mit Borderline

http://de.wikipedia.org/wiki/Borderline-Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

in Verbindung zu bringen ist.

Da z.b. einige Verhaltensweisen Borderliner-Eigenschaften, mit den von Menschen mit Autoimmunerkrankungen ähneln.

Denke, weil bei der Psoriasis der Körper auch derartig schnell und agressiv gegen sich selbst vorgeht, dass auch wiederspiegelt.

Für mich ist auch gleichsam feststellbar, dass Leute mit Psoriasis nicht nur schnell agressiv werden, sondern auch, dass sie wesentlich fehlempfindlicher, fehlreagieren und fehlagieren als andere, die nicht von dieser Krankheit betroffen sind.

Auch ist bei diesem Krankheitsbild eine schnelle Fehl-Ablehnungshaltung, Fehlwahrnehmung, Fehlrückzugs- und Fehlverhalten zu beobachten.

Das äussert sich auch auf verschiedenen Ebenen. Sei es körperlich oder verbal oder beides vermischt.

Was mich Pso hauterscheinungsfrei- und den Morbus Crohn nie wieder in lebensbedrohliche Zustände gebracht hat, geht bereits aus meinen zahlreichen Berichten in den hiesigen Themen der Naturheilmedizin hervor. Dies möchte ich hier nicht näher erläutern.

Sicher ist auch, dass ich für mich auch Wege gesucht habe, um nicht nur aus dem pathologischem massivem Krankheitsbild auszusteigen, sondern auch um

aus diesem "nicht gesundem" Verhaltensmuster auszusteigen. Auch wenn dies "nur" eine Begleiterkrankung (?!) zu der chronischen Krankheitsanlage ist.

D.h. nicht, dass mir das heute stets uneingeschränkt gelingt und das nun komplett alles behoben ist.

Aber auch ich bin so ehrlich zu mir, als das ich mich noch heute beobachte und reflektiere. Und auch so ehrlich, dass ich mir eingestehe, wenn ich Fehler mache.

Aber ohne Selbstschuld-Zerfleischung und ohne Selbstdruck .

Und ja, vielleicht ist es auch hier- und jetzt für dieses Leben eine Aufgabe, Dinge aufzulösen. Ohne Eigendruck.

Nochmal, ich finde es super, dass ihr so offen und ehrlich darüber geschrieben habt.

Weil es gehört nicht nur viel Mut dazu sich das gegenüber selbst einzugestehen, sondern auch offen und ehrlich öffentlich damit in Dialog zu gehen!

Nicht jeder ist leider fähig die eigenen Fehlverhalten zu erkennen und sich darauf zu konzentrieren, ohne Selbstvorwurf.

Und ja, es mag einfacher erscheinen

sich wenig- bis gar nicht hilfreich (für den Anderen) auf die Fehler des anderen zu konzentrieren, als einsgerichtet auf die eigenen um diese dann zu korrigieren! Die Aussenwelt erscheint uns nur so, wie wir in der Lage sind sie zu erkennen und mit ihr umzugehen! D.h. wiederum auch nicht, nicht einzuschreiten, wenn etwas völlig aus dem Ruder läuft. Aber

das geht auch ohne innerliche Wut, Aggression und totale Ablehnung. Und auch der daraus resultierenden eigenen kräftezehrenden Erschöpfung.

Dessen bin ich mir sicher.

Vielen Dank für dieses

ernstzunehmende, für den Anderen hilfreiche

und sehr beachtenswerte Thema. Und ich hoffe,

dass das viele andere auch als solches erkennen.

Herzliche Grüsse,

Stephanie

ps. diese beiden chronischen Erb-Krankheiten, da bin ich mir ganz sicher, wurden bei mir beide durch für mich nicht leicht erträgliche Geschehnisse getriggert/brachen aus. Über welche ich mich damals sehr aufregte!

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Hallo Monika,

ja, das glaube ich devinitiv......

Dann kommen noch ein paar Faktoren dazu, die Abschwächen oder auch Verstärken können...

Ich glaube, wer mit sich zufrieden ist und eine gewisse Ausgeglichenheit sein Eigen nennen kann, hat diesbezüglich nicht so viel auszuhalten.

Aber, wer ist das schon. Mit dieser Krankheit.....

Auch spielt das Umfeld, das Alter und der Gesamtzustand der nervlichen Beslastbarkeit sicher eine Rolle.

Früher habe ich mir einen dünnwandigen 20 Liter Blechbehälter besorgt und den dann, bei passender Gelgenheit, durch den Keller getreten ;-) Meist während der Arbeit... Da mußte dann der Chef ab und zu mal warten. Heute bin ich selber Chef und kann dann im Gegenzug zu früher auch mal den Kunden als "Blitzableiter" verwenden :-)))

Geholfen hat mir sehr gut das "autogene Training".

Ich tröste mich dann damit, das andere Menschen oft noch " was Schlimmeres" haben und das hilft meist schon....

Alles Gute für Dich wünscht Dir:

Hardy von der Ostsee

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Hallo zusammen,

ich kann nicht sagen, daß ich zur Umwelt aggressiv bin, ich finde eher das Gegenteil ist der Fall. Nach außen hin habe ich mich abgeschottet, nachdem ich sehr viele schlechte Erfahrungen - wie ihr sicher auch - gemacht habe, weil die Leute immer noch mit Ekel und igitt reagieren, wenn jemand Hautkrank ist. Ich habe dies in meinem Kollegenkreis erlebt und mir geschworen, nie auch nur einem zu sagen, daß ich PSO mit Arthritis und Fibro habe. Eingentlich dürften sie nicht blind sein, wir sind alle Krankenschwestern, aber es hat auch niemand offen darüber gesprochen. Ich bin manches mal ziemlich am ende, wenn meine Knochen und der Rest drumrum dermaßen weh tun, besonders bei Dienstbeginn und am Vormittag, viellei cht würde ein wissen um meine Erkrankung etwas helfen, aber dann würde ich denken, sie haben mitleid oder ich will bemitleidet werden, und da kommt wieder mein Schneckenhaus zum Zuge. Ich bin stinksauer auf die Erkrankungen und daß ich sie habe, ich kann sie nicht akzeptieren und ich habe Angst vor dem, was noch kommt.

vielleicht auch eine Variante der Aggression?

Viele liebe Grüße

Billie

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Guest point9

vielleicht auch eine Variante der Aggression?

Viele liebe Grüße

Billie

Hallo Billi :smile-alt:,

Durch Erziehung und soz. Umfeld kann es durchaus sein, dass du auch angelernt bekommen hast, die Aggression zu unterdrücken.

Und das "Reinfressen der Wut" lediglich tust, um die Aggressionen eben, wie angelernt bekommen, nicht extern werden zu lassen.

Du richtest es so gegen dich.

Borderliner tun das in noch massiverer Form. Sie fügen sich mitunter zusätzlich noch eigene körperl. Verletzungen zufügen. (z.b. Haut anritzen, kneifen bis es blutig wird)

Vielleicht denkt der ein oder andere auch, dass wenn er es extern ablässt, dass er dadurch "freier" wird. Oder er sich in diesem Moment des "Dampfablassens" stärker, wenn nicht sogar erhabener oder mächtiger fühlt.

Er/sie vielleicht noch besser dasteht, als der fiktive und eigens gedanklich konstruierte Gegner.

Beide Arten die "interne" und die "externe" Aggression, empfinde nicht nur ich als nicht empfehlenswert oder gar tatsächlich hilfreich.

Im Gegenteil.

Denn es bleibt dann in uns hängen. Auch spüren zahlreiche hinterher irgendwie in sich, dass da irgendwie/irgendwas für sie was "unerledigtes" geblieben ist. Zudem dient es nicht, die tatsächliche eigene innere Ruhe zu erlangen. Es blockiert mächtig. Das ist nicht zu unterschätzen.

Und bei manchen/einigen stellt sich zusätzlich dann oft nachhaltig, mit einem gewissen Zeitraum des Abstandes, auch so etwas wie ein schlechtes Gewissen ein.

Oft treibt der übersteigerte Wunsch nach Anerkennung auch zu solchen Handlungen.

Dem ist aber nicht nur meines Eindruckes und Erachtens so.

Und es liegt fernab dem Willen, dem anderen etwas weiterzubringen oder zu verdeutlichen, was eventl. tatsächlich brauchbar wäre für den Weg des Anderen.

Auch unterstellt er dem anderen dann auch oftmals, dass der andere derjenige sei, der auf Anerkennung aus ist, wenn nicht sogar im Mittelpunkt stehen möchte. Weil, er aus seiner eigens konstruierten Gedankenwelt, diese auch auf den anderen projeziert. Wenn nicht sogar kompensiert.

Wenn jemand ununterbrochen ruhig und somit ausgeglichen wäre, so würden ihm die externen Anschuldigungen/Beleidigungen usw. usw. auch nichts mehr ausmachen.

Er/sie würde sich vielleicht schon äussern.

Aber ohne innerliche Entäuschung, Aggression/Wut/ zu spüren und empfinden. Und ohne den anderen für seine Fehler völlig abzulehnen oder gar zu hassen.

Ihm/ihr würde es gelingen, zu erkennen, dass das lediglich eine vielleicht negative Eigenschaft von dieser Person ist.

Weitergehend würde es ihm/ihr auch gelingen, an dieser Person auch die zahlreichen anderen positiven Eigenschaften zu erkennen.

Aber auch ohne sich auf irgendeiner Art und Weise selbst angegriffen zu fühlen.

Denn nicht nur der Angreifer, sondern auch der sich angegriffen Fühlende, hat wiederum die jeweilige eigene vorhandene Einstellung oder Fehlwahrnehmung.

Die es aber nicht nur bei Kranken gibt. Mal mehr oder weniger ausgeprägt. ;).

Kleines Beispiel:

Ein Männchen vom Mars käme auf die Erde.

Er wüsste nichts von den von den Menschen eigens aufgestellten

Vorstellungen, Eindrücken, Interpretationen und Assoziationen wie z.b. Ekel oder Abneigung.

Zur Begrüssung würde er einen Psoriatiker, mit einem sehr starken Schub,

ebenso umarmen und berühren. Wie er es bei den anderen vielleicht machen würde.

Weil er keine Gefühl der Abneigung oder des Ekels hineininterpretiert. Weil er es nicht kennt.

Und vielleicht kommt noch hinzukommend, weil es auf seinem Planeten völlig normal ist unebene Haut zu haben. Die Haut der Marsianer voller Huppel oder Warzen ist. Weil er es so gewohnt ist. Weil für ihn das eine geschaffene Normalität ist!

Sah neulich einen Dokumentarfilm über Eingeborene aus dem Urwald.

Sie waren das gewohnte Bild ihrer äusserlichen Erscheinung so gewöhnt, dass sie lachend Menschen aus der westl. Kultur anschauten und diese als so gar nicht hübsch empfanden. Wie sie auch lachend äusserten.

Sie haben halt ihre Welt. Die lediglich auf ihre Gewohnheit basiert. In ihrem kleinen eingegrenztem Umkreis, mit ihrer eigenen Radiusbemessung geschaffen.

Jene die wiederum lediglich nur aus ihren Vorstellungen und Gewohnheiten entsprungen ist.

Und wären wir tatsächlich uneingeschränkt glücklich und ausgeglichen in uns drinnen, so wäre es uns völlig unwichtig, was andere von uns halten. Wir würden uns nicht ärgern.

Gleichsam würden wir uns auch nicht über andere aufregen.

Darüber hinaus noch in der Lage (im Stillen, weil wir für diesen positiven Wesenszug wiederum nicht auf Anerkennung aus sind!) dem angeblich und fiktivem Feind noch alles alles Gute wünschen.

Ihn/sie eher in ihrer eingeschränkten Sichtweise bedauern.

Völlig Ohne Hass, Wut, Ablehnung, Spott, ohne Ironie oder Sarkasmus.

Weil wir alle wollen glücklich sein. Wir alle haben nur einen Wunsch, dauerhaft glücklich zu sein.

Mit oder ohne Krankheit.

Oder den starken Wunsch

anerkannt zu werden.

Sicherlich keine leichte Aufgabe, wenn man dem geschaffenem Bild von Einigen oder Vielen so gar nicht entspricht.

bitte endschuldigt,

wenn ich heute zu diesem

Thema nichts mehr schreiben kann.

Viele herzliche Grüsse :D

Steph

ps.

na klar schäm ich mich auch nicht dafür, dass ich noch sozusagen on the tour bin ;):smile-alt:

Und wenn ich vieles nicht schon alles selbst durchlebt hätte, so wüsste ich darüber nichts, bis wenig zu berichten.

Denn dann wäre dies alles nur theoretisches Geplänkel, Spekulationen, Vermutungen usw. usw. usw. und Wischiwaschi :D

Und glaubt mir, das war nun mal nicht immer alles gerade einfach :)

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Ja, definitiv denke ich, dass Psoriasis wütend und aggressiv macht ...

Generell können Menschen, deren Leben durch chronische Krankheiten täglich behindert wird, anfälliger sein für Gefühlsschwankungen. Aber das muss nicht unbedingt in Zorn und Aggression münden. Ich fühle und fühlte mich nie aggressiver als meine Nicht-Psoriatiker-Mitmenschen, und ich denke auch nicht, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Psoriasis und Aggressionspotential gibt. Wie soll der auch aussehen? Soll der sich durch eine mögliche Koppelung des Gendefekts an das Y-Chromosom äussern? Oder durch eine negative Beeinflussung des gestörten Stoffwechsels auf den Hormonhaushalt? Oder durch eine körperliche Schadstoffüberflutung, die sich auf das Gemüt auswirkt? Ist alles ziemlich unwahrscheinlich.

Mich nervt die Psoriasis, aber wütend machen mich - wenn überhaupt - andere Dinge.

Gruß,

Marko

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Guest point9

Mich nervt die Psoriasis, aber wütend machen mich - wenn überhaupt - andere Dinge.

Gruß,

Marko

Hallo Marko,

da ich eingesehen habe, dass Diskussionen oftmals gar nichts bringen,

werde ich hier wiederum nicht mit dir diskutieren.

Du hast deine Einstellung und deine Wahrnehmung und ich meine. Dabei möchte ich es auch höflicherweise belassen.

Auch bin ich der Meinung und Auffassung, das es keinen Überzeuger gibt, lediglich jemanden der sich überzeugen lässt. Und dies sollte aus völlig eigenen Einsichten und aus völlig freien Stücken geschehen.

Das was ich schreibe, schreibe ich aus meinen Erfahrungen.

Und jeder macht seine eigenen Erfahrungen.

Auch hier, bei Gleich- bis ähnlich Betroffenen.

Diese können durchaus nützlich sein. Manchmal auch und vielleicht gerade dann, wenn diese dem gar nicht entsprechen, was man vorherig so gedacht hat.

Insofern man genauer drüber nachdenkt, reflektiert, vor allem ehrlich zu sich ist und bereit ist, für neue bzw. andere Vorgehensweisen und Verhaltensweisen. Auch wenn es in ganz kleinen Schritten ist.

Vielleicht nur den Hinweis, dass ich zahlreiche Menschen kenne, die wenig bis gar keine Wut entwickeln.

Und auch sie stehen mit beiden Beinen auf der Erde und äussern durchaus klar ihre Meinung/Vorstellung. Ohne Wut und Aggression.

Zwar haben jene nicht auch unbedingt derartig ausgeprägte chronischen Krankheiten, so begegnen ihnen dennoch auch häufig massivste Widrigkeiten.

Diese zählen aber nicht zu Jenen, welche Wut, Hass, Rückzug, Ablehnung usw. entwickelt haben.

Ohne näher darauf einzusteigen, damit jemand verletzen zu wollen, oder persönlich zu werden. Finde ich hingegen sehr wohl, dass entgegen gesetzt hier vermehrterter Aggression usw. auftritt.

Nicht die Psoriasis, sondern die Belastung, der ständige heftige körperliche Prozess, der ständige Stress im chronisch krankem Körper, kann in meinen Augen durchaus und nachvollziehbar falsche Verhaltensweisen wie Wut usw. nach sich ziehen.

Vorstellbar ist auch, dass wenn man sich mit einem eben nicht makelosem Körper nicht überall so angenommen wird oder fühlt, wie man es sich vielleicht vorstellt. Auch das kann für mich eine falsche Entwicklung von Wut sein. Aber auch Enttäuschung.

Genauso wie es bei mir nachvollziebar ist, dass ich da Erbanlagen in mir trug, die erst dann hervor- und ausbrachen, als ich zu dem Zeitpunkt für mich massivste Erlebnisse hatte.

Erstmalig wies mich im übrigen ein Internistischer Professor wg. des Morbus Crohns auf diesen Zusammenhang hin. Er fragte mich, ob in meiner Familie jemand chronische Krankheiten hat und ob ich zu dem Zeitpunkt des Ausbruches, oder in einem eher geringem Zeitraum zuvor, irgendwas sehr Unangenehmes erlebt hätte.

Das konnte ich beides eindeutig bestätigen.

Bei dieser Erklärung von mir und aus meinen Erfahrungswert an dich,

möchte ich es gerne belassen.

schönen Restsonntag

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Nicht die Psoriasis, sondern die Belastung, der ständige heftige körperliche Prozess, der ständige Stress im chronisch krankem Körper, kann in meinen Augen durchaus und nachvollziehbar falsche Verhaltensweisen wie Wut usw. nach sich ziehen.

Ja und? Habe ich was anderes behauptet? Nochmal zur Erinnerung:

Generell können Menschen, deren Leben durch chronische Krankheiten täglich behindert wird, anfälliger sein für Gefühlsschwankungen.

(Mann, wie albern das ist, sich selbst zu zitieren.)

Bei dieser Erklärung von mir an dich, möchte ich es gerne belassen.

Ich schreibe etwas, Du bestätigst es und nennst es eine Erklärung von Dir an mich? Super Sache ...

Gruß,

Marko

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Hallo, liebe Freunde,

ich möchte mich ganz herzlich bei Euch für Euer Interesse und die vielen ehrlichen Antworten zu diesem brisanten Thema bedanken.

Es stimmt, es ist nicht leicht über den eigenen Schatten zu springen und sich sein Fehlverhalten einzugestehen.

Ich für meinen Teil muss im Moment verdammt Obacht geben, dass ich nicht zusätzl. total in die Depression abrutsche!

Bin auf dem totalen soz. Rückzug, da sämtl. Grenzen des Erträglichen überschritten sind.

So verfüge ich über keine Familie, die hinter mir stünde und mir helfen würde.

Im Gegenteil, ich durfte von Kindheit auf nicht krank werden! Ich musste stark sein und im Übrigen hätte es auch niemand interessiert.

Ebenso interessiert heute niemand, wie es mir geht. Eine unterbewusste Mitleidstour durch die Pso kann ich also definitiv ausschließen, sie ergäbe keinen Sinn.

Was allerdings mein Körper, vermutl. aufgrund der Erfahrungen, aufgebaut hat, ist ein enormes Immunsystem. Dieses lässt nicht zu, egal wie schlecht es mir geht, einfach einmal zusammenzuklappen, wie dies bei jedem normalen Menschen der Fall ist. D. h. aber auch, dass ich nie offiziell krank werde(n darf)! So hatte ich z. B. 1975 mein letztes Fieber! Keine OP, Rippenfellentzündung, Grippe, schwere Risikoschwangerschaften mit dementsprech. Begleiterscheinungen u. u. u., nichts löst Fieber aus und existierte somit als Krankheit nicht! Ich bin immun gegen Viruserkrankungen usw.

Aber ich zahle einen sehr hohen Preis dafür.

Mein Schlaf ähndelt an Bewusstlosigkeit, d. h. ich höre auch keine Außengeräusche etc. (dies ist auch für die Ärzte ein Buch mit sieben Siegeln!)

Auch mein Körper spielt total verrückt!

Dies ist auch der Grund, warum ich jetzt mein Immunsystem zusammenstürzen lassen muss, um evtl. Schlimmeres abzuwenden.

Meine Aggressionen bauen sich also auf versch. Aspekten auf. Ausgangspunkt ist aber fast immer ein bestimmtes Gefühl der Hilflosigkeit (trotz aller Bemühungen und Anstrengungen), des Ausgeliefertseins und der Traurigkeit.

So überkommt mich ein enormes Gefühl der Wut, wenn ich z. B. schweißgebadet mit offener Hand und oftmals blutenden Zehen (es brechen buchstäbl. die Zehenkuppen dabei weg/ habe schon ganz flache Kuppen) vom Einkaufen heim komme. Schließlich muss ich alles (v. Erde bis Getränke) zu Fuß nach Hause schleppen, obwohl ich massivste Wirbelsäulen- u. Gelenkschmerzen habe (div. OPs mit Kunstfehlern kommen noch hinzu).

Dies sind dann die Momente, die enorme Aggressionen in mir auslösen!

Zudem habe ich nach über 36 Jahren das Rauchen aufgehört!

Vor allem die Traurigkeit, die sich in Wut umwandelt, oder umgekehrt?, macht mir bei dieser Krankheit so zu schaffen. Beispiel:

Heute rief mich meine Nichte an und meinte, sie hätten sich nicht gerührt, weil sie (m. Schwester u. Fam.) dachten, ich sei evtl. noch in der Klinik. Mein Klinikaufenthalt war im Aug.! Obwohl wir nur wenige KM auseinanderwohnen, interessierte es niemand, in welcher Klinik ich lag, was mir fehlte etc...

Dieses Desinteresse meiner Angehörigen mir gegenüber, löst vermutl. auch die Angst und Verweigerung in mir aus, Medikamente (Neotigason 25, Arcoxia 90 mg etc.) mit Nebenwirkungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt usw. einzunehmen. Es ist ein Teufelskreis.

Ich denke mir oft, bin ich denn wirklich so ein Sensibelchen? Hier muss ich einfach durch!

Aber es ist sehr,sehr schwer!

Nochmals vielen Dank für die vielen ehrl. Anworten und vielleicht kann die Diskussion noch ein paar Tage weitergehen.

Vielleicht können wir uns auf diese Weise gegenseitig ein wenig stützen?

Wenn ich jemand helfen kann, bin ich jederzeit bereit, o.k.!? (spez. Münchner Bereich)

Liebe Grüße

Monika

P.S.:

Sollte mal jemand von Euch eine Pflanze mit einem kl. Ableger/Steckling ausprobieren wollen, so soll dies jederzeit gegen Portokosten (in Briefmarken) möglich sein, ohne sich selbst in gr. Unkosten stürzen zu müssen! Bin selbst arbeitslos und weiß zur Genüge, was es heißt, jeden Cent 5 x umdrehen zu müssen!

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Guest happyman

Hallo Monika

Ob dir ein positiver Bericht hilft weiß ich nicht. Dennoch schreibe ich es dir einfach mal hier rein.

Ich bin der etwas andere Schuppi. Heisst: ich bin kaum bis wenig betroffen und für meine Verhältnisse ganz schlimm hatte ich es bisher nur einmal. Es begann spät (ich habs mir nicht gemerkt und meine dass ich da Ende 30 war) und war einfach da. Ich hatte das große Glück damals bereits in einer fertigen und gefestigten Familie zu leben. Es war nie ein Thema dass ich die Pso habe. Es war einfach Begleitung des alltäglichen Lebens.

Dass mich Leute angeguckt haben hat mich nie gestört. Auch in dem Jahr wo es so wild war stand ich vor dem Zelt auf einem Campingplatz am Mittelmeer und habe mich geschmiert.

Alles in allem hatte ich nie ein Problem mit Pso. Genervt hat es mich, aber gelitten habe ich nie drunter.

Eine Aggression aufgrund meiner Pso konnte ich für mich nie bemerken. Ob es anders wäre wenn ich anders betroffen wäre kann ich nicht beurteilen. Vorstellbar ist es für mich nicht.

Noch meine Meinung zu einem der vorhergehenden Beiträge: Deswegen Anti-Depressiva einzunehmen finde ich persönlich als Hammer.

Ich sah in der Zeit meiner Zugehörigkeit zu diesem Forum manche kommen und gehen. Sehr oft fiel mir positiv auf dass diese Gemeinschaft der Schuppis Leuten aus einem Tief zu einem normalen Umgang helfen konnte. Drum schreib hier was dich bedrückt. Ich bin fast sicher dass das auch ne Art von Massnahme ist und dir helfen kann. Irgendwo muss es ja raus.

Gruß

Wolfgang

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Guest point9
Ja und? Habe ich was anderes behauptet? Nochmal zur Erinnerung:

(Mann, wie albern das ist, sich selbst zu zitieren.)

Hallo Marko,

Also mein Eindruck ist, dass das dein Antwortposting, wenn auch sehr kurzer Text

einen doch eher -wie sehr oft - unfreundlichen, eher aggressiven und eher abfälligen Ton beinhaltet.

Vielleicht fällt dir, und Co. das nicht mehr auf.

Nein, ich möchte nicht weiter auf solch eine Haltung einsteigen und nein, ich ärgere mich auch nicht.

Vielleicht ist das auch jetzt eine brauchbare Basis, um im Nachhinein nicht mehr auseinander klamüsern zu müssen, wer nun angefangen hat und wer nicht ;).

Und für mich auch jetzt eine brauchbare Grundlage, nicht mehr Gleiches mit Ähnlichem zu vergelten. ;)

Zudem ist dies fast noch eine relativ harmlose Variante, hinsichtlich deiner Posting an mich, innerhalb des gesamten vergangenen Jahres :D

Ich schreibe etwas, Du bestätigst es und nennst es eine Erklärung von Dir an mich? Super Sache ...

Gruß,

Marko

Siehe ganz oben und..

Nein, ich habe überhaupt nichts bestätigt. Das ist lediglich ein Eindruck von dir.

Zudem beziehst du dich einzig- und alleine, bei meinen vielen umfangreichen erklärenden Zeilen an dich, auf das von dir Zitierte.

Das finde ich eher schade, kann es aber durchaus so stehen lassen.

Das zitierte von dir, weist im übrigen darauf hin, dass du dich ärgerst oder aufregst.

Die Ergänzung - wenn überhaupt - würde ich (mit lediglich meinen Eindrücken) hier im Übrigen komplett streichen. Da wir uns hier nicht erst seit heute begegnen.

Das alles wiederum sind meine Eindrücke. EinEindruck, der sich zudem lediglich auf deine Postings- und deine Preisgabe von deinen Abneigungen und Vorstellungen bezieht. Welche du (nach lediglich meinen Eindrücken) oftmals versuchst, als die einzig und alleinige Wahrheit

anderen massiv (und ich finde aggressiv) aufzudoktrieren.

Beispiele für: U.a. Todesstrafe, gegen Sevensense, nicht Fremdgehen, gegen Homöopathie, gegen Musikgeschmäcker, gegen Weltanschauungen usw. usw. usw..

Das wiederum sagt aber nichts über dein gesamtes Leben auch ausserhalb des i-nets, deinen sonstigen auch positiven Eigenschaften, deiner Liebe und dem Umgang mit deinen dir Nächsten aus.

Die meinigen Zeilen sind wiederum kein alles umfassendes, alleingültiges und schon gar kein Urteil.

Über das es sich absolut nicht lohnt sich aufzuregen oder zu empören.

Ob du und Co. das nun verstehen oder nicht. Spielt auch keine erhebliche oder ausserordentliche Rolle :)

So ganz bestimmt jetzt Punkt :D

Schlaf schön, lass es dir gutgehen,

dich würde ich auch zur Begrüssung umärmeln,

und einen guten Wochenstart :smile-alt:

...das meine ich tatsächlich so.

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Nein, ich habe überhaupt nichts bestätigt.

Okay, also nochmal:

Generell können Menschen, deren Leben durch chronische Krankheiten täglich behindert wird, anfälliger sein für Gefühlsschwankungen.
Nicht die Psoriasis, sondern die Belastung, der ständige heftige körperliche Prozess, der ständige Stress im chronisch krankem Körper, kann in meinen Augen durchaus und nachvollziehbar falsche Verhaltensweisen wie Wut usw. nach sich ziehen.

Es mag ja, wie Du sagst, nur mein Eindruck sein, dass Dein Kommentar nichts weiteres ist als eine Bestätigung meiner Behauptung (die Du dann fröhlich als Deine "Erklärung" von Dir an mich bezeichnest), aber jeder, der darin etwas anderes sieht, soll mir mal erklären, was es denn anderes sein könnte. rolleyes.gif

Also mein Eindruck ist, dass das dein gesamter, wenn auch sehr kurzer Text einen doch eher -wie sehr oft - unfreundlichen, eher aggressiven und eher abfälligen Ton beinhaltet.

Und Du wirfst mir vor, ich habe falsche Eindrücke? Kannst Du mir mal erklären, was an meinem Text unfreundlich, aggressiv oder abfällig war? sleepy.gif

Gruß,

Marko

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Ich fühle und fühlte mich nie aggressiver als meine Nicht-Psoriatiker-Mitmenschen, und ich denke auch nicht, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Psoriasis und Aggressionspotential gibt.

Hallo Marko,

ich finde schon dass es da einen direkten Zusammenhang gibt,es kommt halt auch darauf an wie schwer die Erkrankung ist.

Wenn man Nachts vor lauter Juckreiz nicht mehr weiß ob man Männlein oder Weiblein ist und die Wände hochgehen könnte weil man diesen enormen Juckreiz bald nicht mehr aushalten kann,dann schlägt das schon aufs Gemüt.Und wenn dann erst Ruhe ist wenn man sich stundenlang aufgekratzt hat und alles blutig und entzündet ist...man dann vor Schmerzen nicht mehr einschlafen kann aber morgens raus muss zwecks Arbeit,jaaa da ist die Stimmung groß.Und wenn man dann läuft wie auf Eier weil die Fußsohlen das rohe Fleisch sind und die Hände so geschwollen und entzündet sind dass man nicht einmal mehr eine Tasse halten kann...die ganz alltäglichen Sachen nicht mehr machen kann...da kommt Freude auf.

OK Aggression ist evtl. nicht der richtige Ausdruck...ich würde eher sagen man ist sehr gereizt und deppressiv und das gereizte kann somit auch als aggressiv angesehen werden,aber ich schlage keine Möbel zusammen oder so,nein ich bin dann einfach sehr schlecht drauf und sehr gereizt,was doch auch verständlich ist wenn man sich so herumquälen muss oder?

Ich finde auch dass die Deppressionen noch schlimmer einzustufen sind wie die Aggressionen die man mit der Pso oder auch mit anderen Krankheiten entwickelt.

Ich selbst litt unter schlimmsten Deppressionen wegen meiner Pso bis hin zu suizitähnlichen Gedanken und bin froh dass ich dieses überstanden habe,auch ohne Hämmer ,sondern mit viel Unterstützung in meiner Familie.Ich weiß nicht ob du dies nachvollziehen kannst Marko,aber so war es zumindest bei mir und ich möchte nie wieder in so ein Loch fallen.

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Ich weiß nicht ob du dies nachvollziehen kannst Marko,aber so war es zumindest bei mir und ich möchte nie wieder in so ein Loch fallen.

Natürlich kann ich das nachvollziehen. Ich habe doch gar nicht bestritten, dass die Probleme der Psoriasis sich auf das Gemüt schlagen können:

Generell können Menschen, deren Leben durch chronische Krankheiten täglich behindert wird, anfälliger sein für Gefühlsschwankungen.

Das einzige, was ich in Frage stelle, ist ein direkter Zusammenhang zwischen Psoriasis und Aggression, so nach dem Motto: Wer Psoriasis hat, der hat auch automatisch ein höheres Aggressionspotential. Das glaube ich nicht. Ich glaube "nur", dass das Erscheinungsbild der Psoriasis sich, wie das jeder chronischen Krankheit, negativ auswirken kann auf die Stimmungslage.

Gruß,

Marko

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glaube "nur", dass das Erscheinungsbild der Psoriasis sich, wie das jeder chronischen Krankheit, negativ auswirken kann auf die Stimmungslage.

Gruß,

Marko

So und nicht anders wars auch von den Anderen gemeint. Jedenfalls habe ich es so verstanden !

Ich für meinen Teil bin eigentlich ein sehr friedlicher Mensch, (ich will nicht sagen ruhig ,das würde mir hier eh keiner glauben....ich meine innerlich ruhig ;) )

stelle aber schon fest ,das ich zu einer gewissen Agressivität neige ,wenn meine Pso wieder in voller Blüte steht. :ähäm

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Guest point9
Hallo, liebe Freunde,

Hallo liebe Monika :smile-alt:,

wie schon gesagt, ich bedanke mich bei dir und Euch für dieses Thema.

Du bist ja bereits über den Schatten gesprungen und hast erkannst, dass das kein angenehmer Gemütszustand ist. Und das er nicht dauerhaft bleiben soll.

Es ist wirklich der erste und einer der wichtigsten Schritte überhaupt zu erkennen, dass was was schiefläuft und schadet. Das du so ehrlich zu dir bist. :smile-alt:

Das du dich gar nicht tatsächlich wohl fühlst in diesem emotionalen manchmal erregtem Zustand.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem eigenen ehrlichen Zugeständnis. Das gelingt leider nicht jedem.

Denn dann macht man sich auf den weiteren Weg und sucht nach Lösungsmöglichkeiten. So wie du es jetzt bereits bist.

Das es dich betrübt macht, dass deine Familie sich wenig, bis gar nicht tatsächlich um die kümmert...diese Anteilsnahmslosigkeit berührt mich...

Diese familären Fehlverhalten mache bitte nicht an dir fest. Es ist ihre Unfähigkeit. Und zwar eine traurige. Weil sie selbst nicht in der Lage sind zu erkennen, was bei ihnen schiefläuft.

Betrachtest du es unter diesem Gesichtspunkt, erkennst du vielleicht zum einen, dass das nicht wirklich was mit dir zu tun hat!.

Auch ein Abwägen, ob du stark (d.h. innerlich ruhig) genug bist, deine Familie darauf mal offen -ohne Aggression- hinzuweisen.

Vielleicht erkennen sie auch, dass etwas bei Ihnen schiefläuft. Manchmal muss man Menschen auf die einfachsten Dinge hinweisen. Weil sie sie selber nicht erkennen.

Immer in der Ich-Form bleibend. Ohne Vorwurf, auch weil das dann auch Gehör stösst.

Beispiel: Ich suche das Gespräch mit Euch um für mich Dinge zu klären und aufzuarbeiten. Ich fühle mich schlecht und ausgegrenzt, weil ihr kein Interesse für mich und meine Krankheiten zeigt. Es macht mich traurig, dass niemand mitbekommen hat, wann ich im Krankenhaus war usw.

Auch weil du von dir und deinen Empfindungen und Wahrnehmungen erzählst. Zum anderen weil du in dieser Ich-Empfinde-so-Form auf offenere Ohren stösst.

Ein anderer Punkt, und eine andere "Lösungsmöglichkeit" aber ist, dass du diese eher traurige familieräre Anteilsnahmelosigkeit usw. auch umwandeln kannst.

Indem du dich von den dortigen gewohnten Lebensführungen, Lebensvorstellungen innerlich löst.

Weil sie Elemente beinhalten, die so nicht lebenwert od. lebensfreudig machen.

Und das du jetzt soweit bist und erkannt hast, dass du deinem Leben und deiner Umgebung einen neuen Rahmen und Inhalt geben möchtest. Eine neue und bessere Lebensqualität statt derer, die du seit Kindesbeinen erfahren hast.

Manchmal ist es gut sich zurückzuziehen. Um eben nicht mit alten und gewohnten (Fehl-)Verhaltensmustern konfrontiert zu werden. Um sich selber umzustimmen.

D.h. nicht, dass das du den Kontakt komplett einstellen sollst. Oder wütend, oder traurig über sie sein solltest. Denn sie sind eher zu bedauern für solche Eigenschaften.

Und das geht auch mit einer freundlichen Haltung.

Wut, aber auch Angst entspringt einer Hilflosigkeit, einer Machtlosigkeit. Situationen nicht tatsächlich gewachsen zu sein. Auch Konfliktsituationen die das Mass der eigenen Beherrschung übersteigen.

Oder Situationen nicht nach seinen Vorstellungen und Meinungen lösen zu können.

Jeder hat ein anderes Maß.

So gibt es auch Menschen, die die gleichen Situationen bewältigen können, ohne sich dabei aufzuregen. Das erwähne ich deshalb um aufzuzeigen, dass das Empfinden, das Fühlen subjektiv und bei jedem verschieden ist. Und auch, dass es "wandelbar" und sehr wohl auch veränderbar ist.

Auch wenn das mitunter viel Geduld über einen längeren Zeitraum beinhaltet. Geduld nicht nur mit der Aussenwelt, sondern auch im gesteigertem Masse mit sich.

Nun ist es mit einer chronischen Krankheit etwas- bis stärker beschwerlich. Weil der Körper ständig unter Strom steht. Zumal es eine Autoimmunerkrankung ist.

Auch wenn du kein Fieber hast usw., so sind z.b. durch die Pso ständig Prozesse im Körper zu Gange. Das strengt an. Auch wenn du nicht durch Erschöpfung umfällst, wie es vielleicht andere tun. So bleibt es woanders hängen. Hier eben bei der Wut, bei der Aggression durch Überforderung. Wie bei der Verschiedenartigkeit der Sympthomatik, so sind auch bei anderen Mischformen möglich. Erschöpfung und Überforderung (Wut, Aggression, Ablehnung, Angst).

Aber selbst diese Überforderung ist auflösbar. Mit viel Geduld. Versuche sie dir für dich zu nehmen.

herzliche Grüsse und

ich knuddelz dich mal ganz doll :smile-alt:

ps. schreibe dir auch noch heute eine Privatnachricht.

und...was ist das für ein Pflänzchen?

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@point9

Liebe Stephanie, ganz, ganz herzlichen Dank für deine lieben und einfühlsamen Worte. Es tut gut! :-* PN folgt später.

Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass ich lange überlegt habe, ob es richtig und sinnvoll ist, Handeln bzw. Nichthandeln aus dem eig. priv. Bereich ins Forum zu bringen.

Es sieht so nach Mitleidstour aus!

@alle

Ich habe mich aber dann doch entschieden, weil ich denke, dass auch die Thematik des "Zerfalls familiärer Strukturen" für die Zukunft von uns Menschen und im Speziellen für Menschen mit chron. Krankheiten, Behinderungen und Alten, immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Was hilft es da, wenn unsere Regierung jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf treibt, d. h. immer schwachsinnigere Gesetze erlässt, die ihre Wirkung bei denen, für die sie ursprünglich gedacht waren, total verfehlen bzw. die wirkl. Ursachen unter den Tisch gekehrt und die vorhandenen Probleme verniedlicht od. gleich gar nicht beachtet werden.

Das schönste Bespiel hierfür haben wir in der Trendwelle des Gender-Mainstreaming, das sogenannte "Gleichstellungsgesetz".

Da werden die bereitgestellten Steuergelder dafür verwendet, dass obskure Broschüren 8z. B. das Liebesleben? und Doktorspiele für Vorschulkinde) erstellt werden, bei denen Pädophilien Tür und Tor geöffnet wird (mittlerweile wurde die Broschüre von BM von der Leyen wieder aus dem Verkehr gezogen);

da müssen die Kinder in der Schule Rollenspiele lernen, wie, wenn sie schwul wären, einen Kerl anbaggern usw. usf.

Mir und vermutl. einem Großteil der Psos ist es wahrscheinlich sch...egal ob Berlin sexy ist od. nicht, sie sind ja schon froh, wenn sie nicht aus dem öffentl. Schwimmbad geworfen werden!

Ich möchte damit nur sagen, wäre es nicht an der Zeit, dass unseren Kindern und Mitmenschen wieder vermittelt wird, dass es Mitmenschen gibt, denen es nicht so gut geht und vielleicht einmal etwas Zuwendung oder Hilfe nötig hätten!

Wie gesagt, der alten Oma ist es egal, ob die Quote der Hetero-, Homo- und Bisexuellen in den Parteien stimmt oder nicht, wenn sie nicht weiß, wie sie mit ihren zerarbeiteten Händen und kaputten Knochen ihre Einkaufstasche in den 3. Stock schleppen soll!

Der Lehrerin, die bereits schwerste psychosomatische Symptome entwickelt hat, weil sie den verbalen und tätlichen Angriffen ihres Schülerklientels nicht mehr gewachsen ist, ist (und soll und muss!) es egal sein, ob sich ihr muslimischer Schüler in seiner Würde verletzt fühlt, weil er von einer Frau unterrichtet wird.

Hier könnte man Bände mit schwachsinnigen Beispielen füllen!

Wir hier im Forum sind größtenteils doch in der Lage, uns zu wehren.

Schwerkranke, Behinderte und viele alte Menschen sind es nicht. Sie brauchen erst einmal jemand, der hinsieht und sie ansieht und die Not und das Leid spürt und erkennt und bereit ist zu handeln.

Hier ist die wirkliche Zivilcourage angesagt!

Hier ist es wichtig, auch mal gegen unsere selbsternannten "Gutmenschen" und "Multikultifanatiker" aufzustehen, um ihnen und unseren Kindern zu vermitteln, dass im Hier und Jetzt bereits viele Menschen, egal welcher Religion od. Ethnie, dringend Hilfe nötig haben!

Und glaubt mir, (ich spreche aus langjähriger Erfahrung) wenn ich sage:

Da stehst du oft sehr einsam und auf verlorenem Posten da, egal ob innerhalb der Familie, des soz. Umfelds, auf regionaler od. überregionaler Ebene!

Und gerade diese Wut und gleichzeitige Hilflosigkeit auch in Bezug mit der Krankheit, lösen bei mir enorme Aggressionen aus.

Liebe Grüße

Monika

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mastah cheeve

Ich habe Pso auch an den Fußsohlen und den Handinnenflächen.

Aggressionen hatte ich nicht wirklich, eher Verzweiflung. Wenn man immer nur

merkt das sich ein Schub ankündigt - und nichts dagegen tun kann - da habe ich

eher versucht in Ruhe mit den gegebenen Möglichkeiten zu leben.

Füße mußte ich halt mir Teersalbe und Daivonax eincremen, weiße Handschuhe und

Socken über Nacht tragen, tw auch tagsüber... Kortison sowieso. Clobegalen hat

zwar den Juckreiz beseitigt dafür aber auch Teile der Haut durchsichtig werden lassen.

Wie man mit Aggressionen umgeht - kann ich nicht sagen. Wenn PSO das verstärkt

ist das immer übel - zumal machen manche " Unwissende Gesunde Mitmenschen "

sich oftmals kein Bild wie fies PSO sein kann. Ich glaube aber das es durchaus

bei Menschen aggressive Reaktionen auslösen kann wenn dieser Mensch PSO hat oder

gerade einen Schub hat. Ich habe nur irgendwann aufgehört zu zählen wieviele Dinge

mir aus den behandschuhten Fingern gerutscht sind oder wieviel Kleidung ich mit den Cremes verhunzt habe.

Ich habe auch Mitmenschen die dumme Sprüche klopfen, sei es wegen Handschuhen oder wegen " ungeschicktem Fallenlassen von Gegenständen " oder wegen Arbeitsunfähigkeit - denen habe ich mal bei meinem letzten Schub meine Hände gezeigt. Da war Ruhe. Eher betroffenes Schweigen.

Dummheit ist leider nicht heilbar. PSO auch nicht.

Wie man damit umgeht - ich glaube es gibt da keine Musterlösung.

Man darf sich auf keinen Fall unterkriegen lassen. Und wenn PSO Dich aggressiv macht

wer will da ein Urteil fällen oder Kritik üben? Es gibt kein pauschales JA oder NEIN.

Viele Grüße

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Guest point9
@point9

Liebe Stephanie, ganz, ganz herzlichen Dank für deine lieben und einfühlsamen Worte. Es tut gut! :-* PN folgt später.

Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass ich lange überlegt habe, ob es richtig und sinnvoll ist, Handeln bzw. Nichthandeln aus dem eig. priv. Bereich ins Forum zu bringen.

Es sieht so nach Mitleidstour aus!

Liebe Monika,

schön das es gut getan hat :smile-alt:.

Schrieb ja schon, dass ich es super finde, dass du den Mut und das Eingeständnis gezeigt hast, mit anderen Betroffenen darüber in Dialog zu gehen.

Dies ist alles andere als eine Mitleidstour. Frage mich wiederholt wie du überhaupt darauf kommst? Im Gegenteil, dass zeugt auf eine starke und mutige eigene Reflektierung!

Eine Einsicht, einen Willen entwickelt zu haben, andere Verhaltensweissen zu suchen.

Das ist ein grundauf tiefes ehrliches Erkennen, dass auch du dich nicht wohl fühlst in solchen erregten oder enttäuschten Geisteszuständen.

Und vielleicht auch ein Aufruf an Andere, mal ebenso mutig zur klaren und ehrlichen EIGENEN Reflektierung. Statt sich hinter einem (gebasteltem) Scheinfrieden einzugrenzen oder sich in einem kleinen Kreis zu verbarrikadieren...

Und zusätzlich sind Leute, die über so einen Dialog, oder über solch ein offenes Wort oder Zugeständnis vielleicht lächeln oder es ablehnen auch jene, die nicht in der Lage sind mal mit sich selber Klartext zu sprechen. Leider.

Und -vielleicht- hast du Anderen so auch die Möglichkeit, den Impuls gegeben, mal ganz ehrlich zu sich zu sein.

Aber auch aufzuzeigen, dass sie nicht die einzigen sind, die sich mit derartigem auseinander zu setzen hatten- oder haben. Das hilft auch gegenseitig.

Dazu sind ja Selbsthilfegruppen- oder wie hier ein Selbsthilfeforum da.

Und gerade in den letzten Monaten habe ich hier festgestellt, dass wesentlich offener auch brisantere, auch zwischenmenschliche kompliziertere Themen nicht nur angesprochen wurden.

Das finde ich durchweg eine positive Entwicklung!

Weil die Psoriasis und andere Krankheiten generell eben nicht nur aus der Behandlung mit Salben, Tabletten, Spritzen, Globulis, Schneckenschleim :altes-lachen, Ablenkung, Vergnügen usw. besteht.

Das ganze "Drumherum" ist nicht zu unterschätzen!

Den Anspruch des Menschen zum Nur-Guten, richtet sich meisst uneingeschränkt nur auf die Aussenwelt. D.h. lediglich auf die anderen Menschen und deren Fehler.

Jene Menschen, die nur die Vorstellung des Nur-Guten haben, sind es leider aber auch, die lediglich Schwerter über andere schwingen und Köpfe rollen sehen wollen.

Statt ihren eigenen Fehleinstellungen zu sehen und zu bearbeiten.

"Schuldanprangerungen" "Forderung nach Sühne und Kniefall" "dieser Mensch, diese Nation, dieses Land ist generell schlecht" "Moralin" "erhobener Zeigefinger" "Anklage" "Verurteilung" "Ausgrenzung" "Ablehnung" usw. usw. und...WUT und innerliche Erregung..

Oftmals und einseitig, werden dabei aber geflissentlich die eigenen Fehler, Schwachstellen, Fehlsicht- und Fehleinstellung übersehen. Wenn nicht sogar in die tiefste Tiefe verdrängt. (Auf längere Sicht kann auch das krank machen)

So dass sie fest davon überzeugt sind, diese selbstkonstruierte Realitiät die einzigst wahrhafte wäre.

Wer gibt schon gerne vor sich, geschweige denn vor anderen zu, dass er "unperfekt" ist?

Und wer erkennt, dass die eigenen innere Unzufriedenheit auf das Externe umkompensiert, verlagert wird?

Wenn z.b. uneingeschränkt jeder bei sich anfängen würde ins Reine zu kommen, so gäbe es auch keine Kriege und Morde mehr...

Nun gut *grins* ich bin nicht frei von Fehlern, registriere und bearbeite sie. Finde es mitunter eher mühsam manchmal wiederholt Fehler zu machen. Und nein, ich finde das garantiert nicht durchweg lustig...

Aber ich höre nicht auf meine Fehler und Fehlverhalten zu registrieren und zu bearbeiten....oft ist das auch sehr mühsam... :zwinker-alt:

Des öfteren bin ich auch gar nicht so, wie es den Nur-Guten Menschen in ihren Nur-Guten Vorstellungen reinpasst.

Zudem und zusätzlich ...

wie kann man vieles noch weiter entwickeln, wenn man sich nur mit einem eher kleinen Kreis von Leuten umgibt, die einen konstant nur für die positiven Eigenschaften loben? Das selbe reden und so handeln? Mir somit auch keine Möglichkeit geben zu sehen, was so bei mir noch auf dem Grund liegt und was bei mir noch zu bearbeiten ist.

Hier bedarf es aber eine klaren Filtration um zu erkennen, was tatsächlich für einen brauchbar und hilfreich ist. Oder was wiederum lediglich Fehlwahrnehmungen des Anderen ist.

Wie ungefestigt und verunsichert ist man dann aber tatsächlich, wenn man ausserhalb dieses kleinen eingrenztem Kreises auf weniger schöne Erlebnisse stösst?

Wenn dann keiner des gewohnten und sich sicherfühlenden Kreises gerade gegenwärtig ist. Wie hilflos und machtlos ist man dann? Wut, Hass, Ablehnung, Enttäuschung, Angst ist definitiv Hilflosigkeit und Machtlosigkeit!

Insofern ist dieses Forum auch für mich ein Selbst-Hilfe-Forum.

Auc ich trage die Pso in mir, auch dann, wenn ich seit Jahren erscheinungsfrei bin.

Und ich hatte sie Zeit dieses Lebens in mir.

Und wenn so manch einer hier wüsste, wie sehr er/sie auch mir tatsächlich geholfen hat, so wäre sie/er mehr als nur verwundert. :cool::)

Zudem, Wut und Aggression schadet in keinster dem angeblichem fiktivem Gegner.

Nur dem, der es empfindet und zwar innerlich. Sowas macht auch krank.

Hinzufügend:

Wenn du dem, der dich schlägt eine zurückdotzt, kannste davon ausgehen, dass alles noch schlimmer wird. Das das eskaliert.

Oder das nichts tatsächlich unentdeckt bleibt, das man irgendwann wieder damit konfrontiert wird. Ursache-und Auwirkungsprinzip.

Um das zu erkennen brauch man noch nicht mal eine Wissenschaft, Weltanschauung usw., denn das lernen Kinder bereits im Spiel, aber auch bei einer Klopperei.

Dotzt du einen, kannst du davon ausgehen, dass du mächtig was zurückkriegst.

Muss letztendlich doch alles gar nicht sein. Bringt gar nix, hilft keinem weiter usw. usw. usw.

und

auch ich lerne noch :( und finde das auch gar nicht dramatisch.

so muss vom Acker

viele Grüsse,

Dank an Alle und netten Tag Allen :smile-alt:

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He, he, das wird ja immer ausfühlicher....

Ich jedenfalls versuche, meine Aggressionen in den Griff zu kriegen und das ist mir schon ganz gut gelungen...

Und wer es nicht glaubt, den sage ich in aller Ruhe ganz kurz:

Dunnerwettersackelzenentvergammeltesfuckmistdingverrecktesglumphimmelarschundzwirn

;-)

Hardy

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Hallo Hardy,

ich finde deine Aggressionsbewältigungsstrategie Spitze!:(

Aus welchem Ecke kommst du? Ostsee?

Den Spruch gibt es auch bei uns in Bayern und logischerweise in bayerisch! und sogar als Aufkleber für`s Auto.

Ich hoffe, du hast zusätzlich noch einen ordentlichen Sandsack im Keller hängen:D::):D

LG

Monika

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